Teil 6 - Schweden/Norwegen 2008 ... Lærdal/Jotunh./Grövelsjö

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wölfchen
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Teil 6 - Schweden/Norwegen 2008 ... Lærdal/Jotunh./Grövelsjö

Beitrag von wölfchen »

30 Mai
Zunächst sonnig, später bewölkt, dennoch immer wieder Sonne; 28 °C – 15,5 °C

Wir starteten in aller Frühe (9:00 Uhr) vom Rastplatz am Årdalsfjord nach Lærdalsøyri. Leider war der Aurlandsvegen (Snövegen) noch geschlossen. Sollte am 01. Juni, sprich in zwei Tagen, wieder geöffnet werden. Auch wenn wir die Zeit zum Warten gehabt haben, wollten wir dies nicht. Wir wollten wieder zurück nach Schweden. Wie schon zuvor, aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Auf der Strecke nach Lærdalsøyri haben wir nicht viel gesehen … Licht, Dunkel, Licht, Dunkel … ein langer Tunnel. Zack, aus dem Tunnel raus, schon ist man in Lærdalsøyri. Ich sollte nicht vergessen zu erwähnen, dass wir die Abfahrt zum Aurlandsvegen erst einmal übersehen haben und uns dann am Kreisel beim endlos langen Tunnel (mit 24,5 km der längste Tunnel der Welt) nach Aurlandsvangen wieder umgedreht haben. Zurück in Lærdalsøyri sahen wir dann, dass die Straße noch gesperrt war. Eigentlich war das Umdrehen damit überflüssig gewesen … eigentlich … Eigentlich bedeutet immer, dass es da doch noch was gibt.
Gamle Lærdalsøyri ist eine wunderschöne Altstadt mit gut erhaltenen und liebevoll zurechtgemachten und -gehaltenen Holzhäusern. Schon allein die verschnörkelten Hauseingänge und Balkone … traumhaft. Aber auch die alten Lagerhäuser in Løytnantsbryggja sind sehenswert.

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Leider ist Gamle Lærdalsøyri nicht verkehrsberuhigt. Ständig musste man Autos ausweichen. War weniger schön und passt auch nicht in eine sonst so schöne Altstadt.

Anschließend fuhren wir immer weiter durch das Lærdal Richtung Fagernes. Die Straße, die wir noch in 2001 nach Borgund gefahren sind, ist inzwischen ein Gamle Vei. Sie wurde zwischen Björkum und Eggum durch zwei lange Tunnel ersetzt, der dritte ist im Bau. Tunnel sind langweilig, weshalb wir uns für die alte und bekannte Strecke entschieden. Man beachte die Warnschilder, dass Fahrzeug ab einer bestimmten Höhe einen Streckenabschnitt lang die Straßenmitte benutzen müssen, damit man überall durchpasst – auch wir mit unserem Gespann gehörten dazu. Dem Himmel sei Dank, dass dort wenig Verkehr war. Ausweichen wäre nur an wenigen Stellen richtig möglich gewesen. Das ist der Vorteil, außerhalb der Saison zu fahren … aber vor dem Tunnelbau ging es ja auch …
Hinter Husum wollten wir uns mal wieder die Beine vertreten, denn nicht nur die in 2001 noch aktuelle Straße war ein Gamle Vei. In dieser Gegend wurden öfters neue Wege gebaut. Und so wanderten wir entlang des Vindhellavegen, der durch den Gebirgspass zwischen Husum und der Borgund Stabkirche führt. Der erste! Vindhella-Weg war bereits 1793 fertig. Der Weg, den man heute entlang wandern kann wurde 1840 und 1843 gebaut. Für die damalige Zeit eine beachtliche Leistung, den Fußweg zu einer befahrbaren Straße umzubauen. Insbesondere der Teil mit den Serpentinen. Steinwände wurden errichtet, aufgefüllt – im Prinzip wie heute die Auffahrten zu Brücken, nur viel länger und alles in Handarbeit.
Die Ziege, so heißt es, war der erste Wegebauer. Auf der Strecke von der Borgund Stabkirche talabwärts gibt es beispielsweise fünf verschiedene Wege, die im Laufe der Jahrhunderte genutzt wurden.

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Ein weiterer dieser fünf Wege ist der Sverrestigen, den wir für den Rückweg auswählten. Fazit: Uninteressant; mit einer kleinen Holzstatue, die anscheinend König Sverre darstellen soll. Lieber den gleichen Weg zurückgehen. Der Sverrestigen (Sverre-Pfad) ist ein Wanderweg zwischen Husum und der Borgund Stabkirche. Der Name stammt aus der Sverresage, in der erzählt wird, dass König Sverre im Jahre 1177 auf dieser Teilstrecke des alten Königsweges ritt.

Der Borgund Stabkirche statteten wir natürlich auch einen kleinen Besuch ab. Auch dort hatte sich was verändert. Ein riesiges Besucherzentrum wurde erbaut – zumindest konnten wir uns nicht an selbiges erinnern – und ein riesiger Parkplatz … für viele Busse … und damit viel zu viele Touristen. Sehr überlaufen, auch wenn die Kirche durchaus sehr schön ist. Direkt nebenan steht die neue.

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Auf dem Rückweg über den Sverrestigen sahen wir nicht nur Schafe ...

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... sondern wurden dann noch von massenhaft Mücken verfolgt, so dass ich schnell die Flucht ergriff, d. h. ich wechselte in den Laufschritt. Dafür musste ich dann in der Nähe unseres Gespanns noch ein paar Minuten auf Manuel warten. Von IHM wollten die Mücken nichts wissen … noch ein Grund wieder nach Schweden zurückzufahren: Dort mögen diese Viecher meinen Mann viel lieber wie mich ;o)

Die Fahrt nach Fagernes führte uns über das Fillefjell. Kein Schnee mehr, aber auch noch nicht grün und blühend. Negativ viel uns gleich die Bebauung auf. Feriensiedlungen, Hotelanlagen … so viel zum Thema ruhiges Fjell. Sind daher auch ohne zu stoppen weiter gefahren. Es ging wieder bergab in ein grünes blühendes Tal mit Seen und vielen landwirtschaftlichen Betrieben. Vergleichbar mit dem Allgäu.

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In Fagernes (hält sich ganz Norwegen in dem Ort auf?) bogen wir dann auf die 51 ab und damit wieder ins Jotunheimen Gebirge. Schon wenige Kilometer hinter Fagernes konnte man die schneebedeckten Berge des Jotunheimen sehen, was den Eindruck, man befände sich im Allgäu noch unterstützte; Allgäu mit Blick auf die Alpen.

Der Übergang kam wieder plötzlich, eben noch grüne, blühende Natur um uns herum, jetzt wieder Schneefelder und vor kurzem abgetaute Flächen. Keine Blätter an den Bäumen, dafür eine fantastische Aussicht auf die nahen und fernen grünen sowie weißen Berge und die Seen im Tal. Wenig später war es wieder ganz weiß um uns herum.

Im Heklefjell (etwa Båtskaret) blieben wir über Nacht. Der riesige See Vinstri war noch nicht einmal zu erahnen. Vereist und noch von viel Schnee bedeckt lag er unterhalb unserer Rastplatzes. Zum ersten Mal grillten wir im Schnee. War auch gar nicht kalt, weshalb wir unser Mahl auch draußen zu uns nahmen.

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"Heklefjell-Schneemöven"

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31. Mai
Sonnig, blauer Himmel mit ein paar Wölkchen; 7 °C – 28 °C

Tag der Rückreise nach Schweden. Wir fuhren durch das weiße Jotunheimen, ...

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... vorbei am Besseggen ...

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... durch eine wunderschöne Landschaft. Die weite Aussicht übers Fjell in den Morgenstunden ist wirklich herrlich. Das Sjodalen präsentiert sich uns im spätwinterlichen Kleid mit einigen Schneefeldern in der sonst beginnend grünenden Landschaft.

Kiefernwäler, Flüsse, Moore, Berge – auch als wir bei Rindhovda Richtung Sjoa auf die 257 abbiegen begleitet uns die lieb gewonnene Landschaftsform und erinnert uns an Schweden. Schließlich landen wir wieder auf der E6. Breites grünes Tal mit schneebedeckten Berggipfeln. Wie gehabt, viele Gebäude, Landwirtschaft, etc.

Interessant wurde es dann wieder ab Ringebu. Die 27 ging es steil hinauf ins Ringebufjell mit vereinzelten Schneefeldern, vereisten Seen und einer herrlichen Fjelllandschaft ohne viele Gebäude – allerdings der für norwegen typische stärkere Verkehr. Immer wieder erhält man Ausblicke auf die Berge von Rondane. Das Ringebufjell fuhr ich mit dem Fahrrad und konnte die Landschaft so erst richtig aufnehmen.


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Später ging es dann natürlich wieder bergab. Fahrradhöchstgeschwindigkeit 75 km/h … bis zum Viehgitter … gebremst und langsamer drübergefahren. An der Kreuzung zur 219 Richtung Atna wartete Manuel mit dem Gespann auf mich. Schließlich über die 3 bis Koppang (hier ist sie weniger stark befahren wie weiter nördlich) durch lichte Kiefernwälder und von dort auf direktem Weg nach Schweden.

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Am Kjemsjöen sind wir leider an einem schönen Rastplatz bei einem Badeplatz vorbeigefahren (was hätte ich mir so gern eine Abkühlung im kalten Wasser gegönnt, bei den warmen Temperaturen), ebenso an Rastplätzen am Isteren. Während der Fahrt konnten wir einen Blick auf den Femundsee und auf entfernte weiße Berge werfen. Es ging durch steinige und sandige Kiefernwälder bis zum Flötningsjön in Schweden.

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Mückenschwarm über unserem Dachfenster im Wohnwagen

Was war es ruhig am Rastplatz, kaum ein Fahrzeug passiert die Straße, nur der Wind, die Vögel und die Wellen des Sees, die an die Ufersteine plätschern, sind zu hören. Wie schön!!! … und dank der Wärme sind nun zum ersten Mal auch die kleinen Plagegeister zugegen. In Schwärmen fliegen sie über das Wohnwagendach. So wurde dann überm Bett und über der Heizung ein Moskitonetz angebracht, das bis zum Ende des Urlaubs nicht mehr abgenommen wurde.
Den späten Nachmittag verbrachten wir mit Lesen und ich mit einer Abkühlung (nur die Füße) im Moorsee.


01. Juni
Sonnig und schwül, später z. T. bewölkt; 23 °C – 28 °C

Der erste Schreck am Morgen … mein Fahrrad, das auf dem Dach der Beifahrerseite befestigt war, ist an einem Ast hängen geblieben. Es gab einen Schlag und Manuel ahnte sogleich das Richtige. Er stieg aus und … das Fahrrad hing nur noch an dem Ast und an den Radbefestigungen des Fahrradträgers. Noch mal Glück gehabt, denn kurze Zeit später stellte sich heraus, dass der Ast weniger stabil war wie die Radbefestigungen. War alles gut gegangen. Keine Beschädigungen am Auto oder Fahrrad, nur die Halterung des Vorderrads hat es nicht überlebt. Kein Problem, da wir unseren 3. Träger ebenfalls dabei hatten. Thule ist zwar teuer, dafür bekommt man aber auch jedes kleine Teil als Ersatzteil nach!!!
Der Grund des ganzen lag beim Vortag. Manuel wollte im norwegischen Drevsjø holen, zum einen um noch ein paar Kronen loszuwerden, zum anderen, weil es eine willkommene Abkühlung bei den sehr warmen Temperaturen am Vortag gewesen wäre. Die Geschäfte hatten aber schon alle zu, Tankstelle ebenso wie Supermarkt.

Wir fuhren schließlich gemeinsam mit dem Gespann zum Nipfjäll und von dort wanderten wir zum 4 Kilometer entfernten Burusjön. Der Wanderweg führt vom Parkplatz Nipfjäll durch einen Wald – oben dichter, unten lichter – bis zu einem Parkplatz am See. Wir hätten uns den Weg also auch ersparen können, andererseits konnten wir uns wieder an die Last der Trekkingsrucksäcke gewöhnen. Den Tag verbrachten wir bei einem lauen Lüftchen auf einem Rastplatz direkt am See mit kniffeln und lesen. Ich nutzte die Gelegenheit um ein erfischendes Bad zu nehmen.

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Der See liegt umgeben von Wald südwestlich des Nipfjälls und ist von Wald umgeben. Ein sandiger befahrbarer Weg führt am östlichen Ufer entlang, an dem es mehrere kleine Rastplätze gibt.
Nach einem ruhigen sowie erholsamen Nachmittag liefen wir wieder den Berg hinauf zum Parkplatz, den gerade eine Rentierherde überquerte. Bevor wir dann an einem der Lagerplätze am Kringelfjorden unser Nachtquartier einnahmen, machten wir noch einen Abstecher ins Nipfjäll. Man beachte, an dem Punkt, wo man anhalten und beobachten soll, wo das Auto im Leerlauf hinrollt, scheint die Anziehung, Gravitation oder Magnetismus – was auch immer dafür verantwortlich ist – so stark zu sein, dass es sogar mit Wohnwagen funktioniert. Ohne unser zutun, rollt das gesamte Gespann bergauf.

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Auch am Kringelfjord hielten wir es nicht lange außerhalb des Wohnwagens aus. Wie auch schon am vorherigen Abend wurden wir sogleich von Mückenschwärmen umlagert.

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02. Juni
Sonnig, wolkenloser blauer Himmel; 17 °C – 23 °C

In Idre haben wir morgens erst mal wieder unsere Vorräte aufgestockt. Danach ging es dann gleich weiter … wieder zurück nach Grövelsjö. Bevor wir die nächste Mehrtageswanderung angingen, die über Linnestigen nach Ryvang, von dort zur Hävlingsstugorna und über die Jakobshöjden zurück nach Grövelsjön verlaufen sollte, wollten wir uns ein Bild der Schneesituation machen. Zu Beginn unserer Reise hatten wir ja noch mit großen Schneefeldern kämpfen müssen und konnten den Silverfallet unter den Schneemassen nicht ausfindig machen. Also wanderten wir auf die Jakobshöhe, von der man laut Bildern einen fantastischen Blick auf den Grövelsjö und die Berge ringsherum haben sollte. Vom „Gipfel“ sah man allerdings nichts vom See. Man sah die umliegenden Fjälls, kleinere Bergseen und den Töfsingdalen Nationalpark. Der Schnee war hier fast weg, bis auf wenige kleine Schneefelder, die man auch gut umgehen konnte. Der Ausblick war herrlich – diese unvorstellbare Weite zieht einen einfach in den Bann. Ein bisschen vor der Sonne geschützt, in einer Steinrunde, machten wir Pause.
Die Baumgrenze hatten wir schon eine Weile hinter uns gelassen und so verschätzt man sich leicht bei den Entfernungen. Alles scheint so nah, da es kaum etwas gibt, woran man die tatsächliche Entfernung messen kann.
Nichts desto trotz musste man doch von irgendwo hier oben diesen Ausblick auf den Grövelsjö haben! Also gingen wir quer über den steinigen Berg bis zu einer Kuppe. Lies sich leichter gehen als gedacht, da man immer wieder einen Weg aus Gras und Kies fand und nicht über die Steine laufen musste. Und da lag er unter uns, blau und ganz ruhig. Die Berge spiegelten sich im Wasser. Herrlich!
Und auch der Mehrtageswanderung stand nichts mehr im weg, es lag zwar hier und da noch Schnee, aber den konnte man überwinden. Der größte Teil der Strecke war frei.
Verblüffend zu sehen, dass bereits innerhalb kurzer Zeit nach der Schneeschmelze die ersten Fjällblumen schon richtig am Blühen sind, wie schnell die Fjälls nichts mehr nur braun sind, sondern grüner werden.
Querfeldein, über einen Rentierpfad, suchten wir uns wieder einen Weg zurück ins Tal zur Fjällstation. Der Rentierpfad führte uns zu einem Rundwanderweg, der an einem alten Samihof vorbeiführte. Entlang eines anderen Rundwanderwegs lagen die „Zahnbürste“ und das „Handy“ eines Trolls am Wegesrand.
Den späten Nachmittag verbrachten wir am Windschutz Grövelsjön. Um dort hin zu gelangen, überquerten wir den Grövlan über eine riesige Hängebrücke. Wieder bekam ich die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad in dem noch kälteren See wie am Tag zuvor. Am Ufer noch Schneereste und ich im Wasser – etwa zwei Wochen zuvor noch mit einer Eisschicht überzogen. Dafür war das Wasser klar und sauber.
Leider war an der Sjöstugan niemand aufzufinden und der andere Campingplatz noch geschlossen, so fuhren wir zum Parkplatz zurück, von dem wir die Zweitageswanderung unternommen hatten.
Kein Schnee mehr und viele Mücken. Direkt am See war es wesentlich besser gewesen. Es sollte ja nur für eine Nacht sein und so blieben wir. Noch nicht einmal die Rucksäcke konnten wir fertig packen, ohne ständig von den Quälgeistern belästigt zu werden. Wir gaben es dann schließlich auf und verschoben dies auf den nächsten morgen, in der Hoffnung es wäre dann besser.



02. Juni
Sonnig, wolkenloser blauer Himmel; 17 °C – 23 °C

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In Idre haben wir morgens erst mal wieder unsere Vorräte aufgestockt. Danach ging es dann gleich weiter … wieder zurück nach Grövelsjö. Bevor wir die nächste Mehrtageswanderung angingen, die über Linnestigen nach Ryvang, von dort zur Hävlingsstugorna und über die Jakobshöjden zurück nach Grövelsjön verlaufen sollte, wollten wir uns ein Bild der Schneesituation machen. Zu Beginn unserer Reise hatten wir ja noch mit großen Schneefeldern kämpfen müssen und konnten den Silverfallet unter den Schneemassen nicht ausfindig machen.
Also wanderten wir auf die Jakobshöhe, von der man laut Bildern einen fantastischen Blick auf den Grövelsjö und die Berge ringsherum haben sollte. Vom „Gipfel“ sah man allerdings nichts vom See. Man sah die umliegenden Fjälls, kleinere Bergseen und den Töfsingdalen Nationalpark. Der Schnee war hier fast weg, bis auf wenige kleine Schneefelder, die man auch gut umgehen konnte. Der Ausblick war herrlich – diese unvorstellbare Weite zieht einen einfach in den Bann. Ein bisschen vor der Sonne geschützt, in einer Steinrunde, machten wir Pause.
Die Baumgrenze hatten wir schon eine Weile hinter uns gelassen und so verschätzt man sich leicht bei den Entfernungen. Alles scheint so nah, da es kaum etwas gibt, woran man die tatsächliche Entfernung messen kann.


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Hinten sieht man die Wanderwege u. a. zum Silverfossen und den Linnestigen

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Nichts desto trotz musste man doch von irgendwo hier oben diesen Ausblick auf den Grövelsjö haben! Also gingen wir quer über den steinigen Berg bis zu einer Kuppe. Lies sich leichter gehen als gedacht, da man immer wieder einen Weg aus Gras und Kies fand und nicht über die Steine laufen musste. Und da lag er unter uns, blau und ganz ruhig. Die Berge spiegelten sich im Wasser. Herrlich!

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Und auch der Mehrtageswanderung stand nichts mehr im weg, es lag zwar hier und da noch Schnee, aber den konnte man überwinden. Der größte Teil der Strecke war frei.
Verblüffend zu sehen, dass bereits innerhalb kurzer Zeit nach der Schneeschmelze die ersten Fjällblumen schon richtig am Blühen sind, wie schnell die Fjälls nichts mehr nur braun sind, sondern grüner werden.
Querfeldein, über einen Rentierpfad, suchten wir uns wieder einen Weg zurück ins Tal zur Fjällstation. Der Rentierpfad führte uns zu einem Rundwanderweg, der an einem alten Samihof vorbeiführte.

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Entlang eines anderen Rundwanderwegs lagen die „Zahnbürste“ und das „Handy“ eines Trolls am Wegesrand.

Den späten Nachmittag verbrachten wir am Windschutz Grövelsjön. Um dort hin zu gelangen, überquerten wir den Grövlan über eine riesige Hängebrücke. Wieder bekam ich die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad in dem noch kälteren See wie am Tag zuvor. Am Ufer noch Schneereste und ich im Wasser – etwa zwei Wochen zuvor noch mit einer Eisschicht überzogen. Dafür war das Wasser klar und sauber.

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Ruck-zuck waren unseren Getränke kalt ...

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Oh ja, das Bad im See war durch und durch belebend ...

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Leider war an der Sjöstugan niemand aufzufinden und der andere Campingplatz noch geschlossen, so fuhren wir zum Parkplatz zurück, von dem wir die Zweitageswanderung unternommen hatten.

Kein Schnee mehr und viele Mücken. Direkt am See war es wesentlich besser gewesen. Es sollte ja nur für eine Nacht sein und so blieben wir. Noch nicht einmal die Rucksäcke konnten wir fertig packen, ohne ständig von den Quälgeistern belästigt zu werden. Wir gaben es dann schließlich auf und verschoben dies auf den nächsten morgen, in der Hoffnung es wäre dann besser.

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Jetzt habe ich so viel über Mücken geschimpft ... und nächstes Jahr ... es wird schon gehen ... werden uns noch ein paar Dinge besorgen ...


Teil 7: Mehrtageswanderung um den Grövelsjö oder doch noch Planänderung?
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Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

Wölfchen viele deine rbilder könnten von mir sein.

Aber wir fuhren nicht durch den langen Tunnel nach Lärdalsoyri sonder nahmen das Schiff durch den Sognefjord. Sehr sehr schön kann ich nur sagen.
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