Seit 1991 verleiht die Stadt Osnabrück alle zwei Jahre den nach dem weltbekannten, in Osnabrück geborenen Schriftsteller Erich Maria Remarque benannten Friedenspreis. In diesem Jahr wird die Auszeichnung zum zehnten Mal vergeben.
Den mit 25.000 Euro dotierten Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis erhält der 1948 in Stockholm geborene schwedische Theaterregisseur und Schriftsteller Henning Mankell für sein Afrika-Werk. Der 1971 in Thun geborene Schweizer Dramatiker und Autor Lukas Bärfuss erhält den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis für sein Afrika-Buch "Hundert Tage". Beide Preisträger verbindet eine ausdrucksstarke engagierte literarische Auseinandersetzung mit den Konflikten des Kontinents Afrika vor dem Hintergrund von Kolonialismus und Neokolonialismus.
Die Preisverleihung findet am 18. September im Friedenssaal des historischen Rathauses der Stadt Osnabrück statt.
Henning Mankells Verbindung zu Afrika entstand schon 1972, als er zum ersten Mal nach Guinea-Bissau reiste. 1986 übernahm er die Leitung des Teatro Avenida in Maputo/Mosambik, wo er bis heute mehr als die Hälfte des Jahres verbringt. Seitdem ist Afrika die zweite Heimat des schwedischen Autors. Sein Leben und Engagement vor Ort inspirierte ihn zu seinem variationsreichen Afrika-Werk, das dem Werk Erich-Maria Remarques auf eindrucksvolle Weise entspricht. Hervorzuheben aus seinen vielen mit Afrika befassten Büchern sind "Der Chronist der Winde" und "Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt", vor allen aber "Die flüsternden Seelen" - ein historisches und zugleich poetisches Werk, das weltliterarischen Rang hat.
(Quelle: Schwedische Botschaft Berlin)
Henning Mankell erhält Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis 09
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