mich würde mal interessieren, ob die von Euch die in Schweden leben es nicht schon ab und zu mal bereut haben ausgewandert zu sein. Und falls ja....warum?
Liebe Grüße vom Butzelweib
Mhh, gerade was die Sprache angeht, muss ich natürlich zustimmen - aber Herbert: man soll nun auch nicht versuchen, als Einwanderer der "bessere Schwede" zu werden. Wer seine Eigenarten und Wurzeln behält, trägt auch zur Vielfalt bei... Gerade die Schweden sind dafür doch offen, habe ich zumindest immer so empfunden. Wer hingegen krampfhaft danach strebt, "ren svensk" zu werden, naja - der ist dann genauso langweilig wie alle anderen.Auch die Sprache und die unterschiedliche Mentalität nehmen viele auf die leichte Schulter, aber man kann in Kursen keine Sprache wirklich lernen, sondern bekommt nur das Gerüst geboten. Wer am Abend Tatort einem schwedischen Programm vorzieht und zu Hause nur Deutsch redet wird es kaum schaffen ein wirkliches Gefühl für die Sprache aufzubauen und hat dann Schwierigkeiten eine Arbeitsstelle zu finden
Hejsan Uwe,beuer hat geschrieben:... dass es einen Riesenunterschied macht, ob man als älterer Mensch mit monatlich sicherem Einkommen (Rentenbezug aus D) hierher gekommen ist, dann ist vieles, wenngleich nicht alles bingo hier in S, oder ob man wie ich (werde 50) darauf angewiesen ist, noch einige Jahre zu wackeln, um seine Brötchen zu verdienen,
Hejsan,Yvonne hat geschrieben:Außerdem habe ich auch festgestellt das die Lernbereitschaft bei vielen Rentner für die schwedische Sprache nicht da ist. Da hört man Sachen wie: Naja ich muß hier ja nicht mehr arbeiten, also brauch ich ja die Sprache nicht lernen, denn viele können ja Deutsch."
Das ist schon mal die eine ganz falsche Einstellung.
Hej Framsidan,Framsidan hat geschrieben:Aber Skandinavien umfasst ja nur Dänemark, Norwegen und Schweden. Alles zusammen ist der Norden.
genau dies hatte ich bei meinen Umzügen in D auch nicht. Sehe ich also nicht als "schwedisch"- bzw. allgemein "auslands"-spezifisch. Ich habe - Mitten in D - auch schon mal meinen Job verloren und musste sehen, wie es weitergeht. Hatte auch nicht gleich die Wahl das zu tun was mir Spaß macht, sondern mußte gucken wo und wie ich Geld verdienen kann. Und finanzielle Sicherheit hat man bisweilen nicht mal mehr da, wo man sowie so schon lebt.goteborgcity hat geschrieben:Jemand, der mit 30, 40 oder 50 nach Schweden geht und hier arbeiten muss, der kann nicht wählen und hat keine finanzielle Sicherheit, sondern stürzt sich ins kalte Wasser, das bisweilen eiskalt ist.
das hat für mich aber nichts mit dem Land zu tun in dem ich lebe, das muß ich hier in Deutschland - wie überall - doch auch. Hier konnte ich mir meinen Chef auch nicht immer aussuchen und hatte Kollegen, mit denen ich mich "arrangieren" mußte.goteborgcity hat geschrieben:Du musst Dich auch nicht in ein ganzes System Schweden integrieren, sondern mehr in Deine Umgebung. Wenn Dir jemand positiv kommt, so ist es ein Vorteil, aber wenn Du auf einen "Kotzbrocken" stösst, so kannst Du ihn vermeiden. Jemand, der diese Person in seiner Firma als Vorgesetzten bekommt, der kann manchmal nur schlucken, aber er muss trotzdem durch.
Ich würde auch Sprachprüfungen einführen......goteborgcity hat geschrieben:
Das Problem sehe ich jedoch bei Schweden selbst, denn es wäre sinnvoll wieder Sprachprüfungen einzuführen, die eine Voraussetzung sind für die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung. Ich finde es absurd, dass jemand sogar die Staatsbürgerschaft erhalten kann ohne vernünftige Sprachkenntnisse und ohne eine Ahnung vom politischen System zu haben.
Frohe Ostern!
Herbert
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