Krankenpfleger mit Berufserfahrung / BTC

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duke81
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Krankenpfleger mit Berufserfahrung / BTC

Beitrag von duke81 »

Hallo zusammen, :-flagge2

ich habe bezüglich zum Thema in Schweden Leben und Arbeiten einige Fragen.
Aber zu nächstmal würde ich mich kurz vorstellen.
Ich bin 34 Jahr alt, verheiratet, habe einen Sohn 2 Jahre und 8 Monate und eine Tochter 8 Monate alt. Von Beruf bin ich Gesundheits- und Krankenpfleger (2005 Examen). Mit 4 ½ Jahren Berufserfahrung im Seniorenzentrum (Altenheim) und weitere 4 ½ Jahren Berufserfahrung für die Interdisziplinäre Intensiv (Fachbereich: Operative Chirurgie, Innere Medizin, Neurologie und Neurochirurgie), bin ich seit 01.07.2015 in den Bereich der Intensivmedizin Schwerpunkt für Neonatologie gewechselt. Parallell habe ich von Anfang Juni 2014 bist Ende Juni 2015 als Minijob, zusätztlich zu meiner 100% Stelle, in der ambulante häusliche Heimbeatmung gearbeitet. Ach so, ich habe keine Fachweiterbildung oder Abitur.

Die Neonatologie ist bislang die größte Herausforderung die ich umgesetzt habe, dennoch interessiert ich mich fürs Leben und Arbeiten in Schweden seit über einem Jahr.
Vorab habe ich einiges an Info übers Internet geholt, zum Teil mit dem Baltic Trainings Center in Rostock. Dennoch fehlen mir Ehrungsberichte aus erster Hand. Daten und Fakten wie man so schön dazu sagen würde.
Persönlich neige ich dazu mich über das BTC vermitteln zu lassen, da das BTC einem wirklich unter die Arme greift. Im Bezug, Sprachkurs, Vermittlung, ich glaube sogar bei den Übersetzung der Unterlagen. Leider bin ich mir nicht ganz sicher darüber in welchem Ausmaß man da die Unterstützung erhält.


Nun zu meine Fragen:

1. Wer hat schon Erfahrung mit dem BTC gehabt und kann mir sagen wie kompliziert oder unkompliziert die ganze Sache ist. Eigentlich interessiert mich alles was ihr erlebt oder durchlebt habt. Das Ergebnis des BTC ist ja, Sprachkenntnis B2 Niveau mit Vermittlung an einem Arbeitgeber, an dem man sich mindestens 3 Jahre verpflichtet.
- Helfen sie auch bei dem Anerkennen der Examen oder muss man sich selbst drum kümmern?
- Wohnungssuche?
- Umzugshilfe?
- Arbeitgebervermittlung wie und wann? Irgendwo habe ich gelesen, dass es direkt zum Kennenlernen Tag in Rostock erfolgt.


1.1 Wenn ich mich nicht irre bekommt man einen Stipendium von ca. 1600 € (Netto? Brutto?) zum Leben. Fraglich ausreichend für eine Familie mit 4 Köpfen. Gibt es da weitere finanzielle Unterstützung? Da ich für die 12 Wochen in Rostock Leben müsste und unsere Wohnung befindet sich in Frankfurt. Spricht deutlich mehr Ausgaben werde ich in dieser Zeit haben und mit 1600 € kommt man da nicht wirklich über die Runden.


2. Leben in Schweden:
- Was nun? In wie weit erhält man weiterhin Hilfe bei den ganzen Bürokratischen Dinge wie Anmeldungen (allgemein und Kinderbetreuung/Kindergarten)? Oder Jippi B2 Niveau und selbst ist der Mann?
- Gibt es Kindergeld?
- Ist es zu empfehlen im Wohnblock vom Arbeitgeber, die in der sozialschwachen Gegend liegen, zu leben? Mythos oder nicht?
- Info über Kosten und Dauer zum überführen seines Inventars?
- Alles läuft über eine Personenummer, richtig? Wie lange in etwa dauert es bis man eines bekommt, da man ja sonst gar nix machen kann vom Verträgen her.
- Wie ist die Krankenversicherung in Schweden? Kostenfaktor und Abdeckung?
- Versicherung: Haftpflicht oder Autoversicherung? Kostenfaktor und Abdeckung?
- Wie hoch ist ungefähr das Gehalt? Mit evtl. Beispielrechnung als Alleinverdiener was man nach Abzug netto hat. Denn von hören und sagen heißt es nur: Man verdient mehr als in Deutschland oder gleich viel.
- Lebensunterhaltskosten liegen wie folgt? Inbegriffen für 4 köpfige Familie, Wohungskosten, Versicherung (Hausrat/Haftpflicht/Auto = Opel Zafira Bj. 2014). Dadurch habe ich evtl. einen Anhalt wie viel ich verdienen müsste für mittlere Lebensstandard.

3. Gibt es in Schweden die Möglichkeit wie in Deutschland zusätzlich einen Minijob (450€ Basis) Steuerfrei zu machen? Davon mal abgesehen, dass der Grundgehalt fürs Auswandern schon höher sein sollte als mein aktueller Gehalt

Vielen Dank im Voraus. :bowler:
Duke81
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Lukä
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Re: Krankenpfleger mit Berufserfahrung / BTC

Beitrag von Lukä »

Hej.
Ich war am BTC, habe mich allerdings nicht nach Stockholm vermitteln lassen, weil ich das nicht wollte. Ich werde versuchen, dir auf deine Fragen zu antworten, nur nicht sofort. Ist ja doch ein bisschen was zu schreiben ;)
Hälsningar Luki



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duke81
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Re: Krankenpfleger mit Berufserfahrung / BTC

Beitrag von duke81 »

Vielen Dank im vorraus Lukä :champion: :doppelwink:
Schweden2013
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Registriert: 5. November 2015 10:54

Re: Krankenpfleger mit Berufserfahrung / BTC

Beitrag von Schweden2013 »

Hallo Duke81!

Da hast du ja einige Fragen, die natuerlich auch berechtigt sind wenn es um eine evtl. Arbeitsaufnahme in Schweden geht.

Ich selbst bin vor 2 Jahren ueber das BTC nach Schweden gekommen. Meine Erfahrungen sind gemischt gewesen. Ich will es mal so sagen, ueber eine deutsche Firma sich rekrutieren zu lassen, ist natuerlich leichter als es alleine zu versuchen obwohl es in Schweden an Krankenpflegepersonal mangelt. Das wichtigste ist die Sprache! Die sprachliche Ausbildung war ok in Rostock. In 12 Wochen wird einem schon einiges beigebracht aber man muss natuerlich auch selbst etwas tun. Das denke ich, versteht sich ja von selbst.

Um die sog. Legitimation zu erhalten muessen einige Unterlagen eingereicht werden in Stockholm, da bekommt man aber Unterstuetzung. Die Uebersetzung musst du selbst organisieren und auch fianzieren. Die Bearbeitung selbst hat bei mir 3 Monate gedauert. Somit sollte man schon im Voraus alle Unterlagen zusammengestellt haben um den Prozess zu beschleunigen weil ohne Legitimation darfst du nicht in Schweden arbeiten!

Mit der Wohnungssuche ist es so eine Sache. Es kommt darauf an, wohin du vermittelt wirst. Ist es eher ländlich wird geschaut, da du ja mit Familie gehen wuerdest, dass ein Haus angemietet wird. Vielleicht erstmal fuer eine bestimmte Zeit oder halt fuer länger. Das ist sehr verschieden. In Stockholm ist es da schon deutlisch schwieriger mit der Wohungssuche. Ich wuerde sagen kronischer Mangel und ueberteuert.

Der Umzug wird bis 1000,- Euro bezahlt vom schwedischen Arbeitgeber. Man muss nur die Orginalrechungen beim Arbeitgeber einreichen.

Es gibt in Rostock sog. Rekrutierungstage, da sitzen dann Schweden und Uebersetzer in Rostock (meist im Hotel) und du hast ein Vorstellungsgespräch. Da werden dann die sog Bedingungn besprochen, Lohn etc.

Das Stipendium von 1600,-Euro ist Brutto!!! bei einer 4-köpfigen Familie sind dann 3 Monate hart falls keine Ruecklagen da sind.

Rostock ist eine Unistadt und dort ist es kein Problem etwas fuer 3 Monate zu finden. Mit Familie schon schwieriger. Die Mietpreise sind ok.

Die organisatorischen Sachen wie Personnummer usw., da wird man unterstuetzt vor Ort, falls Interesse besteht schwedischer Seits. Ich selbst musste mich vor Ort um alles selber kuemmern, da mein 1. Arbeitgeber kein Interesse hatte mich zu unterstuetzen. Es kann gut aber auch schlecht laufen. Das BTC selbst ist keine grosse Hilfe falls es nicht so läuft. Sie sehen sich als Rekrutierungsfirma und wenn die 3 Monate beendet sind ist auch ihre Arbeit beendet. Die Erfahrungen habe ich gemacht.

In Schweden ist man mit der Personennummer auch krankenversichert! In Deutschland muss man sich abmelden. Die Kosten fuer die 3 Monate uebernimmt das BTC bzw. schwedischer Arbeitgeber. Da muss nur eine Bescheinigung von der deutschen Krankenkasse eingeholt werden. Die Gesundheitsversorgung unterscheidet sich meines Erachtens von Deutschland. Ich habe mit dem System keine so guten Erfahrungen gemacht und lasse mich privat lieber in Deutschland behandeln. Einfach aber teuer auf Dauer. In Schweden ist der 1. Tag Karenztag und ab dem 2. Tag bekommt man 80% von seinem Lohn. Deutlische Unterscheidung zu Deutschland! Längerer Krankenausfall deutlich spuerbar im sog Geldbeutel. Versicherungen habe ich in Deutschland mit Zusatz Schweden. Der ADAC ist da unkompliziert.

Ja, das liebe Gehalt... Das ist so eine Sache. Bei der Rekrutierung in Rostock kommt natuerlich auch dieses Thema. Unter 30.000 Kronen pro Monat Brutto mit Familie wird finaziell schwer. Falls nur du arbeiten solltest und deine Frau zu Hause bleibt. Da kommt es aber wieder darauf an wo man wohnt und wie die eigenen Ansprueche sind. Da wuerde ich die ländliche Region vorziehen und nicht gerade Stockholm!

Wenn du gut Schwedisch sprechen solltest, wäre Norwegen die Alternative was den Minijobb an geht und nicht Deutschland! Die Norweger zahlen alles wie Reise, Unterkunft usw. da ist Deutschland keine gute Alternative. Die Schweden arbeiten in Norwegen! Warum wegen dem Gehalt natuerlich. So viel dazu.


Ob es wirklich besser ist in Schweden, da gibt es naturlich viele Ansichten, einer sagt ja und der andere nein. Es kommt darauf an wie man es in Schweden getroffen hat (Arbeit, Umgebung usw.) und wie die Eingewöhungsphase ist!


Falls noch Fragen offen sein sollten, einfach melden!


Viele Gruesse aus Stockholm
Schweden 2013
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