Riegelhaus "innen dämmen"

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elch77
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Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Hallo Forum,

meine Frage ist vermutlich gar nicht so schwer zu beantworten, aber sie in ein paar Schlagworten in eine Überschrift zu bekommen, ist kompliziert ...

Wir haben vor einem Jahr ein altes Häuschen in Holzriegel-Bauweise gekauft. Ich weiß, dass es einigen Renovierungsbedarf gibt, auch wenn das Haus prinzipiell ohne größere Probleme bewohnbar ist. Eine von mir angedachte Renovierung bzw. Verbesserung betrifft die zusätzliche Isolierung bei gleichzeitiger Erneuerung der Innenwände.

Also, ich stelle mir das laienhaft so vor, dass man vor die runzeligen und schiefen Wände eine weitere Wand (Bretter oder Rigips?) stellt und diese im Lot ausrichtet. ( Ich bevorzuge gerade Wände :) )
Den Zwischenraum (vielleicht 3 cm?) könnte man dann doch zusätzlich mit Dämmmaterial auffüllen.

Bringt das was? Muss ich da wegen Feuchtigkeit zusätzlich achtgeben?

Und könnte man das vielleicht auch noch gleich mit einem Austausch der Fenster kombinieren?

Es geht - vorerst - nur um zwei Räume, Ess- und Wohnzimmer.

Kann sich jemand vorstellen, wovon ich schreibe?

Harald (med tummerna mitt i handen oder wie das genau heißt ...)
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Laboriosa
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von Laboriosa »

Hallo,

bei den Innenwänden kann man so etwas problemlos machen.
Ich würde nur für eine Hinterlüftung der Innenwände sorgen,
so das eventuell auftretende Feuchtigkeit wieder abtrocknen
kann. Die vorgesetzte Rigipswand kann man dann auch als
Installationszone für Strom- oder Wasserleitungen nutzen.
Wenn du keine zusätzliche Geräuschdämmung für die
Innenwände benötigst, dann kannst du dir eine Dämmung
sparen.

Bei einer Dämmung einer Außenwand solltest du einen
Fachbetrieb zu Rate ziehen, da sich der Taupunkt verschieben
kann und dann in einer Schicht der Außenwand Wasser
kondensieren kann, die dafür nicht vorgesehen ist.
Was manchmal mehr wie eine Außenwanddämmung
bringen kann, ist die Winddichte Dämmung des Daches
und die Dämmung der Kellerdecke (falls eine vorhanden
ist).

Gruß

Laboriosa
elch77
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Vielen Dank für die fachliche Auskunft.

Das Dach wird ein eigenes Thema werden, fürchte ich.
Ein Teil ist unterkellert, wird aber nicht genutzt. Ich dachte schon darüber nach, den Stiegenabgang zu verschließen (jetzt ist er mit Holz abgedeckt), aber ich fürchte negative Auswirkungen (feuchter Keller?).
Vom Fußboden herauf ist es generell kalt, aber da wird man wohl nicht viel machen können?

Harald.
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gundhar
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von gundhar »

wenn der keller kälter ist als der wohnraum sollte der stiegenabgang auf jeden fall verschlossen werden. warme (feuchte) luft aus dem wohnraum wird im kellerbereich abgekühlt. die rel. luftfeuchte steigt und wasser kondensiert an den kellerwänden.
generell gilt: feuchtigkeit wandert von warm nach kalt, üblicherweise von innen nach aussen.
elch77
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Danke für die Nachricht!

Der Keller ist schweinekalt und daher ist er auch abgedeckt.
Die Frage war eher, ihn komplett zu schließen, also quasi zu versiegeln.

Was haltet ihr eigentlich davon, die Böden "aufzudoppeln", also zB. einen zweiten Dielenboden über die vorhandenen Dielen zu legen?
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gundhar
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von gundhar »

schau doch mal bei fermacell.de/de/boden
die platten gibt es mit schaumisolierung ab 20 bis 100mm.
40mm sollten es mindestens sein.
elch77
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Du meinst das in dem Sinn:
Fermacell auf den bestehenden Parkett und dann neuen Parkett darüber?

Das klingt sympathisch, aber ich fürchte, das wird dann insgesamt zu hoch.

Aber generell scheint es da auf der Seite ein paar gute Ideen zu geben.
Danke!

Harry.
Laboriosa
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von Laboriosa »

Hallo,

mit Kellerdecke dämmen meinte ich natürlich von untem im Keller.
Denn du eine Dämmschicht auf den Fußboden aufbringst, dann mußt
du ja alle Türen absägen.
Die Dämmschicht der Kellerdecke solle mindestens 12 cm dick sein.
Auch den Abgang zum Keller sollte man Winddicht dämmen.

Gruß

Laboriosa
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Servus!

Da haben sich wohl zwei Themen vermischt, daher die Verwirrung.
Einmal ging es um den "doppelten" Boden im Wohnbereich, einmal um den Kellerabgang.
Dass es sich - nur - um den Abgang handelt, war wohl von mir nicht klar ausgedrückt.

Aber jetzt habe ich für mich wenigstens gleich ein drittes Thema, nämlich den Keller selbst an der Decke zu dämmen :)

Danke für eure Tipps!
Johanna
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von Johanna »

Hej! Habe ich auch gemacht, bzw. bin dabei. Das Problem ist immer der Feuchtigkeitstransport.
Ich habe mit Diffusionsoffener Folie gearbeitet.
Wände von außen nach innen: Holz, Windpappe oder Offene Folie, Isolierung, offene Folie, Holzinnenverkleidung.
Dach von außen nach innen: z.B. Blech, Holzpanele,3 cm Luftspalt, offene Folie oder Windpappe, Isolierung, offene Folie, Holzverkleidung.

So wie es sich ließt ist es auch-aufwendig und kompliziert.
Aber es sollte (glaube ich) kein Problem sein einfach die Wände zusätzlich mit Isolierung aufzustocken. Dann scheint ja Windpappe etc. vorhanden zu sein…
Als vorletzte Schicht würde ich eben eine diffusionsoffene Folie unter machen und dann erst Rigips oder Holz. Das Prinzip hat man mir geraten. Lg Johanna
elch77
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Hallo Johanna,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich spreche tatsächlich davon, eine "fertige" Wand (mit dem von dir beschriebenen Aufbau) zusätzlich zu dämmen und zu glätten.
Also vor die vorhandene (Tapeten-)Wand ein paar Zentimeter Dämmung (Zellulose?) und dann eine weitere, dünne Holzwand.

Bis jetzt hat mir zumindest niemand davon abgeraten :)

Harry.
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von Laboriosa »

Hallo,

du kannst eine Außenwand schlecht von innen Dämmen, da sich der Taupunkt dann nach innen verschiebt.
Das Feuchtigkeit wird dann in einer Schicht der Außenwand kondensieren, die dafür nicht vorgesehen ist.
Bei einer Dämmung einer Außenwand immer eine Fachfirma zu Rate ziehen, die sich vorher die Außen-
wand ansieht und eine Dämmvorschlag macht. Ansonsten kan es zu einer Schimmelbildung in der Außen-
wand kommen. Die Schäden am Gebäude können extrem sein.

Gruß

Laboriosa
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Hallo Laboriosa,

das klingt aber jetzt gar nicht gut für mich.
Ich werde wohl versuchen, eine Fachfirma dazu zu befragen.
Danke für deine Hilfe!

Harald.
Laboriosa
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von Laboriosa »

Hallo Harald,

vieleicht findest du auf:

www.fachwerk.de

die Antworten du du suchst.

Gruß

Laboriosa
elch77
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Vielen Dank!
Auf den ersten Blick finde ich da vermutlich wesentlich mehr Antworten als ich Fragen hatte :)

Harald.
t.klebi
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von t.klebi »

elch77 hat geschrieben: 31. Oktober 2021 08:49Auf den ersten Blick finde ich da vermutlich wesentlich mehr Antworten als ich Fragen hatte :)
Und das ist doch auch gut und richtig so.
Es zeigt, dass man ohne Fachwissen (egal ob eigenes oder zugekauftes) nicht so einfach Veränderungen an einem alten Bauwerk vornehmen sollte.

Andernfalls drohen halt Bauschäden. Und das geht besonders schnell, wenn man den ursprünglichen konstruktiven Holzschutz durch die Baumaßnahme stört.


Der Autor des Videos (Lothar Jansen-Greef) ist ein Restaurator, der wirklich richtig tolle Anleitungen vor allem i.Z.m. Möbeln und Holzbearbeitung anbietet.
elch77
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Ja, das stimmt sicher!
Aber die Restaurierung eines Fachwerkhauses ist dann doch noch eine ganz andere Geschichte.
Unser Haus ist ca. 100 Jahre alt und "ein ganz normales" Holzriegelhaus.

Aber ich werde versuchen, die Angelegenheit mit einem echten Spezialisten vor Ort zu klären.
Hoffentlich gerate ich dabei an den Richtigen.

Harald.
t.klebi
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von t.klebi »

elch77 hat geschrieben: 1. November 2021 10:34Aber die Restaurierung eines Fachwerkhauses ist dann doch noch eine ganz andere Geschichte.
Unser Haus ist ca. 100 Jahre alt und "ein ganz normales" Holzriegelhaus.
Oh. Da gibt es offenbar unterschiedliche Begrifflichkeiten.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Riegelh ... edirect=no
Was ist denn bei dir ein Riegelhaus?
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Ich denke, dass ein Riegelhaus nicht nur bei mir ein Riegelhaus ist.
Ich kenne gar keinen anderen Begriff dafür ...
Eine Holzständerkonstruktion mit Wärmedämmung?
Also so, wie vermutlich 90% aller Fertighäuser heutzutage gebaut werden?
Nur unseres ist halt fast 100 Jahre alt.
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von Wolfi »

elch77 hat geschrieben: 1. November 2021 13:40 Ich denke, dass ein Riegelhaus nicht nur bei mir ein Riegelhaus ist.
Ich kenne gar keinen anderen Begriff dafür ...
Eine Holzständerkonstruktion mit Wärmedämmung?
Also so, wie vermutlich 90% aller Fertighäuser heutzutage gebaut werden?
Nur unseres ist halt fast 100 Jahre alt.
Hallo,

wenn das Haus knapp 100Jahre ist, dürfte es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Riegelkonstruktion mit Wärmedämmung sein.

Es ist dann vermutlich wie nahezu alle Häuser diesen Alters in Schweden aus Massivholzbalken gebaut. Meist ist später noch die typische Holzfassade vorgesetzt worden. Eine Wärmedämmung fehlt üblicherweise bei dieser Bauart. Manchmal hat man innen etwas Styropor aufgebracht und dann Spanplatten darübergeschraubt.

Wie einige Vorredner schon erwähnt haben, ist es eher suboptimal auf der warmen Seite, also innen, zu dämmen.

Aber wenn du dir einen Berater holst, wird er dir sicher die möglichen Varianten aufzeigen.
Hälsningar

Wolfgang
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Servus!

Also, ihr bringt mich jetzt echt in Verlegenheit.
Das, was ihr beschreibt, nennt man bei uns Blockhaus!

Ich werde jetzt mal meinen "Haus-Betreuer" in Schweden anschreiben. Er ist auch ehemaliger Besitzer und kennt sicher den Wandaufbau.


Harald.
Wolfi
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von Wolfi »

elch77 hat geschrieben: 2. November 2021 09:11 Servus!

Also, ihr bringt mich jetzt echt in Verlegenheit.
Das, was ihr beschreibt, nennt man bei uns Blockhaus!

Ich werde jetzt mal meinen "Haus-Betreuer" in Schweden anschreiben. Er ist auch ehemaliger Besitzer und kennt sicher den Wandaufbau.


Harald.
Hallo Harald,

richtig, Blockhaus trifft es wohl eher. Allerdings verbinden die Meisten damit ein Haus aus 'Baumstämmen' und hier sind es eher handgeschlagene Balken.
Zuletzt geändert von Wolfi am 3. November 2021 19:11, insgesamt 2-mal geändert.
Hälsningar

Wolfgang
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gundhar
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von gundhar »

ein foto würde das rätselraten beenden.
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von t.klebi »

elch77 hat geschrieben: 1. November 2021 13:40 Ich denke, dass ein Riegelhaus nicht nur bei mir ein Riegelhaus ist.
Ich kenne gar keinen anderen Begriff dafür ...
Halt je nachdem, Ständer- oder Skelettbau. Aber lt. Google ist Riegelhaus in manchen Gegenden von D dafür auch gebräuchlich.

Wenn du die Bauweise aber nur aus Vermutungen bzw. vom äußerlichen Anschein her ableitest, würde ich aufgrund des Alters ebenfalls auf einen Blockbau tippen.
btw: Ein Blockbau aus Naturstämmen bietet aufgrund der Wandstärke und der geringen Wärmeleitfähigkeit von Holz von sich aus schon ein sehr gutes Wärmedämmverhalten.
t.klebi
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von t.klebi »

gundhar hat geschrieben: 2. November 2021 17:41 ein foto würde das rätselraten beenden.
Von Außen dürfte da durch die Fassaden-Verkleidung kein Unterschied erkennbar sein.
elch77
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Aufbau von Aussen nach Innen:
- Senkrechte Bretter
- Verlattung
- Luftraum( zwecks Belueftung)
- Folie (ob diffusionsoffen oder nicht, das weiss ich nicht);)
- Dämmunng
- Holz waagerecht
- Platten (irgendein Holzverbundstoff)
- Aussenwände mit Tapeten verkleidet

Ich habe das mal so reinkopiert, wie ich es vom Vorbesitzer geschildert bekommen habe.

Wir hatten selbst (in Österreich) mal ein Blockhaus. Ich bilde mir ein, dass ich den Unterschied schon kennen würde, wenn ich blind durch die Tür gehe.
Und keine Frage: Ich würde es auf alle Fälle bevorzugen :)

Harald.
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von t.klebi »

elch77 hat geschrieben: 4. November 2021 08:14Ich bilde mir ein, dass ich den Unterschied schon kennen würde, wenn ich blind durch die Tür gehe.
ehrlich rein interessehalber:
woran erkennt man das blind, bei den Blockhäusern mit Fassadenverkleidung und innerer Wandverkleidung?
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Am Geruch des Holzes.
Und auch am gefühlten Raumklima.

Unser Blockhaus war allerdings auch nicht gedämmt, da ist der Unterschied natürlich viel größer.

Aber ich habe sicherheitshalber ja geschrieben, dass ich mir das einbilde :)
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von t.klebi »

elch77 hat geschrieben: 4. November 2021 09:06 Am Geruch des Holzes.
Und auch am gefühlten Raumklima.
Mmh. Mag sein.

Ich kenne Blockhäuser nur vom angemieteten Ferienhaus (allerdings machen wir dort schon regelmäßig seit vielen Jahren Urlaub). Wenn da im Treppenaufgang nicht die bloßen Holzbalken offen liegen würden, hätte ich die Blockbauweise gar nicht erkannt. Dämmung dürfte da auch keine vorhanden sein. Dieses Haus geht aber schon straff auf 200 Jahre zu und einen besonderen Holzgeruch kann ich da nicht erkennen. Der Geruch des Hauses nach ein paar Tagen Birkenholzfeuerung erinnert eher an Weihrauch.
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von elch77 »

Wir haben 9 Jahre in einem neu gebauten Blockhaus gewohnt. Es war unvergleichlich!
Aber ich kann den Eindruck auch nicht beschreiben. Es ist ganz einfach .... anders ...
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Re: Riegelhaus "innen dämmen"

Beitrag von t.klebi »

Keine 10 Jahre alt, da verströmt das Holz natürlich noch einen intensiven Holzduft.
Aber im Lauf der Jahrhunderte verflüchtigt sich dieser Geruch bzw. wird er überdeckt. Die Jahrhundertealten Holzbauten (z.B. Stabkirchen oder sehr alte Häuser) duften imho vor allem nach den Holzschutzmitteln (Teer und Leinöl).
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