Försakringskassan

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UJo
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Försakringskassan

Beitrag von UJo »

Hallo zusammen,
mich würde mal interessieren ob es anderen ähnlich wie mir mit der Krankenkasse ergeht ?
Seit fast einem Jahr arbeite ich hier in Schweden, habe eine Personennummer erhalten, zahle Premium Skat, obwohl hier verheiratet und hatte einmal das "Vergnügen" einen Arzt besuchen zu müssen.
Letzte Woche dachte ich mir dann, ohh wenn du mal nach Deutschland willst und du brauchst einen Arzt dann solltest du lieber eine EU-Karte beantragen.
Gesagt getan, nur auf der Homepage erfuhr ich nur, dass es nicht möglich ist, und ich anrufen soll. Auch getan, was ich dann jedoch erfahren musste, grenzt aus meiner Sicht schon nach absoluter Frechheit.
Die Krankenkasse will von mir nun Belege meines Arbeitsvertrages, die letzten drei Monatsabrechnungen und ich muss einen vierseitigen Fragebogen ausfüllen.
Meine Anmerkungen am Telefon, dass ich ja Steuern bezahle, und ich einen Personennummer habe spielte keine Rolle. Ich muss belegen können, dass ich in Lohn und Brot stehe. Von der Art und Weise der Fragen ganz zu schweigen, denn die haben aus meiner Sicht teilweise rein gar nichts mit einer Krankenkasse zu tun.
Ich frage mich nun, ob hier Schweden erneut gegen geltendes EU-Recht verstößt, weil ich aus meiner Sicht als EU-Bürger hier schikaniert werde.
Schweden hat ja wohl schon Probleme in Brüssel, wegen ihrer eigenwilligen Art von der Vergabe der Personennummer.

Wie seht ihr dass, ist das Schikane, werden hier EU-Vorgaben missachtet oder ist das normal ?

Ich muss ehrlich sagen, was ich in diesem knappen Jahr hier erlebt habe, im Bezug auf Banken Gemeinde Krankenkasse oder A-Kassa/Gewerkschaft wirft für mich kein gutes Licht auf dieses Land.

Bin gespannt auf eure Meinungen.

VG
Ujo :bowler:
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milli
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Re: Försakringskassan

Beitrag von milli »

Hallo UJo,

ich habe genau die gleiche Geschichte von einer ehemaligen Arbeitskollegin gehört (Schwedin), die zurück nach Schweden gegangen ist. Erst nach einem Jahr in der Förs.kassan mit genau dem Vorgehen, welches du schilderst. Es trifft also nicht nur EU Bürger sondern auch Expats, die nach Auslandsaufenthalt zurückkehren. In Schweden sind halt alle gleich vor der bürokratie. Und mit den Fragen haben die Schweden keine Probleme, da ja sowieso anscheinend vieles öffentlich ist.

Trotzdem bist du in einem der schönsten Länder Welt.
Ulf h
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... auch die deutsche Krankenversicherung stellte sehr viele Fragen, deren Antworten sie eigentlich nach über 40 Jahren Versicherungsdauer und nur 9 Monaten Pause, ausreichend genau kennen sollte ... Verwaltung ist ... und sie will genauso gefüttert werden wie vorgeschrieben ... dann gehts am reibungslosesten ... alles andere hält nur auf ... und sich drüber aufregen ändert genau so viel dran, wie wenn man sich übers Wetter aufregt ...

Gruss Ulf
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
philipp23
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Re: Försakringskassan

Beitrag von philipp23 »

Guckste wa, weg isser!
Zuletzt geändert von philipp23 am 11. August 2018 19:56, insgesamt 1-mal geändert.
Ulf h
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... na da würden gerade mich als Nyborgare die Gründe brennend interessieren ...

Gruss Ulf
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
UJo
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Re: Försakringskassan

Beitrag von UJo »

Die Frage ist immer noch, verstößt Schweden, wie schon bei ihrer Personennummer gegen geltendes EU-Recht? Ulf ich kann das nicht nachvollziehen, war selbst einige Monate nicht in Deutschland krankwnversichert, und hatte keine Probleme bei einer Neuanmeldung. Ich habe bisher eigentlich nur Schikanen hier erlebt, und wenn ich Schweden mit Deutschland vergleiche, muss ich sagen, alle die auf die Art und Weise in Deutschland schimpfen, sollten Mal hier ihr Glück versuchen. Ich kann es hier in Schweden, nicht viel Gutes abringen. Leider will meine Frau nicht nach Deutschland, sonst hätte ich hier schon meine Sachen gepackt.
UJo
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Re: Försakringskassan

Beitrag von UJo »

Die Frage ist immer noch, verstößt Schweden, wie schon bei ihrer Personennummer gegen geltendes EU-Recht? Ulf ich kann das nicht nachvollziehen, war selbst einige Monate nicht in Deutschland krankwnversichert, und hatte keine Probleme bei einer Neuanmeldung. Ich habe bisher eigentlich nur Schikanen hier erlebt, und wenn ich Schweden mit Deutschland vergleiche, muss ich sagen, alle die auf die Art und Weise in Deutschland schimpfen, sollten Mal hier ihr Glück versuchen. Ich kann es hier in Schweden, nicht viel Gutes abringen. Leider will meine Frau nicht nach Deutschland, sonst hätte ich hier schon meine Sachen gepackt.
Ulf h
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... Neuanmeldung bei der deutschen Krankenversicherung war auch kein Problem (ab wann etwas als Problem empfunden wird, ist es individuell sehr unterschiedlich) ... sie wollten einfach Daten, viele Daten haben, die sie sicher schon hatten ... und sie wollten alles auf Papier und mit Unterschrift, was als Wohnmobilreisender in Russland halt ziemlich blöd war ...

... Job gabs in 24 Stunden, Personnummer in einer Woche, dass nun Sprachkurs und Konto (und damit auch der Arbeitslohn) ferienbedingt seit 4 Wochen auf sich warten lassen, sehe ich nicht als Problem, sondern nehme es gelassen hin ...

... in Südschweden ist das Gras derzeit sicher nicht grüner als anderswo ... da überwiegt doch gelbbraun bei Weitem ...

... von einer Frau irgendwohin importiert zu werden, ist ja schon grausam ... dann dort ausgesetzt zu werden, noch viel mehr ... ich hab beides überlebt und jeweils das beste draus gemacht ... das beste was mir (und das gilt wahrscheinlich auch nur für mich) insgesamt passieren konnte, war, als obdachloser Single völlig frei entscheiden zu können, wo ich mich niederlassen will ... und ratet mal, wo das ist? ... richtig, in Schweden ... auf Deutschland geschimpft hsb ich nie, wozu auch? änderte das was? ...

Gruss Ulf

P.S.: wenns einem eh schon stinkt, wo man ist und was man macht, dann wird fast alles zum Problem ... andersrum ebenfalz ...
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Framsidan »

Was verstosst bei der Personnummer gegen das EU Recht? Und was ist Schikane für euch? Nur weil ihr ein Formular a<usfüllen müsst?

Ich wohne schon so viele Jahre hier und fühle mich immer noch wohl. Probleme gibt es überall und nirgendwo fliegen einem gebratene Tauben in den Mund.

HJo was ist Premium skat?

Philipp warum ist Schweden das letzte Drecksland?

Framsidan
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Framsidan »

Framsidan hat geschrieben:Was verstosst bei der Personnummer gegen das EU Recht? Und was ist Schikane für euch? Nur weil ihr ein Formular a<usfüllen müsst?
Schweden wird nicht nur von der EU gesteuert, es gibt hier GsD auch noch unsere Gesetze hier.


Ich wohne schon so viele Jahre hier und fühle mich immer noch wohl. Probleme gibt es überall und nirgendwo fliegen einem gebratene Tauben in den Mund.

HJo was ist Premium skat?

Philipp warum ist Schweden das letzte Drecksland?

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Re: Försakringskassan

Beitrag von Franz K. »

Ich wohne jetzt seit 2 Jahren in Schweden.
Die Personennummer zu erhalten war kein Problem.
Natürlich mit Nachweisen. Ist ja auch verständlich aus Sicht der Schweden.
Die EU-Karte habe ich ganz einfach online beantragt.
Weitere Nachweise oder ein Fragebogen wurden nicht verlangt.
Vielleicht ist es von Län zu Län verschieden?
Die EU-Karte lag 5 Werktage später im Briefkasten.

An Philipp: Mich würde auch interessieren, warum Du Schweden als Drecksland bezeichnest.

Gruss
Franz K. :flagge3:
philipp23
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Re: Försakringskassan

Beitrag von philipp23 »

8)
Ulf h
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... seeehr aussagekräftige Antwort ... schade ...

Gruss Ulf
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
Wolfi
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Wolfi »

Franz K. hat geschrieben:Ich wohne jetzt seit 2 Jahren in Schweden.
Die Personennummer zu erhalten war kein Problem.
Natürlich mit Nachweisen. Ist ja auch verständlich aus Sicht der Schweden.
Die EU-Karte habe ich ganz einfach online beantragt.
Weitere Nachweise oder ein Fragebogen wurden nicht verlangt.
Vielleicht ist es von Län zu Län verschieden?
Die EU-Karte lag 5 Werktage später im Briefkasten.

An Philipp: Mich würde auch interessieren, warum Du Schweden als Drecksland bezeichnest.

Gruss
Franz K. :flagge3:
...kann ich nur so bestätigen. War bei mir genauso, auch ohne Arbeitsvertrag bzw. Einkommen damals.
Hälsningar

Wolfgang
philipp23
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Re: Försakringskassan

Beitrag von philipp23 »

Um nur ein paar eckpunkte zu beleuchten:

- keine funktionierende Polizei,
- schlechte ärztliche versorgung sowie schlecht ausgebildete ärzte,
- krankenhäuser / vårdcentralen teilweise auf dem stand wie 1980,
- schlechte straßen / sicherheit,
- schlechter arbeitzschutz,
- kaum radwege,
- wohnungsuche durch kommun in Stockholm 10 jahre wartezeit, Göteborg 6 jahre wartezeit, Halmstad 5 jahre wartezeit usw.

Für mich nicht EU und hier werden sämtliche EU rechtliche vorschrifften ignoriert.

Mal von der vorsorgeuntersuchung und fachpersonal abgesehen.

Lächerliches land
Franz K.
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Franz K. »

Meine Erfahrungen waren auch hier andere.

Letztes Jahr bekam ich eine Blutvergiftung. Ich kam mit dem Notarztwagen ins nächste
Krankenhaus. Der Notarztwagen war in 20 Minuten da. Der Sanitäter und der Arzt sehr
kompetent und freundlich. Im Krankenhaus dasselbe. Ich war eine Woche dort. Alle,
wirklich alle (Ärzte, Schwestern) waren überaus freundlich, kompetent und wirkten kein
bisschen gestresst.

Im Vergleich dazu die Situation in einem Krankenhaus in Deutschland. Auch hier kenne ich
Beispiele. Das Personal unterbesetzt und natürlich daher gestresst. Kann man ja verstehen.

Hälsningar
Franz K.
milli
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Re: Försakringskassan

Beitrag von milli »

Meine Ex-Arbeitskollegin hat das so berichtet: Im Notfall bist du schnell im Krankenhaus. Und alles läuft ganz gut, ausser wenn Sommer ist, dann haben sie dort auch zuwenig Personal wohl. Aber sonst würde man manchmal lange auf einen Arzttermin warten müssen. Deshalb geht sie halt in D zum Arzt, weil die Termine schneller sind. Ausser man hat eine private Krankenversicehrung in Schweden, dann geht es angeblich auch schneller.

Und Wohnungssuche ist wohl auch schwierig. Wenn man eine Wohnung kauft ist es wohl kein Problem.
Ulf h
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

philipp23 hat geschrieben:Um nur ein paar eckpunkte zu beleuchten:

- keine funktionierende Polizei,
- schlechte ärztliche versorgung sowie schlecht ausgebildete ärzte,
- krankenhäuser / vårdcentralen teilweise auf dem stand wie 1980,
- schlechte straßen / sicherheit,
- schlechter arbeitzschutz,
- kaum radwege,
- wohnungsuche durch kommun in Stockholm 10 jahre wartezeit, Göteborg 6 jahre wartezeit, Halmstad 5 jahre wartezeit usw.

Für mich nicht EU und hier werden sämtliche EU rechtliche vorschrifften ignoriert.

Mal von der vorsorgeuntersuchung und fachpersonal abgesehen.

Lächerliches land
... alles für mich keine Gründe, ein Land Drecksland zu nennen ...

... was war los, dass bei Dir konkret die Polizei nicht funktioniert hat? ...

... unvorhersehbare Arzt- oder Krankenhausbesuche dauern nach meiner Erfahrung hier wie dort mindestens einen halben Tag ...

... ich hatte noch nicht das Vergnügen eine Vårdcentral von innen zu besichtigen ... aber bei der Ausstattung der Krankenhäuser ist Schweden teilweise weit vorne, andereseits geht die Einführung neuer Therapiemethoden wohl eher schleppend ... aber da reden wir nicht von einem Rückstand von knapp 40, sondern allenfalls von 10 Jahren ... und in der Zeit hat sich mancher Therapiehype aus Deutschland oder USA soweit abgeschliffen, dass der funktionierende Kern übrig grblieben ist, der Glanz ist dann natürlich ab ...

... wo in Schweden findest Du vergleichsweise zu Deutschland wesentlich schlechtere Strassen? ... ich bin eher erstaunt, in welch gutem Zustand auch gerne mal selten befahrene Strassen gehalten werden ... vor allem der Winterdienst ist beeindruckend ... ich empfinde es absolut nicht als Sicherheitsproblem, dass die wenigsten kleinen Strassen mit Leitplanken und Auslaufzonen für hohe Geschwindigkeiten optimiert sind ... mit angepasster Geschwindigkeit ist man immer und überall sicher unterwegs ...

... das was ich täglich in der Spedition und im Fährhafen an Arbeitsschutz erlebe, ist vollkommen ausreichend ... wo konkret fehlt Dir da was? ...

... das Radwegenetz variiert stark von Ort zu Ort ... im Durchschnitt beobachte ich als fast immer Autofahrer sowohl in deutschen als auch in schwedischen Städten durchaus vorhandene Radwege ... aufm Land isses immer dünner ... und da Schweden proportional mehr, und dazuhin noch wesentlich dünner besiedeltes Land hat, sind dort auch weniger Radwege zu erwarten ...

... versuch mal ne Wohnung in München oder Stuttgart zu bekommen ... das ist schon schwerig, aber wenn man dann noch den Anspruch hat, dass einem das „Amt“ ne Sozialwohnung sucht kann ich mir leicht vorstellen, dass da ebenfalls jahrelange Wartezeiten rauskommen ...

... welche dDir wichtige EU Richtlinie wurde in Deutschland umgesetzt und in Schweden nicht? ...

Gruss Ulf
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Framsidan
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Framsidan »

Das Gesundheitswesen in Deutschland ist auch um vieles schlechter geworden und auch die Wartezeiten werden länger.

Aber bei vielen unnötigen Operationen sind sie schnell, deswegen werden auch die Krankenkassen immer teurer.
Philipp hast du dir schon mal überlegt wieviele Leute von den Krankenhäusern heimkommen mit diesen schlimmen Krankenhauskeimen. Die wirst du dein Leben nicht mehr los.

Ûbrigens ist die Sterblichkeit bei den Kleinkindern hier am niedrigsten. Genauso ist ist bei Herzinfarkten die überlebenschance hier sehr gross, ich glaube grösser als in D.

Ja Wohnungssuche in den Städten ist schwer.
Aber wie Ulf sagte in München genauso schwer. Weiss ich aUS eigener Empfehlung.

Radwege gibt es viele aber du hast wohl noch nicht gemerkt dass Schweden grösser als D ist? Und wir weniger sind die alles bezahlen.

Mit den Strassen bin ich auch zufrieden. Ich bin schon so oft von hier nach München gefahren. Kommt man von Puttgarden dann flicken sie immer irgendwo rum auf der Strecke nach Hamburg.

Autobahn von Würzburg nach München war auch meistens schlecht und dann nur Stau, Stau und wieder Stau.

OK Polizisten brauche wir mehr als jetzt denn die Einwohnerzahl ist ja auch um einiges gestiegen.

Philipp ich frage mich schon wer oder was lächerlich ist......

Hattest du keinen Erfolg mit der Suche nach einem Mädel oder Frau, das du hier schon ein pa<armal gemacht hast und deswegen so sauer bist?

Warum bist du noch in Schweden wenn es so schlecht ist?

Framsidan
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Re: Försakringskassan

Beitrag von philipp23 »

Träumt mal schön weiter
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... ooops, hab den Dankebutton erwischt, wollte aber zitieren ...

... von genöle werde ich nicht aus Träumen erweckt, mit nachvollziehbaren Tatsachen schon wesentlich eher ... da diese von Dir Phillipp23 aber nicht kommen, sehe ich keinen Grund nicht weiter von und in Schweden zu träumen ... gute Nacht ...

Gruss Ulf
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Merowinger »

Also das Gemecker ist mir auch vollkommen unverständlich. Sicher gibt es in jedem Land ein paar Dinge, die nicht in Ordnung sind.
Wenn in einem Land alles für jeden perfekt wäre, dann hätten wir ja dort das Paradies. Aber "Drecksland" geht mal gar nicht.
Dann pack doch einfach deine Sachen und zieh dort weg, wenn es so schlimm ist.
Kannst mal hier her ziehen ( Kleinstadt in Deutschland) da wirst du dich umschauen.
Radwege - welche Radwege denn. Sowas gibt hier mal gar nicht
Krankenhaus/ Arzttermin - festen Arzttermin gibt mit viel Glück in einem halben Jahr, ausser es ist was wirklich ernstes ( also Krebs und Dergleichen) da geht das etwas schneller. Und da spreche ich aus Erfahrung, weil ich da im Bekanntenkreis einen Fall hatte.
Letztes Jahr hats mich mal auf die Bretter gehauen. Also Notarzt ( nach 20 min) und ab ins Krankenhaus. Dort lag ich dann über eine Stunde rum, bis mal ein Arzt kam, der mal richtig durchgecheckt hat. Noch Fragen !!!
Strassen sind hier auch ziemlich marode. Die Stadt schiebt die Arbeiten immer weiter, weil das Geld fehlt. Und selbst die Bundesstrasse ist mehr ein Flickenteppich als eine Strasse. Und da gibts noch mehr Dinge, über die man sich aufregen kann.
Die Frage ist dann halt nur, warum man das tun sollte. Ich lebe nun mal zur Zeit hier muss damit zurecht kommen. Wenns mir mal reicht, dann werde ich wohl auch meine Sachen packen und umziehen. Deshalb bezeichne ich Deutschland aber noch lange nicht als Drecksland.
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Speedy »

Sorry, Du Hast nur eine Stunde in der Notaufnahme verbracht das ist doch gar nichts. Mein Mann hat hier in Varberg 6 Stunden gesessen, er blutete aus dem Darm so dass sich eine Pfuetze bildete. Kommentar von der K-SChwester Du stehst nicht an erster Stelle. Die erste Stelle war ein Mädchen mit Bauchschmerzen, es stellte sich raus das es Menstruationsschmerzen waren. Die Schwestern sassen in ihrem Kabuff, strickten, unterhielten sich und spielten am Computer. Gleichzeitig mit meinem Mann sass dort eine Dame mit einem offenen Beinbruch, ausser "Alvedon" (Schmerzmittel) hat sie nichts bekommen......Fazit hier ist auch nicht alles Gold was glänzt. Einen Fahrradweg haben wir hier auch nicht auf dem Dorf. Gruss Erika
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

@speedy, Danke, das sind doch mal Fakten ... und nicht nur diffuses rumgenöle ...

Gruss Ulf
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
Merowinger
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Merowinger »

Speedy hat geschrieben:Sorry, Du Hast nur eine Stunde in der Notaufnahme verbracht das ist doch gar nichts. Mein Mann hat hier in Varberg 6 Stunden gesessen, er blutete aus dem Darm so dass sich eine Pfuetze bildete. Kommentar von der K-SChwester Du stehst nicht an erster Stelle. Die erste Stelle war ein Mädchen mit Bauchschmerzen, es stellte sich raus das es Menstruationsschmerzen waren. Die Schwestern sassen in ihrem Kabuff, strickten, unterhielten sich und spielten am Computer. Gleichzeitig mit meinem Mann sass dort eine Dame mit einem offenen Beinbruch, ausser "Alvedon" (Schmerzmittel) hat sie nichts bekommen......Fazit hier ist auch nicht alles Gold was glänzt. Einen Fahrradweg haben wir hier auch nicht auf dem Dorf. Gruss Erika
Das ist natürlich echt heftig. Sowas darf natürlich nicht sein/ passieren. Wie halt gesagt, gibts wahrscheinlich überall bestimmte Mißstände, über die man sich auslassen kann. Wenn das jetzt grad bei Ärzten ist, sollte das natürlich geändert werden. Aber das gibts halt in Deutschland genau so wie in Schweden und wahrscheinlich in jedem anderen Land auf der Welt genau so.
Ich hab halt nur kein Verständis dafür, dann allgemein die Bezeichnung "Drecksland" zu verwenden. Das ist weit drüber.
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Re: Försakringskassan

Beitrag von cawley »

Dann geh doch zurück nach Deutschland Philipp wenn es Dir in Schweden nicht gefällt. Auch in Deutschland gibt es überall Licht und Schatten.
Ulf h
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... da ja leider zum Thema „Drecksland“ keine belastbaren Aussagen mehr kommen, hier eine Beobachtung bezüglich Radfahrern ... hab nun an zwei Stellen öffentliche Luftpumpen für Fahrräder gesehen, das kannte ich nicht mal aus bekennenden Radfahrerstädten wie Erlangen oder Münster ...

Gruss Ulf
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... Polizeipräaenz war bei der Veranstaltung Latitude in Oskarshamn ziemlich hoch und haben auch regelnd in den Verkehr eingegriffen ...

... eine fahrende und eine stehende Polizeikontrolle auf 600 km über Land in einer Nacht und auch in anderen Nächten in der Stadt gefühlt jede Nacht mindestens ein herumstreifender auffällig karierter Volvo Kombi ...

... die Polizei ist also vorhanden und auch aktiv (mehr als in Deutschland, aber weniger als auf Russlands Magistralen, wo 7 potentielle und eine tatsächliche Kontrolle pro Tag normal sind), warum sie dabei nicht funktionieren sollen, werden wir leider nie erfahren ...

... auf 600 km auf meist bundesstrassenartigen Strassen gab es einmal für etliche 100m unmarkierte, aber deutlich merkbare Spurrillen ... ansonsten ist mir keine Stelle in Erinnerung, wo ich wegen Strassenschäden hätte langsam tun müssen ... auch die mitm PKW zulässigen maximal (und das auch nur auf ziemlich kurzen Abschnitten) 30 km/h mehr ändern daran nix ... dass ein Kreisverkehr auf einer Umleitungsstrecke für den auch für schwedische Verhältnisse mit 17 m ziemlich langen Auflieger etwas eng war musste durch einige Sekunden exzessives Langsamfahren ausgeglichen werden ...

... das also meine Beobachtungen aus den letzten Wochen ...

... und dreckig im Sinne von Luftverschmutzung oder herumliegendem Müll ist Schweden auch nicht ... eher auf dem Stand von Süddeutschland, Köln und vor allem Berlin sowie deren Umgebung habe ich deutlich vermüllter in Erinnerung ... wer mal ein verdrecktes Land erleben will, dem sei Murmansk in Russland oder noch krasser Ulaanbataar in der Mongolei im Winter angeraten ... aber auch andere industrialisierte Orte in diesen Ländern sind nicht wesentlich besser ... nur durch die uuunglaubliche Weite bei insgesamt ziemlich geringer Bevölkerung bleiben dazwischen noch grosse nicht augenscheinlich verschmutzte Gebiete ... das hindert die Einheimischen aber nicht, an fast jeder Abzweigung von den Hauptstrassen Müll bis hin zu Sperrmüll sowie gelegentlich auch Autowracks abzulagern ...

... klar, schlimmer geht immer ... aber nach meinen Beobachtungen ist Schweden was Zivilisation (und alle bemängelten Dinge gehören für mich im weitesten Sinne dazu) angeht weltweit und auch in Europa in der Spitzengruppe ...

Gruss Ulf
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... hab heute mal extra den klapprigen Drahtesel der Firma ausgeliehen, um die These der nicht vorhandenen Radwege zu verifizieren ... in Oskarshamn nicht möglich ... 80% der 10 km fuhr ich auf kombinieren Rad- und Gehwegen, oft sogar mit Grünstreifen von der Strasse getrennt ... in der Stadt dann oft auf der Strasse, doch dort gibts Sachen, die in Deutschland nur in ambitionierten Radfahrerstädten vorkommen ... Sackgassen mit Fahrraddurchlass, Einbahnstrassen, die von Radfahrern explizit in Gegenrichtung befahren werden dürfen ... viele Fahrradständer, teilweise sogar überdacht in der Innenstadt ... keine echte Fußgängerzone, sondern rücksichtsvolles Miteinander von Fussgängern, Kinderwagen, Rollstühlen, Rollatoren, Fahrrädern und wenigen Autos ...

Gruss Ulf

P.S.; das Drecksumuss wo snders sein, ich finde hier, auch wenn ich suche, keines der geschilderten Probleme bestätigt ...
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... und die nicht funktionierende Polizei liefert sich hier auf der Landstraße eine Verfolgungsjagd ...

Gruss Ulf
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
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Rallaren
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Rallaren »

philipp23 hat geschrieben:Um nur ein paar eckpunkte zu beleuchten:

- keine funktionierende Polizei,
- schlechte ärztliche versorgung sowie schlecht ausgebildete ärzte,
- krankenhäuser / vårdcentralen teilweise auf dem stand wie 1980,
- schlechte straßen / sicherheit,
- schlechter arbeitzschutz,
- kaum radwege,
- wohnungsuche durch kommun in Stockholm 10 jahre wartezeit, Göteborg 6 jahre wartezeit, Halmstad 5 jahre wartezeit usw.

Für mich nicht EU und hier werden sämtliche EU rechtliche vorschrifften ignoriert.

Mal von der vorsorgeuntersuchung und fachpersonal abgesehen.

Lächerliches land
Das hört sich nach Brandenburg an, was Du beschreibst. Auch die sozialistische Warteschlange bei der Wohnungssuche.
Polizei, nach Einbruch sofort da
Ärzte, frühzeitiges Erkennen eines Tumors, sofortige Behandlung, Bestrahlung, Chemo. Notfallnummer fürs WE
Krankenhaus, Komplettbetreuung wie ein Privatpatient in Muttiland
Deutlich bessere Straßen als in Berlin und Brandenburg
Deutlich besserer Arbeitsschutz als in Muttiland. Bessere Rechte für Angestellte.
Radwege, nicht so viel, wie in Kopenhagen oder Münster, doch deutlich mehr als in Berlin.
Ich weiß ja nicht, woher Du Deine Informationen hast, sicher vom HörenSagen. Ich habe beide Länder, Arbeitsverhältnisse, Gesundheitssysteme erlebt. Kann vergleichen. Und ich möchte noch nicht mal im Zinksarg zurück nach Muttiland. Besuchen ja, und staunen, wie mittelalterlich die Behörden in D noch immer arbeiten.
Nun Du, mein Lieber: Beispiele und keine Sprüche.
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Sweden Spy
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Sweden Spy »

Danke Rallaren!

Kann jedes Wort unterschreiben!

Und im Übrigem geht mir dieses typisch deutsche Rumgenörgel und 'alles für umsonst haben wollen', insbesondere das Genörgel an der vermeintlichen Bürokratie Schwedens, richtig auf die Pomfe. Ich kenne ebenfalls beide Staaten. Versuch mal in Hamburg telefonisch einen Termin für die Rentenberatung bei der Rentenversicherung zu vereinbaren. Da geht nichtmal jemand von den Schwachmaten-Beamten an das Telefon!
Andersrum schon mal überlegt: -ohne alles- eine deutsche Sozialversicherungsnummer von der Rentenversicherungsanstalt in Deutschland bekommen zu wollen?
(Ich bin Deutscher und schäme mich manchmal ob meiner 'Landsleute')
Zuletzt geändert von Sweden Spy am 31. August 2018 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
I stilla väder, är alla en bra seglare.
Ulf h
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Re: Försakringskassan

Beitrag von Ulf h »

... der Nörgler hat genörgelt und Unfrieden gestiftet ... damit hat er sein Ziel erreicht ... etwas substanzielles wird da nimmer kommen ... also lassen wir den Nörgler vor sich hin nörgeln und erfreuen uns, wie gut doch das angeblich sooo schreckliche Schweden funktioniert ...

Gruss Ulf, der heute nacht wieder 500 km schwedische Strassen ausprobieren darf ...
Planung ist dazu da, dass man einen Ausgangspunkt für Änderungen hat ...
UJo
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Re: Försakringskassan

Beitrag von UJo »

So, lieber spät als nie kommt eine Antwort. Es handelt sich nicht wie irrtümlich angenommen um Premium Skat sondern um Preliminär skatt, was immer das auch bedeutet. Und auch ich habe versucht, online die EU - KK zu beantragen, es kam jedoch der Hinweis ich solle telefonisch Kontakt aufnehmen, was ja auch geschah, und der Vorgang wie beschrieben ablief. Bis zum heutigen Tage habe ich keine Reaktion erhalten, ausser vor gut vier Monaten, dass mein Antrag geprüft wird und man sich entschuldigt das es aufgrund der erhöhten Belastung der KK noch etwas dauern kann. Ja und was Philipp sagt, dem kann ich teilweise nur zustimmen. Ich arbeite seit nunmehr zwei Jahren als Busfahrer bei, ich glaube dem größten schwedischen Unternehmen auf Basis des Mindestlohn der lt. Tarif gezahlt werden muss. Und die machen das wirklich sehr Arbeitgeber freundlich hier. Das erste Jahr fängst du auf Stundenbasis an, und du kannst ackern soviel du willst, aber wenn du einen Tag oder länger krank bist, gehst du leer aus. Genau so sah es mit Urlaub aus. Ich wollte bezahlten Urlaub haben, was jedoch nicht möglich war, da der Tarifvertrag so ausgelegt ist, dass der Arbeitgeber bestimmt. Der Urlaub wird dann einmal im Jahr ausbezahlt, natürlich mit dem Lohn zusammen was höhere Abgaben bedeutet. Nun arbeite ich auf 75% Basis, was auch ganz legal scheint, und wenn man die zwei Jahre durchhält, so heißt es, bekommt man eine Festanstellung. Und ich habe viele Kollegen, die hier schon Jahrzehnte Leben und mir immer wieder klar machen, dass Schweden ebend nicht EU ist, sondern sein eigenes Süppchen kocht, und es nichts bringt wenn man hier gegen den Strom schwimmt, oder versucht auf Missstände aufmerksam zu machen. Es wird sogar geflunkert, das es in Schweden drei große Mafia Organisieren gibt. Skatteverket, Försäkringskassan und Kommunal, eine große Gewerkschaft hier. Als ich einmal einen Vorgesetzten darauf aufmerksam machte, dass meine Ruhezeit nicht eingehalten wird, es fehlten knapp dreizig Minuten, meinte er nur "Willkommen in Schweden". Und ich möchte noch etwas zu der Gewerkschaft hinzufügen, ich habe noch nie so einen katastrophalen Verein gesehen. Und für mich steht nach wie vor fest, Schweden ist schön von der Natur her, aber für mich zu Leben eine Katastrophe.
milli
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Re: Försakringskassan

Beitrag von milli »

UJo hat geschrieben:So, lieber spät als nie kommt eine Antwort. Es handelt sich nicht wie irrtümlich angenommen um Premium Skat sondern um Preliminär skatt, was immer das auch bedeutet. Und auch ich habe versucht, online die EU - KK zu beantragen, es kam jedoch der Hinweis ich solle telefonisch Kontakt aufnehmen, was ja auch geschah, und der Vorgang wie beschrieben ablief. Bis zum heutigen Tage habe ich keine Reaktion erhalten, ausser vor gut vier Monaten, dass mein Antrag geprüft wird und man sich entschuldigt das es aufgrund der erhöhten Belastung der KK noch etwas dauern kann. Ja und was Philipp sagt, dem kann ich teilweise nur zustimmen. Ich arbeite seit nunmehr zwei Jahren als Busfahrer bei, ich glaube dem größten schwedischen Unternehmen auf Basis des Mindestlohn der lt. Tarif gezahlt werden muss. Und die machen das wirklich sehr Arbeitgeber freundlich hier. Das erste Jahr fängst du auf Stundenbasis an, und du kannst ackern soviel du willst, aber wenn du einen Tag oder länger krank bist, gehst du leer aus. Genau so sah es mit Urlaub aus. Ich wollte bezahlten Urlaub haben, was jedoch nicht möglich war, da der Tarifvertrag so ausgelegt ist, dass der Arbeitgeber bestimmt. Der Urlaub wird dann einmal im Jahr ausbezahlt, natürlich mit dem Lohn zusammen was höhere Abgaben bedeutet. Nun arbeite ich auf 75% Basis, was auch ganz legal scheint, und wenn man die zwei Jahre durchhält, so heißt es, bekommt man eine Festanstellung. Und ich habe viele Kollegen, die hier schon Jahrzehnte Leben und mir immer wieder klar machen, dass Schweden ebend nicht EU ist, sondern sein eigenes Süppchen kocht, und es nichts bringt wenn man hier gegen den Strom schwimmt, oder versucht auf Missstände aufmerksam zu machen. Es wird sogar geflunkert, das es in Schweden drei große Mafia Organisieren gibt. Skatteverket, Försäkringskassan und Kommunal, eine große Gewerkschaft hier. Als ich einmal einen Vorgesetzten darauf aufmerksam machte, dass meine Ruhezeit nicht eingehalten wird, es fehlten knapp dreizig Minuten, meinte er nur "Willkommen in Schweden". Und ich möchte noch etwas zu der Gewerkschaft hinzufügen, ich habe noch nie so einen katastrophalen Verein gesehen. Und für mich steht nach wie vor fest, Schweden ist schön von der Natur her, aber für mich zu Leben eine Katastrophe.
das ist einfach ausgedrückt, die diskrepanz zwischen öffentlicher wahrnehmung und realität. Überall wo bürokatie die oberhand übernommen hat, kommt es zu soclhen auswüchsen. spielt dann keine rolle in welchem land das stattfindet.

übrigens, die anmeldung bei der försäkringskassa, z.b. für die EU-KK ist für jeden der in Schweden eingewandert ist um dort dann zu arbeiten, erst nach einem jahr möglich. Und das auch nur auf schrifltichen antrag. das geht bei aller hightec-vernetzung in schweden nicht automatisch!!!!! Gilt genau so auch für schwedische staatsbürger, die nach auslandsaufenthalt zurückkommen. Wissen diese meist nicht mal selbst udn wundern sich wenn sie plötzlich doch kein geld für vab, sjukpenning usw bekommen.

Geringe Tariflöhne sind ein phänomen in schweden und weitverbreitet in den berufen die man auf unterer kommunalebene und im bereich der regionen findet. deshalb gibt es dort wohl auch sehr viel fluktuation und häufig ist das ganze nur auf zeitverträgen basierend. festanstellungen sind gerade anfangs immer die ausnahme. da unterscheidet sich nichts zu europa.
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