Eure Einschätzung

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Tomason
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Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Hejsan,

wie ich bei "Wer bin ich" schon erwähnt habe, wollen wir nächstes Jahr nach Schweden übersiedeln, vorzugsweise (südwestliches) Mittelschweden, oder (nordwestliches) Südschweden :-flagg

Vielleicht kann mir der Ein oder Andere eine ungefähre Einschätzung geben, ob wir mit unserer derzeitigen Berufslebenserfahrung einen schnellen Berufseinstieg schaffen?

Aufgewachsen im Familienbetrieb (Forstbetrieb und Landwirtschaft). Ausbildung gemacht zum Maurer, Vorarbeiter und Polier. Dann war ich 5 Jahre lang QSA im Chemie/Produktionssektor. Nebenbei 3 Jahre selbständig im Holz/Gartenbau mit Hausmeisterservice. Zusätzlich noch ein Jahr als Beikoch gearbeitet.

Meine Frau ist gelernte Tierwirtin und Einzelhandelskauffrau. Im Nebenerwerb bot sie Garten und Grabpflege an, wie auch Haushaltshilfe. Seit ein Paar Jahren ist sie im Hotel bzw. Gastroservice tätig.

Wir sind fleißig, machen uns auch gerne die Hände schmutzig und scheuen uns nicht vor schwierigen oder neuen Aufgaben.

Warum Schweden? Da ich meinen Elternhof nicht übernehmen kann/darf, verkaufen wir unser Hab und Gut und wagen einen kompletten Neuanfang. Startkapital pendelt sich ungefähr bei 400.000 Euro ein. Mit 400k kommt man im Allgäu leider nicht sehr weit und da es in Deutschland politisch wie menschlich den Bach runtergeht, wagen wir die Auswanderung nach Schweden. Bezahlbarer Lebensraum, Platz zum Verwirklichen, mehr introvertierte als extrovertierte Menschen, mehr Natur, weniger Druck in der Schule. Ich weiß dass nicht alles in Schweden besser ist, manches ist schlechter, manches ist anders. Hier wird einem nichts geschenkt. Es gibt immer und überall Ausnahmen, aber wir haben größtenteils positive Erfahrungen gemacht in Schweden. Es kommt auch auf einen selbst an, wie man sich gibt und gesehen werden möchte.

Wie ist der Plan? Der Plan ist, dass wir ein Haus kaufen im ländlichen Raum, in der Nähe (max. 30 Min.) einer größeren Ortschaft / f9 Grundskola mit genug Platz für Obst, Gemüse, Hühner, Werkstatt, spielen und toben, evtl. Ferienunterkünfte und im Idealfall mit eigenem Wald.
Ich habe kein Problem ins Angestelltenverhältnis zu gehen, auch die Arbeit wäre mir Anfangs relativ egal. Die beste Integration ist meiner Meinung nach die Sprache zu lernen und das Arbeitsleben in jeweiligen Land zu infiltrieren ;)


Das war jetzt mal so des Grobe von meiner Seite.
Würde mich sehr über Tipps und Ratschläge freuen, ob positiv oder auch negativ. Vielleicht gabs ja hier und da auch schon ähnliche Werdegänge wie der unsere. Oder vielleicht auch Insider, die sich mit meinen Branchen auskennen ;)

Tack på förhand

Tomason
Zuletzt geändert von Tomason am 4. Oktober 2024 12:54, insgesamt 4-mal geändert.
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Wernersvensk
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Wernersvensk »

Hej Tomason,
das ist aber ein strammer Zeitplan mit der Familie , wenn du dich über Häuser und Wald informieren willst schau bei Hemnet.se hinein ,ich habe das Gefühl zZ wird viel inder Richtung Jordbruks oder Skoksbruks Gård angeboten.Generationswechsel.
Manche landwirtschaftlichen Anwesen verfügen auch über eine eigene Säge .Wir haben uns damals alle Häuser heraus kopiert die Interessant für uns waren und haben dann eine Rundreise gestartet bis wir das gefunden haben was wir wollten,es war auch viel Schrott dabei .
Die Kapitaldecke ist nicht schlecht aber ihr seit zu 6. und da ist vieles zu beachten und Schweden ist kein preiswertes Land .
Alle müssen mitziehen und schwedisch lernen ,wobei die Kinder meistens am schnellsten lernen.
Wenn du im Wald arbeiten willst ,mußt du bedenken es gibt kaum noch Handarbeit ,geerntet wird mit dem Harvester und die Neuanpflanzung machen hier auch schon billige Arbeitskräfte aus dem Osten.
ich wünsche euch alles Gute und das ihr das findet was ihr sucht.
Allgäuer können das
Mvh Werner
Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Hej Werner,

tack för tipsen med Jordbruks och Skoksbruks Gård

Bei Hemnet.se habe ich schon einige Höfe/Häuser gespeichert, die in Frage kommen würden. In zwei Wochen sind wir für 3 Wochen oben und besichtigen die engere Auswahl.
Aber du hast recht, leicht wird es nicht. Am liebsten wäre es mir, wenn so viel Geld übrig bleiben würde, dass wir 2-3 Jahre ohne Job überbrücken könnten, um uns umfangreich einzuleben.

Wir lernen auch schon über Babbel fleißig Schwedisch, wobei sich die Kinder deutlich leichter tun :)

Mit nächstes Jahr peilen wir den Herbst an, unsere Kleinste soll die erste Klasse noch fertig machen. Außer natürlich, alles klappt auf Anhieb, was ich nicht glaube :lol:

Wird auf jeden Fall abenteuerlich :-flagg

Tack igen

Schöne Grüße

Tomason
Zuletzt geändert von Tomason am 4. Oktober 2024 12:50, insgesamt 1-mal geändert.
Wernersvensk
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Wernersvensk »

Hej Tomason,
das einleben funktioniert am besten wenn ihr Vorort eine Arbeit habt,etwas schwedisch,wenn das nicht reicht englisch und manche in Schweden haben auch deutsch in der Schule.Ich habe mir zuerst eine Firma im Ort gesucht und dann eine Verleihfirma ,der vorteil war ich konnte mir aussuchen wann und wie lange ich arbeite .Die Firma hatte auch Kontakte nach Norwegen,Vorteil doppeltes Gehalt und nur 14 Tage arbeit.
Wir wohnen allerdings auch nur 2h von Oslo entfernt.
Es ist noch etwas früh ,aber in Schweden ist es etwas anders mit der Rente ,hier erarbeitet jeder seine Rente selber,es gibt keine Witwer(n)rente.
Die in D erarbeitete Rente wird ab 67 Jahren auch in Schweden ausbezahlt.
Wenn ihr ein Haus kauft erkundigt euch bei den Nachbarn nach dem Schulbus ,bei uns werden die Kinder abgeholt und gebracht .
Ab 16 gibt es den Führerschein für den A-Truck dann können sie alleine fahren.
Wie löst ihr das mit der Krankenkasse ? Kein Job keine Personnummer, gilt für jeden in der Familie.Sonst Selbstzahler in der D Krankenkasse , geht aber nur so lange wie ein Wohnsitz in D ist.
Mvh Werner
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Uta
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Uta »

Hej Tomason,

mir gefällt eure Einstellung, ihr wollt nicht blauäugig ins Paradies, sondern wisst, dass auch Schweden seine Schwachpunkte hat. Aber insgesamt verläuft das Leben hier weniger hektisch und stressig, und besonders alles rund um die Schule ist sehr viel besser organisiert.
Meine Erfahrungen beschränken sich allerdings auf Ångermanland, also deutlich nördlicher, als ihr eure neue Heimat plant.

Nach uns ist unsere älteste Tochter mit ihren 2 Kindern ebenfalls hierher gezogen, ist zum SFI gegangen und hat sehr schnell Arbeit gefunden. Als Alleinerziehende weiss sie Kindergarten, Schule und Hort zu schätzen, wohin die Kinder übrigens sehr gerne gehen. Im Allgemeinen ist Schweden sehr viel kinderfreundlicher als D.

Einen schwedischen Handwerker zu bekommen, ist in der Tat äußerst schwierig, weshalb die deutschen Handwerker sehr gefragt sind: pünktlich, zuverlässig, gründlich. Wir kennen mehrere in unserer Gegend, die sich die Aufträge aussuchen können. Falls ihr nicht auf Mittelschweden festge-
legt seid - hier werden alle Berufe gesucht und Land- und Forstwirtschaft, sowie Holzverarbeitung findet man überall. Außerdem sind die Immobili-
enpreise äußerst günstig.

Schweden ist zwar nicht billig was Lebensmittel angeht, aber das wird eben durch die Immobilienpreise und die nicht vorhandenen Schulkosten (inkl. Essen und Bus) und äußerst geringe Kindergarten- und Hortgebühren ausgeglichen. Man kann auch sehr viel unternehmen, ohne Eintritte zu bezahlen, z. B. Badeplätze, Aktivitätsparks, Langlaufspuren, die meisten Museen, Ferienangebote, Bibliotheken. Auch Wasser und Strom sind, zu mindest im Norden (es gibt mehrere Strompreis-Zonen), billiger als in D.

Was man bedenken sollte, sind die weiten Wege, das schwächelnde Gesundheitswesen und dass auch in Schweden ein Rechtsruck zu spüren ist.

Wir, inkl. unserer Tochter, haben unseren Schritt nie bereut und wünschen euch viel Erfolg.

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Uta
Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Hej Werner,

danke für deine Rückmeldung.

Da gebe ich dir absolut recht, Arbeit und Sprache ist der beste Weg zur Integration. Je nachdem, wie viel Arbeit die neue Unterkunft macht, werde ich mich um eine Arbeitsstelle umschauen. Da ist es mir Anfangs auch egal, welche Art von Arbeit. Obwohl sich des mit der Leihfirma sehr gut anhört.

Wie ist es dann mit der Rente in Schweden, kann ich da auch einzahlen ohne Vollzeit/Teilzeitjob? Wenn meine Frau z.B. wieder selbstständig arbeiten möchte, ginge das dann?

Ja, bisher habe ich nur Häuser ausgesucht die in der Nähe einer f9 Grundskola ist. Damit sie es nicht zu weit haben :D
Aber wenn es da ab 16 schon der Führerschein gibt, ist echt prima.

Was das Thema Krankenkasse angeht, habe ich mich bisher auf Informationen aus dem Forum verlassen. Dass mit der Abmeldung in Deutschland und Anmeldung in Schweden, ich dann die Personennummer beantragen kann. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Schon mal vielen Dank Werner :wink:



Hej Uta,

vielen Dank für deine Antwort.

Als ich noch keine Kinder hatte, war ich deutlich blauäugiger und bin auch öfters mal hingefallen :lol:
Aber bei solch einem Schritt, sollte es schon ziemlich passen. Mein Kinder und ich hätten kein Problem mit dem Norden, ganz im Gegenteil. Aber meine Frau hat da zu viel schlechtes drüber gelesen. Ewig lange, kalte und dunkle Winter, die Depressionen und Selbstmordraten in die Höhe schießen lässt. Solche Beiträge haben sich bei Ihr festgesetzt leider.

Das ist immer wieder Balsam für die Seele, zu lesen wie kinderfreundlich Schweden ist. Auch das die Schule weniger mit Druck und Stress arbeitet ist für uns ein großer Pluspunkt.

Freut mich, dass deine Tochter und ihre Schätze so gut Fuß gefasst haben.
"Einen schwedischen Handwerker zu bekommen, ist in der Tat äußerst schwierig, weshalb die deutschen Handwerker sehr gefragt sind: pünktlich, zuverlässig, gründlich. Wir kennen mehrere in unserer Gegend, die sich die Aufträge aussuchen können. Falls ihr nicht auf Mittelschweden festge-
legt seid - hier werden alle Berufe gesucht und Land- und Forstwirtschaft, sowie Holzverarbeitung findet man überall. Außerdem sind die Immobilienpreise äußerst günstig."
Solche Aussagen lassen mich aber dann doch sehr hellhörig werden, bzw. ziehen mich magisch an.
Deswegen werde ich mich da mal was Häuser und Jobs angeht, durchforsten im I-net :thumbsup:

Was die weiten Wege angeht, gibt es da etwas vom Staat bzw. Arbeitgeber in Form von Spritgeld, oder muss man die Kosten komplett allein tragen, bzw. über die Steuer?

Was mich noch interessieren würde, da wir ja Obst und Gemüse für den Eigenbedarf anbauen möchten. Ihr seid ja in der Pflanzenzone 5-7.
Wie schaut es da mit dem Gemüseanbau aus? Vor allem um meine geliebten Kartoffeln gehts mir ;)

Nochmal vielen Dank :)

Schöne Grüße

Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Wernersvensk »

Hei Tomason,
Das mit der Rente ,Krankenkasse und der Sozialversicherung ist in Schweden steuergestützt ,wer Steuern zahlt ist im System ,auch wenn du selbständig Arbeitest und damit Geld verdienst bezahlst du Einkommensteuer .
Die Rente wird danach berechnet wieviel Jahre du in Schweden warst und wieviel du erarbeitet hast.Dazu zahlen noch einige Arbeitgeber in einen Found ein der dann ausbezahlt wird.
Die Personnummer erhält man nicht so einfach wenn man sich in Deutschland abmeldet und sagt hier bin ich ich bin ausgewandert.
Wenn ihr in Schweden seit,in jeder größeren Stadt gibt es ein Kontor von Skattemyndigheten dort gibt es ohne Anmeldung die Informationen.
Wichtig für die Personnummer ist Einkommen ,Krankenkasse auch aus Deutschland, Wohnsitz in Schweden . Es gibt noch ein anderes Schwedenforum DGSF.

Das mit dem Gemüseanbau ist so ,wir wohnen in der Pflanzzone 5 ,wir hatten Erdbeeren wachsen gut,Erbsen geht auch ,Bohnen wid schon schwierig diese Jahr werden sie wohl nichts wenn der Frost zu früh kommt.
Salat muß vorgezogen werden (Gewächshaus) dieses Jahr war der Boden im Juni noch so kalt das die Saat kaum herausgekommen ist.
Mvh Werner
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Wernersvensk »

Hej,
Das mit den Kartoffeln funktioniert auch ,im 1.Jahr war die Ernte gut,da sie aber sehr feucht waren habe ich gedacht ,na trockne sie mal auf dem Anhänger ,in dieser Nacht war Frost ,somit hatte sich das erledigt. Das nächste Jahr hatte ich Saatkartoffen vom Nachbarn ,das Ergebnis eine Kartoffel hinein ,eine Kartoffel heraus .Das wars ,aber mein Nachbar hat jedes Jahr Erfolg ,aber wir haben fast nur Lehmboden.
Mvh Werner
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Uta
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Uta »

Hej Tomason,

wir wohnen in der Klimazone 5 - 6, 7 ist weiter westlich.
Hier gedeihen Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Grünkohl, Pastinaken, Salat, Dill, Äpfel, Birnen, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Felsenbirnen, Stachelbeeren, weiße, rote, schwarze Johannisbeeren und Aroniabeeren problemlos.
Seit einiger Zeit gibt es auch Kirschbäume für dieses Klima, aber unsere sind noch zu jung, sie tragen noch nicht.
Gurken, Zucchini, Tomaten, Brokkoli, Paprika und Kohlrabi ziehen wir im Gewächshaus vor, Physalis überwintern im Haus.

Ob man auch privat in die Rentenkasse einzahlen kann, weiß ich leider nicht, werde aber meine Tochter und ihren schwedischen Freund fragen und mich wieder melden. Wie es im Arbeitsleben funktioniert hat ja wernersvensk bereits geschrieben.

Ich will euch auf keinen Fall überzeugen, aber vielleicht solltet ihr mal Winterurlaub in Norrland machen.
Tatsächlich liegen wir in Nord-Südrichtung ziemlich genau in der Mitte Schwedens und haben noch etwa 360 km Vogelweg bis zum Polarkreis. Am
kürzesten Tag des Jahres ist es ab ca. 09:00 bis ca. 15:00 hell, also etwa 1 Stunde kürzer als in Norddeutschland. Dafür scheint hier im Winter sehr oft die Sonne. Für uns sehr viel schöner, als graues Schmuddelwetter. Die Kälte ist trocken und dadurch viel angenehmer als das nasskalte "Knochenwetter". Der Alkoholmissbrauch ist m. E. nicht höher als in D, ich kann aber nur unsere Gegend beurteilen. Und die Einstellung macht natürlich auch eine Menge aus, man muss die schönen Seiten des Winters sehen und nutzen.

Nochmal genug zum Nachdenken, nur nicht zu viel, sonst wird es nie was ;)

Uta
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Grias di Werner,

vielen Dank für deine Infos.

Also komm ich am besten mit einer internationalen Krankenkasse nach Schweden, um die Zeit zwischen Haus herrichten und Jobsuche zu überbrücken? Oder kann ich dann trotzdem mal mein Glück versuchen, die PN zu beantragen, oder ist es ohne Job komplett ausgeschlossen? Dachte mal gelesen zu haben, dass 15.000 Euro pro Nase ausreicht, um einen festen Job am Anfang zu überbrücken.

Gut zu wissen, dann kann man die gängigen Gemüse und Obstsorten ganz normal anbauen.
Wenn Bohnen nicht so gut funktionieren, macht gar nichts :P



Hejsan Uta,

danke für deine Rückmeldung.

Dass bei Euch die gängigen Beerensorten problemlos gedeihen finde ich super, die lieben wir auch :thumbsup:
Gewächshaus steht dann mit an oberster Stelle was Anschaffungen angeht.
Bin ja gespannt, wie sich der Kirschbaum entwickelt :)

Liebe Uta, du machst mir Norrland ganz schön schmackhaft, wenn ich des so lese ;)
Vor allem habe ich gestern noch nach Bilder von Norrland gegoogelt. Echt atemberaubend, hat mir auf Anhieb gefallen.
Gerade weil die Kinder und ich große Wintersportler/Wanderer sind, wäre des echt schön. Werde da erstmal dran bleiben ;)



Nochmal vielen Dank

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Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Wernersvensk »

Hej Tomason,
mit der internationalen Krankenkasse habe ich keine Erfahrung,ob sie bei der Personnummer anerkannt wird ???
Zu Anfang seit ihr einfach nur europäische Turisten mit uneingeschränktem Aufenhaltsrecht und Arbeitsrecht,solange ihr euch selbst versorgen könnt interessier es eigentlich niemand ob ihr bleibt oder wieder zurück nach D wollt.
Das mit den 15000 skr pro Jahr war mal im Gespräch ,wird aber vom Skattemyndigheten entschieden.
Erst mit der Personnummer wird alles leichter und der schwedischen iD Karte ,wird gebaucht so lange ihr keine Schweden seit.
Für einige Dinge benötigt ihr einen Deutschen Pass .Bankkonto ,iD Karte zB.
Mvh Werner
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

God morgon Werner,

danke für deine Infos.

Dann werde ich mich da nochmal schlau machen, wegen der Krankenkasse. Ansonsten kann mir ja dann das skattemyndigheten weiterhelfen.

Schöne Grüße

Tomason
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Uta
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Uta »

Hej Tomason,

es gibt in Schweden eine staatliche Grundrente für alle hier lebenden Menschen. Wie sie sich berechnet, weiß ich nicht.
Dazu kommt die erarbeitete Rente, deren Abgaben dein Arbeitsgeber abführt.
Außerdem kann man privat Rentensparen, das von jeder Bank angeboten wird. Hätten wernersvensk und ich auch drauf kommen können, sieht man ja jedes Mal, wenn man die Bank aufmacht :roll:

Die Sozialabgaben sind übrigens in de hohen "Lohnsteuern" enthalten, so ergeben sich, je nach Kommune, 30 - 35 %.

Viele Grüße aus dem Norden
Uta
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Wernersvensk »

Hej,
alles richtig Uta, die Grundrente richtet sich nach den Jahren die du in Schweden gelebst hast und die volle Grundrente gibt es erst nach 45 Jahren sonst nur anteilmäßig.
Das mit dem Rentensparen gibt es ja auch in D.
Der einzige Nachteil ,vielleicht, die schwedische Rente wird voll versteuert.Es spielt keine Rolle woher die Einnahmen kommen alles wird versteuert.
Vermietung allerdings erst über 4000 skr.
Mvh Werner
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Hejsan,

danke Euch für die Hinweise zur Rentenvorsorge / Rentensystem :)

Danke dir noch Werner für den Tipp mit DGSF.
Habe dort interessante Themen gelesen, was Krankenkasse, Personennummer und Ab- und Anmeldung mit Kinder etc. angeht :thumbsup:

Schöne Grüße

Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Wernersvensk »

Hej Tomason,
der Vorteil beim DGSF wenn du dich dort auch anmeldist dann kannst du auch persönliche Nachrichten senden und emfangen.
Mvh Werner
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Heisan Werner,

Danke für den Tipp, werde ich die Tage mal schauen und entschuldige die späte Reaktion. Waren jetzt drei Wochen an der Westküste um Strömstad unterwegs.

War wieder herrlich, leider ist der Kulturschock immer sehr krass...

Schöne Grüße

Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Hejsan alla,

nachdem Uta mir den Norden so schmackhaft gemacht hatte ;) , habe ich mich die letzten Wochen ausschließlich mit Västernorrland beschäftigt.

Und ich muss sagen, was ich sehe und lese gefällt uns so gut, dass ich jetzt im Herbst noch hochfahren möchte.

Auch die Immobilienpreise sind sehr angenehm.

Dazu muss ich sagen, ich suche Häuser in den Kommunen Sundsvall, Örnsköldsvik, Härnösand, Sollefteo, Timro und Kramfors.

Möglichst nicht weit weg (max. 30 Min.) von Schulen, Infrastruktur etc. und nicht direkt an der E4 :lol:

Wer kann mir etwas über die Kommunen berichten, bzw. wie sieht es da mit Arbeit und vernünftigem Schulen aus?

Habe hier und da Berichte im Netz gefunden, über besorgte Eltern, die sich darüber beschwert haben, dass die Schulen zum Teil überfordert sind was Migrantenkinder angeht. Ich hoffe das sind nur Einzelfälle, aber vielleicht kann mir ja auch jemand etwas dazu sagen.

Schon mal vielen Dank und einen schönen Sonntag noch :-flagg

Tomason
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Uta
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Uta »

Hej Tomason,

offensichtlich gibt es nicht so viele Forumsmitglieder in Västernorrland.

Ich kann dir auch nur meine Erfahrungen aus der Kommune Sollefteå, und dort aus der Gemeinde Boteå weitergeben. Hierzu kannst du auch gerne unter folgenden Links nachlesen:
https://www.schwedenforum.de/viewtopic.php?t=40451
https://lokalutvecklingsollefteabygden. ... ngsplaner/

Mit euren beruflichen Kenntnissen solltet ihr hier in jeder Kommune Arbeit finden, so fern ihr über Sprachkenntnisse verfügt. Tourismus und Gastronomie sind gerade sehr am wachsen und Land- und Forstwirtschaft ein grundlegender Wirtschaftszweig. In unserem Dorf werden z. B. gerade Arbeitskräfte für einen Vieh- und Getreidehof gesucht. Die Auswahl an Arbeitsplätzen ist, wie in D, in den großen Städten - Sundsvall und Örnsköldsvik - am größten, Härnösand ist eine Gerichts- und Verwaltungsstadt. Alle 4 Hafenstädte haben natürlich auch Hafenarbeit, Seefahrt und in Härnösand auch Militär. In Timrå, Kramfors, Sundsvall und Örnsköldsvik gibt es auch Industrie, oft verknüpft mit Holz oder Papier. Am meisten Landwirtschaft dürfte Sollefteå haben. Diese Kommune unterstützt auch gerade sehr die dünnbesiedelten Gemeinden mit Rat und Tat und Geld.

Die Überforderung der Schulen durch Migrantenkinder ist sicherlich nicht höher als in D und vor allem in den Ballungsräumen. Gemeint sind auch wahrscheinlich die nicht-europäischen Migranten. In Schweden leben im Verhältnis zur Einwohnerzahl viele Migranten aus dem Nahen Osten und vom Horn von Afrika. Natürlich kommt es da zu Problemen, denn die Kulturen sind sehr unterschiedlich und viel kommen ohne jegliche Bildung hier an. Die Frage ist auch, wie die Aussage zu verstehen ist: verursachen die Migrantenkinder Probleme oder sehen die Schulen sie als Problem an? In Boteå leben, so weit ich weiß, Menschen aus 19 verschiedene Nationen und in der Schule sind 5 Nationen vertreten, kein Problem.
Kramfors hat einen prozentual sehr hohen Migrantenanteil, wie sich das auf die Schule auswirkt, kann ich nicht sagen.

Hoffentlich hilft euch das ein bisschen weiter.

Viele Grüße aus dem herbstlichen Ångermanland
Uta
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Hej Hej Uta,

vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung und die zwei Links :)

Das mit der Jobsuche hört sich sehr gut an. Dann haben wir ja schon mal richtig eingegrenzt, was die Kommunen angeht.
Ich würde anfangs ohnehin so ziemlich Alles machen, um mich schnell zu integrieren.
Unser Schwedisch stagniert momentan leider. Aber richtig lernen beginnt eh erst vor Ort :flagge3:

Ja, die Berichte bezogen sich auf Kinder vom Nahen Osten und Afrika. Die Rede war von chaotischen Verhältnissen in den Pausen, besonders bei der Essensausgabe. Kinder müssen zum Teil in den Schulgängen sitzen um zu Essen. Dazu kommen aggressive verbale Auseinandersetzungen und ein sehr niedrige Hemmschwelle. Da werde ich mich im Vorfeld erkundigen, wie die Verhältnisse sind an der jeweiligen Schule. Aber schön zu hören, dass es nicht der Regelfall ist :thumbsup:

Der Plan ist jetzt der, das wir im Vorfeld ein kleines (ab 3 Zimmer) günstiges Haus kaufen. Da haben wir auch keine großen Ansprüche, die Lage muss einigermaßen passen und es sollte soweit bewohnbar sein. Dann siedeln wir über und verkaufen unser Haus in Deutschland um dann ein Haus zu kaufen, was zu uns passt.

Insider und Geheimtipps dürfen gerne an mich weitergegeben werden :-flagg

Nochmal vielen Dank Uta :doppelwink:

Schöne Grüße aus dem nebligen Allgäu

Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Uta »

Hej Tomason,

ich wollte dir eine PM senden, kriege es aber nicht hin, also wieder hier.

Wie es der Zufall will, habe ich heute erfahren, dass eine Freundin ihr Haus in Undrom Kalknäs verkaufen will. Es hat ca. 80 m², 3 Zimmer, Küche, Bad und ein 5.000 m² großes Grundstück, wovon ca. 4.500 m² Wald sind. Am Haus muss ein bisschen was getan werden, den Preis hat sie sich noch nicht überlegt, meldet sich aber, so bald sie sich bestimmt hat.

Außerdem kommt in den nächsten Wochen ein Hof in Undrom Törsta auf den Markt, der ist einige ha groß, wie groß genau, weiß ich nicht.

Falls ihr interessiert seid, meldet euch.

Viele Grüße,
Uta

PS: hier schien den ganzen Tag die Sonne
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Hejsan Uta :wink:

Oha, würde sich interessant anhören. Wir könnten jetzt am Anfang ca. 45.000 Euro investieren. Später mit dem Hausverkauf aus Deutschland dann mehr...

Eine PM geht glaub ich nicht, habe ich auch schon geschaut.

Danke für die Info, würde mich freuen, wenn du uns auf dem Laufenden halten könntest :)

Ja, ich habe Kramfors in meiner Wetter-App und vergleiche seit ein paar Wochen. Ihr habt definitiv mehr Sonnenstunden als wir :lol: :-flagge2

Schöne Grüße

Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Uta »

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Früher gingen PM, hm :gruebel:
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Du kannst mir auch gerne deine Handynummer schicken wenn du möchtest.
Dann könnten wir uns auch über WhatsApp oder Telegram austauschen.

Huehnerbande@proton.me
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Uta »

Habe ich beides nicht, dafür Signal, Threema und Supertext. Aber per Mail ist ja auch gut: utam.korner@gmail.com
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Neuschwede »

Hej, noch ein paar Hinweise. Schweden hat sehr strenge Geldwäsche Gesetze. Wenn ihr hier ne Immobilie kauft ohne Finanzierung müsst ihr nachweisen wo her das Geld kommt! Das wäre bei jetzt erstmal ein Nachweis für die 45.000Euro.

Wenn ihr dann hier gemeldet seit und dann euer Haus in D verkauft, müsst ihr auf den Gewinn, den ihr dadurch erzielt 22% Kapitalertragssteuer zahlen!
Gewinn = Verkaufspreis- Kaufpreis - Investitionen
Solange das Geld in D bleibt merkt das erstmal keiner.
Wenn ihr aber damit in S ein Haus kauft, müsst ihr ja dann wieder abgeben vorher das Geld kommt!
Am besten das Haus verkaufen in dem Jahr bevor ihr euch in Schweden anmeldet!
Volker Kelm
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Volker Kelm »

Ein Hinweis zur Schule. Es ist leider in Schweden üblich immer mit dem Finger auf die Einwanderer zu zeigen. Das lenkt von den Grundproblemen ab und gibt eine Entschuldigung die nicht anzugehen. Ich hab selber Kinder in schwedischen Schulen und kann nur sagen dass das ganze hier ein Trauerspiel ist wenn ich mit den Verantwortlichen Politikern spreche. Als mein ältester aufs Gymnasium sollte haben 10 von 25 den nötigen Notenschnitt nicht erreicht. Von den Politikern kam nur das Schulterzucken und der Finger auf die Einwanderer. Real war es aber so dass die 6 besten ausnahmslos Einwanderer waren und die 10 die es nicht geschafft haben ausnahmslos schwedische Jungs.
Dieses Fingerzeigen auf die Anderen als Entschuldigung nichts tun zu können stösst mir mittlerweile richtig übel auf hier.

Was Landwirtschaft angeht gibt es die Möglichkeit der Hofvermarktung, gerade weil Deine Frau da ja auch vom Fach ist. Ihr braucht etwa 8 Jahre um euch da zu etablieren mit Hofladen. Danach kann es richtig gut werden. Da gibts ne Menge gerade auch Deutsche die diese Erfahrung gemacht haben.
Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Hejsan,

vielen Dank für deine Hinweise Neuschwede. Den Nachweis darf ich nicht vergessen, mit dem wollte ich dann bei den Maklern hausieren gehen :lol:

Der Tipp mit dem Hausverkauf ist sehr gut, vielen Dank. Da müssen wir mit Bedacht rangehen. Wollte mich so spät wie möglich in Schweden anmelden, bzw. mit einem Job dann. Gerade wegen den Kindern, wenn wir keine Freistellung von der Schule bekommen, müssen wir uns etwas früher schon anmelden. Aber nicht bevor das Haus verkauft ist :D


Vielen Dank Volker für deine Hinweise. Das hört sich nicht so toll an. Hoffentlich haben wir da mehr Glück, haben ja noch etwas Zeit.

Was den Hofladen angeht, den würden wir erstmal hinten anstellen. Wollen uns da nicht zu viel am Anfang aufhalsen. Aber danke für deine Einschätzung :)
Wernersvensk
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Wernersvensk »

Hej Neuschwede,
wenn ich die richtige Info von Skattemyndigheten habe ,muß ich den Gewinn bei einem Hausverkauf in Schweden nicht versteuern wenn ich für das Geld ein gleichwertiges Haus in Deutschland kaufe.
Wieso soll das nicht gehen von D nach S ??
Mvh Werner
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Uta
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Uta »

Hej,
ich kann die Angaben von Neuschwede auch so nicht stehen lassen.

1. Wir und alle Deutsche, die wir hier in S kennen, habe keine Kapitelertragsteuer auf ihren Hausverkauf gezahlt.
2. warum sollte ein in D gemachter Gewinn in S versteuert werden und nicht in D?
3. Kapitalertragsteuer wird auf die Erträge aus Zinsen, Dividenden und dem Ertrag aus Verkäufen von Aktien erhoben, nicht auf den Verkauf einer
privaten Immobilie.
4. Kapitelertragsteuer in D beträgt 25% + 5,5% Soli + Kirchensteuer, also ca. 28%, nicht 22%
5. Gewinne aus dem Verkauf einer schwedischen Immobilie werden in S mit Einkommensteuer, nicht mit Kapitelertragsteuer belegt.

Zur Geldwäsche:
Wenn man belegen kann, dass das Geld aus einem Verkauf von z. B. Immobilie oder Wertpapieren stammt, aus einer Erbschaft oder von einem regulären Bankkonto in D und nicht von einem gestern eröffneten Konto auf den Cayman Islands, gibt es keine Schwierigkeiten.

Noch ein Wort zu den Schulproblemen.
Schulen sind kommunal, deshalb kann man sie nicht über einen Kamm scheren und auch das Engagement der kommunalen Politiker nicht.
Hier in S gibt es genau so große Unterschiede wie in D zwischen Flensburg und Konstanz, Düsseldorf und Frankfurt/Oder.

Einen schönen Abend allen
Uta
Tomason
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Tomason »

Hej Hej,

Danke für die Richtigstellung Werner und Uta :thumbsup:
Wernersvensk
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Wernersvensk »

Hej,
natürlich hat Uta Recht,wenn man ein Haus in D erst nach 10 Jahren verkauft gibt es auch keine Steuern
Mvh Werner
Neuschwede
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Neuschwede »

Hej, eine Information hab ich von Bekannten die eine Wohnung in Berlin über 30 Jahre hatten und beim Verkauf 300.000 Euro Gewinn in S mit der Einkommensteuer versteuern mussten. Sie haben beim Hauskauf in Schweden angegeben, dass ihr Geld aus dem Verkauf des Hauses in D kommt! Es waren über 60.000 Euro Steuer!
Hausverkauf in D und Kauf in S waren im selben Jahr! Sie hatten sich in D abgemeldet und in S Personennummer!
Information 2:
Mein Frau ist Schwedin und hat sich beim Steuerberater erkundigt!
Er sagte, da es in D keine Steuer auf dem Verkauf gibt, greift hier nicht das Doppelbersteuerungsabkommen.
Deswegen wird der Gewinn der Deutschen Immobilie in S genauso versteuert wie eine Immobilie in S wenn man in S Steuerpflichtig ist!

Er sagte auch, solange das Geld in D ist und nicht nach S kommt aufs Konto oder zum Hauskauf muss man ja keinen Nachweis liefern, woher das Geld kommt und es interessiert keinen!

Das sind meine Infos, wie es aktuell gehandhabt wird, die ich euch als Info geben wollte!

Wenn hier aber die Experten schreiben, dass dies falsch ist, entschuldige ich mich für die falschen Informationen, ich will hier niemand in die Irre führen!
Zuletzt geändert von Neuschwede am 9. Oktober 2024 20:54, insgesamt 3-mal geändert.
Neuschwede
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Neuschwede »

Hier noch ein Thread zum Thema:
viewtopic.php?p=213918&hilit=Versteuern#p213918
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Uta
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Re: Eure Einschätzung

Beitrag von Uta »

Hej,

ich bin kein Steuerexperte, aber ich wiederhole, dass wir, unsere Tochter und auch Bekannte keine Steuern auf ihren Immobilienverkauf zahlen mussten, obwohl der nach dem Hauskauf in S erfolgte.
Mir ist auch bekannt, dass zu beachten ist, ob der Verkauf privat oder gewerblich war, wie lange die Immobilie im Besitz war, ob sie in den letzten 3 Jahren selbst bewohnt wurde und wie viele Immobilien in den letzten 5 Jahren verkauft wurden.
Auf keinen Fall kann man sagen, dass jeder Hausverkauf in D in S versteuert werden muss.
Wer es genau wissen will, sollte einen Steuerberater fragen, der kann den individuellen Sachverhalt beurteilen.

Einen schönen restlichen Sonntag wünscht
Uta
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