Befristeter Job in Schweden: Krankenversicherung etc.
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Snorkfröken
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- Registriert: 19. Juni 2012 14:24
Befristeter Job in Schweden: Krankenversicherung etc.
Hallo und hej alle miteinander!
Da ich von allen öffentlichen Stellen und Behörden widersprüchliche Aussagen zu meiner Situation bekomme, versuche ich es nun hier im Forum. Vielleicht ist/war ja jemand in der selben Situation wie ich und kann mir Tipps geben:
Ich habe vom 30. Januar bis 30. Juni ein Praktikum in Schweden gemacht, freiwillig nach meinem Studienende. Ich habe von meinem Arbeitgeber (eine Universität) eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten, mich aber hautpsächlich über ein Stipendium vom DAAD finanziert. Über das Stipendium hatte ich auch eine private Krankenversicherung (Vollversicherung, keine Zusatz).
Während des Praktikums war ich familienversichert bei einer deutschen GKV und die 2 Monate zwischen Studienende und Praktikumsbeginn freiwillig weiter versichert (ich habe mich nicht arbeitslos gemeldet). Zu Praktikumsbeginn wurde meine GKV in Deutschland dann beendet.
Nun bekomme ich nach Praktikumsende einen befristeten Arbeitsvertrag bei der Uni in Schweden, vom 3.8. bis 15.12. Ob der Vertrag verlängert wird, steht noch in den Sternen. Also erst einmal gehe ich von 4 Monaten aus.
Die 6 Wochen zwischen Praktikumsende und Arbeitsbeginn verbringe ich in Deutschland. Die Versicherung des DAAD ist mit Praktikumsende abgelaufen, also bin ich nun wieder gesetzlich versichert bei meiner alten GKV in Deutschland.
Meine GKV in Deutschland hat mir gesagt, dass ich, wenn ich in Schweden arbeite, auch dort krankenversichert bin. Meine GKV in Deutschland würde also zum 12.8. wieder beendet, wenn ich meine Ausreise durch Flugticket, Arbeitsvertrag etc. nachweise.
Mein Arbeitgeber in Schweden sagt nun aber, dass ich über den Job nur gegen Arbeitsunfälle versichert bin, und deshalb meine deutsche Krankenversicherung behalten soll. Die sollen mir dann eine EHIC (European Health Insurance Card) ausstellen, und damit kann ich in Schweden zum Arzt.
Meine Frage ist nun: Wer hat Recht? Kann ich in Schweden gar nicht in die Försäkringskassan, weil meine Vertragslaufzeit zu kurz ist?
Ich habe keine Personnummer, nur eine Samordningsnummer. Selbst wenn man Praktikumszeit und den neuen Vertrag zusammenrechnet, ist das ja immer noch kein Jahr, also kann ich auch keine Personnummer beantragen und "folkbokförd" werden, richtig? Und das wäre ja, wenn ich das richtig verstehe, die Vorraussetzung, in die Försäkringskassan aufgenommen zu werden?
Gemeldet wäre ich ja weiter in Deutschland. Sonst kann ich hier ja keine GKV haben, oder?
Ich frage mich auch, wie die GKV in Deutschland dann meinen Beitragssatz berechnet, wenn ich in Schweden arbeite. Jetzt bezahle ich ca. 150€. Das finde ich schon verdammt teuer ... Hat da jemand Erfahrungen, also in Schweden arbeiten mit deutscher GKV? Würdet ihr mir außerdem eine private Zusatzversicherung empfehlen, für so Sachen wie Rücktransport etc.?
Gibt es sonst noch Dinge, die ich beachten oder bedenken muss? Weitere Infos vom Arbeitgeber in Schweden waren, dass ich meine Steuern in Schweden und nicht in Deutschland zahle. Auch Rentenversicherungsbeiträge zahle ich in Schweden, und ich würde dann bei Erreichen des Rentenalters auch einen (klitzekleinen) Betrag aus Schweden ausbezahlt bekommen.
Ja ich weiß, es ist alles etwas kompliziert. Zumindest scheinen das alle Behörden so zu sehen, bei denen ich bisher angefragt habe. Niemand kann mir mal eine verlässliche Auskunft geben. Ist das denn immer noch so ungewöhnlich heutzutage, einige Zeit im Ausland zu arbeiten, aber nicht gleich auszuwandern?
Ich freue mich auf eure Anregungen, Tipps und Ratschläge.
Viele Grüße und danke schonmal!
Da ich von allen öffentlichen Stellen und Behörden widersprüchliche Aussagen zu meiner Situation bekomme, versuche ich es nun hier im Forum. Vielleicht ist/war ja jemand in der selben Situation wie ich und kann mir Tipps geben:
Ich habe vom 30. Januar bis 30. Juni ein Praktikum in Schweden gemacht, freiwillig nach meinem Studienende. Ich habe von meinem Arbeitgeber (eine Universität) eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten, mich aber hautpsächlich über ein Stipendium vom DAAD finanziert. Über das Stipendium hatte ich auch eine private Krankenversicherung (Vollversicherung, keine Zusatz).
Während des Praktikums war ich familienversichert bei einer deutschen GKV und die 2 Monate zwischen Studienende und Praktikumsbeginn freiwillig weiter versichert (ich habe mich nicht arbeitslos gemeldet). Zu Praktikumsbeginn wurde meine GKV in Deutschland dann beendet.
Nun bekomme ich nach Praktikumsende einen befristeten Arbeitsvertrag bei der Uni in Schweden, vom 3.8. bis 15.12. Ob der Vertrag verlängert wird, steht noch in den Sternen. Also erst einmal gehe ich von 4 Monaten aus.
Die 6 Wochen zwischen Praktikumsende und Arbeitsbeginn verbringe ich in Deutschland. Die Versicherung des DAAD ist mit Praktikumsende abgelaufen, also bin ich nun wieder gesetzlich versichert bei meiner alten GKV in Deutschland.
Meine GKV in Deutschland hat mir gesagt, dass ich, wenn ich in Schweden arbeite, auch dort krankenversichert bin. Meine GKV in Deutschland würde also zum 12.8. wieder beendet, wenn ich meine Ausreise durch Flugticket, Arbeitsvertrag etc. nachweise.
Mein Arbeitgeber in Schweden sagt nun aber, dass ich über den Job nur gegen Arbeitsunfälle versichert bin, und deshalb meine deutsche Krankenversicherung behalten soll. Die sollen mir dann eine EHIC (European Health Insurance Card) ausstellen, und damit kann ich in Schweden zum Arzt.
Meine Frage ist nun: Wer hat Recht? Kann ich in Schweden gar nicht in die Försäkringskassan, weil meine Vertragslaufzeit zu kurz ist?
Ich habe keine Personnummer, nur eine Samordningsnummer. Selbst wenn man Praktikumszeit und den neuen Vertrag zusammenrechnet, ist das ja immer noch kein Jahr, also kann ich auch keine Personnummer beantragen und "folkbokförd" werden, richtig? Und das wäre ja, wenn ich das richtig verstehe, die Vorraussetzung, in die Försäkringskassan aufgenommen zu werden?
Gemeldet wäre ich ja weiter in Deutschland. Sonst kann ich hier ja keine GKV haben, oder?
Ich frage mich auch, wie die GKV in Deutschland dann meinen Beitragssatz berechnet, wenn ich in Schweden arbeite. Jetzt bezahle ich ca. 150€. Das finde ich schon verdammt teuer ... Hat da jemand Erfahrungen, also in Schweden arbeiten mit deutscher GKV? Würdet ihr mir außerdem eine private Zusatzversicherung empfehlen, für so Sachen wie Rücktransport etc.?
Gibt es sonst noch Dinge, die ich beachten oder bedenken muss? Weitere Infos vom Arbeitgeber in Schweden waren, dass ich meine Steuern in Schweden und nicht in Deutschland zahle. Auch Rentenversicherungsbeiträge zahle ich in Schweden, und ich würde dann bei Erreichen des Rentenalters auch einen (klitzekleinen) Betrag aus Schweden ausbezahlt bekommen.
Ja ich weiß, es ist alles etwas kompliziert. Zumindest scheinen das alle Behörden so zu sehen, bei denen ich bisher angefragt habe. Niemand kann mir mal eine verlässliche Auskunft geben. Ist das denn immer noch so ungewöhnlich heutzutage, einige Zeit im Ausland zu arbeiten, aber nicht gleich auszuwandern?
Ich freue mich auf eure Anregungen, Tipps und Ratschläge.
Viele Grüße und danke schonmal!
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Snorkfröken
- Beiträge: 3
- Registriert: 19. Juni 2012 14:24
Re: Befristeter Job in Schweden: Krankenversicherung etc.
Danke für den Tipp. Daran, noch einmal eine private Krankenversicherung abzuschließen, hatte ich noch gar nicht gedacht. Ich dachte immer, das wäre viel teurer als die gesetzlichen Versicherungen. Aber das ist ja wohl nicht so, auch wenn ich keine Stipendiatin bin und etwas mehr bezahlen würde, hab gerade mal bei der HanseMerkur geguckt.
Eine PN will und kann ich dann ja eh nicht beantragen, wozu ich die EHIC bräuchte. Aber ich nehme meine jetzige dann vorsichtshalber mal mit, für die Zukunft ...
Noch eine Frage: Wie machen du und deine Kollegen das denn mit der Versicherung in Deutschland? Wart ihr bei einer GKV und habt diese beendet? Ich hab ein bisschen Angst, wenn ich jetzt schon wieder aus der GKV austrete, dann wollen die mich irgendwann nicht mehr. Andererseits besteht ja Versicherungspflicht ...
Eine PN will und kann ich dann ja eh nicht beantragen, wozu ich die EHIC bräuchte. Aber ich nehme meine jetzige dann vorsichtshalber mal mit, für die Zukunft ...
Noch eine Frage: Wie machen du und deine Kollegen das denn mit der Versicherung in Deutschland? Wart ihr bei einer GKV und habt diese beendet? Ich hab ein bisschen Angst, wenn ich jetzt schon wieder aus der GKV austrete, dann wollen die mich irgendwann nicht mehr. Andererseits besteht ja Versicherungspflicht ...
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Snorkfröken
- Beiträge: 3
- Registriert: 19. Juni 2012 14:24
Re: Befristeter Job in Schweden: Krankenversicherung etc.
Vielen Dank für die ganzen Infos, du hast mir sehr weiter geholfen!
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