UlliZ hat geschrieben: 28. Januar 2025 02:20
klar, wenn die Fähre sehr teuer kurz vor knapp im Juli erst gebucht wird sieht die Rechnung ganz anders aus.
Allerdings ist der Weg München-Trelleborg in Autofahrkilometern bei Nutzung Stena bzw. TT-Line ca. 780 km, über Scandic/Gedser 1040 (mit Oresundbro) und über den Landweg (Storebaeltbro und Oresundbro) 1310 km. Da der User nach Småland will also nördlich von Malmö, lassen wir mal 40 km Trelleborg/Malmö-Ost weg, wäre also München-Malmö/Ost 820 gegen 1270 km, die Fähre HRO-Trelleborg spart ihm dennoch rund 450 km Strecke. Das ist schon erheblich an Sprit und natürlich auch Fahrzeit/übrige Fahrzeugkosten. Die ADAC-Kilometerkosten sind zwar keine Grenzkosten (die sind niedriger) aber nur den Sprit zu rechnen springt ja nun mal auch zu kurz. Fahrzeugverschleiß/Abnutzung ist mindestens noch mal der gleiche Betrag.
Ich räume ein, bei 500 für Fähre hin und zurück könnte die Rechnung zu Gunsten des Landweges gehen, aber auch nur bei einem sparsamen Kleinwagen.
Jeder hat das seine persönlichen Rechnungen und Vorlieben.
Ich war nach jahrelangen Fährfahrten froh, als endlich die Brücken fertig waren. Für mich ist die Autofahrt durch Dänemark viel (!) entspannter, schneller und kostengünstiger, als die Fähren. Und zwar egal welche Strecke.
Ich komme kurz vor dem Hermsdorfer Kreuz auf die A9. Dann A14, A2, A7 > E45, E20 > Ankunft in Malmö
Wir fahren nachts und es können sich zwei Fahrer abwechseln. Für die Fahrstrecke von der Haustür im sächsischen Vogtland bis auf schwedischen Boden benötigen wir ziemlich exakt
9 Stunden. Das schaffen wir mit keiner Fähre. Nicht mit Rostock-Gedser und schon gar nicht mit der Fähre Rostock-Trelleborg.
Von zu Hause nach Älmhult sind es 10,5 Stunden, bis nach Mora in Darlana 17 Stunden.
Mit Rabattsystemen der Brückenkonsortien kostet eine Überfahrt über beiden Brücken zusammen rund 50 Euro (196 DKK + 175 DKK). Auch das ist für uns konkurrenzlos günstig.
Bleibt also der Umweg von 280 km gegenüber Rostock-Gedser bzw. 450 km bei Rostock-Trelleborg.
Ich befinde mich heute in der komfortablen Lage, mit meinem Dienstwagen unterwegs zu sein. Aber auch früher mit älteren Gebrauchtwagen (Kilometerkosten circa 25 Cent), hat die Kostenseite immer die Brücken gewonnen.
Und zu guter Letzt empfinde ich das reine Fahren im Pkw als sehr entspannend, während die Fähren (für mich persönlich) eher eine Stresssituation darstellen. Die Brücken stehen immer da. Egal wann man dort ankommt. Man fährt einfach.
Bei der Fähre muss ich pünktlich einchecken. Also eher los, falls irgendwo ein Stau ist. Dann will man natürlich nicht als letzter auf dem Schiff sein, also steht man schon lange vor der Abfahrt im Fährhafen. Dann rauf aufs Schiff und schnell einen guten Sitzplatz besorgen. In all dem Lärm und den Menschenmassen.
Ich kenne auch noch die Zeiten, wo man mit dem Schlafsack losgelaufen ist, und sich bei Nachtfahrten schnell einen Schlafplatz irgendwo auf dem Schiff gesucht hat. Das ist natürlich schon lange untersagt und heutzutage würden wir immer eine Kabine nehmen. Aber damals war einfach das Geld dafür nicht da.
Wenn nur ein Fahrer vorhanden ist, mag das alles schon wieder anders aussehen. Auch wenn man mit dem WoMo unterwegs ist.
Für uns in der komfortablen Reiselimousine gewinnen die Brücken.