Die Bauarbeitergewerkschaft in der südschwedischen Provinz Skåne greift zu außergewöhnlichen Mitteln, um neue Mitglieder zu werben. Auf immer mehr Großbaustellen werden polnisch- und deutschsprachige Werber geschickt.
An zahlreichen größeren und großen Bauprojekten in Skåne sind heute ausländische Baufirmen engagiert. Die Entfernung zum Festland ist gering und die Angebote der Firmen – vorrangig aus Polen und Deutschland – sind in Krisenzeiten konkurrenzfähig. So kommt es, dass auf südschwedischen Baustellen viele Arbeiter tätig sind, die der schwedischen Sprache kaum mächtig sind. Cezary Mozalewski besucht im Auftrag der Bauarbeitergewerkschaft regelmäßig Baustellen mit ausländischen Arbeitern. Sein Trumpf: Der gebürtige Pole spricht neben seiner Muttersprache auch deutsch. „Die Arbeiter sind oft überrascht, wenn jemand kommt, der deutsch und polnisch spricht. Sie freuen sich, dass sie nicht selbst anstrengend auf Schwedisch radebrechen müssen, um mit uns Gewerkschaftsobmännern zu kommunizieren.“
Angst vor Repressalien
Allerdings hätten die Gastarbeiter häufiger Angst vor einem Gewerkschaftsbeitritt als ihre schwedischen Kollegen. Es sei schon vorgekommen, dass Arbeiter, die beitraten, kurz darauf nach Polen zurückgeschickt wurden, so Mozalewski. Aber je länger die ausländischen Unternehmen im Lande sind, desto häufiger nehmen die Arbeiter auch von sich aus Kontakt zur schwedischen Gewerkschaft auf: „Es rufen etwa zwei Interessenten pro Tag an. Nach ungefähr zwei Kontakten mit uns treten die meisten bei“, sagt Cesary Mozalewski.
(Quelle: Radio Schweden)
Mitgliederwerbung auf Deutsch und Polnisch
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Re: Mitgliederwerbung auf Deutsch und Polnisch
Dann erklärt sich auch, warum letzte Woche am Freitag der dänische Zoll in Gedser vor der Abfahrt nach Rostock Deutsche und Polen auf ihre Arbeitserlaubnis hin kontrollierte.
Ein mitreisender Deutscher berichtete von großen Protesten der dänischen Gewerkschaften gegen die Praxis, Deutsche und Polen als Bauarbeiter in den Norden zu holen. Beide sollen wohl zu Dumpinglöhnen arbeiten.
Daraus resultiert die Angst dänischer Gewerkschaften, daß Tariflöhne unterlaufen werden. Konkret ging es um Baustellen in der Öresundregion in DK & S, bei denen wohl dänische Unternehmen als Generalauftragnehmer fungieren und so Billigarbeitskräfte anwerben.
Ein mitreisender Deutscher berichtete von großen Protesten der dänischen Gewerkschaften gegen die Praxis, Deutsche und Polen als Bauarbeiter in den Norden zu holen. Beide sollen wohl zu Dumpinglöhnen arbeiten.
Daraus resultiert die Angst dänischer Gewerkschaften, daß Tariflöhne unterlaufen werden. Konkret ging es um Baustellen in der Öresundregion in DK & S, bei denen wohl dänische Unternehmen als Generalauftragnehmer fungieren und so Billigarbeitskräfte anwerben.
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