Krawalle in Stockholmer Vorort
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Karsten
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Krawalle in Stockholmer Vorort
Im Stockholmer Vorort Husby brachen in der Nacht zum Montag Krawalle aus. Rund 40 Jugendliche zündeten parkende Autos an, schlugen Fensterscheiben ein und begrüßten die eintreffenden Sicherheitskräfte mit Pflastersteinen.
(Quelle: Radio Schweden)
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http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5539491
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Karsten
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Weitere Krawallnacht in Stockholm
In der Nacht zum Dienstag sind im Stockholmer Vorort Husby erneut Krawalle ausgebrochen. Polizei und Rettungsdienste sind dabei zum wiederholten Male mit Steinen beworfen worden. Laut Polizeiangaben haben sich die Krawalle inzwischen auch auf andere soziale Brennpunktgebiete der Hauptstadt ausgebreitet.
(Quelle: Radio Schweden)
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http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5540463
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Karsten
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Krawalle in Stockholm breiten sich weiter aus
In der Nacht zum Mittwoch kam es zum dritten Mal in Folge zu Ausschreitungen in Vororten von Stockholm. Randalierer legten in mehreren Stadtteilen Brände, schlugen Fensterscheiben ein und bewarfen Polizisten mit Steinen. Insgesamt acht Personen wurden festgenommen.
(Quelle: Radio Schweden)
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http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5541802
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desinderia
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Framsidan
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Sie bewerfen ja nicht nur die Polizei mit Steinen sondern auch den Rettungsdienst und die Ambulanzen.
Ein Feuerwehrmann schriebe einen offenen Brief an eine Zeitung und fragte die Übeltäter warum sie das tun? Er hatte da vorher einen Stein durch die windschutzscheibe bekommen und GsD nur an den Helm.
Auch er hätte eine Familie zu der er heimkommen will und fragt u.a. auch ob nicht deren Angehörigen Hilfe wollten wenn notwendig usw
Aber es sind da Gruppen die selber in den Stadtteilen regieren wollen und z.B. soll sich die Polizei dort nicht sehen lassen. Die meisten Einwohner dieser Stadtteile sind ja gegen diese Krawalle und wollen in Frieden leben. Deshalb gestern auch eine Demonstration dort gegen die Unruhestifter.
Auch in Göteborg gibt es einige solche Stadtteile
Ein Feuerwehrmann schriebe einen offenen Brief an eine Zeitung und fragte die Übeltäter warum sie das tun? Er hatte da vorher einen Stein durch die windschutzscheibe bekommen und GsD nur an den Helm.
Auch er hätte eine Familie zu der er heimkommen will und fragt u.a. auch ob nicht deren Angehörigen Hilfe wollten wenn notwendig usw
Aber es sind da Gruppen die selber in den Stadtteilen regieren wollen und z.B. soll sich die Polizei dort nicht sehen lassen. Die meisten Einwohner dieser Stadtteile sind ja gegen diese Krawalle und wollen in Frieden leben. Deshalb gestern auch eine Demonstration dort gegen die Unruhestifter.
Auch in Göteborg gibt es einige solche Stadtteile
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desinderia
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Meiner Meinung nach geht es dabei nur um das, dass sich Einwanderer oder Immigraten benachteiligt fühlen, weil Sie vom schwedischen Staat immer weniger Unterstützung bekommen.
Finde es gut, dass sich der schwedische Staat nicht so ausnutzen lässt, wie der Deutsche....
Es wird niemand gezwungen irgendwo einzuwandern... Und wer Arbeit sucht, findet auch welche...
Es kann wirklich niemand dafür, dass die sich ausgegrenzt fühlen!!!
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Herowina
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Irgendwie kann man sehr wohl etwas dafür..
Es ist doch eine völlig kranke Entwicklung: Wenn sich in den drei schwedischen "Metrolpolen" solche Ghettos bilden - und damit meine ich auch die andere Seite - "rensvenska" Ghettos... Also auf der einen Seite amerikanisch inspirierten Wohlstands-Wohngebiete kontra diese scheußlichen 70erjahre-Hochhaus-Siedlungen - da ist es doch echt kein Wunder, dass Abgrenzung/ Ausgrenzung und soziale Spannungen entstehen.
Schweden hat ein meiner Meinung nach kein Zuwandererproblem, sondern ein Stadt-/Landproblem. Die Landflucht veerschärft sich immer mehr, die Städte werden zu voll. Der Kampf um Wohnraum und Arbeitsplätze wird immer härter und das schafft natürlich Benachteiligungen. Die Verlierer wehren sich irgendwann, oder machen solchen Blödsinn wie Autos anzünden. In Paris hat es auch wochenlang solche Vorortskrawalle gegeben. Déjà-vu...
Es ist doch eine völlig kranke Entwicklung: Wenn sich in den drei schwedischen "Metrolpolen" solche Ghettos bilden - und damit meine ich auch die andere Seite - "rensvenska" Ghettos... Also auf der einen Seite amerikanisch inspirierten Wohlstands-Wohngebiete kontra diese scheußlichen 70erjahre-Hochhaus-Siedlungen - da ist es doch echt kein Wunder, dass Abgrenzung/ Ausgrenzung und soziale Spannungen entstehen.
Schweden hat ein meiner Meinung nach kein Zuwandererproblem, sondern ein Stadt-/Landproblem. Die Landflucht veerschärft sich immer mehr, die Städte werden zu voll. Der Kampf um Wohnraum und Arbeitsplätze wird immer härter und das schafft natürlich Benachteiligungen. Die Verlierer wehren sich irgendwann, oder machen solchen Blödsinn wie Autos anzünden. In Paris hat es auch wochenlang solche Vorortskrawalle gegeben. Déjà-vu...
Nach Schweden? Auswanderer-Blog
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Framsidan
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Herowina wie willst du die "Ghettos" verhindern?
Die meisten Einwanderer wollen dort wohnen wo ihre Landsleute sind. Soll dann die einheimische Bevölkerung ihre Hüser/Wohnungen verkaufen und auch dorthin ziehen?
Wir wohnen in einem Stadtteil wo der gesamte ältere Stadtteil in den siebziger Jahren gebaut wurde und wir empfinden es nicht als Ghetto sondern fühlen uns wohl hier. Ist es nicht oft so dass die Einwohner selber viel dazu beitragen wie es ist/wird?
Z. B. wenn sich Eltern nicht darum kümmern was ihre Sprösslinge tun? Wenn 13 - 14 Jährige schon einen Stadtteil terrorisieren? Da liegt der Fehler im Elternhaus und das kann ja nicht Fehler des Staates sein.
Findest du wirklich Herowina dass die Schweden ihren Wohnsitz den Einwandern anpassen soll damit keine "rensvenska Ghettos" entstehen????
Framsidan
Die meisten Einwanderer wollen dort wohnen wo ihre Landsleute sind. Soll dann die einheimische Bevölkerung ihre Hüser/Wohnungen verkaufen und auch dorthin ziehen?
Wir wohnen in einem Stadtteil wo der gesamte ältere Stadtteil in den siebziger Jahren gebaut wurde und wir empfinden es nicht als Ghetto sondern fühlen uns wohl hier. Ist es nicht oft so dass die Einwohner selber viel dazu beitragen wie es ist/wird?
Z. B. wenn sich Eltern nicht darum kümmern was ihre Sprösslinge tun? Wenn 13 - 14 Jährige schon einen Stadtteil terrorisieren? Da liegt der Fehler im Elternhaus und das kann ja nicht Fehler des Staates sein.
Findest du wirklich Herowina dass die Schweden ihren Wohnsitz den Einwandern anpassen soll damit keine "rensvenska Ghettos" entstehen????
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aStrangeWorld
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Was ja die Demonstrationen auch zeigen: Die meisten der Einwohner wollen friedlich zusammenleben, und einige wenige üben sinnlose Gewalt aus (an Menschen und Dingen, die vermutlich an ihrer Lage unschuldig sind) und ziehen dabei auch durch verschiedene Stadtteile. Ich denke auch nicht, dass alle Einwohner von 70er Jahre Vierteln in Stockholm radikal sind, dafür gibt es einfach zu viele davon...
Der Staat kann sich aber meiner Meinung nach da nicht komplett rausreden. Ich weiss nicht, ob die Ghettobildung das Problem oder nur eine Folge des Problems ist, aber anscheinend fühlen sich ja die Einwohner unter Generalverdacht gestellt, werden mit rassistischen Äußerungen konfrontiert und fühlen sich nicht ausreichend beschützt. Gleichzeitig ist Schweden der Staat in der EU, bei dem die Distanz zwischen Arm und Reich am schnellsten wächst (eine solche Meldung wurde hier vor kurzem publiziert). Das fördert natürlich Aggression, auch wenn es völlig unangemessen ist, muss man sich dieser Folge bewusst sein.
Am Sonntag komme ich wieder für 10 Tage nach Stockholm - auch in einen Vorort. Mal sehen, wie die Lage bis dahin wird.
Der Staat kann sich aber meiner Meinung nach da nicht komplett rausreden. Ich weiss nicht, ob die Ghettobildung das Problem oder nur eine Folge des Problems ist, aber anscheinend fühlen sich ja die Einwohner unter Generalverdacht gestellt, werden mit rassistischen Äußerungen konfrontiert und fühlen sich nicht ausreichend beschützt. Gleichzeitig ist Schweden der Staat in der EU, bei dem die Distanz zwischen Arm und Reich am schnellsten wächst (eine solche Meldung wurde hier vor kurzem publiziert). Das fördert natürlich Aggression, auch wenn es völlig unangemessen ist, muss man sich dieser Folge bewusst sein.
Am Sonntag komme ich wieder für 10 Tage nach Stockholm - auch in einen Vorort. Mal sehen, wie die Lage bis dahin wird.
- Lukä
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Sorry, aber diese Parolen sind mir etwas zu flach. Wenn man sich mit dem Thema ein bisschen auseinandersetzt, muss man eben auch mal tiefer graben. Solche einfachen "Erklärungen" rutschen schnell auf die populistische Seite. Ich heiße es nicht für gut, was da passiert und ich toleriere keinesfalls Gewalt, aber Parolen wie "Wer Arbeit sucht, findet auch welche..." oder "Es kann wirklich niemand dafür, dass die sich ausgegrenzt fühlen!!!" sind nicht nur menschlich daneben, sie sind auch schlichtweg falsch.desinderia hat geschrieben:Meiner Meinung nach geht es dabei nur um das, dass sich Einwanderer oder Immigraten benachteiligt fühlen, weil Sie vom schwedischen Staat immer weniger Unterstützung bekommen.
Finde es gut, dass sich der schwedische Staat nicht so ausnutzen lässt, wie der Deutsche....
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Karsten
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Husby und das Gerangel um die Ursachen
Während die nächtlichen Ausschreitungen von Jugendlichen in der schwedischen Hauptstadt weiter anhalten, wird in der Öffentlichkeit erbittert über die Ursachen der Krawalle gestritten. Traditionelle linke, rechte und konservative Argumente rangeln dabei um die Deutungshoheit; versuchen, politischen Profit aus den Krawallen herauszuschlagen.
(Quelle: Radio Schweden)
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http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5544883
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Stockholmer wehren sich gegen Krawalle
Auch in der Nacht zum Donnerstag gab es in mehreren Stadtteilen Stockholms Krawalle. Wie in den Nächten zuvor wurden Autos in Brand gesteckt und Polizisten und Feuerwehrmänner mit Steinen beworfen. Erstmals haben die Einwohner der Stadtviertel versucht, dem gewaltsamen Treiben mit Manifestationen und Nachtpatrouillen entgegenzuwirken. Die Polizei hat unterdessen die ausführliche Medienberichterstattung über die Krawalle scharf kritisiert.
(Quelle: Radio Schweden)
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http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5543318
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Re: Stockholmer wehren sich gegen Krawalle
Wenn die Betonung auf "ausführliche" liegt, finde ich es allerdings sehr bedenklich.Karsten hat geschrieben: Die Polizei hat unterdessen die ausführliche Medienberichterstattung über die Krawalle scharf kritisiert.
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Also ausführlich kann man das wohl nicht nennen. Die Medien versuchen die Krawalle herunterzuspielen und zu bagatellisieren wo es nur geht. 22 ausgebrannte Autos in nur einem Stockholmer Vorort, Schulen und Kindergärten brennen...
Keiner will erkennen das mit der ganzen Einwanderung wohl doch was schief gelaufen ist.
Die Polizei beginnt nun die entstandenen Mitbürgergarden zu bekämpfen anstatt was gegen die Brandstifter zu unternehmen und diese hinter Schloss und Riegel zu setzen.
Letzte Nacht haben sich die Krawalle auf Uppsala, Södertälje und Örebro ausgebreitet.
Schönen Urlaub!
Keiner will erkennen das mit der ganzen Einwanderung wohl doch was schief gelaufen ist.
Die Polizei beginnt nun die entstandenen Mitbürgergarden zu bekämpfen anstatt was gegen die Brandstifter zu unternehmen und diese hinter Schloss und Riegel zu setzen.
Letzte Nacht haben sich die Krawalle auf Uppsala, Södertälje und Örebro ausgebreitet.
Schönen Urlaub!
Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Als ich im Radio gehört habe: Krawalle in der Umgebung Stockholms, habe ich erst gedacht ich hätte mich verhört, das war aber leider nicht der Fall. Als ich mich weiter darüber informierte, habe ich festgestellt, dass es dabei um Ausänder geht. Ich meine, es gibt viele Ausländer, die in ein anderes Land gehen, weil es sich dort besser leben lässt, ohne Arbeit aber auch aus anderen Gründen. Im allgemeinen habe ich nichts gegen Ausländer, und man sollte ihnen auch eine Chance geben, aber ich habe schon viele schlechte Erfahrungen mit Ihnen gemacht, die meisten im Urlaub, was aber wahrscheinlich daran liegt, dass es auf der Insel wo ich lebe einfach nicht so viele gibt. Zum einen sind die Einwanderer aus den Östlichen Staaten Europas in meinen Augen am auffälligsten. Als wir einmal mit unserem Womo (mehre Tage) auf einem Strandparkplatz standen kam später ein Lieferwagen, mit zwei Türkischen Innsassen angefahren, einer Stieg aus und ging zum Strand, der andere drehte die Musik so laut auf, dass man diese sehr weit hören konnte. Wenig später kam ein Schwede zu uns und wir kamen ins Gespräch, er meinte, dass er es gar nicht gut findet, was er dort macht. Wir würden gar nicht auffallen, obwohl wir schon mehre Tage dort standen. Er meinte das es meist diese Menschen aus den Östlichen Ländern sind, die Ärger machen. Zudem wird immer von Integration gesprochen, dass alle intergiert werden sollen, was ja auch vollkommen in Ordnung ist, jedoch leben die meinsten Familien aus dem Ausland in ihren eigenen vier Wänden, wie in ihren Herkunftsland, das nenne ich nicht integration. Wandere ich ihn ein anderes Land aus, wäre es doch am besten, sich an das Land und die Menschen anzupassen. Ich denke ein weiteres Problem ist doch auch, das es in schwedischen Familien in Durchschnitt 2 Kinder gibt, in den der z.B. Türkischen 4-6. Es werden also mehr Ausländer, und beispielsweise auch die Rate der Hauseinbrüche in Schweden steigt auch, ich meine, das kommt doch nicht von nichts... Letztenendes sind wir Deutschen in Schweden auch Ausländer, das sollte man nicht vergessen, jedoch lautet meine Devise immernoch, dass man dort wo man "zu Gast" ist nicht auffallen sollte.
Ich hoffe keiner fühlt sich auf die Füße getreten
Liebe Grüße von Lotta
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Ich finde gar nicht, dass hier etwas heruntergespielt wird. Die Berichterstattung ist schon ausführlich und jeder Mensch, der einen eigenen Kopf zum denken hat, sollte sich selber eine Meinung dazu bilden. Man muss ja nicht immer und alles vorgesetzt bekommen. Ich sehe hier auch nicht nur das schnöde Ausstrahlen von Bildern sondern aber auch Gesprächsrunden im TV, die sehr wohl auch die Hintergründe beleuchten. Ich hole mir meine Meinung nicht aus dem Fernsehen.
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Wenn du dich da mal nicht irrst. Viele Menschen dort sind ganz sicher Schweden.Lotta98 hat geschrieben:Als ich mich weiter darüber informierte, habe ich festgestellt, dass es dabei um Ausänder geht.
Diese Menschen heißen oft auch Flüchtlinge.Lotta98 hat geschrieben:Ich meine, es gibt viele Ausländer, die in ein anderes Land gehen, weil es sich dort besser leben lässt, ohne Arbeit aber auch aus anderen Gründen.
Übrigens bin auch ich ins Ausland gegangen, weil es mir hier besser geht. Und mir ging es schon in Deutschland nicht schlecht.
Wer? Wir reiche, zivilisierte Mitteleuropäer? War sicher nicht so gemeint, aber was für eine großkotzige Aussage!Lotta98 hat geschrieben:Im allgemeinen habe ich nichts gegen Ausländer, und man sollte ihnen auch eine Chance geben
Schon mal daran gedacht, dass du im Urlaub der Ausländer bist? Oder geht es dir nicht darum, wer wo lebt, sondern wer wie aussieht?Lotta98 hat geschrieben: ...aber ich habe schon viele schlechte Erfahrungen mit Ihnen gemacht, die meisten im Urlaub.
Im statistischen Sinne der Vereinten Nationen umfasst das Östliche Europa: Bulgarien, Moldawien, Rumänien, Russland, Slowakei, Ukraine, Ungarn, Polen, Tschechien, Weißrussland.Lotta98 hat geschrieben: Zum einen sind die Einwanderer aus den Östlichen Staaten Europas in meinen Augen am auffälligsten. Als wir einmal mit unserem Womo (mehre Tage) auf einem Strandparkplatz standen kam später ein Lieferwagen, mit zwei Türkischen Innsassen angefahren...
Im sprachlich-geografischen Sinne der Vereinten Nationen umfasst die Abteilung für Osteuropa, Nord- und Zentralasien folgende Staaten: Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Kirgisistan, Mongolei, Russland, die Ukraine, Usbekistan und Weißrussland.
Das tue ich auch... Übrigens Integration ist keine Einbahnstrasse....Lotta98 hat geschrieben:Zudem wird immer von Integration gesprochen, dass alle intergiert werden sollen, was ja auch vollkommen in Ordnung ist, jedoch leben die meinsten Familien aus dem Ausland in ihren eigenen vier Wänden, wie in ihren Herkunftsland, das nenne ich nicht integration.
Mich würde 1. der statistische Beleg für deine Aussagen zur Geburtenrate interessieren und 2. der direkte Zusammenhang zwischen Geburtenrate der "Ausländer" und dem Anstieg der Hauseinbrüche. Und sprichst du bei "Ausländern" nur von denen aus dem "östlichen Europa" oder von allen Ausländern?Lotta98 hat geschrieben:Ich denke ein weiteres Problem ist doch auch, das es in schwedischen Familien in Durchschnitt 2 Kinder gibt, in den der z.B. Türkischen 4-6. Es werden also mehr Ausländer, und beispielsweise auch die Rate der Hauseinbrüche in Schweden steigt auch
Sorry, aber so viel Mist habe ich hier selten gelesen. Eine Meinung zu haben mag gut und schön sein, solange sie sich im Rahmen der Menschlichkeit bewegt, aber hier mit unreflektierten Pauschalisierungen und nicht belegbaren Statistiken um sich zu werfen, und dann daraus auch noch banale Schlussfolgerungen zu ziehen ist im besten Fall nur... unüberlegt
Hälsningar Luki
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Also, ohne auf alles Andere einzugehen....es ist durchaus üblich, das Schweden mehr als 2 Kinder haben, deutlich mehr als in Deutschland jedenfalls...eigentlich weiss ich auch garnicht was das mit diesen Krawallen zu tun hat?
Was ich weiss, das hier gerade Terror ausgeübt wird, von einer Minderheit, keine Ahnung, wo diese herkommen.Sicher ist nur: leidtragend sind die Betroffenen, die Anwohner, egal ob Ursprungs-Schweden oder "Neu-Schweden" und auch die Einsatzkräfte.
Und egal warum wieso oder was wer wie wo falsch gemacht hat, DAS ist Terror...Gewalt ist keine Lösung und darf nicht toleriert werden, niemals...soviel habe ich zumindest aus der Geschichte gelernt.
Was ich weiss, das hier gerade Terror ausgeübt wird, von einer Minderheit, keine Ahnung, wo diese herkommen.Sicher ist nur: leidtragend sind die Betroffenen, die Anwohner, egal ob Ursprungs-Schweden oder "Neu-Schweden" und auch die Einsatzkräfte.
Und egal warum wieso oder was wer wie wo falsch gemacht hat, DAS ist Terror...Gewalt ist keine Lösung und darf nicht toleriert werden, niemals...soviel habe ich zumindest aus der Geschichte gelernt.
liebe Grüsse
Heike
meine Homepage: www.figeholm.jimdo.com
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Annika+Jonas
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Hallo!
Lukäs Antwort auf Lotta98 spricht mir in vielen Punkten aus der Seele.
Im Hinblick auf Lottas Alter (geboren 98, vermute ich?) kann ich mit etwas gutem Willen manche ihrer Formulierungen lediglich als ungeschickt und naiv lesen, und will ihren Beitrag nicht sofort als unreflektierten rechten Mist abstempeln (was ich zweifellos täte, wäre die Verfasserin ein paar Jahre älter). Lukä hat ja bereits einiges angesprochen, insofern möchte ich hier nichts wiederholen nur noch etwas ergänzen:
Ein Gast ist jemand, der sich für eine begrenzte Zeit an einem anderen Ort aufhält, aber die Menschen in diesen traurig berühmt gewordenen Vororten sind Teil der schwedischen Gesellschaft und keine Gäste. Vermutlich ist es jedoch genau diese Sicht auf diese Menschen - "Gäste", die eine Weile geduldet werden, aber dann bitte wieder verschwinden mögen - die den Kern missglückter Integration ausmacht.
Dass man sich als Urlauber angemessen verhält, sich an geltende Regeln und Gesetze hält und den gesunden Menschenverstand nicht zuhause lässt, sollte natürlich selbstverständlich sein, da stimme ich dir vollkommen zu. Apropos:
Grüße, A.
Lukäs Antwort auf Lotta98 spricht mir in vielen Punkten aus der Seele.
Im Hinblick auf Lottas Alter (geboren 98, vermute ich?) kann ich mit etwas gutem Willen manche ihrer Formulierungen lediglich als ungeschickt und naiv lesen, und will ihren Beitrag nicht sofort als unreflektierten rechten Mist abstempeln (was ich zweifellos täte, wäre die Verfasserin ein paar Jahre älter). Lukä hat ja bereits einiges angesprochen, insofern möchte ich hier nichts wiederholen nur noch etwas ergänzen:
Vor einigen Jahren siedelten sich in Brandenburg ungewöhnlich viele Störche an und im gleichen Jahr stieg die Geburtenzahl in den brandenburgischen Krankenhäusern. Der Zusammenhang zwischen beiden Entwicklungen ist ähnlich logisch wie der zwischen "den kinderreichen Türken" und der behaupteten steigenden Zahl an Einbrüchen. (Und ob das mit den Einbrüchen stimmt, oder ob nur mehr darüber berichtet wird, sei mal dahingestellt.)Lotta98 hat geschrieben:Ich denke ein weiteres Problem ist doch auch, das es in schwedischen Familien in Durchschnitt 2 Kinder gibt, in den der z.B. Türkischen 4-6. Es werden also mehr Ausländer, und beispielsweise auch die Rate der Hauseinbrüche in Schweden steigt auch, ich meine, das kommt doch nicht von nichts...
Ist man ein Gast in dem Land in dem man lebt, auch wenn man woanders geboren wurde? Ist man ein Gast, wenn man im Land geboren wurde, aber die Eltern nicht?Letztenendes sind wir Deutschen in Schweden auch Ausländer, das sollte man nicht vergessen, jedoch lautet meine Devise immernoch, dass man dort wo man "zu Gast" ist nicht auffallen sollte.
Ein Gast ist jemand, der sich für eine begrenzte Zeit an einem anderen Ort aufhält, aber die Menschen in diesen traurig berühmt gewordenen Vororten sind Teil der schwedischen Gesellschaft und keine Gäste. Vermutlich ist es jedoch genau diese Sicht auf diese Menschen - "Gäste", die eine Weile geduldet werden, aber dann bitte wieder verschwinden mögen - die den Kern missglückter Integration ausmacht.
Dass man sich als Urlauber angemessen verhält, sich an geltende Regeln und Gesetze hält und den gesunden Menschenverstand nicht zuhause lässt, sollte natürlich selbstverständlich sein, da stimme ich dir vollkommen zu. Apropos:
War das in Schweden? Ich nehme es mal an, da du schreibst, dass ihr euch dort mit einem Schweden unterhalten habt. Ist dir bekannt, dass das Jedermannsrecht in Schweden eine Übernachtung auf freien Plätzen gestattet, nicht jedoch mehrere Nächte? Wie du selbst schreibst:Als wir einmal mit unserem Womo (mehre Tage) auf einem Strandparkplatz standen[...]
Wir würden gar nicht auffallen, obwohl wir schon mehre Tage dort standen.[...]
Richtig! (Auch nicht durch Dauercampen auf Strandparkplätzen.)Letztenendes sind wir Deutschen in Schweden auch Ausländer, das sollte man nicht vergessen, jedoch lautet meine Devise immernoch, dass man dort wo man "zu Gast" ist nicht auffallen sollte.
Grüße, A.
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Annika+Jonas
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Sprichst du von deutschen oder von schwedischen Medien?chris22 hat geschrieben:Also ausführlich kann man das wohl nicht nennen. Die Medien versuchen die Krawalle herunterzuspielen und zu bagatellisieren wo es nur geht.
Was die schwedischen Medien angeht, so kann ich jedenfalls nicht klagen, ich würde mich schlecht informiert fühlen und mein Eindruck ist auch keinesfalls, dass hier etwas runtergespielt wird, im Gegenteil. Auf SVT und SR P1 steht das Thema stets an erster Stelle, stets umrahmt von Expertenmeinungen (wenn auch unterschiedlicher Qualität), Interviews mit Politikern und Betroffenen etc.
Und wer's ganz reißerisch mag, kann die ganze Nacht lang online die Livereportagen von brennenden Autos und vermummten Gestalten sehen (ich verzichte an dieser Stelle bewusst auf einen Link). Zynisch aber treffend kommentierte heute jemand diese Form der Berichterstattung: "Wenn da die Reporter der auflagenstarken Blätter mit ihren Kameras stehen und brennende Autos filmen wollen, dann muss man ja auch Leistung erbringen."
Ja, und das ist auch richtig so, denn Schweden ist immer noch ein Rechtsstaat, in dem das Gewaltmonopol staatlichen Organen vorbehalten ist. Selbsternannte braune Bürgerwehren werden die Probleme in den Vorstädten ganz sicher nicht lösen.Die Polizei beginnt nun die entstandenen Mitbürgergarden zu bekämpfen
Grüße, A.
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luberon
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Ich meine die Schuld liegt an der Einwanderungspolitik.
Alle Ausländer wollen vom Sozialstaat leben, aber sich nicht an die Gesetze des Landes richten.

Alle Ausländer wollen vom Sozialstaat leben, aber sich nicht an die Gesetze des Landes richten.
Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Aufgrung der Beiträge, die hier folgten, möchte ich meinen Beitrag hier (siehe oben) entfernen,denn wahrscheinlich bin ich wie Annika+Jonas schon geschreiben hat noch zu ungeschickt und naiv, um über solche Themen zu schreiben.
Ich entschuldige mich und hoffe, das mir das keiner mehr krumm nimmt
L.G. Lotta
So denke ich auch über die Sache, jedoch viel es mir schwer, dies in Worte zu packen. Deshalb habe ich es umschreiben und dabei kam mein ungelungener Text herrausluberon hat geschrieben:Ich meine die Schuld liegt an der Einwanderungspolitik.
Alle Ausländer wollen vom Sozialstaat leben, aber sich nicht an die Gesetze des Landes richten.
Ich entschuldige mich und hoffe, das mir das keiner mehr krumm nimmt
L.G. Lotta
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Annika+Jonas
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Gehts nicht noch ein bisschen pauschaler?luberon hat geschrieben:Alle Ausländer wollen vom Sozialstaat leben, aber sich nicht an die Gesetze des Landes richten.
Grüße, A.
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karl69
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
luberon hat geschrieben:Ich meine die Schuld liegt an der Einwanderungspolitik.
Alle Ausländer wollen vom Sozialstaat leben, aber sich nicht an die Gesetze des Landes richten.
Sowas ist es glaube ich nicht wert kommentiert zu werden.
Fakt ist, dass die aktuelle Mitte-Rechts-Regierung in den letzten Jahren Sozialprogramme und die Unterstützung von sozialen Einrichtungen in den Gebieten mit hohen Ausländeranteil zusammengestrichen hat.
Was hier (in Schweden) keiner so richtig sagen will, weil die politische Korrektheit es verbietet, ist aber leider offensichtlich:
Wenn man in Schweden als Nord-Afrikaner, Schwarzer oder generell als "anders aussehender" ankommt, wird man -niemals- Teil dieser Gesellschaft.
Egal wieviel Anpassungswille man zeigt und egal wie gut man die Sprache spricht.
Karl
Zuletzt geändert von karl69 am 26. Mai 2013 12:09, insgesamt 1-mal geändert.
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luberon
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Die Wahrheit darf man nicht sagen, sonst wird man gleich ins rechte Lager gestellt

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vinbergssnäcka
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Mal ganz ehrlich: wo, auf dieser Welt hat man als "anders aussehender" KEINE Probleme,ein Teil der Gesellschaft zu werden?karl69 hat geschrieben: Wenn man in Schweden als Nord-Afrikaner, Schwarzer oder generell als "anders aussehender" ankommt, wird man -niemals- Teil dieser Gesellschaft.
Egal wieviel Anpassungswille man zeigt und egal wie gut man die Sprache spricht.
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karl69
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Ich denke, dass es in Skandinavien ganz besonders schwer ist für Ausländer, da die Gesellschaft hier genetisch relativ homogen ist. Jedenfalls viel homogener als in Deutschland, Frankreich oder anderen europäischen Staaten (von Einwanderungsländern wie Kanada, Australien oder den USA ganz zu schweigen).vinbergssnäcka hat geschrieben: Mal ganz ehrlich: wo, auf dieser Welt hat man als "anders aussehender" KEINE Probleme,ein Teil der Gesellschaft zu werden?
Dazu kommt, dass Länder wie DK, S oder N in den letzten Jahrhunderten auch kulturell kaum dem Einfluss von anderen Ländern ausserhalb Skandinaviens ausgesetzt waren.
Gruß
Karl
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Wie kommst du da drauf, Gesellschaft Homogen? inwiefern denn? Was kennst Du denn von Schweden? Kannst Du das irgendwie belegen, das Schweden in den letzten Jahrhunderten nicht dem Einfluss von anderen Ländern ausgesetzt war?karl69 hat geschrieben:Ich denke, dass es in Skandinavien ganz besonders schwer ist für Ausländer, da die Gesellschaft hier genetisch relativ homogen ist. Jedenfalls viel homogener als in Deutschland, Frankreich oder anderen europäischen Staaten (von Einwanderungsländern wie Kanada, Australien oder den USA ganz zu schweigen).vinbergssnäcka hat geschrieben: Mal ganz ehrlich: wo, auf dieser Welt hat man als "anders aussehender" KEINE Probleme,ein Teil der Gesellschaft zu werden?
Dazu kommt, dass Länder wie DK, S oder N in den letzten Jahrhunderten auch kulturell kaum dem Einfluss von anderen Ländern ausserhalb Skandinaviens ausgesetzt waren.
Gruß
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Mutet mir ziemlich merkwürdig an.....in einem Land, in dem selbst der König importiert wurde, die ein Heer von ausländischen Legosoldaten hatten, die schon vor mehreren hundert Jahren angefangen haben, Arbeitskraft zu importieren (Eisengruben, Giessereien, Glashütten, Brauereien..usw...oder ich sage nur: Hansestädte.....
oder,wenn wir nicht ganz so weit zurückblicken...emigration in die USA und nicht zu vergessen, die Rückkehrer aus den USA....
liebe Grüsse
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Herowina
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Indem die Städte mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Es gibt doch in den schwedischen Städten viel zu wenig Mietswohnungen! Das ist ein strukturelles Problem, das nicht einfach wegzudiskutieren ist.Framsidan hat geschrieben:Herowina wie willst du die "Ghettos" verhindern?
Framsidan
Ich bin sicher, die Zugezogenen würden sich gerne aussuchen können, wo sie wohnen - geht aber nicht, weil kaum einer 2 Mio. Kronen für 2 bis 3-Zimmer auf der Etage hinblättern kann, (bzw. will sich kaum einer dermaßen verschulden...).
Dass Einwanderer generell unbedingt dahin ziehen wollen, wo die Landsleute leben, halte ich für Quatsch.
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vinbergssnäcka
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Grundsätzlich gebe ich Dir ja recht, es gibt viel zu wenig bezahlbare Mietwohnungen in den Städten. Die Frage ist aber, ob nicht gerade das Schaffen von billigem Wohnraum eben zu genau dieser Ghettobildung führt?Herowina hat geschrieben:Indem die Städte mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Es gibt doch in den schwedischen Städten viel zu wenig Mietswohnungen! Das ist ein strukturelles Problem, das nicht einfach wegzudiskutieren ist.Framsidan hat geschrieben:Herowina wie willst du die "Ghettos" verhindern?
Framsidan
Ich bin sicher, die Zugezogenen würden sich gerne aussuchen können, wo sie wohnen - geht aber nicht, weil kaum einer 2 Mio. Kronen für 2 bis 3-Zimmer auf der Etage hinblättern kann, (bzw. will sich kaum einer dermaßen verschulden...).
Dass Einwanderer generell unbedingt dahin ziehen wollen, wo die Landsleute leben, halte ich für Quatsch.
Billig bauen heisst ja: ausserhalb des Zentrums und dann viel Wohnraum auf wenig Platz, also Hochhäuser und Plattenbauten.
Wie sähe denn Deine Lösung aus?
liebe Grüsse
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Naja, solange die Leute mitmachen und für ein paar Quadratmeter in der Stadt ihre Seele verkaufen, wird sich da nicht soviel ändern. Die teuren Eigentumswohnungen sind ja trotz allem begehrt, es gibt eine richtige Immobilienblase in Stockholm (sagten die Nachrichten neulichst)...Vielleicht, wenn die mal platzt, gehen vorhandene Immobilien an Eigentümer, die eher wieder vermieten statt verkaufen. In Göteborg weiß ich, dass auf einigen freien "Filetstücken" gebaut werden soll, damit die Stadt eben nicht so in die Breite und in die Vororte wächst. Verdichtung, eben..
Ich finde, insgesamt müsste man noch viel größere Anstrengungen machen, das platte Land zu stärken, damit erst gar nicht soviele Leute in die Städte ziehen wollen / müssen. Also Arbeitsplätze in Skara statt in Stockholm (klar, ist leicht gesagt, - der Trend geht ja nach wie vor eher andersherum)...
Aber man darf auch nie nie vergessen, dass nicht die "Ausländer" für überfüllte Städte verantwortlich sind, - das sind eben auch Lasse aus Torsby und Karin aus Överkalix, die ins große glitzerne Stockholm ziehen wollen... Ganz klare Landflucht.. Und wie kann man die aufhalten??
Ich finde, insgesamt müsste man noch viel größere Anstrengungen machen, das platte Land zu stärken, damit erst gar nicht soviele Leute in die Städte ziehen wollen / müssen. Also Arbeitsplätze in Skara statt in Stockholm (klar, ist leicht gesagt, - der Trend geht ja nach wie vor eher andersherum)...
Aber man darf auch nie nie vergessen, dass nicht die "Ausländer" für überfüllte Städte verantwortlich sind, - das sind eben auch Lasse aus Torsby und Karin aus Överkalix, die ins große glitzerne Stockholm ziehen wollen... Ganz klare Landflucht.. Und wie kann man die aufhalten??
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Jugendliche ziehen eben in die Stadt weil Land nichts her gibt...
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Da kann ich Dir wiederum Recht geben, es gibt nämlich genügend bezahlbare Wohnungen und auch Wohneigentum....auf dem Land!Herowina hat geschrieben: Ich finde, insgesamt müsste man noch viel größere Anstrengungen machen, das platte Land zu stärken, damit erst gar nicht soviele Leute in die Städte ziehen wollen / müssen. Also Arbeitsplätze in Skara statt in Stockholm (klar, ist leicht gesagt, - der Trend geht ja nach wie vor eher andersherum)...
Aber man darf auch nie nie vergessen, dass nicht die "Ausländer" für überfüllte Städte verantwortlich sind, - das sind eben auch Lasse aus Torsby und Karin aus Överkalix, die ins große glitzerne Stockholm ziehen wollen... Ganz klare Landflucht.. Und wie kann man die aufhalten??
Hier bei uns stehen jede Menge Wohnungen leer und auch ein eigenes Häuschen ist immer noch bezahlbar. Die Meisten, die hier wohnen können sich garnicht leisten, in die Stadt zu ziehen, nicht mal in die nächste Kleinstadt. Von Stockholm brauchen wir nicht erst reden.
Das Problem ist: viele Jugendliche, aber auch viele derer die Asyl bekommen haben zieht es in die Städte. Sicher aus unterschiedlichen Gründen, der wichtigste ist aber, das hier auf dem Land die Arbeitsplätze erstens erhalten werden müssten und zweitens neue geschaffen werden müssten!
Und da ist natürlich die Regierung gefragt, denn die meisten Industriejobbs verschwinden doch nach Osteuropa oder nach Asien...was übrig bleibt sind Servicejobbs, das Krankensystem und Altenpflege und Jobbs die ein Studium voraussetzen....
liebe Grüsse
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Kommentar aus einer dt. Zeitung
Stockholm ist überall
Schulen und Autos brennen, Steine fliegen, Polizisten und Jugendliche liefern sich Straßenschlachten – und das nicht irgendwo in Beirut oder Kairo, sondern in Schwedens Hauptstadt Stockholm. Im Lande von Pippi Langstrumpf gärt es. In den Großstädten brüllen junge Zuwanderer ihren Ärger und ihre Unzufriedenheit über ihre Situation aus dem Leib. Und sie sind gewalttätig.
Unser häufig verklärter Blick auf ein vermeintlich idyllisches Land täuscht. Das schwedische Ideal vom Wohlfahrtsstaat, der sich um jeden kümmert, existiert schon lange nicht mehr. Die Sozialpolitik folgt der Kassenlage. Eine solche Politik kann all jenen, die hoffnungsvoll ins Land strömen – ohne Qualifikation und sprachliche Kenntnisse und oft genug mit Integrationsunwillen – nicht gerecht werden.
Schweden erlebt nicht zum ersten Mal einen Aufstand seiner Einwanderer. 2008 brodelte es bereits in Malmö. 15 Prozent der Einwohner wurden nicht im Land geboren. Hinzu kommen jene, die in zweiter und dritter Generation dort geboren wurden und als Schweden gelten. Vor allem sie wollen nicht länger an den sozialen Rand und den geografischen der Städte gedrängt werden. Denn für sie entscheidet immer häufiger der Geburts- oder Wohnort über ihre sozialen Chancen.
Schweden hingegen, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder auf eine Privatschule. Die verbliebenen Migrantenkinder will kaum jemand unterrichten. Wie schon im Wohnviertel bleiben sie auch in der Schule unter sich. Die meist verarmten Familien können sich zudem oft keine menschenwürdige Unterkunft leisten. Mietwohnungen sind entweder zu teuer oder der Zugang scheitert am schwedischen Wohnrecht, das man sich teuer erkaufen muss. So landen die meisten in verwahrlosten Vierteln, um die sich kaum jemand kümmert. Es sind Ghettos. Sozialarbeiter und Verbände finden sich dort immer seltener. In einem Stockholmer Stadtteil zum Beispiel wurde jüngst erst am Morgen entdeckt, dass sich in der Nacht ein Mann an einer Straßenlaterne erhängt hatte – die Leuchten waren allesamt seit langer Zeit defekt.
Ob in Stockholm, Paris, London oder Madrid: Ein modernes Land mit hehren ethischen, sozialen und demokratischen Ansprüchen kann es sich nicht leisten, seine Mitbürger derart schlecht zu behandeln. Hier rächt sich eine Politik, die sich nicht mit letzter Konsequenz zu ihren Einwanderern bekennt. Und im Fahrwasser dieser Politik tummeln sich all die Rechtspopulisten – auch in Schweden – die mit Schadenfreude auf der desolaten Situation herumreiten. So wird deutlich, dass sich dieses Problem nicht allein auf Schweden beschränkt. Stockholm ist überall.
Stockholm ist überall
Schulen und Autos brennen, Steine fliegen, Polizisten und Jugendliche liefern sich Straßenschlachten – und das nicht irgendwo in Beirut oder Kairo, sondern in Schwedens Hauptstadt Stockholm. Im Lande von Pippi Langstrumpf gärt es. In den Großstädten brüllen junge Zuwanderer ihren Ärger und ihre Unzufriedenheit über ihre Situation aus dem Leib. Und sie sind gewalttätig.
Unser häufig verklärter Blick auf ein vermeintlich idyllisches Land täuscht. Das schwedische Ideal vom Wohlfahrtsstaat, der sich um jeden kümmert, existiert schon lange nicht mehr. Die Sozialpolitik folgt der Kassenlage. Eine solche Politik kann all jenen, die hoffnungsvoll ins Land strömen – ohne Qualifikation und sprachliche Kenntnisse und oft genug mit Integrationsunwillen – nicht gerecht werden.
Schweden erlebt nicht zum ersten Mal einen Aufstand seiner Einwanderer. 2008 brodelte es bereits in Malmö. 15 Prozent der Einwohner wurden nicht im Land geboren. Hinzu kommen jene, die in zweiter und dritter Generation dort geboren wurden und als Schweden gelten. Vor allem sie wollen nicht länger an den sozialen Rand und den geografischen der Städte gedrängt werden. Denn für sie entscheidet immer häufiger der Geburts- oder Wohnort über ihre sozialen Chancen.
Schweden hingegen, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder auf eine Privatschule. Die verbliebenen Migrantenkinder will kaum jemand unterrichten. Wie schon im Wohnviertel bleiben sie auch in der Schule unter sich. Die meist verarmten Familien können sich zudem oft keine menschenwürdige Unterkunft leisten. Mietwohnungen sind entweder zu teuer oder der Zugang scheitert am schwedischen Wohnrecht, das man sich teuer erkaufen muss. So landen die meisten in verwahrlosten Vierteln, um die sich kaum jemand kümmert. Es sind Ghettos. Sozialarbeiter und Verbände finden sich dort immer seltener. In einem Stockholmer Stadtteil zum Beispiel wurde jüngst erst am Morgen entdeckt, dass sich in der Nacht ein Mann an einer Straßenlaterne erhängt hatte – die Leuchten waren allesamt seit langer Zeit defekt.
Ob in Stockholm, Paris, London oder Madrid: Ein modernes Land mit hehren ethischen, sozialen und demokratischen Ansprüchen kann es sich nicht leisten, seine Mitbürger derart schlecht zu behandeln. Hier rächt sich eine Politik, die sich nicht mit letzter Konsequenz zu ihren Einwanderern bekennt. Und im Fahrwasser dieser Politik tummeln sich all die Rechtspopulisten – auch in Schweden – die mit Schadenfreude auf der desolaten Situation herumreiten. So wird deutlich, dass sich dieses Problem nicht allein auf Schweden beschränkt. Stockholm ist überall.
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Und noch zwei Kommentare:
http://www.taz.de/Brennende-Autos-in-Stockholm/!116665/ (22.5.)Die Selbsthilfeorganisation „Megafonen“, die sich zum Sprachrohr der Unzufriedenheit in den Vororten entwickelt hat, warf der Polizei Rassismus vor: Ein mit einem Messer bewaffneter 69-jähriger „Karl-Erik“ in einem Villenvorort hätte eine einfache Polizeistreife auf den Plan gerufen. Derselbe 69-jährige „Ahmed“ in Husby sei durch eine schwerbewaffnete Spezialeinsatzgruppe gleich vorbeugend hingerichtet worden.
Die Sache wurde nicht dadurch besser, dass die Polizei nachweislich log. Sie hatte gemeldet, der Angeschossene sei sofort von einer Ambulanz ins Krankenhaus gebracht worden und dort verstorben. Tatsächlich kam nie eine Ambulanz und erst sieben Stunden später wurde die Leiche aus der Wohnung geschafft. Weder Medien noch Politik reagierten, als „Megafonen“ eine Untersuchung des polizeilichen Vorgehens forderte.
Die Untersuchung wurde erst begonnen, nachdem am Pfingstsonntag in Husby Autos brannten. Gleichzeitig verschärften Brutalität und Rassismus der Polizei die Situation weiter. Als es auf einer zunächst friedlichen Versammlung zu einzelnen Gewalttaten kam, rückte ein großes Polizeiaufgebot in Kampfmontur an und sperrte weite Teile des Zentrums ab.
Angebote von Eltern und Mitgliedern einer Nachbarschaftshilfe, die Situation durch Gespräche mit den Jugendlichen deeskalieren zu wollen, sollen von den Beamten mit Beschimpfungen wie „Affen“, „Ratten“ und „Neger“ beantwortet worden sein. Vermittlungswillige und unbeteiligte Passanten wurden teilweise mit gezogenen Schlagstöcken bedroht.
( ... )
Sieben Jahre Politik einer Mitte-rechts Regierung mit vier Steuersenkungsrunden für Gutbetuchte bei gleichzeitigem Abbau öffentlicher Leistungen machen sich wie überall in Schweden bemerkbar – auch in Husby. Das Gesundheitszentrum und der Jugendtreffpunkt dort wurden geschlossen, Schulen vernachlässigt. Der Staat ist vor allem in Form der Polizei sichtbar.
http://www.taz.de/Unruhen-in-Schweden/!116885/ (26.5.)Als „Weltklassestadt“ bewirbt „The capital of Scandinavia“ sich gern selbst. Doch Schwedens 1,5-Millionen-Metropole Stockholm ist eine geteilte Stadt. Eine wohlhabende Innenstadt und reiche Villenviertel sind umgeben von einem Ring aus Vororten, wo die Menschen zu einem großen Teil unter angespannten Verhältnissen leben.
In Husby, in dem die Bevölkerung zu 80 Prozent aus Einwanderern besteht, liegt die offene Arbeitslosigkeit bei fast 9, im „Schweden-Stadtteil“ Norrmalm bei 2 Prozent. Das jährliche Durchschnittseinkommen ist mit umgerechnet 44.000 Euro doppelt so hoch wie in Husby. Nur 3 Prozent der SchülerInnen verfehlen in Norrmalm das Gymnasium, in Husby sind es zehnmal so viel.
Gegen diese Segregation werde nicht genug getan, die Politik habe sie in den letzten Jahren sogar noch weiter zementiert, klagte Megafonen schon vor einem Jahr. „Die sozialen und mentalen Gräben, die unsere Stadt teilen, werden immer weiter vertieft.“ Es habe eine systematische Umverteilung der Ressourcen stattgefunden. Während in der City mit immer neuen Projekten geprotzt werde, regiere in den Außenbezirken der Rotstift. Serviceeinrichtungen und Ämter würden geschlossen, Schulen vernachlässigt. „Unsere Heimat ist nur noch eine Schlafstadt.“
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Ruhe in Stockholmer Vororten
Die Stockholmer Vororte sind am Wochenende von weiteren Krawallen weitgehend verschont geblieben. Nur vereinzelt wurden noch Autos in Brand gesetzt. In der Nacht zum Montag kam es nach Angaben der Polizei zu keinerlei Steinwürfen oder Umherstreifen von jugendlichen Gangs.
(Quelle: Radio Schweden)
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http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5546286
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Ausbildung wird Schlüsselrolle zuerkannt
Verstärkte Maßnahmen für Schule und Ausbildung sind am wichtigsten, um Ausschreitungen, wie die der vergangenen Woche, vorzubeugen. Dies meint mit 69 Prozent ein Großteil der vom Meinungsforschungsinstitut Demoskop befragten Schweden.
(Quelle: Radio Schweden)
Weiterlesen:
http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5548115
Viele weitere Nachrichten aus Schweden:
http://www.schwedenstube.de/category/sc ... achrichten
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Hej Lotta, lass Dich nicht entmutigen. Ich find es schon etwas merkwuerdig, wenn Foristen persönlich angegangen werden. Du hast Das Recht Deine Meinung zu sagen. Wenn es nicht meine Meinung ist werde ich Dich sicher nicht naiv nennen und Dich persönlich angehen. Leider erinnern einige Kommentare hier an Meinungsdiktatur. Politisch korrekt bis zum Nichtmehraushalten. Aber Andersdenkende zusammenfalten. Man kann sich auch höflich und freundlich mit anderen auseinandersetzen. Das gelingt mir hier bei jeder Bausitzung. In Deutschland war das nicht möglich. Wäre doch schön, wenn sich die erregten Foristen in die schwedischen Umgangsformen integrieren wuerden.Lotta98 hat geschrieben:Aufgrung der Beiträge, die hier folgten, möchte ich meinen Beitrag hier (siehe oben) entfernen,denn wahrscheinlich bin ich wie Annika+Jonas schon geschreiben hat noch zu ungeschickt und naiv, um über solche Themen zu schreiben.
So denke ich auch über die Sache, jedoch viel es mir schwer, dies in Worte zu packen. Deshalb habe ich es umschreiben und dabei kam mein ungelungener Text herrausluberon hat geschrieben:Ich meine die Schuld liegt an der Einwanderungspolitik.
Alle Ausländer wollen vom Sozialstaat leben, aber sich nicht an die Gesetze des Landes richten.
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Ich entschuldige mich und hoffe, das mir das keiner mehr krumm nimmt
L.G. Lotta
Sage Deine Meinung, wenn ich sie nicht teile, werde ich mit Dir streiten, aber immer dafuer kämpfen, dass Du sie sagen kannst.
Gruss Peter
Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Die Städte haben in den 70 er Jahren mehr bezahlbaren Wohnraum geschaffen. Diese, ach so scheusslichen, Ghettos. Meine älteren Arbeitskollegen waren froh damals dort eine Wohung zu bekommen. Ich wohne unter der Woche in so einem Ghetto in Göteborg. Warst Du schon mal in Marzahn? Das ist ein Ghetto. Hier wird sehr viel fuer die Infrastruktur getan, der Vermieter gibt sich viel Muehe.Herowina hat geschrieben:Indem die Städte mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Es gibt doch in den schwedischen Städten viel zu wenig Mietswohnungen! Das ist ein strukturelles Problem, das nicht einfach wegzudiskutieren ist.Framsidan hat geschrieben:Herowina wie willst du die "Ghettos" verhindern?
Framsidan
Ich bin sicher, die Zugezogenen würden sich gerne aussuchen können, wo sie wohnen - geht aber nicht, weil kaum einer 2 Mio. Kronen für 2 bis 3-Zimmer auf der Etage hinblättern kann, (bzw. will sich kaum einer dermaßen verschulden...).
Dass Einwanderer generell unbedingt dahin ziehen wollen, wo die Landsleute leben, halte ich für Quatsch.
Trotzdem sieht es immer wieder dreckig und heruntergekommen aus. Und das liegt eindeutig an den Bewohnern. Und das sind kaum noch Schweden, und ich will auch ganz schnell weg. Die Wohnung ist gross und schön, billig. Ich habe jetzt aber 5 Jahre mit angesehen, wie die Menschen hier miteinander umgehen. Das ist nicht mein Verständnis vom Verhalten anderen Menschen gegenueber. Ruecksichtnahme und Respekt gehören zu meinem Weltbild.
Hier gab es eine Jugendeinrichtung. Das wenigste, was dem Haus passierte, waren vollgeschmierte Scheiben. Zerstörungen, Einbrueche Brände. Es gibt hier auch eine Bildungseinrichtung, der Weg dorthin ist ein Kapitel fuer sich. Herumlungernde, pöbelnde Jugendliche, Dreck, Glassplitter, kaputte Beleuchtung. Wieso soll der schwedische Staat, die Stadt Göteborg immer wieder finanzieren. Warum soll immer Geld fuer Problemjugendliche ausgegeben werden? Warum nicht fuer normale Jugendliche?
Willst Du mir also verdenken, dass ich lieber in einem schwedischen Ghetto wohne?
Und ja, gewisse Einwanderer ziehen in die Viertel, wo ihre Landsleute wohnen. Dort können sie sich ohne Aufenthaltsgenehmigung verstecken. Orginalton aus Bergsjön: hier wohnen so viele Somalier, warum sollen wir dann schwedisch lernen. Nicht vom Hören/sagen, ich leite dort eine Baustelle, live gehört.
Was ist gegen 200000 Euro fuer eine Wohnung in Innenstadtlage zu sagen? Göteborg ist so klein, da ist Innenstad aber ein halbstuendiges Erlebnis zu Fuss. Also, wenn ich nicht unbedingt Vasaplatsen oder Avenuen wohnen muss, dann kann ich schon etwas billiger wohnen.
Aus der Ferne besehen ist alles schön, auch die Integration.
Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Ich wuerde auch versuchen, mein Auto, auf welches ich gespart habe, und auch das Auto meiner Nachbarn zu verteidigen.Annika+Jonas hat geschrieben: Ja, und das ist auch richtig so, denn Schweden ist immer noch ein Rechtsstaat, in dem das Gewaltmonopol staatlichen Organen vorbehalten ist. Selbsternannte braune Bürgerwehren werden die Probleme in den Vorstädten ganz sicher nicht lösen.
Grüße, A.
Bin ich jetzte ein Nazi?
Oder wäre es politisch korrekt, auch noch die Streichhölzer zu liefern?
Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
In der Firma, in der ich arbeite, arbeiten Menschen der unterschiedlichsten Hautfarbe und Kulturen zusammen. Hat vielleicht was mit Bildung und Integration zu tun? Ich arbeite mit Dänen, Norwegern, Kasachen, Iranern, Italienern, ja, und man staune, es klappt prima, auch mit deutschen zusammen. Keiner, wirklich keiner fuehlt sich ausgegrenzt. Viele haben nur Sorge, dass die freundliche Stimmung gegenueber Ausländern aufgrund der zuendelnden Idioten kippen könnte.karl69 hat geschrieben: Fakt ist, dass die aktuelle Mitte-Rechts-Regierung in den letzten Jahren Sozialprogramme und die Unterstützung von sozialen Einrichtungen in den Gebieten mit hohen Ausländeranteil zusammengestrichen hat.
Es wurden generell Leistungen zusammengestrichen. Der Sozialstaat muss bezahlbar bleiben. Trotzdem geibt es noch wesentlich mehr angebote fuer Einwanderer als in D.
Was hier (in Schweden) keiner so richtig sagen will, weil die politische Korrektheit es verbietet, ist aber leider offensichtlich:
Wenn man in Schweden als Nord-Afrikaner, Schwarzer oder generell als "anders aussehender" ankommt, wird man -niemals- Teil dieser Gesellschaft.
Egal wieviel Anpassungswille man zeigt und egal wie gut man die Sprache spricht.
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Wenn man dann noch die schwedische Zurueckhaltung versteht, merkt man schon, dass man akzeptiert und integriert ist. Man darf eben nicht mit deutschen Augen auf die Schwedische Gesellschaft sehen.
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Und wahrscheinlich wird es umgekehrt genau so seinRallaren hat geschrieben: Das ist nicht mein Verständnis vom Verhalten anderen Menschen gegenueber. Ruecksichtnahme und Respekt gehören zu meinem Weltbild.
Rallaren hat geschrieben: Warum soll immer Geld fuer Problemjugendliche ausgegeben werden? Warum nicht fuer normale Jugendliche?
Die Frage beantwortet sich für mich von selbst, auch wenn ich noch darüber nachdenken muss, was "normal" und was "unnormal" ist und wer das festlegt. Aber wahrscheinlich liegt in meiner Antwort darauf das eigentliche Problem.
Wer sagt denn sowas? Die meisten hier doch nicht. Und die, die sich hier dazu äußern, haben auch genug Schwedenerfahrungen, und äußern sich gerade deshalb kritisch dazu. Auch deshalb verstehe ich dein Posting nicht.Rallaren hat geschrieben: Aus der Ferne besehen ist alles schön, auch die Integration.
Hälsningar Luki
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Rallaren hat geschrieben:Hej Lotta, lass Dich nicht entmutigen. Ich find es schon etwas merkwuerdig, wenn Foristen persönlich angegangen werden. Du hast Das Recht Deine Meinung zu sagen. Wenn es nicht meine Meinung ist werde ich Dich sicher nicht naiv nennen und Dich persönlich angehen. Leider erinnern einige Kommentare hier an Meinungsdiktatur. Politisch korrekt bis zum Nichtmehraushalten. Aber Andersdenkende zusammenfalten. Man kann sich auch höflich und freundlich mit anderen auseinandersetzen. Das gelingt mir hier bei jeder Bausitzung. In Deutschland war das nicht möglich. Wäre doch schön, wenn sich die erregten Foristen in die schwedischen Umgangsformen integrieren wuerden.Lotta98 hat geschrieben:Aufgrung der Beiträge, die hier folgten, möchte ich meinen Beitrag hier (siehe oben) entfernen,denn wahrscheinlich bin ich wie Annika+Jonas schon geschreiben hat noch zu ungeschickt und naiv, um über solche Themen zu schreiben.
So denke ich auch über die Sache, jedoch viel es mir schwer, dies in Worte zu packen. Deshalb habe ich es umschreiben und dabei kam mein ungelungener Text herrausluberon hat geschrieben:Ich meine die Schuld liegt an der Einwanderungspolitik.
Alle Ausländer wollen vom Sozialstaat leben, aber sich nicht an die Gesetze des Landes richten.
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Ich entschuldige mich und hoffe, das mir das keiner mehr krumm nimmt
L.G. Lotta
Sage Deine Meinung, wenn ich sie nicht teile, werde ich mit Dir streiten, aber immer dafuer kämpfen, dass Du sie sagen kannst.
Gruss Peter
Hallo Lotta!
Keinesfalls wollte ich dich entmutigen, Deine Meinung zu sagen oder Dich persönlich angehen, wie Peter es hier schreibt. Wenn es doch so bei bei dir angekommen ist, entschuldige ich mich dafür aufrichtig. Ich finde es im Gegenteil nämlich sehr wichtig, dass Menschen in Deinem Alter an Debatten wie dieser hier teilnehmen und eine Entschuldigung von Dir war keinesfalls das, was ich bezwecken wollte.
"Naiv" war in diesem Zusammenhang ein hartes Wort, vielleicht hätte ich es "altersgemäß" nennen sollen. Es ist ja nur natürlich, dass man mit 14 oder 15 anders argumentiert als mit 35 oder 65. Insofern war mein Widerspruch auf Deinen Kommentar keineswegs "Meinungsdiktatur" wie Peter hier unterstellt, sondern eher eine Aufforderung oder meinetwegen auch Herausforderung, die Diskussion weiterzuführen und Deine Haltung mit weiteren Argumenten zu untermauern.
Wie du schon selbst festgestellt hast, ist die Thematik hier keine einfache, und egal welche Position man vertritt, wird man auf Gegner der eigenen Meinung treffen. Und das ist richtig so! Ich habe daher keinen Anlass, Dir Deinen Text "krumm zu nehmen" und ich finde ihn auch nicht ungelungen, aber ich hätte mir handfestere Argumente gewünscht.
In diesem Sinne hoffe ich, dass Du Dich weiterhin an dieser Diskussion beteiligst und bitte dich nun umgekehrt, mir meine Antwort nicht krumm zu nehmen und meine Entschuldigung anzunehmen, wenn Du Dich durch mich gekränkt gefühlt hast.
A.
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Aufrührer haben wenig zu befürchten
Obwohl die Polizei in Zusammenhang mit den Vorort-Ausschreitungen rund 20 junge Männer mit teils auch krimineller Vergangenheit festgenommen hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie vor Gericht verurteilt werden, sehr gering. Wie Experten dem Schwedischen Rundfunk erklären, ist die Beweislage bei derartigen Tatbeständen meist sehr dünn. Abhilfe könnten Helmkameras der Polizisten schaffen...
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Re: Krawalle in Stockholmer Vorort
Schwedenerfahrung haben sich viele hier im Forum deutlich mehr als ich. Es ging mir mehr um "Ghettoerfahrung". Wenn ich nur in meinem Haus in Småland leben wuerde, wuerde ich die Schilderungen ueber die Vororte fuer uebertrieben halten. Nun sitze ich 4 Tage in der Woche mittendrin. Und weiss, wie gut ich das in Småland habe. Das Schweden, was ich eigentlich erleben wollte.Lukä hat geschrieben:Und wahrscheinlich wird es umgekehrt genau so seinRallaren hat geschrieben: Das ist nicht mein Verständnis vom Verhalten anderen Menschen gegenueber. Ruecksichtnahme und Respekt gehören zu meinem Weltbild.
Leider nicht, sonst wuerde ich ja nicht wegwollen. Auch wenn es nur einige sind, die einen ganzen Stadtteil beherrschenRallaren hat geschrieben: Warum soll immer Geld fuer Problemjugendliche ausgegeben werden? Warum nicht fuer normale Jugendliche?
Die Frage beantwortet sich für mich von selbst, auch wenn ich noch darüber nachdenken muss, was "normal" und was "unnormal" ist und wer das festlegt. Aber wahrscheinlich liegt in meiner Antwort darauf das eigentliche Problem.
Normal, wie soll man das beschreiben? Eigentlich sind es doch die meisten Jugendlichen, normal. Sie gehen zur Schule, schliessen diese ab, begreifen frueher oder später selbst, dass sie fuer Ihr Leben selbst verantwortlich sind. Versuchen niemals ihre Ziele mit Gewalt zu erreichen, versuchen sich von Drogen und Kriminalität fernzuhalten. Vielleicht hilft ein Beispiel, was ich mit Unterstuetzung der "Normalen" meine. In meiner Zeit als Trainer hatte ich, durch ein Schulprojekt, plötzlich Jugendliche in meiner Gruppe, denen Kriminalität und Gewalt gegen andere nicht fremd war. Ich habe viel Energie aufgewandt, damit sie ueberhaupt "trainierbar" wurden, leistungsbereit, auch wenn es nicht cool war. Nach einem halben Jahr merkte ich, dass die ruhigen, "normalen" keine Trainingsfortschritte mehr machten, Ich habe einen Fehler gemacht. Wegen 5 Störenfrieden habe ich 20 ruhige, fleissige "Normale" nicht beachtet. Dann habe ich den Fuenfen nur gesagt: Ihr könnt gehen! Da Rudern fuer sie aber total wichtig war, sie konnten sich damit zur Schau stellen, haben sie nach und nach ihr Verhalten geändert. Ich konnte mich endlich wieder um die 20 kuemmern. Und die 5 merkten, dass sie nicht mehr im Mittelpunkt stehen, sondern, dass sie etwas tun muessen, ihre Leistung verbessern, um vom Trainer Anerkennung zu bekommen. Sie haben es zwar nie in die nationale Spitze geschafft aber ich konnte einige "Normale" dorthin bringen.
Wer sagt denn sowas? Die meisten hier doch nicht. Und die, die sich hier dazu äußern, haben auch genug Schwedenerfahrungen, und äußern sich gerade deshalb kritisch dazu. Auch deshalb verstehe ich dein Posting nicht.Rallaren hat geschrieben: Aus der Ferne besehen ist alles schön, auch die Integration.
Das meine ich mit Ferne.[/i]
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Stockholmer Vorortkrawalle kommen vor Gericht
Gegen einen 26-jährigen Mann wird am Freitag Anklage wegen schwerer Sachbeschädigung erhoben. Es ist die erste Anklage im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in mehreren Stockholmer Vororten, die vor knapp einem Monat ausgebrochen waren.
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Nach den Stockholmer Vorort-Krawallen
Knapp zwei Monate nach den Krawallen in Stockholmer Einwanderervororten hat Schweden auf die Frage nach den Ursachen noch keine befriedigende Antwort gefunden. Laut der Organisation KRIS, in deren Rahmen sich frühere Kriminelle konstruktiv in die Gesellschaft einbringen wollen, ist zumindest eines klar: Die Probleme, die hinter den Unruhen liegen, lassen sich nicht von außen lösen. Stattdessen gilt es, in den Vororten selbst starke Persönlichkeiten zu finden, die als Vorbilder dienen und jungen Menschen Alternativen bieten können.
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Kaum Konsequenzen für Stockholmer Randalierer
Die Krawalle in Stockholmer Vororten, die im Frühjahr weltweit für Aufmerksamkeit sorgten, haben nur ein geringes juristisches Nachspiel gefunden. Das belegt eine Untersuchung des Schwedischen Rundfunks. Von den rund 400 Anzeigen, die im Zusammenhang mit den Krawallen bei der Polizei eingingen, sind demnach 90 Prozent zu den Akten gelegt worden.
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http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5603178
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Todesschüsse von Husby - Polizisten genossen Sonderbehandlun
Bei der Stockholmer Polizei gibt es starke interne Kritik wegen der Erschießung eines 69-Jährigen Mannes durch die Polizei. Während die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Beamten eingestellt hat, stellt ein Kollege, der bei dem Einsatz dabei gewesen war, unbequeme Fragen in der Öffentlichkeit. Der Vorfall Mitte Mai wurde von den Aufrührern der Vorortkrawalle in Stockholm als eine der Ursachen für die Ausschreitungen genannt.
(Quelle: Radio Schweden)
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http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5620902
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Husby zwischen Resignation und Hoffnung
Knapp ein Jahr nach den Jugendkrawallen, die im Mai 2013 im Stockholmer Vorort Husby begannen und auf mehrere schwedische Städte übergriffen, sind die sozialen Probleme in Husby kaum geringer geworden. Gleichzeitig wächst unter den Einwohnern ein neues Selbstbewusstsein. Die Zivilgesellschaft hat ihr Engagement verstärkt, die Kräfte gebündelt – und erste Erfolge vorzuweisen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Am 24. Mai soll es in Husby - unter positiven Vorzeichen - rund gehen von früh bis Mitternacht. Schon in der U-Bahn wird dann Theater gespielt; im Ortszentrum gibt es neben Kultur diverser Art beispielsweise auch Fragestunden mit Stockholmer Politikern. Arrangeur des großen Tages ist ein nagelneues Gremium: der Stadtteil-Rat für Nordjärva, das Gebiet, in dem Husby liegt. Der Ende Februar gegründete Rat vereint mehrere hundert Einwohner. Ihm gehören Einzelpersonen, Vereine und andere ideelle Kräfte an. Viele von ihnen sind seit langem im Wohngebiet aktiv. So wie Inga Harnesk...
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Polizeimethoden für Jugendkrawalle mitverantwortlich
Als vor genau einem Jahr im Stockholmer Vorort Husby Autos brannten und Steine flogen, ging es in der Berichterstattung vor allem um den Frust der Jugendlichen. Heute räumt die Polizei ein, dass sie für die Eskalation mitverantwortlich gewesen ist. Zwei Wochen dauerten die Randale von Husby, die am 19. Mai vor einem Jahr ihren Anfang nahmen und sich in andere Stadtteile Stockholms und sogar kleinere Ortschaften Schwedens ausdehnten. Bilanz: 350 angezündete Autos sowie mehrere brennende Schulen und Jugendcenter. Die Kosten für die Polizei beliefen sich auf mehr als eine Million Euro. Von den 19 Verdächtigen wurden vier verurteilt, eine Person sogar zu einem halben Jahr Haft...
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