Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschland
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Karsten
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Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschland
Der deutsche Atomausstieg kann für den schwedischen Energieriesen Vattenfall zunächst teuer werden. Das sagte Vattenfalls geschäftsführender Direktor Öystein Löseth in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TT. Ob der Ausstieg jedoch auf lange Sicht ein Plus- oder Minusgeschäft sei, könne man noch nicht absehen, das hänge von den Verhandlungen über die Entschädigungszahlungen ab.
Zudem erwartet man bei Vattenfall eine Verlagerung der Geschäftsaktivitäten in Deutschland. Nun würden die Kohlekraftaktivitäten in Deutschland wichtiger werden, so Löseth, und auch die erneuerbaren Energien würden weiter ausgebaut werden. Daran wolle Vattenfall sich beteiligen.
(Quelle: Radio Schweden)
Zudem erwartet man bei Vattenfall eine Verlagerung der Geschäftsaktivitäten in Deutschland. Nun würden die Kohlekraftaktivitäten in Deutschland wichtiger werden, so Löseth, und auch die erneuerbaren Energien würden weiter ausgebaut werden. Daran wolle Vattenfall sich beteiligen.
(Quelle: Radio Schweden)
- Grizzly2
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Entschädigung ?
Der hat wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Erst scheffelt er und seine Komplizen Millionen damit, dass er die Umwelt auf Jahrhunderte radioaktiv verseucht, und dann will dieser ... (bitte hier Verbalinjurie nach Wunsch einsetzen, ich hab keinen Bock auf Beleidigungsklagen) auch noch Kohle dafür.
Die Entsorgung des radioaktiven Mülls ist, nach den gegenwärtigen Erkenntnissen, auf Jahrhunderte hin ungeklärt und kostet wahrscheinlich mehr Geld, als der fetteste Geldsack der Welt je in seinen schmierigen Pfoten gehabt hat.
Also: ZAHLEN, nicht fordern !
Der hat wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Erst scheffelt er und seine Komplizen Millionen damit, dass er die Umwelt auf Jahrhunderte radioaktiv verseucht, und dann will dieser ... (bitte hier Verbalinjurie nach Wunsch einsetzen, ich hab keinen Bock auf Beleidigungsklagen) auch noch Kohle dafür.
Die Entsorgung des radioaktiven Mülls ist, nach den gegenwärtigen Erkenntnissen, auf Jahrhunderte hin ungeklärt und kostet wahrscheinlich mehr Geld, als der fetteste Geldsack der Welt je in seinen schmierigen Pfoten gehabt hat.
Also: ZAHLEN, nicht fordern !
Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Im Gegensatz zu meinem Vorredner ist mir nicht bekannt, dass Vattenfall Deutschland (oder Schweden) "auf Jahrhunderte" atomar verseucht hat. Oder besitzt Vattenfall Atombomben? Vielleicht sollten wir Deutschen weniger hysterische Stammtischparolen verbreiten und mal wieder den Kopf einschalten. Die Paradoxie ist doch, dass durch überhastete politische Entscheidungen Konzerne wie Vattenfall möglicherweise Entschädigungen erhalten und dann noch mit Kohlekraftwerken, die das Weltklima wirklich auf Jahrhunderte (!) schädigen, Geld verdienen. Da denken andere Nationen wie Schweden einfach pragmatischer: Umfrage in Dagens Nyheter vom 11.6.2011 - 69% für Kernkraft, 31% dagegen.
Soll man jetzt von Reisen nach Schweden abraten?
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- Petergillarsverige
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Liebe Leute!
Mäßigt euch.
Vattenfall hat aufgrund eines Vertrages mit der Regierung Geld in z.B. Krümmel investiert. Außerdem viel Geld für die Entsorgung vom Atommüll hinterlegt, ca 28 Mill. pro Reaktorbetriebsjahr. Für den Rückbau der Kernkraftwerke wird pro Betriebsjahr auch Geld hinterlegt. Wenn das Kraftwerk jetzt abgeschaltet bleibt, wird Vattenfall dafür eine Entschädigung einfordern können.
Mäßigt euch.
Vattenfall hat aufgrund eines Vertrages mit der Regierung Geld in z.B. Krümmel investiert. Außerdem viel Geld für die Entsorgung vom Atommüll hinterlegt, ca 28 Mill. pro Reaktorbetriebsjahr. Für den Rückbau der Kernkraftwerke wird pro Betriebsjahr auch Geld hinterlegt. Wenn das Kraftwerk jetzt abgeschaltet bleibt, wird Vattenfall dafür eine Entschädigung einfordern können.
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- kapehei
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Hej Petergillarsverige,
Die Kraftwerksbetreiber dürfen jährliche steuerliche Rückstellungen (wirken sich wie Kosten aus) für den Rückbau bilden. Da sind über die Jahre etliche Milliarden (ca. 30 Mrd. EUR) zusammengekommen bei den Kraftwerksbetreibern - steuerfrei!
Leider sind diese Mittel nicht zweckgebunden oder tatsächlich zurückzulegen, bzw. in einen Fonds einzuzahlen.
Die Kraftwerksbetreiber können und konnten diese Mitten auch anderweitig verwenden.
Beispielsweise für Investitionen, Kapitalanlagen an der Börse, Aufkauf von Unternehmen, etc.
Siehe dazu z.B. http://www.solarserver.de/news/news-8201.html
Die Kraftwerksbetreiber haben also die rückgestellten Gelder eben nicht z.B. in einem Fonds wie in der Schweiz und in Schweden hinterlegt, sondern haben sie zur freien Verfügung.
Das ist leider so nicht ganz richtig.Petergillarsverige hat geschrieben: Für den Rückbau der Kernkraftwerke wird pro Betriebsjahr auch Geld hinterlegt.
Die Kraftwerksbetreiber dürfen jährliche steuerliche Rückstellungen (wirken sich wie Kosten aus) für den Rückbau bilden. Da sind über die Jahre etliche Milliarden (ca. 30 Mrd. EUR) zusammengekommen bei den Kraftwerksbetreibern - steuerfrei!
Leider sind diese Mittel nicht zweckgebunden oder tatsächlich zurückzulegen, bzw. in einen Fonds einzuzahlen.
Die Kraftwerksbetreiber können und konnten diese Mitten auch anderweitig verwenden.
Beispielsweise für Investitionen, Kapitalanlagen an der Börse, Aufkauf von Unternehmen, etc.
Siehe dazu z.B. http://www.solarserver.de/news/news-8201.html
Die Kraftwerksbetreiber haben also die rückgestellten Gelder eben nicht z.B. in einem Fonds wie in der Schweiz und in Schweden hinterlegt, sondern haben sie zur freien Verfügung.
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- Petergillarsverige
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Gut, aber wie alle anderen Betriebe müssen die Gelder für den Rückbau zur Verfügung stehen. Das Rückbauen von kommerziell betriebenen Kernkraftzwerken wurde in der Verghangenheit auch von den Stromkonzernen bezahlt. Bei den anderen wird das auch so sein.
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knut245
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Schaun wir mal. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass zur Abwicklung des Rückbaus eine Abwicklungs-GmbH gegründet wird. Natürlich mit minimaler Kapitalausstattung, die dann auch prompt nicht reicht. Die wird dann in die Insolvenz geschickt, der Staat wird die Ruinen nicht stehen lassen wollen und auf Kosten des Steuerzahlers abreißen. Eine eventuelle Entschädigung wird natürlich vorher gezahlt. Wenn es dann soweit ist, werden Top-Juristen zahlreiche Gründe dafür finden, warum die Entschädigung der Mutterkonzerne dafür nicht herangezogen werden kann.
Die Finanzwelt macht das Modell ja gerade vor, Stichwort Bad Bank...
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- Lukä
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Um nicht gegen die guten Sitten im Forum zu verstoßen, atme ich jetzt erst mal tief durch...bellman hat geschrieben:Im Gegensatz zu meinem Vorredner ist mir nicht bekannt, dass Vattenfall Deutschland (oder Schweden) "auf Jahrhunderte" atomar verseucht hat. Oder besitzt Vattenfall Atombomben? Vielleicht sollten wir Deutschen weniger hysterische Stammtischparolen verbreiten und mal wieder den Kopf einschalten. Die Paradoxie ist doch, dass durch überhastete politische Entscheidungen Konzerne wie Vattenfall möglicherweise Entschädigungen erhalten und dann noch mit Kohlekraftwerken, die das Weltklima wirklich auf Jahrhunderte (!) schädigen, Geld verdienen. Da denken andere Nationen wie Schweden einfach pragmatischer: Umfrage in Dagens Nyheter vom 11.6.2011 - 69% für Kernkraft, 31% dagegen.
Soll man jetzt von Reisen nach Schweden abraten?
So, und erkläre mir doch mal bitte hysterisch und überhastet
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- Petergillarsverige
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Manche Erscheinungsformen der Hysterie wurden als subtiler Kampf gegen (männliche) Übermacht gedeutet
(aus Wikipedia)
Man empfindet den Unfall in Fukushima aus Bedrohung einer unsichtbaren Übermacht der man nur dadurch entgehen kann indem man hier in Deutschland die Kernkraftwerke abschaltet um zu verhindern, dass sie durch einen Tsunami Schaden erleiden wenn die Flutwelle die Notstandsgebäude wegspült. Das gilt besonders für Kraftwerke wie Isar I, welches in Bayern liegt.
Überhastet bedeutet, dass man dem zweiten Schritt nach dem ersten tut. (eigene Definition)
Dieses Eigenschaftswort wäre dann nicht angebracht gewesen, wenn man die Gewinne der Kernenergie verwendet hätte um die EE auszubauen. So wie z.B. der Energiekonzern Vattenfall aus den Gewinnen der Kernkraftwerke die größte Offshore Windenergieanlage der Welt gebaut hat. Nun muss die EE mit großen Kosten im Eiltempo ausgebaut werden, was sehr viel teurer ist. Es werden große CO2 Emiossionen billigend in Kauf genommen und die Energieunternehmen bekommen für die Stilllegung von modernen Kernkraftwerken Geld, während wir aus älteren Anlagen im Ausland Atomstrom einkaufen.
(aus Wikipedia)
Man empfindet den Unfall in Fukushima aus Bedrohung einer unsichtbaren Übermacht der man nur dadurch entgehen kann indem man hier in Deutschland die Kernkraftwerke abschaltet um zu verhindern, dass sie durch einen Tsunami Schaden erleiden wenn die Flutwelle die Notstandsgebäude wegspült. Das gilt besonders für Kraftwerke wie Isar I, welches in Bayern liegt.
Überhastet bedeutet, dass man dem zweiten Schritt nach dem ersten tut. (eigene Definition)
Dieses Eigenschaftswort wäre dann nicht angebracht gewesen, wenn man die Gewinne der Kernenergie verwendet hätte um die EE auszubauen. So wie z.B. der Energiekonzern Vattenfall aus den Gewinnen der Kernkraftwerke die größte Offshore Windenergieanlage der Welt gebaut hat. Nun muss die EE mit großen Kosten im Eiltempo ausgebaut werden, was sehr viel teurer ist. Es werden große CO2 Emiossionen billigend in Kauf genommen und die Energieunternehmen bekommen für die Stilllegung von modernen Kernkraftwerken Geld, während wir aus älteren Anlagen im Ausland Atomstrom einkaufen.
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goteborgcity
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Soviel ich weiss war das Hauptproblem bei Fukushima nicht der Tsunami, sondern das Erdbeben, was ein völlig anderes Licht auf den Unfall wirft. Aber selbst Erdbeben dieser Stärke sind in Deutschland eher unwahrscheinlich, wenn auch nicht vollkommen ausgeschlossen, da man über die Erdtätigkeit noch zu wenige Kenntnisse hat. Das grösste Problem deutscher Kernkraftwerke sind mögliche terroristische Attentate gegen die, zumindest die älteren Kraftwerke in keiner Weise gerüstet sind. Ich bin mir auch nicht sicher, ob nur ein europäisches Kernkraftwerk einem Krieg gewachsen wäre, und die Schwachstelle eines Kernkraftwerks ist die Wasserzufuhr, denn ohne Kühlung kann man es auch gleich in die Luft sprengen.
Ob das etwas überstürzte Aussteigeprogramm Deutschlands sinnvoll ist, wird sich bald zeigen, denn wenn Deutschland dann Atomstrom aus Frankreich, Holland, Tschechien, Schweden oder sonst wo kauft und benutzt, dann nenne ich den Ausstieg eine Hypokrisie. Bisher habe ich jedenfalls noch keinen Plan gesehen, der Deutschland genügend Strom bieten wird. Der Import wird also eine sehr interessante Frage werden.
Die nächste Frage, die sich mir stellt, ist, ob Deutschland auch bereit ist seine Strom-Gewohnheiten zu überdenken, denn auch langfristig wird die Stromproduktion nicht permanent aufwärts gehen können, aber man setzt auf Fahrzeuge, die mit Strom betrieben werden, jeder Park muss hell erleuchtet sein usw. Wie wird der Übergang, egal in welchem Land, von Atomstrom auf CO2-freien Umweltstrom tatsächlich aussehen?
Was mich bei jeder Diskussion über Vorteile von Kernenergie stört, ist die Tatsache, das man zwar von der billigen Stromproduktion, der geringen Umweltbelastung und verschiedenen Kostenfaktoren spricht, aber die Frage nach der Endlagerung einfach in die "Mülltonne" kippt. Wo gibt es eine sichere Endlagerung, die garantiert, dass die Kernenergie nicht in der Zukunft Millionen von Menschen töten wird? Die beiden Themen kann man doch nicht einfach trennen, so wenig wie man verpackte Lebensmittel kaufen kann und dann die Abfallproduktion vernachlässigt.
Ob das etwas überstürzte Aussteigeprogramm Deutschlands sinnvoll ist, wird sich bald zeigen, denn wenn Deutschland dann Atomstrom aus Frankreich, Holland, Tschechien, Schweden oder sonst wo kauft und benutzt, dann nenne ich den Ausstieg eine Hypokrisie. Bisher habe ich jedenfalls noch keinen Plan gesehen, der Deutschland genügend Strom bieten wird. Der Import wird also eine sehr interessante Frage werden.
Die nächste Frage, die sich mir stellt, ist, ob Deutschland auch bereit ist seine Strom-Gewohnheiten zu überdenken, denn auch langfristig wird die Stromproduktion nicht permanent aufwärts gehen können, aber man setzt auf Fahrzeuge, die mit Strom betrieben werden, jeder Park muss hell erleuchtet sein usw. Wie wird der Übergang, egal in welchem Land, von Atomstrom auf CO2-freien Umweltstrom tatsächlich aussehen?
Was mich bei jeder Diskussion über Vorteile von Kernenergie stört, ist die Tatsache, das man zwar von der billigen Stromproduktion, der geringen Umweltbelastung und verschiedenen Kostenfaktoren spricht, aber die Frage nach der Endlagerung einfach in die "Mülltonne" kippt. Wo gibt es eine sichere Endlagerung, die garantiert, dass die Kernenergie nicht in der Zukunft Millionen von Menschen töten wird? Die beiden Themen kann man doch nicht einfach trennen, so wenig wie man verpackte Lebensmittel kaufen kann und dann die Abfallproduktion vernachlässigt.
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- Lukä
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Nicht das Erdbeben war Ursache der Kernschmelze, sondern das Hochwasser führte zu einem Ausfall der Kühlung. Das ist die Aussage von Prof. B. Thomauske http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Thomauske Die Liste der Pannen-Meiler ist lang. Ob nun in Deutschland oder die anderen europäischen Ländern. Was z.B. im AKW Krümmel abging ist ein echter Skandal. Nachlesen kann Mensch das z.B. hier http://www.sueddeutsche.de/politik/deba ... l-1.105303 Der Artikel ist im übrigen aus dem Jahr 2009. Betreiber des AKW war Vattenfall.
Wer sich mal die Mühe macht im Netz zu recherchieren, der wird auf unzählige Beispiele treffen, bei denen wir knapp an der atomaren Katastrophe vorbeigeschrammt sind.
Ich denke, der Ausstieg aus der Kernenergie ist wichtig und richtig. Das was die schwarz-gelbe Koalition da jetzt aus dem Hut gezaubert hat ist allerdings ne Mogelpackung. Lässt sie der Atomlobby doch zu viele Hintertürchen für erneute Laufzeitverlängerungen. Abgesehen davon hat sich die Regierung zur Energiewende erst nach drei Kernschmelzen in Fukushima durchgerungen.
Natürlich wären für einen raschen Ausstieg aus der Kernenergie zunächst hohe Investitionen nötig. Man spricht von ca. 167 Mrd. € bis zum Jahr 2020. Langfristig rentiert sich das aber. Für die Unternehmen und Verbraucher, die Anlagen zur Stromerzeugung bauen ebenso wie für die Volkswirtschaft. Neue Märkte entstehen, Jobs werden geschaffen - und langfristig wird die Stromerzeugung durch Ökoenergien günstiger. Zunächst aber müssen große Summen investiert werden. Der Strompreis wird sicher steigen, um 3-5 Cent/ Kwh, aber das ist es mir allemal wert. Da kann ich meinem Kind beruhigt in die Augen sehen und später auch meinen Enkeln.
Die Erhöhung der CO2 Emiossionen ist absolute Spekulation und wird gern von der Atomlobby in die Diskussion geworfen. Über den Grund kann sich jeder selber Gedanken machen. Geplant ist jedoch den schrittweisen Wegfall der Kernenergie z.B. durch neue Gaskraftwerke aufzufangen. Und selbst diese Investitionen sind nicht herausgeworfenes Geld. Sie erhöhen zwar die Abhängigkeit Deutschlands von Importen aus Russland aber sie könnten rasch gebaut und später mit Gas aus erneuerbaren Energien (Biogas, Windgas, Solargas) betrieben werden.
Eins muss natürlich klar sein: Die Bundesregierung muss endlich ihre Hausaufgaben machen und Weg der EE konsequent gehen! Dann könnte Deutschland eine Vorreiterrolle in Europa spielen und selbst starrköpfige Atomnationen wie Frankreich werden dann früher oder später von der Kernenergie abrücken müssen. Sicher nicht aus einer Einsicht heraus, sonder wegen des politischen Drucks. In dem Falle heiligt der Zweck die Mittel.
Wer sich mal die Mühe macht im Netz zu recherchieren, der wird auf unzählige Beispiele treffen, bei denen wir knapp an der atomaren Katastrophe vorbeigeschrammt sind.
Ich denke, der Ausstieg aus der Kernenergie ist wichtig und richtig. Das was die schwarz-gelbe Koalition da jetzt aus dem Hut gezaubert hat ist allerdings ne Mogelpackung. Lässt sie der Atomlobby doch zu viele Hintertürchen für erneute Laufzeitverlängerungen. Abgesehen davon hat sich die Regierung zur Energiewende erst nach drei Kernschmelzen in Fukushima durchgerungen.
Natürlich wären für einen raschen Ausstieg aus der Kernenergie zunächst hohe Investitionen nötig. Man spricht von ca. 167 Mrd. € bis zum Jahr 2020. Langfristig rentiert sich das aber. Für die Unternehmen und Verbraucher, die Anlagen zur Stromerzeugung bauen ebenso wie für die Volkswirtschaft. Neue Märkte entstehen, Jobs werden geschaffen - und langfristig wird die Stromerzeugung durch Ökoenergien günstiger. Zunächst aber müssen große Summen investiert werden. Der Strompreis wird sicher steigen, um 3-5 Cent/ Kwh, aber das ist es mir allemal wert. Da kann ich meinem Kind beruhigt in die Augen sehen und später auch meinen Enkeln.
Die Erhöhung der CO2 Emiossionen ist absolute Spekulation und wird gern von der Atomlobby in die Diskussion geworfen. Über den Grund kann sich jeder selber Gedanken machen. Geplant ist jedoch den schrittweisen Wegfall der Kernenergie z.B. durch neue Gaskraftwerke aufzufangen. Und selbst diese Investitionen sind nicht herausgeworfenes Geld. Sie erhöhen zwar die Abhängigkeit Deutschlands von Importen aus Russland aber sie könnten rasch gebaut und später mit Gas aus erneuerbaren Energien (Biogas, Windgas, Solargas) betrieben werden.
Eins muss natürlich klar sein: Die Bundesregierung muss endlich ihre Hausaufgaben machen und Weg der EE konsequent gehen! Dann könnte Deutschland eine Vorreiterrolle in Europa spielen und selbst starrköpfige Atomnationen wie Frankreich werden dann früher oder später von der Kernenergie abrücken müssen. Sicher nicht aus einer Einsicht heraus, sonder wegen des politischen Drucks. In dem Falle heiligt der Zweck die Mittel.
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- Petergillarsverige
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Nun, die Verpackung von Lebensmitteln ist eutlich harmloser!
Zur Endlagerung des Mülls. Zum einen muss gesagt werden, dass zu jeder kWh Strom ein Betrag für die Entsorgung abgezweigt wird. Diese Rückstellungen liegen pro KKW bei nicht ganz 30 Mill. pro Jahr.
Wiederaufgearbeiteter Atommüll macht etwa 2,5 m³ pro Jahr aus. Er liegt in keramischer Form vor. Er ist eingeglast und in Edelstahlkokillen eingeschweist. Wenn er lange genug (30 Jahre) gelagert ist, kann er in ein Salzbergwerk gebracht werden. Ein Bergwerk ohne bishergem Abbau wird über einen Hauptschacht und entsprechenden Strecken erkundet. Die Strecken erhalten alle paar Meter eine Bohrung in die die Kokillen abgelassen werden. Die Bohrung (50 m tief) wird dann verschlossen und die Strecke verfüllt, wenn alle Bohrungen voll sind. Sind alle Strecken verfüllt, wird der Hauptschacht mit Salz verfüllt und oberhalb des Salzstocks der Schacht mit Erde verfüllt. Die Gebäude über dem Lager werden rückgebaut und man kann dort eine Stadt mit Schulen, Spielplätzen und Kindergärten bauen.
Der Salzstock war 250 Mill. Jahre dicht. In etwa 10.000 Jahren werden die Spaltprodukte eine Toxiität haben wie das Uran im Bergwerk wo es heraus geholt wurde. Es ist nicht nötig das Gelände zu bewachen.
Es gibt bereits 17 Endlager für hochradioaktive Stoffe. http://de.wikipedia.org/wiki/Naturreaktor_Oklo
Diese haben vor etwa 2 Mrd. Jahren die Spaltprodukte der Natururanreaktoren aufgenommen. Anhand der Zerfallsprodukte kann man ehen, dass die Spaltprodukte trotz Wassereinwirkung nicht weit transportiert wurden.
Die Endlagerung hochradioaktiver Stoffe ist technisch lösbar und keinesfalls "ungelöst". Zur Zeit werden in Salzstöcken hochtoxische Gifte (Dioxin) aus der Müllverbrennung etc. gelagert. Diese Lagerung ist politisch akzeptiert. Wir nehmen sogar den Müll von der Schweiz mit auf. Diese Gifte haben eine Halbwertszeit von unendlich und sind oft wasserlöslich, im Gegensatz zum Atommüll. Das CO2 der Kohlekraftwerke lässt man an die Luft. Bei Braunkohle 10. Mill. Tonnen pro Jahresstrommenge eines KKW. Das Verpressen in den Untergrund ist auch gefährlich.
Finnland wird in ein paar Jahren das erste Endlager für hochaktiven Müll in Betrieb nehmen. Die Bürger haben sich offenbar darum gerissen Endlagerstandort sein zu dürfen.
Zur Endlagerung des Mülls. Zum einen muss gesagt werden, dass zu jeder kWh Strom ein Betrag für die Entsorgung abgezweigt wird. Diese Rückstellungen liegen pro KKW bei nicht ganz 30 Mill. pro Jahr.
Wiederaufgearbeiteter Atommüll macht etwa 2,5 m³ pro Jahr aus. Er liegt in keramischer Form vor. Er ist eingeglast und in Edelstahlkokillen eingeschweist. Wenn er lange genug (30 Jahre) gelagert ist, kann er in ein Salzbergwerk gebracht werden. Ein Bergwerk ohne bishergem Abbau wird über einen Hauptschacht und entsprechenden Strecken erkundet. Die Strecken erhalten alle paar Meter eine Bohrung in die die Kokillen abgelassen werden. Die Bohrung (50 m tief) wird dann verschlossen und die Strecke verfüllt, wenn alle Bohrungen voll sind. Sind alle Strecken verfüllt, wird der Hauptschacht mit Salz verfüllt und oberhalb des Salzstocks der Schacht mit Erde verfüllt. Die Gebäude über dem Lager werden rückgebaut und man kann dort eine Stadt mit Schulen, Spielplätzen und Kindergärten bauen.
Der Salzstock war 250 Mill. Jahre dicht. In etwa 10.000 Jahren werden die Spaltprodukte eine Toxiität haben wie das Uran im Bergwerk wo es heraus geholt wurde. Es ist nicht nötig das Gelände zu bewachen.
Es gibt bereits 17 Endlager für hochradioaktive Stoffe. http://de.wikipedia.org/wiki/Naturreaktor_Oklo
Diese haben vor etwa 2 Mrd. Jahren die Spaltprodukte der Natururanreaktoren aufgenommen. Anhand der Zerfallsprodukte kann man ehen, dass die Spaltprodukte trotz Wassereinwirkung nicht weit transportiert wurden.
Die Endlagerung hochradioaktiver Stoffe ist technisch lösbar und keinesfalls "ungelöst". Zur Zeit werden in Salzstöcken hochtoxische Gifte (Dioxin) aus der Müllverbrennung etc. gelagert. Diese Lagerung ist politisch akzeptiert. Wir nehmen sogar den Müll von der Schweiz mit auf. Diese Gifte haben eine Halbwertszeit von unendlich und sind oft wasserlöslich, im Gegensatz zum Atommüll. Das CO2 der Kohlekraftwerke lässt man an die Luft. Bei Braunkohle 10. Mill. Tonnen pro Jahresstrommenge eines KKW. Das Verpressen in den Untergrund ist auch gefährlich.
Finnland wird in ein paar Jahren das erste Endlager für hochaktiven Müll in Betrieb nehmen. Die Bürger haben sich offenbar darum gerissen Endlagerstandort sein zu dürfen.
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Es gibt weltweit nicht ein einziges Endlager für hoch radioaktiven Müll!
Bevor ich viel schreibe poste ich mal einen Link zu einem sehr aufschlussreichen Artikel http://www.n-tv.de/politik/Die-scheinhe ... 58596.html
Bei solchen Themen würde ich niemals Wiki trauen, denn da kann im Prinzip jeder reinschreiben, was er für die absolute Wahrheit hält, oder was für die Wahrheit gehalten werden soll...
Bevor ich viel schreibe poste ich mal einen Link zu einem sehr aufschlussreichen Artikel http://www.n-tv.de/politik/Die-scheinhe ... 58596.html
Bei solchen Themen würde ich niemals Wiki trauen, denn da kann im Prinzip jeder reinschreiben, was er für die absolute Wahrheit hält, oder was für die Wahrheit gehalten werden soll...
25.05.2011 Schweizer Bundesrat beschliesst Atomausstieg...Petergillarsverige hat geschrieben: Wir nehmen sogar den Müll von der Schweiz mit auf.
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goteborgcity
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
@Petergillarsverige
Ich weiss wie man im Moment "endlagert", allerdings ohne zukünftige Risikoprüfung, sondern eine hypothetische Erfahrung der Geologie aus der Vergangenheit, die bis heute nun mal leider nicht so ganz erforscht ist. Es gibt im Moment nicht einen seriösen Wissenschaftler, der garantieren kann, dass die sogenannten Endlager länger als die nächsten 100 Jahre absolut sicher sind, und nicht einmal das. Ich finde es wirklich bedauerlich, dass jeder Befürworter der Kernkraft erst einen Unfall in nächster Nähe erleben muss, bevor er sich Gedanken darüber macht nach dem Motto "Was passier wenn doch etwas Unvorhergesehenes eintritt?" Aber auch kleine Kinder müssen sich erst einmal die Finger verbrennen bis sie einsehen, dass mit Hitze nicht zu spassen ist.
Wie kannst Du sicher sein, dass in Europa nichts Unvorhergesehenes geschieht? Wie kannst Du sicher sein, dass nicht doch einmal ein Kriegsflugzeug mit Sprengstoff auf eines der alten Kernkraftwerke stürzt? Wer dachte daran, dass ein 11. September in New York eintreten könnte oder ein Fukushima? Man wusste hinterher, dass es möglich ist.
Ich habe übrigens keine Sekunde von Kohlekraftwerken geredet, da diese ja wohl keine Lösung sind, sondern diese noch schneller vom Netz müssten als Kernkraftwerke. Umweltverschmutzung ist noch ein ganz anderes Problem, aber da geht es nicht nur um politische, sondern auch persönliche Entscheidungen. Statt die Zeitung mit dem Auto an der nächsten Ecke zu holen, müssen viele erst einmal überlegen, wann sie gehen können, wann sie zum Fahrrad greifen sollten, wann zum Bus oder der Bahn und wann das Auto wirklich nützlich ist usw. usw.
Ich weiss wie man im Moment "endlagert", allerdings ohne zukünftige Risikoprüfung, sondern eine hypothetische Erfahrung der Geologie aus der Vergangenheit, die bis heute nun mal leider nicht so ganz erforscht ist. Es gibt im Moment nicht einen seriösen Wissenschaftler, der garantieren kann, dass die sogenannten Endlager länger als die nächsten 100 Jahre absolut sicher sind, und nicht einmal das. Ich finde es wirklich bedauerlich, dass jeder Befürworter der Kernkraft erst einen Unfall in nächster Nähe erleben muss, bevor er sich Gedanken darüber macht nach dem Motto "Was passier wenn doch etwas Unvorhergesehenes eintritt?" Aber auch kleine Kinder müssen sich erst einmal die Finger verbrennen bis sie einsehen, dass mit Hitze nicht zu spassen ist.
Wie kannst Du sicher sein, dass in Europa nichts Unvorhergesehenes geschieht? Wie kannst Du sicher sein, dass nicht doch einmal ein Kriegsflugzeug mit Sprengstoff auf eines der alten Kernkraftwerke stürzt? Wer dachte daran, dass ein 11. September in New York eintreten könnte oder ein Fukushima? Man wusste hinterher, dass es möglich ist.
Ich habe übrigens keine Sekunde von Kohlekraftwerken geredet, da diese ja wohl keine Lösung sind, sondern diese noch schneller vom Netz müssten als Kernkraftwerke. Umweltverschmutzung ist noch ein ganz anderes Problem, aber da geht es nicht nur um politische, sondern auch persönliche Entscheidungen. Statt die Zeitung mit dem Auto an der nächsten Ecke zu holen, müssen viele erst einmal überlegen, wann sie gehen können, wann sie zum Fahrrad greifen sollten, wann zum Bus oder der Bahn und wann das Auto wirklich nützlich ist usw. usw.
Der Teilnehmer goteborgcity wurde vom Moderator des Forums ausgeschlossen und wird daher keine weiteren Beiträge mehr erstellen und
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
@ Lukä
Die Naturreaktoren in Gabun sind sehr gut erforscht und wurden in der Fachwelt behandelt lange bevor es ein Internet oder gar Wikipedia gab. Die Darstellung in Wikipedia ist durchaus treffend. Natürlich können wir heute nichts mehr darüber sagen wie sich das Jod oder Cäsium verteilt hat. Deren Halbwertszeit ist viel zu kurz. Die Elemente mit hoher Halbwertszeit, bzw. die stabilen Elemente die mit völlig untypischen Atomkonzentrationen der Isopote, sind dagegen gut nachweisbar.
Wir nehmen den Giftstaub aus der Müllverbrennung von der Schweiz tatsächlich auf. Das hat mit dem beschlossenen Atomausstieg nichts zu tun.
@ göteborgcity
Natürlich gibt es keine absolute Sicherheit bei Kernkraftwerken, Endlagerung etc. Aber zu postulieren, dass ein 250 Mill. Jahre alter Salzstock in den nächsten 100 Jahren aufgibt, ist schlichtweg Unsinn. Natürlich sind die Randbedingungen wichtig, wie diec Unversehrtheit, im Gegensatz zu Asse. Aber wenn wir die Endlagerung von Atommüll für unlösbar halten, müssen wir auch die Endlagerung von chemischen Stoffen, von CO2, von Abfällen der Herstellung von Solarzellen, Verwertung von Kunststoffen und so weiter als unmöglich erkären. Dann müssen wir zurück zur Steinzeit.
Natürlich könnte ein Meteorit wie der vom Nördlinger Ries, bloß viel größer, das Endlager freilegen. Er müsste eine 100 mal größere Eindringtiefe haben, wohl eine 10.000 mal so hohe Energie. Damals hat der Meteorit vom Nördlinger Ries alles Leben zwischen "Stuttgart" und "München" vernichtet, was nur als geographische Angaben zu deuten ist, die gab es damals mangels Menschen noch nicht. Ich glaube kaum, dass unsere Erde einen Impakt von 1000 m Tiefe überlebt.
Ingenieure müssen gangbare Wege finden um Leben zu ermöglichen. Kernenergie gehört als Brückentechnologie dazu.
Der gezielte Absturz eines Flugzeuges auf ein Kernkraftwerk könnte in ungünstigsten Fall eine Wirkung wie in Fukushima erzeugen. Wenn ein Terrorist das Flugzeug auf ein vollbesetztes Fußballstadion mit 60.000 Menschen stürzen lässt? Müssen Fußballstadien demnächst dagegen gesichert werden?
Die Naturreaktoren in Gabun sind sehr gut erforscht und wurden in der Fachwelt behandelt lange bevor es ein Internet oder gar Wikipedia gab. Die Darstellung in Wikipedia ist durchaus treffend. Natürlich können wir heute nichts mehr darüber sagen wie sich das Jod oder Cäsium verteilt hat. Deren Halbwertszeit ist viel zu kurz. Die Elemente mit hoher Halbwertszeit, bzw. die stabilen Elemente die mit völlig untypischen Atomkonzentrationen der Isopote, sind dagegen gut nachweisbar.
Wir nehmen den Giftstaub aus der Müllverbrennung von der Schweiz tatsächlich auf. Das hat mit dem beschlossenen Atomausstieg nichts zu tun.
@ göteborgcity
Natürlich gibt es keine absolute Sicherheit bei Kernkraftwerken, Endlagerung etc. Aber zu postulieren, dass ein 250 Mill. Jahre alter Salzstock in den nächsten 100 Jahren aufgibt, ist schlichtweg Unsinn. Natürlich sind die Randbedingungen wichtig, wie diec Unversehrtheit, im Gegensatz zu Asse. Aber wenn wir die Endlagerung von Atommüll für unlösbar halten, müssen wir auch die Endlagerung von chemischen Stoffen, von CO2, von Abfällen der Herstellung von Solarzellen, Verwertung von Kunststoffen und so weiter als unmöglich erkären. Dann müssen wir zurück zur Steinzeit.
Natürlich könnte ein Meteorit wie der vom Nördlinger Ries, bloß viel größer, das Endlager freilegen. Er müsste eine 100 mal größere Eindringtiefe haben, wohl eine 10.000 mal so hohe Energie. Damals hat der Meteorit vom Nördlinger Ries alles Leben zwischen "Stuttgart" und "München" vernichtet, was nur als geographische Angaben zu deuten ist, die gab es damals mangels Menschen noch nicht. Ich glaube kaum, dass unsere Erde einen Impakt von 1000 m Tiefe überlebt.
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Der gezielte Absturz eines Flugzeuges auf ein Kernkraftwerk könnte in ungünstigsten Fall eine Wirkung wie in Fukushima erzeugen. Wenn ein Terrorist das Flugzeug auf ein vollbesetztes Fußballstadion mit 60.000 Menschen stürzen lässt? Müssen Fußballstadien demnächst dagegen gesichert werden?
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Ok, dann will ich noch mal klar machen, worum es mir geht und was mein Problem ist.
Ich spreche weder über einen Deep Impact noch über einen Flugzeugabsturz. Es gab in Japan 3 Kernschmelzen wegen einen Stromausfalls!
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Jede zusätzliche Gefahr, die vermieden werden kann, sollte vermieden werden, wobei ein Fussballplatz als natürliche Ansammlung von Menschen betrachtet werden kann, die Kernreaktoren jedoch von Menschen entwickelt wurden um am steigenden Strombedarf ein Vermögen zu verdienen. Alle Versprechen über billigen Strom und ausgereifte, fehlerfrei Technik waren Lügen.Petergillarsverige hat geschrieben:Der gezielte Absturz eines Flugzeuges auf ein Kernkraftwerk könnte in ungünstigsten Fall eine Wirkung wie in Fukushima erzeugen. Wenn ein Terrorist das Flugzeug auf ein vollbesetztes Fußballstadion mit 60.000 Menschen stürzen lässt? Müssen Fußballstadien demnächst dagegen gesichert werden?
Und Peter, was hättest Du mir vor dem Unfall in Fukushima zu den drei Reaktoren, die jetzt Probleme machen, geantwortet, wenn ich Dir die Frage gestellt hätte, ob sie sicher sind? Du hättest mir gesagt, dass sie absolut sicher sind, da sie von Experten in Erdbeben und Tsunami gebaut wurden. Und was ist die Folge? Weil in Deuschland nichts Unvorhergesehenes geschehen kann, weil Deutsche Techniker perfekt sind und an alles gedacht haben? Wohl kaum.
Du machst es Dir auch sehr einfach, wenn Du sagst, dass man zurück in die Steinzeit muss, wenn man die Probleme Kernkraft, CO2, Gentechnik usw. vermeiden will. Niemand muss deswegen in die Steinzeit zurück, sondern nur anfangen bewusst zu leben und logisch zu handeln. Natürlich muss sich einiges ändern, aber Fortschritt heisst nicht zwangsweise die Welt Risiken auszusetzen, sondern anfangen zu denken und blinden Glauben an neue Techniken abzuschalten, denn Technik kann positiv und negativ sein. Niemand wird giftige Verpackung kaufen, wenn sie nicht mehr hergestellt wird, aber so lange ein Unternehmen eine mit giftiger Farbe behandelte und von Kindern in Asien hergestellte Jeans für 2 Euros einkauft, um sie für 10 oder 15 Euros weiterzuverkauft und der Käufer auch noch der Meinung ist, dass er bei diesem Preis ökologische Ware kauft für die der Hersteller gerecht bezahlt wurde, so lange wird die Umweltzerstörung und die Kinderarbeit weiter gehen.
Kernkraft geht genau in die gleiche Richtung. Man nimmt ein natürliches Endlagerbeispiel aus Afrika, erzählt, dass jedes Kraftwerk sicher ist, lässt die Unternehmen und Aktionäre damit ein Vermögen machen und behauptet dann, dass die Geschichte umweltbewusst ist. Ob man jedoch je ein sicheres Endlager findet und die Betreiber der Kernkraftwerke die finanziell bisher unkalkulierbaren Kosten der Lagerung bezahlen werden, darüber denkt man gar nicht erst nach. Ich kann Dir jedoch heute schon sagen, wer die Kosten aufgedrückt bekommt. Derjenige, der gezwungen war den teuren Strom abzunehmen, nämlich der Steuerzahler. Wenn man dann Subventionen aus Steuergeldern, Forschung aus Steuergeldern, Strompreis und Endlagerkosten betrachtet, so zahlt der Bürger einen sehr teuren Strom, den man auf eine sichere, umweltfreundliche Weise gewinnen können hätte, wenn die Forschungsgelder nicht in Kernenergie gesteckt worden wären, sondern in andere Techniken. Problem dabei ist jedoch nicht der Unternehmer Vattenfall, E.ON usw, sondern derjenige, der dafür sorgt, dass die Aktionäre der Unternehmen eine grosse Ausschüttung bekommen, nämlich der Arbeiter und Angestellte der Unternehmen, der dem Volk die Sicherheit von Antomkraft verkauft. Leider funktioniert unsere Gesellschaft so, weil Wirtschaftsunternehmen durch Manipulation Meinung bilden können. Vattenfall und Co. werden nicht von Physikern gesteuert, sondern von Kapitalunternehmen die nur die Bilanz interessiert, nicht Sicherheit, Endlager oder sonst etwas.
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Ja, es gab 3 Kernschmelzen nach auslegungsüberschreitenden Ereignissen. Es gab aufgrund von Radioaktivität keine Todesfälle. Das Risiko (Gefährdung mal Eintrittswahrscheinlichkeit) ist bei jedem Auto höher. Es ist bei den meisten Arten Strom zu erzeugen ebenfalls höher (spez. Solarenergie) und es ist bei der Verbrennung unkalkulierbar hoch. Denn die Auswirkungen von CO2 können wir nicht abschätzen.
Aber was solls. Das Jahr wird interessant. Wenn Deutschland den Ausstieg nicht schafft, wird es als Vorbild dastehen.
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Verstrahlung und langsam an Krebs zu sterben ist schlimmer als bei einem Unfall direkt ums Leben zu kommen oder verletzt zu werden, denn das heisst Menschen langsam zu einem qualvollen Tod zu verurteilen, der alle Angehörige in grösstem Masse betrifft.
Ich halte Sonnenenergie, wenn man heutige Technik und nötige Rohstoffe betrachtet, und aus vielen anderen Gründen auch nicht für die beste Lösung, aber auch hier arbeiten Wirtschaftsunternehmen mit dem Label Grün, das gar nicht so grün ist. Aber es gibt auch andere Techniken, um Strom zu schaffen und es gibt tausende von Möglichkeiten sinnvoll Strom zu sparen. Hätte man nicht so viele KErnkraftwerke gebaut, dann hätte die Bevölkerung und die Industrie auch gelernt mit weniger Strom auszukommen.
Und was CO2 angeht, so könnten, wenn der politische und wirtschaftliche Wille da wäre, sehr viel eingespart werden, aber da allein die Autoindustrie nur an Umsatz denkt und erst in letzter Sekunde beginnt alternative Treibstoffe und Motoren zu entwickeln, kann man ja sehen wohin das Ganze führt.
Braucht man hochgetunte Autos? Braucht jeder in der Familie ein Auto? Müssen alle damit zur Arbeit fahren? Wie viele Fahrgemeinschaften gibt es? ... Natürlich finde ich, auch als Kernkraftgegner aus ethischen Gründen vieles in unserer Gesellschaft, das nicht in Ordnung ist und gefährlich ist, aber wenn man eine einzige Gefahr vermeiden kann, dann sollte man es auch tun und nicht auf andere Gefahren verweisen.
Ich halte Sonnenenergie, wenn man heutige Technik und nötige Rohstoffe betrachtet, und aus vielen anderen Gründen auch nicht für die beste Lösung, aber auch hier arbeiten Wirtschaftsunternehmen mit dem Label Grün, das gar nicht so grün ist. Aber es gibt auch andere Techniken, um Strom zu schaffen und es gibt tausende von Möglichkeiten sinnvoll Strom zu sparen. Hätte man nicht so viele KErnkraftwerke gebaut, dann hätte die Bevölkerung und die Industrie auch gelernt mit weniger Strom auszukommen.
Und was CO2 angeht, so könnten, wenn der politische und wirtschaftliche Wille da wäre, sehr viel eingespart werden, aber da allein die Autoindustrie nur an Umsatz denkt und erst in letzter Sekunde beginnt alternative Treibstoffe und Motoren zu entwickeln, kann man ja sehen wohin das Ganze führt.
Braucht man hochgetunte Autos? Braucht jeder in der Familie ein Auto? Müssen alle damit zur Arbeit fahren? Wie viele Fahrgemeinschaften gibt es? ... Natürlich finde ich, auch als Kernkraftgegner aus ethischen Gründen vieles in unserer Gesellschaft, das nicht in Ordnung ist und gefährlich ist, aber wenn man eine einzige Gefahr vermeiden kann, dann sollte man es auch tun und nicht auf andere Gefahren verweisen.
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Das hab ich hinter mir, mein Bruder starb 2004 nachdem er Radarsoldat bei der Bundeswehr war.goteborgcity hat geschrieben:Verstrahlung und langsam an Krebs zu sterben ist schlimmer als bei einem Unfall direkt ums Leben zu kommen oder verletzt zu werden, denn das heisst Menschen langsam zu einem qualvollen Tod zu verurteilen, der alle Angehörige in grösstem Masse betrifft.
Es wurden alle Personen gecheckt. Es ist bei keinem zu erwarten, dass obiges eintritt.
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goteborgcity
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
@Petergillarsverige
Leider vermeidest Du viele kritische Punkte einer Diskussion und verschantzt Dich etwas zwischen theoretischem Wissen aus Fachbüchern.
Ich habe daher eine Fragen, die Du nur mit Ja/Nein beantworten kannst.
Hast Du Fukushima, bis zum Unfall, für sicher gehalten?
Kannst Du sicher sein, dass die Betreiber von Fukushima nicht weiterhin lügen?
Kannst Du sicher sein oder garantieren, dass der Unfall in Fukushima keine langfristigen Opfer fordert?
Kannst Du belegen, dass in Deutschland eine gefahrlose Endlagerung möglich ist, auch wenn sich die Erdbewegung verändert, wie zur Zeit in Afrika, oder glaubst Du nur, dass es sicher ist, weil Du es so gelernt hast?
Leider vermeidest Du viele kritische Punkte einer Diskussion und verschantzt Dich etwas zwischen theoretischem Wissen aus Fachbüchern.
Ich habe daher eine Fragen, die Du nur mit Ja/Nein beantworten kannst.
Hast Du Fukushima, bis zum Unfall, für sicher gehalten?
Kannst Du sicher sein, dass die Betreiber von Fukushima nicht weiterhin lügen?
Kannst Du sicher sein oder garantieren, dass der Unfall in Fukushima keine langfristigen Opfer fordert?
Kannst Du belegen, dass in Deutschland eine gefahrlose Endlagerung möglich ist, auch wenn sich die Erdbewegung verändert, wie zur Zeit in Afrika, oder glaubst Du nur, dass es sicher ist, weil Du es so gelernt hast?
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knut245
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Ich habe ja den Eindruck, bei pgs ist auch die Kernkraft Glaubensfrage. Da sind Fakten einfach nicht so wichtig und Vernunft hilft nur bedingt weiter. 
- Petergillarsverige
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Den Reaktor in Fukushima kannte ich nicht.
Das Wort "Lügen" würde ich in Bezug auf TEPCO nicht verwenden
Es wird evtl. stochastische Schäden geben, nachweisen wird man das kaum. Aber in Relation zur erzeugten Energiemenge ist die Kernenergie eine sehr sichere Erzeugungsart.
Der Salzstock in Gorleben ist seit 250 Mill. Jahren unverändert. Die nächsten 10.000 Jahre wird er wohl halten. Die Endlager für Atommüll in Gabun, Oklo zeigen, dass es möglich ist.
Die Endlagerung von giftigem Müll aus der Müllverbrennung, Dioxin z.B. in Salzstöcken bereitet mir mehr Sorge, zumal es deutlich größere Mengen sind. Außerdem sind sie wasserlöslich und haben eine Halbwertszeit von unendlich.
Ich halte es aber für ein weitaus größeres Risiko CO2 in die Luft zu jagen.
Ich bin nicht glücklich darüber in Deutschland KKW still zu legen und den Strom aus noch älteren Kernkraftwerken zu beziehen.
Da ich eher im Bereich der reg. Energien arbeite, habe ich kein finanzielles Interesse an der Kernenergie.
@ knut245: Ich lege großen Wert darauf, dass Kernenergie eine Sachfrage ist, die mit Sachverstand gelöst werden muss. Eine Glaubensfrage ist es absolut nicht. Die Fakten abwägen ist mein Job, auch als Dozent für Energiewirtschaft.
Glaubensfragen behandel ich gerne auch auf der Glaubensebene, das ist hier in diesem Forum nicht das Thema. :-D
Das Wort "Lügen" würde ich in Bezug auf TEPCO nicht verwenden
Es wird evtl. stochastische Schäden geben, nachweisen wird man das kaum. Aber in Relation zur erzeugten Energiemenge ist die Kernenergie eine sehr sichere Erzeugungsart.
Der Salzstock in Gorleben ist seit 250 Mill. Jahren unverändert. Die nächsten 10.000 Jahre wird er wohl halten. Die Endlager für Atommüll in Gabun, Oklo zeigen, dass es möglich ist.
Die Endlagerung von giftigem Müll aus der Müllverbrennung, Dioxin z.B. in Salzstöcken bereitet mir mehr Sorge, zumal es deutlich größere Mengen sind. Außerdem sind sie wasserlöslich und haben eine Halbwertszeit von unendlich.
Ich halte es aber für ein weitaus größeres Risiko CO2 in die Luft zu jagen.
Ich bin nicht glücklich darüber in Deutschland KKW still zu legen und den Strom aus noch älteren Kernkraftwerken zu beziehen.
Da ich eher im Bereich der reg. Energien arbeite, habe ich kein finanzielles Interesse an der Kernenergie.
@ knut245: Ich lege großen Wert darauf, dass Kernenergie eine Sachfrage ist, die mit Sachverstand gelöst werden muss. Eine Glaubensfrage ist es absolut nicht. Die Fakten abwägen ist mein Job, auch als Dozent für Energiewirtschaft.
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Vattenfall wettert gegen Deutschland
Das staatliche Energieunternehmen Vattenfall hat den Beschluss Deutschlands zum Ausstieg aus der Kernkraft als Rückschlag für den Klimaschutz bezeichnet. Vattenfalls Generaldirektor Øystein Løseth sagte auf einer Konferenz in Stockholm, die Frage sei, ob die deutsche Entscheidung nicht im Widerspruch zu den Klimazielen der Europäischen Union stehe.
Diese Auffassung wies der britische Klimaforscher Jim Watson zurück. Der Dozent der Universität Sussex sagte, wenn ein Land es schaffe, auch ohne Kernkraft den Schadstoffausstoß gemäß den Zielen der EU zu verringern, dann sei es Deutschland. Im Übrigen folge die Regierung in Berlin mit ihrem Beschluss der Forderung der deutschen Bevölkerung nach Stilllegung aller Atomkraftwerke.
Als Betreiber der beiden AKWs Krümmel und Brunsbüttel hat Vattenfall gegen den Stilllegungsbeschluss Klage mit der Begründung eingereicht, es drohten erhebliche Gewinneinbußen. Allerdings mussten beide Kraftwerke bereits vorher wegen immer neuer Pannen über längere Zeiträume abgeschaltet werden.
(Quelle: Radio Schweden)
Diese Auffassung wies der britische Klimaforscher Jim Watson zurück. Der Dozent der Universität Sussex sagte, wenn ein Land es schaffe, auch ohne Kernkraft den Schadstoffausstoß gemäß den Zielen der EU zu verringern, dann sei es Deutschland. Im Übrigen folge die Regierung in Berlin mit ihrem Beschluss der Forderung der deutschen Bevölkerung nach Stilllegung aller Atomkraftwerke.
Als Betreiber der beiden AKWs Krümmel und Brunsbüttel hat Vattenfall gegen den Stilllegungsbeschluss Klage mit der Begründung eingereicht, es drohten erhebliche Gewinneinbußen. Allerdings mussten beide Kraftwerke bereits vorher wegen immer neuer Pannen über längere Zeiträume abgeschaltet werden.
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Vattenfall will Milliarde für Pannenmeiler
Das staatliche Energieunternehmen Vattenfall reklamiert Gewinneinbußen von mehr als einer Milliarde Euro als Folge des deutschen Beschlusses zum Ausstieg aus der Kernkraft. In einer in Stockholm veröffentlichten Presseerklärung des Unternehmens heißt es, man erwarte eine finanzielle Kompensation von deutscher Seite.
Vattenfall hat in Deutschland die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel betrieben. Weil nach der Übernahme immer wieder Mängel auftraten, mussten beide AKWs abgeschaltet werden. Seit 2007 erzeugen sie keinen Strom mehr. Dennoch meldet das Unternehmen Ansprüche auf Entschädigung an, und zwar mit der Begründung, der Wert der Anlagen rechtfertige eine Kompensation in Milliardenhöhe.
(Quelle: Radio Schweden)
Vattenfall hat in Deutschland die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel betrieben. Weil nach der Übernahme immer wieder Mängel auftraten, mussten beide AKWs abgeschaltet werden. Seit 2007 erzeugen sie keinen Strom mehr. Dennoch meldet das Unternehmen Ansprüche auf Entschädigung an, und zwar mit der Begründung, der Wert der Anlagen rechtfertige eine Kompensation in Milliardenhöhe.
(Quelle: Radio Schweden)
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Die Reaktoren Vattenfalls sind die unrentabelsten, die je in Europa gebaut wurden (55 Prozent Leistung in den Jahren 2009 und 2010). Nun plant das Unternehmen die Werke in Schweden aufzurüsten und plant die bestehenden Kraftwerke weitere 20 Jahre lang am Netz zu lassen. Die Investitionen von mehreren Milliarden Kronen während der nächsten fünf Jahre müssen ja wohl von jemandem bezahlt werden, da die steigende Strompreise in Schweden nicht ausreichen. Forderungen an Deutschland sind daher nur in der Logik des Unternehmens, und die Chancen stehen nicht einmal schlecht.
Falls Vattenfall durchkommt, so finanziert der deutsche Steuerzahler eben keine deutschen Kernreaktoren mehr, sondern die schwedischen.
Falls Vattenfall durchkommt, so finanziert der deutsche Steuerzahler eben keine deutschen Kernreaktoren mehr, sondern die schwedischen.
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Re: Vattenfall-Chef: Wir erwarten Entschädigung von Deutschl
Vattenfall hat, im Hinblick auf die beschlossenen Laufzeiten, die Werke nachgerüstet.
Nach der jetzigen Änderung muss unser Land zahlen.
Wenn ich mir ein Haus baue und die Stadt will da eine Straße durchbauen, müssen die mir auch Entschädigung zahlen.
Nach der jetzigen Änderung muss unser Land zahlen.
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