Sexkauf in Schweden und Strafverfolgung

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goteborgcity
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Sexkauf in Schweden und Strafverfolgung

Beitrag von goteborgcity »

Der Kauf von sexuellen Diensten ist in Schweden unter Strafe gestellt, im Gegensatz zur Prostitution, die völlig legal ist. Während bereits nur wenige Käufer in die Maschen der Justiz geraten, zeigt eine Untersuchung des Radioprogramms Kaliber nun, dass vor allem jene, die zur oberen Einkommenskategorie gehören nur eine relativ geringe Strafe bezahlen müssen und Geringverdiener bisweilen zuviel bezahlen müssen.

Nach den geltenden Gesetzen müssen bei Sexkauf die Käufer Tagessätze bezahlen, die von ihrem Einkommen abhängig sind und zwischen 50 Kronen und 1000 Kronen liegen. Ein Arbeitsloser oder Geringverdiener muss daher mindestens 2500 Kronen an die Staatskasse bezahlen und jemand mit hohem Einkommen den Maximalbetrag von 50.000 Kronen. Gerade Großverdiener erhielten, gemäß der jüngsten Untersuchung, zwischen den Jahren 2005 und 2008 bisweilen einen Rabatt von bis zu 23.000 Kronen, selbst wenn es sich um Sex mit Jugendlichen handelte.

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torsten1
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Re: Sexkauf in Schweden und Strafverfolgung

Beitrag von torsten1 »

Sexkauf? Prostitution? Worin unterscheiden die sich denn? Oder: Was ist Sexkauf?
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
goteborgcity
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Re: Sexkauf in Schweden und Strafverfolgung

Beitrag von goteborgcity »

In Schweden macht man den Unterschied zwischen einem Angebot an Sex, das als Prostitution läuft und dem Kauf von Sex. Eine Frau hat also das Recht an der Strasse zu stehen und Kunden zu suchen, sie kann Anzeigen im Netz aufgeben etc. Das Angebot als solches ist immer straffrei, selbst wenn sich Minderjährige anbieten. Wobei sich bei Minderjährigen jedoch das Sozialamt einschalten kann.

Es ist jedoch in Schweden verboten Sex jeder Art zu kaufen, was bedeutet, dass sich Männer strafbar machen, wenn sie das Angebot einer Prostituierten akzeptieren. Vor allem in den Städten gibt es daher eine Spezialeinheit der Polizei, die Strassenstrich und Internet überwachen. Zu einer Verurteilung reicht es, wenn ein Mann mit einer Prostituierten im Hotel verschwindet und dann nach "angemessener" Zeit allein oder mit Frau das Hotel wieder verlässt.

In Stockholm und Malmö geben sich mittlerweile weibliche Polizisten als Prostituierte aus und stellen sich selbst an die Strasse um illegale Käufer zu finden. Quatschen die Männer dann eine Polizistin an, so wird das Gespräch aufgezeichnet. Sobald dann über Geld geredet wird, fällt die Falle zu und der Mann bekommt eine Anzeige.

Theoretisch gilt dieses Gesetz auch für Ausländer, wobei jedoch bisher noch nie ein Nicht-Schwede auch eine Anzeige bekam.
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torsten1
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Re: Sexkauf in Schweden und Strafverfolgung

Beitrag von torsten1 »

Ach du grüne Neune, ich enthalte mich lieber jeder verbalen Beurteilung!!! :roll:
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kallerö
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Re: Sexkauf in Schweden und Strafverfolgung

Beitrag von kallerö »

Ich finde, das zeigt sehr gut, welch merkwuerdige Moralvorstellungen teilweise schon noch vorhanden sind.
Ist das nicht krank, der Verkauf und das Anbieten sind erlaubt und der Kauf wird nicht nur bestraft sondern die Männer werden auch noch herausgefordert?
Darueber konnte ich mich schon immer aufregen, besonders wenn dann die schwedische Presse wieder ueber böse Sittlichkeitsverbrecher herzieht, die einer Frau an den Po gefasst haben.
In solchen Dingen gibt es hier eben eine unmögliche Doppelmoral.
Das ist genauso mit den Totalabstinenzlern unter den Politikern, die hier teilweise öffentlich selbst das Trinken eines Bieres wie eine Straftat anprangern und jeglichen Alkohol verbieten wollen.
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