Saab ist insolvent

Karsten
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Saab ist insolvent

Beitrag von Karsten »

Der Automobilhersteller Saab ist offenbar erneut in Schwierigkeiten. Die Produktion in der Fabrik im westschwedischen Trollhättan steht zeitweise still, da Zulieferer die Anlieferung von Teilen verweigern, bevor das Unternehmen offene Rechnungen beglichen hat. Unter anderen hat das Logistikunternehmen Schenker mehrere Lkws gestoppt und behält die Ladung als Pfand, sagte ein Sprecher des Unternehmens der Nachrichtenagentur tt.

Gegenüber dem Schwedischen Rundfunk beteuerte der Mehrheitseigner und Vorsitzende des Aufsichtsrates, Victor Muller, die Situation sei normal, über die Gründe für den Produktionsstillstand wollte er sich nicht äußern.

Sven-Åke Berglie, Geschäftsführer des Branchenverbandes der Automobilzulieferer, will den Produktionsstillstand nicht bestätigen, wohl aber, dass einige seiner Mitglieder Forderungen an Saab haben. „Wir bekamen Ende der Woche Information von einigen Zulieferern, dass Rechnungen nicht bezahlt sind. Daraufhin wandten wir uns an Saab mit der Bitte, die Situation zu bereinigen. Danach haben wir gehört, dass Bänder stillstehen und Lieferungen eingestellt wurden seien, das ist aber nichts, was ich offiziell bestätigen kann.“ Die Lage sei auf jeden Fall sehr ernst, so Berglie. „Ein jedes Unternehmen kann ja einmal in kurzzeitige Zahlungsschwierigkeiten geraten, aber in solchen Situationen muss man kommunizieren und erklären können, wann und wie das Problem gelöst sein wird. Nichts zu sagen, das weckt kein Vertrauen.“

Die Reichsschuldenverwaltung beobachtet die Situation des Autoherstellers fortlaufend. Laut ihrem Generaldirektor, Bo Lundgren, hat die Behörde von Saab eine Erklärung der Lage verlangt und erhalten. Über den Inhalt wollte sich Lundgren nicht äußern. Die Schuldenverwaltung überwacht die vom Staat erteilten Kreditgarantien. Der schwedische Staat hat Kredite der Europäischen Investitionsbank in Höhe von rund 400 Millionen Euro garantiert. Diese Gelder dürfen jedoch nicht für laufende Kosten ausgegeben werden, sondern sind bestimmten Entwicklungsprojekten vorbehalten.

Unterdessen wurde bekannt, dass der russische Investor Wladimir Antonow bei der Reichsschuldenverwaltung formell beantragt hat, sich bei Saab finanziell zu beteiligen. Die Schuldenverwaltung bestätigte den Eingang eines Schreibens, veröffentlichte jedoch keine Datails. In Interviews hatte Antonow gesagt, er beabsichtige eine Investition in Höhe von rund 60 Millionen Euro.

In der vorigen Woche hatte Saab-Vorstand Jan Åke Jonsson mitgeteilt, er werde sich im Mai zurückziehen. Jonsson hatte persönliche Gründe angegeben, doch Beobachter spekulierten, ob andere Ursachen hinter dem Beschluss stehen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Jonsson spricht von beengter Liquidität

Beitrag von Karsten »

Der scheidende Saab-Chef Jan Åke Jonsson hat Zahlungsprobleme seines Unternehmens eingeräumt. Wie Jonsson der Nachrichtenagentur TT bei der Präsentation neuer Modelle am Montag in Stockholm mitteilt, ist die Liquidität des Unternehmens zurzeit „beengt“. Das Unternehmen arbeite intensiv damit, finanzielle Positionen und Kapitalstrukturen zu verbessern. Zuvor hatten Zulieferer ihre Lieferungen an Saab wegen nicht bezahlter Rechnungen zeitweise eingestellt. Als möglicher Retter aus der finanziellen Krise wird der russische Finanzmagnat Vladimir Antonow gehandelt. Bisher standen die Aufsichtsbehörden dessen geplanten Einstieg jedoch skeptisch gegenüber.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab-Band steht wieder still

Beitrag von Karsten »

Die Probleme beim Fahrzeughersteller Saab mit den Zulieferern reißen nicht ab. Am Dienstagmorgen stand das Band in Trollhättan aufgrund von Teilemangel erneut still. Das berichtet der Lokalsender von TV4. Wie schon in der vergangenen Woche betonte die Pressestelle des Unternehmens, dass der Autobauer mitten in den Verhandlungen mit Zulieferern stecke. Dabei könne es zuweilen zu Unterbrechungen in der Produktion kommen, hieß es. Der Verband der Automobilzulieferer, FKG, wies diese Erklärung als „Blödsinn” zurück.

Gegenüber der Nachrichtenagentur TT erklärte der Vorsitzende des Verbands, mindestens vier Zulieferer hätten ihre Bauteilelieferung aufgrund offener Rechnungen inzwischen gestoppt.

(Quelle: Radio Schweden)
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Weiter keine Lieferungen - Saab macht Pause

Beitrag von Karsten »

Beim schwedischen Automobilhersteller Saab stehen die Bänder noch bis mindestens Ende der Woche still. Wie der Schwedische Rundfunk am Donnerstag meldet, will die Saab-Leitung bis dahin die Unstimmigkeiten mit den Zulieferern ausgeräumt haben. Sie haben wegen ausgebliebener Zahlungen die Lieferungen gestoppt. Die Mitarbeiter wurden am Mittwochnachmittag unterrichtet, dass sie Donnerstag und Freitag keine Arbeit haben. Die Geschäftsführung sowie die Leitung des Saab-Eigentümers Spyker-Cars versucht unterdessen Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu entkräften. Unterdessen untersucht die Reichsschuldenverwaltung, an deren Zusagen die Kreditwürdigkeit Saabs zum großen Teil abhängt, die Möglichkeit einer Beteiligung des russischen Finanzmagnaten Antonow an Saab.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab ist hoch verschuldet

Beitrag von Karsten »

Der schwedische Automobilhersteller Saab hat bei Zulieferern Schulden in großer Höhe. Das hat der Vorsitzende der Zulieferervereinigung Fordonskomponentgruppen, Christer Palm, erklärt. Im Schwedischen Rundfunk sagte Palm, man könne mit Außenständen von umgerechnet rund 10 Millionen Euro rechnen. Allwöchentlich verfielen neue Rechnungen, und wenn Saab nicht zur Zahlung in der Lage sei, könnten die Schulden rasch steigen. Unterdessen stehen bei Saab im südwestschwedischen Trollhättan weiter die Bänder still, da Zulieferer wegen ausgebliebener Zahlungen die Lieferungen gestoppt haben. Die Reichsschuldenverwaltung, von deren Zusagen die Kreditwürdigkeit Saabs zum großen Teil abhängt, untersucht die Möglichkeit einer Beteiligung des russischen Finanzmagnaten Antonow an Saab.

(Quelle: Radio Schweden)
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Jagd nach Barem - Saab verkauft Immobilien

Beitrag von Karsten »

Der angeschlagene Autobauer Saab will offenbar durch den Verkauf eigener Immobilien rasch Kapital beschaffen, um die Produktion wieder aufnehmen zu können. Das berichtet die Nachrichtenagentur TT. Angedacht ist demnach von Saab Automobiles Eigner, Spyker Cars, die Immobilien nach der Veräußerung zu mieten.

Die Bänder in der Saab-Fabrik in Trollhättan hatten in den vergangenen Wochen mehrfach still gestanden, da die Zulieferer wegen nicht gezahlter Rechnungen die Lieferungen eingestellt hatten. In der vergangenen Woche war die Produktion bis auf Weiteres gestoppt worden. Zur Höhe der Außenstände gab es von Saabs Seite keine Angaben. Nach Einschätzung des Branchenverbandes der Zulieferer, Fordonkomponentgruppen, handelt es sich um mehr als 10 Millionen Euro.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab rechnet mit längerem Produktionsstopp

Beitrag von Karsten »

Ein baldiges Ende der Krise bei Pkw-Hersteller Saab rückt in immer weitere Ferne. Wie der Eigner Spyker Cars mitteilte, werde bis zur Wiederaufnahme der Produktion mindestens eine Woche vergehen. Dies sei unabhängig von dem Bescheid der Reichsschuldenverwaltung über den möglichen Verkauf von unternehmenseigenen Immobilien. Spyker Cars rechne diesbezüglich für spätestens Donnerstag mit einer Entscheidung. Bis dahin stünden die Bänder weiter still, hieß es aus der Presseabteilung. Der Zeitung Dagens Industri zufolge laufen parallel Verhandlungen mit dem russischen Finanzmagnaten Valdimir Antonow über eine eventuelle Beteiligung an Saab. Man arbeite hart und hoffe, bald am Ziel zu sein, so Antonovs Repräsentant gegenüber dem Blatt.

Die unklaren Verhältnisse beim Autobauer sowie dessen Außenstände in Höhe von zehn Millionen Euro haben sich auch auf die Stimmung an der niederländischen Börse niedergeschlagen. Die Spyker-Aktie fiel zum Handelsauftakt am Dienstagmorgen um 4 Prozent. Damit hat die Aktie seit Februar dieses Jahres um 30 Prozent an Wert verloren.

(Quelle: Radio Schweden)
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Steuerschulden ausgeglichen

Beitrag von Karsten »

Die schwedische Steuerbehörde hat bestätigt, dass der Autokonzern Saab seine Steuerschulden ausgeglichen hat. Das berichtet das Schwedische Fernsehen am Donnerstag. Da Saab bisher Schwierigkeiten habe, Lieferanten zu bezahlen, sei das ein gutes Zeichen für die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens, heißt es in dem Bericht. Bei den Schulden handelt es sich um Lohnnebenkosten und Steuern in Höhe von umgerechnet über 1,4 Mio Euro (13 Mio. SEK).

Bei Saab stehen aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten auch am Donnerstag die Bänder still. Für das verschuldete Unternehmen gibt es ein Kaufangebot. Derzeit wird das Angebot des russischen Bankiers Vladimir Antonow überprüft. Mit der Untersuchung hat das Wirtschaftsministerium die Reichsschuldenverwaltung beauftragt. Veränderungen der Beteiligungsverhältnisse müssen von der Regierung genehmigt werden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab erhält Atempause

Beitrag von Karsten »

Die Regierung hat dem Automobilhersteller Saab etwas mehr Luft verschafft und dem Verkauf von Immobilien an den russischen Finanzier Antonow prinzipiell zugestimmt. Damit bekommt Saab Geld in die Kassen, um die Zulieferer zu bezahlen und damit die Produktion wieder in Gang zu bringen.

Die Regierung hat ihre Zusage jedoch an gewisse Bedingungen geknüpft: So soll zum einen sichergestellt werden, dass Saab einen fairen Preis für seine Immobilien erhält, und der Kauf muss über eine unabhängige Bank abgewickelt werden. Weiter prüft die Reichsschuldenverwaltung die Glaubwürdigkeit Antonows.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab einigt sich mit Antonow

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Der kriselnde Autobauer Saab hat sich am Montagabend mit Finanzmagnat Vladimir Antonow über den Verkauf von unternehmenseigenen Immobilien geeinigt. Das meldet die Nachrichtenagentur TT. Eine Verkaufsgenehmigung der Reichsschuldenverwaltung sowie der Europäischen Investitionsbank, EIB, steht noch aus. Weiter prüft die Reichsschuldenverwaltung, ob Antonow als Eigentümer bei Saab einsteigen könnte. Eine Entscheidung dazu wird für Ende der Woche erwartet.

Gleichzeitig häufen sich die Anzeichen für eine umfassende Zahlungsunfähigkeit des seit Jahren angeschlagenen Fahrzeugherstellers. Laut Schwedischem Rundfunk stehen Mieten für Montagehallen aus. Der Zeitung Dagens Industri zufolge geht die Suche nach Financiers auch im Ausland weiter. Demnach sollen Verhandlungen über eine längerfristige Zusammenarbeit mit zwei chinesischen Pkw-Herstellern laufen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Immer weniger kaufen einen Saab

Beitrag von Karsten »

Der schwedische Automobilhersteller Saab hat offenbar massive Absatzprobleme. Wie der Leiter der Verkaufsabteilung von Saab, Peter Hallberg, dem Schwedischen Rundfunk am Mittwoch mitteilt, ist der Verkauf von Neuwagen in den vergangenen Wochen um die Hälfte zurückgegangen. Grund sei wohl die unsichere Zukunft des Unternehmens. Zurzeit untersuchen Wirtschaftsministerium und Reichsschuldenverwaltung die Möglichkeit eines Einstiegs des russischen Finanziers Antonow bei Saab. Dort steht die Produktion wegen Zahlungsschwierigkeiten und einem Stopp der Zulieferer weiter still.

(Quelle: Radio Schweden)
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Noch keine Lösung in Sicht

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Die auf mehreren Ebenen laufenden Bemühungen zur Rettung des schwedischen Automobilherstellers SAAB haben noch nicht zu konkreten Ergebnissen geführt. Der russische Finanzier Wladimir Antonow reiste nach einem Treffen mit dem Direktor der Reichsschuldenverwaltung, Bo Lundgren, am Mittwoch aus Stockholm ab, ohne Zusagen für finanzielle Beihilfen erhalten zu haben. Antonow hat angeboten, SAAB-Immobilien zu kaufen. Aus dem Erlös könnte SAAB offene Rechnungen von Zulieferern begleichen und die seit Anfang des Monats ruhende Produktion wiederaufnehmen.

Die Europäische Investitionsbank hat ihre Zustimmung zu dem Geschäft davon abhängig gemacht, dass SAAB einen Kredit von 220 Millionen Euro innerhalb von 90 Tagen zurückzahlt. Dazu ist das Unternehmen jedoch nicht in der Lage. Ein Firmensprecher teilte inzwischen mit, es gebe auch Verhandlungen mit chinesischen Investoren, doch lägen noch keine Ergebnisse vor.

(Quelle: Radio Schweden)
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Nordea: Saab-Ende wäre zu verkraften

Beitrag von Karsten »

Ein nicht mehr auszuschließender Konkurs des Automobilherstellers SAAB würde nach Ansicht von Finanzfachleuten die schwedische Wirtschaft nicht nachhaltig schädigen. In einer von der Tageszeitung Dagens Nyheter veröffentlichten Analyse der Nordea-Bank heißt es, bei einem Zusammenbruch des Unternehmens würden rund 8.200 Arbeitsplätze verloren gehen, nämlich 3.300 bei SAAB selbst und 4.900 bei Zulieferbetrieben. Durch den Wegfall dieser Arbeitsplätze würde sich der Analyse zufolge die schwedische Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte erhöhen. Nach Ansicht der Analysten würde sich ein SAAB-Konkurs wegen des bestehenden Bedarfs an Arbeitskräften nur vorübergehend negativ auswirken.

Unterdessen dauern die Bemühungen um die Erhaltung des Werkes in Trollhättan an. Der niederländische SAAB-Eigner Spyker Cars führt zurzeit Verhandlungen mit chinesischen Investoren. Auch der russische Finanzier Wladimir Antonow arbeitet nach eigenen Angaben an neuen Finanzierungsvorschlägen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Noch keine endgültige Entscheidung über Rettungspaket

Beitrag von Karsten »

Der niederländische SAAB-Eigner Spyker Cars hat im ersten Quartal dieses Jahres einen Verlust von 79 Millionen Euro verbucht. Das Unternehmen führt die Einbußen auf schleppende Verkaufszahlen der schwedischen SAAB-Modelle zurück. Während der ersten drei Monate wurden 9.700 Wagen abgesetzt. Damit wurden die Produktionskosten des SAAB-Werkes in Trollhättan nicht gedeckt.

Nach der Zustimmung der schwedischen Reichsschuldenverwaltung zum Einstieg des russischen Investors Wladimir Antonow in das Spyker/SAAB-Konsortium steht nun noch die Entscheidung der an dem Finanzierungspaket beteiligten Europäischen Investitionsbank EIB in Luxemburg über das weitere Vorgehen aus. Eine Banksprecherin hatte am Donnerstag mitgeteilt, das eigene Prüfverfahren sei noch nicht abgeschlossen.

Aus Detroit verlautete unterdessen, General Motors habe Zustimmung zum Einstieg Antonows bei Spyker und damit bei SAAB signalisiert. Eine offizielle Stellungnahme des amerikanischen Konzerns lag auch am Freitag noch nicht vor. Das Einverständnis von EIB und GM ist Voraussetzung für die Abwendung des drohenden SAAB-Konkurses.

Wegen der noch ausstehenden Entscheidungen hat sich auch die Regierung in Stockholm noch nicht verbindlich zum Stand der Rettungsbemühungen geäußert. Das hat die westschwedische Handelskammer kritisiert. Ein Sprecher der Kammer sagte im Schwedischen Rundfunk, für SAAB gehe es jetzt um Tage und Stunden. Deshalb müsse die Regierung klar Stellung beziehen und Druck auf die Europäische Investitionsbank ausüben, um deren Zustimmung zu beschleunigen.

Wirtschaftsministerin Maud Olofsson wies die Kritik zurück. Sie sagte, die Regierung warte auf die endgültigen Entscheidungen der EIB und des GM-Konzerns. Davon werde abhängen, welche Art von Beschluss die Regierung letztlich fasse.

Unterdessen gab es erste Entlassungsbescheide bei einer der Zulieferfirmen von SAAB. Wegen des fast einmonatigen Produktionsstopps und weiterhin offener Rechnungen erhielten 200 Mitarbeiter des Unternehmens IAC die Kündigung.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab greift nach chinesischem Strohhalm

Beitrag von Karsten »

Der von Krisen geschüttelte Automobilbauer Saab hat sich mit Hilfe des chinesischen Unternehmens Hawtai etwas Luft verschafft. Wie Saab-Eigentümer Spyker Cars und der chinesische Autokonzern Hawtai am Dienstag in Peking mitteilten, werden die Chinesen für eine strategische Allianz Saab rund 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das Abkommen beinhaltet auch eine Kooperation in den Bereichen Produktion, Technik und Vertrieb. Gleichzeitig erhält Saab vom Spyker-Cars-Teilhaber Gemini Investment Fund einen Kredit von 30 Millionen Euro. In Schweden wurden die Bekanntgaben mit Erleichterung entgegengenommen.

Chinesische Rettung für Saab
Seit drei Wochen steht die Produktion bei Saab im westschwedischen Trollhättan nun still. Der Grund sind Zahlungsschwierigkeiten. Weil die Zulieferer nicht bezahlt wurden, hatten sie ihre Lieferung eingestellt und damit die Produktion lahmgelegt. Seitdem ist Saab auf der dringenden Suche nach Geld. Ein Deal mit dem russischen Finanzier Antonow hatte sich lange hingezogen. Jetzt ist Saab mit seinem Mutterkonzern Spyker Cars in China fündig geworden, wie Spyker-Chef Victor Muller verkündet: „Nach einer Zeit mit schlechten Nachrichten, ist es das, worauf ich so hart hingearbeitet habe“, so Muller gegenüber dem Schwedischen Rundfunk.

Als Pate für den Deal stand wohl in gewisser Hinsicht der heimische Konkurrent Volvo, der sich mit der Übernahme durch die chinesische Geely einen starken Kapitalgeber und ein Standbein auf dem chinesischen Markt verschafft hat. Doch genauso wie Saab wesentlich kleiner als Volvo ist, so ist auch Hawtai längst nicht so groß wie Geely.

Liquiditätskrise behoben

Hawtai wird mit 120 Millionen Euro knapp 30 Prozent des Aktienkapitals von Spyker Cars übernehmen und pumpt damit Liquidität in das Unternehmen, das jetzt auch dank eines Kredits durch Spyker von 30 Millionen die fälligen Rechnungen der Zulieferer bezahlen kann. Die schlimmste Gefahr ist damit erst einmal abgewendet, wie der Autoanalytiker der Handelshochschule in Stockholm, Martin Sköld, erklärt:

„Die Kapitalkrise hat erst einmal eine Lösung gefunden. Wichtig ist es jedoch, wieder das Vertrauen in die Marke Saab aufzubauen. Es ist ja nicht normal, eine Fabrik einfach so stillzulegen und dann nach einem Monat wieder in Betrieb zu nehmen. Das hat noch kein anderer Autohersteller zuvor gemacht. Es geht darum, deutlich zu machen, dass es sich um eine stabile Lösung auf längere Sicht handelt und dass die Kunden dies auch so wahrnehmen.“

Absatzprobleme

Zuletzt waren die Kunden Saab davon gelaufen. Zwar wurden im März noch so viele Saab wie schon lange nicht mehr verkauft – doch bereits jetzt hat das Unternehmen das Produktionsziel für das gesamte Jahr deutlich nach unten korrigiert. Zudem hat Saab-Chef Jan Åke Jonsson seinen Rückzug angekündigt. Auch die Berufung eines Finanzvorstandes hat sich als schwierig erwiesen.

Hawtai ist einer von vielen neu gegründeten Automobilherstellern in China und wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Bisher hat das Unternehmen hauptsächlich Fahrzeuge in Kooperation mit dem koreanischen Hersteller Hyundai produziert. Eine Zusammenarbeit jetzt mit Saab macht auch für den Vorsitzenden des Verbandes der schwedischen Automobilzulieferer, Svenåke Berglie, Sinn: „Saab ist ja ein etabliertes Unternehmen mit sehr viel Erfahrung und muss für die Chinesen attraktiv sein. Das kann in dieser Beziehung von Vorteil sein. Der eine hat das Geld, der andere die Erfahrung. Das ist vielleicht gar nicht so dumm.“

Durch den Einstieg hat sich Saab erst einmal Luft verschafft. Im weiteren Verlauf des Jahres sollen neue Modelle auf den Markt kommen. Erst wenn diese auch bei den Kunden Zuspruch finden, wird man wohl von einer Rettung des Unternehmens reden können.

(Quelle: Radio Schweden)
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Antonow hatte ein Wörtchen mitzureden

Beitrag von Karsten »

Der russische Finanzier Wladimir Antonow hatte Einfluss auf die Verhandlungen zwischen Saab und Hawtai. Der Vertreter Antonows in Schweden, Lars Carlström, bestätigt gegenüber dem Schwedischen Rundfunk, dass Antonow in den Entscheidungsprozess mit eingebunden war, obwohl seine Beteiligung am schwedischen Autohersteller noch der Genehmigung bedarf.

Laut Carlström hatte Antonow auch Einfluss darauf, mit welchen chinesischen Autoherstellern Saab Gespräche führen sollte. Carlström geht davon aus, dass die Europäische Investitionsband EIB und die schwedische Regierung bald ihre Zustimmung für eine Beteiligung Antonows an Saab im Rahmen der von der Reichsschuldenverwaltung aufgestellten Richtlinien erteilt. Antonow ist bereits am Saab-Eigentümer Spyker Cars und offenbar auch an dessen Finanzholding Gemini beteiligt.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab-Ingenieure fliehen zu Volvo

Beitrag von Karsten »

Immer mehr Ingenieure des krisengeschüttelten Automobilherstellers Saab suchen Zuflucht beim Konkurrenten Volvo. Laut Meldungen der Wirtschaftszeitung Dagens Industrie sucht Volvo allein im Raum Göteborg rund 500 Fachkräfte. Nach Angaben der Zeitung suchen dabei immer mehr Ingenieure von Saab eine Anstellung bei Volvo. Volvo hat bestätigt, dass es sich um relativ viele Fachkräfte handelt, möchte jedoch keine genaue Zahlen nennen. Gleichzeitig beteuert Volvo nicht gezielt Leute von Saab abzuwerben.

(Quelle: Radio Schweden)
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Arbeiter kehren zur Saab-Fabrik zurück

Beitrag von Karsten »

Im westschwedischen Trollhättan sind die ersten Mitarbeiter nach mehr als dreiwöchiger Pause wieder zu ihrem Arbeitsplatz bei Saab zurückgekehrt. Wie die Nachrichtenagentur TT am Donnerstag meldet, ist jedoch noch nicht völlig klar, wann die Produktion wieder angefahren werden kann. Sie war still gelegen, weil Saab seine Rechnungen bei den Zulieferern nicht bezahlen konnte und diese ihre Lieferungen daraufhin stoppten. Mit dem neuen Investor, Hawtai aus China, ist Saab jetzt wieder liquide. Unterdessen wurde bekannt, dass Hawtai falsche Angaben zu seiner Produktion im vorigen Jahr gemacht hat. Laut Informationen der schwedischen Botschaft in Peking soll die Zahl von 81.000 fertig gestellten Pkw stark übertrieben sein.

(Quelle: Radio Schweden)
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Noch kein grünes Licht für Saab

Beitrag von Karsten »

Zum Deal des schwedischen Automobilhersteller Saab mit der chinesischen Hawtai mehren sich die Fragezeichen: Während von Seiten der schwedischen Behörden die Kompetenz des chinesischen Unternehmens ganz offen in Frage gestellt wird, signalisieren jetzt auch die Zulieferer, dass eine Wiederaufnahme der Lieferungen wohl noch ein paar Wochen dauern wird.

Saab muss warten
Wer ist und was kann Hawtai? Diese Frage stellt sich die schwedische Öffentlichkeit nach der Bekanntgabe, dass das chinesische Unternehmen bei Saab mit 120 Millionen Euro einsteigt. So berichten schwedische Medien jetzt, dass Hawtai nicht Saabs erste Wahl gewesen sei. Von Seiten der schwedischen Botschaft in Peking wird Skepsis am Renomée von Hawtai bekundet. So berichtet Botschafter Lars Fredén im Schwedischen Fernsehen, dass Hawtai keinesfalls 81.000 Pkw produziert hat, wie es das Unternehmen selbst angibt:

„Unsere Aufgabe ist es, die Fakten anzusehen“, so Fredén. „Das muss nicht bedeuten, dass die Sache nicht gut gehen wird. Sie wollen ganz klar an die Technologie von Saab herankommen. Und Saab will das Geld der Chinesen. Das kann doch eine schöne Hochzeit werden.“

Häufig den Chef gewechselt

Allein schon der Umstand, dass Hawtai in den letzten sieben Jahren sechs Mal den Chef gewechselt hat, spricht nicht sonderlich für das Unternehmen. Zwar sind Vertreter aus der Chefetage bei Hawtai schon am Donnerstag im westschwedischen Trollhättan bei Saab vorstellig geworden, mit Kommentaren hielten sie sich jedoch zurück.

Während Saab dringend Bares benötigt, um die Zulieferer zu bezahlen, mehren sich die Anzeichen, dass alles wohl etwas dauern wird. So betonte Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt bei einem Besuch in Göteborg gegenüber der Nachrichtenagentur TT, nach seinen Erfahrungen mit chinesischen Behörden werde man viel Geduld aufbringen müssen.

"Produktion in zwei Wochen"

Unterdessen signalisieren auch die Zulieferer, dass mit einem baldigen Beginn der Lieferungen und damit der Produktion bei Saab wohl kaum zu rechnen ist. Der Vorsitzende des Verbandes der schwedischen Automobilzulieferer, Sven-Åke Berglie, glaubt, dass sich die Verhandlungen mit Saab kompliziert gestalten könnten, wie er dem Schwedischen Rundfunk zu verstehen gibt:

„Man muss sich einigen, wie die alten Forderungen bezahlt werden, und wie die Bedingungen für zukünftige Zahlungen aussehen. Ich glaube, das werden ziemlich anstrengende Verhandlungen und Diskussionen. Unser Tipp ist, dass die Produktion wohl wieder in zwei Wochen anlaufen kann.“

Saab wollte eigentlich bereits in der kommenden Woche die Produktion anlaufen lassen. Mit mehreren hundert Millionen steht das Unternehmen laut Berglie bei den Zulieferern in der Kreide. Eine genaue Summe wollte er nicht nennen.

Wichtig für Saab ist, sobald wie möglich wieder Autos anzubieten, die dann auch Zuspruch bei den Kunden finden werden. Einen Fingerzeig könnte da der letzte Autotest in der Tageszeitung Svenska Dagbladet geben. Im Vergleich mit dem neuen Audi A 6 hat der Saab 9-5 – wenn auch nur knapp – den Kürzeren gezogen.

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Saab-Krise - EIB weist Kritik zurück

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Die Europäische Investitionsbank EIB in Luxemburg hat die in Schweden geäußerte Kritik an der Dauer des Prüfverfahrens für das SAAB-Rettungspaket zurückgewiesen. Die stellvertretende schwedische Bankpräsidentin Eva Srejber sagte in einem Interview der Nachrichtenagentur TT, sie habe Verständnis für die Sorgen der Beschäftigten des Autoherstellers. Die Bank müsse jedoch alle Aspekte des Sanierungsplans prüfen. Das erfordere Zeit, zumal ständig neue Vorschläge eingereicht würden. Bisher lägen der EIB auch noch nicht alle angeforderten Unterlagen vor. Srejber betonte, sobald das notwendige Material ausgewertet sei, werde die Bank rasch entscheiden.

Unterdessen erscheint die in der vergangenen Woche getroffene Vereinbarung zwischen dem niederländischen SAAB-Eigner Spyker Cars und dem chinesischen Unternehmen Hawtai fraglich. Die schwedischen Behörden bezweifeln, dass ein Einstieg von Hawtai bei SAAB die Krise lösen kann. Auch die Zuliefererfirmen von SAAB, deren Rechnungen noch immer nicht beglichen sind, warten noch mit der Wiederaufnahme ihres Betriebes.

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Chinesisches Tauziehen um Saab

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Unter den beiden chinesischen Autoherstellern Hawtai und Beijing Automotive Industry Corp., BAIC, ist ein heißer Kampf um Saab entbrannt. Wie die Tageszeitung Svenska Dagbladet schreibt, hat BAIC gegenüber chinesischen Medien Ansprüche auf den Bau des 9-3 geltend gemacht. Saab-Eigner Victor Muller dementierte die Angaben, wonach sich die Rechte von Beijing Automotive Industry mit denen von Hawtai überschnitten. Während BAIC das alte Modell 9-3 produzieren dürfe, würde Saab gemeinsam mit Hawtai die neue Generation bauen.

Laut Svenska Dagbladet wollte BAIC den kriselnden schwedischen Autobauer im April komplett übernehmen. Wegen Antonows Beteiligung an Saab-Eigner Spyker Cars aber wäre das Geschäft mit der chinesischen Beijing Automotive Industry bei den heimischen Behörden auf bürokratische Hindernisse gestoßen, so das Blatt. Daher habe sich Muller für die schnelle Lösung mit Hilfe von Konkurrent Hawtai entschieden, der mit 30 Prozent bei Saab einsteigen will.

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Zusammenarbeit zwischen Saab und Hawtai geplatzt

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Der chinesische Autohersteller Hawtai hat sich aus der Zusammenarbeit mit Saab zurückgezogen. Das bestätigte Saab-Eigentümer Spyker am Donnerstagmorgen in einer Pressemitteilung. Damit sei der Weg frei für eine strategische Partnerschaft mit der chinesischen Konkurrenz, hieß es aus dem Unternehmen weiter.

An einer Übernahme von Saab hatte auch die Beijing Automotive Industry Corp., BAIC, Interesse gezeigt, wie erst kürzlich bekannt wurde.

Hintergrund für das geplatzte Geschäft mit Hawtai ist laut Spyker-Chef Victor Muller Uneinigkeit unter den Eignern. Dem angeschlagenen schwedischen Autobauer fehlen damit die dringend benötigten 150 Millionen Euro, die Hawtai investieren wollte. Die Verhandlungen mit den Saab-Zulieferern sind noch immer nicht abgeschlossen. Weil etliche von ihnen offene Rechnungen mit dem Autohersteller haben, steht die Produktion in Trollhättan seit mehreren Wochen still.

Reinfeldt verständnisvoll, aber machtlos

Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur beunruhigt über das geplatzte Abkommen. Er habe Verständnis für die Sorge der Angestellten und hoffe weiter auf eine positive Lösung. Dennoch sei es Angelegenheit der Eigentümer und des Vorstands von Saab, eine langfristige Finanzierung auf den Weg zu bringen. Die Regierung habe getan, was in ihrer Macht stehe, um den gesamten Prozess zu erleichtern.

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Saab-Eigner Muller entschuldigt sich bei Angestellten

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Der Chef des niederländischen SAAB-Eigner-Unternehmens Spyker Cars, Victor Muller, ist am Dienstag vor die Fabrikangestellten in Trollhättan getreten und hat um Entschuldigung für die Turbulenzen gebeten. Es täte ihm leid, Saab und seine Mitarbeiter in eine derartige Situation gebracht zu haben. Dies solle nie wieder geschehen, so Muller. Wann die Bänder wieder anlaufen könnten, wollte Muller nicht sagen. Dies sei abhängig von einer Einigung mit den Zulieferern.

Der Chef des größten Zulieferunternehmens von Saab erklärte gegenüber dem Schwedischen Rundfunk, dass der Autobauer den Forderungen noch nicht nachgekommen sei. Die Übereinkunft mit dem chinesischen Hersteller Pang Da vom Montag gebe aber zu einer gewissen Hoffnung Anlass.

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Reinfeldt will nicht über Zukunft spekulieren

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Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hat vorsichtig auf den jüngsten Vertrag des kriselnden Autobauers Saab mit dem chinesischen Autohersteller Pang Da reagiert. Die Regierung sei weiter beunruhigt angesichts der Situation für die Angestellten und verfolge die Entwicklung. Wie zuvor Wirtschaftsministerin Maud Olofsson erinnerte Reinfeldt gegenüber der Nachrichtenagentur TT daran, dass kein Unternehmen ohne langfristige Finanzierung und ohne gewinnbringende Geschäftsidee überleben könne. Auf die Frage, ob er an eine Zukunft für Saab glaube, antwortete Reinfeldt, dass er darüber nicht spekulieren wolle.

Der chinesische Autohersteller Pang Da erklärte sich nach kurzen Verhandlungen bereit, Saab mit 30 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Mit diesen Geldern sollen zunächst die Zulieferfirmen bezahlt werden, die seit Wochen auf die Begleichung offener Rechnungen warten. Dies soll die Produktion von zunächst 1.300 Pkw sichern, die ab September geliefert werden sollen.

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Lear geht im Strudel von Saab unter

Beitrag von Karsten »

Der Saab-Zulieferer Lear Corporation hat die Kündigung seiner sämtlichen 160 Mitarbeiter im westschwedischen Trollhättan angekündigt. Lear ist zu neunzig Prozent abhängig von dem in der Krise befindlichen Autohersteller. Saab steht mit den Zahlungen an seine Zulieferer in Rückstand. Diese beliefern Saab seit sieben Wochen nicht mehr. Saab hat zwar jetzt mit Pang Da einen chinesischen Investor gefunden, bis die Produktion jedoch wieder anlaufen kann, können noch Wochen vergehen.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Bänder stehen wieder still

Beitrag von Karsten »

Die Automobilproduktion im Saabwerk in Trollhättan ist wieder unterbrochen. Heute morgen stoppte die Produktion nach nur vierzig Minuten aufgrund von Materialknappheit. Laut Informationen des schwedischen Rundfunks sollen die Bänder für den Rest der Woche still stehen.

Bei dem von Saab abhängigen Zulieferer Lear Corporation sind die Mitarbeiter nach Hause geschickt worden. Lear liefert fast ausnahmslos an Saab und hatte nach dem fünfwöchigen Produktionsstopp im April und Mai dieses Jahres allen 160 Mitarbeitern in Trollhättan bereits die Kündigung bekannt gegeben.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Saab-Bänder stehen weiter still

Beitrag von Karsten »

Der niederländische Eigner des Saab-Automobilwerkes hat den fortdauernden Produktionsstopp in der Fabrik in Trollhättan mit äußeren Umständen begründet. In einer Pressemitteilung von Spyker Cars heißt es, die Wiederaufnahme der Produktion hänge von einem stabileren Zufluss verschiedener Komponenten ab.

Verhandlungen mit Zulieferfirmen seien weiterhin im Gange, und man rechne mit baldigen Ergebnissen. Wegen ausgebliebener Zahlungen hatten mehrere Zubehörunternehmen die Lieferung dringend benötigter Teile im Mai eingestellt. Am Mittwoch war die Produktion in Trollhättan nach fast zweimonatiger Unterbrechung wiederaufgenommen worden, doch musste sie wegen des Fehlens externer Bauteile schon nach einer Stunde erneut eingestellt werden.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Noch immer keine Produktion

Beitrag von Karsten »

Der Produktionsstopp im Saab-Automobilwerk in Trollhättan dauert an. Eine Unternehmenssprecherin sagte am Montag, die Bänder würden wahrscheinlich die ganze Woche über stillstehen, weil die Lieferung wichtiger Zubehörteile weiterhin ausbleibe. Mehrere Zulieferfirmen hatten im April die Versorgung des Saab-Werkes mit dringend benötigten Komponenten wegen unbezahlter Rechnungen ausgesetzt.

Der niederländische Saab-Eigner Spyker Cars gab unterdessen den Einstieg eines weiteren chinesischen Investors in das Unternehmen bekannt. Auch dafür ist jedoch die Zustimmung der am geplanten Saab-Rettungspaket beteiligten Europäischen Investitionsbank erforderlich. Sie hat bisher noch keinen der von Spyker Cars vorgelegten Finanzierungspläne gebilligt.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Antonow nicht mehr an Saab-Immobilien interessiert

Beitrag von Karsten »

Der russische Finanzmann Wladimir Antonow wird nicht die Immobilien des Automobilherstellers Saab im westschwedischen Trollhättan kaufen. Wie die Wirtschaftszeitung Dagens Industri meldet, wolle Antonow nicht länger auf eine Entscheidung der Europäischen Investitionsbank EIB warten. Dennoch möchte sich Antonow weiter in irgendeiner Form an dem angeschlagenen schwedischen Autobauer beteiligen. In welcher Form dies geschehen kann ist laut einem Sprecher für Antonow noch nicht geklärt. Für die Saab-Immobilien gibt es dagegen laut Medienmeldungen schwedische Interessenten. Saab benötigt dringend Geld, um die seit Monaten still stehende Produktion wieder in Gang zu bringen.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Saab-Angestellte erhalten keinen Lohn

Beitrag von Karsten »

Der Autobauer Saab kann nach eigenen Angaben derzeit keine Löhne an seine Arbeitnehmer auszahlen. Das gab das Unternehmen heute in einer Pressemitteilung bekannt. Damit hat die Krise bei Saab einen neuen Höhepunkt erreicht. Es soll nun Gespräche mit verschiedenen Parteien geben, um an Finanzmittel zu gelangen, hieß es in der Mitteilung. So werde etwa über den Verkauf von Immobilien diskutiert. Es gebe aber keine Garantie, dass diese Gespräche erfolgreich verlaufen und die nötigen Gelder aufgetrieben werden.

Es sei beklagenswert, diese Nachricht ausgerechnet einen Tag vor dem Mittsommerfest bekannt geben zu müssen, sagte Gunilla Gustavs, Mitarbeiterin der Kommunikationsabteilung bei Saab, gegenüber der Nachrichtenagentur TT. Man versuche jedoch, auf kurze Sicht finanzielle Mittel aufzutreiben. Für die Lohnzahlungen könne man jedoch noch keine Prognose abgeben.

Die Mitarbeiter hatten durch eine Email erfahren, dass die für kommenden Montag erwartete Lohnzahlung verspätet ausgezahlt werde. Wann mit einer Zahlung zu rechnen sei, wurde den Mitarbeitern bisher nicht mitgeteilt. Knapp 1.500 Mitarbeiter sind betroffen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab: Hilfreiche Bestellung aus China

Beitrag von Karsten »

Für die Angestellten des um seine Existenz ringenden schwedischen Automobil-Herstellers Saab gibt es einen Hoffnungsschimmer. Ein chinesisches Unternehmen bestellte am Montag 582 Saab-Autos. Der Auftrag hat nach Angaben des Saab-Vorstandes ein Volumen von 13 Millionen Euro. Damit könnten nachträglich die Juni-Löhne des Werkpersonals ausbezahlt werden. Weiter hieß es, Saab wolle auch offene Rechnungen einiger Zulieferfirmen begleichen, damit die Produktion wiederaufgenommen werden könne.

(Quelle: Radio Schweden)
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Kreditabsagen, Kaufzusagen, Konkurs - Saab kämpft weiter

Beitrag von Karsten »

Die Europäische Investitionsbank EIB verzögert die Auszahlung von Krediten in Höhe von umgerechnet knapp 30 Millionen Euro an Saab. Laut Angaben der Tageszeitung Svenska Dagbladet vom Dienstag will die EIB zunächst Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung des Automobilherstellers sehen.

Unterdessen meldet der Schwedische Rundfunk, dass der Verkauf von Saab Immobilien an das schwedische Konsortium unter Leitung von Hemfosa Fastigheter abgeschlossen ist. Damit werden rund 28 Millionen Euro in die Kassen von Saab gespült. Gleichzeitig werden immer mehr Stimmen laut, die die Einleitung eines Konkursverfahrens gegen Saab fordern.

(Quelle: Radio Schweden)
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Löhne gerettet, Zukunft ungewiss

Beitrag von Karsten »

Die Schulden des Autobauers Saab gegenüber seinen Lieferanten bewegen sich mittlerweile im zweistelligen Millionenbereich. Bei der schwedischen Schuldenbeitreibungsbehörde Kronofogden wurden auch in der Nacht zum heutigen Donnerstag weitere Ansprüche geltend gemacht. Währenddessen sicherte sich das Unternehmen ein weiteres Darlehen, um die Löhne an die Mitarbeiter auszahlen zu können.

Noch bis zum heutigen Donnerstag sollen alle Löhne auf den Konten der Angestellten eingegangen sein. Ein Darlehen über umgerechnet etwa 25 Millionen Euro (230 Mio. SEK) des Gemini Investment Fund hatte die Auszahlung ermöglicht. Die Krise bei Saab ist damit jedoch nur vorübergehend abgeschwächt. Wann die Produktion wieder in Gang kommt, ist weiterhin unklar.

(Quelle: Radio Schweden)
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Verhandlungen mit China um Saabs Zukunft

Beitrag von Karsten »

Wirtschaftsministerin Maud Olofsson und Saab-Chef Victor Muller haben am Donnerstagabend Vertreter der chinesischen Regierung getroffen, um über eine Beteiligung chinesischer Unternehmen an dem schwedischen Automobilbauer zu diskutieren. Die zwei Stunden dauernden Gespräche in der Stockholmer Regierungskanzlei haben noch nicht zu einer Genehmigung des Deals von Seiten der chinesischen Regierung geführt, so Olofsson gegenüber dem Schwedischen Rundfunk.

Der Autohändler Pang da und der Hersteller Youngman wollen 245 Millionen Euro in die angeschlagene Saab investieren. Das Geschäft muss jedoch noch von Peking abgesegnet werden. Wie Olofsson erklärte, zeigte sich die chinesische Delegation jedoch zufrieden, wie das Geschäft sich zwischen Volvo und der chinesischen Geely entwickelt hat.

Unterdessen wurde auch bekannt, dass der an Saab interessierte russische Geschäftsmann Wladimir Antonow ebenfalls in Stockholm war, um sich mit Gewerkschaftsvertretern zu treffen. Eine Beteiligung Antonows an Saab wartet auf die Genehmigung durch die Reichsschuldenverwaltung und die Europäische Investitionsbank.

Antonow soll zuvor laut lettischen Medienberichten gesagt haben, dass der die Produktion von Saab nach Lettland verlegen will, falls er das Unternehmen übernehme. Der Gewerkschaftsvorsitzende Stefan Lövden sagte dem Schwedischen Rundfunk nach dem Treffen mit Antonow, dass er sich sicher sei, dass die Produktion im westschwedischen Trollhättan bleibe.

(Quelle: Radio Schweden)
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Zwei positive Nachrichten für Saab

Beitrag von Karsten »

Für den um seine Existenz ringenden schwedischen Automobilhersteller Saab hat die erste Juliwoche mit gleich zwei positiven Nachrichten begonnen. Am Montag wurde bekannt, dass der niederländische Saab-Eigner Spyker Cars ein Abkommen mit zwei chinesischen Unternehmen getroffen hat, das Investitionen in Höhe von 245 Millionen Euro vorsieht. Dazu hieß es, die Vereinbarung gestatte die Entwicklung mehrerer neuer Saab-Modelle unter chinesischer Leitung. Der Vertrag muss noch von der Europäischen Investitionsbank gebilligt werden, bevor er in Kraft treten kann.

Die EIB mit Sitz in Luxemburg genehmigte unterdessen den in der vergangenen Woche erfolgten Verkauf von Saab-Grundbesitz an eine private Stockholmer Immobilien-Firma. Das Geschäft hat ein Volumen von 27 Millionen Euro.

Die Produktion im Saab-Werk in Trollhättan ruht weiterhin. Nach einer zweimonatigen Zwangspause auf Grund ausbleibender Zubehörlieferungen haben am Montag die jährlichen Werksferien begonnen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Regierung: Saab darf Immobilien verkaufen

Beitrag von Karsten »

Schwedens Regierug gibt dem angeschlagenen Autobauer Saab grünes Licht für den Verkauf von Immobilien. Das hat das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in einer Presseerklärung bekanntgegeben. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson sagte der Nachrichtenagentur TT, auf längere Sicht würde der Verkauf als Lösung der Probleme "nicht ausreichen". Zunächst gebe er Saab aber die Möglichkeit, seine Zulieferer zu bezahlen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von goteborgcity »

Nachdem Saab seine Zulieferanten immer noch nicht bezahlt hat, bleiben die Bänder bis voraussichtlich dem 8. August still. Ob sich Saab, bei drei Millionen Kronen Verlust im letzten Jahr und einem Produktionsausfall von vier Monaten erholen kann, wird immer zweifelhafter.
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Saab einigt sich mit Zulieferern

Beitrag von Karsten »

Nach vier Monaten Bewegungslosigkeit in der Saab-Fabrik sollen die Bänder am 9. August wieder ins Rollen kommen. Das kündigte das Unternehmen gegenüber der Nachrichtenagentur TT an. Hintergrund ist die erzielte Einigung mit einem Großteil der Zulieferer, die seit Monaten auf eine Begleichung der Schulden warten. Details wollte das Unternehmen nicht preisgeben.

Der Zeitung Dagens Industri zufolge ist bei Saab inzwischen der Erlös aus dem Verkauf von Immobilien eingegangen. Dies traf an der Amsterdamer Börse jedoch nicht auf ein positives Echo. Die Aktie fiel am Montagnachmittag mit über 17 Prozent.

(Quelle: Radio Schweden)
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Eigentümerwechsel bei Saab - Antonov durch Kritik gebremst?

Beitrag von Karsten »

Die Zweifel der Europäischen Investitionsbank (EIB) an Vladimir Antonov als neuen Eigentümer Saabs könnten durch Kritik an seiner litauischen Bank Snoras begründet sein. Das vermutet der Schwedische Rundfunk. Die Zentralbank Litauens hatte gegen die litauische Bank Snoras, die dem russischen Geschäftsmann teilweise gehört und deren Vorsitzender er ist, geklagt. Die Bank solle gegen das Gesetz verstoßen und leichtfertig Kredite vergeben haben.

Bislang hat die EIB dem Eigentümerwechsel an Antonov nicht zugestimmt, während die schwedische Regierung bereits im April dieses Jahres ihr Einverständnis gegeben hatte. Nach Angaben des Schwedischen Rundfunks bezieht sich die Kritik an Antonovs Bank unter anderem auf einen Kredit, den Snoras an eine russische Firma vergeben hatte, die bei keiner anderen Bank Erfolg gehabt hatte. Die EIB wollte die Angelegenheit gegenüber dem Schwedischen Rundfunk nicht kommentieren.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab-Tochter schrammt an Insolvenzverfahren vorbei

Beitrag von Karsten »

Die Zulieferer des angeschlagenen Autobauers Saab sind mit ihrer Geduld am Ende. Am Freitagmittag stellte Zulieferer Swepart Verktyg beim Amtsgericht Vänersborg für die Saab-Tochter Automobile Tools einen Antrag auf Insolvenz. Nach Angaben von Reuters schuldet das Unternehmen dem Zulieferer umgerechnet 600.000 Euro für die Lieferung verschiedener Werkzeuge. Noch im Verlauf des Nachmittags konnten sich jedoch Zulieferer und Saab-Tochter auf einen Ratenzahlungsplan einigen.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Autobauer mit mindestens 80 Millionen Euro bei Saab Automobile Tools sowie einer weiteren Tochter in der Kreide steht. Laut Göteborgs-Posten warnten Steuerberater bereits davor, dass ein Konkurs von Saab die Tochterunternehmen vor große Probleme stellen würde.

Unterdessen machte der Vorsitzende der europäischen Organisation der Zulieferer, Lars Holmqvist, gegenüber der Nachrichtenagentur TT deutlich, dass das Ende des Autobauers abzusehen sei. Saab habe sich nur dank kurzfristiger Lösungen auf Kosten der Zulieferer so lange über Wasser halten können. So lange die EIB Geld in das angeschlagene Unternehmen pumpe, werde Finanzmagnat Antonow keinen Zugang zu Saab bekommen, meinte Holmqvist. Außerdem würden die von Antonow angekündigten 100 Millionen Euro nicht ausreichen. Mindestens vier- bis fünfhundert Millionen würden aktuell benötigt.

(Quelle: Radio Schweden)
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SwePart zieht Insolvenzantrag zurück

Beitrag von Karsten »

Der Lieferant SwePart hat sich mit Saab geeinigt und nun seine Anmeldung zum Konkurs von letzter Woche zurückgezogen. Damit ist die unmittelbare Gefahr für einen Konkurs des Autoherstellers erst einmal gebannt. Gleichzeitig bereitet der Gerichtsvollzieher die Beitreibung von Außenständen vor.

Die Beitreibungsbehörde in Uddevalla will am heutigen Montag 40 der etwa 100 Zahlungsforderungen, die gegen Saab vorliegen, überprüfen und die Schuld feststellen. Sind die Schulden berechtigt und legt Saab keinen Einspruch ein, so können diese beigetrieben werden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab kann keinen Lohn zahlen

Beitrag von Karsten »

Die Angestellten des krisengeschüttelten Autobauers Saab Automobile haben am Mittwoch nicht wie geplant ihre Lohnzahlungen entgegennehmen können. Anlass waren ausgebliebene Zahlungen des auf den Bahamas registrierten Fonds Gemini, berichtet die Wirtschaftszeitung Dagens Industri. Von Saab selbst gab es zu dem Fall keine Angaben. Ein Kredit von Gemini hatte die Lohnzahlungen im vergangenen Monat möglich gemacht. Gemini soll enge Verbindungen zu Wladimir Antonow haben. Der russische Finanzmagnat strebt umfassende Beteiligungen in Saab an, ist aber unter anderem von der Europäischen Investitionsbank EIB bisher gestoppt worden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Antonow erwägt Schadenersatzklage

Beitrag von Karsten »

Der russische Finanzmagnat Wladimir Antonow, dem die Europäische Investitionsbank EIB eine finanzielle Beteiligung an dem krisengeschüttelten Autobauer Saab verwehrt, erwägt eine Schadenersatz-Klage gegen die EIB sowie gegen Repräsentanten der schwedischen Regierung. Dies geht aus einer Presseerklärung hervor. Ein Repräsentant Antonows in Schweden sagte der Nachrichtenagentur TT, der Russe plane Klagen gegen Regierungschef Fredrik Reinfeldt, Finanzminister Anders Borg und Wirtschaftsministerin Maud Olofsson.

(Quelle: Radio Schweden)
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Kreditbewilligung für Gehälter?

Beitrag von Karsten »

Der angeschlagene Autobauer Saab hat seine akuten Probleme mit der Auszahlung von Löhnen und Gehältern offenbar kurzfristig gelöst. Das berichtet der Schwedische Rundfunk unter Verweis auf mehrere Quellen, laut denen in Kürze mit einer entsprechenden Mitteilung des Unternehmens zu rechnen ist. Demnach hat Saab einen Kredit bewilligt bekommen, um die Löhne auszuzahlen. Mehrere Beschäftigte hatten sich wegen der für Juli ausgebliebenen Lohnzahlungen an Banken gewandt, um privat Kredite aufzunehmen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Neuemission soll Juli-Gehälter sichern

Beitrag von Karsten »

Mit Hilfe einer Neuemission von fünf Millionen Aktien will Autobauer Saab die ausstehenden Juli-Löhne der Angestellten bezahlen. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, bekommt Saab-Eigner Swedish Automobile mit GEM Hilfe von einem Fonds, der Saab schon früher zur Seite gesprungen ist.

Bei Schließung der Amsterdamer Börse am Dienstag lag der Wert der Saab-Aktie bei 1,42 Euro. Damit ist die Neuemission 7,1 Millionen Euro wert. Der Pressesprecher erklärte im Rundfunk, das Unternehmen arbeite auf Hochtouren daran, mehr Geld aufzutreiben, so dass es bei der Auszahlung der August-Gehälter keine Probleme gäbe.

Noch immer ist nicht klar, wann die Produktion in Trollhättan wieder anläuft. Zuletzt war Ende August anvisiert worden. Einen genauen Termin nannte das Unternehmen jedoch noch nicht.

(Quelle: Radio Schweden)
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Gerichtsvollzieher im Anzug?

Beitrag von Karsten »

Der Druck auf den schwedischen Automobilbauer Saab wächst. Wie die Tageszeitung Svenska Dagbladet berichtet, könnte bereits in der kommenden Woche der Gerichtsvollzieher bei dem angeschlagenen Unternehmen vorstellig werden, um Forderungen der Zulieferer einzutreiben.

Die momentane Unruhe hat es zudem erschwert, neue Investoren für Saab zu finden. Saab-Chef Victor Muller war zu Beginn dieser Woche zu diesem Zweck in Brasilien gewesen. Die zuvor bekannt gegebene Finanzierung durch chinesische Investoren gilt als unsicher oder zumindest nicht als schnelle Lösung, da die Regierung in Peking dem Deal zustimmen muss. Unterdessen hat Muller am Mittwoch Gewerkschaftsvertreter in Schweden getroffen, um über die kommenden Lohnzahlungen und die allgemeine Situation zu sprechen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Kommt bald der Kuckuck zu Saab?

Beitrag von Karsten »

Dem weiterhin mit Finanzproblemen kämpfenden Auto-Hersteller SAAB drohen nun die ersten Pfändungsmaßnahmen. Die Gerichtsvollzugsbehörde teilte mit, da in dieser Woche mehrere Fristen für ausstehende Zahlungen an Zulieferer endeten, müsse geprüft werden, ob SAAB über ausreichende Mittel verfüge, die Forderungen zu erfüllen. Falls nicht genügend Geld vorhanden sei, könnten auch Sachwerte beschlagnahmt werden. In den nächsten Tagen laufen Zahlungsfristen in Höhe von einer Million Euro ab. Weil seit Monaten keine Zubehörteile mehr geliefert werden, ruht die Produktion in Trollhättan weiterhin.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab greift erneut zu Neuemission

Beitrag von Karsten »

Der angezählte Autobauer Saab hat kurz vor Ablaufen der Frist für ausstehende Zahlungen abermals auf eine Neuemission als Notlösung zurückgegriffen. Wie die Nachrichtenagentur TT meldet, gehen die Aktien bereits zum dritten Mal dieses Jahr 10 Prozent unter Wert an den Fonds GEM, der die Aktien an anonyme Investoren weiterverkauft.

Experten bezeichneten die hektische Neuemission, ohne das Kapital zu vermehren, als Zeichen von Schwäche. Aus der Presseabteilung des Unternehmens hieß es, die Neuemission diene dazu, Zeit zu gewinnen, um weiter nach einer kurzfristigen Finanzierung für den Produktionsbeginn zu suchen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Gerichtsvollzieher prüft Kontensperrung

Beitrag von Karsten »

Am heutigen Mittwoch leitet die schwedische Beitreibungsbehörde Kronofogden die Pfändung bei Saab ein. Im ersten Schritt beinhaltet das die Prüfung von Firmenkonten und deren eventuelle Sperrung, sollte sich dort Geld für das Abbezahlen von Schulden finden. Es geht bei der Pfändung zunächst um Schulden in Höhe von umgerechnet etwa 40.000 Euro (370.000 SEK).

Laut Hans Ryberg von der Beitreibungsbehörde habe man die eigenen Konten auf eventuelle Zahlungseingänge von Saab geprüft. Saab hatte nicht gezahlt und daher prüfe man nun die Verwendung der Finanzmittel bei dem Autobauer. Gegenüber der Nachrichtenagentur TT sagte Ryberg weiter, dass man nun damit begonnen habe, Kontakt mit Banken aufzunehmen.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Pfändung geht weiter

Beitrag von Karsten »

Am heutigen Donnerstag wird die schwedische Beitreibungsbehörde über weitere Pfändungsmaßnahmen beim Autohersteller Saab beraten. Grund dafür ist der Ablauf der Frist für die Zahlung von umgerechnet etwa einer halben Million Euro (4,7 Mio. SEK) Außenständen. Fast die gesamte Summe soll in den nächsten zwei Wochen eingetrieben werden. Laut der Nachrichtenagentur TT birgt das Einziehen der Gelder ein Risiko für die Auszahlung der Löhne an Saabs Angestellte, sollte das Unternehmen nicht anderweitig neue Finanzmittel auftreiben.

Während die Zahlung der Löhne der Arbeiter ungewiss bleibt, wächst die Kritik an dem Beschluss der Mutterfirma Swedish Automobiles, die Honorare des Führungspersonals deutlich anzuheben. Im Mai dieses Jahres, während die Bänder bei Saab still standen, war die Zulage in einer Sitzung beschlossen worden. Das Honorar des Vorsitzenden Hans Hugenholtz stieg etwa um 633 Prozent, von umgerechnet etwa 16.000 Euro (147.150 SEK) auf über 100.000 Euro (931.950 SEK).

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Consulting-Firma als Retter in der Not?

Beitrag von Karsten »

Die amerikanische Consulting-Firma Endeavour Advisor Group soll für den schwer angeschlagenen Autobauer Saab Geld und Investoren auftreiben. Das berichtet der Lokalsender des Schwedischen Rundfunks. Gesucht werden demnach Banken, Finanzinstitute oder Unternehmen, die in das krisengeschüttelte Unternehmen investieren wollen. Über die Höhe der benötigten Summe, umgerechnet 350 Millionen Euro, war unter anderem in einer Wirtschaftszeitung mit Sitz in Hawaii spekuliert worden. Diese Angaben wollte Saabs Pressestelle allerdings nicht kommentieren.

Gleichzeitig ist es dem Autobauer am Freitag gelungen, seine Steuerschuld und noch ausstehende Lohnnebenkosten in Höhe von umgerechnet rund 1 Million Euro zu begleichen. Das meldet der Schwedische Rundfunk unter Berufung auf die Steuerbehörde.

Neuanstellungen trotz Produktionsstopp

Obwohl das Unternehmen in den vergangenen Monaten mehrfach Schwierigkeiten hatte, die Löhne der Angestellten fristgerecht zu bezahlen, sind neue Anzeigen beim Arbeitsamt geschaltet worden. Laut Schwedischem Rundfunk sucht der Pkw-Hersteller einen Einkaufschef sowie drei Mitarbeiter im Bereich Einkauf. Sämtliche Stellen sollen in Trollhättan besetzt werden. Bewerbungsschluss ist der 16. September.

(Quelle: Radio Schweden)
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von goteborgcity »

Einer der grössten Wiederverkäufer für Saab in Europa hat seine Veträge mit Saab gekündigt, da das Unternehmen, in seinen Augen, kein Vertrauen mehr besitzt und für die Wiederverkäufer nur Kosten verursacht, da die Wartung weiterläuft, aber seit Monaten keine Autos mehr geliefert werden.

Holmgrens Bil in Småland ist damit der erste, der sich von Saab löst, wobei jedoch andere Wiederverkäufer bereits über den gleichen Schritt nachdenken. Entscheident für Holmgrens Bil war aber auch, dass sich der Vorstand von Saab noch im Frühjar, trotz der steigenden Probleme, Gehaltserhöhungen von bis zu 600 Prozent genehmigte. Der Aufsichtsratsvorstand verdient nun 900.000 Kronen im Monat, während die Gehälter für Arbeiter und Angestellte nach den Kontopfändungen Saabs erneut mehr als ungewiss ist.
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von kapehei »

goteborgcity hat geschrieben:.... dass sich der Vorstand von Saab noch im Frühjar, trotz der steigenden Probleme, Gehaltserhöhungen von bis zu 600 Prozent genehmigte. Der Aufsichtsratsvorstand ....
Guten Morgen Herbert,

die Maßnahme stellt ja eine Unverschämtheit dar. Unglaublich.

Weshalb ich aber eigentlich poste, ist die Frage nach der Unternehmensverfassung eines schwedischen AB.

In Deutschland hat eine AG einen Vorstand mit Vorstandsvorsitzendem. Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Unternehmens, kurz gesagt. Dabei wird er von dem Aufsichtsrat beaufsichtigt und kontroliert (sollte er jedenfalls). Auch der Aufsichtrat hat einen Aufsichtsratsvorsitzenden.

Ist das in Schweden auch so? Und was ist dann ein Aufsichtsratsvorstand? Es geht mir hier nicht um Wortklauberei.
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von goteborgcity »

Hej Karsten,

Du kannst eine schwedische AB nicht mit einer deutschen vergleichen, denn die schwedische AB ähnelt mehr einer deutschen GmbH. Man macht hier keinen Unterschied zwischen den beiden Formen.

Eine AB kann daher theoretisch eine Person gründen, mit einem Kapital von 100.000 Kronen, also knapp über 10.000 Euro. Dies geschieht sehr häufig, da man damit jede persönliche Haftung ausschliesst.

Bei grösseren Unternehmen wie Saab gibt es natürlich einen Vorstand, das styrelse, das jedoch über nahezu jede Massnahme allein entscheiden kann, so lange sich die Mitglieder des styrelse einig sind. Die Aktieninhaber können hier (fast) keinen Einfluss ausüben und ein anderes Kontrollorgan gibt es nicht. Genau das ist das Problem mit sehr vielen Grossunternehmen hier und führte auch im Baumarkt zu unzähligen Affären, denn Bestechung ist einfach und dass ein Vorstand gleichzeitig in bis zu zehn anderen Vorständen sitzt, ist auch ziemlich üblich. Jeder Versuch dieseMöglichkeit einzuschränken scheiterte an rechten und linken Politikern (da sie selbst in mehreren Vorständen aktiv sind).

Bei Saab selbst sieht die Angelegenheit noch komplizierter aus, weil Spyker damals Saab in mehrere Teile aufspaltete, d.h. Victor Muller gründete Unternehmen, die für Saab arbeiten und aus denen er Zusatzgelder abziehen kann, die weder gepfändet werden können, noch dass damit die Arbeiter bezahlt werden. Einige dieser Unternehmen liegen auch noch im Ausland, d.h. Gelder, die dort eingehen, können einfach bei Mullers Unternehmen verschwinden. Rechtlich ist das völlig legal, auch wenn ich es als betrügerisch betrachte.

Die Chance wäre natürlich gewesen, wenn Schweden und Europa bei der Vergabe des EIB-Kredits Auflagen gestellt hätten, damit die Einkommen des Vorstands eingefroren werden, Unterfirmen haftbar gemacht werden können usw., aber beide drückten einfach beide Augen zu. Heute zahlt Saab sogar Miete für die Gebäude in denen vielleicht irgendwann wieder Autos hergestellt werden. Ich sehe daher nicht nur Muller & Co als die Schuldigen am ganzen Problem, sondern auch jene, die eine so schwachsinnige politische Entscheidung treffen konnten.

Das nächste Problem ist, dass Löhne und Gehälter in Schweden nicht vorrangig ausbezahlt werden müssen und, so lange es zu keinem Konkurs kommt, Arbeiter und Angestellte nur einen Bankkredit nehmen können, wenn sie nicht bezahlt werden. Rechtlich ist es so, dass Firmen, die sich an den kronofogden (eine Art Gerichtsvollzieher) wenden in der Reihenfolge des Antragseingangs befriedigt werden und täglich gehen dort neue Forderungen ein, was natürlich das Saab-Problem nur noch vergrössert. Die grössten Verlieren sind dabei nur Arbeiter und Angestellte, und vielleicht einige kleinere Zulieferer.

Ich hoffe, ich habe in etwa auf Deine Frage geantwortet, sonst einfach weiterfragen!

Grüsse aus Göteborg

Herbert
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von kapehei »

Hej Herbert,

vielen dank für die ausführliche Antwort. Vieles war mit bekannt, etliches ist aber auch neu für mich.

Einen Aufsichtsrat gibt es also nicht.

Das Problem der Verschiebung von Geldern durch Aufteilung des Unternehmens in verschiedene Teilunternehmen, teils mit Sitz im Ausland, ist auch in Deutschland sehr ausgeprägt, und führt hier vielfach zu der absurden Situation, daß selbst Großkonzerne in Deutschland praktisch keine Steuern zahlen. Ferner wird die Mitbestimmung der Arbeitnehmer durch diese Aufspaltungen unterlaufen, da die Mitbestimmung eine Betriebsmindestgröße voraussetzt (in Arbeitnehmeranzahl gemessen).

Die Lohnzahlungen sind bei solchen Aktionen (Kapitalverschiebungen etc.) auch hier nicht geschützt.

Es kann aber jeder, der Forderungen gegen ein Unternehmen hat, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen das Unternehmen bei Gericht beantragen. Am schnellsten sind da hier in D. meist die Sozialversicherungskassen. Bleiben die Beiträge, die ja auch die Unternehmen zahlen (teils als eigene Verbindlichkeit, teils als Einbehalt vom Bruttolohn der Arbeitnehmer) für 2 Monate aus, wird der Antrag z.B. von der Krankenkasse gestellt. Hintergrund ist, daß für längstens 3 Monate ausstehende Löhne und Beiträge vom Arbeitsamt gezahlt werden. Nennt sich Insolvenzgeld.

Ich muß also hier nicht erst versuchen, meine Forderung gerichtlich durchzusetzten, sondern kann sofort Druck machen mit einem Insolvenzantrag. Den Kronofogden (Gerichtsvollzieher) kann ich in D. erst beauftragen, nachdem ich vor Gericht ein entsprechendes Urteil erstritten habe.

Nach den 3 Monaten sind alle auf sich selbst gestellt, Arbeitnehmer erhalten Arbeitslosengeld. Natürlich nur, wenn die Insolvenz auch durchgeht und die Firma schließt.

Ich glaube, in Deutschland wäre Saab schon längst im Insolvenzverfahren und geschlossen.

Ein schönes Wochenende noch.
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von goteborgcity »

Hej Karsten,

ein Insolvenzverfahren ist hier natürlich auch möglich und wurde auch bereits einmal beantragt ... und dann zurückgezogen.

Das Problem dabei ist jedoch, dass bei einem Konkurs alle Gläubiger nur einen Anteil des noch vorhandenen Kapitals bekommen, also eigentlich nichts, wie die Konten im Moment aussehen. Wenn sie dagegen zum kronofogden gehen, der eigentlich eine Mischung aus Gerichtsvollzieher und Inkassobüro ist, so haben diejenigen, die schnell sind, eine Chance noch ihr gesamten Forderungen ausbezahlt zu bekommen, da der Gerichtsvollzieher jede Einnahme, die bei der Bank Saabs ankommt, weitergibt. So kommen die schnellsten unter ihnen selbst an das Geld, das eigentlich für Arbeiter und Angestellte gedacht ist. Das Interesse an einem Konkurs ist daher relativ gering.

Das skatteverket dagegen, das Saab sofort in Konkurs schicken würde, wenn die Arbeitnehmerabgaben (Steuern, Krankenkasse usw. geht alles dort ein) nicht eingehen, erhielt am letzten Tag der letzten Monatsfrist wie durch ein Wunder diese Summe überwiesen, wird also einen weiteren Monat lang nichts unternehmen.

Als die Gewerkschaft wegen der ausgebliebenen Löhne und Gehälter mit einem Konkurs drohte, so gab Saab neue Aktien aus um an das Geld zu kommen. Der Kredit war jedoch relativ teuer, denn nur amerikanische Risikofonds kaufen gegenwärtig Saab-Aktien. Diese Unternehmen bezahlen aber nur 90 % des aktuellen Wertes auf und verkaufen dann diese Aktien an Risikokapitalunternehmen, wobei eines dieser Unternehmen wiederum Victor Muller gehört. Dieses Geld ist also sehr teuer, aber gegenwärtig gibt es keine Bank, die Saab auch nur den geringsten Kredit gewähren würde.

Falls die chinesische Regierung einen Einstieg der chinesischen Unternehmen erlauben sollte, so dauerd dies mindestens noch zwei Monate bevor erstes Gelder nach Europa kommen. Die Chance, dass Saab überleben kann ist daher minimal. Je länger jedoch das Unternehmen existiert, je länger können Muller und die anderen Saab-Bosse noch ein Maximum abkassieren.

Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende!

Herbert
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von kapehei »

Hej Herbert,

vielen Dank für die ausführliche Darstellung.

Auch Dir noch ein schönes Wochende.
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Kein Zahltag für Saab-Mitarbeiter

Beitrag von Karsten »

Wenn am 25. August die Gehälter in Schweden ausbezahlt werden, gehen die Saab-Mitarbeiter leer aus. Der Pressesprecher des Unternehmens räumte gegenüber dem Lokalsender des Schwedischen Rundfunks ein, Saab verfüge nicht über genügend Geld, um seine Angestellten zu entlohnen.

Als Grund gibt der Autobauer an, dass erwartbare Gelder von Investoren bis zum Donnerstag vermutlich noch nicht eingegangen seien. Gleichzeitig würden Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten fortgeführt, um die kurzfristige Finanzierung zu lösen. Nach dem Bescheid über die ausbleibenden August-Gehälter fiel die Saab-Aktie an der Amsterdamer Börse um mehr als 20 Prozent auf einen Stand von 0,57 Euro.

(Quelle: Radio Schweden)
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Autohändler springen ab

Beitrag von Karsten »

Zwei der größten schwedischen Autohändler kehren Saab den Rücken. Wie die Nachrichtenagentur TT meldet, hat ein Händler in Småland mit sieben Filialen seinen Vertrag mit Saab gänzlich aufgekündigt. Ein weiterer Händler mit Sitz in Skåne hat den Verkauf von Saab-Pkw bis auf Weiteres ausgesetzt und die vorhandenen Modelle mit anderen Marken ersetzt.

Dies sei bedauerlich, hieß es von Seiten der Autohändler. Es gäbe jedoch keinen Grund, Autos zu verkaufen, die möglicherweise nicht geliefert werden können. Der Autohändler-Vereinigung zufolge erwägen mehrere Vorstände, keine Saab-Modelle mehr zu verkaufen. Wie die amerikanische Zeitschrift Automotive News berichtet, haben auch Autohändler in den USA begonnen, sich nach Alternativen umzusehen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Zeichen bei Saab stehen auf Konkurs

Beitrag von Karsten »

Der angezählte Autohersteller Saab scheint außerstande, die Gehälter für Arbeiter und Angestellte aufzubringen. Wie die Nachrichtenagentur TT berichtet, ist es damit nur noch eine Frage der Zeit, bis das Unternehmen Insolvenz anmeldet.

Sollten die Löhne nicht wie vorgesehen heute und morgen gezahlt werden, schickt die Gewerkschaft eine Mahnung. Damit hätte Saab weitere sieben Tage Zeit bis zur Auszahlung der Gehälter. Am achten Tag hat die Gewerkschaft das Recht, Insolvenz zu beantragen. Der Vorsitzende der Dienstleister-Gewerkschaft Unionen, Martin Wästfelt, erklärt, eine Insolvenz sei notwendig, damit die Mitglieder Anspruch auf die staatliche Lohngarantie hätten.

(Quelle: Radio Schweden)
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Markenname Saab unverkäuflich

Beitrag von Karsten »

Der Markenname des vor dem Konkurs stehenden Automobilherstellers Saab ist nicht verkäuflich. Das stellte ein Sprecher des Unternehmens in Trollhättan klar. Er verwies auf ein Abkommen des Autowerkes mit dem Saab-Rüstungskonzern und dem Lastwagenhersteller Scania. Demnach darf die Markenbezeichnung im Fall einer Auflösung der Fabrik nicht anderweitig verwendet werden. Der niederländische Saab-Eigner Spyker Cars hatte einen Verkauf des Namens ins Gespräch gebracht, weil damit die Begleichung eines Teils der offenen Rechnungen finanziert werden sollte.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab-Angestellte immer noch ohne Lohn

Beitrag von Karsten »

Die Angestellten des krisengeschüttelten Autoherstellers Saab in Trollhättan gehen dem zweiten Wochenende ohne Gewissheit darüber entgegen, wann sie ihre Löhne für den Monat August erhalten. Vor einer Woche hätten die Löhne bezahlt werden sollen. Die Industriegewerkschaft Metall hatte an das Unternehmen eine Zahlungsaufforderung gerichtet.

(Quelle: Radio Schweden)
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Gewerkschaft bereitet Konkursantrag vor

Beitrag von Karsten »

Die Metallgewerkschaft bereitet einen Konkursantrag gegen den schwedischen Automobilhersteller Saab vor. Wie das Schwedische Fernsehen am Montag berichtet, steht die Gewerkschaft wegen nicht ausbezahlter Löhne in Kontakt mit dem zuständigen Amtsgericht. Die ursprüngliche Frist von sieben Tagen war bereits am Freitag abgelaufen.

Die Gewerkschaften einigten sich am Montagmorgen darauf abzuwarten, ob Saab die Löhne am Wochenende angewiesen hat. Sollte sich dies bis Dienstagmorgen nicht bestätigten, wird die Gewerkschaft das Gericht anrufen. Von Seiten der Unternehmensführung gab es bis Montagnachmittag keinen Kommentar zur Auszahlung der Löhne. Das Unternehmen hatte jedoch zuvor eine Rekonstruktion beantragt, um wieder flüssig zu werden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Autoexperte: Saab hat keine Zukunft mehr

Beitrag von Lukä »

Essen (dpa) - Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht für den angeschlagenen schwedischen Autobauer Saab keine Zukunft mehr. Saab habe keine Chance und werde nun abgewickelt, sagte der Experte der dpa. Mit Blick auf den Saab-Antrag auf Gläubigerschutz sagte Dudenhöffer, dass sei nur eine Frage der Zeit gewesen. Saab hat im ersten Halbjahr 224 Millionen Euro Verlust eingefahren und nur 13 000 Autos abgesetzt. Im Stammwerk des schwedischen Unternehmens sind seit April wegen Geldmangels so gut wie keine Autos mehr vom Band gelaufen.
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Saab beantragt Rekonstruktion

Beitrag von Karsten »

Der angeschlagene schwedische Automobilhersteller hat wie erwartet die Rekonstruktion beantragt, um seine finanziellen Probleme zu lösen. Dies teilte der Saab-Eigentümer Swedish Automobile am Mittwoch mit. Der Antrag wurde am Mittwochmorgen beim zuständigen Amtsgericht von Vänersborg eingereicht.

Das Amtsgericht wird dann einen Schuldenverwalter einsetzen, der zusammen mit der Saab-Leitung an einer Lösung der Schuldenprobleme arbeitet. Der Vorsitzende der Metallgewerkschaft Stefan Löfven hat den Schritt begrüßt. Saab schuldet seinen Angestellten noch die Löhne für August. Der Handel mit Aktien von Swedish Automobile wurde nach der Nachricht ausgesetzt.

(Quelle: Radio Schweden)
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von goteborgcity »

Das Amtsgericht in Vänersborg gibt morgen um 14 Uhr bekannt, ob der Antrag der drei Unternehmen Saab Automobile, Saab Automobile Powertrain und Saab Automobile Tools überhaupt angenommen wird. Lehnt das Amtsgericht morgen den Antrag auf Rekonstruktion (mit Vergleich) ab, so bleibt nur der unmittelbare Konkurs, was mit Sicherheit die beste Lösung wäre, da Saab seit fünf Monaten kein Auto mehr herstellte und die chinesischen Partner in China noch keinen Antrag gestellt haben, der ihnen einen Einstieg bei Saab genehmigen soll.
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von Framsidan »

Konkurs wäre bei Saab schon lange fällig gewesen
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von goteborgcity »

Wie vorherzusehen, so hat das Amtsgericht in Vänersborg den Antrag von Saab abgelehnt. Um einen Konkurs zu verhindern oder ihn eine weitere Woche aufschieben zu können, kann Saab nun das Urteil noch anfechten, was jedoch für die Arbeiter und Angestellte bedeutet, dass sie auch weiterhin keinen Lohn und Gehalt erhalten.
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von goteborgcity »

Um 15 Uhr 30 erklärte Victor Muller, dass er die nächste Instanz anrufen wird, da sein Antrag auf Rekonstruktion auf soliden Beinen stand und Vänersborg eine Fehlentscheidung fällte. Da nach dem Urteil des Amtsgerichts ist Saab jedoch nicht mehr gegen Konkurs geschützt. Ddie Gewerkschaft sowie der Verband der Ingenieurs erwägen nun in den nächsten Tagen einen Konkursantrag zu stellen.
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Gericht lehnt Gläubigerschutz ab

Beitrag von Karsten »

Das Amtsgericht im westschwedischen Vänersborg hat den Antrag von Saab auf Konkursverwaltung unter Gläubigerschutz abgelehnt. Damit droht dem schwedischen Automobilhersteller die Pleite. Saab will gegen die Entscheidung in die Berufung gehen. Die Gewerkschaften hatten vor der Gerichtsentscheidung angekündigt, dass sie wegen der nicht ausbezahlten Augustlöhne ein Konkursverfahren gegen Saab beantragen werden.

Die Schlinge zieht sich immer enger um den schwedischen Autohersteller Saab. Seit April liegt die Produktion still, weil die Zulieferer wegen nicht bezahlter Rechnungen die Lieferungen eingestellt haben. Der Absatz schwindet dahin. Löhne können nicht mehr ausbezahlt werden. Eventuelle Investoren in China sind in weiter Ferne. Jetzt ist auch der Plan vorerst gescheitert, das Unternehmen unter Zwangsverwaltung und Gläubigerschutz in einer Rekonstruktion neu aufzustellen.

Dabei hatte Unternehmenschef Victor Muller sich dieses Verfahren so sehr gewünscht: „Die Rekonstruktion ist ein freundliche Art das Unternehmen zu schützen. Dann können Angestellte bezahlt werden und die Produktion wieder anlaufen. Die Finanzierung wird dafür einfacher, weil man gegen die Gläubiger geschützt ist, als wenn man schutzlos dasteht.“

Gericht sieht Bedingungen nicht erfüllt

Dass das Amtsgericht diesem Antrag nicht stattgegeben hat, muss als schlechtes Zeichen gedeutet werden. Die gesetzlich geregelten Voraussetzungen seien nicht erfüllt, so die Begründung des Gerichts. Was bedeutet, dass die Saab-Pläne für eine Zukunft des Unternehmens offenbar nicht glaubwürdig genug waren, um den Antrag zu gewähren und Saab unter Zwangsverwaltung zu stellen. Das Gericht verweist in seiner Urteilsbegründung auch darauf, dass die finanziellen Probleme des Unternehmens weiter bestehen.

Gunnar Krantz vom Gericht bedauerte die Entscheidung. Das Gericht habe jedoch keine andere Möglichkeit gesehen: „Das war, wie vielleicht alle verstehen, eine schwere Entscheidung. Man kann das aber auch optimistisch sehen. Die Geschichte zeigt, dass wenn Unternehmen geschlossen werden, etwas Neues entsteht. Wir wissen noch nicht ob das so der Fall ist. Es gibt vielleicht noch weitere Rettungspläne.“

Schon einmal war Saab unter Zwangsverwaltung. Im Jahr 2009 als der damalige Eigentümer General Motors die Schweden im Regen stehen ließ und sich in letzter Minute mit Viktor Muller und Spyker Cars ein Retter fand.

Rettung durch China in weiter Ferne

Diese erneute Rettung scheint jetzt unwahrscheinlich. Zwar gibt es Zusagen der chinesischen Pang Da und Youngman, insgesamt 250 Millionen Euro in Saab investieren zu wollen. Doch dieses Geschäft muss erst durch die Mühlen der chinesischen Bürokratie und ist damit in weiter Ferne.

So lange werden die Gläubiger von Saab nicht warten wollen, auch wenn die Zulieferer signalisiert haben, dass sie mit dem Gang zum Konkursrichter warten wollen.

Von den Gewerkschaften dagegen war zu hören, dass ihnen nicht viel anderes übrig bleibe, als gegen Saab Konkurs zu beantragen, wenn ihre Mitglieder Aussicht auf wenigstens einen Teil der nicht bezahlten Löhne haben wollen.

Zu kleine Modellpalette

Auch Branchenexperten räumen Saab nur wenige Überlebenschancen ein. Das Unternehmen sei zu klein, die Modellpalette zu schmal und als Nischenhersteller könne Saab nicht mit Ferrari oder Porsche konkurrieren.

Wirtschaftsministerin Maud Olofsson gab sich unterdessen von der Gerichtsentscheidung überrascht und meinte, dass die Entscheidung noch nicht das Aus für Saab bedeute.

Saab hat nahezu unmittelbar nach der Bekanntgabe Einspruch gegen die Entscheidung einlegen wird. Der Fall wird damit an die nächste Instanz weiterverwiesen. Victor Muller hat die Gläubiger bis dahin um Geduld gebeten. Der Todeskampf von Saab geht langsam in die allerletzte Runde.

(Quelle: Radio Schweden)
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Insolvenzanträge gegen Saab

Beitrag von Karsten »

Zwei Gewerkschaften haben am Montag Insolvenzanträge gegen den Automobilhersteller Saab eingereicht. Zur Begründung erklärten Vertreter der Verbände Unionen und Ledarna, dieser Schritt sei notwendig, weil die Saab-Beschäftigten noch immer keine Lohnzahlungen erhalten hätten. Demgegenüber verzichtete die Gewerkschaft IF Metall zunächst auf einen Insolvenzantrag. Sprecher der Gewerkschaft erklärten, man hoffe noch immer auf eine Regelung zur Rekonstruktion des Unternehmens, denn damit hätten die Beschäftigten des Werkes bessere Aussichten auf die Auszahlung ihrer ausstehenden Löhne als bei einer Insolvenz.

Die Saab-Unternehmensleitung wollte am Montag Einspruch gegen die in der vergangenen Woche erfolgte gerichtliche Ablehnung von Gläubigerschutz einlegen. Der Antrag muss dann vom zuständigen Oberlandesgericht geprüft werden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Gericht lässt Prüfung von Rettungsprogramm zu

Beitrag von Karsten »

Das endgültige Aus für den schwedischen Autohersteller Saab ist vorerst abgewendet. Das zuständige Oberlandesgericht in Göteborg entschied am Montag, die Prüfung eines Restrukturierungsverfahrens für das von der Insolvenz bedrohte Unternehmen zuzulassen. Dabei geht es zunächst um Möglichkeiten der Erfüllung finanzieller Forderungen der Beschäftigten und der Zulieferer des Werkes.

Die Saab-Mitarbeiter warten noch immer auf die Auszahlung ihrer Löhne und Gehälter für August. Die Zulieferbetriebe hatten schon vor Monaten ihre Zusammenarbeit mit Saab eingestellt, weil das Unternehmen ausstehende Rechnungen nicht bezahlte. Deshalb ruht die Produktion seit April.

(Quelle: Radio Schweden)
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Konkurs abgewendet - Gericht befürwortet Gläubigerschutz

Beitrag von Karsten »

Der angeschlagene Autobauer Saab erhält den erhofften Gläubigerschutz. Das Berufungsgericht im schwedischen Vänersborg hat die Entscheidung aus erster Instanz zurückgezogen und Saab eine umfassende Restrukturierung gestattet. Für Mitarbeiter, die ihr Gehalt nicht pünktlich bekommen haben, tritt somit die staatliche Lohngarantie in Kraft.

Insgesamt 3 400 Angestellte haben noch immer keinen Lohn für August erhalten. Sie können nun mit einer baldigen Auszahlung rechnen. Repräsentanten der Gewerkschaften IF Metall und Unionen äußerten sich nach dem Urteil erleichtert. Man werde nun die Insolvenzanträge zurückziehen. Die Gewerkschaften hatten die Anträge eingereicht, um die ausstehenden Gehälter zu sichern. Aus Geldnot steht bei Saab seit Monaten die Produktion still.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab lebt weiter - Metaller ziehen Insolvenzantrag zurück

Beitrag von Karsten »

Nachdem die Saab-Mitarbeiter mit Hilfe der staatlichen Lohngarantie ihre Gehälter bekommen haben, hat nun auch die Metallgewerkschaft ihren Antrag auf Insolvenz zurückgezogen. Dies teilte das Amtsgericht Vänersborg am Mittwoch mit. Damit wird der Fall beim Amtsgericht abgeschrieben. Bereits seit vergangenem Donnerstag ruhen die Insolvenzanträge der Angestelltengewerkschaft Unionen sowie der Gewerkschaft für Führungskräfte, Ledarna. Zuvor hatte das Berufungsgericht in Vänersborg seine Entscheidung aus erster Instanz zurückgezogen und Saab eine umfassende Restrukturierung gestattet.

(Quelle: Radio Schweden)
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Kauft Volvo-Eigentümer Saab?

Beitrag von Karsten »

Nach Informationen der Tageszeitung Dagens Nyheter hat Volvos chinesischer Eigentümer Geely Interesse am krisengeschüttelten Automobilhersteller Saab geäußert. In einem Artikel heißt es, Geely sei daran interessiert, die Marke Saab vor dem Verschwinden zu retten. Im Frühjahr hatte Saab-Vorstand Muller eine Absprache mit dem chinesischen Unternehmen Youngman getroffen. Youngman soll umgerechnet rund 70 Millionen Euro (640 Mio. SEK) investieren und zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam mit einem weiteren chinesischen Unternehmen, Pang Da, als Teileigentümer einsteigen. Diese Absprache sei durch eine eventuelle Einmischung Geely's gefährdet, heißt es in der Zeitung. Unterdessen hat ein Unternehmenssprecher von Geelys in Hongkong das Kaufinteresse des Unternehmens an Saab dementiert, berichtet der Schwedische Rundfunk.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab vor dem endgültigen Aus?

Beitrag von Karsten »

Dem angeschlagenen schwedischen Automobilhersteller Saab droht der Abbruch des Konkursverfahrens unter Gläubigerschutz. Laut einer Pressemitteilung des Saab-Eigentümers Swedish Automobile, hat der Konkursverwalter die Beendigung des Verfahrens beantragt. Damit würden staatliche Garantien für die Saab-Gläubiger entfallen und das Unternehmen müsste Konkurs anmelden. Saab will den bisherigen Konkursverwalter dagegen austauschen und das Verfahren fortsetzen. Über einen Abbruch muss jetzt das Amtsgericht in Trollhättan entscheiden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Lösung von Saabs Problemen an Muller vorbei?

Beitrag von Karsten »

Steht der einstige Retter von Saab, der Niederländer Victor Muller, der erneuten Rettung des Unternehmens im Wege? Nach Bekanntgabe von Konkursverwalter Guy Lofalk, das Verfahren unter Gläubigerschutz abzubrechen, droht dem angeschlagenen Automobilhersteller das Aus. Gleichzeitig wurde aber bekannt, dass die chinesischen Investoren Youngman und Pang Da, direkt in Saab einsteigen wollen, gegen den Willen von Muller und ohne Beteiligung des von ihm geführten Saab-Eigentümers Swedish Automobile.

(Quelle: Radio Schweden)
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Youngman und Pang Da doch an Saab interessiert

Beitrag von Karsten »

Die beiden chinesischen Partner des Autoherstellers Saab, Youngman und Pang Da, halten an ihrer Zusage vom Sommer fest, Kapital in das schwedische Unternehmen zu pumpen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine chinesische Börsenmitteilung. Erst am Sonntag hatte Saab-Chef Victor Muller den Vertrag aus Enttäuschung darüber gekündigt, dass die Partner ihren angekündigten Finanzhilfen während des Gläubigerschutzverfahrens nicht nachgekommen seien. Nach dem Bescheid der chinesischen Interessenten schnellte die Saab-Aktie an der Amsterdamer Börse um über zehn Prozent in die Höhe.

Gleichzeitig warten die Arbeiter und Angestellten auch in diesem Monat wieder auf die Auszahlung der Löhne und Gehälter, berichtet der Schwedische Rundfunk. Die staatliche Lohngarantie deckt nur die ersten 21 Tage des Monats, für die restlichen Tage muss Saab aufkommen. Die Pressestelle wollte nicht mitteilen, ob das Unternehmen dazu in der Lage ist.

(Quelle: Radio Schweden)
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Re: Erneut Krise bei Saab

Beitrag von kapehei »

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Saab wird chinesisch

Beitrag von Karsten »

Nach Volvo steht nun auch Saab eine chinesische Übernahme ins Haus. Wie das westschwedische Unternehmen am Freitagmorgen bekannt gab, werden die chinesischen Unternehmen Pang Da und Youngman sämtliche Saab-Aktien erwerben. Der Umfang des Geschäfts beläuft sich demnach auf umgerechnet 11 Millionen Euro. Damit zeichnet sich ein Ende der Dauerkrise beim Autohersteller in Trollhättan ab. Noch-Chef Victor Muller erklärte gegenüber Medien, er sei glücklich über die chinesische Übernahme. Die Zukunft des Traditionsunternehmens sei gesichert.

Wie immer ohne Angst vor zu großen Worten begeisterte sich Saab-Chef Victor Muller beim Telefonat mit dem Schwedischen Rundfunk über seinen letzten Streich: „Es ist fantastisch, die Zukunft des Unternehmens ist gesichert. Es ist schön, dass die lange Zeit der Unsicherheit nun zu Ende ist. Wir können unsere Schulden bezahlen, die Produktion anschieben, neue Modelle auf den Markt bringen und nach China expandieren.“

Auf die Frage, wie er dazu stehe, künftig nicht mehr Vorstandsvorsitzender bei Saab zu sein, antwortete Muller: „Ich habe nie Chef bei Saab sein wollen, das war von Anfang an nur befristet. Die Übernahme nun ebnet den Weg für einen neuen Vorstandsvorsitzenden, nach dem wir lange gesucht haben.“

Mehr Geld aus China

Die chinesischen Unternehmen Pang Da und Youngman haben zunächst eine Absichtserklärung zum Kauf sämtlicher Saab-Aktien unterzeichnet, die bis zum 15. November Gültigkeit hat. Das geht aus dem Schreiben von Konkursverwalter Guy Lofalk an das Amtsgericht Vänersborg hervor. Demnach haben sich die Chinesen auch bereit erklärt, die nötigen Gelder zuzuschießen, damit das Gläubigerschutzverfahren sowie ein Finanzierungsplan für das Unternehmen gesichert seien.

Auch aus dem Schreiben Lofalks an das Amtsgericht spricht eine gewisse Erleichterung über die chinesische Übernahme: „Unter Berücksichtigung der großen Anzahl Arbeitsplätze und deren Bedeutung für die Region sowie der großen Wertezerstörung als Folge einer Insolvenz meine ich, dass die neuen Voraussetzungen gründlich geprüft werden müssen, bevor eine Entscheidung über den Abbruch des Verfahrens fallen kann.“

Erst vor wenigen Tagen hatte Lofalk damit gedroht, das Verfahren zu beenden.

Insbesondere jedoch den Gewerkschaften ist ob der Absichtserklärung ein Stein vom Herzen gefallen. Seit April stehen die Bänder bei Saab still, die Auszahlung der Löhne und Gehälter hat sich in den vergangenen Monaten stets als Zitterpartie erwiesen.

„Produktion bleibt in Trollhättan"

Der Nachrichtenagentur TT sagte der Vorsitzende der Metall-Gewerkschaft, Stefan Löfvén, die angestrebte Lösung sei nicht nur wichtig für Saab, sondern für ganz Schweden. Der Automarkt sei unerbittlich, und die Kompetenz bei Saab würde der übrigen schwedischen Industrie eine Reihe von Vorteilen verschaffen. Löfvén glaubt wie viele andere Betroffene daran, dass der Standort Trollhättan auch künftig erhalten bleibt und Saab damit einer ähnlich sicheren Zukunft entgegenrolle wie Volvo unter der Führung der chinesischen Geely. Saab-Chef Muller nährte diese Hoffnungen am Freitagmorgen: „Selbstverständlich bleibt die Produktion in Schweden.“

(Quelle: Radio Schweden)
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Bereicherte sich der Saab-Chef ungesetzlich?

Beitrag von Karsten »

Die Gelder, die der Chef des Autobauers Saab, Victor Muller, im vergangenen Jahr entgegengenommen hat, sind möglicherweise unrechtmäßig erworben. Es könne sich um einen Gesetzesverstoß handeln, sagte Saab-Konkursverwalter Rolf Åbjörnsson im Schwedischen Fernsehen. Man dürfe keine Gelder aus einem instabilen Unternehmen abziehen, sofern dies nicht dem Unternehmen diene.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Muller von Saab Automobile sowie von Swedish Automobile Beträge in Millionenhöhe in Form von Gehalt, Beratervergütung, Boni und Aktienprogrammen entgegengenommen hatte. Auch 2011 soll er monatlich Vergütungen für Beratertätigkeit entgegengenommen haben. Gleichzeitig hatte sich die Situation bei Saab zugespitzt. Das Unternehmen hatte seine Zulieferer nicht mehr bezahlen und Löhne vielfach nicht pünktlich auszahlen können. Mehrere Mitarbeiter hatten daraufhin Kredite aufnehmen müssen.

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Grünes Licht für Fortsetzung der Sanierung

Beitrag von Karsten »

Saabs Aussichten haben sich deutlich verbessert. Das Amtsgericht im westschwedischen Vänersborg hat am Montag einer Fortsetzung des Konkursverfahrens unter Gläubigerschutz zugestimmt. Gleichzeitig kündigten die neuen Eigentümer aus China an, umgerechnet 615 Millionen Euro in Produktion und Entwicklung neuer Modelle investieren zu wollen. Die Saab-Unternehmensleitung gab unterdessen den Abbau von Arbeitsplätzen bekannt.

500 der gut 3.600 Stellen sollen bei Saab gestrichen werden. 2014 will das hoch verschuldete Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben. Mit diesem Bescheid traf die Saab-Unternehmensleitung am Montag die Gläubiger des Unternehmens. Mit den neuen Investoren Youngman und Pang Da im Rücken konnte Saab seine Gläubiger und das Amtsgericht in Vänersborg davon überzeugen, dass das Unternehmen überlebensfähig ist. Momentan herrscht aber noch Ebbe in der Kasse. Deshalb ist Saab auf das Konkursverfahren unter Gläubigerschutz angewiesen.

Die Chinesen haben zwar angekündigt, dass sie schon bald Gelder fließen lassen könnten, doch bedarf der Deal der Genehmigung durch verschiedene Behörden, der Europäischen Investitionsbank EIB sowie durch den ehemaligen amerikanischen Saab-Eigentümer General Motors.

Entwicklung neuer Modelle

Gleichzeitig wurde im Vorfeld des Treffens bekannt, dass die Chinesen massiv in die Entwicklung neuer Modelle investieren wollen. Auch die Produktion soll nach Angaben von Youngman in Schweden verbleiben. Saab ist im internationalen Vergleich ein kleiner Hersteller mit nur wenigen Modellen. Umgerechnet rund 615 Millionen Euro wollen Youngman und Pang Da laut Angaben des Schwedischen Fernsehens in den nächsten beiden Jahren in die Entwicklung eines Kleinwagens und möglicherweise auch eines größeren Modells stecken. Zudem muss die Serie 9-3 dringend aufgefrischt werden.

Die Frage ist also, ob die Mittel ausreichen werden. Martin Sköld von der Stockholmer Handelshochschule glaubt jedenfalls, dass Saab wieder eine Zukunft hat: „Es ist die Frage, ob die neuen Eigentümer genügend Kapital haben. Die Kompetenzen und das Können liegen bei Saab. Das hat ja die Mitarbeiter die ganze Zeit hoffen lassen. Die Motivation ist also da.“

Die chinesischen Investoren sind offenbar bereit, viel Geld für das Know-How im westschwedischen Trollhättan, hochwertige Autos zu bauen, hinzublättern. Die Chinesen rechnen damit, dass sie langfristig über zwei Milliarden Euro in die Hand nehmen müssen, so ein Mitglied der Saab-Geschäftsführung gegenüber dem Schwedischen Rundfunk. Wie allerdings Saab allein durch Produktion und Verkauf bereits in drei Jahren wieder Gewinne erwirtschaften wird, weiß bisher nur die Unternehmensleitung. Es wäre eine Erfahrung, die das Unternehmen seit den 1980er Jahren nur in Ausnahmefällen erlebt hat.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Chinesische Regierung unterstützt Saab-Deal

Beitrag von Karsten »

Der chinesische Industrieminister, Miao Wei, unterstützt „im Prinzip“ das Vorhaben von Youngman und Pang Da, den krisengeschüttelten schwedischen Autobauer Saab zu übernehmen. Dies bestätigte Wei gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters in Schanghai. Die beiden chinesischen Unternehmen wollen Saab zu 100 Prozent übernehmen und in den kommenden Jahren groß in Entwicklung und Produktion investieren. Bei Saab stehen seit April wegen Verbindlichkeiten die Bänder still. Das Geschäft mit den Chinesen muss noch von mehreren Behörden in China und Europa sowie vom ehemaligen Saab-Eigentümer General Motors abgesegnet werden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Lässt GM die Saab-Rettung platzen?

Beitrag von Karsten »

Der frühere Saab-Eigentümer General Motors verweigert den Verkauf der technischen Lizenzen für die neuesten Saab-Modelle an die chinesischen Erwerber des schwedischen Auto-Herstellers. Ein GM-Sprecher sagte in Detroit, die Herausgabe der Lizenzen liege nicht im Interesse der Aktionäre von General Motors. Damit wird die Produktion der Neuner-Modellreihe unter chinesischer Regie vorerst blockiert. Eine Stellungnahme der chinesischen Saab-Eigentümer zu dem Schritt von General Motors lag am Montagabend zunächst nicht vor.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab verhandelt weiter mit China

Beitrag von Karsten »

Trotz des abschlägigen Bescheids von General Motors zur vollständigen chinesischen Übernahme der ehemaligen Tochter Saab gehen die Verhandlungen weiter. Gegenüber dem Schwedischen Rundfunk betonte Saab-Chef Victor Muller, die Verträge mit den chinesischen Partnern Youngman und Pang Da müssten neu aufgesetzt werden. Damit werde der Versuch fortgesetzt, GM von der Übernahme zu überzeugen.

Aus der Pressestelle bei Saab hieß es am Dienstag, man suche nach einer gemeinsamen Struktur, die es allen recht mache. Experten zufolge war es abzusehen, dass GM den Verkauf der technischen Lizenzen für die neuesten Saab-Modelle verweigern würde. Eine Absprache mit GM im Vorfeld der Verhandlungen zur Absichtserklärung zwischen Saab, Youngman und Pang Da hätte sich demzufolge angeboten. Die Absichtserklärung hat bis zum 15. November Gültigkeit.

(Quelle: Radio Schweden)
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Schicksalstag bei Saab

Beitrag von Karsten »

Einmal mehr zieht sich die Schlinge beim schwedischen Autohersteller Saab zu. Am heutigen Dienstag läuft die Absichtserklärung zwischen Saab und seinen chinesischen Partnern Youngman und Pang Da zur vollständigen Übernahme des Autobauers aus.

Noch hat der ehemalige Eigentümer General Motors dem Verkauf nicht zugestimmt. GM weigert sich bislang, wichtige Techniklizenzen abzugeben. Aus der Presseabteilung des Unternehmens hieß es unterdessen, Swedish Automobile wolle den Exklusivvertrag mit den Chinesen verlängern, um weiter über einen bindenden Vertrag verhandeln zu können. Das wichtigste Datum für Saab sei der 22. November, so die Pressesprecherin. Dann muss Saab den Gläubigern eine Lösung für die finanziellen Schwierigkeiten präsentieren.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Saab weiter im Vakuum

Beitrag von Karsten »

Der Überlebenskampf des angeschlagenen Autobauers Saab verlängert sich weiter. Am Dienstag hatte die Absichtserklärung zwischen Saab und seinen chinesischen Partnern Youngman und Pang Da über eine vollständige Saab-Übernahme ursprünglich auslaufen und in einen verbindlichen Vertrag münden sollen. Der ehemalige Eigentümer General Motors weigert sich jedoch nach wie vor, dem Verkauf wichtiger Technik-Lizenzen zuzustimmen. Wie die schwedische Nachrichtenagentur TT berichtet, halten die Chinesen gleichwohl am Ziel einer 100-prozentigen Eignerschaft fest. Als Schicksalsdatum für Saab gilt nun stattdessen der 22. November. Bis dahin muss Saab den Gläubigern einen Abbezahlungsplan präsentieren. Ohne eine langsichtige Eigner-Lösung gilt dies als unmöglich.

(Quelle: Radio Schweden)
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GM-Widerstand bröckelt offenbar

Beitrag von Karsten »

Im Patt um den angeschlagenen schwedischen Automobilhersteller scheint Bewegung zu kommen. Laut chinesischen Medienberichten ist der Chef des potentiellen Saab-Käufers Pang Da auf dem Weg nach Schweden. Ursache der Reise sei, dass der ehemalige Saab-Eigentümer General Motors offenbar seine ablehnende Haltung gegenüber dem Geschäft aufgegeben habe.

GM muss der Übernahme von Saab durch Pang Da und Youngman erst zustimmen und hat dies bisher abgelehnt. Unterdessen meldet die schwedische Wirtschaftszeitung Dagens Industri, dass sich Saab offenbar um eine Verschiebung des für den 22. November angesetzten Gläubigertreffens bemüht. Dort muss Saab eine Lösung für die ausstehenden Zahlungen an Arbeitnehmer und Zulieferer präsentieren.

(Quelle: Radio Schweden)
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Chinesen wollen Saab-Löhne bezahlen

Beitrag von Karsten »

Im Warten auf einen Bescheid von General Motors zur Übernahme von Saab durch die chinesischen Spekulanten Youngman und Pang Da wollen die Chinesen die November-Löhne und -Gehälter der Arbeiter und Angestellten in Trollhättan übernehmen. Die Youngman-Chefin Rachel Pang sagte der Nachrichtenagentur TT, es liefen Diskussionen, wie die Frage nach der Bezahlung gelöst werden könne. Kurz vor der vollständigen Übernahme der chinesischen Unternehmen hatte der ehemalige Saab-Eigentümer GM das Geschäft platzen lassen und ein Veto gegen den Verkauf wichtiger Techniklizenzen eingelegt. Ob und wann GM von seinem Nein abweicht, ist derzeit noch unklar.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab-Mitarbeiter fürchten um Lohn

Beitrag von Karsten »

Einen Tag vor dem regulären Gehaltstag war am Donnerstag weiter unklar, ob die Angestellten des angeschlagenen Autobauers Saab ihre Löhne für November pünktlich erhalten werden. Man arbeite so hart man könne, um dies zu gewährleisten, sagte ein Saab-Sprecher der Nachrichtenagentur TT. In den vergangenen Monaten hatte sich die Lohnauszahlung bei Saab mehrfach verzögert. Mehrere Angestellte waren daraufhin gezwungen gewesen, privat Kredite aufzunehmen. Die Zukunft des Unternehmens ist unterdessen weiter ungewiss. Der Sprecher sagte am Donnerstag, zu den Bemühungen um einen Verkauf von Saab an die chinesischen Interessenten Pang Da und Youngman habe er keine Informationen. Es gehe darum, sich mit dem bisherigen Eigner General Motors zu einigen. Pang Da und Youngman wollten das Geschäft spätestens am Freitag tätigen.

(Quelle: Radio Schweden)
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Früherer Saab-Spekulant Antonow festgenommen

Beitrag von Karsten »

Der russische Geschäftsmann Wladimir Antonow, der einst den angeschlagenen Autobauer Saab hatte erwerben wollen, ist gemeinsam mit einem litauischen Geschäftspartner in London festgenommen worden. Antonow und sein Partner werden in Litauen des Bankenbetrugs verdächtigt. Der skandalumwitterte Russe hatte im Blickpunkt schwedischer Medien gestanden, seit der niederländische Autobauer Spyker Saab erworben hatte. Antonow war zuvor Groβaktionär bei Spyker gewesen, hatte im Zuge der Übernahme aber seine Aktien verkaufen müssen, da der frühere Eigner General Motors ihn der Beteiligung an Wirtschaftsverbrechen verdächtigte. Laut eigener Aussage fungiert er aber weiterhin als Kreditgeber für Spyker.

(Quelle: Radio Schweden)
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Saab braucht weiteren chinesischen Teilhaber

Beitrag von Karsten »

Während die Arbeiter und Angestellten beim Autorhersteller Saab abermals auf ihre Gehälter warten, sucht das Unternehmen nach einem dritten chinesischer Partner. Nach Angaben der Zeitung Dagens Industri laufen derzeit Sondierungsgespräche mit verschiedenen regionalen Staatsfonds, darunter in der Provinz Erdos, in der Saab-Spekulant Pang Da Fabriken betreibt.

Sollte ein dritter Teilhaber bei Saab einsteigen, gilt die Zustimmung des ehemaligen Eigentümers General Motors als sicher. GM sperrt sich derzeit gegen eine Mehrheitsbeteiligung von Pang Da. Gleichzeitig fordern chinesische Behörden, dass Saab nach der Übernahme komplett chinesisch sein muss. Konkursverwalter Guy Lofalk befindet sich derzeit für ein Treffen mit GM-Vertretern in den USA, schreibt das Blatt.

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Saab-Beschäftigte warten auf ihre Löhne

Beitrag von Karsten »

Die rund 4.000 Beschäftigten des Saab-Automobilwerkes in Trollhättan warten weiterhin auf die Auszahlung ihrer November-Löhne. Ein Sprecher des um seine Existenz ringenden Unternehmens sagte, der niederländische Eigentümer habe bisher nicht verbindlich mitgeteilt, wann die Zahlung zu erwarten sei. Kürzlich hatten die am Kauf von Saab interessierten chinesischen Unternehmen Youngman und Pang Da versichert, sie würden das Lohngeld bereitstellen, sobald die Behörden in Peking die erforderliche Zustimmung erteilt hätten. Diese Genehmigung lag auch am Montag noch nicht vor.

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Saab im Rückwärtsgang

Beitrag von Karsten »

Der angeschlagene Automobilbauer Saab verdient kaum Geld. Laut dem am Mittwochabend vorgestellten Bericht für das dritte Quartal weist der Saab-Eigentümer Swedish Automobile einen Verlust vor Steuern von 87,5 Millionen Euro aus. Insgesamt wurden 1.235 Autos verkauft.

Die Produktion von Neuwagen im westschwedischen Trollhättan liegt seit Monaten so gut wie still. Es wurden lediglich 130 Einheiten gefertigt, weil die Zulieferer seit Monaten nicht mehr an Saab liefern, da das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Saab-Chef Viktor Muller spricht von einer sehr angestrengten Situation.

Im Quartalsbericht des Unternehmens heißt es weiter, dass es zum Konkurs führen kann, wenn es Saab nicht gelingt, Investoren zu gewinnen. Zurzeit verhindert ein Veto des ehemaligen Eigentümers General Motors, die Übernahme von Saab durch Pang Da und Youngman aus China.

Unterdessen haben die Gewerkschaften der Ingenieure sowie des wissenschaftlichen Personals angekündigt, Saab zur Zahlung der bisher ausgebliebenen Novemberlöhne aufzufordern. Kann Saab dieser Aufforderung nicht nachkommen, und die Gewerkschaften bestehen auf ihren Forderungen, droht dem Unternehmen der Abbruch des Gläubigerschutzes und damit der Konkurs. Die Metallarbeitergewerkschaft will dagegen bis auf weiteres ihre Lohnforderungen nicht weiter verfolgen.

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VVerhandlungen um Eigentümerwechsel gehen weiter

Beitrag von Karsten »

Saabs Eigentümergesellschaft Swedish Automobile steht derzeit mit dem chinesischen Bus- und LKW-Bauer Youngman und einer chinesischen Bank in Verhandlungen. Laut einer Pressemitteilung von Swedish Automobile sollen die Verhandlungen in Geldflüsse aus China münden, mit deren Hilfe man die Novemberlöhne zahlen könne, auf die die Angestellten in Trollhättan noch immer warten. Wie die Nachrichtenagentur TT berichtet, ist noch völlig unklar, was bei den Diskussionen um Anteile an Saab herauskommen wird, da eine Zustimmung von General Motors bisher unsicher ist. Ebenfalls unklar ist bisher, ob das chinesische Unternehmen Pang Da weiterhin involviert ist.

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Saab vor dem endgültigen Aus?

Beitrag von Karsten »

Dem angeschlagenen schwedischen Automobilhersteller Saab droht der Abbruch des Konkursverfahrens unter Gläubigerschutz. Laut einer Pressemitteilung des Saab-Eigentümers Swedish Automobile, hat der Konkursverwalter die Beendigung des Verfahrens beantragt. Damit würden staatliche Garantien für die Saab-Gläubiger entfallen und das Unternehmen müsste Konkurs anmelden. Saab will den bisherigen Konkursverwalter dagegen austauschen und das Verfahren fortsetzen. Über einen Abbruch muss jetzt das Amtsgericht in Trollhättan entscheiden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Schuldenverwalter: Saab-Rettung abbrechen

Beitrag von Karsten »

Der Schuldenverwalter des Automobilherstellers Saab, Guy Lofalk, hat erneut den Abbruch der Saabrettung beantragt. Laut einer Pressemitteilung des Saab-Eigentümers Swedish Automobile hat er sein Begehren dem Amtsgericht in Vänersborg vorgelegt. Swedish Automobile hat jetzt etwa eine Woche Zeit, weitere Schritte zu planen und mit potentiellen Käufern wie etwa Youngman zu einer Lösung zu kommen.

Das Unternehmen braucht dringend eine Finanzspritze, um Löhne und Schulden zu bezahlen. Sollte das Amtsgericht die Rettung abbrechen, wird Saab in Konkurs gehen müssen. Laut der Nachrichtenagentur TT braucht das Gericht etwa zwei Wochen, um in der Sache zu entscheiden. Bereits im Oktober hatte Lofalk beantragt, die Rettung des Unternehmens aufzugeben, zog den Antrag jedoch zurück, da Pläne der chinesischen Firmen Youngman und Pang Da bekannt wurden, Saab zu übernehmen.

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Kurze Verschnaufpause dank chinesischer Unterstützung

Beitrag von Karsten »

Neues Geld aus China verschafft dem angeschlagenen Automobilhersteller Saab eine kurze Atempause. Wie die Wirtschaftszeitung Dagens Industri berichtet, soll Youngman aus China umgerechnet knapp 4 Millionen Euro nach Schweden überwiesen haben, damit Saab seinen Steuerverpflichtungen nachkommen kann. Die Löhne an die Angestellten und die Rechnungen der Zulieferer können damit jedoch nicht beglichen werden. Die Lage für die schwedische Traditionsmarke spitzt sich unterdessen immer mehr zu, nachdem nun auch ein Vorstandsmitglied seinen Posten verlassen hat.

(Quelle: Radio Schweden)
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Gerüchte über bevorstehende Saab-Insolvenz

Beitrag von Karsten »

Die Amsterdamer Börse stoppte am Nachmittag den Handel mit der Aktie von Swedish Automobile, dem Mutterkonzern des schwedischen Autoherstellers Saab. Grund waren in schwedischen Medien florierende Gerüchte über einen kurz bevorstehenden Konkurs von Saab. So hatte unter anderem die Wirtschaftszeitung Dagens Industrie unter Berufung auf verschiedene Quellen am Morgen gemeldet, ein Insolvenzantrag sei im Laufe des Montags zu erwarten. Andere Quellen widersprachen dem jedoch. In der vorigen Woche hatte der staatlich bestellte Zwangsverwalter, Guy Lofalk, den Rekonstruktionsprozess abgebrochen, da er keine Aussicht auf Erfolg mehr sah.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Zwangsverwalter hat genug

Beitrag von Karsten »

Der Zwangsverwalter von Saab, Guy Lofalk, möchte die Leitung des Gläubigerschutzverfahrens so schnell wie möglich abgeben. Laut Angaben der Nachrichtenagentur TT von Mittwochabend, hat Lofalk das Amtsgericht Vänersborg gebeten, ihn von seinem Auftrag zu entbinden. Saab-Chef Viktor Muller, mit dem Lofalk offenbar Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit hatte, begrüßte den Schritt Lofalks. Neuer Verwalter wird voraussichtlich der Anwalt Lars-Henrik Andersson. Formell wird dies bei den Verhandlungen vor dem Amtsgericht am kommenden Montag bestätigt. Dazu will auch der chinesische Saab-Spekulant Youngman hohe Vertreter nach Westschweden schicken.

(Quelle: Radio Schweden)
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