das ist doch nicht normal...?!
-
Gast
das ist doch nicht normal...?!
ich bin als au-par vor sechs monaten nach schweden gekommen... und habe mich dazu entschieden zu bleiben...
ich hab nen job und ne nette wg gefunden... freunde habe ich hier auch...
doch ich zweifele immer mehr daran, ob es die richtige entscheidung war.. ich denke in letzter zeit oft an meine familie und mein leben in deutschland...
ich hab hier doch alles was ich brauche... vielleicht liegt es auch daran, das ich weihnachten wegen meinem job nicht nach hause kann..
kennt jemand von euch meine situation?
ich hab nen job und ne nette wg gefunden... freunde habe ich hier auch...
doch ich zweifele immer mehr daran, ob es die richtige entscheidung war.. ich denke in letzter zeit oft an meine familie und mein leben in deutschland...
ich hab hier doch alles was ich brauche... vielleicht liegt es auch daran, das ich weihnachten wegen meinem job nicht nach hause kann..
kennt jemand von euch meine situation?
- nordsjogarden
- Beiträge: 14
- Registriert: 26. Oktober 2009 16:56
- Wohnort: 82040 Järvsö
- Kontaktdaten:
Re: das ist doch nicht normal...?!
hallo gast
ja, das gefühl kenne ich. vorallem jetzt gerade, wo die tage kürzer werden und man gerne in der warmen wohnstube sitzt und einfach auf nichts mehr lust hat.
hatte letztes jahr das gleiche problem, nur dieses jahr habe ich mich gut vorbereitet. habe eine alte lampe umgebaut mit 2x 24W sparlampe drin, so das ich richtig helles wohnzimmer habe. nun komme ich mir vor wie am mittsommer. nun geht es mir schon bedeutend besser.
wo bist du zuhause? süden mittel oder nordschweden?
ich tröste mich auch mit den vorteilen die wir hier haben gegenüber dem "ausland"
gruss
nordsjogarden
ja, das gefühl kenne ich. vorallem jetzt gerade, wo die tage kürzer werden und man gerne in der warmen wohnstube sitzt und einfach auf nichts mehr lust hat.
hatte letztes jahr das gleiche problem, nur dieses jahr habe ich mich gut vorbereitet. habe eine alte lampe umgebaut mit 2x 24W sparlampe drin, so das ich richtig helles wohnzimmer habe. nun komme ich mir vor wie am mittsommer. nun geht es mir schon bedeutend besser.
wo bist du zuhause? süden mittel oder nordschweden?
ich tröste mich auch mit den vorteilen die wir hier haben gegenüber dem "ausland"
gruss
nordsjogarden
-
Gast
Re: das ist doch nicht normal...?!
ich wohne in nem vorort von stockholm... ich mag es auch echt hier... aber naja... die zweifel bleiben 
-
Framsidan
- Beiträge: 2606
- Registriert: 12. Januar 2009 16:20
- Wohnort: vackra västkusten
- Hat sich bedankt: 21 Mal
- Danksagung erhalten: 45 Mal
Re: das ist doch nicht normal...?!
Gast es geht au fdie Weihnachtszeit zu, da ist man immer sehr empfindlich.
Ich hab in den ersten Jahren hier in Schweden oft geheult im Advent. Und wenn man dann in geschäfte ging und man die Weihnachtsmusik hörte wars noch schlimmer.... Aber sei beruhigt, es wird wieder besser.
Ich hab in den ersten Jahren hier in Schweden oft geheult im Advent. Und wenn man dann in geschäfte ging und man die Weihnachtsmusik hörte wars noch schlimmer.... Aber sei beruhigt, es wird wieder besser.
-
g2
Re: das ist doch nicht normal...?!
habe ich auch vor kurzem, in botkyrka, aber die soziale umgebung wurde mir schnell zu unlebenswürdig...und ging wieder nach D...und lese immer wieder von messerstechereien, raubüberfällen, schießereien in der ecke...hat sich also nicht nur mies angefühlt, war auch so. nie wieder freiwillig dahin...und ne vollwertige mietwohnung kriegt man anfangs eh nur in solchen vorortenGast hat geschrieben:ich wohne in nem vorort von stockholm...
(sorry vermische oft noch schwedische und deutsche "schreibart")
Re: das ist doch nicht normal...?!
Dieser Eindruck kann auch täuschen. Ich habe auch ein Jahr lang in so einer Gegend gewohnt, wo mehr oder weniger regelmäßig die Autos brennen. Gefährlich war es aber nicht. Natürlich gibt es üble Ecken, aber insgesamt ist Stockholm eine ziemlich sichere Stadt.g2 hat geschrieben:habe ich auch vor kurzem, in botkyrka, aber die soziale umgebung wurde mir schnell zu unlebenswürdig...und ging wieder nach D...und lese immer wieder von messerstechereien, raubüberfällen, schießereien in der ecke...hat sich also nicht nur mies angefühlt, war auch so. nie wieder freiwillig dahin...und ne vollwertige mietwohnung kriegt man anfangs eh nur in solchen vororten
(sorry vermische oft noch schwedische und deutsche "schreibart")
-
vorstopper
- Beiträge: 80
- Registriert: 2. Juli 2009 14:02
- Wohnort: düsseldorf
Re: das ist doch nicht normal...?!
doch ,ist schon normal,,,Gast hat geschrieben:ich bin als au-par vor sechs monaten nach schweden gekommen... und habe mich dazu entschieden zu bleiben...
ich hab nen job und ne nette wg gefunden... freunde habe ich hier auch...
doch ich zweifele immer mehr daran, ob es die richtige entscheidung war.. ich denke in letzter zeit oft an meine familie und mein leben in deutschland...
ich hab hier doch alles was ich brauche... vielleicht liegt es auch daran, das ich weihnachten wegen meinem job nicht nach hause kann..
kennt jemand von euch meine situation?
mir ging es auch mal so,als ich für 6 Monate ein Job angenommen hatte, obwohl es mir eigentlich klar war das es nur 6 Monate sind habe ich nach der zweiten Woche mein Elternhaus,Freunde,Fussballmannschaft ganz dolle vermisst,, und die Entfernung war mal gerade 200 Km.
Muss gestehen das ich mich doch bissle "schwach" gefühlt habe und mich dafür geschämt habe ,,,
Tja, und bei dir ist die Entfernung doch etwas grösser und der Schritt den du gemacht hast doch etwas ,,bedeutender" !?
Hoffe das du nicht darunter leidest,,denn dann musstest du dein "Schritt" überdenken,,
Gruß
michele
- nordsjogarden
- Beiträge: 14
- Registriert: 26. Oktober 2009 16:56
- Wohnort: 82040 Järvsö
- Kontaktdaten:
Re: das ist doch nicht normal...?!
hej leute
kopf hoch!!!
in einem guten monat ist der kürzeste tag und dann geht es schon wieder berg auf.
nytår party
, feuerwerk am letzten dez tag
und schon bald können wir uns freuen auf die schöne verschneite landschaft, falls wir die nicht schon an weihnachten haben.
die sonne wird uns wärmen wärend den längerwerdenden wintertagen und schon bald ist april und der schnee ist weg und das leben der natur erwacht.
also, verbringen wird die zeit im forum oder mit freunden oder mit schlafen.
gruss
nordsjogarden
kopf hoch!!!
in einem guten monat ist der kürzeste tag und dann geht es schon wieder berg auf.
nytår party
und schon bald können wir uns freuen auf die schöne verschneite landschaft, falls wir die nicht schon an weihnachten haben.
die sonne wird uns wärmen wärend den längerwerdenden wintertagen und schon bald ist april und der schnee ist weg und das leben der natur erwacht.
also, verbringen wird die zeit im forum oder mit freunden oder mit schlafen.
gruss
nordsjogarden
-
Gast
Re: das ist doch nicht normal...?!
hallo,was schreibst du denn da für einen Unsinn? Ich lebe 12 Monate im Jahr und will nicht die Hälfte damit verbringen auf die andere zu warten! und die Sonne wärmt uns im Winter? das hört sich für mich doch albern an, ich hab keine lust zu warten und zu schlafen bis " im April die Natur erwacht".Und erst wartest du auf schnee und dann freust du dich daß er weg ist??
Re: das ist doch nicht normal...?!
warum denn nicht, schnee ist doch was schönbes, wenn er weg ist ists aber auch schön da erwacht di Natur. Und zum Thema wintersonne, also ich finde schon das sie wärmt und sei es nur das herz von innen weil sie einfach schön ist
ich weiß nicht da schreibt jemand paar aufbauende worte und wird dann so angegangen?
ich weiß nicht da schreibt jemand paar aufbauende worte und wird dann so angegangen?
Re: das ist doch nicht normal...?!
Hallo Gast
Ja ich glaube das deine Empfindungen ganz normal sind.Diesen Effekt habe ich selbst unterschätzt als ich ausgewandert bin. Ich glaube es hängt damit zusammen, das man doch auf irgendeine Art und Weise "entwurzelt" ist.( Auch wenn die Kultur sich doch sehr ähnelt) Und doch die Mentalität ist anders und unterschwellig hat man viel Kraft verpulvert um sich zu orientieren, die Sprache zu lernen und viele neue Eindrücke zu verkraften. Ich sehe es vielleicht als eine Art von Burn-Out-Syndrom.Gerade dann sehnt man sich ja zurück nach Bekanntem, was einem auch vielleicht so etwas wie soziale Sicherheit gibt(Familie, alte Freunde, bekannter Wohnort) Auch wenn man vielleicht viele neue nette Menschen kennengelernt hat.
Meinen Kindern geht es ähnlich und wir verreisen nur noch nach Deutschland zu unseren Freunden und Familie um wieder Kraft zu tanken. Das mindestens 3-mal im Jahr.
Aber ein zurück nach Deutschland gibt es für uns nicht, da ich diese hohe Lebensqualität nicht mehr missen möchte.
Wenn du es schon soweit geschafft hast mit Arbeit und so ,möchte ich Dir von einem Rückzug abraten. Ich glaube die Zeit wird dir helfen und später wirst du (hoffe ich) es mit anderen Augen sehen oder zumindestens eine Kompensationsmöglichkeit gefunden haben.
Ich kann Dir deine momentane innere Leere und vielleicht auch eine Art von Depression (unter denen ja auch viele Schweden leiden) nicht wegzaubern, aber ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Kraft durchzuhalten bis wieder Licht im Tunnel erscheint.
Angst und Ungewissheit sind schlechte Ratgeber. Warte bis es Dir besser geht und du dich wirklich gut fühlst. Dann kannst Du noch einmal zurückblicken und Vor-und Nachteile gegenüberstellen.Erzähl uns doch dann mal wie Du Dich entschieden hast.
Zünd Dir Kerzen an
, höre schöne Musik mach einfach alles was deine Seele streichelt.
du bist nicht alleine mit deinen Gefühlen.
Alles erdenklich Gute
Saga
Ja ich glaube das deine Empfindungen ganz normal sind.Diesen Effekt habe ich selbst unterschätzt als ich ausgewandert bin. Ich glaube es hängt damit zusammen, das man doch auf irgendeine Art und Weise "entwurzelt" ist.( Auch wenn die Kultur sich doch sehr ähnelt) Und doch die Mentalität ist anders und unterschwellig hat man viel Kraft verpulvert um sich zu orientieren, die Sprache zu lernen und viele neue Eindrücke zu verkraften. Ich sehe es vielleicht als eine Art von Burn-Out-Syndrom.Gerade dann sehnt man sich ja zurück nach Bekanntem, was einem auch vielleicht so etwas wie soziale Sicherheit gibt(Familie, alte Freunde, bekannter Wohnort) Auch wenn man vielleicht viele neue nette Menschen kennengelernt hat.
Meinen Kindern geht es ähnlich und wir verreisen nur noch nach Deutschland zu unseren Freunden und Familie um wieder Kraft zu tanken. Das mindestens 3-mal im Jahr.
Aber ein zurück nach Deutschland gibt es für uns nicht, da ich diese hohe Lebensqualität nicht mehr missen möchte.
Wenn du es schon soweit geschafft hast mit Arbeit und so ,möchte ich Dir von einem Rückzug abraten. Ich glaube die Zeit wird dir helfen und später wirst du (hoffe ich) es mit anderen Augen sehen oder zumindestens eine Kompensationsmöglichkeit gefunden haben.
Ich kann Dir deine momentane innere Leere und vielleicht auch eine Art von Depression (unter denen ja auch viele Schweden leiden) nicht wegzaubern, aber ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Kraft durchzuhalten bis wieder Licht im Tunnel erscheint.
Angst und Ungewissheit sind schlechte Ratgeber. Warte bis es Dir besser geht und du dich wirklich gut fühlst. Dann kannst Du noch einmal zurückblicken und Vor-und Nachteile gegenüberstellen.Erzähl uns doch dann mal wie Du Dich entschieden hast.
Zünd Dir Kerzen an
du bist nicht alleine mit deinen Gefühlen.
Alles erdenklich Gute
Saga
wenn du jemanden verurteilen willst.....
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........
Altes Indianisches Sprichwort
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........
Altes Indianisches Sprichwort
-
g2
Re: das ist doch nicht normal...?!
[quote="hansbaer]Dieser Eindruck kann auch täuschen. Ich habe auch ein Jahr lang in so einer Gegend gewohnt, wo mehr oder weniger regelmäßig die Autos brennen. Gefährlich war es aber nicht. Natürlich gibt es üble Ecken, aber insgesamt ist Stockholm eine ziemlich sichere Stadt.[/quote]
wie sicher kann man sich fühlen, wenn Autos brennen und überhaupt solche meldungen kommen? kann ja sein, dass es eine bestimmte gruppierung unter sich ausmacht, aber ich würde mich ungern zufällig anschießen lassen, obwohl ein anderer gemeint war...Stockholm mag zwar recht sicher sein, aber eine besondere trygghet verspürte ich dort nicht mehr. fühle mich in D sicherer.
wie sicher kann man sich fühlen, wenn Autos brennen und überhaupt solche meldungen kommen? kann ja sein, dass es eine bestimmte gruppierung unter sich ausmacht, aber ich würde mich ungern zufällig anschießen lassen, obwohl ein anderer gemeint war...Stockholm mag zwar recht sicher sein, aber eine besondere trygghet verspürte ich dort nicht mehr. fühle mich in D sicherer.
Re: das ist doch nicht normal...?!
Ich kann dir versichern, dass es in D keineswegs sicherer ist. Durchschnittlich eher im Gegenteil!
Heute muss schon jeder, der nur mit der Straßenbahn fährt, mit der Möglichkeit rechnen, dass er zusammengeschlagen wird. Es kann schon ausreichen, nur mal einen Typen, der gerade irgend einen Mist baut, "falsch" anzusehen. Dann heißt es: "Ey, was guckst du, willst du Ärger?" Noch schlimmer ist der Aufenthalt in den Innenstädten an den Wochenenden ab 0 Uhr. Vor Wochen wurde ein Mann in München tot geschlagen, weil er Kindern, die von kriminellen (deutschen) Jugendlichen angegriffen worden waren, helfen wollte.
Allein bei uns in Bielefeld werden so gut wie jede Woche Leute auf der Straße beraubt, angegriffen, zusammengeschlagen oder -getreten. Und Bielefeld zählt zu den sichersten Städten in Deutschland, was die Kriminalität angeht. Ich möchte nicht wissen, wie es in Hamburg aussieht.
Heute muss schon jeder, der nur mit der Straßenbahn fährt, mit der Möglichkeit rechnen, dass er zusammengeschlagen wird. Es kann schon ausreichen, nur mal einen Typen, der gerade irgend einen Mist baut, "falsch" anzusehen. Dann heißt es: "Ey, was guckst du, willst du Ärger?" Noch schlimmer ist der Aufenthalt in den Innenstädten an den Wochenenden ab 0 Uhr. Vor Wochen wurde ein Mann in München tot geschlagen, weil er Kindern, die von kriminellen (deutschen) Jugendlichen angegriffen worden waren, helfen wollte.
Allein bei uns in Bielefeld werden so gut wie jede Woche Leute auf der Straße beraubt, angegriffen, zusammengeschlagen oder -getreten. Und Bielefeld zählt zu den sichersten Städten in Deutschland, was die Kriminalität angeht. Ich möchte nicht wissen, wie es in Hamburg aussieht.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
-
Gast
Re: das ist doch nicht normal...?!
hallo
glaube du kannst hingehen wo du willst,es wird immer momente geben wo du alleine bist
nicht von schiller von mir
pitti
glaube du kannst hingehen wo du willst,es wird immer momente geben wo du alleine bist
nicht von schiller von mir
pitti
-
g2
Re: das ist doch nicht normal...?!
> Heute muss schon jeder, der nur mit der Straßenbahn fährt, mit der Möglichkeit rechnen, dass er zusammengeschlagen wird.
Aus Stockholm gab es auch mal Meldungen von Angriffen auf Fahrgäste in der T-bana. Und das vor Jahren.
> Allein bei uns in Bielefeld werden so gut wie jede Woche Leute auf der Straße beraubt, angegriffen, zusammengeschlagen oder -getreten.
Solche Meldungen (bzw. wie ich oben schrieb noch heftigere) lese ich ja auch wöchentlich über Stockholm, speziell an den Wochenenden. Natürlich nur auf schwedisch...
Es ist aber leicht unsinnig S mit D als ganzes zu vergleichen. Daher war mein Ansatz Stockholm mit D zu vergleichen auch nicht sinnvoll. Wenn ich will treffe ich auch "solche" Leute in S und in D, zufällig oder gewollt.
Aus Stockholm gab es auch mal Meldungen von Angriffen auf Fahrgäste in der T-bana. Und das vor Jahren.
> Allein bei uns in Bielefeld werden so gut wie jede Woche Leute auf der Straße beraubt, angegriffen, zusammengeschlagen oder -getreten.
Solche Meldungen (bzw. wie ich oben schrieb noch heftigere) lese ich ja auch wöchentlich über Stockholm, speziell an den Wochenenden. Natürlich nur auf schwedisch...
Es ist aber leicht unsinnig S mit D als ganzes zu vergleichen. Daher war mein Ansatz Stockholm mit D zu vergleichen auch nicht sinnvoll. Wenn ich will treffe ich auch "solche" Leute in S und in D, zufällig oder gewollt.
- Aelve
- Beiträge: 523
- Registriert: 2. Januar 2007 15:52
- Wohnort: 23858 Reinfeld
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: das ist doch nicht normal...?!
Hallo,
auch in Deutschland kann der Winter lang werden. Da gibt es genauso Momente, in denen man aus seiner Haut möchte. Heimweh ist doch ganz normal und auch dass es Zeiten gibt, in denen man Wehmut hat. Der November ist nicht umsonst ein Monat, den man am liebsten missen möchte. Ich denke nicht, dass das damit zu tun hat, dass man in Schweden wohnt, wenn jemand dann melancholisch ist. Die einzige Möglichkeit ist, sich der Situation gemäß es im Winter gemütlich zu machen, in der Vorweihnachtszeit sich evtl. mal Weihnachtsmärkte anzuschauen, evtl. auch den nächsten Urlaub planen, ein schönes Buch lesen oder die Wohnung etwas zu verschönern. Wie oft habe ich schon gedacht, der Winter ist vertane Zeit, wenn man meistens nur drinnen sitzen muß, denn auch ich liebe den Sommer mehr. Man kann aber im Winter auch andere Aktivitäten beginnen, wie Basteln, mal in die Schwimmhalle gehen oder öfter in die Sauna. Ich denke, dann läßt sich die öde Winterzeit besser ertragen.
Grüße Aelve
auch in Deutschland kann der Winter lang werden. Da gibt es genauso Momente, in denen man aus seiner Haut möchte. Heimweh ist doch ganz normal und auch dass es Zeiten gibt, in denen man Wehmut hat. Der November ist nicht umsonst ein Monat, den man am liebsten missen möchte. Ich denke nicht, dass das damit zu tun hat, dass man in Schweden wohnt, wenn jemand dann melancholisch ist. Die einzige Möglichkeit ist, sich der Situation gemäß es im Winter gemütlich zu machen, in der Vorweihnachtszeit sich evtl. mal Weihnachtsmärkte anzuschauen, evtl. auch den nächsten Urlaub planen, ein schönes Buch lesen oder die Wohnung etwas zu verschönern. Wie oft habe ich schon gedacht, der Winter ist vertane Zeit, wenn man meistens nur drinnen sitzen muß, denn auch ich liebe den Sommer mehr. Man kann aber im Winter auch andere Aktivitäten beginnen, wie Basteln, mal in die Schwimmhalle gehen oder öfter in die Sauna. Ich denke, dann läßt sich die öde Winterzeit besser ertragen.
Grüße Aelve
So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.
-
Framsidan
- Beiträge: 2606
- Registriert: 12. Januar 2009 16:20
- Wohnort: vackra västkusten
- Hat sich bedankt: 21 Mal
- Danksagung erhalten: 45 Mal
Re: das ist doch nicht normal...?!
Meinetwegen könnte man November und Dezember aus dem Kalender streichen. Bin auch kein Freund von Winter.
Wenn jemand Heimweh hat, würde ich Weihnachtsmärkte streichen. Denn schon alleine der Gedanke an weihnachten steigert ja oft das Heimweh
Wenn jemand Heimweh hat, würde ich Weihnachtsmärkte streichen. Denn schon alleine der Gedanke an weihnachten steigert ja oft das Heimweh
Re: das ist doch nicht normal...?!
Hallo! Ich kenne selber das Gefühl: Weinachtsstimme im Ausland ist anders!
1. Lasst dir Lebkuchen und Plätzchen von zu Hause schicken (alternativ selber suchen->finden->kaufen);
2. Mehr schlafen... mit weniger Licht ist die Hormonelle gleichgewicht auch nicht in Ordnung;
3. So bald du kannst nach draussen gehen, damit du Luft und Licht im Gesicht hast... das gibt gute Stimme.
4. Eine gute sozial Leben hast du schon... versuch so wenig alcohol wie möglich zu trinken da ansonsten es noch schlimmer wird mit deprimierenden Gedanken
5. Internet Surfing nach eine Sonder-Lastminute möglichkeit 1-2 Tagen unten Weinachtsferien zu fliegen.
Alles gute und liebe Grüsse
1. Lasst dir Lebkuchen und Plätzchen von zu Hause schicken (alternativ selber suchen->finden->kaufen);
2. Mehr schlafen... mit weniger Licht ist die Hormonelle gleichgewicht auch nicht in Ordnung;
3. So bald du kannst nach draussen gehen, damit du Luft und Licht im Gesicht hast... das gibt gute Stimme.
4. Eine gute sozial Leben hast du schon... versuch so wenig alcohol wie möglich zu trinken da ansonsten es noch schlimmer wird mit deprimierenden Gedanken
5. Internet Surfing nach eine Sonder-Lastminute möglichkeit 1-2 Tagen unten Weinachtsferien zu fliegen.
Alles gute und liebe Grüsse
"After all... tomorrow is another day." Scarlett O´Hara, - Gone with the Wind
Re: das ist doch nicht normal...?!
Ja, das ist ganz normal!!!!
Bei mir ist das zwar schon länger her, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mich in den Schlaf geheult habe obwohl es mir eigentlich gut ging.
Saga hat ganz recht mit dem Entwurzelt sein. Du bist dabei in Schweden Wurzeln zu schlagen hast aber mit Deutschland noch nicht abgeschlossen. Ich vermisste am meisten, dass ich mit niemandem unbehindert sprechen konnte, keine alten Freunde hatte und die Familie weit weg war. Ich konnte noch nicht gut genug Schwedisch und hatte keine Freunde, die mich näher kannten. Das erste Jahr war mehr oder weniger ein Hürdenlauf zwischen Hoch und Tief. Bei mir war es einfach reines Heimweh und natürlich war das im Herbst und Winter schlimmer. Die Finsternis machte mir schwer zu schaffen, weil ja die Schweden sich in ihre vier Wände zurückzogen, man kaum unter Leute kam. Hier konnte man ja nirgends hingehen und Leute treffen, wir wohnten ja in einem Kaff wo sich die Eingeborenen für sich selbst hielten. Hätte ich nicht meinen Mann (der Arme war völlig überfordert)und die Schwiegereltern gehabt, wär ich ganz sicher nach Hause gefahren.
Heute bereue ich nicht, dass ich durchgehalten habe.
Mit den Sprachkenntnissen kam auch ein neues Selbstvertrauen. Wir zogen auf´s Land und die Nachbarn waren ganz fantastische Menschen und machten das Leben für mich unheimlich viel leicher. Plötzlich hatte man jemandem zum Plaudern, zum Spazierengehen, zum Trainieren. Ich habe auch jetzt nach fast 20 Jahren noch keine Busenfreundin, aber ich habe unheimlich viele nette Leute um mich. Kommt dann so eine Heimwehattacke, ruf ich einfach bei meiner ältesten Freundin an, plaudere ein Weilchen und alles ist wieder gut.
Koppf hoch, das wird schon wieder!
Bei mir ist das zwar schon länger her, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mich in den Schlaf geheult habe obwohl es mir eigentlich gut ging.
Saga hat ganz recht mit dem Entwurzelt sein. Du bist dabei in Schweden Wurzeln zu schlagen hast aber mit Deutschland noch nicht abgeschlossen. Ich vermisste am meisten, dass ich mit niemandem unbehindert sprechen konnte, keine alten Freunde hatte und die Familie weit weg war. Ich konnte noch nicht gut genug Schwedisch und hatte keine Freunde, die mich näher kannten. Das erste Jahr war mehr oder weniger ein Hürdenlauf zwischen Hoch und Tief. Bei mir war es einfach reines Heimweh und natürlich war das im Herbst und Winter schlimmer. Die Finsternis machte mir schwer zu schaffen, weil ja die Schweden sich in ihre vier Wände zurückzogen, man kaum unter Leute kam. Hier konnte man ja nirgends hingehen und Leute treffen, wir wohnten ja in einem Kaff wo sich die Eingeborenen für sich selbst hielten. Hätte ich nicht meinen Mann (der Arme war völlig überfordert)und die Schwiegereltern gehabt, wär ich ganz sicher nach Hause gefahren.
Heute bereue ich nicht, dass ich durchgehalten habe.
Mit den Sprachkenntnissen kam auch ein neues Selbstvertrauen. Wir zogen auf´s Land und die Nachbarn waren ganz fantastische Menschen und machten das Leben für mich unheimlich viel leicher. Plötzlich hatte man jemandem zum Plaudern, zum Spazierengehen, zum Trainieren. Ich habe auch jetzt nach fast 20 Jahren noch keine Busenfreundin, aber ich habe unheimlich viele nette Leute um mich. Kommt dann so eine Heimwehattacke, ruf ich einfach bei meiner ältesten Freundin an, plaudere ein Weilchen und alles ist wieder gut.
Koppf hoch, das wird schon wieder!
/irni
Re: das ist doch nicht normal...?!
Ich finde diese Diskussion ja hochinteressant und vergleiche mal mit meinem eigenen Seelenleben. Ich hatte als Kind bis zum 7. Lebensjahr auf Värmdö (Kummelnäs/Nacka) gelebt, bevor meine Familie nach Deutschland gezogen ist. Und ich habe bis heute immerhin eine schwache Form von Heimweh nach dort. Sobald ich in Schweden bin, fühle ich mich sauwohl, bin ich aber in Stockholm oder Umgebung angekommen, so fühl ich mich sofort zu Hause, so als wenn ich nie weggewesen wäre!
Es ist ja leider so, dass ich nicht richtig zweisprachig aufwachsen durfte. Bei uns zu Haue wurde nur deutsch gesprochen. Schwedisch lernte ich nur bei den Kindern auf der Straße kennen. Aber ich habe den Klang im Ohr und konnte auch, als ich vor Jahren mal einen Schwedischkurs an der VHS besuchte, immer noch ein bisschen davon. Auch lernte ich viel schneller und leichter als die anderen Teilnehmer und hatte schnell wieder eine ziemlich perfekte Aussprache.
Nach zwei Kursen machte ich (nach 39jähriger Abwesenheit) mit meiner Frau und unserer damaligen einen Tochter Urlaub in Schweden. An einem frühen Abend im Juli kamen wir in Stockholm an , wie bei uns üblich ohne jede Anmeldung in irgendeiner Herberge. Und natürlich fand gerade der alljährliche Marathonlauf statt und es gab anscheinend nirgends eine Bleibe. Ein Hotel der teuren Kategorie schied sowieso für uns aus. So fuhren wir mit dem bereits im Auto schlafenden Kind (3 Jahre alt) eine Ausfallstraße etwa in südlicher Richtung, um in der Peripherie vielleicht ein Motel oder dergleichen zu finden. An einer Kreuzung stand ein Mann, den fragte ich nach einem Hotel in der Nähe. Ja, was war das? Ich hatte fast fließend schwedisch gesprochen, nachdem der Mann mehrere Sätze in klarstem Ortsdialekt gesprochen hatte! Mir waren plötzlich Vokabeln wieder eingefallen, die ich gar nicht mehr gekannt hatte. Und der freundliche Mensch erklärte uns, dass in 2 km Entfernung ein kleines Hotel läge. Ich hatte fast alles verstanden, er mich auch. Doll! Ganz ohne Englisch oder Deutsch! Meine Heimat hatte mich wieder! Vorher in Skåne und Småland war dies nämlich noch nicht ganz so gewesen. Ich hatte auch nicht so viel verstanden. Aber den Klang der Sprache in Stockholm erkannte ich sofort wieder und fühlte mich dabei wohl.
Was würde geschehen, wenn ich jetzt nach Schweden übersiedeln würde? Ich glaube ernsthaft, ich würde kein Heimweh nach Deutschland bekommen. Weil ich dort oben gleich innerlich angekommen wäre. Ich wäre ja nicht entwurzelt, im Gegenteil. Meine schwedischen Wurzeln sind viel älter und sitzen tiefer als meine deutschen Wurzeln. Die letzteren ließen sich wahrscheinlich leichter ausreißen, die schwedischen sind wie manches Unkaut, es handelt sich um Pfahlwurzeln. Wenn man daran reißt, bleibt immer etwas zurück und kommt wieder an die Oberfläche.
Es ist ja leider so, dass ich nicht richtig zweisprachig aufwachsen durfte. Bei uns zu Haue wurde nur deutsch gesprochen. Schwedisch lernte ich nur bei den Kindern auf der Straße kennen. Aber ich habe den Klang im Ohr und konnte auch, als ich vor Jahren mal einen Schwedischkurs an der VHS besuchte, immer noch ein bisschen davon. Auch lernte ich viel schneller und leichter als die anderen Teilnehmer und hatte schnell wieder eine ziemlich perfekte Aussprache.
Nach zwei Kursen machte ich (nach 39jähriger Abwesenheit) mit meiner Frau und unserer damaligen einen Tochter Urlaub in Schweden. An einem frühen Abend im Juli kamen wir in Stockholm an , wie bei uns üblich ohne jede Anmeldung in irgendeiner Herberge. Und natürlich fand gerade der alljährliche Marathonlauf statt und es gab anscheinend nirgends eine Bleibe. Ein Hotel der teuren Kategorie schied sowieso für uns aus. So fuhren wir mit dem bereits im Auto schlafenden Kind (3 Jahre alt) eine Ausfallstraße etwa in südlicher Richtung, um in der Peripherie vielleicht ein Motel oder dergleichen zu finden. An einer Kreuzung stand ein Mann, den fragte ich nach einem Hotel in der Nähe. Ja, was war das? Ich hatte fast fließend schwedisch gesprochen, nachdem der Mann mehrere Sätze in klarstem Ortsdialekt gesprochen hatte! Mir waren plötzlich Vokabeln wieder eingefallen, die ich gar nicht mehr gekannt hatte. Und der freundliche Mensch erklärte uns, dass in 2 km Entfernung ein kleines Hotel läge. Ich hatte fast alles verstanden, er mich auch. Doll! Ganz ohne Englisch oder Deutsch! Meine Heimat hatte mich wieder! Vorher in Skåne und Småland war dies nämlich noch nicht ganz so gewesen. Ich hatte auch nicht so viel verstanden. Aber den Klang der Sprache in Stockholm erkannte ich sofort wieder und fühlte mich dabei wohl.
Was würde geschehen, wenn ich jetzt nach Schweden übersiedeln würde? Ich glaube ernsthaft, ich würde kein Heimweh nach Deutschland bekommen. Weil ich dort oben gleich innerlich angekommen wäre. Ich wäre ja nicht entwurzelt, im Gegenteil. Meine schwedischen Wurzeln sind viel älter und sitzen tiefer als meine deutschen Wurzeln. Die letzteren ließen sich wahrscheinlich leichter ausreißen, die schwedischen sind wie manches Unkaut, es handelt sich um Pfahlwurzeln. Wenn man daran reißt, bleibt immer etwas zurück und kommt wieder an die Oberfläche.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Re: das ist doch nicht normal...?!
hej torsten1
Deine Geschichte kommt mir auch bekannt vor
ich selbst bin halbe Engländerin(meines Vaters Seite) bin aber in Deutschland aufgewachsen. Oft bin ich als Kind dann zu meinen Verwandten nach England gefahren und eigentlich habe ich mich auch mehr als Engländerin gefühlt wie als Deutsche( fand es fürchterlich in einem aus dem Boden gestampften Dortmunder Vorort aufzuwachsen. Habe mich mehr zu den seidigen Landschaften und urigen Dörfern in Wiltshire hingezogen gefühlt.) Bin auch nicht 2-sprachig aufgewachsen, fand Englisch als Sprache aber immer angenehmer. Als ich mich mit dem Gedanken auszuwandern beschäftigte, dachte ich zuerst an Findhorn in Schottland. Aber man muss dort auch sehr ums überleben kämpfen( vielleicht mehr wie in Deutschland?) und die Kriminalität stieg auch sehr. So bin ich halt nicht nach England gezogen obwohl ich mich da heimisch fühle.
Hier auf Åland hab ich halt den Part gefunden, den ich als Alleinerziehende so gesucht habe. Aber erst jetzt nach 2 Jahren kommen die ersten zarten Wurzeln die mir das Gefühl geben wieder geerdet zu sein. Nur das ständige vor Augen halten was ich hier für meine Kinder habe und nicht in Deutschland gefunden habe, gab mir die Kraft durchzuhalten. Vom Gefühl her hätte ich es in England wohl leichter gehabt da ich ja da auch schon Verwandte habe und mir vieles schon seit Kindheit bekannt gewesen wäre.
Aber die Vorzüge für die Zukunft meiner Kinder liegen ganz klar hier auf Åland und später evt. Schweden. Und den jetzigen Lebensstandart weiss ich auch schon heute sehr zu schätzen. Das hilft über einsame Stunden hinweg in denen ich meine Familie oder Freunde vermisse( ist aber auch schon viel weniger geworden, meine Kinder haben wohl mehr Probleme damit)
Willst Du nicht nach Schweden zurückziehen, torsten1?
saga
Deine Geschichte kommt mir auch bekannt vor
ich selbst bin halbe Engländerin(meines Vaters Seite) bin aber in Deutschland aufgewachsen. Oft bin ich als Kind dann zu meinen Verwandten nach England gefahren und eigentlich habe ich mich auch mehr als Engländerin gefühlt wie als Deutsche( fand es fürchterlich in einem aus dem Boden gestampften Dortmunder Vorort aufzuwachsen. Habe mich mehr zu den seidigen Landschaften und urigen Dörfern in Wiltshire hingezogen gefühlt.) Bin auch nicht 2-sprachig aufgewachsen, fand Englisch als Sprache aber immer angenehmer. Als ich mich mit dem Gedanken auszuwandern beschäftigte, dachte ich zuerst an Findhorn in Schottland. Aber man muss dort auch sehr ums überleben kämpfen( vielleicht mehr wie in Deutschland?) und die Kriminalität stieg auch sehr. So bin ich halt nicht nach England gezogen obwohl ich mich da heimisch fühle.
Hier auf Åland hab ich halt den Part gefunden, den ich als Alleinerziehende so gesucht habe. Aber erst jetzt nach 2 Jahren kommen die ersten zarten Wurzeln die mir das Gefühl geben wieder geerdet zu sein. Nur das ständige vor Augen halten was ich hier für meine Kinder habe und nicht in Deutschland gefunden habe, gab mir die Kraft durchzuhalten. Vom Gefühl her hätte ich es in England wohl leichter gehabt da ich ja da auch schon Verwandte habe und mir vieles schon seit Kindheit bekannt gewesen wäre.
Aber die Vorzüge für die Zukunft meiner Kinder liegen ganz klar hier auf Åland und später evt. Schweden. Und den jetzigen Lebensstandart weiss ich auch schon heute sehr zu schätzen. Das hilft über einsame Stunden hinweg in denen ich meine Familie oder Freunde vermisse( ist aber auch schon viel weniger geworden, meine Kinder haben wohl mehr Probleme damit)
Willst Du nicht nach Schweden zurückziehen, torsten1?
saga
wenn du jemanden verurteilen willst.....
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........
Altes Indianisches Sprichwort
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........
Altes Indianisches Sprichwort
Re: das ist doch nicht normal...?!
@Saga: 3 Gründe sprechen dafür, dass ich in Deutschland bleibe:
1. Als ich vor Jahren meinem Haushersteller (Ich organisiere ja den Bau schwedischer Häuser in Deutschland) halb spaßeshalber sagte, ich würde am liebsten in Schweden leben und arbeiten, bekam ich die Antwort, ich solle mal schön bleiben, wo ich sei, und Häuser verkaufen, man brauche mich in D, nicht in Schweden.
2. Meine Frau ist Beamtin auf Lebenszeit und verdient inzwischen so gut, dass ich gar nicht arbeiten müsste.
3. Meine Mutter (86 J.) und meine Schwiegermutter (89 J.) leben hier.
Aber wer weiß, wenn die beiden Mütter tot sind und meine Frau in Pension, und wenn ich eines Tages keinen Spaß mehr an der Arbeit haben sollte, dann könnte es auf meine alten Tage vielleicht doch noch wahr werden. Meine Frau jedenfalls würde jeder Zeit aus Überzeugung mitmachen. Aber da fällt mir ein: Dann haben wir ja noch zwei Töchter, die wahrscheinlich auch in Deutschland leben, und vermutlich Enkelkinder. Tja, vielleicht belassen wir es doch bei etwas ausgedehnteren Urlauben in einer Zweitwohnung oder einem Häuschen in S.
1. Als ich vor Jahren meinem Haushersteller (Ich organisiere ja den Bau schwedischer Häuser in Deutschland) halb spaßeshalber sagte, ich würde am liebsten in Schweden leben und arbeiten, bekam ich die Antwort, ich solle mal schön bleiben, wo ich sei, und Häuser verkaufen, man brauche mich in D, nicht in Schweden.
2. Meine Frau ist Beamtin auf Lebenszeit und verdient inzwischen so gut, dass ich gar nicht arbeiten müsste.
3. Meine Mutter (86 J.) und meine Schwiegermutter (89 J.) leben hier.
Aber wer weiß, wenn die beiden Mütter tot sind und meine Frau in Pension, und wenn ich eines Tages keinen Spaß mehr an der Arbeit haben sollte, dann könnte es auf meine alten Tage vielleicht doch noch wahr werden. Meine Frau jedenfalls würde jeder Zeit aus Überzeugung mitmachen. Aber da fällt mir ein: Dann haben wir ja noch zwei Töchter, die wahrscheinlich auch in Deutschland leben, und vermutlich Enkelkinder. Tja, vielleicht belassen wir es doch bei etwas ausgedehnteren Urlauben in einer Zweitwohnung oder einem Häuschen in S.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
-
Gast
Re: das ist doch nicht normal...?!
Ist das noch normal?,das denke ich auch ab und an,das hat aber nichts mit dem Tageslichtstunden zu tun.
Mir ging es noch nie so gut wie hier in Schweden (bin jetzt 4 Jahre hier) trotzdem bekomm ich hin und wieder unerklärliches Heimweh.
Wahrscheinlich kann man 42 Jahre Deutschland nicht einfach ausradieren.
Hin und wieder ueberlege ich auf eine Deutschlandkarte blickend wo ich noch einmal gerne leben wuerde.
Bayern könnte ich mir heute vorstellen.
Meine Frau ist dann immer ganz entsetzt.Zeigt mir dann gleich auf mit was fuer einem Bruttolohn ich in D. rechnen könnte,was netto davon noch ueberbleiben wuerde,wo,und wie wir wohnen muessten usw..
Dann denke ich auch wieder "ist das noch normal ?"
Dann muss ich immer daran denken ,das ich meine Frau zur Auswanderung ueberreden musste (sie hatte D. noch nie verlassen) und das ich
jetzt manchmal der jenige bin ,der schwächelt.
Sie geht hier in ihrem Beruf als Krankenschwester richtig auf und kann sich diese Tätigkeit in D. nicht mehr vorstellen.
Ich sage immer durchhalten.
so long
Mir ging es noch nie so gut wie hier in Schweden (bin jetzt 4 Jahre hier) trotzdem bekomm ich hin und wieder unerklärliches Heimweh.
Wahrscheinlich kann man 42 Jahre Deutschland nicht einfach ausradieren.
Hin und wieder ueberlege ich auf eine Deutschlandkarte blickend wo ich noch einmal gerne leben wuerde.
Bayern könnte ich mir heute vorstellen.
Meine Frau ist dann immer ganz entsetzt.Zeigt mir dann gleich auf mit was fuer einem Bruttolohn ich in D. rechnen könnte,was netto davon noch ueberbleiben wuerde,wo,und wie wir wohnen muessten usw..
Dann denke ich auch wieder "ist das noch normal ?"
Dann muss ich immer daran denken ,das ich meine Frau zur Auswanderung ueberreden musste (sie hatte D. noch nie verlassen) und das ich
jetzt manchmal der jenige bin ,der schwächelt.
Sie geht hier in ihrem Beruf als Krankenschwester richtig auf und kann sich diese Tätigkeit in D. nicht mehr vorstellen.
Ich sage immer durchhalten.
so long
- Haro
- Beiträge: 101
- Registriert: 22. August 2008 21:13
- Wohnort: Rosenfors (Småland)
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: das ist doch nicht normal...?!
Hej Gast,Gast hat geschrieben:ich bin als au-par vor sechs monaten nach schweden gekommen... und habe mich dazu entschieden zu bleiben...
ich hab nen job und ne nette wg gefunden... freunde habe ich hier auch...
doch ich zweifele immer mehr daran, ob es die richtige entscheidung war.. ich denke in letzter zeit oft an meine familie und mein leben in deutschland...
ich hab hier doch alles was ich brauche... vielleicht liegt es auch daran, das ich weihnachten wegen meinem job nicht nach hause kann..
kennt jemand von euch meine situation?
sei doch Froh, wenn ich das richtig gelesen habe habt ihr es doch geschafft, ihr habt Jobs, Euer Einkommen, Freunde und alles was ihr hier braucht. Wenn ich mir mal in irgendeiner Frage nicht sicher bin mach ich ein Adenauer Kreuz. Ein großes Blatt Papier mit einem Kreuz drauf, links kommt alles rein was gut ist und links was schlecht ist was die Frage betrifft. Ich habe das auch mal für "Schweden ja oder nein" gemacht, da hat Deutschland ziemlich schlecht abgeschnitten.
Viele Grüße aus Småland
Harald
Viele Grüße aus Ostsmåland
Harald
http://www.h-y-kehne.eu
Man muss dem Leben nur gelassen folgen und ihm ein Höchstmaß an Freude entnehmen.
Harald
http://www.h-y-kehne.eu
Man muss dem Leben nur gelassen folgen und ihm ein Höchstmaß an Freude entnehmen.
Re: das ist doch nicht normal...?!
hej hejtorsten1 hat geschrieben: 1. Als ich vor Jahren meinem Haushersteller (Ich organisiere ja den Bau schwedischer Häuser in Deutschland) halb spaßeshalber sagte, ich würde am liebsten in Schweden leben und arbeiten, bekam ich die Antwort, ich solle mal schön bleiben, wo ich sei, und Häuser verkaufen, man brauche mich in D, nicht in Schweden.
2. Meine Frau ist Beamtin auf Lebenszeit und verdient inzwischen so gut, dass ich gar nicht arbeiten müsste.
Meine Frau jedenfalls würde jeder Zeit aus Überzeugung mitmachen. Aber da fällt mir ein: Dann haben wir ja noch zwei Töchter, die wahrscheinlich auch in Deutschland leben, und vermutlich Enkelkinder. Tja, vielleicht belassen wir es doch bei etwas ausgedehnteren Urlauben in einer Zweitwohnung oder einem Häuschen in S.
das sind fuer mich keine waren wahren gruende. ich habe auch meine familie und gute bis sehr gute freundschaften in deutschland. was aber auch nicht weniger wichtig ist, das ich momentan arbeitstechnisch gesehen auf festen beinen stehen. fester dauervertrag in der schweiz, wo man fuer eu verhältnisse wirklich in der oberen liga mit mischt.
aber wie gesagt sind das fuer ich keine gruende. mitte 2010 geht ich nach schweden und bleibe dort.
meine freunde und bekannten sehe ich trotzdem mindestens einmal im jahr und scheiß auf das dicke geld was man in der schweiz verdienen kann. da fuehle ich mich halt genauso wenig wohl wie in D.
ich war auch erst ueber ein jahr in schweden arbeiten, und das am stueck, und nix war es mit der sehnsucht nach D und der Familie. und wenn man rechtzeitig buchen tut, kann mann fuer weniger als 75 € nach D und retour fliegen.
Wichtig ist nur da wohl und zuhause, wo man sich heimisch fuehlt und seine wurzeln hat
hej då

Kaltes stilles Wasser ist klar & rein!
Re: das ist doch nicht normal...?!
Ja, kenn ich. Gerade jetzt wo man ständig hört, wie der Frühling nach Stuttgart kommt... *will auch Plusgrade*!Gast hat geschrieben:ich bin als au-par vor sechs monaten nach schweden gekommen... und habe mich dazu entschieden zu bleiben...
ich hab nen job und ne nette wg gefunden... freunde habe ich hier auch...
doch ich zweifele immer mehr daran, ob es die richtige entscheidung war.. ich denke in letzter zeit oft an meine familie und mein leben in deutschland...
ich hab hier doch alles was ich brauche... vielleicht liegt es auch daran, das ich weihnachten wegen meinem job nicht nach hause kann..
kennt jemand von euch meine situation?
Mein Tipp: Such dir nen schönen Job in Deutschland!
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste














