Schon mal bereut......?

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Butzelweib
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Schon mal bereut......?

Beitrag von Butzelweib »

Hej,

mich würde mal interessieren, ob die von Euch die in Schweden leben es nicht schon ab und zu mal bereut haben ausgewandert zu sein. Und falls ja....warum?

Liebe Grüße vom Butzelweib :sweetheart:
Wer seinen Traum leben will,
muss zuerst einmal aufwachen !
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accaacca
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von accaacca »

Klar schon hundert mal.
Habe ich habe mir auch schon 100 mal gedacht wie froh ich bin hier in Schweden zu sein.

Auf der anderen Seite ist das Gras halt immer grüner ;)
alter Schwede
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von alter Schwede »

Es gibt immer und überall Licht und Schatten. Richtig bereut haben wir unseren Schritt Auszuwandern nie, wir sind reicher an Erfahrungen geworden und würden mit den jetzigen Erfahrungen viele Sachen anders angehen. Wer aber nicht mit zu hochfliegenden Träumen auswandert und seine Auswanderung auf solide Grundlagen stellt, scheitert in der Regel weniger und bereut diesen Schritt daher nicht. Trotzdem beschäftigen wir uns im Moment Gedanklich mit einer Rückkehr nach D, was aber ausschließlich gesundheitliche Gründe hat. Sollte jemand ernsthafte Überlegungen haben , nach S auszuwandern und möchte eine Vollexistenz übernehmen
( Existenz und Haus gibts nur im Paket ) ,dann gern mehr per PN. Aber bitte keine Traumtänzer, denn geschenkt gibts hier auch nichts.
Gruß Andreas
Speedy
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Speedy »

Hi alter Schwede,

genau damit wuerde ich auch gerne kommen.

Mit einem gewissen Kapital und Lust zu arbeiten etc. gibt es auch von mir eine Firma zu uebernehmen.

Liebe Gruesse Speedy
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Luna
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Luna »

"Rückkehr ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen", das habe ich schon mehrmals gehört. Akut wird es jetzt bei einem Deutschen aus Nordnorwegen, der sich zusammen mit seiner Frau ein großes Angelcamp aufgebaut hat. Aber sie fallen weich, da sie jedes Jahr in ihrer alten Heimat "Gesundheitsurlaub" gemacht haben, sie sich so ganz sicher wieder schnell eingewöhnen werden.


Luna
beuer
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von beuer »

Ich bin jetzt bald ein halbes Jahr in S, nicht lange im Vergleich zu dem, was manche hier schon hinter sich gebracht haben. Bereut habe ich den Schritt schon oft und wie es aussieht, werde ich von hier zurückgehen. Ich bin nicht mit Hauruck hierhergegangen, der Schritt war lange überlegt und auch so gut es geht vorbereitet, und nach meinem bisherigen Empfinden trotzdem falsch.
Positiv ist: Man lebt hier in relativer Ruhe, wenn man in Ruhe gelassen werden möchte, wird einem kaum auf den Nerv gegangen. Häuser und Grundstücke sind einigermaßen erschwinglich, wobei auch hier die Lage der absolut entscheidende Faktor ist, genau wie in D. Die Weite hat schon ihre Reize, man muß sich aber damit arrangieren, viel und lange im Auto zu sitzen, und damit kommen auch die Nachteile:
Alles ist weit weg. Einkaufsmöglichkeiten, die von der Auswahl her nicht wirklich zufriedenstellen, v.a. Bäckereien, Fleischereien Fehlanzeige.
Die Arbeit sowieso, wobei ich sage, es ist einfach kein richtiges Reinkommen in den Arbeitsmarkt hier, Bemühungen diesbezüglich laufen weitgehend ins Leere, LAS (lag om anställningsskydd-Kündigungsschutz straff nach dem System "last in-first out") und die Weigerung, Ausländer anzustellen (keine Erfindung von mir, wurde hier in der Zeitschrift "Fokus" kürzlich selbst zugegeben) tragen sehr dazu bei.
Die Sprache tut ihr übriges. Mehrere Jahre VHS in D und SFI mit väl godkännt-Abschluß hier in Schweden helfen auf Arbeit nicht. Da sollte man sich nichts vormachen, ich habe mich da auch täuschen lassen und dachte, ich sei mit der Sprache schon weiter, doch nichts ist. Zumal man in den wenigen privaten Kurzgesprächen doch eher gelobt wird, wie gut man doch schwedisch spreche, doch dem ist nicht so.
Einerseits sind die Einheimischen fast alle sehr freundlich und versuchen zu helfen, andererseits, und das merkte ich auf Arbeit, ist kein wirkliches Interesse an den Eingewanderten da. Man fühlt sich, da man den hiesigen Dialekt nicht versteht und somit nicht an Gesprächen teilnehmen kann, schnell ausgeschlossen, die meisten Einheimischen zeigen auch kein Interesse, einen mit einzubeziehen, sie machen einfach ihren Stiefel und fertig, es ist, als wenn du zwar körperlich zum arbeiten anwesend bist, aber sonst gar nicht richtig existierst. Dies alles (ich bin allein hier, habe keine Familie) trägt zu einem Gefühl von Einsamkeit und innerer Leere bei, wie ich es vorher nie empfunden habe, und auf Dauer kratzt das gewaltig an der Psyche und drückt einen nieder.
Daher ist es wohl besser, hier die Sachen zu packen und wegzugehen.
Framsidan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Framsidan »

Da ich ja schon sehr lange hier bin, fühle ich mich auch zuhause hier. Das ändert aber nichts daran dass ich sowohl die Vorteile wie auch Nachteile von Schweden und Deutschland sehe.

Vermissen tut man ja immer nur das was nicht hat, ganz egal wo man ist.

Bin ich in D dann fehlt mir Schweden schon sehr. Ich finde immer die Leute in D machen sich selber so viel Stress und Leistungsdruck, da habe ich mich schon zu sehr an die Lebensart in Schweden gewohnt.

Dass jemand aus gesundheitlichen Gründen zurück geht, verstehe ich aber sehr gut.

Framsidan
goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej,

ich habe bisher mehr Deutsche getroffen, die in irgendeinem Punkt nicht mit Schweden zufrieden waren als jene, die sich zu 100 Prozent auf die schwedische Seite stellten, aber glücklicherweise gibt es auch jene, die es nicht im geringsten bereuen nach Schweden gekommen zu sein. Ich rede jetzt allerdings nur von jenen, die nicht wegen einem schwedischen Partner hier sind oder bei denen ein Elternteil Schwedisch ist, da diese Gruppe weitaus positiver zu Schweden steht als rein deutsche Paare oder rein deutsche Familien, die auswanderten.

Aber ich sehe die Frage eigentlich etwas falsch gestellt, denn sehr viele Deutsche sind zwar nach Schweden gezogen (aus den unterschiedlichstyen Gründen), aber sie sind nicht wirklich ausgewandert, weil sie in Schweden deutsche Kontakte suchten, deutsches Essen, deutsche Krankenhäuser, deutsche Fernsehprogramme, deutsche Bücher usw. Mit dieser Einstellung bleibt man Fremder und wird in Schweden Nachteile suchen und Erinnerungen beschönigen.

Auch die Sprache und die unterschiedliche Mentalität nehmen viele auf die leichte Schulter, aber man kann in Kursen keine Sprache wirklich lernen, sondern bekommt nur das Gerüst geboten. Wer am Abend Tatort einem schwedischen Programm vorzieht und zu Hause nur Deutsch redet wird es kaum schaffen ein wirkliches Gefühl für die Sprache aufzubauen und hat dann Schwierigkeiten eine Arbeitsstelle zu finden und deutsche Freunde in der Umgebung verhindern oft jede Integration. Man sollte sein Deutsch ja nicht vergessen, aber vielleicht doch einige Jahre auf Eis legen.

Auch wer aus gesundheitlichen Gründen zurück will oder immer wieder bei deutschen Ärzten war, war nie Schwede, war nie ausgewandert, denn Probleme mit Ärztenund Krankenhäusern gibt es in jedem Land. Ich habe in mehreren Ländern gelebt und nicht eine einzige Sekunde den Gedanken gehabt, bei einem gesundheitlichen Problem an Deutschland zu denken, denn wenn ich es wähle in einem anderen Land leben, so akzeptiere ich es in jeder Hinsicht, sonst bin ich kein echter Auswanderer. Und selbst wenn ich nur ein Jahr lang in einem Land war, sobetrachtete ich das so, als würde ich den Rest meines Lebens dort verbringen, mit allen Vor- und Nachteilen. Fühle ich im Alter, dass alle meine persönlichen Beziehungen in Deutschland zu finden sind, so war ich in Schweden nur Gast und war nie wirklich ausgewandert, sonst hätte ich mir hier einen persönlichen Kreis aufgebaut.

Viele bereuen auch ihre Entscheidung, weil sie Schweden als Traum sehen und denken, dass man als Deutscher ja einfach willkommen sein muss. Warum sollte man auf jemanden warten, der nur Vorteile in Schweden sucht und oft nicht einmal die Sprache spricht? Auch Deutsche müssen auf die Schweden zugehen und dürfen nicht hoffen, dass sich der Schwede um sie kümmert. Warum sollte er es tun. Schweden ruft nicht die deutschen Auswanderer, sondern die Auswanderer wollen unbedingt nach Schweden.

So manche, die nach Schweden gehen, kaufen auch noch ein Buch für Auswanderer, was schon einmal eine gute Idee ist. Aber welches Buch schreibt schon über die wirklichen Probleme, die auftauchen oder auftauschen können? Keines! Diese Bücher geben, falls sie gut geschrieben sind, praktische Hinweise, die dabei helfen erst einmal zurecht zu kommen. Die Integration beginnt erst danach, wenn man einmal hier ist und feststellt, dass man sich mit einem neuen Leben und neuen Werten auseinandersetzen muss.

Wer nach Schweden will, der sollte es trotzdem versuchen, aber die Strassen sind hier auch nicht mit Gold gepflastert.

Viele Grüsse

Herbert
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wölffin
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von wölffin »

Bereut habe ich nicht,
aber nach 4 Jahren gehe ich nun zurück.
2008 Sommerjob, danach noch geputzt. 2009 Komvux, 2010-2011 Dreher/ Fräser CNC am Gmnasium gelernt, war hart, aber mit Bestnoten bestanden.
Da bis auf die letzte Ausbildung mein Aufenthalt eigenfinanziert war, verplemperle ich mein Geld nicht länger hier. Als sich nur "nördlich" des Polarkreises was finden sollte, hab ich mich meiner Prioritäten besonnen. Wollte Schweißer lernen, wird ja gesucht. Das scheitert am Kleingeist der Kommunen. Eine müßte die Ausbildung von der anderen kaufen.
Ich gehe weder in die Pflege (will auch keine Ausbildung), noch putze ich, noch verkaufe ich irgendwelche Sachen.
So siehts also aus nach 4 Jahren in Schweden, immer noch arbeitslos. Es möge bitte jetzt keiner auf den Gedanken kommen, daß ich nichts gelernt habe oder unflexibel in meinen Berufen wäre. Aber lieb ist mir halt die technische Seite, die bürokratische ist nicht meine Wahl.
Was ich hier gelernt habe? Ich werde micht verbiegen lassen, um hier zu bleiben.Kompromisse ja. Aber ich werde keine Arbeit annehmen, für die ich keine Sympathie empfinde.
Über Integration kann ich nicht viel sagen. Meine Mitschüler waren prima. Ansonsten habe ich nur Kontakte zu Deutschen. Liegt an mir, habe Ansprüche. (die nur von meinen Mitschülern erfüllt worden und wenigen Deutschen erfüllt werden- will heißen: "bleibt mir fern mit Plattitüden")
Fazit? Es war eine Erfahrung wert, und ansonsten bleibt ja noch die Urlaubszeit.

Gruß Wölffin
Herowina
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Herowina »

Auch die Sprache und die unterschiedliche Mentalität nehmen viele auf die leichte Schulter, aber man kann in Kursen keine Sprache wirklich lernen, sondern bekommt nur das Gerüst geboten. Wer am Abend Tatort einem schwedischen Programm vorzieht und zu Hause nur Deutsch redet wird es kaum schaffen ein wirkliches Gefühl für die Sprache aufzubauen und hat dann Schwierigkeiten eine Arbeitsstelle zu finden
Mhh, gerade was die Sprache angeht, muss ich natürlich zustimmen - aber Herbert: man soll nun auch nicht versuchen, als Einwanderer der "bessere Schwede" zu werden. Wer seine Eigenarten und Wurzeln behält, trägt auch zur Vielfalt bei... Gerade die Schweden sind dafür doch offen, habe ich zumindest immer so empfunden. Wer hingegen krampfhaft danach strebt, "ren svensk" zu werden, naja - der ist dann genauso langweilig wie alle anderen. ;)

Und zum Thema Fernsehen: Heute abend werden wir trotz allem einmal wieder "Heute show" schauen, - die findet mein schwedischer Freund nämlich richtig lustig, auch wenn er nur die Hälfte versteht ;)
Dasselbe geht dann auch umgekehrt. :-flagg Ich sag nur: "Vem vet mest!"
Nach Schweden? Auswanderer-Blog
goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Herowina,

vielleicht habe ich mich etwas falsch oder unexakt ausgedrückt, denn natürlich soll man nicht schwedischer als die Schweden werden oder seine Kultur vergessen, denn das wäre auch ein falscher Weg. Was ich meine, ist vielmehr, dass man vor allem während der ersten Jahre sehr viel tun muss um die schwedische Sprache und Mentalität zu verstehen und da muss man das "Deutsch sein" einfach etwas zur Seite zu stellen. Du, Framsidan, Irene, ich und manch andere, die allein schon wegen schwedischen Partnern einen anderen Zugang zu Land und Leuten haben, haben in vielen Punkten keine Probleme, denn wenn Du täglich Schwedisch sprichst und mit schwedischen Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen über alles mögliche diskutierst, dann kannst Du es Dir auch erlauben immer wieder einmal deutsche Sendungen anzusehen. Dir geht dabei nichts verloren. Wer dagegen neu hier ist und überwiegend deutsche Kontakte hat, der sollte auf seine deutschen Sendungen vorübergehend verzichten, damit eben die Sprache schneller sitzt. Ich sehe mir zwar keine deutschen Sendungen an (denen meine Frau auch nicht folgen könnte), sondern ich lasse mir immer wieder spanische und französische DVD schicken, weil mir diese Sprachen hier etwas abgehen, aber das kommt aufs Gleiche.

Ich stimme Dir auch dabei zu, dass die Schweden offen sind, aber man muss als Einwanderer den ersten Schritt tun und kann nicht darauf warten, dass der Schwede auf jeden Einwanderer zugeht. Und wenn man als Einwanderer dreimal nein sagt, wenn man gefragt wird, ob man mit zum afterwork kommt, so wird man nie mehr gefragt werden und entfernt sich von schwedischen Bekanntschaften. (Ist nur eines der Beispiele, die ich nennen kann.)

Was ich auch meine ist, dass man zwischen echtem Auswandern und vielleicht "ewig langem Urlaub" unterscheiden muss, denn wer im Land in das er auswandert mit Essen, Gesundheitssystem oder was immer nicht zufrieden ist und dann zurückgeht, der ist nicht ausgewandert, sondern hängt immer noch an seinem Heimatland. Auswandern heisst zwar nicht dort alles einfach positiv zu sehen, denn das ist eine Unmöglichkeit, aber man muss dieses Land als Heimat akzeptieren, mit allen Vor- und Nachteilen. Man geht doch nicht nur nach Schweden um dann von den positiven Teilen profitieren zu können. Aber genau das machen viele, die nach Schweden gehen, und dann noch ohne Sprachkenntnisse, ohne Übergangskapital, ohne in Schweden anerkannte Ausbildungen usw. Es ist doch logisch, dass dies bei vielen schief geht.

Viele Grüsse

Herbert
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Haro
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Haro »

Hejsan,

wir leben jetzt seit Februar 2008 in Schweden (Småland) in der Hultsfred Kommune im Kalmar län, der wärmsten uns sonnigsten Gegend Schwedens.
Ja, wir haben es schon oft bereut das wir nicht schon früher nach Schweden gegangen sind. Wir haben uns gut eingelebt, kommen mit der Sprache zurecht, gut ab und an fehlt zwar mal ein Wort oder die Grammatik stimmt nicht 100 prozentig aber wir können uns mit Schweden unterhalten, werden verstanden und das ist wichtig. Das wird man sowieso in 10 Jahren noch hören das wir aus Deutschland kommen und im fortgeschrittenen Alter :pfeif: ist es halt auch nicht mehr so einfach eine andere Sprache zu lernen.
Meine Frau hat hier nach 10 Monaten Arbeit gefunden und ist damit auch sehr zufrieden. Die ruhige und gelassene Art der Schweden gefällt uns jedenfalls viel besser wie die ganze Hektik und der Stress in Deutschland.

Wir haben hier ein Dach über dem Kopf, ein warmes Bett, immer was zu essen auf dem Tisch und leben in einem der schönsten Länder Europas, wo jedes Jahr tausende Touristen hinfahren um Urlaub zu machen, :thumbsup: was will man mehr? Wenn wir nicht durch irgendwelche Umstände müssen, gehen wir hier auch nicht mehr weg.

Viele Grüße aus Småland :-flagge2
Harald
Viele Grüße aus Ostsmåland :-flagge2
Harald

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Man muss dem Leben nur gelassen folgen und ihm ein Höchstmaß an Freude entnehmen.
annie
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von annie »

Liebe Leute lasst Euch sagen.....

So ging das doch im Mittelalter los, auch bei den Märchenerzählern.
Ich habe hier von richtigen Auswanderern gelesen- wie soll das denn im Zeitalter der Kommunikation gehen. Herbert, die Leute, die "richtige Auswanderer" waren, gingen mit ganzen Familien, Dörfern. Die leben auch noch nach ueber hundert Jahren gemäss deren Traditionen, egal welcher Nationalität.
Richtige Auswanderer sind doch heute die Einwanderer aus armen Ländern.
Die klagen auch nicht offen, nur deren Jugend ohne Zukunft.
Wie viele hier, habe ich auch einen schwedischen Traum gehabt. Der hat sich, bis auf die
wunderbare Natur, in Luft aufgelöst.
Ich habe als Angestellter im kommunalen Sektor festgestellt, das Schweden ein Eldorado fuer Mobbing ist ( schaut mal ins Netz unter Föreningen Stop.se)
Das geht schon in der Schule los. Ja, ja ich weiss, das gibt es in Deutschland auch.
Habe ich da aber nie erlebt, hier jedoch in aggressivster Form. Das wurde mir von etlichen hier lange lebenden Deutschen bestätigt.
Doch mit Mitte 50 ist der Rueckweg abgeschnitten, zumindest bis zur Rente.
Umbringen, wie Kurt Tucholski, werde ich mich deshalb aber wohl eher nicht.
Also liebe Schwedenfreunde- drum pruefet, wer sich ewig bindet! In Eurem eigenen Interesse prueft ausreichend.

das war die Meinung von Andreas hierzu
goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Andreas,

ich kenne weder Deine Situation noch Deine Erlebnisse in Schweden oder die Gründe warum Du ausgewandert bist, und wenn Du von einem schwedischen Traum sprichst, der sich nicht, oder nur teilweise erfüllt wurde, so denke ich, dass dies wie bei jedem Traum ist: vieles wird sich nicht so erfüllen wie man hoffte, aber dafür erfüllt sich manches an das man nicht dachte.

Mobbing gab es vor 20 Jahren noch in kaum einem Land in dem Masse wie es heute angewandt wird und Ausländerfeindlichkeit gab es auch damals. Die Welt verändert sich und das habe ich jedem Land erlebt in dem ich arbeitete. Jemand, der 10, 15 oder 20 Jahre lang in Schweden gearbeitet hat, der wird bei einer Rückkehr nach Deutschland auch sehr schnell feststellen, dass sich auch Deutschland verändert hat, und nicht gerade zum Besten. Viele werden dann ganz "ohne Heimat" dastehen.

Wenn Du mich fragst, was ich persönlich gut an Schweden finde, so schreibe ich Dir einen Roman, und wenn Du mich fragst, was mir nicht gefällt, so kann ich auch einen schreiben. Aber das ist nicht Schweden, denn ich kann das gleiche über Italien, Frankreich, Spanien oder England sagen. Aber diese postiven oder negativen Aussagen sind nicht mein Leben, denn darüber kann ich in sehr vielen Punkten selbst entscheiden. Man kann seine Freunde wählen, einen Arbeitsplatz ändern usw.

Ich habe, zumindest gefühlsmässig, kein Heimatland zu dem ich mich in irgend einer Weise hingezogen fühle, aber ich hatte in jedem Land in dem ich lebte und arbeitete eine Heimat. Manchmal gingen die Kontakte und die Integration schneller, manchmal dauerte es, aber meist war die Sprache das Problem, denn wenn ich sie vorher schon konnte, so entstanden weitaus weniger Probleme. Aber was die Sprache angeht, so hatte ich immer die Technik im ersten Jahr keinen deutschen Kontakt, kein deutsches Buch, keine deutsche Musik, kein deutsches Fernsehen, sondern 24 Stunden die neue Sprache. Vor allem in Spanien hatte meine Frau da manchmal gewisse Probleme, da man in Barcelona zwei Sprachen gleichzeitig benötigt und es absolut keine Kurse für Schweden gab. Zu hause war ich daher mehrmals gezwungen doch zum Schwedisch zu greifen, aber ich versuchte auch mit ihr so viel wie möglich auf Spanisch und Katalanisch zu kommunizieren.

Viele Grüsse

Herbert
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Abborre
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Abborre »

Ich finde dieses Thema wirklich hochinteressant. Ich reise schon seit über 30 Jahren nach Schweden, und habe mir damals nach meiner Ausbildung auch überlegt nach Schweden zu gehen. Der Liebe wegen bin ich aber in Deutschland geblieben, bin glücklich und fühle mich hier sehr wohl. Natürlich kann ich nicht wissen, wie es mir in Schweden ergangen wäre. Wir freuen uns immer riesig darauf, einige Wochen im Jahr in unserem schwedischen Domizil verbringen zu dürfen, und wir haben die Schweden immer als freundliche und aufgeschlossene Menschen empfunden. Wir fühlen uns in Schweden wirklich sehr wohl. Doch ich glaube das man viele Dinge mit anderen Augen sieht, wenn der Alltag gegenwärtig wird. Viele Urlauber sehen ihr Traumland (damit meine ich nicht nur Schweden) durch eine rosarote Brille. Für uns bleibt Schweden unser zweites Zuhause. Urlaub ja, auswandern nein- hier in D ist es auch nicht sooo schlecht wie es von manchen Leuten dargestellt wird.

:flagge3: Abborre
beuer
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von beuer »

Hallo zusammen,

hier in der Nähe gibt es einen unregelmäßigen Treff für Deutsche, von einer Schwedin organisiert, die lange Jahre in D gelebt hat. Mein Fazit aus diesen zugegebenermaßen bisher wenigen Treffen ist, dass es einen Riesenunterschied macht, ob man als älterer Mensch mit monatlich sicherem Einkommen (Rentenbezug aus D) hierher gekommen ist, dann ist vieles, wenngleich nicht alles bingo hier in S, oder ob man wie ich (werde 50) darauf angewiesen ist, noch einige Jahre zu wackeln, um seine Brötchen zu verdienen, und dann haut eben vieles nicht hin. Denselben Eindruck gewinne ich auch aus allen Beiträgen hier, man weiß nicht, wie alt die einzelnen Schreiber sind, aber man kann es sich in etwa ausmalen.
Es läßt sich nicht alles über einen Kamm scheren, die individuelle Situation gibt den Ausschlag.
Und wenn ich in dem einen Betrag lese, vier Jahre alles selbst finanziert, leider noch oder wieder ohne Job hier, dann kann ich nur den Hut ziehen für soviel Durchhaltevermögen. Ich glaube nicht, dass ich solange Geduld haben werde, sondern dass ich eher die Reißleine ziehen werde.
Ich schreibe hier nicht, um irgendetwas am deutschen System schönzureden und das schwedische nur schlecht dastehen zu lassen. In D ist vieles von Grund auf ungerecht und die Gesellschaft diftet immer mehr auseinander. Nur Tatsache ist halt auch, mit einem bestimmten Netto-Betrag x pro Monat kann man in weiten Landstrichen D einfach mehr anfangen, ohne dauerhaftes und stabiles ausreichend hohes Arbeitseinkommen geht es hier wie da nicht. Die zweifellos schöne Natur Schwedens kann ich nicht "aufessen", und für einen Langzeiturlaub, auf den es ja ohne Arbeit hinausläuft, ist mir das Land zu teuer.

Viele Grüße
Uwe
goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Uwe,

jemand, der seine Rente in Schweden verbringen will, der hat natürlich keine oder kaum Probleme, es sei denn die Rente ist knapp bemessen und die Krone bleibt so hoch wie sie ist. Aber ein Rentner wandert ja eigentlich nicht aus, sondern lebt seine Pension/Rente auf die angehmst mögliche Wiese ... und viele, die krank werden, erinnern sich dann plötzlich wieder an das deutsche Krankensystem.

Jemand mit 40 oder 50 hat als Auswanderer, wie Du auch schreibst, ganz andere Probleme. Und da muss man wirklich eine etwas trübe Bilanz stellen, einfach deswegen, weil die Arbeitslosigkeit auch in Schweden angekommen ist. Wer daher die Sprache nicht bereits bei seiner Ankunft relativ gut kann und dann das erste Jahr dafür benutzt sie sehr gut zu lernen (Wort und Schrift), wer dann nicht zusätzlich die "richtige" Ausbildung hat, die auch noch in Schweden anerkannt ist, und dann noch mit wenig Geld ankommt, hat sehr wenig Chancen es hier zu schaffen ... ausser mit einem eigenen Unternehmen. Als Facharzt sehen die Chancen hier gut aus, aber schon als Krankenschwester hat man Probleme ...

Es geht bei Deutschland oder Schweden auch nicht um ein "besser" oder "schlechter", sondern es sind zwei Länder mit unterschiedlicher Mentalität, unterschiedlicher Sprache, anderen Gesetzen usw. Der eine fühlt sich in Schweden wohler, der andere in Deutschland, aber so wenig wie man Deutsche zu schwedischem Verhalten zwingen kann, so wenig kann man auch die Schweden nach deutscher Richtung zurechtbiegen. Ich gehöre zu denen, die vermutlich in 20 andere Länder ziehen würden, bevor sie nach Deutschland greifen, aber ich verstehe auch jene, die Deutschland als ideales Land sehen ... obwohl es absolut kein ideales Land gibt. Ich komme mit der deutschen Mentalität nicht zurecht und finde die schwedische meinen Ideen weitaus mehr angepasst, aber das ist persönlich. Und da ich nahezu mein ganzes Leben lang selbständig war, bin ich auch weniger vom Arbeitsmarkt abhängig als andere, denn ich passe mich einfach der Nachfrage an.

Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, dass Du den endgültigen Sprung nach Schweden schaffst und nicht enttäuscht nach Deutschland zurückgehen musst. Wer die Rückkehr wählt, weil er sich dort wohler fühlt, das ist eine Sache, aber wer in Schweden keine Chancen sah oder findet und deshalb zurückgeht, das ist eigentlich nicht gerade ideal.

Viele Grüsse

Herbert
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Yvonne »

Wir leben seit Juli 2010 im Jönköpings Län. Klar waren die ersten Monate hier hart. Ich hatte nach 5 Monaten hier in Schweden eine Arbeit gefunden und mein Freund nach 8 Monaten. Wir sind letztes Jahr von einer kleinen Wohnung in ein Haus mit schönem Grundstück gezogen. Wir haben deutsche Kontakte aber auch viele schwedische Kontakte. Mit der Sprache hatte ich von Anfang nicht so das große Problem. Mein Freund da schon eher aber er hat in der Zeit vieles dazu gelernt.
Wir haben es trotz der harten Monate nicht einen Tag bereut nach Schweden gegangen zu sein. Wir haben einen super Arbeitsplatz und auch genügend Bekannte hier.

Man muß dazu sagen das wir hier oben schon welche kannten als wir hergezogen sind die uns auch jedes Mal etwas über Schweden berichtet haben wenn wir im urlaub zu Besuch waren. Sonst wußten wir das wir die ersten Schritte machen mußten und das nicht die Schweden auf uns zu kommen.
Man muß sich überwinden und auf die schweden zu gehen. Vorallem darf man sich nicht immer selber runter machen wenn man mal was nicht versteht. Viele Schweden haben dafür Verständnis und sprechen dann auch ganz anders. Langsamer und viel Klarer.
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Haro
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Haro »

beuer hat geschrieben:... dass es einen Riesenunterschied macht, ob man als älterer Mensch mit monatlich sicherem Einkommen (Rentenbezug aus D) hierher gekommen ist, dann ist vieles, wenngleich nicht alles bingo hier in S, oder ob man wie ich (werde 50) darauf angewiesen ist, noch einige Jahre zu wackeln, um seine Brötchen zu verdienen,
Hejsan Uwe,

da hast Du natürlich Recht, es ist schon einfacher, wenn man auf eine Rente aus Deutschland zurückgreifen kann. Als wir 2008 Ausgewandert sind hatten wir beide Modelle an Bord, ich war damals schon Frührentner und meine Frau muss wie Du so schön geschrieben hast noch ein paar Jahre wackeln.
Es gibt aber auch für Rentner einige zwar kleinere aber auch ich will jetzt nicht direkt sagen Probleme aber Sachen die zu bewältigen sind. So habe ich von vielen erfahren das es z.B. für die meisten aufgrund des Alters und mangels Kontakt zu Schweden nicht so einfach ist selbst, wenn Sie denn wollen die Sprache zu lernen. Dann haben viele eine eingeschränkte Gesundheit und auch wie hier schon hier angesprochen durch den wackeligen Eurokurs und die starke Krone Einbußen bei der ohnehin oft mickrigen Rente von Deutschland. Also, so einfach haben es Rentner nun auch nicht. ;)

Da ich schon vielen mit Auswanderern geholfen habe, mich viel in alle möglichen Schweden- und Auswandererforen aufhalte und lese und wir Bekannte und Freunde bis nach Kanada und Südamerika haben ist mir aufgefallen das es sehr darauf ankommt, wo man hin geht. So ist mir aufgefallen das meisten die Leute die in oder die Nähe größerer Städte ziehen die größten Probleme haben. Das liegt gewiß daran das in diesen Ballungszentren die häßlichen Eigenarten des menschlichen Zusammenlebens wie Gleichgültigkeit, Neid, Ellenbogengesellschaft, Mobbing und Kriminalität vermehrt zu Tage treten und das Leben dort dementsprechend schwerer und teurer ist.
Die Leute die dagegen aufs Land ziehen kommen oft besser zurecht weil es da nicht so zugeht wie in den Städten, man sich ehr akzeptiert, hilft und man viel günstiger leben kann.
Außerdem liegt, so denke ich ein ganz großer Teil an einem selbst, wie sich verhält, man den Schweden begegnet, auf sie zu geht und vor allem Sie akzeptiert, so wie Sie sind. Ich habe Auswanderer hier erlebt die sind in Schweden angekommen, haben erst mal ihr Grundstück "richtig" eingezäunt und ihr ganzes Geld verballert um Ihr Haus auf "Deutschen Standard" zu bringen (weil der schwedische Standard ja nichts ist :? ) anstatt sich erst Arbeit zu suchen. Dann kenne ich Auswanderer da hätte einer von ihnen einen sicheren Job bekommen können der dann von ihnen abgelehnt wurde weil andere "unwichtige Sachen" für Sie wichtiger waren. Als das Geld dann zu Ende ging haben Sie die große Panik bekommen und schimpfen nun auf Schweden was das Zeug her gibt.
Dann gibt es noch die Leute die auf ihrem Status den Sie in Deutschland hatten rumreiten und den ewigen Besserwisser raushängen lassen. Oder die Leute die schon über 10 Jahre in Schweden leben und die Sprache immer noch nicht können weil Sie diese gar nicht lernen wollen. Bei unseren Hausvorbesitzern (Ursmåländer) im Dorf wohnt ein Deutsches Rentnerpaar schon über 12 Jahre und spricht kaum ein Wort Schwedisch. Ich weiß von unseren Vorbesitzern das die Schweden darüber alle den Kopf schütteln und solche Leute meiden. Sie wolllen wohl so wie es aussieht ihr Haus jetzt verkaufen und zurück nach Deutschland gehen, gewiß auch welche die dann auf Schweden schimpfen.
Das waren jetzt nur ein paar Beispiele die zeigen das wohl auch ein großer Teil an einem selber liegt, ich könnte noch einige Beispiele anbringen aber das würde den Rahmen sprengen. Ich denke jeder weiß was ich gemeint habe.

Viele Grüße aus Småland :-flagge2
Harald
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Yvonne
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Yvonne »

Das Treffen ist doch regelmäßig. Einmal im Monat trifft man sich. Klar ist es nicht immer an der gleichen Stelle sondern mal wechselt auch mal die Standorte. Aber da hat man ja dann auch schon die ersten Kontakte und durch die lernt man ja auch immer wieder neue kennen.

Rentner haben es hier auch nicht so einfach. Wie Haro schon schrieb ist es auf Grund des schlechten Standes des euro immer schwer zu sagen wieviel Geld man eigentlich im Monat hat. Außerdem habe ich auch festgestellt das die Lernbereitschaft bei vielen Rentner für die schwedische Sprache nicht da ist. Da hört man Sachen wie: Naja ich muß hier ja nicht mehr arbeiten, also brauch ich ja die Sprache nicht lernen, denn viele können ja Deutsch."
Das ist schon mal die eine ganz falsche Einstellung. In Deutschland will man doch auch das die Einwanderer Deutsch können, also muß ich doch auch wenn ich in ein anderes Land ziehe die Sprache können. Man muß sie ja nicht perfekt können, aber immerhin sollte es möglich sein sich mit Leute zu unterhalten.

Wie Haro schon sagte, liegt es auch oft an einem selber. Mut zusammen nehmen egal wie gut man schwedisch spricht und mal bei den Nachbarn anfangen ins Gespräch zu kommen. Man muß sich nur trauen. So haben wir das auch gemacht. Sind zu Veranstaltungen in unserem Ort gegangen und haben einfach drauf los gesprochen so als würden wir schon länger hier wohnen.
Bei der nächsten Veranstaltung grüßte man uns schon und man kam wieder mit den Leuten ins Gespräch. Jetzt hält man sogar schon auf dem nach Hauseweg an wenn man Leute kennt und trifft und quatscht mit ihnen.
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Luna
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Luna »

"Sind zu Veranstaltungen in unserem Ort gegangen und haben einfach drauf los gesprochen so als würden wir schon länger hier wohnen.
Bei der nächsten Veranstaltung grüßte man uns schon und man kam wieder mit den Leuten ins Gespräch. Jetzt hält man sogar schon auf dem nach Hauseweg an wenn man Leute kennt und trifft und quatscht mit ihnen."


Das erlebe ich auch so. Ich bin zwar nur "Teilzeitschwedin" :lol: ( seit fast 20 Jahren ) , bin jedoch von Anfang an zu den Veranstaltungen gegangen. Im Laufe der Jahre verstand ich immer mehr, zwar auch heute noch nicht alles aber doch recht viel und die Leute erkennen an das ich mir Mühe gebe.
Ein schwed. Nachbar meinte mal zu mir, das die Leute von mir als die "......" sprechen und nicht die "Deutsche", das hat mich echt gefreut.

Das man nicht bereit ist die Sprache zu lernen halte ich für ziemlich unhöflich und gedankenlos. Was machen die eigentlich wenn sie mal im hohen Alter in ein Altersheim gehen müssen? Zudem sind die SFI Kurse kostenlos, am Geld kann`s also nicht scheitern. In D z.B. müssen Ausländer selbst für die Kosten eines Sprachkurses aufkommen. Das erklärt vielleicht auch weshalb viele türk. Frauen auch nach Jahrzehnten der dt. Sprache kaum mächtig sind.

LG und ein schönes WE
Luna
vorstopper
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von vorstopper »

Milch und Honig gibt es nirgendswo,,,

Meine Family und ich haben schon eine Auswanderung, aber richtige !! je Person nur mit einem Koffer! hinter uns,,
Wir sind vor 35 jahren mit Nichts nach Deutschland gekommen, zwei tage nach unsere Einreise hat mein Vater angefangen zu arbeiten,, eine Arbeit wo keiner länger als 6 Monate durchgehalten hat,mein vater hat 6 Jahre ausgehalten,, Hauptsache er konnte uns ernähren,,

In dem Dorf wo wir gewohnt haben waren wir sowas wie eine Zoo- Attraktion,,1. Ausländische Familie im Umkreis von 10 Km.

Ja, es gab auch Feindseligkeiten,, mein Vater hat immer gesagt wir wären Gäste hier und wir müssten die Leute verstehen,,
Meine Mutter hat jedem unsere Türe aufgemacht,, sie hat allen Nachbarn selbst gemachte Speisen , Gebäck usw. geschickt.
ich musste sie immer hinbringen,, manche hatten die Annahme verweigert,,es war mir dann so peinlich,,

Meine Eltern und Geschwister sind jedem zu Hilfe geeilt der Hilfe benötigte,,

Nach 1 Jahr waren ein fester Bestandteil des Dorflebens.
Als wir paar Jahre später im Dorf gebaut haben,, hat uns fast das ganze Dorf geholfen,,
Ich persönlich habe tagsüber gearbeitet und 6 1/2 jahre die Abendschule besucht, bis zum Abi.

Jetzt, 20 Jahre später habe ich eine recht passable Existenz und gemütliches Dach über den Kopf,,


Genau das habe ich meinen Kindern auch erzählt,, weil die natürlich angst haben wie es in Schweden werden wird,,,
Ach so,eigentlich hätte ich schon zum 1.Februar in Schweden sein müssen,,mein Umzug ist etwas verspätet wegen Handwerkern,

Das waren so meine Gedanken beim lesen diese Threads,,

Gruß und viel glück allen,, egal wo sie leben,,
George
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Haro
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Haro »

Yvonne hat geschrieben:Außerdem habe ich auch festgestellt das die Lernbereitschaft bei vielen Rentner für die schwedische Sprache nicht da ist. Da hört man Sachen wie: Naja ich muß hier ja nicht mehr arbeiten, also brauch ich ja die Sprache nicht lernen, denn viele können ja Deutsch."
Das ist schon mal die eine ganz falsche Einstellung.
Hejsan,

genau das ist bei vielen, nicht nur bei Rentnern, sondern auch bei vielen die in Schweden noch arbeiten müssen der Knackpunkt. Ich kenne auch einige Leute die hier noch arbeiten müssen und die Sprache partout nicht lernen wollen aber dann die Schuld bei den Schweden und allen anderen suchen anstatt den Fehler bei sich zu suchen. Da wird dann Fremdenfeindlichkeit usw. ins Feld geführt, dabei ist es in Deutschland auch nicht anders, deutsche Arbeitgeber stellen meistens auch erst Deutsche ein bevor sie einen Ausländer einstellen der die Sprache nicht kann.
Das man die Sprache des Landes in dem man lebt nicht lernt ist wie schon Luna geschrieben hat nicht nur ziemlich unhöflich und gedankenlos, sondern auch respektlos. :thumbsdown:
Meine Frau, übrigens auch eine Yvonne ;) hat weil wir in Deutschland leider wegen Lehrermangel nur die Möglichkeit zu zwei VHS Kursen hatten und unser Schwedisch dadurch auch nicht das beste war nach 10 Monaten als Sie die Sprache besser konnte einen Job gefunden.
Wir sind auf die die Schweden und die auf uns zugegangen und haben eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Die Vorbesitzer unseres Hauses haben uns und andere Deutsche da Sie in der Gemeinde- und Bürgerversammlung tätig sind zu Veranstaltungen eingeladen. Die Schweden haben uns als Einwanderer gefragt was uns an der Gemeinde gefällt, ob wir uns wohl fühlen und was wir gerne in unserer Gemeinde hätten oder verändern möchten. Wir haben dann gefragt ob man wegen den vielen Deutschen hier einen Schwedischkurs abhalten könne. Das wurde auch prompt von der Vuxenenbildung der Kommune bewilligt und seit dem haben wir einmal in der Woche Schwedisch Unterricht im Medborgarhuset.
Dadurch haben wir Kontakt zu Politikern und Einblicke in die Gemeindearbeit bekommen. Seit dem nehmen wir regelmäßig an Gemeindeversammlungen teil und bekommen immer mehr Kontakt mit Schweden.
Wir haben am Anfang, nach den ersten zaghaften Kontakten mit Schweden auch gedacht das die ganzen Geschichten von weltfremden, stoffeligen, zurückgezogenen und fremdenfeindlichen Schweden in den Foren stimmen. Wir wurden dann aber eines besseren belehrt und haben mit den meisten Schweden die Erfahrung gemacht, wenn man auf Sie zugeht und sich bemüht die Sprache zu lernen rechnen Sie es einem sehr hoch an auch, wenn nicht alles grammatikalisch richtig ist oder man schon mal ein Wort suchen muss.
Als Rentner muss ich hier zwar nicht mehr arbeiten, lerne die Sprache trotzdem weil ich am "gemeinschaftlichen Leben" teilhaben möchte, mich mit Schweden unterhalten will und wissen will was um mich rum passiert.
Es ist schon so wie "Vorstopper" geschrieben hat "Milch und Honig gibt es nirgendswo..." Man kommt als Einwanderer in einem fremden Land an und fängt wieder ganz unten bei "normal Null" an.
Man hat es die erste Zeit durch Sprachschwierigkeiten und Unwissenheit nicht einfach, muss teilweise hart kämpfen und erst mal das fremde Land und die Menschen dort verstehen.

Viele Grüße aus Småland :-flagge2
Harald
Viele Grüße aus Ostsmåland :-flagge2
Harald

http://www.h-y-kehne.eu

Man muss dem Leben nur gelassen folgen und ihm ein Höchstmaß an Freude entnehmen.
beuer
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von beuer »

Hej hej,

das ganze läuft mir für meinen Geschmack ein wenig zu sehr in die Richtung: Wer hier nur schwer klarkommt, hat einfach keine Lust, die Sprache zu lernen. Diese Jacke ziehe ich mir nicht an. Diesbezüglich war ich zwar nicht super, aber doch gut vorbereitet. Mehr war in meiner Gegend, wo ich herkomme, einfach nicht drin. Da kann ich Harald nur zustimmen, was er von Lehrermangel schrieb. Man muß in Mitteldeutschland erstmal einen Schwedischlehrer finden und dann soviele, die die Sprache lernen wollen, dass ein VHS-Kurs auch durchgeführt wird. Da spielen ja wirtschaftliche Aspekte rein, nicht nur die Lust auf Schwedisch.
Und eintrichtern oder -prügeln lässt sich eine Fremdsprache nicht, es fällt nicht allen leicht. Jeder erkennt da selbst seine Möglichkeiten und auch seine Grenzen, beides muß man für sich akzeptieren und sich danach einrichten.
Ohne jetzt wieder in die "negative" Ecke geraten zu wollen: Ein bißchen weniger Dialekt im Umgang mit dem Neuen, Fremden würde bereits helfen, bin ich mir sicher. Wenn ich in meinem Heimatdialekt loslege, werde ich auch von drei Viertel in Deutschland nicht verstanden, also sich ein wenig zurücknehmen hilft hier wie da.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag
Uwe
goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Uwe,

es gibt nicht nur Volkshochschulen, sondern auch andere Sprachkurse, wo man zumindest du Grundkenntnisse in Schwedisch rechtzeitig erwerben kann. Natürlich sind diese Kurse etwas teurer als VHS, aber man folgt seinem eigenen Rhytmus. Und die Mehrausgabe sollte man sich wirklich machen, wenn man ersthaft auswandern will, denn Sprache ist das A und O des Auswanderer.

Dass nicht alle gleichmässig sprachbegabt sind, stimmt in gewissem Masse, aber wer mit Schwedisch nicht echt klar kommt, der hat auch wenig Chansen hier im Land. Oft ist es auch so, dass der Lernende nur die falsche Lernmethode anwendet.

Was die Dialekte angeht, so denke ich, dass sich die meisten Schweden Mühe geben wenn sie mit einem Ausländer reden. Und wer schwedische Sendungen folgt, der wird sich auch schnell an die verschiedenen Dialekte gewöhnen.

Ich arbeite hier viel auf Messen, Konferenzen usw. und da ist es selbstverständlich, dass ich (ausser Englisch) mit Skandinaviern eben Schwedisch anwende, aber Norweger in natürlichster Weise Norwegisch reden und Dänen Dänisch. Ich habe in beiden Sprachen nur Minimalkenntnisse, aber man kommt mit etwas gutem Willen sehr gut miteinander zurecht. Die Sprache allein ist kein Problem der Verständigung, denn Schweden geben sich Mühe, akzeptieren von Einwanderern Fehler in Wortschatz und Grammatik und kritisieren normalerweise auch nicht den stark deutschen Akzent, den manche anwenden.

Viele Grüsse

Herbert
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insa
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von insa »

wie lange bist du denn schon in schweden,uwe?
beuer
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von beuer »

@ Insa:
Es wird jetzt ein halbes Jahr.
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Yvonne »

Klar braucht jeder unterschiedlich lange um eine Sprache zu lernen. Aber die Schweden geben sich echt mühe.
Ich verstehe oft auch einige Sachen nicht wenn sie mit ihrem dialekt reden aber dann sagt man denen das und sie sprechen ein super klares Schwedisch.
Ich spreche auch mit Norwegern oder Dänen Schwedisch und ich kann Dänisch gar nicht und Norwegisch nur ganz ganz wenig. Aber wir haben uns verstanden, weil jeder sich Mühe gegeben hat mit dem Aussprechen.
Letztes Jahr habe ich mich 1 Std lang mit einem Dänen unterhalten. Ich auf Schwedisch und er auf Dänisch und wir haben uns super verstanden. Man muß es einfach ausprobieren. Das Wichtigste ist das man sich nicht aufgeben darf. dann fragt man halt ein paar Mal nach wenn man was nicht verstanden hat.
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Luna
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Luna »

@ Yvonne, ich habe mich in der Schweiz sogar ganz gut mit einem Isländer verständigen können.....wenn ich ehrlich bin - ich dachte erst er spräche nur einen Dialekt :lol:

Habe neulich ein Buch gelesen in dem davon die Rede war das sich Skandinavier auf "Skandinavisch" unterhalten, d.h. jeder redet in seiner Muttersprache und man versteht sich ( bis auf gelegentliche Mißverständnisse einzelner Vokabeln )
LG
Luna
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Yvonne und Luna,

das mit dem "Skandinavisch", zumindest was Schwedisch, Norwegisch und Dänisch betrifft, ist völlig üblich und normal, wobei man ja auch Dänisch durch das Fernsehen immer wieder mitbekommt (Dank der Originalsprache mit Untertitel) und sich dadurch auch immer wieder einige Worte merkt. Wenn sich alle etwas Mühe geben, so gibt es da auch keine grossen Probleme ... manchmal muss man eben nachfragen.

Zu der Allgemeinaussage, dass man hier "Skandinavisch" sprechen kann, habe ich aber meine Vorbehalte, denn zu den skandinavischen Sprachen gehört (ausser Isländisch) auch Finnisch, Meänkieli und Samisch. Und da hilft Schwedisch, Norwegisch oder Dänisch nicht sehr viel, denn da sollte man eine der drei letztgenannten Sprachen doch beherrschen.

Viele Grüsse

Herbert
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Framsidan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Framsidan »

Aber Skandinavien umfasst ja nur Dänemark, Norwegen und Schweden. Alles zusammen ist der Norden.

Aber sprachlich gesehen tut sich der Schwede ja leichter norwegisch zu verstehen als dänisch. Ich fand es interessant im Urlaub eine norwegische Zeitung zu kaufen und versuchen die zu lesen. War da etwas das ich überhaupt nicht begriff dann fragte ich so lange bis es mir jemand erklären konnte ;)

Mir ist es auch klar dass sich manche leichter und manche schwerer tun mit einer Fremdsprache. Und umso älter man wird, umso schwerer wird es.

Aber versucht man nicht schwedisch zu reden dann lernt man es nie. Und der tägliche Umgang mit Einheimischen hilft da eben weiter. Selbst in einem Geschäft kann man zig Fragen stellen und was lernen.
Man muss eben den Mund aufmachen.

Als ich in Deutschland 2 Abendkurse in schwedisch gemacht hatte (den ich und eine Freundin ins Leben gerufen haben), fanden sich auch nicht mehr genügend Teilnehmer. Da machten wir zu dritt privat weiter bei der Schwedin. Und da lernte ich viel.

Aber als ich dann hierher kam und arbeiten anfing, wars auch schwer. Musste den ganzen Tag reden, das hat angestrengt. Abends kam ich dann total erschlagen heim.

Oder als ich anfing abends auszugehen....... aber es kommt kein Mensch heim und klopft an wenn man nicht selber unter die Leute geht.

Habe auch immer nur schwedisches TV gesehen und gleich ein Zeitungs Abo bestellt.
Habe erst seit ca 4 Jahren auch ZDF

Auch sollte sich jeder einwandererwillige bewusst sein dass keiner hier mit offenen Armen steht und wartet. Keiner wirdt mit freien Arbeitsplätsen um sich.
Aber sagt man das, dann heisst es man gönnt es ihnen nicht.
Man muss halt die Wirklichkeit sehen wie sie ist.

Dass die Auswahl in den geschäften nicht genauso gross ist wie in Deutschland, ist doch wohl verständlich. Hier wohnen ja auch nur 1/10 so viele Leute die einkaufen.

DAs und viele Sachen ist das, was ich immer sage dass man das Land erst kennen lernen sollte bevor man den Schritt wagt.

Und man muss sich anpassen können. Man darf und kann sich nicht ein Leben in schweden genauo erwarten wie es in Deutschland ist.

Also ich finde schon auch dass vieles an einem selber hängt.

Und 1/2 Jahr ist doch noch gar keine Zeit.

Framsidan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Framsidan hat geschrieben:Aber Skandinavien umfasst ja nur Dänemark, Norwegen und Schweden. Alles zusammen ist der Norden.
Hej Framsidan,

wenn ich mich nicht auf einen Satz vorher bezogen hätte, so hätte ich den Begriff Skandinavien ganz vermieden, da dieser Begriff wissenschaftlich nicht klar festgelegt verwendet werden kann, ensowenig wie Norden, da hier geographische, sprachliche, kulturhistorische und politische Aspekte jeweils eine andere Definition bieten.

Aber völlig unabhängig davon, so spricht man auch in Schweden ganz offiziell mehrere Sprachen (ausser Meänkieli und Samisch), die sehr wenig mit Schwedisch, Norwegisch und Dänisch zu tun haben. Selbst hier in Göteborg gibt es zwei Minoritätensprachen, wobei insbesondere unter der finnischen Minorität (mit schwedischem Pass) sehr viele zu finden sind, die sich nicht in Schwedisch unterhalten können. Ohne Finnisch hätte ich mich bei den Feiern des finnischen Nationaltags auch in Göteborg sehr verloren gefühlt ...

Genau genommen kann man ja auch nicht von Norwegisch sprechen, da es dort kein "Riksnorska" gibt, sondern Nynorska (Landsmål) und Bokmål, also zwei Sprachen, die sich erheblich voneinader unterscheiden, und ich will jetzt wirklich nicht ins Detail gehen, da bei Nynorska auch die Dialektfrage zur Sprache kommt. Dem Schwedischen näher liegt das Bokmål, das eigentlich auch jeder Schwede mehr oder weniger versteht, auch wenn einige Worte, die in beiden Sprachen gleich geschrieben werden eine völlig andere Bedeutung haben.

Aber ich stimme Dir natürlich mit Deinen anderen Aussagen zu, denke aber, dass es wegen der Arbeitslosigkeit hier immer schwieriger für Einwanderer wird eine Arbeitsstelle zu finden und Sprache ist natürlich einer der wichtigsten Schlüssel.

Viele Grüsse

Herbert
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ophteamist
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von ophteamist »

Moin in die Runde,
eine präzise, kurze und zudem einfache Frage hat diesen interessanten thread hervorgerufen.
Meine Antwort darauf nach 5,5 Jahren mit geringerem Einkommen, mehr Verantwortung, faireren Arbeitsbedingungen paradiesischem Wohngefühl und vielen neuen Bekanntschaften und Erfahrungen ist ein wohldosiert differenziertes "Nö" mit der landessprachlichen Fußnote: "inte en enda sekund".
Darüber hinaus, will ich eine Ausnahme zu der Regel des recht simplen Sprachaspektes zum Besten geben:
Sie spricht fließend Deutsch, rudimentäres Englisch und kein Schwedisch, versteht dieses recht gut, wenn ihr Gegenüber sehr langsam redet. Sie hat vor drei Jahren ihre Bekannten und Wohnung in einer mitteldeutschen Kleinstadt verlassen und sich in besagte landessprachliche Isolation begeben und ihren Juendtraum "nach Schweden" gewagt, als 71 jährige deutsche Rentnerin. Sie fährt Bus, kauft ein, geht zum Friseur, bewirtschaftet ihre kleine Wohnung und ist ältestes deutsches Mitglied in der Uddevalla Maritima Föreining.
Im Sommer werden die einfallenden deutschen Touristen, derer sie habhaft werden kann, erbarmungslos über die schwedische Lebenskunst von ihr erleuchtet. Wenn diese dann am Ende der Saison wieder im germanischen Süden verschwunden sind, atmet sie auf und meint, daß nun endlich wieder Ruhe sei. Diese, wie gesagt sprachliche Ausländerin, wird von Ihren (schwedischen) Nachbarn derart vorbehaltlos an- und aufgenommen, daß sie mir vor einiger Zeit erzählte, sie habe nun mehr soziale Kontakte, als in ihrer ehemaligen Heimatstadt in Deutschland. Dieses Eingeständnis ist eine enorme Anerkennung und Danknbarkeit an ihr schwedisches Zuhause.
Nie habe ich meine Mutter so konstant zufrieden, gesund und glücklich erlebt, seitdem sie sich ihren Jugendtraum gewagt hat zu erfüllen. Mögen ihr noch viele Jahre in diesem späten Glück beschert werden...
Eine bemerkenswerte Ausnahme - oder?
Önskar er alla en glad påsk. Hälsningar // ophteamist :smiling:
goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej ophteamist,

ich glaube nicht, dass Deine Mutter wirklich eine Ausnahme ist, denn ich habe in Frankreich und Spanien oft Rentner getroffen, die dort lebten und sich dort extrem wohl fühlten, aktiv waren und das Beste aus ihrem Leben herausholten ohne die Sprache zu sprechen.

Der Unterschied ist aber, dass all diese Personen erst in der Rente in ein anderes Land gingen und die Sprache keine Grundlage mehr dafür ist auch einen Arbeitsplatz zu finden. Ich sehe das deshalb weniger als ein Auswandern, sondern die Chance endlich einen unbegrenzten Urlaub in seinem Wunschland verbringen zu können, als die Erfüllung eines Traumes.

Viele Grüsse

Herbert
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Svipp
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Svipp »

Hej tillsammans,

ich bin zwar noch nicht nach Schweden ausgewandert, habe dies aber vor um dort die Rentenjahre zu verbringen. In diesem Punkt muß ich Herbert widersprechen, wenn er sagt, dass das dann kein „richtiges Auswandern“ sei, wenn man nicht mehr arbeiten muß. Ich sehe das anders, denn ich möchte mich ja wohl integrieren und evtl. auch in einigen Bereichen engagieren. Das Gesellschaftsleben ist ja mit der Rente schließlich noch nicht vorbei. – Aber das ist mein persönlicher Standpunkt dabei, und Herbert hat halt seinen.

Warum ich mich hier aber eigentlich zu Wort melde:
Ich bin schon mehrfach innerhalb Deutschlands umgezogen und habe in den verschiedenen Bundesländern gewohnt. – Rheinland-Pfalz – Niederbayern – Oberbayern – NRW – Niedersachsen. Das war auch nicht immer einfach mit dem „neuen Menschenschlag“ klarzukommen. Ich musste immer erst mal zuhören, sehen und (versuchen) an(zu)nehmen. Mich immer an „neue“ Menschen gewöhnen. Ich habe immer etwas aus meiner vorherigen Heimat vermisst und immer auch Neues in meiner neuen Heimat entdeckt. Mir sind immer Leute begegnet, mit denen ich nicht klarkam und andere, die mir sympathisch waren und woraus sich Bekanntschaften oder Freundschaften entwickelt haben. - Ich bin immer alleine gegangen und immer freiwillig. Ich habe es immer gewollt. Ich denke, das war immer mit entscheidend, dass ich meine „neue Heimat“ annehmen und mich nach einer gewissen Eingewöhnungsphase wohlfühlen konnte.
Und – vielleicht ist es naiv – aber so stelle ich mir den Umzug nach Schweden auch vor. Neu ist für mich, dass ich dort schon einige Leute kenne (die mir zum allergrößten Teil positiv begegnen), dass ich nicht alleine, sondern mit meinem Mann dorthin gehe, und dass die Sprache eine andere (aber inzwischen für mich nicht mehr ganz fremde) ist. Ich bin bereit meine Sprachkenntnisse weiter auszubauen, zuzuhören und hinzugucken und auch dort weitere Menschen und deren Eigenarten kennenzulernen. Es werden mir sicher Menschen und Dinge begegnen, die mir nicht gefallen. Das gehört dazu.
Aber ich sehe meiner Zukunft dort positiv entgegen, habe Pläne und freue mich darauf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Vorhaben scheitert. Und wenn, dann denke ich schon jetzt, dass es dann an mir gelegen hat.
:fahne:
Ha det bra så länge och hejdå
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Svipp,

ich begrüsse es ungemein, dass Du Dich integrieren willst, Sprache lernen und was alles so dazu gehört, denn das spricht für dich. Warum ich die Rente verbringen nicht als "Auswandern" betrachte ist einfach deshalb, weil Du keinerlei Zwang unterstehen wirst, sondern Dir aus Schweden nehmen kannst, was Dir zusagt. Du bist weder auf die schwedische Rente, noch auf Arbeit angewiesen, sondern kannst Dir Dein Leben so einrichten wie Du es Dir vorstellst, zumindnest weitgehend. Du musst nur die Hälfte des "arbeitenden Auswanderers" auf Dich nehmen, ganz egal, was Du tust.

Wenn Du beim Schwedisch schreiben Fehler machst, so hat das keine Konsequenzen für dich und wenn Du einige Fehler beim Sprechen machst, so heisst es nicht, dass Du deswegen eine Stelle nicht bekommst. Solche Vorteile sind postiv, aber Du wirst nie gezwungen sein unter Konkurrenzdruck in Schweden leben zu müssen. Und genau da beginnt bei mir der Unterschied zwischen "langem Urlaub" und "Auswandern", denn ein Urlaub kann extrem aktiv sein, aber man wird immer wählen können, wann und wo man aktiv wird und wann man sich engagiert. Jemand, der mit 30, 40 oder 50 nach Schweden geht und hier arbeiten muss, der kann nicht wählen und hat keine finanzielle Sicherheit, sondern stürzt sich ins kalte Wasser, das bisweilen eiskalt ist.

Du musst Dich auch nicht in ein ganzes System Schweden integrieren, sondern mehr in Deine Umgebung. Wenn Dir jemand positiv kommt, so ist es ein Vorteil, aber wenn Du auf einen "Kotzbrocken" stösst, so kannst Du ihn vermeiden. Jemand, der diese Person in seiner Firma als Vorgesetzten bekommt, der kann manchmal nur schlucken, aber er muss trotzdem durch.

Rentner sein heisst ja auch nicht, dass das Leben abgeschlossen ist. Das wäre eine traurige Situation, aber als Rentner auszuwandern heisst auch, dass man sich vielen Schwierigkeiten eines Landes nicht mehr aussetzen muss. Alle, die sich ihren Traum der Rente in einem anderen Land erfüllen können, sollten dies auch tun, denn man kann nur gewinnen damit, aber man verliert damit keine Existenz mehr, höchstens die Freunde aus der alten Heimat.

Viele Grüsse aus Göteborg

Herbert
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von karl69 »

Hej,

kann ich mit "ja" beantworten. Dazu muss ich sagen, dass ich nicht "ausgewandert" bin wie einige von Euch, sondern wegen meines Arbeitgebers und meiner schwedischen Frau hier bin.

Ich habe mit meinen über 40 Jahren schon in einigen (kulturell ganz unterschiedlichen) Ländern gewohnt und nirgendswo habe ich mich so unwohl gefühlt wie hier in Schweden.

In keinem anderen Land das ich kenne sind die Leute so verschlossen, steif und hauptsächlich mit ihren eigenen Problemen beschäftigt wie die Menschen hier.

Karl
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Karl,

auch wenn wir jetzt vom Thema noch etwas weiter abkommen, so stelle ich mir bei Deinen Worten dennoch einige Fragen, vermutlich, weil ich auch in verschiedensten Kulturen lebte und arbeitete und eine schwedische Frau habe.

Wenn ich nur Italien, Frankreich, Spanien, England und Schweden nehme, so habe ich in jedem dieser Länder positive und negative Erfahrungen gemacht. Als Selbständiger bin ich öfter an jeder Kultur verzeifelt, denn wenn ich in Schweden einen bestimmten Vertrag nach dem ersten Gespräch bekomme, so hat mich das in Italien und Spanien Stunden (und unzählige Kaffees) gekostet ... England war rationel, aber so steif wie Schweden gar nicht sein kann und in Frankreich liess mich die Bürokratie manchmal die Wände hoch gehen, weil man jedem offiziellen Auftag einer Organisation, Gemeinde oder vom Staat ein etwa 30-seitiges Dokument erstellen muss, bevor man überhaupt darüber diskutieren kann.

Ich kenne jetzt Deine Geschichte nicht, aber Deine schwedische Frau muss Dir doch tausend Türen geöffnet haben. Als wir, also meine Frau und ich, von Spanien zurück nach Schweden kamen, war die ganze Familie und Verwandtschaft begeistert, weil wir endlich näher waren. Freunde, mit denen wir nur noch per Facebook Kontakt hatten, haben uns sofort bei der Wohnungssuche unterstützt (und wurden fündig), Feste gegeben usw. Da war absolut nichts von verschlossen oder steif zu spüren.

Sicher, ich habe auch steife Erfahrungen in Schweden, was auch ein Grund ist, warum ich ungern im Stockholmer Raum arbeite, aber ich sehe das nicht gerade als ganz Schweden an. Wenn Du mich daher heute fragen würdest in welchem Land ich mich am wohlsten fühle, so kann ich Dir nicht einmal antworten, weil ich überall etwas finde was ich wirklich gut finde, aber auch überall einen Schatten sehe.

Sicher hängt vieles von Arbeitsplatz, Ort und anderem mehr ab, und natürlich stellt sich auch die Frage was verschlossen ist, denn ich kenne einige Personen auf den Schären und in Nordschweden, die sehr wenig sagen, aber von denen ich dennoch weiss, dass sie absolut offen sind ... man muss ihre Art nur verstehen. Und Extremfälle oder Einzelfälle habe ich in jedem Land gefunden mit denen man am liebsten nichts zu tun haben will.

Viele Grüsse aus Göteborg

Herbert
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Butzelweib »

Wow, dass ich mit dieser einfachen Frage soviel Beiträge bekomme hätte ich nicht gedacht.
Es ist sehr interessant mal die verschiedenen Seiten und Standpunkte zu lesen.

Was bei mir aber eine weitere Frage aufgeworfen hat: In welchen Berufszweigen seid ihr gescheitert?

Am Beginn dieser Seite hat man zweimal eine Existenz zur Übernahme angeboten, aber nicht geschrieben um was es geht.
Was hat Zukunft in Schweden und welcher Bereich ist "überfüttert" ?

:wink:
Wer seinen Traum leben will,
muss zuerst einmal aufwachen !
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Speedy »

Der zweite Beitrag das war ich. Ich habe eine Firma und die geht recht gut. Da wir aber stramm aufs Rentenalter zusteuern können wir uns doch vorstellen zu verkaufen und unsere Rente woanders zu verbringen. In Schweden hat man sicher einiges an Zukunft aber mit Vorsicht zu geniessen. Wenn es sich um eine "enskild" firma handelt gehen 65% an den schwedischen Staat, hast Du einen "AB" sind es "nur noch" 45%. Gruss Speedy
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Svipp
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Svipp »

Hej Herbert,
goteborgcity hat geschrieben:Jemand, der mit 30, 40 oder 50 nach Schweden geht und hier arbeiten muss, der kann nicht wählen und hat keine finanzielle Sicherheit, sondern stürzt sich ins kalte Wasser, das bisweilen eiskalt ist.
genau dies hatte ich bei meinen Umzügen in D auch nicht. Sehe ich also nicht als "schwedisch"- bzw. allgemein "auslands"-spezifisch. Ich habe - Mitten in D - auch schon mal meinen Job verloren und musste sehen, wie es weitergeht. Hatte auch nicht gleich die Wahl das zu tun was mir Spaß macht, sondern mußte gucken wo und wie ich Geld verdienen kann. Und finanzielle Sicherheit hat man bisweilen nicht mal mehr da, wo man sowie so schon lebt.
goteborgcity hat geschrieben:Du musst Dich auch nicht in ein ganzes System Schweden integrieren, sondern mehr in Deine Umgebung. Wenn Dir jemand positiv kommt, so ist es ein Vorteil, aber wenn Du auf einen "Kotzbrocken" stösst, so kannst Du ihn vermeiden. Jemand, der diese Person in seiner Firma als Vorgesetzten bekommt, der kann manchmal nur schlucken, aber er muss trotzdem durch.
das hat für mich aber nichts mit dem Land zu tun in dem ich lebe, das muß ich hier in Deutschland - wie überall - doch auch. Hier konnte ich mir meinen Chef auch nicht immer aussuchen und hatte Kollegen, mit denen ich mich "arrangieren" mußte.
Genau das ist es was ich meinte: was mir in Schweden widerfahren kann, dass kann ich sicher irgendwie ähnlich auch in Deutschland haben.
Nichts für ungut.

im Übrigen wünsche ich "Glad påsk"! painting2
Ha det bra så länge och hejdå
Heike och Svipp
goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Svipp,

auch erst einmal Frohe Ostern!

Ich sehe irgendwie nicht, wieso Du einen Umzug innerhalb Deutschlands mit "Auswandern" gleichsetzt, denn innerhalb Deutschlands ändert man ausser Arbeitsplatz, Wohnung und Dialekt sehr wenig (ein übler Kollege kann selbst in der Firma im gleichen Ort auftauchen). Ich habe, auch wenn es über 35 Jahre her ist, bei München gewohnt, in Berlin, in Bremen und in der Nähe von Köln, aber es war immer das gleiche Land, die gleichen Gesetze, die gleiche Sprache und selbst die Mentalität war relativ ähnlich (mit geringen Abweichungen). Und ein Arbeitsplatzwechsel innerhalb Deutschlands ist mit weitaus weniger Problemen und Umstellungen verbunden als der Wechsel von einem deutschen Arbeitsplatz zu einem in Schweden.

Als ich dann später in mehreren anderen Ländern lebte und arbeite, hatte ich dann jedoch wirklich immer das Gefühl nicht mehr in Deutschland zu sein, allein wegen Sprache, dem politischem System, der Mentalität und tausend Dingen mehr. Als Deutscher in Deutschland bist Du nie der Ausländer, was Du die ersten Jahre in einem anderen Land auf jeden Fall bist, allein schon deswegen, weil Du die Sprache nicht gut genug sprichst. Wenn Du das Land wechselst, so beginnst Du bei Null, denn selbst wenn Du kommunizieren kannst, so fehlt Dir der Fachwortschaft, die Kindersprache und tausend Dinge mehr. Es dauert Jahre bis Du in einem neuen Land wieder die Vogelnamen, die Blumennamen, die Fachworte für Windenergie, den Computerwortschatz usw. völlig normal verwenden kannst. Auch als Schreiner, Schlosser oder Heizungstechniker musst Du eine ganze Menge an Fachworten lernen, bevor Du Arbeit findest, Worte, die Du in keinem Sprachkurs lernen kannst. In der Rente dagegen kümmert sich niemand mehr darum, wie tief Du wirklich in die Sprache einsteigst, aber innerhalb Deutschlands verwendet man überwiegend die gleichen Worte.

Ich weiss nicht, ob Du in Deutschland geboren bist oder nicht und deshalb einen Umzug innerhalb Deutschlands als Auswandern betrachtest. Die Hälfte meiner Vorfahren kommen nicht aus Deutschland und ich sehe Deutschland auch nicht als meine Heimat, vermutlich weil ich nur den kleinsten Teil meines Lebens dort verbracht habe und einige andere Sprachen mehr anwende als Deutsch, aber egal in welchem Land ich lebte, einen Umzug innerhalb eines Landes habe ich nie als neues Auswandern betrachtet, denn für mich war das Frankreich in Paris das gleiche wie jenes in Montpellier und Toulouse - Madrid war für mich ebenso Spanien wie Sevilla, Toledo und Barcelona, auch wenn Barcelona als Hauptstadt Kataloniens eine etwas eigene Stellung einnimmt und ich dort nie davon sprach, dass Barcelona zu Spanien gehört.

Mein Begriff des "Auswanderns" ist vermutlich auch nicht derjenige, der allgemein verbreitet ist, da dies ein Modewort wurde und mittlerweile angewendet wird für jeden, der in ein anderes Land zieht, selbst wenn es nur vorübergehend ist und mit dem Gedanken "Ich kann ja immer zurückgehen, wenn es mir nicht gefällt, wenn ich krank werde, wenn usw. Für mich ist Auswandern in ein neues Land zu gehen, mit dem Wunsch für immer dort zu bleiben, dort alle Vor- und Nachteile zu erleben und zu akzeptieren, mich voll zu integrieren, und all das in einer Zeit, wo man auch durch seine Arbeitsleistung noch etwas für das Land und das dortige System tun kann von dem man dann profitiert. Wenn ich das Land wechselte, dann war es in diesem Moment ein für immer, und ich könnte mir auch heute noch vorstellen in jedem der Länder zu leben. Vermutlich ist es nun jedoch Schweden, wo ich für immer bleibe.

Ich sehe allerdings auch einen "sehr langen Urlaub" nicht als negativ, denn bei einer Reportage auf Mallorca habe ich zwar auch viele Deutsche gefunden, die sich unwohl mit dem dortigen System und der dortigen Mentalität (und manchmal sogar mit dem deutschen Nachbar) fühlten, aber ich habe auch Rentner gefunden, die dort eine wahre Heimat gefunden hatten und nie wieder nach Deutschland wollten, wie eben hier in Schweden auch, aber auch die Rentner dort waren, in meinen Augen, nicht ausgewandert, sondern wollten eben das Beste aus ihrem Lebensalter herausholen. Ich wünschte, alle würden sich ihre Wünsche früher oder später erfüllen, auch wenn ich es für besser halten würde, dass man sich seinen Wunsch dann erfüllt, wenn er auftaucht und, zum Beispiel, dann nach Schweden geht, wenn man glaubt dort eine Heimat zu finden und nicht wartet bis man es sich in der Rente erlauben kann, denn dann hat man bereits ein Stück seines Traumes auf der Strecke gelassen. Besser einen Fehler machen und daraus lernen als seine Träume langsam sterben zu lassen.

Viele Grüsse aus Göteborg

Herbert
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Framsidan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Framsidan »

goteborgcity wenn du in Deutschland auf dem Lande wohnst und in ein anderes Dorf umziehst, kann das auch sehr schwierig sein und Jahre dauern bis du in die Dorfgemeinschaft reinkommst. Wenn es denn überhaupt geschieht.....
Auch die Sprache verändert sich durch die Dialekte sehr.

Aber dass der Umzug in ein anderes Land oft ein Sprung ins kalte Wasser ist, sage ich auch. Ich fand das Wasser war eiskalt als ich es wagte. Aber es ging gut, sehr gut sogar.

Hatte nie Probleme mit Arbeitskollegen oder Leuten in meiner Umgebung.

Kann mir aber auch nicht ein Leben als Rentner hier vorstellen ohne die Sprache zu können. Erwartet man da immer dass die Leute deutsch mit einem reden? Sei es beim einkaufen, beim Arzt, um Umgang mit den Behörden, Nachbarn usw

Da bleibt man ausländer, tysken-tyskan, Ich könnte nie so leben.

Auch wenn man oft hier in Urlaub war/ist, so ist das nicht das gleiche wie ein fester Aufenthalt hier. Das tägliche Leben gestaltet sich immer anders als ein Urlaub.
Und es ist nicht das gleiche Leben wie in Deutschland.

Man liest ja immer wieder dass sich die Menschen hier einsam vorkommen, dass sie nie in die Gemeinschaft reinkommen. Nur hilft es da halt nicht wenn man gleich nach Landsleuten sucht.

Framsidan
alter Schwede
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von alter Schwede »

Hey Butzelweib, das erste Schreiben für eine Existenzübernahme stammt von mir. Dabei handelt es sich um einen Grillwagen , deutsche und schwedische Produkte und einen Creppes bzw. Waffelwagen. Das Geschäft betreiben wir seit 5 Jahren erfolgreich an verschiedenen Plätzen innerhalb Schwedens und einem festen Jahresplatz.
Der Grund warum wir über einen Verkauf ( incl. Haus in der Nähe von Karlstad, Värmland ) nachdenken, ist folgender. Aufgrund meiner Erkrankung läuft meine biologische Uhr so langsam ab und ich möchte die Zeit noch mit ein paar Reisen verbringen und mich nicht ins Krankenhaus legen um vielleicht ein halbes Jahr länger rauszuschinden. Es geht also nicht darum verkaufen zu müssen, denn von diesem Geschäft konnten und können wir gut existieren. Weiter ins Detail zu gehen wäre hier sicherlich nicht der richtige Platz. Was mich aber etwas verwundert, ist folgendes. Viele träumen hier davon nach Schweden zu gehen, suchen eine Arbeit und sind tief enttäuscht wenn es nicht klappt bzw. schwierig wird. Für uns war es der einfachere Weg uns hier selbstständig zu machen, ohne Ärger mit einem Chef oder Kollegen und selbst bestimmen zu können, wann wir wo , wie lange und wieviel arbeiten, die Uhr wegzuwerfen und nach der inneren biologischen Uhr leben zu können. Davon hatte ich in D als Arbeitnehmer immer geträumt und mir hier diesen Traum verwirklicht. Deshalb kann ich auch sagen, diesen Schritt nie bereut zu haben.
Gruß Andreas
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Framsidan,

natürlich kann es auch in Deutschland (und jedem anderen Land) schwierig sein in einer ländlichen Nachbargemeinde aufgenommen zu werden, aber man behält dennoch seine Sprache (mehr oder weniger zumindest), kann schreiben, weiss wie man seinen Fernseher anmeldet, den Sondermüll entsorgt, ein Auto ummeldet usw usw. In der Regel handelt es sich dabei um persönliche oder sogenannte traditionelle Probleme, die Schwierigkeiten bereiten. Der Wechsel eines Landes verursacht weitaus mehr Änderungen und Probleme. Ein Teil schafft es, ein anderer eben nicht.

Ich stimme Dir auch voll zu, dass auch ein Rentner noch die Sprache lernen sollte (schon weil er sonst eine Menge verpasst), aber er steht nicht mehr unter dem gleichen Druck wie jemand der einwandert und hier arbeiten muss. Im Limit braucht er kein Schwedisch, aber dann bleibt er eben wirklich, wie Du schreibst, tysken-tyskan. Aber er/sie ist auch nicht gezwungen so schnell wie möglich so gut wie möglich schwedisch zu sprechen oder gar berufsbezogenen Fachwortschatz zu kennen. Jemand, der wie Du (und viele andere) kam und arbeiten musste, bekam eigentlich (und bekommt immer noch) sehr wenig Zeit um nicht nur die Sprache zu lernen, sondern sich auch sehr schnell mit dem gesamten schwedischen System und der Mentalität zurecht zu finden, denn es ist ein Sprung ins kalte Wasser. Als Rentner kann man das völlig ruhig angehen und selbst entscheiden wie schnell man etwas macht, zumal man ja auch finanziell abgesichert ist.

Ich sehe es auch wie Du, dass Urlaube in Schweden nicht das gleiche sind wie hier zu leben. Wer als Urlauber glaubt Schweden zu kennen, macht einen sehr grossen Fehler, aber das entdeckt man sehr schnell, wenn man einwandern will. Und ich halte deutsche Kontakte bei der Ankunft oft für ein grosses Hindernis. Nichts dagegen, wenn man ein paar Tips bekommt, wenn man dann aber deutsche Kontkate und deutsche Sprache pflegt (zumindest die ersten Jahre), so ist der Zug oft abgefahren. Gerade die ersten Jahr sollte man so viel wie möglich auf Deutsch verzichten, auch wenn es vielleicht schwer fällt, denn Sprache und Mentalität bekommt man nur in schwedischer Umgebung mit. Und da heisst es auf die Schweden zuzugehen und nicht darauf zu warten, dass ein Schwede den ersten Schritt macht.

Viele Grüsse

Herbert
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Yvonne
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Yvonne »

Wir kennen 2 Rentner die sich entschieden haben nach knapp 3 Jahren Schweden doch wieder zurück nach Deutschland zu gehen. Sie haben hier keine schwedischen Kontakte gefunden und auch mit den deutschen Kontakte ist es wohl anders als in Deutschland. Viele die sie kennen arbeiten noch und können natürlich wenn nur an den wochenenden wenn überhaupt. Schwedisch können die Beiden auch nicht. Ihre Aussage war immer: Wir müssen hier ja nicht mehr arbeiten also brauchen wir auch nicht unbedingt Schwedisch lernen.
Dazu haben wir schon desöfteren unseren Senf dau gegeben. Man sollte auch als Rentner die Sprache können denn man muß sich ja auch mal mit Handwerkern etc. unterhalten können.
Sie versuchen jetzt ihr Haus wieder zu verkaufen und wollen dann zurück. Ihnen fehlt hier der Anschluß und die Angebote die es in Deutschland so gibt für Rentner. Obwohl ich sagen muß das auch hier vieles angeboten wird doch aufgrund der sprachlichen Barriere ist es schwer für sie. Auch das angebot von mir mit ihnen Schwedisch zu lernen wollten sie nicht annehmen. Tja da kann man leider nichts machen.

Also ich finde es schon sehr wichtig das auch Rentner die Sprache erlernen, denn nur so kann man auch ein Teil der Gemeinschaft werden. Ob man Druck hat oder nicht. Ist doch schade wenn man in einem neuen Land lebt und sich nicht unterhalten kann.
Framsidan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Framsidan »

Hier im Haus wohnt eine Finnin. Obwohl sie sicher schon 50 Jahre hier ist, spricht sie kein schwedisch. Wenn ich sie im aufzug treffe, redet sie finnisch mit mir. Aber ausser einigen wörtern kann ich die Sprache nicht. Schade dass man nicht mit ihr reden kann ausser hej zu sagen.

Und sie braucht bei allem Hilfe, ich versthe das nicht
goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Yvonne,

in solchen Fällen kann man nicht helfen, aber das zeigt doch auch, dass die beiden von sich aus keinen Schritt machen wollten, sondern von der Basis ausgehen, die ich an der spanischen Küste schon oft getroffen habe: "Wir sind Deutsche, sollen doch die anderen sich Mühe geben!"

Aber auch wenn ich der Meinung bin, dass man als Rentner nicht unbedingt die Sprache lernen muss (wenn andere Deutsche in der Umgebung leben, so bedeutet das, dass man sich isoliert und keinen schwedischen Kontakt sucht. Wer diese Isolation leben kann, ok. Wer Gesellschaft sucht hat da natürlich erhebliche Probleme, weil man an keiner Aktivität des Landes wirklich teilnehmen kann.

Wenn ophteamist schreibt, dass seine Mutter sich hier pudelwohl fühlt, ohne Schwedisch, so hat sie ja auch die Unterstützung des Sohnes, der ihr zumindest Probleme aus der Seite räumen kann. Aber ich nehme an, dass die ältere Dame, wenn sie allein hier wäre, auch schwedisch lernen würde, oder sie würde ebenim Winter als Eremit lebenund im Sommer mit deutschen Touristen Kontakt haben. Ob man sich damit wohl fühlt, das hängt jedoch vom Einzelfall ab.

Es gibt allerdings ja auch viele Beispiele, wo jemand - trotz gutem Arbeitsplats - nicht mit der schwedischen Mentalität zurecht kommt und dann zurückgeht, weil er sich in Deutschland wohler fühlt.

Ich traf in den französischen Pyrenäen vor Jahren ein Rentnerpaar, das ohne Französich-Kenntnisse in einem nahezu isolierten Haus lebte und dort im wahrsten Sinne des Wortes seinen Lebensabend verbrachte. Sie fühlten sich wohl, handelten nur im Supermarkt und hatten die Natur als Nachbarn. Er war damals 78 (sie etwas jünger), aber sie waren mit Frührente nach Frankreich gezogen und wollten nie wieder weg. Es hängt einfach davon ab, was man vom Leben erwartet und wie man leben will.

Frohe Ostern!

Herbert
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goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Framsidan,

das ist LEIDER kein Ausnahmefall, gerade in der finnischen Minoritätengruppe in Göteborg. Aber Du darfst nicht vergessen, dass es allein in Göteborg über 20.000 "finnische Schweden" gibt, die untereinander eng verknüft sind. Etwa die Hälfte unter ihnen spricht kein Schwedisch, obwohl sie hier nahezu ihr ganzes Leben verbracht haben. Sie können aber immer auf die finnische "Gemeinde" zurückgteifen wenn sie Hilfe benötigen und ab nächstem Jahr wird es auch Kontaktpersonen in der Stadtverwaltung geben, die ihnen bei allen Fragen - in Finnisch! - helfen.

Wenn Du in Hammarkullen suchst, so findest Du dort auch spanische Gruppen ohne Schwedisch und vor allem persische Gruppen, die nahezu ohne Schwedisch auskommen. So merkwürdig es auch scheint, diese Gruppen kommen hier alle ohne Schwedisch zurecht, weil sie sich eine eigene Gruppe gebildet haben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass deutsche Einwanderer schon allein deswegen mehr Probleme haben, weil man sich nicht grundsätzlich hilft ... keine Ahnung, ob das stimmt.

Das Problem sehe ich jedoch bei Schweden selbst, denn es wäre sinnvoll wieder Sprachprüfungen einzuführen, die eine Voraussetzung sind für die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung. Ich finde es absurd, dass jemand sogar die Staatsbürgerschaft erhalten kann ohne vernünftige Sprachkenntnisse und ohne eine Ahnung vom politischen System zu haben.

Frohe Ostern!

Herbert
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Framsidan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Framsidan »

goteborgcity hat geschrieben:
Das Problem sehe ich jedoch bei Schweden selbst, denn es wäre sinnvoll wieder Sprachprüfungen einzuführen, die eine Voraussetzung sind für die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung. Ich finde es absurd, dass jemand sogar die Staatsbürgerschaft erhalten kann ohne vernünftige Sprachkenntnisse und ohne eine Ahnung vom politischen System zu haben.

Frohe Ostern!

Herbert
Ich würde auch Sprachprüfungen einführen......

Ich habe auch eine finnische Freundin und weiss wie es bei und unter denen ist.
Hier im Haus muss man ja schon schwedisch lesen können wenn man die Waschküche buchen will da elektronische Buchung ;)

Frohe Ostern auch

Framsidan
Butzelweib
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Butzelweib »

Hej,

ich persönlich empfinde es als sehr beleidigend dem Gastland gegenüber nicht dessen Landessprache
zu lernen. Da halte ich mich an den Spruch:" In Rome, do as the romans do".

Mich regt es ja auch auf wenn ich hier auf Ausländer treffe die schon seit ´zig Jahren hier leben und
kaum unsere Sprache sprechen. Das zeigt mir was sie von unserem Land und und unseren Sitten halten.

Bevor wir nach Schweden gehen können vergehen auch noch ein paar Jahre, aber wir sind schon jetzt dabei
die Sprache zu lernen, damit wir dann dort auch gleich loslegen können (okay, die Dialekte müssen wir dann vor
Ort noch lernen).

Ich finde es sehr respektlos einfach in ein Land zu ziehen und davon auszugehen dass man mich
dort schon ohne Sprachkenntnisse mit offenen Armen empfangen wird, weil die Schweden ja so gastfreundlich sind.

Hier in Deuschland sehen wir es ja auch nicht anders mit unseren Ausländern, also warum sollten es woanders anders sein?


:-flagge2
Sunny
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej Butzelweib,

ich weiss nicht, ob ich es bei einem Rentner respektlos halte, denn wenn man vier Wochen Urlaub in einem anderen Land macht ohne vorher einige Worte zu lernen, so ist das auch respektlos gegenüber der dortigen Bevölkerung, denn man sollte zumindest grüssen und danke sagen können. Und wenn man zehn Jahre Urlaub macht, warum nicht ohne Sprache, denn es wird nie etwas anderes werden als ein langer Urlaub. Ich halte das zwar für keine gute Idee, aber das ist etwas anderes.

Das Problem ist nur, dass man sich so wohl kaum Freunde schafft, sich nicht integriert, immer der/die Deutsche ist und eigentlich nur als Verlierer dasteht. Wer das im Alter will, ok. Immerhin tut er/sie etwas für die schwedische Wirtschaft, da er/sie sein in Deutscheland verdientes und erspartes Geld in Schweden ausgibt. Wer sich auch in Schweden nur mit Deutschen umgeben will, das ist wirschaftlich gesehen kein Problem und möglich. Und so lange Schweden das akzeptiert, zeigt das doch wohl, dass die Regierung auch solche Leute (aus ökonomischen Gründen) haben will.

Viele Grüsse

Herbert
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pappa
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von pappa »

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Zuletzt geändert von pappa am 10. März 2013 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
goteborgcity
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

Hej pappa,

wenn Du meinst, dass man nach über drei Jahren auch als Rentner in Schweden Schwedisch können sollte, so halte ich das zwar für sinnvoll, aber Du solltest bedenken, dass es gegenwärtig über 30.000 Einwanderen (vor allem Frauen) im Arbeitsalter in Schweden gibt, die von Unterstützungen profitieren und nicht ein Wort Schwedisch können und sich nicht einmal bei einem Kurs angemeldet haben. Diese Personen bestehlen, völlig legal, den schwedischen Steuerzahler ohne etwas zu geben, weil die Regierung kein entsprechendes Gesetz schaffen will.

Ein deutscher Renter dagegen, der hier nur 20 Jahre seines "Lebensabends" verbringt, gibt in Schweden im Durchschnitt in dieser Zeit knapp FÜNF Millionen Kronen aus (kleines Häuschen eingerechnet), ob er jetzt schwedisch spricht oder nicht. Er hilft dabei das Sozialsystem des Landes aufrecht zu halten. Ich bevorzuge es daher nur 10 nicht schwedisch sprechende deutsche Rentner im Land zu haben als tausende von Personen im arbeitsfähigen Alter, die sich durch Ausreden dem Sprache lernen und dem Arbeiten entziehen. Der Rentner schadet sich nur selbst, weil er dadurch wenig Kontakte hat, aber der arbeitsfähige Einwanderer bestielt den Staat.

Viele Grüsse

Herbert
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pappa
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von pappa »

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Zuletzt geändert von pappa am 10. März 2013 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
Framsidan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Framsidan »

Ich finde jeder der nach Schweden einwandert, sollte die schwedische Sprache lernen. Es gibt so viele Situationen wo die Sprache gebracuht wird, man kann und soll nich timmer erwarten dass die Schweden ihre Sprache sprechen.
Was ist wenn sie zum Arzt müssen ode rins Krankenhaus kommen? Ja dann muss ein Dolmetscher her.

Und dass ein Rentner so viel konsumiert hier, glaubst du das goeteborgcity? Hast du noch nie die voll beladenen autos gesehen wenn sie von Deutschland kommen? Ich schon

Framsidan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von goteborgcity »

@pappa,

ein wahrer Lichtblick, finde ich!


@Framsidan,

es sind nicht nur die Rentner, die vollgepackt kommen, sondern das scheint mir eher eine Massenkrankheit vieler Deutschen zu sein, die nach Schweden kommen.

Aber bei den Rentner gehe ich nur vom statistischen, offiziellen Wert aus, wobei es hier sicher auch grosse Unterschiede gibt. Aber wer sich hier ein Haus kauft, die Einrichtung, die Handwerker bezahlt, den täglichen Lebenunterhalt und selbst die Fähren, die nicht Deutschland gehören, benutzt, lässt auf jeden Fall viel Geld in Schweden, im Gegensatz von manchem Einwanderer, der sich selbst die Miete von Steuern bezahlen lässt, den Kindergarten, die Krankenversorgung usw.

Und versteh mich nicht falsch, ich halte es nicht für ideal, wenn ein Rentner (und ich spreche hier NUR von Rentnern) hier ohne Sprachkenntnisse leben will, aber ich sehe das nicht als Belastung für Schweden und diese Leute schaden sich selbst am meisten, wobei die absolute Mehrheit bei einer schweren Krankheit oder einer Unterbringung im Heim nach Deutschland zurückkehrt. Die meisten Rentner gehen doch kaum ein Risiko ein.

Wenn ich entscheiden könnte, so würde ich allerdings von jedem, der hier leben will nach einem Jahr eine Sprachprüfung fordern, egal ob Rentner, Einwanderer oder Asylant, sonst gibt es eben keine Aufenthaltsgenehmigung und man darf pro Jahr nicht länger als 182 Tage in Schweden sein (als Europäer) und 90 Tage als Nichteuropäer. Selbst wer vor politischen Verfolgungen flieht soll sich die Mühe machen die Sprache des Landes zu lernen, das ihn aufnimmt.

Was ich jedoch meine ist, dass ein Rentner einfach auch ohne Sprache (wenn auch schlecht) zurecht kommt, aber wen stört das schon wirklich. Gegenwärtig leben über 2000 deutsche Rentner oder Rentnerpaare hier in Schweden. Nach dem statistischen Amt sind das über 500 Millionen Kronen im Jahr. Soll Schweden als einziges Land Europas auf diese Einnahmen verzichten? Spanien hat schon vor 20 Jahren kapiert, dass diese Summen für den Staatshaushalt von Interesse ist, selbst Thailand hat es begriffen und akzeptiert mittlerweile, dass Ausländer dort Besitz haben dürfen. Burma als Diktatur steht schon Schlange. Fordert man von diesen Rentnern grundsätzlich Sprachkenntnisse, so suchen sie sich ein anderes Land, das von diesen Geldern profitiert. Es geht dabei nicht nur um das Persönliche, sondern, wie überall, um Kapital.

Viele Grüsse

Herbert
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Mona-Linnea
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Mona-Linnea »

Dies hier ist wohl nicht das Gremium, das zu entscheiden hat, wer Auswanderer ist und wer nicht :-)
Der eine wird sich trotz (vorerst) geringer Sprachkenntnisse im anderen Land zurechtfinden, der andere scheitert, obwohl er die Sprache beherrscht. Verallgemeinerungen sind müßig. Wichtig sind immer die persönlichen Erfahrungen, und die sind so unterschiedlich (und die sind es auch, die gefragt sind, ohne bewertet werden zu müssen :-)
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von pappa »

.
Zuletzt geändert von pappa am 10. März 2013 16:40, insgesamt 2-mal geändert.
Butzelweib
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Butzelweib »

Hej,

nun fahrt man alle wieder ein wenig runter.........und vergesst nicht worum es eigentlich in diesem Threat ging. Ich bin auch abgeschweift, freue mich aber trotzdem sehr über eure Beiträge die sehr informativ für mich waren.

Lieb Grüße
Sunny
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MariaSvensson
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von MariaSvensson »

Ja, das habe ich.

Ich bin nun ein knappes Jahr hier. Ich habe mich gleich am Anfang sehr wohl und willkommen gefühlt. Nun war das erste 3/4 Jahr allerdings mehr wie Urlaub. Mein Freund ging arbeiten und ich war mit den Kindern zu Hause, weil die Personnummern so lange gedauert haben und ich keine Kitaplätze bekommen hab.

Nun geht meine Kleine in die Kita, meine Große in die Vorschulklasse, mein Freund arbeiten und ich zum SFI Kurs jeden Tag und versuche eine Ausbildung auf distans zu machen. Ich bin die Einzige aus meiner Familie die sich noch nicht richtig eingelebt hat. Vielleicht weil ich noch keine richtige Aufgabe, keinen richtigen Job habe.

Womit ich aber im Moment am meisten zu kämpfen habe ist das Heimweh! Mir fehlen meine Freunde und meine Familie, einfach die Kontakte die ich in Deutschland hatte. Wir wohnen auf dem Land und das ist ein riesen Unterschied zu Berlin. Ich überlege oft zurück zugehen, aber irgendetwas hindert mich daran.
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Yvonne »

Das man am Anfang noch Heimweh hat ist normal.
Versuche doch mal, wenn beide Kinder in der Kita oder Vorschule sind, Kontakt mit anderen Muettern aufzubauen. Deine Kinder haben doch sicherlich schon Freunde mit denen sie spielen. Dann einfach mal die Kinder samt Mamas zu sich einladen. Die Kids können spielen und du kannst den Kontakt zur Mama aufnehmen. Ueber Kinder geht es oft einfacher Kontakt zu schliessen als wenn man es so versucht. Aber das geht hier zu Anfang jedem so.
Handwerker
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Handwerker »

bestimmt schon hundertmal bereut und trotzdem noch hier
maggan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von maggan »

Maria, gib nicht so schnell auf! Ein Jahr ist doch gar nix. Freunde auf dem Land zu finden, schwierig, weiß ich aus eigener Erfahrung.
Vielleicht kannst du zu einer kleine Nikolausfeier einladen, um den Schweden etwas von der deutschen Tradition zu zeigen? Viele Schweden fahren gerne nach D in der Adventzeit, um auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen. Machst du eben in S so was für die Nachbarn! Etwas Geduld braucht man da oben im Norden, um Freunde zu finden!
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MariaSvensson
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von MariaSvensson »

Zu spät!
Freue dich deines Lebens, es ist schon später als du denkst.
Yvonne
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Yvonne »

Man braucht hier einfach ein wenig mehr Geduld als in Deutschland. Aber wie du schriebst scheinst du wieder in Deutschland zu sein.
Schade!!!
Framsidan
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von Framsidan »

Was ich nie versthen kann, warum immer gleich ein Haus kaufen? Ist doch besser wenn man erst mal schaut ob man sich in der Gegend wohl fühlt.

Und dann womöglich von einer Grosstadt in die Einöde. Es kann ja schön sein im Urlaub mit Ruhe aber auf die Dauer? Ist man in der Einöde dann ist man einsam, fernab von allem....
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MariaSvensson
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Re: Schon mal bereut......?

Beitrag von MariaSvensson »

Also wir haben hier kein Haus gekauft.
Freue dich deines Lebens, es ist schon später als du denkst.
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