Diskussion: Jetzt Auswandern? Chance oder Dummheit?

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Thydyinglight
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Diskussion: Jetzt Auswandern? Chance oder Dummheit?

Beitrag von Thydyinglight »

Wie seht Ihr das?
Sinnvoll und Chance Nutzen?

oder Dummheit?
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Schulkind

jetzt?

Beitrag von Schulkind »

Das kann man doch pauschal nicht sagen. Jedenfalls ist es bedeutend schwerer inmitten einer globalen Krise sich im Ausland etwas aufzubauen. Winken einem feste Arbeitsverträge, oder man hat Erspartes dann wiederum kann man z.B. von den gesunkenen Immobilienpreisen profitieren und ein Schnäppchen machen.
Was die Anstellungen angeht so gilt jedenfalls momentan nicht mehr: Last in- first out. Ohne festen Job wuerde ich heute und morgen nicht nach Schweden gehen.
sysco
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Beitrag von sysco »

Das Problem in Deutschland ist auch vielfach die fast schon chronische Schlechtmacherei von allem und dauernde Meckerei. (Ich mag fast schon keine deutschen Nachrichten mehr lesen, weil alles so hochgespielt und fast schon zwangs-streitsuchend wirkt)
In Schweden sieht es auch nicht rosig aus, aber die Leute sind of nicht so anspruchsvoll, nehmen dadurch vieles lockerer und sind damit auch zufriedener...um es mal zu versuchen kurz zu fassen.
Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

Ich verstehe ja nich twarum man immer abhauen will sobald ein Problem auftaucht....

Probleme gibt es auch in den anderen Ländern und da bist du noch dazu fremd. Da wird das Problem noch grösser.

Hierher auswandern würde ich erst wenn der Arbeitsmarknad wieder besser ist. Im Moment ist er nun mal schlecht.

Man jammert in Deutschland aber es ist nicht besser hier. Ich hab ja noch viel Kontakt zu Deutschland da meine Kinder auch dort leben.

Wenn z.B. gejammert wird über das Gesundheitswesen dann kann ich nur sagen, kommt hierher dann wisst ihr was schlecht ist. Hab schon mal 3 Jahre auf OP gewartet. Von der Überweisung zum Facharzt bis zur Operation waren es genau 5 Jahre.

Man sollte alles mal etwas nüchterner sehen, die rosa Brille abnehmen.

Und aufs geradewohl auswandern ist reine Dummheit.

Ich kam hierher vor 29 Jahren, hatte auch immer Arbeit. Aber man muss eben am Anfang seine Ansprüche etwas zurückschrauben.

Ich habe mich dem öffentlichem Leben hier angepasst. Was ich innerhalb meine r4 Wände mache, ja das geh tniemanden was an solange ich niemanden störe.

Und dann koch eich auch meine Semmelknödel :lol:

Was ich damit sagen will ist eigentlich dass man nicht erwarten soll dass man den roten Teppich ausrollt wenn ich komme. Leider sind meine Landleute etwas zu selbstbewusst und glauben jeder wartet auf sie. So nach dem Motto, hoppla jetzt komme ich und dann lange nichts mehr und dann ihr.

Hoffe dass ich keinem auf die Zehen getreten bin aber ich finde man sollte so etwas hier disskutieren können denn es ist eine Hilfe für diejenigen die nach schweden auswandern wollen.

framsidan
sysco
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Beitrag von sysco »

Framsidan hat geschrieben:Leider sind meine Landleute etwas zu selbstbewusst und glauben jeder wartet auf sie. So nach dem Motto, hoppla jetzt komme ich und dann lange nichts mehr und dann ihr.
Dazu fällt mir spontan ein: "Ich Chef, du nix."

Es wird von den Arbeitsämter auch vielfach gefordert Eigeninitiative zu ergreifen und dieses Handeln wird oft genug auch übertrieben, sprich nicht richtig durchdacht und dann kommen machmal die Negativ-Auswander-Meldungen zustande.

In diesem Forum sind schon viele Tipps und Erfahrungen verstreut gesammelt, die beim genauen Lesen schon vielen helfen werden. Es dauert eben nur ziemlich viel Zeit und viele "ich wander mal eben aus", nehmen sich diese Zeit nicht.
sysco
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Beitrag von sysco »

Als ich vor vielen Jahren in einer größeren holländischen Stadt beim Arbeitsamt war, um mich nach Arbeitsstellen zu erkundigen, weil in meinem weiteren Bekanntenkreis viele Arbeit in Holland gefunden haben, kam als Antwort: "Gibt´s in Deutschland denn keine Arbeit ?"

Das war das Gespräch. Eine Frage und eine Antwort. Die Schweden (Arbetsförmedlingen) handhaben es wohl auch nicht viel anders, sind im Vergleich zu den Holländern aber fast schon erzogenermaßen höflich. Aber hinter der Fassade heißt es dann auch: "Go and find a job."

Bei all den Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt, weltweit, sollte es mindestens eine Person geben, die stabil und verlässlich ist und sich von äußeren Umständen nicht unterkriegen lässt: Man selbst. Selbstvertrauen und positive Einstellung und dann ist alles andere zweitrangig. Wohlgemerkt, selbstvertrauen, nicht arroganz.

Ob man nun nach Schweden auswandert oder in Deutschland bleibt, ist eine andere Karte.
Wobei auswandern irgendwo so endgültig klingt. Man kann doch wieder zurück nach Deutschland, wenn man sich in Schweden mit Haus, Hof und Familie nicht verankert hat. Die Sozialsysteme sind in beiden Ländern nach einem Jahr sozialversicherungspflichtiger Arbeit zugänglich. Die Rente kriegt man überall in Europa ausgezahlt, wenn man nur in Europa gearbeitet hat.

Edit: kleine Berechtigungen und Erweiterungen
Zuletzt geändert von sysco am 2. Februar 2009 00:05, insgesamt 1-mal geändert.
kallerö
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Beitrag von kallerö »

Was ich sehr interessant finden wuerde wäre wenn mal einige aus dem Forum, in in den letzten Monaten geschrieben haben, das sie kurz vor der Auswanderung stehen, berichten was draus geworden ist.
Es gab viele Fragen und sehr optimistische Zukunftsvisionen und plötzlich sind diese Forumsmitglieder mit ihren Beiträgen verschwunden.
Schreibt doch mal wie es euch ergangen ist, das ist bestimmt auch ziemlich hilfreich fuer diejenigen, die immer noch am Ueberlegen sind!
sysco
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Beitrag von sysco »

Fände ich auch interessant. Wobei ich immer mehr meide deutsch zu hören oder zu schreiben, weil mich das dann im Lernprozess des schwedischen stört.
kallerö
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Beitrag von kallerö »

Wo wohnst du denn, dass es kalt ist? Fuer schwedische Verhältnisse war dieser winter doch völlig anormal warm!(bis auf Lappland, aber selbst da sind heute, am 1. Februar, -5 bis 0 Grad vorhergesagt, das ist doch nicht kalt fuer die Jahreszeit!)
sysco
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Beitrag von sysco »

nightbow hat geschrieben:jepp das eine ist das meiden wegen lernen dann weil man seine ruhe haben will, und dann "beschwert" sich doch eh nur jemand wenn irgendwas schief läuft. oder anders, gesagt wird eher keiner schrieben "jippieh ich bin in schweden" sondern eher "mist habe immer noch keine id kort, etc.
Ich merke immer wieder wie ich mein Hirn aufs deutsche umstellen muss, wenn ich mich auf deutschen Seiten tummele. Mir bereitet es nicht allzu große Probleme zwischen Deutsch, Englisch und Schwedisch zu switchen. Aber es gibt genug Leute, die bei sowas völlig aus dem Rhythmus kommen. Und wenn man in der Welt außerhalb von bestimmten Foren nur mit Schwedisch umgeht, wir man Deutsch meiden, wie man kann.
Und man schreibt viel eher und schneller über Negatives als über Positives. Negatives will man viel eher loswerden und Negatives setzt sich im Hirn auch 5x stärker fest.
Außerdem, wenn ich an deutsche Foren denke, dann denke ich immer noch an ganz viel dummes Geschwätz und viel meckerei. Davon will man, wenn es einem in Schweden gut geht, irgendwann nichts mehr wissen.
Von daher gehe ich einfach davon aus, daß die, die schon länger als paar Monate in Schweden sind, einfach zufrieden sind und für Foren-Geschichten eher gar keine Zeit mehr haben, aus welchen Gründen auch immer.
So, und ich stelle mal langsam wieder schwedisch um. Jag måsta öva.
nightbow
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Beitrag von nightbow »

(gelöscht)
Zuletzt geändert von nightbow am 2. September 2009 13:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Delias
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Beitrag von Delias »

diese "hoppla-jetzt-komm-ich" mentalität ist in meinen augen kontraproduktiv...selbst vorrübergehendes "auswandern" sollte gut überlegt und geplant sein....ich habe am anfang hier geschrieben, ich würd gern auswandern....ob das je passiert weiss ich nicht,ich sammle weiter infos lerne schwedisch und verfolge die situation...ich habe 4 kinder und einen mann der beamter ist....so dass auswandern nur mein traum bleiben wird, vermutlich...aber einfach losrennen und denken die ganze erde wartet nur auf deutsche ist in meinen augen dumm....dennoch denke ich, hat jeder seine eigenen erfahrungen beim auswandern gemacht und ich persönlich höre gern alle seiten....ich denke ,wie hier schon gesagt wurde, wer zuerst kleine brötchen backt, hat ne chance sich zurecht zu finden. wie ich hier schon las, kommts wohl auch sehr auf die gegend an, in der man sich niederlassen will,auch nicht anders als in deutschland :pfeif:

hier war doch mal ne familie,die sich ein schulgebäude gekauft hatte, was wohl aus denen geworden ist ????
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo Heike,

die Familie, die sich ein Schulgebäude in Schweden sehr günstig gekauft hat, war erst vor kurzem wieder im Fernsehen. Die renovieren das Haus und haben auch schon viel geschafft. Ich kann mich erinnern, dass der Mann sehr viel arbeitet, teilweise hat er neben seiner normalen Arbeit noch Nebenarbeiten. Er muß auch weit fahren. Trotzdem hat er im Fernsehen gesagt, dass es ihnen dort in Schweden sehr gut gefällt, auch wenn er mehr arbeitet als vorher.
Und ich kenne ja einige deutsche Familien in dem Gebiet unserer Ferienäuser. Obwohl diese Familien auch ihre Alltagssorgen haben, zum Teil weite Fahrtwege zur Arbeit hinnehmen müssen, sind alle doch sehr zufrieden mit ihrer Wahl des Wohnorts in Schweden. Ein Pärchen konnte sich schon ein eigenes Haus kaufen, das hätten sie in Deutschland bestimmt noch nicht geschafft.
Man darf nicht erwarten, dass alles Gold ist was glänzt in Schweden, aber ich habe das Gefühl, dass sich für unsere Bekannten die Lebensqualität in Schweden erhöht hat durch ein besseres Arbeitsklima, bessere Arbeitsbedingungen und ein ruhigeres Leben.

Grüße Aelve :fahne:
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scandec
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Beitrag von scandec »

wenn du den richtigen job hast, bekommt du nach wie vor hier in schweden arbeit (zb narkosearzt). ich kenne einen, der regelmässig nach rostock fährt um deutsches medizinpersonal anzuwerben (irgend ne klinik in Huddinge bei Sthlm)
Emil als Gast

Verschwunden?... nicht doch!

Beitrag von Emil als Gast »

kallerö hat geschrieben:Was ich sehr interessant finden wuerde wäre wenn mal einige aus dem Forum, in in den letzten Monaten geschrieben haben, das sie kurz vor der Auswanderung stehen, berichten was draus geworden ist.
Es gab viele Fragen und sehr optimistische Zukunftsvisionen und plötzlich sind diese Forumsmitglieder mit ihren Beiträgen verschwunden.
Schreibt doch mal wie es euch ergangen ist, das ist bestimmt auch ziemlich hilfreich fuer diejenigen, die immer noch am Ueberlegen sind!
Hej!
Ich bin zwar nicht verschwunden, aber mache mal Zwischenmeldung.
Also ich war jetzt im Januar drei Wochen auf "Entfernungserlaubnis" in Schweden. Diese Zeit habe ich schon genutzt, um die neue Wohnung herzurichten, sowie einige Kontakte zu knüpfen.

Meine Personennummer habe ich schon erhalten. Hatte dank Vorantrag bei Migrationsverket auch nur ca 2 Wochen warten müssen. Ab März bin ich dauerhaft in Schweden. Jetzt muss ich noch meine Klausuren mit erfolg abschließen, damit ich mich schnell auf einen Berufseinstieg freuen kann. Vorher werde ich aber wohl versuchen drei Monate lang nur schwedisch in der Sprachschule zu lernen (dank E303). Danach gehts dann zur Arbeit.

Habe hier in meiner Wahlheimat wiederrum Deutsche gefunden, die ebenfalls seit Januar nach Schweden ausgewandert sind. Sie sind schon eifrig am lernen. Mein ehemaliger Arbeitskollege wurde auch bei der Firma angenommen und fängt ab Mai an. Zudem ist meine Frau tüchtig am arbeiten und unser Ungeborenes wächst und gedeit...

Arbetsformedlung berichtete mir, dass in unserer Kommune ein gegengesetzter Arbeitsmarkttrend zu verfolgen ist. Man sucht wie verrückt nach Fachkräfte in sämtlichen Branchen und man ist sehr froh darüber, dass man auch deutsche Fachkräfte vermitteln/einstellen kann.

Kurz gefasst: Zur Zeit läuft alles wie geplant.
Gruß
Emil
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo Emil,

Dein Bericht freut mich ungemein. Schön, dass alles so gut klappt in Schweden.

Wünsche Dir und Deiner Frau sowie Deinem ungeborenen Nachwuchs von Herzen alles Gute in Eurer Wahlheimat.

Grüße Dich Aelve :flagge3:
So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.
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nordsüchtig
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Beitrag von nordsüchtig »

Hallo Heike,

uns geht es gut ...
Viel Arbeit, aber trotdem nehmen wir uns immer mal die Zeit, den Winter zu genießen ... hier in Jämtland ist es richtig schön kalt die letzten Tage um die -20 Grad, aber mit wundervoller Wintersonne.

Gruß,
Heliane
Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

Gratuliere Emil dass alles so gut läuft. Wünsche dir dass es auch so bleibt.

Aber mach einen Fehler nicht, nämlich nur nach Landsleuten zu suchen und den Umgang mit denen. Verstehe dass das am anfang helfen kann aber versuche in die schwedische Geminschaft reinzukommen. Sonst bleibst du ausländer.....


framsidan
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hallo Aelve & Framsidan.
Danke für eure Glückwünsche.
Wir sind auch sehr froh, dass es bis dato gut läuft. Manchmal überkommt mich zwar der typisch deutsche Pessimismus und dann warte ich auf den Knall. Aber nach einer kurzen Weile überzeugen mich dann doch die Schweden mit ihrer Einstellung
"Tar det lungt".

Danke für den Hinweis framsidan. Dies hatte ich auch nicht vor.
Hier in D habe ich mich oft über ausländische Nachbarn geärgert, die seit Jahrzehnten in D leben aber alles andere als integriert sind. Und diesem Beispiel möchte ich nicht folgen.
Ich sehe zwar schwedisch aus (blond & blaue Augenfarbe), jedoch wenn ich meinen Mund aufmache erkennt man (leider) sofort, dass ich aus D komme. Noch verraten mich mein unbeholfener Wortschatz und der starker dt. Akzent es... noch! :flagge3:
Dazu eine kleine Anekdote am Ende

Meinen ehemaligen Arbeitskollegen und Freund+Familie habe ich schon gesagt, dass wir bald nur noch schwedisch miteinander reden werden.
Die anderen Deutschen habe ich nur per Zufall in der Bücherei getroffen. Aber auch die haben die gleiche Einstellung. Und langsam bauen meine Frau & ich uns auch ein Netz mit schwedischen Bekannten auf. Aber das wird noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

Die kleine Anekdote am Rande:
Neulich musste ich zur Barnmorska, um einen Termin für meine Frau zu bekommen. Natürlich wurde nur in Schwedisch gesprochen. Als ich mit meinen (Kinder-)schwedisch alles erklärt hatte und sie es sogar verstanden hatte, war die Freude meinerseits groß. Kurzen Smalltalk seitens der Barnmorska konnte ich sogar auch halten. Kurz vorm Ende fragte sie mich, wie wir nach Hylte gekommen waren. Als ich ihr dann mit zwinkerndem Auge sagen wollte, dass meine Frau Schwedin ist und sie mich aus D mitnahm, sagte sie mit ironischer Stimmenlage: „Ach du bist gar kein Schwede?... Das habe ich gar nicht gehört.“
Wir mussten dann schon beide darüber lachen...
Evtl. ist dies jetzt nicht komisch, wenn man es nun liest.
Aber subtilen Humor haben die Schweden schon...

Gruß
Emil
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Delias
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Beitrag von Delias »

cool heliane wieder von dir zu hören...freut mich das alles läuft...mist nur, dass ich die tv sendung verpasst habt, kommt ihr regelmässig im tv???



@emil auch für dich weiterhin alles gute,ich würde mich auch freuen zu hören,wies weitergeht bei dir und deinem leben in schweden....


:-flagge2 :-flagge2 :-flagge2

@aelve ja vom jungen päärchen verfolge ich die berichte auf der hp....gefällt mir sehr gut....
LG aus Lübeck von Heike



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nordsüchtig
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Beitrag von nordsüchtig »

@delias
Es wird, denke ich noch eine Folge geben im Frühsommer ... z. Zt. wäre es für ein TV-Team langweilig, da momentan nichts Besonderes anliegt.

Eigentlich hast Du nicht viel verpasst ... gezeigt wurde "Ikea-Einkaufsstress", ein paar zaghafte handwerkliche Versuche des Umbaues im Erdgeschoss, das einmal Sommer-Café und Ferienwohnung wird und Haupt- und Nebenjobs meines Mannes. Alles in allem eher harmlos und es ging eher um ein Update der Lage nach etwas mehr als einem Jahr Schweden. Wie immer ist viel mehr gedreht als gesendet worden

Gruß
Heliane
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo Heliane,

die Sendung von Euch neulich habe ich gesehen. Wir waren sehr erfreut, dass es Euch so gut in Schweden gefällt. Es hat mich erstaunt, dass Dein Mann trotz vieler Arbeit doch sagte, dass Ihr in Schweden glücklicher seid als Ihr es in Deutschland wart. Da wir in wenigen Jahren auch sehr oft in Schweden sein möchten, freuen wir uns über solche Aussagen, vielleicht haben wir ja auch das Glück im Rentenalter dann ein paar ruhige und schöne Zeiten in Schweden verleben zu dürfen.
Euer Haus ist schon sehr schön geworden, man sieht dann wieder, was man mit Fleiß und Ausdauer doch alles schaffen kann, das motiviert sehr.

Euch von Herzen alles Gute und viele liebe Grüße nach Schweden
aus Deutschlands Norden Aelve
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nordsüchtig
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Beitrag von nordsüchtig »

@aelve

Ja, wir fühlen uns, ich will nicht sagen glücklicher, das ist vielleicht die falsche Wortwahl, aber zufriedener und nicht so eingeengt. Glücklicher will ich deswegen nicht sagen, da unsere Kinder nicht von Schweden zu überzeugen waren und nicht mitgingen Wir hatten noch keinen Tag, an dem wir uns D zurück gewünscht hätten - trotzdem wir schon rund 20 Monate nicht mehr da waren und werden wohl auch in diesem Jahr unserer alten Heimat keinen Besuch abstatten. Anfänglich hab ich ganz stark deutsches Brot vermisst, doch auch hier hab ich wohl den schwedischen Geschmack mir angewöhnt - es schmeckt mir zwischenzeitlich recht gut. Das war wirklich das einzige, was ich vermisst habe - von unseren Kindern einmal abgesehen.

Ja und wenn mein Mann - er hat den definitiv härteren Part ... er muss tägl. knapp 90km zur Arbeit fahren, ich kann das glücklicherweise von zuhause aus tun. Die Renovierungen waren bisher überwiegend mein Part ... und wir haben beide keinen handwerklichen Background und manchmal auch zwei linke Hände ... aber wir nehmen's schwedisch gelassen ... unseren Ansprüchen genügt es. Zum Zeitpunkt des Drehs war eigentlich fast nichts von den "Verschönerungen" im Innern zu sehen ... ein Teil ist gar nicht gedreht worden, andere sind nicht gesendet worden. Doch wir sind im 1. Obergeschoss - unserer großzügigen Wohnung, endlich fertig. Aus dem ehemaligen Schülerklo ist ein geliestes Duschbad geworden und unten ist schon ein Gästezimmer entstanden. Nur der Umbau der alten Aula samt Bühne ist noch im Werden ...
Doch das wird man dann im nächsten Bericht sehen ... so kann man auch Freunde und Verwandte ein wenig am "neuen Leben" teilhaben lassen.

Wir fühlten uns hier herzlichst aufgenommen und jeder hier am Ort, versucht uns zu integrieren ... wir werden zu allem eingeladen, eine große Welle der Hilfsbereitschaft von allen Seiten schlug und schlägt uns entgegen - von mangelnder schwedischer Kontaktfreudigkeit haben wir nichts gespürt, auch wenn wir nicht immer Zeit (und Lust) haben, all den Einladungen gerecht zu werden - auch das wird akzeptiert. Wir haben natürlich auch Kontakte zu Deutschen, die wir auch hin und wieder pflegen ...

So kann ich Euch nur sagen: Freut Euch auf Eure Zeit hier ... ich habe inzwischen so viele Deutsche hier kennen gelernt - noch keiner hat es bereut!

Gruß
Heliane
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Delias
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Beitrag von Delias »

danke heliane für den ausführlichen bericht, es freut mich immer wenn es leute geschafft haben, sich ihr leben in schweden aufzubauen...dass es rückschläge gibt, ist normal und würde mich nicht schrecken....

toll dass euer ausbau so vorran schreitet, hast du für mich auch ein paar bilder ? :pfeif: :pfeif: :pfeif:
LG aus Lübeck von Heike



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Schulkind

Schwedisch sprechen zzu HAuse

Beitrag von Schulkind »

Wenn man als nicht Muttersprachler die neue Sprache auch zu Hause spricht riskiert man, dass die Kinder weder die eine, noch die andere Sprache richtig sprechen lernen bzw. behalten. Man nimmt ihnen sozusagen die einmalige Chance zweisprachig aufzuwachsen. Es sei denn, man spricht perfekt schwedisch, natuerlich.
Kopi

Wir sind ausgewandert, neue Chance

Beitrag von Kopi »

Wir sind im letzten Oktober nach Schweden ausgewandert ( Ulticehamns kommun ). Mein Mann hat hier seinen Traumjob bekommen ( in Deutschland war er in der Firma extrem unzufrieden mit den Arbeitsverhältbissen, dem Chef, dem Management und dem Lohn). Hier hat er durch vorangegangene Kontakte zu potenzielen Arbeitgebern ( er ist ein sehr guter Fachmann auf seinem Gebiet ) einen Job bekommen, wo er nicht nur besser verdient, sondern auch ein wirklich tollen Arbeitsklima genießen darf, er bekommt Anerkennung und fühlt sich voll angenommen. Er hat auch lange und intensiv dafür schwedisch gelernt, was jetzt auch sehr wichtig ist. Für mich selbst sah es da trüber aus. Ich bin Beamtin im Postdienst und habe jetzt die Möglichkeit genutzt, Urlaub ohne Bezüge zu nehmen. Das kann man bis zu 12 Jahren, auch abschnittsweise. Dann bin ich zwar noch lange nicht in Rente, aber ich kann zumindest im Notfall immer noch wieder zurück und gebe meine Lebenstellung nicht gleich ganz auf. Mein Mann verdient zwar genügend für die Familie ( wir haben eine kleine Tochter ), aber ich würde schon gerne etwas selbst hinzuverdienen. Das ist in den jetzigen schwierigen Zeiten nicht so leicht, aber ich sehe mich weiter um, bisher habe ich den SFI-Sprchkurs durchgeführt bis zur D-Prüfung und mit godkännt abgeschlossen und nun immerhin schon 2 Bewerbungen abgegeben für Büro-oder Lager- oder Versandtätigkeiten in größeren Firmen im Umkreis. Das war bis jetzt reine Eigeninitiative. Nun werde ich noch mal die Arbetsförmedling direkt aufsuchen und dort mal fragen, wo ich mich noch bewerben könnte. Bei google habe ich auch Inernet-Arbeitsvermittlungen gefunden, aber da war nichts dabei für mich. Meine Tochter hat sich in der Schule gut eingefunden ( 1.Klasse ) und spricht auch schon prima schwedisch. Ich vermisse Deutschland schon ziemlich und meine Tochter auch, aber ich denke, das gibt sich nach und nach, da muss man durch. Das ist ja ähnlich, wie wenn man innerhalb Deutschland weit weg ziehen muss, da ist auch alles so fremd. Das Gesundheitssystem hier ist mies, da werde ich mich wohl nie wirklich mit anfreunden können, aber was hilft's? Wichtig ist, dass mein Mann hier zufrieden arbeiten kann und genügend verdient. In Deutschland reichte es auch mit beiden Einkommen nie so richtig hin und meinen Mann hat der Stress und Frust fast unter die Erde gebracht, da fehlte nicht viel. Also,wenn man es wirkilich wagen will, dann bereitet Euch gut vor und lasst möglichst Optionen offen, damit ihr zurück könnt, wenn möglich. Nicht jeder wird hier glücklich. Wir sind zumindest zufrieden. :flagge3:
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo Kopi,

schön, dass Du uns über Eure Auswanderung berichtest. Und ganz toll finde ich, dass Dein Mann so eine gute und erfolgreiche Arbeitssituation vorgefunden hat. Du wirst Dich auch noch besser fühlen, wenn Du auch eine Arbeit gefunden hast, evtl. dann auch stundenweise, dann hast Du etwas mehr Zeit fürs Familienleben und für die Tochter. Ich finde gerade die Wertschätzung eines Arbeitnehmers sehr wichtig, nichts ist so frustrierend wenn die Arbeit nicht anerkannt wird, sei es finanziell oder die fehlende Anerkennung, das kann einen das Leben richtig vermiesen.
Sicherlich wird es auch in Schweden nicht nur Vorteile geben, aber wenn die ganze Lebensqualität mehr stimmt, das ist schon sehr viel wert und man kann sich dann auch mit einigen nicht so gut laufenden Dingen anfreunden. Nutze viel die Angebote, die Eure Umgebung bietet. Suche Kontakte zu Einheimischen, z.B. diese Art Landfrauen-Verein, bring Dich dort ein. Dann erfährst Du auch, wenn irgendwo ein Posten frei wird und integrierst Dich besser. Jetzt, wo es bald wieder Frühling wird, kann man ja auch wieder mehr die schöne Natur Schwedens genießen. Und auch mir wäre es sehr wichtig, dass man weiß, dass der Mann zufrieden ist und einer guten Arbeit nachgehen kann, das andere (nette Arbeitsstelle für Dich) kommt auch noch.

Alles Gute wünscht Dir Aelve :flagge3:
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nordsüchtig
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Beitrag von nordsüchtig »

@delias

Gerne schicke ich Dir Bilder ... ich kann nur aus unerfindlichen Gründen keine pn schicken ... mail mir unter meiner email kanada-verlag@gmx.de
wenn Du möchtest Deine email und dann versorg ich Dich gerne mit Bildmaterial

Gruß, H.
BalticProducts
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Beitrag von BalticProducts »

Hej,

ich denke Auswandern ist eher unabhängig von der Krise.

Viel wichtiger ist es, sich mit dem Land, in das man wandern möchte zu beschäftigen. Dazu gehören zuerst Sprachkenntnisse und als zweites Kenntnis der Rechtslage vor Ort.

Letztlich ist die aktuelle Krise vielleicht für viele wirklich eine Chance. Mit etwas Mut und Selbstvertrauen kann man da schon eine Menge erreichen.

Viele Grüße
Babe
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Beitrag von Babe »

Hej

Auswandern sollte schon gut durchdacht und organisiert sein aber es macht keinen sinn sich innerlich verückt zu machen, das demotiviert und man bekommt völlig unnütige Angste.
Also ich finde es muß eine mischung zwischen durchdacht/organisert und Augenzu und durch Rolling Eyes


Hej då

sry für doppel post hat probs beim Log in
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Thydyinglight
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Beitrag von Thydyinglight »

Ok Sprache kann ich:
Jobangebot hätte ich.
Angst hab ich auch!
Was nun?

Will hier wech trau mich aber net richtig! Nen Vorschlag?
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo,

es ist verständlich, dass man bei einer Auswanderung ein wenig Bammel bekommt vor der eigenen Courage. Wenn aber sogar eine Arbeitsstelle vorhanden ist, dann würde mich hier in Deutschland nichts mehr halten.
Laß Dir doch mal den schwedischen Wind um die Nase wehen, falls es Dir dann gar nicht gefällt, kannst Du doch nach einer gewissen Zeit wieder nach D zurückgehen.

Vor was schreckst Du denn zurück? Sind es die Freundschaften, die Du aufgaben mußt oder die Abnabelung von den Eltern? Wir haben schon oft gesagt, wären wir bloß schon vor 30 Jahren nach Schweden gegangen, haben es aber wegen der Familie und des sicheren Postens auch nicht gewagt.

Grüße Aelve :flagge3:
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sysco
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Beitrag von sysco »

Thydyinglight hat geschrieben:Ok Sprache kann ich:
Super!
Thydyinglight hat geschrieben:Jobangebot hätte ich.
Super!
Thydyinglight hat geschrieben:Angst hab ich auch!
Alles ungewohnte macht einem irgendwie Angst. Das gehört dazu und treibt einen dazu, das man mitdenkt. Da ist nichts schlechtes dabei.

Was du brauchst, ist, glaube ich, Mut. Quasi die Überwindung des inneren Schweinehundes. Ähnlich wie beim Sport. Nachdem man es gemacht hat, fühlt man sich besser.
Stratege

Beitrag von Stratege »

Hallo zusammen. Ich habe noch nicht viel hier gelesen, doch mein bisheriger Eindruck ist der, daß hier sehr freundlich miteinander umgegangen wird, was mir sehr gefällt.
Ich dachte mir ich schreib mal was, da es ja um Auswandern, Leben und Arbeiten in Schweden geht. Ich bin vor zwei Jahren mit Frau und Kind ausgewandert - allerdings nicht nach Schweden, sondern nach Norwegen.
Es geht uns auf jeden Fall besser, als in Deutschland, doch zumindest ich vermisse auch die Berliner Heimat manchmal sehr. Viele hier schreiben ja in einer Art, die Erkennen läßt, daß sie sich voll und ganz integrieren und z.T. nicht einmal mehr Deutsch untereinander sprechen. Ich will nicht provozieren, doch ich finde Sprache lernen ist in Ordnung aber seine eigene Herkunft ablegen zu wollen ist unaufrichtig.
Warum schreibe ich nun hier? Es liegt wohl daran, daß ich mich mit der norwegischen Mentalität und einigen Eigenheiten nicht so ganz anfreunden kann. Daher überlege ich/ wir, ob wir vielleicht in ein anderes skandinavisches Land gehen wollen, wobei Dänemark und Schweden in Betracht kommen. Nun versuche ich einige Informationen von Leuten zu sammeln, die den Schritt geamcht haben und dort leben.
Insbesondere würden mich doch die eher negativen Aspekte und Erfahrungen interessieren, die Euch nicht so gut gefallen haben, oder Probleme bereitet haben.
Emil als Gast

Beitrag von Emil als Gast »

Stratege hat geschrieben: Viele hier schreiben ja in einer Art, die Erkennen läßt, daß sie sich voll und ganz integrieren und z.T. nicht einmal mehr Deutsch untereinander sprechen. Ich will nicht provozieren, doch ich finde Sprache lernen ist in Ordnung aber seine eigene Herkunft ablegen zu wollen ist unaufrichtig.
Hallo & Willkommen im Schwedenforum, Stratege.
Obwohl du nicht provozieren wolltest, gehe ich auf dein Kommentar ein.
Mit dem Wort "unaufrichtig" tue ich mich ein wenig schwer. Ich bin in einer Gegend aufgewachsen, wo es für mich als Deutscher unerträglich war, da man oft das Gefühl hatte, schon im Ausland zu leben. Menschen, die kein Interesse am Sozialleben mit den Einheimischen hatten. Leider auf den Kosten ihrer Kinder...
Sei es drum. Ich möchte es "besser" machen.
Und warum sollte dies "unaufrichtig" sein?
Ich denke, jeder Einheimischer wird schon feststellen, dass ich von außen komme. Sei es durch meine Wortwahl, Dialekt, Sprachmelodie...
Dennoch habe ich dadurch die Chance am Sozialleben teilzunehmen bzw. ein Teil davon zu werden.
Natürlich werde ich der deutschen Sprache nicht untreu, denn unser Nachwuchs soll auch mal mit seinen dt. Familienangehörige problemlos sprechen können. Und wer weiß, vielleicht möchten der Eine oder Andere "zurück" nach D???
Daher empfinde ich "unaufrichtig" falsch gewählt.
Stratege hat geschrieben: Warum schreibe ich nun hier? Es liegt wohl daran, daß ich mich mit der norwegischen Mentalität und einigen Eigenheiten nicht so ganz anfreunden kann. Daher überlege ich/ wir, ob wir vielleicht in ein anderes skandinavisches Land gehen wollen, wobei Dänemark und Schweden in Betracht kommen. Nun versuche ich einige Informationen von Leuten zu sammeln, die den Schritt geamcht haben und dort leben.
Insbesondere würden mich doch die eher negativen Aspekte und Erfahrungen interessieren, die Euch nicht so gut gefallen haben, oder Probleme bereitet haben.
Gehört habe ich mal, dass die Norweger & die Schweden eine sehr ähnliche Mentalität haben.
Vielleicht könntest du deine Erfahrung berichten und jemand mit mehr Schwedenerfahrung kann mal was dazu texten?
Wohl gemerkt, sind dann nur subjektive Wahrnehmungen...
Gruß
Emil
Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

Stratege hast dich nicht vor der Auswanderung nach Norwegen schon mit der Mentalität dort bekannt gemacht? Bist du einfach aufs Geradewohl dorthin?

Und so gross ist der Unterschied zwischen Norwegen und schweden nicht.

Voll integrieren finde ich richtig und wichtig denn sonst bleibst du ausländer. Nicht die einwohner eines Landes müssen/sollen sich anpassen sonder wir die die dort hin auswandern. Und dazu gehört die Sprache.

Ich weiss, dass ich nach meinen 29 Jahren hier schon einiges von der deutschen Sprache vergessen habe.

Welche eigenheiten der Norweger stören dich denn?

Was mich immer wundert ist, dass viele die fragen wegen Auswanderung dann doch alle Warnungen in den wind schlagen.
Gast

Beitrag von Gast »

@Emil
Ich finde es toll, wenn du dich um die Sprache kümmerst und auch, daß du voll akzeptiert werden möchtest, um ein Teil dieser (neuen) Gesellschaft zu werden. So sollte es ja im Idealfall auch sein. Das du deinen Kindern auch Deutsch beibringst ist für mich selbstverständlich. Auch meine Tochter lernt Deutsch. Mit "unaufrichtig" meine ich auch eher eine andere Klientel von Auswanderern, die mir hier in Norwegen und auch in einem Norwegenforum schon öfter begegnet sind. Das sind dann Leute, denen Ihre Deutsche Herkunft peinlich ist und die sich nicht mehr integrieren, sondern sich selber aufgeben wollen, indem sie Ihre Herkunft und Identität durch eine andere ersetzen wollen. Gespräche laufen dann so nach dem Motto "Also, eigentlich finde ich es nicht so schön, daß wir jetzt Deutsch sprechen" oder "Ich gebe nicht mehr die Hand zur Begrüßung - das macht man hier nicht" - Dinge in dieser Art halt.
@Emil, @Framsidan
Natürlich habe ich/wir uns vor dem Auswandern lange mit dem Zielland beschäftigt und versucht, so viel wie möglich über Land und Leute in Erfahrung zu bringen. Wir sind auch vorher im Urlaub hier gewesen, um erste Eindrücke zu gewinnen. Doch es braucht schon etwas länger, um sich wirklich ein Bild zu machen. Ich denke, daß ich nach zwei Jahren hier schon ein bißchen mitreden kann.
Zunächst einmal entspricht das Bild, daß ich gewonnen habe nicht dem, welches oft geschildert wird. Ich meine damit z.B. die Vorstellung, daß die Arbeit/ Arbeitgeber in Norwegen viel sozialer und menschlicher abläuft, als in Deutschland - halt diese Vorstellung vom Chef, der einen zu sich einlädt und mit dem man dann angeln geht. Ich dachte auch Norwegen wäre wesentlich sozialer, als Deutschland in punkto Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Kindergeld Familie, u.s.w und das die Leute hier alle sehr freundlich sind und es nur etwas länger braucht, damit sich Freundschaften entwickeln. Ich will nicht generell nur schlechtes berichten, denn es gibt viele Sachen, die einfach besser sind bzw. optimaler laufen. Ich habe auch Leute kennengelernt, die durchweg positive Erfahrungen gemacht haben und bei denen dieses Bild über Norwegen wirklich zutrifft.
Dennoch schildere ich vielleicht kurz einige Erfahrungen:
Arbeit:
In einigen Betrieben läuft es durchaus lockerer als in Deutschland - es wird nicht gleich gemeckert und man läßt die Leute machen. Dennoch heißt das nicht unbedingt, daß der Arbeitgeber zufrieden mit einem ist. Eine Eigenart der Norweger scheint es zu sein, daß sie einfach nicht die Klappe aufbekommen und einem sagen, was sie wollen oder denken. Sie lächeln gerne nett und sind freundlich, aber das muß nicht heißen, daß alles ok ist. Oftmals konnte ich eine Art unterschwelligen "Rassismus" feststellen. Das äußert sich in der Grundhaltung, daß ein Ausländer jemand ist, der nur da ist, weil man selber nicht genügend Leute im Land hat und das der Ausländer auch bitte wieder schnellstmöglich zu verschwinden hat, wenn die Arbeit weniger wird (so wie im Moment der Fall). In einigen Zeitungsberichten regt man sich z.B. öffentlich darüber auf, daß viele der Polen, die hier sind/waren LEIDER auch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben haben. Auch habe ich feststellen können, daß den Ausländern gerne die Arbeiten übertragen wurden, die anstrengender waren und auch, daß Ihnen für die gleiche Arbeit deutlich weniger gezahlt wurde. Ich habe von manchen Leuten ähnliche Dinge gehört und denke, daß viele Norweger in Ihrer eigenen Welt verharren, sich aber nach außen gerne weltoffen und freundlich geben. Ich habe dieses Land als eine geschlossene Gesellschaft kennengelernt: Alle sind nett und freundlich, aber mehr auch nicht. Wirklich Freunde finden ist hier wirklich nicht drin. Die findet man am ehesten unter anderen Ausländern, die einfach viel lockerer und Zugänglicher sind.
Familie:
Das hiesige Kindergeld liegt bei etwa 90 €. Nur wenn ein Kind hier im Land geboren wird, bekommt man ein ganz nettes Sümmchen. Wenn man nicht verheiratet ist aber ein Kind hat, so wird man steuerlich nicht begünstigt, sondern jeder zahlt den vollen Steuersatz.
Auf einen Kindergartenplatz mußten wir (trotz Priorität) ganze 9 Monate warten und nun wo wir einen haben kostet er 2500 Nok/Monat.
Gesundheit:
Meine Tochter hatte zwei Tage lang Fieber und war stark erkältet über Weihnachten. Da der Fastlege zu hatte sind wir mit ihr am dritten Tag zur Legevakt gefahren. Der Warteraum war leer, doch man schickte uns nach Hause mit der Begründung, daß 38,7 Grad nicht genug Fieber ist, um sie dort zu untersuchen. Am nächsten tag waren es dann 39 und erst nachdem ich laut wurde (was hier anscheinend niemand versteht) wurde sie untersucht und bekam Penicillin, da es sich um Skarlagensfeber handelte. Ich selbst habe mich auch schon daran gewöhnt, daß man nur mit Termin zum Fastlege kann oder man an die nächste Tankstelle geschickt wird, wo man sich Paracetamol kaufen soll.
Ein Kollege hatte einen Kreuzbandriß. Wartezeit für die OP: 7 Monate. Er fuhr nach Deutschland und wurde nach einer Woche operiert. Auch die Frau eines Kollegen, die selber Krankenschwester ist wundert sich über die schlechte Ausbildung der Ärzte hier und berichtet von vielen Fehldiagnosen und falscher Medikation.
Allgemein:
Man verdient relativ ordentlich, doch das Geld geht auch sehr schnell wieder weg. Der Staat greift gerne an jeder Ecke ordentlich ab und die Bürger sind so erzogen, daß sie das völlig in Ordnung finden. Auch wenn es um die Erhöhung von Strafen geht (z.B. ohne Gurt fahren oder telefonieren beim Fahren oder Gefängnis bei Alkohol am Steuer) finden das fast alle klasse. Ein Brite der hier lebt meinte mal zu mir, für ihn wäre dieses Land kommunistisch...

Naja, das sind so einige Punkte, die mich wirklich stören, doch wie gesagt - ich habe jetzt nur das Negative erwähnt. Es gibt auch viele Sachen, die mir gut gefallen.
Dennoch steht für mich fest, daß ich nicht mein ganzes Leben hier verbringen möchte und in etwa 3 Jahren gerne woanders hingehn möchte.
Ich habe auch mal in England gelebt und habe dort sehr schnell gute Freunde und Arbeit gefunden. Vielleicht wohne ich auch nur in der falschen Ecke (Stavanger) oder habe halt Pech - keine Ahnung.
Emil... im Bett

Beitrag von Emil... im Bett »

N`Abend...
Na das war mal ne "kurzes" anreißen... Da wird man ja wieder richtig wach. :-flagg

Danke für deine Erklärung. Dies macht die Sache deutlicher. Nur so am Rande erwähnt: Schämen sollten wir uns nicht für unsere Herkunft. Wir können eher auf unseren Mut stolz sein. Nicht jeder geht freiwillig ins Ausland und versucht einen Neustart... :champion:

Zur Arbeit:
Kann ich nur über Dritte berichten. Ich selbst gehe zur Zeit keine Arbeit nach. Aber ich habe mir schon von meiner Frau sagen lassen, dass ich mit meiner direkten (Ruhrpott-)Art nicht weiterkommen werde. Ich muss mich also ebenfalls umstellen. Man schaut hier in S allenfalls einen komisch an, man wird dennoch nichts erfahren, wenn man was falsch gemacht hat. Selbst wenn man nachfragt ist alles ok...
Ganz nach dem Motto: "en svensk tiger"
Zudem kann ich nur soviel dazu sagen, dass die alte Generation noch das "Järntelaget" (Habe ich das richtig geschrieben?) befolgt. Die jüngere Generation dagegen ist, wie in ganz Europa, Erfolgs-, Prestige-, Geldorientiert.

Zum Rassismus:
Wir deutsche sind da "Gebrandmarkt". Ich glaube richtig rassistisch sind die Schweden nicht. Sie sind tolerant und lassen vieles durchgehen. Allerdings merken sich einige Schweden, wer diese Gastfreundschaft ausnutzt und wer nicht. Dann heißt es z.B. "Mit den Deutschen, Holländer kommt man gut aus... Aber mit "den Anderen da" nicht. Höre ich Zwischenzeitlich mal von Nachbarn und Bekannten.

Zur Gesundheit:
Anscheidend hat N & S das selbe "patientenfreundliche" System. Hatte aber noch keine Gelegenheit es mal auszuprobieren. Toi, toi, toi.

Zur Familie:
Der Schwede bezeichnet sich gerne als Familienfreundlich. Gehört habe ich, dass das System dies auch unterstützen soll. Aber wissen tue ich das nicht. Aufgefallen ist mir allerdings, dass viele in meinem Umfeld Beruf, Hobby und erst dann Familie haben. Sprich: Sie gehen von 8-17 Uhr Arbeiten, machen dann Hobby von 17-20 Uhr und gehen dann zur Familie.
Bleibt wohl nicht viel Zeit für Familie während der Woche...

Kurz gesagt, ich weiß nichts. Dafür lebe ich zu kurz mit einer Schwedin zusammen bzw. in Schweden, um mir schon mal eine "richtige" Meinung zu bilden.
Daher sollten die erfahrenden Schwedenkenner zu Wort kommen.
Würde mich auch interessieren, wie die Skandinavier drauf sind.
Wäre doch mal ein toller Tread, wo man unterschiede der Skandinavier beschreibt.
Gruß & God Natt
Emil
Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

Auweia das ist fast zu viel zum antworten.... ob mein Gedächtniss nun soweit reicht? :?

Erst mal, ich will jetzt absolut keinem auf die Füsse treten.

Aber Gast das was dich stört, sind eigentlich solche Sachen übe die duch vorher hättest informieren sollen.

Z.B. das lange warten auf einen Kindergartenplatz. Ist hier in Schweden oft genauso.

Steuern ect, das Land ändert nicht die Steuergesetze nur weil ein ausländer das anders gewohnt ist von zuhause.

Gesundheitswesen, ja das ist so eine Sache in skandinavien. Aber man liest so oft dass Leute hierher auswandern wollen weil u.a. das gesundheitswesen besser sei.
Wenn man ihnen dann aber das Gegenteil sagt, ja dann wird das ignoriet oder in den wind geschlagen. Sie wissen es ja besser.

Und deshalb finde ich es gut dass Emils Sambo/Frau ihm nahe gelegt hat sich da umzustellen.

Viele betrachten die Deutschen als Besserwisser, auch kommt die "Hoppla jetzt komm ich " Mentalität nicht gut an hier.

Man kann Freunde finden hier, damit hatte ich kein Problem. Aber dazu muss man selber auf die Leute zugehen und nicht warten bis der rote Teppich ausgelegt wird. Denn da wartet man vergebends.

Familienleben... Da in den meisten familien beide arbeiten, kommt das Familienleben oft zu kurz. An den meisten Arbeitsplätzen wird ja Personal eingespart, also kann ein Arbeitstag schon ganz schön anstrengend sein. Dann noch die Kinder zu den verschiedenen aktivitäten zu fahren usw

Die Gehälter sind ja in Norwegen höher als in Schweden. Deshalb gibt es auch viele Schweden die nach Norwegen fahren um zu arbeiten. Aber das Leben ist halt auch teuer in Norwegen.

Mir persönlich sagt die Mentalität der Norweger zu und deshalb fahren wir auch gerne nach Norwegen mit dem Womo.

Die Kinder 2 sprachig zu erziehen, finde ich gut denn so bekommen die Kinder eine Sprache umsonst. Aber das scheitert sehr oft. Bis zu einem gewissem alter machen die Kinder mit aber dann wollen sie oft nicht mehr.

Kenn einige Familien wo ein teil deutsch ist aber das mit zweisprachig nicht klappt.

Dass die Strafen bei verschiedenen Delikten hoch sind, finde ich auch richtig. Man muss eben die Gestze beachten und dann hat man kein Problem. Ist nun mal Gesetzt dass ich den Sicherheitsgurt anlegen muss, ja dann ist das nun mal so. Alkohol am Steuer, ja das muss bestraft werden, da gibts nur ein entweder oder.....

Framsidan - die jtzt essen muss
Stratege

Beitrag von Stratege »

Danke für Eure comments. Es ist schon interessant, mal einen Vergleich mit dem Nachbarland zu haben. Natürlich kann man sich vorab über vieles informieren bevor man auswandert, doch jeder hat halt auch seine eigene Sicht und macht seine eigenen Erfahrungen. Von daher muß man schon selber den Sprung ins kalte Wasser wagen. Dennoch sollte man natürlich nicht ungeplant auswandern und sich dann wundern, wenn es nicht klappt. Mich würde jetzt noch ein Vergleich mit Dänemark interessieren. Hat da jemand Erfahrungen gemacht? Natürlich kann man nie generell sagen ein Land sei so oder so, doch es gibt bestimmt schon einiges, was man auch verallgemeinern kann. Das Gesundheitssystem scheint zumindest in allen drei Ländern genauso "patientenfreundlich" zu sein. Für mich wäre Dänemark auch insofern interessanter, daß ich einfach Ruckzuck in Deutschland sein kann. Einaml um meine Familie öfter zu sehen und zum anderen weil ich da alles kaufen kann, was es so gibt. Die eingeschränkte Auswahl und die Monopole in fast allen Bereichen sind (zumindest in Norwegen) schon recht hinderlich. Ebay z.B. fällt hier völlig flach, weil auf alles so hohe Zölle erhoben werden, daß sich der Kauf nicht rechnet. In Dänemark und Schweden sollte das doch kein Problem sein, da bei zur EU gehören, oder irre ich mich da?
Ich habe mal in einem Skandinavienforum gelesen, das wenn man sich Skandinavien als kleines Europa vorstellt die Finnen wie die Russen sind, die Schweden wie die Deutschen, die Norweger wie die Briten und die Dänen wie die Italiener - ist da was dran? Man sagt den Dänen ja nach, sie seinen die lustigsten und lebensfrohsten unter den Skandinaviern. Mich würde deren Verhältnis zu den Deutschen interessieren. Einerseits hört man, sie betrachten uns als Nachbarn und sozusagen als Verwandte. Andererseits habe ich gehört, daß in Kopenhagen z.B. ein ziemlich unfreundliches Klima gegenüber Deutschen vorherschen soll. Habt ihr da vielleicht eigene Erfahrungen sammeln können?
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo Stratege,

ich habe mich mal mit einem Deutschen ausgetauscht, der mit seiner Familie nach Dänemark ausgewandert ist. Ihm gefiel es dort nach seiner Aussage sehr gut. Was ich interessant fand, war seine Aussage, dass er in Dänemark mit seinem Gehalt sehr gut auskommt. Früher in Deutschland war am Monatsende das Geld immer alle, in Dänemark kann er noch was übersparen durch ein höheres Gehalt und durch niedrigere Kosten.
Und ich denke mal, dass es auch in Schweden so ist, man kommt mit seinem Einkommen besser aus. Die Energiekosten sind noch nicht so hoch, die Mietpreise sind auch nicht so teuer wie in D und die Anschaffungskosten für ein Haus mit Grundstück sind in Schweden ja erheblich günstiger als in D. Wir selber kaufen gerne in Schweden ein, obwohl ich hier in Hamburg jede Menge Geschäfte nahe meiner Arbeitsstelle habe. Trotzdem bekomme ich in Schweden viele sehr schöne Sachen günstiger als in D. Als Familie finde ich es wichtig, dass man mit seinem Einkommen gut über die Runden kommt, hier in D geht sehr viel für Kinderbetreuung, Miete und Energiekosten drauf, so dass es schwer ist auf einen grünen Zweig zu kommen. Mich würde es auch in Norwegen stören, wenn alle Dinge so teuer sind, da ich sehr preisbewußt bin und mich nicht immer über überhöhte Preise ärgern will.

Viele Grüße Aelve
Zuletzt geändert von Aelve am 18. Februar 2009 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von hansbaer »

Aelve hat geschrieben:die Mietpreise sind auch nicht so teuer wie in D
Ähem - das ist jetzt aber geschönt. Klar sind die Mietpreise niedrig, weil sie künstlich niedrig gehalten werden. Dafür darf man jahrelang in der Warteschlange stehen, um eine Whnung zu bekommen. Wenn man sich schwarz was mietet, ist das bei weitem nicht mehr so billig. In den Großstädten landet man da schnell bei Münchner Mietpreisen und hat dazu noch keinerlei Rechtssicherheit.
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Mietpreise

Beitrag von Schulkind »

Wir bezahlen 9987 SEK Miete plus Strom und Wasser fuer 86qm2 in Schweden. Gewartet haben wir darauf 3 Jahre. Liebe Aelve, und auch die Anschaffungskosten fuer ein Grundstueck oder Haus können durchaus deutsches Niveau erreichen. Kann und will ja in Schweden auch nicht jeder so abgelegen wohnen, als dass man dann fuer 50000 Euro ein Haus bekommt. Ich jedenfalls kenne niemanden hier, der so preiswert sein Haus bekommen hat. Nicht mal ´ne Stuga.
:flagge3:
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Re: Mietpreise

Beitrag von hansbaer »

Schulkind hat geschrieben:Wir bezahlen 9987 SEK Miete plus Strom und Wasser fuer 86qm2 in Schweden. Gewartet haben wir darauf 3 Jahre. Liebe Aelve,
Das ist krass.
Ich zahle 6383 SEK (ink. Strom und Wasser) für 82 m2 und dachte, das wäre für kommunale Wohnungen schon recht viel.
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Beitrag von Aelve »

Lieber Hansbaer,

das was Du sagst mag für Stockholm Gültigkeit haben oder evtl. auch noch direkt im Zentrum von Göteborg. Aber auf dem Lande, also dort wo wir unsere Ferienhäuser besitzen, kann man noch verhältnismäßig günstig etwas mieten. Und wir vermieten langfristig, falls Bedarf besteht, unsere Ferienhäuser ebenfalls recht günstig. Und von dort sind es eine gute Stunde bis Göteborg und ca. 40 Minuten bis Borås, was ja auch bereits ein großer Ort ist.
Die Mietkosten sind schon deshalb günstiger, weil die Nebenkosten wie Müll, Strom, Wasser und Entwässerung nicht so hoch sind wie in Deutschland.
Übrigens zahlen wir für unsere Tochter für ein 14 qm großes Zimmer (schräge Wände) in einer Wohngemeinschaft fast 230 Euro. Das ist in der Universitätsstadt Göttingen. In Universitätsstädten sind Zimmer in WG immer relativ teuer, da wird Stockholm keine Ausnahme bilden.
Bei meinem posting handelt es sich ja um eine Familie, die nach meiner Erfahrung in Schweden günstiger wohnen kann als in Deutschland.
Wobei es natürlich regional unterschiedlich sein wird.

Grüße Aelve
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Beitrag von hansbaer »

Aelve hat geschrieben: das was Du sagst mag für Stockholm Gültigkeit haben oder evtl. auch noch direkt im Zentrum von Göteborg. Aber auf dem Lande, also dort wo wir unsere Ferienhäuser besitzen, kann man noch verhältnismäßig günstig etwas mieten. Und wir vermieten langfristig, falls Bedarf besteht, unsere
Es geht nicht um die Mietpreise, sondern um die Verfügbarkeit. Die meisten Mietwohnungen in Schweden sind kommunale Mietwohnungen, und diese werden per Warteschlange vergeben. Und in dieser Warteschlange stehen fast alle, egal ob sie eine Wohnung brauchen oder nicht. Daher kommen teilweise absurd hohe Wartezeiten zustande. Bei einer guten Wohnung wird sich immer jemand mit enstprechend viel Wartezeit finden. Wenn man also ankommt und erstmal was mieten will, kann das vergessen, denn unter einem Jahr Wartezeit kriegt man in diesem System nur Schrott, wenn überhaupt.

Für alle anderen, die nicht genügend Wartezeit haben, bleiben wie erwähnt die schwarzen Untervermietungen - und da regiert der Kapitalismus.
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Beitrag von sysco »

Mir hat eine ältere Schwedin mal gesagt, daß die Schweden wie die Deutschen sind, also sehr arbeitssam. Die Dänen dagegen seien mehr Freizeitbetont und lebenslustig.
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Beitrag von Framsidan »

Hansbaer du hast eine niedrige Miete. Für 82 qm bezahlt man normal schon mehr.

Und dann muss man froh sein wenn man überhaupt was findet.

Als ich 1980 nach Schweden kam, da fand ich die Mieten niedrig aber mittlerwile nicht mehr.

Und Aelve was nützt mir ein günstigeres Haus wenn es keine Arbeitsmöglichkeiten gibt. Selbst wenn du ca 40 km von göteborg raus gehst findest du kein billiges Haus und auch keine billige Mietwohnung.

Und erst mal mindestens eine Stunde fahren bevor ich zur Arbeit komme, ist auch nicht jedermans Sache. Es sind dann 2 autos notwendig und die kosten auch nicht wenig. Die fahrtkosten kann man auch erst ab einer gewissen Höhe abschreiben bei der Deklaration.

Fernab von allem kannst du noch günstig kaufen aber sonst nicht mehr.
Stratege

Beitrag von Stratege »

Freizeitbetont und lebenslustig klingt doch gut. Wenn ich an Dänemark denke dann denke ich meist zuerst an rote Würste und die Olsenbande :-) und an Tuborg.
Die Mieten in Schweden scheinen doch recht hoch zu sein. Wußte auch nicht, daß es dort einen Schwarzmarkt gibt und lange Wartezeiten für kommunale Mietwohnungen. Hier in meiner Gegend gibt es keine kommunalen Mietwohnungen. Es gibt nur private Hausbesitzer die meistens ihre Keller ausbauen und diese vermieten oder halt das ganze Haus, wenn sie zwei davon haben. Somit ist man diesen Privatleuten ziemlich ausgeliefert und sie diktieren die Preise. Es gibt absolut nichts günstiges, selbst wenn man 50-100 km weiter sucht. Mieten wird hier auch ganz anders verstanden als in Deutschland. Wir haben uns erlaubt, die Wohnung zu streichen, woraufhin unser Vermieter ganz blaß wurde und völlig schockiert war. Er meinte dann es müsse sich um ein "kulturelles Problem" handeln, da man hier nicht einfach die Tapete (weiß) streichen darf. Ein Bekannter von uns zahlt 12000 Nok Miete und darf z.B. keine Nägel in die Wand schlagen...hihi
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo Stratege,

es ist nicht richtig, dass Du eine Mietwohnung nicht so streichen darfst wie Du willst. Du kannst das Wohnzimmer lila streichem das Klo rot und das Schlafzimmer dunkelgrün - aber Du mußt am Ende der Mietzeit wieder alles weiß überstreichen. Denn Du kannst nicht erwarten, dass Dein Vermieter Deine Vorliebe für kariert gestrichene Wände teilt. Und selbstverständlich kannst Du nicht überall Nägel oder Dübel reinschrauben und dabei zum Beispiel die ganzen Fliesen beschädigen. Das würde Dir als Hauseigentümer auch nicht schmecken.
Sei sparsam, kaufe Dir selbst ein Haus, dann bist Du keinem Vermieter ausgeliefert, wenn Du meinst, alle Vermieter wollen den Mieter übers Ohr hauen. Wenn es nämlich um Dein eigenes Eigentum geht, dann würdest Du es Dir auch nicht von einem Mieter ruinieren lassen wollen und dabei noch Geld zusetzen wollen. Deine Aussagen sind mir leider zu pauschal gehalten, denn als Vermieter hat man ein sehr hohes Risiko und nicht alle Vermieter sehen ihr Haus als Goldgrube, wo sie den Mieter ausnutzen können.

Grüße Aelve
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Brelinger
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Beitrag von Brelinger »

Hej,

habe mich jetzt mal etwas eingelesen und möchte auch mal meine Gedanken dazugeben:

Zum Rassismuss, der Mentalität und anderen Umständen:
- diese Dinge & Unterschiede gibt es überall fühle mich als Niedersachse ja schon in einigen Bayerischen Gegenden sehr fremd. Das obwohl wir im gleichen Land aufgewachsen sind!

- die höfliche Offenheit im Norden wird oft falsch eingeschätzt. Hinter der Kulisse gibt es (wie überall) Lästereien, Hauen, Stechen, etc.
Das kann man sehr schön gerade in der momentanen Jobsituation sehen.

Jedem sitzt nunmal das Hemd näher als die Jacke (oder so).

Auch die Mieten kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen.
Wenn Aelve schreibt, das in Göttingen ein kleines Studentenzimmer 230 Euro kostet - dann sage ich: UND?

Ich nehme das Beispiel einfach mal an und stelle ein paar Fragen dazu (nicht an Aelve ;-) nehm nur deren Beispiel an ):
- 1 Zimmer kostet oft verhältnismässig mehr als eine Wohnung.
- Finanziert der Hauptmieter evtl. seinen Anteil durch den der anderen mit?
- Ist die Wohnung im Zentrum?
etc.

Mietpreise zu vergleichen ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen.

Man kann 400 Euro für eine 2 Zimmerwohnung bezahlen oder eben 700 Euro - Stadt, Lage, Beliebtheit, Wucher, etc.....
Wir zahlen für 76qm 5100SEK - 3 Busstationen vom Zentrum weg
- Glück gehabt sach ich!

Würde gerne ein Haus hier kaufen - meine Freundin will in der Stadt bleiben - also wird es eine Wohnung zum gleichen Preis, für den ich nen ganzen Haus ausserhalb bekomme. (jaaaa, Frauen regieren eben ;-) )

Wo auf der Welt ist diese Preisverteilung nicht so ?
Alles wird durch Angebot und Nachfrage geregelt. Der Rest sind lediglich Rahmenbedingungen die von der Gesellschaft (die den Staat bildet) gesteckt werden.

Nur nochmal zum Abschluss und zur Beantwortung des Threadthemas:
Auswandern jetzt - Dummheit oder Chance?!?

Ich würde es so sehen:
Habe ich eine reelle Chance mich im neuen Land zu verwirklichen - dann los.
Habe ich einen in Aussicht - dann los.
Habe ich genug Puffer ohne Job - dann los.
Habe ich genug Mut - dann los.

Ich würde manchmal auch gerne nach Spanien ziehen, weiss aber dass es nichts langfristiges für mich ist. Deshalb bleib ich mit meinem Hintern wo ich bin.

Also - ich würde das Auswandern nicht soooo sehr von der Zeit abhängig machen, lediglich einen optimalen Zeitpunkt für mich selbst finden. Das ständige Vergleichen bringt die Leute alle noch um den Verstand. Stellt euch einfach die Frage - mache ich alles richtig und wie kann es mir besser gehen.

Die Welt ist nunmal Grau! Und jeder nimmt Sie anders wahr.

Cheers!
Das Leben ist ein Match!
hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

Aelve hat geschrieben: es ist nicht richtig, dass Du eine Mietwohnung nicht so streichen darfst wie Du willst. Du kannst das Wohnzimmer lila streichem das Klo rot und das Schlafzimmer dunkelgrün - aber Du mußt am Ende der Mietzeit wieder alles weiß überstreichen. Denn Du kannst nicht erwarten, dass Dein Vermieter Deine Vorliebe für kariert gestrichene Wände teilt. Und selbstverständlich kannst Du nicht überall Nägel oder Dübel reinschrauben und dabei zum Beispiel die ganzen Fliesen beschädigen. Das würde Dir als Hauseigentümer auch nicht schmecken.
Ich wage zu behaupten, dass das auf Deutschland zutrifft, aber nicht auf Schweden. Veränderungen an der Wohnung kann man nicht einfach so machen, sondern muss den Vermieter erst fragen. Auch gibt es im Gegensatz zu Deutschland keine Verpflichtung, bei Auszug neu zu streichen. Ich bekam bei meiner jetzigen Wohnung die Auskunft, man dürfe streichen, aber nur, wenn es gut ausgeführt wird. Weder in meiner aktuellen noch in meiner alten Wohnung waren die Wände weiß.
sysco
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Beitrag von sysco »

Hej Brelinger,

zur Sache mit dem Auswandern gebe ich dir Recht. Ich habe vorher so viel recherchiert wie es nur ging. Habe nach Schweden etwas Zeit mitgenommen, damit ich für eine Übergangszeit quasi nichts anderes zu tun habe, als mir alles vor Ort anzuschauen und zu überlegen. Einfach nur überlegen und abwägen.

Was anderes hilft da glaube ich nicht. Besser am Anfang Zeit nehmen und sich mit der Nase an allem stoßen, woran es nur geht, denn wenn man es später feststellt, hat man sich die Rückkehr vermutlich schon sehr schwierig gemacht. Über Rahmenbedingungen kann man sich informieren, aber da gibt es so viele Sachen "neben der Spur"...


Zum Thema Wohnungen(Veränderungen): Mich hat überrascht, daß manche hier angenommen haben, daß im Ausland dasselbe wie in DE gelte.
Stratege

Beitrag von Stratege »

Also die Wohnung war vorher weiß gestrichen, doch leider halt nicht frisch. Ich schätze es waren so 7-8 Jahre her, wo zum letztenmal gestrichen wurde und es waren viele Flecken und Gebrauchspuren an den Wänden. Da haben wir halt frisch mit weiß gestrichen und es sieht toll aus. Allerdings fand das unser Vermieter furchtbar und fühlte sich übergangen. Natürlich bot ich ihm an, bei Auszug alles so zu streichen, wie er es gerne möchte, doch das beruhigte ihn auch nicht. Allerdings macht es auch nicht viel Sinn, ihn irgendwas zu fragen. Im Bad z.B. befindet sich ein Lüfter der 24 Std. am Tag läuft. Man kann ihn nicht abschalten. Leider ist das Ding alt und sehr laut, so daß wir das anliegende Zimmer nicht als Schlafzimmer benutzen können. Ich bot ihm an, auf eigene Kosten einen neuen modernen Lüfter zu kaufen, doch es hieß gleich "That´s out of discussion" - als friß oder stirb. Gleiches mit dem Bad. Das Bad ist riesig und wir wollten eine Badewanne reinstellen (ohne feste Montage, also kein Bohren o.ä.). Ist ja kein Problem, als Abfluß den der Duschkabine zu benutzen und als Zulauf halt die Handbrause. Doch wieder "out of discussion".
Naturlich kann ich es verstehen, wenn es der Vermieter nicht so gerne sieht, wenn man bohrt und dübelt. Das tun wir ja auch nicht - doch ein Nagel für ein Bild wird ja wohl drinn sein, oder?
In der Tat ist es so, daß das Untervermieten hier für viele eine Goldgrube ist. Fast jeder hat Eigentum und wenn jemand mietet sind es meist Ausländer. Das Mietniveau ist 30-40% höher als noch vor 2-3 Jahren und selbst jetzt in der "Finanzkrise" fallen die Mieten nicht. Unsere wurde sogar um 12,5 % erhöht. Natürlich sind nicht alle Vermieter schlecht, doch unserer erhöht die Miete und stellt die Heizung jedes Jahr etwas niedriger ein (ist in der Miete enthalten) - naja, da kann man wohl nur umziehen. Fragt sich nur wohin, denn die Preise sind fast alle gleich. Es wird jede Menge gebaut, doch das sind alles Eigentumswohnungen. Und ein Haus oder eine Wohnung will ich nicht kaufen, weil ich mich nicht so fest an einen Ort binden will. Wir haben gerade gefalllen am Auswandern gefunden und wollen uns auch noch ein paar andere Länder anschauen und ein paar Jahre dort leben.
sysco
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Beitrag von sysco »

Das hört sich ganz schlicht danach an, als ob ihr den falschen Vermieter erwischt hättet. Es wird in DE wie auch in SE solche Leute geben, aber auch viele von der gegenteiligen Sorte.
Wenn die Preise alle auf dem selben Niveau sind, dann kann man über ein Umziehen nachdenken und den Vermieter schon vorab auf "Veränderungen" prüfen.

In Schweden gibt es die Hyresgästföreningen (zu deutsch sowas wie "Verband der Mieter"). Da können dann alle rein, die legal oder illegal zur Miete wohnen.
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo,

ja, das hört sich wirklich nach einem unbelehrbaren Vermieter an. Wir haben mit unseren Mietern immer das beste Verhältnis gehabt, wenn ein Mieter gute Ideen hat, warum soll man da als Vermieter dann nicht drauf eingehen.
Aber es gibt immer Leute, die wollen sich von anderen nichts sagen lassen, selbst wenn es tolle Ideen sind. Da würde ich auch so schnell wie möglich nach einem netteren, verständnisvollen Vermieter schauen.

Grüße Aelve
So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.
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