Als Psychologin nach Schweden?
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Gast
Als Psychologin nach Schweden?
Hej,
ich möchte im Herbst ein Psychologiestudium beginnen - in Deutschland, weil ich noch nicht genug Schwedisch kann, dass ich dieses Frühjahr den Tisus-Test bestehen würde.
Ich frage mich, ob es sehr schwierig sein wird, während des Studiums nach Schweden zu wechseln (und zwar nicht nur für ein Semester als Austauschstudentin) und ob es schwierig sein wird, nach abgeschlossenem Studium (mit Bachelor und wahrscheinlich auch noch Master) in Schweden eine Arbeit als Psychologin zu bekommen, wenn man zwar gut Schwedisch spricht, aber das gesamte Studium in Deutschland absolviert hat. Ein Plan wäre vielleicht auch, in Deutschland zu studieren und danach eine Ausbildung als Therapeutin in Schweden zu machen. Was würdet ihr mir empfehlen? Bitte sagt nicht: Das muss jeder selbst wissen, wie es für ihn am besten ist. Mich würden einfach verschiedene Meinungen interessieren. Als deutscher Arzt hat man in Schweden ja zum Beispiel gute Chancen, aber wie ist es als Psychologe/Psychotherapeut?
Danke schonmal im Voraus für Antworten!
ich möchte im Herbst ein Psychologiestudium beginnen - in Deutschland, weil ich noch nicht genug Schwedisch kann, dass ich dieses Frühjahr den Tisus-Test bestehen würde.
Ich frage mich, ob es sehr schwierig sein wird, während des Studiums nach Schweden zu wechseln (und zwar nicht nur für ein Semester als Austauschstudentin) und ob es schwierig sein wird, nach abgeschlossenem Studium (mit Bachelor und wahrscheinlich auch noch Master) in Schweden eine Arbeit als Psychologin zu bekommen, wenn man zwar gut Schwedisch spricht, aber das gesamte Studium in Deutschland absolviert hat. Ein Plan wäre vielleicht auch, in Deutschland zu studieren und danach eine Ausbildung als Therapeutin in Schweden zu machen. Was würdet ihr mir empfehlen? Bitte sagt nicht: Das muss jeder selbst wissen, wie es für ihn am besten ist. Mich würden einfach verschiedene Meinungen interessieren. Als deutscher Arzt hat man in Schweden ja zum Beispiel gute Chancen, aber wie ist es als Psychologe/Psychotherapeut?
Danke schonmal im Voraus für Antworten!
Re: Als Psychologin nach Schweden?
Hallo,
das Ansinnen, das Studium direkt hier zu beginnen, würde nicht nur am TISUS scheitern. Psychologie ist so gefragt, dass man Bestnoten braucht, um in das Studium hineinzukommen. 19,23 von 20 möglichen Punkten waren im letzten Semester nötig. Um dies zu erreichen, müsste man ein Spitzenabi aus Deutschland mitbringen, und selbst dann wäre es nicht sicher.
Nach meiner Uni-Erfahrung ist es schwer, früh im Studium zu wechseln. Auslandsaufenthalte, die eine Möglichkeit zum Wechsel sein könnten, werden selten vor dem dritten Jahr möglich.
Du könntest natürlich versuchen, dich mit den schon erworbenen Punkten bei den Unis zu bewerben. In einem so begehrten Fach wie Psychologie werden aber eher weniger Quereinsteiger aufgenommen, weil es schon besondere Gründe geben muss, dass man die knappen Studienplätze nicht an die zahlreichen regulären Bewerber vergibt.
Eine offenkundige Möglichkeit, die im Bologna-System auch so vorgesehen ist, wäre der Wechsel nach dem Bachelor mit einem Folgestudium als Master.
Da gibt es beispielsweise das hier:
http://sisu.it.su.se/info/SPSYO
http://utbdb.hig.se/webkat/program.php?program_id=49529
http://www.selma.uu.se/publik/main?AF=0 ... asar=07/08
http://www.lu.se/o.o.i.s?id=320&lukas_id=SASAM.PSEK
Bei allen Studien solltest du eines nicht vergessen: du hast regulär keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung durch den schwedischen Staat. Den hat man erst nach 2-jähriger beruflicher Tätigkeit. Das Leben (und Studium) in Schweden auf Basis eines Nebenjobs zu finanzieren ist äußerst ambitioniert - ohne externe Unterstützung wird das kaum gehen.
Was die weitere Therapeutenausbildung angeht, kann ich leider nichts sagen.
Ich kann lediglich von zwei entfernten Bekannten von mir berichten, die aus dem EU-Ausland hierher kamen und hier als Psychologen arbeiten - gehen muss es also auf alle Fälle. Ich nehme auch an, dass es Bedarf gibt, denn warum sollte ausgerechnet dieser Zweig des Gesundheitswesens als einziger keine Personalprobleme haben.
Grüße,
Fabian
das Ansinnen, das Studium direkt hier zu beginnen, würde nicht nur am TISUS scheitern. Psychologie ist so gefragt, dass man Bestnoten braucht, um in das Studium hineinzukommen. 19,23 von 20 möglichen Punkten waren im letzten Semester nötig. Um dies zu erreichen, müsste man ein Spitzenabi aus Deutschland mitbringen, und selbst dann wäre es nicht sicher.
Nach meiner Uni-Erfahrung ist es schwer, früh im Studium zu wechseln. Auslandsaufenthalte, die eine Möglichkeit zum Wechsel sein könnten, werden selten vor dem dritten Jahr möglich.
Du könntest natürlich versuchen, dich mit den schon erworbenen Punkten bei den Unis zu bewerben. In einem so begehrten Fach wie Psychologie werden aber eher weniger Quereinsteiger aufgenommen, weil es schon besondere Gründe geben muss, dass man die knappen Studienplätze nicht an die zahlreichen regulären Bewerber vergibt.
Eine offenkundige Möglichkeit, die im Bologna-System auch so vorgesehen ist, wäre der Wechsel nach dem Bachelor mit einem Folgestudium als Master.
Da gibt es beispielsweise das hier:
http://sisu.it.su.se/info/SPSYO
http://utbdb.hig.se/webkat/program.php?program_id=49529
http://www.selma.uu.se/publik/main?AF=0 ... asar=07/08
http://www.lu.se/o.o.i.s?id=320&lukas_id=SASAM.PSEK
Bei allen Studien solltest du eines nicht vergessen: du hast regulär keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung durch den schwedischen Staat. Den hat man erst nach 2-jähriger beruflicher Tätigkeit. Das Leben (und Studium) in Schweden auf Basis eines Nebenjobs zu finanzieren ist äußerst ambitioniert - ohne externe Unterstützung wird das kaum gehen.
Was die weitere Therapeutenausbildung angeht, kann ich leider nichts sagen.
Ich kann lediglich von zwei entfernten Bekannten von mir berichten, die aus dem EU-Ausland hierher kamen und hier als Psychologen arbeiten - gehen muss es also auf alle Fälle. Ich nehme auch an, dass es Bedarf gibt, denn warum sollte ausgerechnet dieser Zweig des Gesundheitswesens als einziger keine Personalprobleme haben.
Grüße,
Fabian
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Gast
Hej,
ich danke euch beiden für eure Antworten und für die Links!
Soweit ich weiß, kann man nur einzelne Kurse auf Englisch belegen, aber kein ganzes Studium auf Englisch absolvieren. Naja und den Tisus-Test oder einen entsprechenden Test, den man bei einer schwedischen Botschaft machen kann, werde ich auf jeden Fall brauchen.
Ich habe in Deutschland einen 1,0 Abi-Schnitt (an einem allgemeinbildenden Gymnasium in BaWü). Denke, damit habe ich schonmal etwas vorgearbeitet. Wonach wird denn an den Unis noch ausgewählt? Ich habe gehört, man könne sich über die VHS für das gesamte Studium bewerben, aber auch direkt bei der Uni, allerdings nur für einzelne Kurse. Aber ich schätze mal, dass in einem Fach wie Psychologie die Kurse bereits durch die VHS voll belegt werden.
Dass es während des Bachelor-Studiums fast nicht möglich ist, zu wechseln, wie du sagst, Fabian, ist ja schade. Aber solange ich wenigstens irgendwann nach Schweden kann, bin ich, denke ich, schon recht zufrieden. Vielleicht klappt es ja schon zum Master.
Aber noch eine Frage zum finanziellen Aspekt, den du auch ins Spiel gebracht hast: In Schweden bekommt man zwar kein BAföG, aber dafür gibt es wiederum keine Studiengebühren. Ohne Unterstützung der Eltern ist es in Deutschland ja im Grunde auch nicht zu schaffen. Was genau macht in deinen Augen ein Studium in Schweden teurer als in Deutschland? Die Lebensmittel- und Mietpreise?
Und stimmt es eigentlich, dass in Schweden der ganze Bachelor-Stress viel entspannter zu meistern ist? Ich bin nämlich nicht begeistert vom Bachelor und wie ich gehört habe, ist das Ganze in Schweden nicht so stressig. Vielleicht habe ich aber hier auch wieder meine Traumvorstellungen von Schweden, die in der Realität dann doch nicht ganz so sind. Stelle mir halt vor, dass man dort während des Studiums auch eher noch ein Leben hat.
Eigentlich ist es ja schade, dass Schweden so einen hohen Bedarf an Therapeuten hat. Hat jemand eine Erklärung, woran das eigentlich liegt? Außer daran, dass es im Winter so lange dunkel ist? Ich möchte doch meinen Glauben daran, dass Schweden ein traumhaftes Land ist, nicht verlieren... Leider war ich erst zwei Mal für einige Wochen dort, aber ich fand es so herrlich dort und war auch von den Menschen dort so begeistert, dass ich später unbedingt dort leben möchte!
Viele Grüße[/i]
ich danke euch beiden für eure Antworten und für die Links!
Soweit ich weiß, kann man nur einzelne Kurse auf Englisch belegen, aber kein ganzes Studium auf Englisch absolvieren. Naja und den Tisus-Test oder einen entsprechenden Test, den man bei einer schwedischen Botschaft machen kann, werde ich auf jeden Fall brauchen.
Ich habe in Deutschland einen 1,0 Abi-Schnitt (an einem allgemeinbildenden Gymnasium in BaWü). Denke, damit habe ich schonmal etwas vorgearbeitet. Wonach wird denn an den Unis noch ausgewählt? Ich habe gehört, man könne sich über die VHS für das gesamte Studium bewerben, aber auch direkt bei der Uni, allerdings nur für einzelne Kurse. Aber ich schätze mal, dass in einem Fach wie Psychologie die Kurse bereits durch die VHS voll belegt werden.
Dass es während des Bachelor-Studiums fast nicht möglich ist, zu wechseln, wie du sagst, Fabian, ist ja schade. Aber solange ich wenigstens irgendwann nach Schweden kann, bin ich, denke ich, schon recht zufrieden. Vielleicht klappt es ja schon zum Master.
Aber noch eine Frage zum finanziellen Aspekt, den du auch ins Spiel gebracht hast: In Schweden bekommt man zwar kein BAföG, aber dafür gibt es wiederum keine Studiengebühren. Ohne Unterstützung der Eltern ist es in Deutschland ja im Grunde auch nicht zu schaffen. Was genau macht in deinen Augen ein Studium in Schweden teurer als in Deutschland? Die Lebensmittel- und Mietpreise?
Und stimmt es eigentlich, dass in Schweden der ganze Bachelor-Stress viel entspannter zu meistern ist? Ich bin nämlich nicht begeistert vom Bachelor und wie ich gehört habe, ist das Ganze in Schweden nicht so stressig. Vielleicht habe ich aber hier auch wieder meine Traumvorstellungen von Schweden, die in der Realität dann doch nicht ganz so sind. Stelle mir halt vor, dass man dort während des Studiums auch eher noch ein Leben hat.
Eigentlich ist es ja schade, dass Schweden so einen hohen Bedarf an Therapeuten hat. Hat jemand eine Erklärung, woran das eigentlich liegt? Außer daran, dass es im Winter so lange dunkel ist? Ich möchte doch meinen Glauben daran, dass Schweden ein traumhaftes Land ist, nicht verlieren... Leider war ich erst zwei Mal für einige Wochen dort, aber ich fand es so herrlich dort und war auch von den Menschen dort so begeistert, dass ich später unbedingt dort leben möchte!
Viele Grüße[/i]
Ich versuche es mal einigermaßen kompakt zusammenzufassen.Anonymous hat geschrieben: ich danke euch beiden für eure Antworten und für die Links!
Soweit ich weiß, kann man nur einzelne Kurse auf Englisch belegen, aber kein ganzes Studium auf Englisch absolvieren. Naja und den Tisus-Test oder einen entsprechenden Test, den man bei einer schwedischen Botschaft machen kann, werde ich auf jeden Fall brauchen.
Ich habe in Deutschland einen 1,0 Abi-Schnitt (an einem allgemeinbildenden Gymnasium in BaWü). Denke, damit habe ich schonmal etwas vorgearbeitet. Wonach wird denn an den Unis noch ausgewählt? Ich
Bei der Grundauswahl wird so vorgegangen, dass alle Bewerber nach ihren Noten sortiert werden und dann so lange "von oben" weggenommen wird, bis alle Plätze voll sind. Da man Prioritäten angeben kann und man den Studienplatz auch nicht antreten muss, werden dann immer noch ein paar Plätze frei, die dann in der zweiten Runde nach gleichem Verfahren vergeben werden.
Es werden dabei aber zwei Listen gebildet, die getrennt voneinander behandelt werden.
1. Die Gymnasiumsnote (ca. zwei Drittel der Studienplätze)
2. Die Högskoleprovet (ca. ein Drittel der Studienplätze)
1. Die Gymnasiumsnote geht bis zu 20 Punkte hoch. Sie hängt davon ab, welche Kurse man im Abitur belegt hat und welche Noten man darin hatte. In Schweden gibt es kein Universalabitur, d.h. man kann nicht mit jedes Fach automatisch damit studieren. Will man z.B. was technisches machen, muss man in Mathe und Naturwissenschaften Gymnasiumskurse vorweisen. Man kann aber auch mit Mathematikkenntnissen ein Abitur erhalten, die in Deutschland vielleicht ein Achtklässler hat. Die Gymnasiumsnote bestimmt sich letztendlich aus den belegten Kursen und den darin enthaltenen Noten. Allerdings geht die Note eigentlich erst ab 12 los - alles darunter ist nicht zum Studium berechtigt. Ich habe meine 1,6 aus BaWü (LKs Mathe und Physik) einmal umrechnen lassen und landete bei 18 Punkten, wobei mir Mathe, Physik und Deutsch direkt angerechnet wurden. Ob man mit einer 1,0 die 20 Punkte erreichen kann, ist daher zumindest fraglich, zumal die Punkte für den Schwedischkurs immer fehlen werden.
2. Die Högskoleprovet ist eine Art Assessment Center und kann von jedem gemacht werden. Man macht 5 Bereiche durch: Schwedisches Leseverständnis, Englisches Leseverständnis, Synonyme, Mathematik und Logik, sowie Diagramme, Tabellen und Karten. Das alles unter etwas Zeitdruck und in Multiple Choice Verfahren. 122 Punkte gibt es zu holen, und ab 106 erreicht man normalerweise die Bestnote 2,0. Die Anforderungen für Psychologie lagen bei 1,6 bis 1,9 im letzten Semester.
Was du meinst, ist studera.nu - das ist das zentrale Bewerbungsportal, wo Zeugnisse bewertet und Studienplätze vergeben werden.habe gehört, man könne sich über die VHS für das gesamte Studium bewerben, aber auch direkt bei der Uni, allerdings nur für einzelne Kurse. Aber ich schätze mal, dass in einem Fach wie Psychologie die Kurse bereits durch die VHS voll belegt werden.
Ganz gebührenfrei ist das Studium nicht - wie auch schon früher in Deutschland zahlt man pro Semester eine Abgabe, die für soziale Belange eingesetzt wird. Hier in Schweden sind das die Studierendenschaften, deren Aktivitäten so finanziert werden. Allerdings soll das im Jahr 2010 abgeschafft werden. Es handelt sich aber ohnehin nur um einen zweistelligen Eurobetrag.Aber noch eine Frage zum finanziellen Aspekt, den du auch ins Spiel gebracht hast: In Schweden bekommt man zwar kein BAföG, aber dafür gibt es wiederum keine Studiengebühren. Ohne Unterstützung der Eltern ist es in Deutschland ja im Grunde auch nicht zu schaffen. Was genau macht in deinen Augen ein Studium in Schweden teurer als in Deutschland? Die Lebensmittel- und Mietpreise?
Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten sind schon höher als Student, hängen aber auch ein bisschen vom Studienort ab. Zimmer unter 250 € zu finden ist zumindest in größeren Städten praktisch unmöglich. Lebensmittel sind im Schnitt teurer, und eine Semesterkarte in Stockholm kostet 240 €. Das liegt alles ein gutes Stück über dem, was ich vorher in Karlsruhe hatte. Wenn man nicht gerade in Askese leben will, ist man schon bei gut 600 € im Monat, denke ich.
Natürlich hat man Semesterferien, aber zumindest anfangs sind die Sommerjobmöglichkeiten schon sprachlich bedingt etwas eingeschränkt.
Entspannter ist relativ. Das schwedische Bildungssystem kennt einfach keine Abschlussprüfungen im Sinne deutscher Diplomprüfungen. Hier werden seit langer Zeit einfach nur Kurse und damit Punkte angehäuft. Ein in Regelstudienzeit absolviertes Studium ist dennoch Vollzeitarbeit.Und stimmt es eigentlich, dass in Schweden der ganze Bachelor-Stress viel entspannter zu meistern ist? Ich bin nämlich nicht begeistert vom Bachelor
Du bist lustig.vor, dass man dort während des Studiums auch eher noch ein Leben hat.
In Schweden sind mir bisher kaum Bummelanten und Studenten auf Lebenszeit untergekommen. In Deutschland gibt es sie, und nicht zu wenige davon. Das reiche und vielfältige Studentenleben existiert hier irgendwo auch, aber sicherlich nicht in dem Umfang wie in Deutschland.
Dass es einen Mangel an Therapeuten gibt, hat wohl etwas mit der allgemeinen Misere des Gesundheitssystems zu tun. Man bildet zu wenig Personal aus und stopft Lücken mit Ausländern - und selbst das nur unzureichend.Eigentlich ist es ja schade, dass Schweden so einen hohen Bedarf an Therapeuten hat. Hat jemand eine Erklärung, woran das eigentlich liegt? Außer daran, dass es im Winter so lange dunkel ist? Ich möchte doch meinen Glauben daran, dass Schweden ein traumhaftes Land ist, nicht verlieren... Leider war ich erst zwei Mal für einige Wochen dort, aber ich fand es so herrlich dort und war auch von den Menschen dort so begeistert, dass ich später unbedingt dort leben möchte!
Lass dich nicht von der Natur blenden - im Alltag spielt sowas einfach keine übermäßig große Rolle. Hier wird auch nur mit Wasser gekocht. Dieses Land ist schön, aber es ist nicht perfekt.
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Gast
Hej,
danke für deine Antwort und die Erlärung des Auswahlverfahrens! Ich komme auch aus Karlsruhe. Wieso denkst du, dass es fraglich wäre, ob die 1,0 reicht, wenn du mit 1,6 18 Punkte bekommen hast? Kostet es eigentlich etwas, die Note umrechnen zu lassen oder könnte ich das probeweise machen lassen? Die Hochschulprüfung muss man meines Wissens nur ablegen, wenn die Abiturnoten nicht ausreichen würden. Und wie meinst du das, dass die Punkte für den Sprachtest immer fehlen würden? Einen Sprachtest würde ich vorher natürlich machen, bevor ich dort anfangen würde zu studieren. Oder meinst du du die Högskoleprovet? Die braucht man aber nicht zwingend, oder? Die Wohnungen sind in München, wo ich ein Jahr Medizin studiert habe, noch teurer. Und dass man für die Studentenorganisationen einen Beitrag zahlt, wusste ich auch, aber der hält sich ja in Grenzen. Dass die Auswahl an Nebenjobs zu Beginn eingeschränkt wäre, stimmt allerdings. Das mit dem Bummelstudium wird sich in Deutschland jetzt mit dem Bachelor ganz schnell legen. Ich kenne es aus Schweden so, dass viele sich auch nach Ende ihres eigentlichen Studiums für einen Kurs einschreiben, um die Vorteile zu haben, die ein Studentenausweis mit sich bringt. Es ist mir klar, dass auch ein Studium in Schweden ein Vollzeitjob ist, aber das, was mir Schweden über das Studium erzählt haben, hört sich deutlich harmloser an als das, was mir Deutsche über ihr Studium in Deutschland erzählt haben. Dass man mit der Natur während des Studiums wenig zu tun hat, ist mir auch klar, es würde mich aber nicht sehr stören, weil ich die Menschen dort so toll finde
Ich glaube aber, im Endeffekt ist mir im Moment doch das Risiko zu hoch, mit meinen Sprachkenntnissen in Schweden ein Studium zu beginnen.
Vielleicht habe ich Glück und kann nach dem Bachelor wechseln.
Bis dahin werde ich auf jeden Fall weiter fleißig Schwedisch lernen
danke für deine Antwort und die Erlärung des Auswahlverfahrens! Ich komme auch aus Karlsruhe. Wieso denkst du, dass es fraglich wäre, ob die 1,0 reicht, wenn du mit 1,6 18 Punkte bekommen hast? Kostet es eigentlich etwas, die Note umrechnen zu lassen oder könnte ich das probeweise machen lassen? Die Hochschulprüfung muss man meines Wissens nur ablegen, wenn die Abiturnoten nicht ausreichen würden. Und wie meinst du das, dass die Punkte für den Sprachtest immer fehlen würden? Einen Sprachtest würde ich vorher natürlich machen, bevor ich dort anfangen würde zu studieren. Oder meinst du du die Högskoleprovet? Die braucht man aber nicht zwingend, oder? Die Wohnungen sind in München, wo ich ein Jahr Medizin studiert habe, noch teurer. Und dass man für die Studentenorganisationen einen Beitrag zahlt, wusste ich auch, aber der hält sich ja in Grenzen. Dass die Auswahl an Nebenjobs zu Beginn eingeschränkt wäre, stimmt allerdings. Das mit dem Bummelstudium wird sich in Deutschland jetzt mit dem Bachelor ganz schnell legen. Ich kenne es aus Schweden so, dass viele sich auch nach Ende ihres eigentlichen Studiums für einen Kurs einschreiben, um die Vorteile zu haben, die ein Studentenausweis mit sich bringt. Es ist mir klar, dass auch ein Studium in Schweden ein Vollzeitjob ist, aber das, was mir Schweden über das Studium erzählt haben, hört sich deutlich harmloser an als das, was mir Deutsche über ihr Studium in Deutschland erzählt haben. Dass man mit der Natur während des Studiums wenig zu tun hat, ist mir auch klar, es würde mich aber nicht sehr stören, weil ich die Menschen dort so toll finde
Ich glaube aber, im Endeffekt ist mir im Moment doch das Risiko zu hoch, mit meinen Sprachkenntnissen in Schweden ein Studium zu beginnen.
Vielleicht habe ich Glück und kann nach dem Bachelor wechseln.
Bis dahin werde ich auf jeden Fall weiter fleißig Schwedisch lernen
Karlsruh' isch superAnonymous hat geschrieben:Hej,
danke für deine Antwort und die Erlärung des Auswahlverfahrens! Ich komme auch aus Karlsruhe.
Wie die Gymnasiumsnote zustandekommt, ist mir immer noch etwas rätselhaft, aber es ist sicher, dass sie durch die gemachten Kurse zusammengesetzt wird, wobei bessere Noten mehr Punkte geben. Das schwedische Notensystem ist aber sehr grob. Ich hatte in meinen Prüfungsfächern sehr gute Noten, so dass ich annehme, dass nach oben nicht mehr viel zu holen ist, selbst wenn man ein besseres Abi hat. Es kann aber natürlich anders sein - wie gesagt ist das System einfach nicht durchsichtig. Mit dem fehlenden Sprachkurs meinte ich, dass bei einem Abi natürlich nie Svenska A oder B dabei sein kann, was bei jedem schwedischen Abi natürlich dabei ist. Mittlerweile ist es so, dass die Gymnasiumsnote nach Abschluss des Gymnasiums praktisch nicht mehr verbessert werden kann (früher war das möglich). Daher glaube ich nicht, dass der TISUS noch einmal die Note nach oben verschiebt.Wieso denkst du, dass es fraglich wäre, ob die 1,0 reicht, wenn du mit 1,6 18 Punkte bekommen hast? Kostet es eigentlich etwas, die Note umrechnen zu lassen oder könnte ich das probeweise machen lassen? Die Hochschulprüfung muss man meines Wissens nur ablegen, wenn die Abiturnoten nicht ausreichen würden. Und wie meinst du das, dass die Punkte für den Sprachtest immer fehlen würden? Einen Sprachtest würde ich vorher natürlich machen, bevor ich dort anfangen würde zu studieren. Oder meinst du du die Högskoleprovet? Die braucht man aber nicht zwingend, oder?
Ich habe noch einmal recherchiert. Es gibt dieses Faktenblatt, was die Beurteilung des Abiturs angeht:
http://www.vhs.se/upload/antagning/Utla ... 080930.pdf
Dort steht aber nur, welche LKs/GKs in welche schwedischen Kurse umgerechnet werden. Die Notenberechnung ist leider nicht erklärt.
Man kann aber eine kostenlose vorläufige Beurteilung machen lassen:
http://www.vhs.se/templates/Page.aspx?id=1013
(ein wichtiger Hinweis am Rande: keine der beglaubigten Kopien der Schule einschicken, sondern selber Kopien machen und einschicken)
Die Högskoleprovet ist nicht notwendig, aber eben als zweiter Weg interessant, wenn es unsicher ist, ob man mit den Gymnasiumsnoten hinein kommt.
Ich selbst habe ohne Vorbereitung aus dem Stand eine 1,6 geschafft und war damit unter den besten 10%. Leicht ist die Prüfung allerdings nicht. Man muss schon gute Schwedisch- und Englischkenntnisse haben, und bei meinem Ergebnis spielte auch noch hinein, dass ich im Mathebereich fast keine Fehler hatte.
Eine Sache habe ich gerade entdeckt, die dem ganzen einen ziemlichen Dämpfer verpassen dürfte. Hier sind Beschreibungen aller Psychologieprogramme in Schweden:
http://www.studentum.se/__psykologprogrammet___.html
Soweit ich das sehe, verlangen alle ein Jahr Berufserfahrung als Vorbedingung. Was sie darunter verstehen, weiß ich nicht, aber wenn du den Weg über Grundstudien in Schweden verfolgen möchtest, solltest du das unbedingt abklären.
Im obigen Kontext scheint mir das auch die beste Lösung zu sein.Ich glaube aber, im Endeffekt ist mir im Moment doch das Risiko zu hoch, mit meinen Sprachkenntnissen in Schweden ein Studium zu beginnen.
Vielleicht habe ich Glück und kann nach dem Bachelor wechseln.
Bis dahin werde ich auf jeden Fall weiter fleißig Schwedisch lernen
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Gast
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Gast
Karlsruh' isch super Smile
Vielen Dank, Hansbär, dass du dir so viel Mühe machst! Das ist echt total lieb!
Das mit dem einen Jahr Berufserfahrung ist ja nun echt interessant. Werde ich sofort in Erfahrung bringen. Laut dem Abinoten-Umrechner von studera.nu komm ich zwar auf 20 Punkte, aber wie das mit dem fehlenden Schulfach Schwedisch sich auswirkt, ist natürlich eine entscheidende Frage. Die Högskoleprovet würde mir wegen nicht ausreichender Schwedischkenntnisse im Moment wohl eher keinen Vorteil bringen. Meine einzige realistische Chance wäre im Moment wohl, wenn ich auf Englisch beginnen könnte, zu studieren. Aber bei einem Fach wie Psychologie geht wahrscheinlich nichts ohne einen Schwedisch-Test, schätze ich mal.
Hast du schon während der Schulzeit Schwedisch gelernt? Oder hast du gar das Glück, Halbschwede zu sein? Ich habe zwar schon ziemlich früh für Schweden geschwärmt, aber leider war ich erst sehr spät dann tatsächlich in Schweden und habe mir erst da konkret überlegt, dass ich einmal tatsächlich dort leben möchte und angefangen, die Sprache zu lernen.[/quote]
Grundstudien auf englisch wirst du kaum finden.Anonymous hat geschrieben: Vielen Dank, Hansbär, dass du dir so viel Mühe machst! Das ist echt total lieb!
Das mit dem einen Jahr Berufserfahrung ist ja nun echt interessant. Werde ich sofort in Erfahrung bringen. Laut dem Abinoten-Umrechner von studera.nu komm ich zwar auf 20 Punkte, aber wie das mit dem fehlenden Schulfach Schwedisch sich auswirkt, ist natürlich eine entscheidende Frage. Die Högskoleprovet würde mir wegen nicht ausreichender Schwedischkenntnisse im Moment wohl eher keinen Vorteil bringen. Meine einzige realistische Chance wäre im Moment wohl, wenn ich auf Englisch beginnen könnte, zu studieren. Aber bei einem Fach wie Psychologie geht wahrscheinlich nichts ohne einen Schwedisch-Test, schätze ich mal.
Es kann ohne Sprachkurs gehen, aber bei einem so gefragten Fach ist jede "Schwäche" ein Grund, Bewerber von vorneherein auszusortieren.
Nein, ich bin Urbadner (auch sprachlich) und als solcher nicht mit Zweisprachigkeit gesegnet. Ich bin auch etwas älter, als du annimmstHast du schon während der Schulzeit Schwedisch gelernt? Oder hast du gar das Glück, Halbschwede zu sein? Ich habe zwar schon ziemlich früh für Schweden geschwärmt, aber leider war ich erst sehr spät dann tatsächlich in Schweden und habe mir erst da konkret überlegt, dass ich einmal tatsächlich dort leben möchte und angefangen, die Sprache zu lernen.
Ich habe erst 3 Jahre in Karlsruhe studiert und dort am Sprachenzentrum der Uni Schwedischkurse gemacht. Ich musste aber nie auf schwedisch studieren, so dass Schwedischkenntnisse für mich lange Zeit kaum mehr als ein "Nice to have" waren. Mittlerweile kann ich aber ganz passabel schwedisch.
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Gast
Ja, ich fürchte, das wird so schnell doch nichts mit dem Studium in Schweden. Schade, dass alles immer so kompliziert ist. Ich kenne eine Halbschwedin, die in Deutschland zur Schule gegangen ist und jetzt in Schweden auf Lehramt studiert und irgendwie beneide ich die schon.
Ich habe eigentlich schon angenommen, dass du schon etwas älter bist, wegen "Hans" und wegen dem, was du so schreibst, jetzt nicht nur in diesem Faden. Aber ich finde tatsächlich, dass so gut wie alle Leute in Foren vom Schreibstil her recht jung wirken, dich eingeschlossen. Vielleicht liegt es zu einem großen Teil am hier üblichen Duzen. Darf ich fragen, was du studiert hast? Mit Sicherheit doch etwas Naturwissenschaftliches? Ach, es muss toll sein, in Schweden leben zu dürfen. Meine Schwester studiert in Karlsruhe Physik, aber sie hat keine Intentionen, irgendwann nach Schweden zu ziehen.
Ich habe eigentlich schon angenommen, dass du schon etwas älter bist, wegen "Hans" und wegen dem, was du so schreibst, jetzt nicht nur in diesem Faden. Aber ich finde tatsächlich, dass so gut wie alle Leute in Foren vom Schreibstil her recht jung wirken, dich eingeschlossen. Vielleicht liegt es zu einem großen Teil am hier üblichen Duzen. Darf ich fragen, was du studiert hast? Mit Sicherheit doch etwas Naturwissenschaftliches? Ach, es muss toll sein, in Schweden leben zu dürfen. Meine Schwester studiert in Karlsruhe Physik, aber sie hat keine Intentionen, irgendwann nach Schweden zu ziehen.
Naja, ich heiße gar nicht Hans. Das mit dem Alter meinte ich nur, weil die Schulzeit bei mir schon eine Weile her ist und ich daher in der Zwischenzeit genug Zeit hatte, schwedisch zu lernen - bin mittlerweile 28.
Dass du nicht sofort hier loslegen kannst, würde ich so negativ nicht sehen. Die Schweden gehen selbst wenig ins Ausland, und in beidne Ländern studiert zu haben ist sicherlich kein Schaden. Auch zieht es so manche nach ein paar Jahren wieder zurück, und so ist es sicherlich gut, nicht nur eine rein schwedische Qualifikation zu haben.
Das Duzen in Schweden sollte man übrigens nicht missinterpretieren. Wenn wir Deutschen da etwas kollegiales und freundliches heraushören, dann ist das mehr unsere Einbildung, weil wir das Du anders wahrnehmen. In Wirklichkeit ist das Du aber vollkommen wertneutral - man sagt es zum liebsten Freund wie zum ärgsten Feind. Es wurde auch nicht für ein freundlicheres Miteinander eingeführt, sondern zum Abbau von Standesunterschieden.
Ich bin auch Physiker. Wenn deine Schwester beschließen sollte, nach Stockholm für Erasmus-Studien zu gehen, hat sie jedenfalls beste Chancen. Die Uni schickt jedes Jahr eine ganze Ladung Studenten hierher, und auf dem Wege bin ich auch hierher gekommen. Ursprünglich war das als eine Art Doppeldiplom gedacht, da ich hier meinen Master gemacht habe.
Die Schwärmerei für Schweden mag ja schön sein, aber man muss auf dem Teppich bleiben. Ich lebe nicht schlecht hier, aber auch nicht unbedingt besser als vorher. Wenn man mal hier wohnt, merkt man, dass im Leben Dinge den meisten Platz einnehmen, die so ganz und gar nicht landesabhängig sind. Früh aufstehen, arbeiten, einkaufen, abspülen, ins Kino gehen, Freunde treffen etc. sind einfach Alltag, und ob nun die Dagens Nyheter oder die Süddeutsche Zeitung auf dem Frühstückstisch liegt, ist da letztendlich weitgehend irrelevant. In ein anderes Land zu gehen, mag spannend sein, aber im Alltag ist es ab einem gewissen Punkt nur noch gewöhnlich. Als Urlauber merkt man das nicht so, denn in den Ferien besucht man natürlich die schönsten Ecken. Genauso genieße ich es heute, einmal in Karlsruhe durch den Schlosspark zu laufen oder zum Mummelsee zu fahren. Das habe ich auch nie gemacht, als ich noch dort gelebt habe.
Das ist letzten Endes der große Unterschied zwischen Urlaub und Alltag.
Dass du nicht sofort hier loslegen kannst, würde ich so negativ nicht sehen. Die Schweden gehen selbst wenig ins Ausland, und in beidne Ländern studiert zu haben ist sicherlich kein Schaden. Auch zieht es so manche nach ein paar Jahren wieder zurück, und so ist es sicherlich gut, nicht nur eine rein schwedische Qualifikation zu haben.
Das Duzen in Schweden sollte man übrigens nicht missinterpretieren. Wenn wir Deutschen da etwas kollegiales und freundliches heraushören, dann ist das mehr unsere Einbildung, weil wir das Du anders wahrnehmen. In Wirklichkeit ist das Du aber vollkommen wertneutral - man sagt es zum liebsten Freund wie zum ärgsten Feind. Es wurde auch nicht für ein freundlicheres Miteinander eingeführt, sondern zum Abbau von Standesunterschieden.
Ich bin auch Physiker. Wenn deine Schwester beschließen sollte, nach Stockholm für Erasmus-Studien zu gehen, hat sie jedenfalls beste Chancen. Die Uni schickt jedes Jahr eine ganze Ladung Studenten hierher, und auf dem Wege bin ich auch hierher gekommen. Ursprünglich war das als eine Art Doppeldiplom gedacht, da ich hier meinen Master gemacht habe.
Die Schwärmerei für Schweden mag ja schön sein, aber man muss auf dem Teppich bleiben. Ich lebe nicht schlecht hier, aber auch nicht unbedingt besser als vorher. Wenn man mal hier wohnt, merkt man, dass im Leben Dinge den meisten Platz einnehmen, die so ganz und gar nicht landesabhängig sind. Früh aufstehen, arbeiten, einkaufen, abspülen, ins Kino gehen, Freunde treffen etc. sind einfach Alltag, und ob nun die Dagens Nyheter oder die Süddeutsche Zeitung auf dem Frühstückstisch liegt, ist da letztendlich weitgehend irrelevant. In ein anderes Land zu gehen, mag spannend sein, aber im Alltag ist es ab einem gewissen Punkt nur noch gewöhnlich. Als Urlauber merkt man das nicht so, denn in den Ferien besucht man natürlich die schönsten Ecken. Genauso genieße ich es heute, einmal in Karlsruhe durch den Schlosspark zu laufen oder zum Mummelsee zu fahren. Das habe ich auch nie gemacht, als ich noch dort gelebt habe.
Das ist letzten Endes der große Unterschied zwischen Urlaub und Alltag.
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Gast
Oh, dann habe ich dich ehrlich gesagt älter eingeschätzt als du bist. Mit dem Duzen hab ich nicht das in Schweden gemeint, sondern das in deutschen Foren. Denkst du, ein Erasmus-Jahr (oder Semester?) ist auch noch zu Zeiten des Bachelor realisierbar? Und dann mache ich mir Gedanken, weil eine (eine Deutsche) mal gemeint hat, von Firmen werde ein Erasmus-Jahr nicht so positiv gesehen, weil man da ein sehr lockeres Studentendasein führe. Bei der Physik wird das keine so große Rolle spielen, denke ich mal, weil Physiker so gefragt sind, aber was meinst du generell zu dieser Befürchtung? Hat sich das Ganze vielleicht auch mit dem Bachelor geändert? Und wie funktioniert das mit dem Doppeldiplom? Bekommt man ein schwedisches und ein deutsches Diplom? Muss man dafür zwei Diplomarbeiten schreiben? Bist du damals in Schweden geblieben, als du im Zuge des Studiums dort hingekommen bist? Oder hast du das Studium in Deutschland abgeschlossen?
Mit dem Unterschied zwischen Urlaub in Schweden und Alltag in Schweden hast du schon recht. Aber empfindest du es nicht auch so, dass die Schweden in der Regel freundlicher miteinander umgehen als die Deutschen? Oder ist das nur meine persönliche Erfahrung? Ich habe mich in Schweden zumindest noch wohler gefühlt als in anderen Urlaubsländern, es ist irgendwie etwas komplett anderes als z.B. die südeuropäischen Länder. Ist es eigentlich wirklich so, dass man in Schweden noch mehr Steuern zahlt als in Deutschland?
Vielleicht sollte ich Physikerin werden - aber ich glaube, das würde mich zur Verzweiflung bringen. Ich habe Physik und Mathe in der Schule zwar geliebt, aber mit einem Physikstudium ist das ja nicht ansatzweise zu vergleichen. Du stimmst mir sicher darin zu, dass man Physik nur schafft, wenn man schon immer davon geträumt hat, Physiker zu werden und durch und durch überzeugt davon ist, oder?
Gerade frage ich mich, ob man als Psychologin in Schweden überhaupt Chancen hat, wenn man Schwedisch nicht muttersprachlich spricht. In den meisten anderen Berufen ist das ja kein großes Problem, nichtmal als Arzt, aber als Psychologe?
Mit dem Unterschied zwischen Urlaub in Schweden und Alltag in Schweden hast du schon recht. Aber empfindest du es nicht auch so, dass die Schweden in der Regel freundlicher miteinander umgehen als die Deutschen? Oder ist das nur meine persönliche Erfahrung? Ich habe mich in Schweden zumindest noch wohler gefühlt als in anderen Urlaubsländern, es ist irgendwie etwas komplett anderes als z.B. die südeuropäischen Länder. Ist es eigentlich wirklich so, dass man in Schweden noch mehr Steuern zahlt als in Deutschland?
Vielleicht sollte ich Physikerin werden - aber ich glaube, das würde mich zur Verzweiflung bringen. Ich habe Physik und Mathe in der Schule zwar geliebt, aber mit einem Physikstudium ist das ja nicht ansatzweise zu vergleichen. Du stimmst mir sicher darin zu, dass man Physik nur schafft, wenn man schon immer davon geträumt hat, Physiker zu werden und durch und durch überzeugt davon ist, oder?
Gerade frage ich mich, ob man als Psychologin in Schweden überhaupt Chancen hat, wenn man Schwedisch nicht muttersprachlich spricht. In den meisten anderen Berufen ist das ja kein großes Problem, nichtmal als Arzt, aber als Psychologe?
Erasmus im Bachelor gibt es, aber ich weiß nicht, ob das überall üblich ist. Es ist zu befürchten, dass man bestenfalls ein Semester machen kann, was eigentlich kaum das Prädikat Auslandsaufenthalt verdient, weil man kaum mehr als vier Monate da sein wird.Anonymous hat geschrieben:Oh, dann habe ich dich ehrlich gesagt älter eingeschätzt als du bist. Mit dem Duzen hab ich nicht das in Schweden gemeint, sondern das in deutschen Foren. Denkst du, ein Erasmus-Jahr (oder Semester?) ist auch noch zu Zeiten des Bachelor realisierbar? Und dann mache ich mir Gedanken, weil eine (eine Deutsche) mal gemeint hat, von Firmen werde ein Erasmus-Jahr nicht so positiv gesehen, weil man da ein sehr lockeres Studentendasein führe. Bei der Physik wird das keine so große Rolle spielen, denke ich mal, weil Physiker so gefragt sind, aber was meinst du generell zu dieser Befürchtung? Hat sich das Ganze vielleicht auch mit dem Bachelor geändert? Und wie funktioniert das mit dem Doppeldiplom? Bekommt man ein schwedisches und ein deutsches Diplom? Muss man dafür zwei Diplomarbeiten schreiben? Bist du damals in Schweden geblieben, als du im Zuge des Studiums dort hingekommen bist? Oder hast du das Studium in Deutschland abgeschlossen?
Erasmus wird manchmal als das größte Reisebüro der Welt bezeichnet, und da ist auch was dran. Die Learning Agreements werden oft nicht eingehalten und beinhalten dann nur so Alibikurse wie den Schwedischkurs oder "Swedish Culture". Daher sind Chefs heutzutage etwas skeptisch, wenn sie von Erasmus-Aufenthalten lesen, denn das kann auch nur ein halbjähriger Partyurlaub gewesen sein. Daher ist es von Vorteil, in dieser Zeit auch irgendwelche Scheine zu erwerben.
Ich hatte ursprünglich vor, hier den Master zu machen und dann nach Rückkehr das Diplom. Auf diese Art hätte ich dann zwei Abschlüsse gehabt, wenn auch zu erheblich höherem Aufwand. Weil es aber länger mit dem Master dauerte, habe ich dann aber beschlossen, hier den Master fertig zu machen und mich in Deutschland zu exmatrikulieren.
Auch wenn es fraglos so etwas wie Mentalität gibt: das ist nicht unmittelbar greifbar, auch nicht messbar und zudem höchst subjektiv. Ich warne vor Verallgemeinerungen in der Form, dass man die Leute hier als allgemein netter deklariert. Die Vergewaltigungsrate und die Mordrate sind in Schweden eher noch höher als in Deutschland. Auch hier gibt es ab und zu Krawalle. Die Schweden sind definitiv nicht automatisch die besseren Menschen.Mit dem Unterschied zwischen Urlaub in Schweden und Alltag in Schweden hast du schon recht. Aber empfindest du es nicht auch so, dass die Schweden in der Regel freundlicher miteinander umgehen als die Deutschen? Oder ist das nur meine persönliche Erfahrung? Ich habe mich in Schweden zumindest noch wohler gefühlt als in anderen Urlaubsländern, es ist irgendwie etwas komplett anderes als z.B. die südeuropäischen Länder.
Aus deutscher Sicht kann ich dir aber sagen, dass viele deutsche Freunde und Bekannte berichten, dass die Schweden schwer zugänglich sind. Die wenigsten haben einen ausgedehnten schwedischen Freundeskreis, denn so freundlich und höflich sie im allgemeinen Umgang sein mögen - eine persönliche Beziehung aufzubauen ist ungleich schwerer.
Als Deutscher bringt man auch eine Menge kulturelles Gepäck mit. Man sieht manche Dinge anders, und man wird immer nur der Deutsche bleiben.
Da kommt aber ein bisschen die deutsche Haltung durch, dass man immer zuviel Steuern zahlt. Ob man in Deutschland viel Steuern zahlt und was "viel" genau ist, ist Ansichtssache.Ist es eigentlich wirklich so, dass man in Schweden noch mehr Steuern zahlt als in Deutschland?
Direkt vergleichbar ist es nicht, aber in Schweden zahlt man tendenziell eher noch mehr - und die Schweden haben im Gegensatz zu den Deutschen nicht die Einstellung, dass jeder Pfenning Steuern ein gestohlener Pfennig ist. Man erwartet viel vom Staat und ist bereit, dafür zu zahlen.
Generell wird alles Einkommen mit rund 31% besteuert, und ab einer gewissen Schwelle steigt das Nettoeinkommen noch langsamer. Das klingt nicht nach viel, aber man muss berücksichtigen, dass diese Steuersätze für alle gelten, d.h. es gibt keine Ermäßigungen, wenn man Kinder hat. Das Schöne an dem Steuersystem ist aber ohne Frage, dass es so einfach ist, dass wirklich jeder seine eigene Steuererklärung machen kann.
Nicht zu vergessen sind übrigens stolze 25% Mehrwertsteuer.
Naja, so versessen darauf war ich nie, aber wenn man sich nicht dafür interessiert, wird man schnell auf Granit beißen. In Deutschland, speziell in Karlsruhe, sind die Anforderungen ziemlich hoch.Vielleicht sollte ich Physikerin werden - aber ich glaube, das würde mich zur Verzweiflung bringen. Ich habe Physik und Mathe in der Schule zwar geliebt, aber mit einem Physikstudium ist das ja nicht ansatzweise zu vergleichen. Du stimmst mir sicher darin zu, dass man Physik nur schafft, wenn man schon immer davon geträumt hat, Physiker zu werden und durch und durch überzeugt davon ist, oder?
Wie gesagt kenne ich zwei ausländische Psychologe. Aber wie die Lage im Allgemeinen ist, kann ich Dir nicht definitiv sagen.Gerade frage ich mich, ob man als Psychologin in Schweden überhaupt Chancen hat, wenn man Schwedisch nicht muttersprachlich spricht. In den meisten anderen Berufen ist das ja kein großes Problem, nichtmal als Arzt, aber als Psychologe?
btw: melde Dich doch mal an - ist etwas persönlicher als mit "anonymous" zu diskutieren
So, jetzt hab ich mich angemeldet. Wieso ist das persönlicher?
Dass ein Erasmus-Semester teilweise so negativ gesehen wird, kann ich nicht ganz verstehen. Selbst wenn man keine Scheine macht in dem halben Jahr, so macht man doch jede Menge anderer wertvoller und hilfreicher Erfahrungen.
Wegen der Steuern habe ich ehrlich gesagt gefragt, weil ich einen Schweden kenne, der u. a. deshalb nach Deutschland gekommen ist. Das war also eher eine schwedische Haltung, die bei meiner Frage durchkam.
Meiner Erfahrung nach ist es nicht schwerer, zu Schweden eine persönliche Bindung aufzubauen als zu Deutschen, aber ich glaube gerne, dass das im Allgemeinen anders ist. Ich habe mal mit Schweden über dieses Thema gesprochen, weil ich das Klischee kannte, die Nordeuropäer seien eher zugeknöpft, und die waren der Meinung, dass das wohl hauptsächlich damit zusammenhängt, ob man auf dem Land oder in der Stadt wohnt. Sie meinten, die Leute auf dem Land seien weniger zugänglich als die in der Stadt. Auf jeden Fall denke ich, dass es in Schweden keine solchen Deutschland-Vernarrten gibt wie es in Deutschland Schweden-Vernarrte gibt
Auf jeden Fall hast du meinen großen Respekt dafür, in Karlsruhe Physik studiert zu haben! Und ein Leben in Schweden erreicht zu haben.
Dass ein Erasmus-Semester teilweise so negativ gesehen wird, kann ich nicht ganz verstehen. Selbst wenn man keine Scheine macht in dem halben Jahr, so macht man doch jede Menge anderer wertvoller und hilfreicher Erfahrungen.
Wegen der Steuern habe ich ehrlich gesagt gefragt, weil ich einen Schweden kenne, der u. a. deshalb nach Deutschland gekommen ist. Das war also eher eine schwedische Haltung, die bei meiner Frage durchkam.
Meiner Erfahrung nach ist es nicht schwerer, zu Schweden eine persönliche Bindung aufzubauen als zu Deutschen, aber ich glaube gerne, dass das im Allgemeinen anders ist. Ich habe mal mit Schweden über dieses Thema gesprochen, weil ich das Klischee kannte, die Nordeuropäer seien eher zugeknöpft, und die waren der Meinung, dass das wohl hauptsächlich damit zusammenhängt, ob man auf dem Land oder in der Stadt wohnt. Sie meinten, die Leute auf dem Land seien weniger zugänglich als die in der Stadt. Auf jeden Fall denke ich, dass es in Schweden keine solchen Deutschland-Vernarrten gibt wie es in Deutschland Schweden-Vernarrte gibt
Auf jeden Fall hast du meinen großen Respekt dafür, in Karlsruhe Physik studiert zu haben! Und ein Leben in Schweden erreicht zu haben.
Weil man sich bei Bedarf auch erreichen kann usw. - das kann ganz praktisch sein. Du bist natürlich auch willkommen, dich hier anderweitig zu beteiligen.Ingefaera hat geschrieben:So, jetzt hab ich mich angemeldet. Wieso ist das persönlicher?
Dass ein Erasmus-Semester teilweise so negativ gesehen wird, kann ich nicht ganz verstehen. Selbst wenn man keine Scheine macht in dem halben Jahr, so macht man doch jede Menge anderer wertvoller und hilfreicher Erfahrungen.
Ein beträchtlicher Teil der Studenten macht ein nur Party. Da knüpft man zwar auch Kontakte und verbessert seine multikulturellen Kommunikationsfähigkeiten. Fachlich lernt man aber gar nichts, und ich würde sagen, dass selbst nach einem Jahr nur 10% ein einigermaßen passables schwedisch spricht.
Ich weiß nicht, wieviele Schweden das bewegt - wenn es danach geht, müssten die Schweden eigentlich eher in die Schweiz.Wegen der Steuern habe ich ehrlich gesagt gefragt, weil ich einen Schweden kenne, der u. a. deshalb nach Deutschland gekommen ist. Das war also eher eine schwedische Haltung, die bei meiner Frage durchkam.
Wenn ich mir so den erweiterten Freundeskreis anschaue, ist der deutsche Anteil sehr hoch. Gerade hier in den Städten ist es so, dass die Leute teilweise ihr ganzes Leben hier verbracht haben. Die haben vergleichsweise wenig Bedürfnis, neue Leute kennenzulernen.Meiner Erfahrung nach ist es nicht schwerer, zu Schweden eine persönliche Bindung aufzubauen als zu Deutschen, aber ich glaube gerne, dass das im Allgemeinen anders ist. Ich habe mal mit Schweden über dieses Thema gesprochen, weil ich das Klischee kannte, die Nordeuropäer seien eher zugeknöpft, und die waren der Meinung, dass das wohl hauptsächlich damit zusammenhängt, ob man auf dem Land oder in der Stadt wohnt. Sie meinten, die Leute auf dem Land seien weniger zugänglich als die in der Stadt.
Ja, man nennt es auch das Bullerbü-Syndrom. Schweden ist dank Astrid Lindgren, Abba etc. einfach durch und durch gut besetzt. Es ist ein sehr deutsches Phänomen, denn die gleiche Begeisterung lässt sich nicht für Dänemark oder Norwegen finden. Eigentlich geht es auch weniger um Schweden als um den heimlichen Wunsch der Deutschen nach einer heileren Welt. So wird Schweden für viele zu einem besseren Deutschland, was es eben nicht ist. Gerade wenn man hier ist, versteht man auch die Unterschiede und was es heißt, Deutscher zu sein. Das ist nicht nur positiv, sondern hat auch seine Schattenseiten, denn wenn man sich nicht der totalen Schwedisierung hingibt, wird man sehr schnell viele Dinge finden, mit denen man sich wenig anfreunden kann. Als Deutscher hat man einen anderen Wertekanon und auch andere Gewohnheiten, und dies wird man umso mehr merken, wenn man mal hier ist. Deswegen lebt man hier nicht schlecht, aber man bleibt zu gewissem Grade immer ein Fremdkörper.Auf jeden Fall denke ich, dass es in Schweden keine solchen Deutschland-Vernarrten gibt wie es in Deutschland Schweden-Vernarrte gibt![]()
Naja, abgeschlossen habe ich dort nicht, und so schwer war es auch nicht, hier Fuß zu fassen. Insofern war das spektakulär auch wieder nichtAuf jeden Fall hast du meinen großen Respekt dafür, in Karlsruhe Physik studiert zu haben! Und ein Leben in Schweden erreicht zu haben.
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Gast
Hallo!
Ich wollte mich auch noch mal kurz zu diesem Them zu Wort melden:
Ich studiere Medizin in Deutschland und habe letztes Jahr zwei Semester in Schweden studiert. Es war eine superschöne Zeit - und wer weiß, vielleicht geht´s auch zurück nach Lund, sobald ich mein Studium hier abgeschlossen habe.
- Mein Freund ist nämlich ebenfalls Physiker und möchte unbedingt zurück (wir haben uns in Lund im Erasmusjahr kennengelernt) nach Schweden...
Zum Studieren in Schweden kann ich dir nur sagen: mach´s doch komplett dort, wenn du die Möglichkeit bekommen solltest. Mach dir über deine Sprachfähigkeiten keine Sorge - die kommen im Studium von selber, auch wenn´s anfangs nicht so ganz einfach ist. Vorlesungen eignen sich perfekt zum Schwedischlernen, parallel bietet die Uni gute Sprachkurse an. Und bis du dann irgendwann an den Bachelor/ Master gehst, ist die Sprache kein Problem mehr. Während des Studiums ist es mit Sicherheit einfacher gut Schwedisch zu lernen als während des Berufslebens...
Ich spreche aus Erfahrung - ich habe dort komplett auf Schwedisch studiert, nachdem ich in Deutschland vorher zwei Semester Schwedisch nebenher belegt habe. So glänzend waren meine Sprachfähigkeiten bei meiner Ankunft in Lund allerdings nicht und am Anfang hat es sich schon ziemlich wie ein Sprung ins kalte Wasser angefühlt. Aber es ist mit Sicherheit die effektivste Methode eine neue Sprache zu lernen. Die Erasmusstudenten, die auf Englisch studiert haben (also 95%...), hatten nach zwei Semestern kaum soviel dazugelernt wie ich in zwei Wochen.
Und sonst ist Erasmus auch eine tolle Sache. Wegen späterer Arbeitgeben würde ich mir da ehrlich gesagt nicht zuviele Gedanken machen... man muss seinen Lebenslauf gut begründen können, dann ist ein Auslandsaufenthalt (und ein dadurch verursachtes Semester mehr) sicher kein Minuspunkt...
Många hälsningar,
Charlotte
Ich wollte mich auch noch mal kurz zu diesem Them zu Wort melden:
Ich studiere Medizin in Deutschland und habe letztes Jahr zwei Semester in Schweden studiert. Es war eine superschöne Zeit - und wer weiß, vielleicht geht´s auch zurück nach Lund, sobald ich mein Studium hier abgeschlossen habe.
Zum Studieren in Schweden kann ich dir nur sagen: mach´s doch komplett dort, wenn du die Möglichkeit bekommen solltest. Mach dir über deine Sprachfähigkeiten keine Sorge - die kommen im Studium von selber, auch wenn´s anfangs nicht so ganz einfach ist. Vorlesungen eignen sich perfekt zum Schwedischlernen, parallel bietet die Uni gute Sprachkurse an. Und bis du dann irgendwann an den Bachelor/ Master gehst, ist die Sprache kein Problem mehr. Während des Studiums ist es mit Sicherheit einfacher gut Schwedisch zu lernen als während des Berufslebens...
Ich spreche aus Erfahrung - ich habe dort komplett auf Schwedisch studiert, nachdem ich in Deutschland vorher zwei Semester Schwedisch nebenher belegt habe. So glänzend waren meine Sprachfähigkeiten bei meiner Ankunft in Lund allerdings nicht und am Anfang hat es sich schon ziemlich wie ein Sprung ins kalte Wasser angefühlt. Aber es ist mit Sicherheit die effektivste Methode eine neue Sprache zu lernen. Die Erasmusstudenten, die auf Englisch studiert haben (also 95%...), hatten nach zwei Semestern kaum soviel dazugelernt wie ich in zwei Wochen.
Und sonst ist Erasmus auch eine tolle Sache. Wegen späterer Arbeitgeben würde ich mir da ehrlich gesagt nicht zuviele Gedanken machen... man muss seinen Lebenslauf gut begründen können, dann ist ein Auslandsaufenthalt (und ein dadurch verursachtes Semester mehr) sicher kein Minuspunkt...
Många hälsningar,
Charlotte
Charlotte, danke für deinen Erfahrungsbericht!
Du hast also die beiden letzten Semester vor dem Physikum in Schweden studiert? Das Physikum hast du aber in Deutschland gemacht, oder? In Medizin einen Platz in Schweden zu bekommen, war sicher nicht einfach. Ihr beide schafft das mit Medizin und Physik ganz sicher, nach dem Studium nach Schweden zu ziehen! Ach, einfach herrlich...
Wegen der Sprache: In Medizin war es, vermute ich mal, nicht ganz so tragisch, nicht alles zu verstehen, weil (zumindest im weiteren Studienverlauf in Deutschland) die Noten der Einzelprüfungen nicht gezählt haben, sondern "nur" ob bestanden oder nicht, oder? Wobei es in Medizin ja schon auf deutsch schwer genug ist, durch die Prüfungen zu kommen
Also was du da geschafft hast, ist echt toll!!! Ich weiß nicht, irgendwie ist es mir zu riskant, jetzt schon dort zu studieren und die "Heimatuni" nicht in Deutschland zu haben. Und vermutlich ist es doch so, dass man in den Psychologie-Kursen nur dann einen Platz bekommt, wenn man für das gesamte "Programm" genommen wurde, oder? Freie Plätze für Direkt-bei-der-Uni-Bewerber bleiben da wahrscheinlich nicht mehr übrig, oder? Und für die Bewerbung für das gesamte Programm müsste ich in nächster Zeit den Sprachtest bestehen und ich glaube, es ist nahezu ausgeschlossen, dass ich das schaffe. Ich schaue manchmal schwedische Filme an und verstehe, sobald die Schauspieler wirklich schnell reden, nicht mehr so viel. Aber ich finde es wirklich lieb, dass du mir Mut machst!
Hansbaer, wahrscheinlich hast du leider recht, was die Freundschaften betrifft. Und ja, ich sehe Schweden wirklich in gewissem Maße als "heile Welt" an und habe die gegenteiligen Erfahrungen (noch) nicht gemacht. Obwohl mir prinzipiell auch klar ist, dass es in Schweden die gleiche Bandbreite an Leuten und dass es auch soziale Probleme gibt. Aber was meinst du genau mit dem unterschiedlichen Wertekanon und den anderen Gewohnheiten? Jener Schwede, der wegen der schwedischen Politik nach Deutschland gezogen ist, hat mich übrigens gefragt, was genau denn die Deutschen so toll an Schweden fänden und da hab ich gesagt, das könne man nicht erklären. Ja, im Prinzip kann man es schon erklären, aber er hätte diesem Bild von Schweden wahrscheinlich nicht zustimmen können.
Und ich finde es trotzdem toll, dass du in Karlsruhe Physik studiert hast!
Du hast also die beiden letzten Semester vor dem Physikum in Schweden studiert? Das Physikum hast du aber in Deutschland gemacht, oder? In Medizin einen Platz in Schweden zu bekommen, war sicher nicht einfach. Ihr beide schafft das mit Medizin und Physik ganz sicher, nach dem Studium nach Schweden zu ziehen! Ach, einfach herrlich...
Wegen der Sprache: In Medizin war es, vermute ich mal, nicht ganz so tragisch, nicht alles zu verstehen, weil (zumindest im weiteren Studienverlauf in Deutschland) die Noten der Einzelprüfungen nicht gezählt haben, sondern "nur" ob bestanden oder nicht, oder? Wobei es in Medizin ja schon auf deutsch schwer genug ist, durch die Prüfungen zu kommen
Hansbaer, wahrscheinlich hast du leider recht, was die Freundschaften betrifft. Und ja, ich sehe Schweden wirklich in gewissem Maße als "heile Welt" an und habe die gegenteiligen Erfahrungen (noch) nicht gemacht. Obwohl mir prinzipiell auch klar ist, dass es in Schweden die gleiche Bandbreite an Leuten und dass es auch soziale Probleme gibt. Aber was meinst du genau mit dem unterschiedlichen Wertekanon und den anderen Gewohnheiten? Jener Schwede, der wegen der schwedischen Politik nach Deutschland gezogen ist, hat mich übrigens gefragt, was genau denn die Deutschen so toll an Schweden fänden und da hab ich gesagt, das könne man nicht erklären. Ja, im Prinzip kann man es schon erklären, aber er hätte diesem Bild von Schweden wahrscheinlich nicht zustimmen können.
Und ich finde es trotzdem toll, dass du in Karlsruhe Physik studiert hast!
Nur damit man mich da nicht missversteht: ich finde Erasmus auch toll und halte es für eines der erfolgreichsten Projekte der EU überhaupt.
Ein Auslandssemester schadet auch auf keinen Fall und wird in der Regel auch negativ gesehen.
Es ist vielmehr so, dass es zu einer Volksweisheit geworden ist, dass alle Personalchefs denken "prima, der war im Ausland" und man schon deswegen einen Fuß in der Tür hat. Das ist heute in vielen Fällen aber nicht mehr so, denn die Personalchefs wissen mittlerweile, dass jeder ein Erasmus-Semester machen kann und viele Studenten keinen großen Antrieb zeigen, die Sprache zu lernen oder gar Studienleistungen zu erbringen. Daher ist das für die bei weitem nicht mehr so beeindruckend wie das vielleicht früher mal war.
Allerdings musst du damit rechnen, dass natürlich alle Anforderungen auch wirklich angewendet werden, denn solange die Zahl der Bewerber die Zahl der Plätze deutlich übersteigt, können sie schlecht ein Auge zudrücken. Selbst wenn du nicht beim ersten Versuch genommen wirst - probieren kannst du es ja trotzdem.
Ein herausragendes Beispiel ist das Thema Geschlechtergleichstellung (Jämställdhet). Schweden können sich da über Sachen aufregen, bei denen man als Deutscher nicht einmal darüber nachdenken würde. Letzten Herbst beispielsweise machte Ryanair ein kleine Kampagne, bei der zum Ende der Schulferien mit dieser Anzeige http://www.dn.se/ekonomi/bojkotthot-mot ... s-1.588968 geworben wurde. Dass hier eine knapp bekleidete Frau anscheinend als Schulmädchen herhalten sollte, brachte den Werberat dazu, eine Rüge auszusprechen. Eine nach Öffentlichkeit gierende Abgeordnete sah sich sogar berufen, einen Boykott von Ryanair zu fordern. Als ob diese Posse nicht schon albern genug wäre, berichteten die großen Zeitungen mit großen Artikeln darüber.
Beispiele dieser Art gibt es en masse. Sicherlich ist diese gesellschaftliche Frage sehr wichtig, aber sie wird derart ernst genommen, dass man sich manchmal fragen muss, ob Schweden eigentlich keine anderen Probleme hat.
Ein anderer Bereich ist der Umgang mit Geld. Während ein Deutscher immer darauf bedacht ist, nur dann Schulden aufzunehmen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, und diese Schulden dann schnellstmögich zurückzahlen will, gibt es in Schweden Kredite, die man nicht bzw. nur in Teilen bis zu einem bestimten Zeitpunkt zurückzahlen muss. Es reicht dann, die Zinsen zu bedienen. Auf diese Art kaufen sich Schweden ihre Wohnungen und ihr Häuschen, wobei sie das geliehene Geld als ihr eigenes betrachten und die Zinsen als eine Art Miete. Als vor kurzem wegen der Leitzinssenkung auch die Zinsen auf Hauskredite sanken, jubelten alle Medien, wieviel mehr "Geld" man jetzt habe, wenn man nicht mehr so viel Zinsen bezahlen muss - dass die ganze Veranstaltung auf Pump ist, spielt offenbar keine Rolle. Auch die Studienkredite werden über enorm lange Zeiträume abbezahlt, obwohl ein passabel verdienender Hochschulabsolvent dies mit Sicherheit in erheblich kürzerer Zeit könnte.
Dass es erstrebenswert sein könnte, schon alleine wegen der Zinsen eine Schuld so schnell wie möglich abzutragen, scheint den Schweden vollkommen fremd zu sein.
Dies sind nur zwei Beispiele - viele andere Dingen ließen sich finden.
Solche Dinge begegnen einem hier, und aus deutscher Sicht kann man das mit Interesse beobachten, aber die Einstellung teilen fällt da doch schon schwerer.
Ein Auslandssemester schadet auch auf keinen Fall und wird in der Regel auch negativ gesehen.
Es ist vielmehr so, dass es zu einer Volksweisheit geworden ist, dass alle Personalchefs denken "prima, der war im Ausland" und man schon deswegen einen Fuß in der Tür hat. Das ist heute in vielen Fällen aber nicht mehr so, denn die Personalchefs wissen mittlerweile, dass jeder ein Erasmus-Semester machen kann und viele Studenten keinen großen Antrieb zeigen, die Sprache zu lernen oder gar Studienleistungen zu erbringen. Daher ist das für die bei weitem nicht mehr so beeindruckend wie das vielleicht früher mal war.
Wenn es nur daran hängt, dann kannst du dich gleich bewerben. Studera.nu sammelt nämlich nach Bewerbungsschluss noch lange die ganzen Dokumente ein. Für das kommende Semester ist zwar am 15. April Bewerbungsschluss, aber erst am 18. Juni müssen alle Dokumente da sein. Da hättest du also noch ein bisschen Luft.Ingefaera hat geschrieben:Und vermutlich ist es doch so, dass man in den Psychologie-Kursen nur dann einen Platz bekommt, wenn man für das gesamte "Programm" genommen wurde, oder? Freie Plätze für Direkt-bei-der-Uni-Bewerber bleiben da wahrscheinlich nicht mehr übrig, oder? Und für die Bewerbung für das gesamte Programm müsste ich in nächster Zeit den Sprachtest bestehen und ich glaube, es ist nahezu ausgeschlossen, dass ich das schaffe.
Allerdings musst du damit rechnen, dass natürlich alle Anforderungen auch wirklich angewendet werden, denn solange die Zahl der Bewerber die Zahl der Plätze deutlich übersteigt, können sie schlecht ein Auge zudrücken. Selbst wenn du nicht beim ersten Versuch genommen wirst - probieren kannst du es ja trotzdem.
Schweden sind ganz andere Dinge wichtig als Deutsche. Auch die Ansichten zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen unterscheiden sich ziemlich.Aber was meinst du genau mit dem unterschiedlichen Wertekanon und den anderen Gewohnheiten?
Ein herausragendes Beispiel ist das Thema Geschlechtergleichstellung (Jämställdhet). Schweden können sich da über Sachen aufregen, bei denen man als Deutscher nicht einmal darüber nachdenken würde. Letzten Herbst beispielsweise machte Ryanair ein kleine Kampagne, bei der zum Ende der Schulferien mit dieser Anzeige http://www.dn.se/ekonomi/bojkotthot-mot ... s-1.588968 geworben wurde. Dass hier eine knapp bekleidete Frau anscheinend als Schulmädchen herhalten sollte, brachte den Werberat dazu, eine Rüge auszusprechen. Eine nach Öffentlichkeit gierende Abgeordnete sah sich sogar berufen, einen Boykott von Ryanair zu fordern. Als ob diese Posse nicht schon albern genug wäre, berichteten die großen Zeitungen mit großen Artikeln darüber.
Beispiele dieser Art gibt es en masse. Sicherlich ist diese gesellschaftliche Frage sehr wichtig, aber sie wird derart ernst genommen, dass man sich manchmal fragen muss, ob Schweden eigentlich keine anderen Probleme hat.
Ein anderer Bereich ist der Umgang mit Geld. Während ein Deutscher immer darauf bedacht ist, nur dann Schulden aufzunehmen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, und diese Schulden dann schnellstmögich zurückzahlen will, gibt es in Schweden Kredite, die man nicht bzw. nur in Teilen bis zu einem bestimten Zeitpunkt zurückzahlen muss. Es reicht dann, die Zinsen zu bedienen. Auf diese Art kaufen sich Schweden ihre Wohnungen und ihr Häuschen, wobei sie das geliehene Geld als ihr eigenes betrachten und die Zinsen als eine Art Miete. Als vor kurzem wegen der Leitzinssenkung auch die Zinsen auf Hauskredite sanken, jubelten alle Medien, wieviel mehr "Geld" man jetzt habe, wenn man nicht mehr so viel Zinsen bezahlen muss - dass die ganze Veranstaltung auf Pump ist, spielt offenbar keine Rolle. Auch die Studienkredite werden über enorm lange Zeiträume abbezahlt, obwohl ein passabel verdienender Hochschulabsolvent dies mit Sicherheit in erheblich kürzerer Zeit könnte.
Dass es erstrebenswert sein könnte, schon alleine wegen der Zinsen eine Schuld so schnell wie möglich abzutragen, scheint den Schweden vollkommen fremd zu sein.
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Solche Dinge begegnen einem hier, und aus deutscher Sicht kann man das mit Interesse beobachten, aber die Einstellung teilen fällt da doch schon schwerer.
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Hansbaer jetzt kann ich dir nicht ganz recht geben.
Die einstellung zu Krediten hat sich sehr geändert in den letzten 10 Jahren. Heute wird jedem empfohlen der Geld übrig hat (wer hat das schon?) Kredite zurück zu bezahlen. auch sind tilgungslose Kredite selten geworden.
Die Deutschen sind genauso verschuldet. Keiner baut ein Haus ohne Schulden zu machen. Nur hat man dort die Bausparverträge, die es hier nicht gibt.
Auch die vielen neuen autos in Deutschland werden auf Pump gekauft. Gerade jetzt hört man ja dauernd dass sie ihre Kredite nur noch schwer bezahlen können.
Die einstellung zu Krediten hat sich sehr geändert in den letzten 10 Jahren. Heute wird jedem empfohlen der Geld übrig hat (wer hat das schon?) Kredite zurück zu bezahlen. auch sind tilgungslose Kredite selten geworden.
Die Deutschen sind genauso verschuldet. Keiner baut ein Haus ohne Schulden zu machen. Nur hat man dort die Bausparverträge, die es hier nicht gibt.
Auch die vielen neuen autos in Deutschland werden auf Pump gekauft. Gerade jetzt hört man ja dauernd dass sie ihre Kredite nur noch schwer bezahlen können.
Da muss ich mich vielleicht etwas präziser ausdrücken als im letzten Beitrag.Framsidan hat geschrieben: Die einstellung zu Krediten hat sich sehr geändert in den letzten 10 Jahren. Heute wird jedem empfohlen der Geld übrig hat (wer hat das schon?) Kredite zurück zu bezahlen. auch sind tilgungslose Kredite selten geworden.
Solche Kredite gibt es natürlich nur auf Immobilien - das stand da nicht eindeutig drin. D.h. die Bank hat eine Sicherheit, die sie bei einem reinen Kapitalkredit nicht hätte, nämlich das finanzierte Objekt.
Auch verlangen die Banken in der Regel mindestens 15% Eigenkapitalanteil beim Immobilienkauf.
Abgesehen davon ist es aber meines Wissen schon noch so, dass man ca. 85% des Immobilienwertes mit einem sogenannten Bottenlån finanzieren kann, und dieser hat entweder gar keine oder eine extrem geringe Tilgung.
Die Banken machen das mittlerweile nicht mehr so bereitwillig, aber solche Zustände wären in Deutschland trotzdem undenkbar - schon alleine, dass die Möglichkeit besteht, keinen Tilgungszeitraum zu vereinbaren, dürfte für einen deutschen Banker absurd erscheinen.
Eine weitere Seite des schwedischen Kreditwahns ist, dass man Kredite per SMS aufnehmen kann, und dass man praktisch jeden Toaster auf Raten kaufen kann.
Umgekehrt ist sparen bestenfalls als Fondssparen erträglich. Derzeit machen die Banken Werbung für Sparzinsen von weniger als 3 % - bei der zu erwartenden Inflation für dieses Jahr ist das nicht einmal ein Inflationsausgleich.
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Framsidan
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Es ist immer noch so dass man bei Hauskauf den sog. Bottenlån hat und daruf dann toplån.
Aber man muss dabei tilgen. Die Höhe der Tilgung ist unterschiedlich.
Aber auch in D hat man bei Kredit das Haus als Pfand, Grundschuld
Dass viele Leute zu viele Schulden haben wird ja immer klar sobald eine Krise eintritt. Aber das ist in D auch so. Wieviele jammern jetzt nicht dass sie ihr Haus verkaufen müssen???? Aber beleiht man alles so stark und kalkuliert so scharf dass schon bei Ausfall von 100 Euro alles wackelt, ja da tun mir die Leute nicht leid.
Man muss ja schon von vorher einiges einkalkulieren.
SMS lån ist, meiner Meinung nach, verwerflich. Aber da viele bei der bank nie einen Kredit bekommen würden, blühen dann solche Geschäfte. Man ist ja dauernd auf der Scuhe nach einem Mittel um das verbieten zu können. Scheint aber nicht so einfach zu sein.
SNS lån trifft ja meistens Jugendliche. Aber es wäre auch kein Fehler wenn denen jemand gelernt hätte dass man eben nicht alles haben kann.
Rentner kriegen in S auch selten einen Kredit, ja die haben oft sogar Problem mit Benzinkarte zu bekommen. Selbst bei guter rente
Framsidan
Aber man muss dabei tilgen. Die Höhe der Tilgung ist unterschiedlich.
Aber auch in D hat man bei Kredit das Haus als Pfand, Grundschuld
Dass viele Leute zu viele Schulden haben wird ja immer klar sobald eine Krise eintritt. Aber das ist in D auch so. Wieviele jammern jetzt nicht dass sie ihr Haus verkaufen müssen???? Aber beleiht man alles so stark und kalkuliert so scharf dass schon bei Ausfall von 100 Euro alles wackelt, ja da tun mir die Leute nicht leid.
Man muss ja schon von vorher einiges einkalkulieren.
SMS lån ist, meiner Meinung nach, verwerflich. Aber da viele bei der bank nie einen Kredit bekommen würden, blühen dann solche Geschäfte. Man ist ja dauernd auf der Scuhe nach einem Mittel um das verbieten zu können. Scheint aber nicht so einfach zu sein.
SNS lån trifft ja meistens Jugendliche. Aber es wäre auch kein Fehler wenn denen jemand gelernt hätte dass man eben nicht alles haben kann.
Rentner kriegen in S auch selten einen Kredit, ja die haben oft sogar Problem mit Benzinkarte zu bekommen. Selbst bei guter rente
Framsidan
Natürlich können sich auch in D nur wenige Menschen einfach so ein Haus kaufen, und viele sind auch überschuldet.
Einige Unterschiede sehe ich dennoch.
Bei einer deutschen Bank sind, soweit ich es sehe, 1 bis 2 Prozent Tilgung üblich, was dann in Darlehenslaufzeiten von ca. 30 Jahren resultiert. In Schweden ist wohl eine viel längere Laufzeit üblich. Bei der SEB ist von 30 bis 60 Jahren die Rede, bei Nordea sind es 10 bis 50 Jahre, wobei einem bei 50 Jahren sogar noch 5 tilgungsfreie Jahre angeboten werden. Die Schuldenfreiheit wird so natürlich schon auf den St.-Nimmerleinstag verschoben.
Auch ist hier in Schweden die langfristige Zinsbindung wohl weniger üblich. In Deutschland bindet man sich da für 5 Jahre und mehr, während man in Schweden teilweise alle 3 Monate einen neuen Zinssatz kriegt - daher ja auch dieser Jubel in den Zeitungen über die gesunkenen Zinssätze.
Dieses System spekuliert schon in viel höherem Maße auf eine recht hohe Inflation.
Die Bereitwilligkeit, sich zu verschulden, mag auch daher rühren, dass nur ein Bruchteil der Schweden zur Miete wohnt. Ich erinnere mich an einen Anteil von 3%. Wenn Eigenbesitz derart dominant ist, wird die Finanzierung über den Kredit zum Regelfall.
Einige Unterschiede sehe ich dennoch.
Bei einer deutschen Bank sind, soweit ich es sehe, 1 bis 2 Prozent Tilgung üblich, was dann in Darlehenslaufzeiten von ca. 30 Jahren resultiert. In Schweden ist wohl eine viel längere Laufzeit üblich. Bei der SEB ist von 30 bis 60 Jahren die Rede, bei Nordea sind es 10 bis 50 Jahre, wobei einem bei 50 Jahren sogar noch 5 tilgungsfreie Jahre angeboten werden. Die Schuldenfreiheit wird so natürlich schon auf den St.-Nimmerleinstag verschoben.
Auch ist hier in Schweden die langfristige Zinsbindung wohl weniger üblich. In Deutschland bindet man sich da für 5 Jahre und mehr, während man in Schweden teilweise alle 3 Monate einen neuen Zinssatz kriegt - daher ja auch dieser Jubel in den Zeitungen über die gesunkenen Zinssätze.
Dieses System spekuliert schon in viel höherem Maße auf eine recht hohe Inflation.
Die Bereitwilligkeit, sich zu verschulden, mag auch daher rühren, dass nur ein Bruchteil der Schweden zur Miete wohnt. Ich erinnere mich an einen Anteil von 3%. Wenn Eigenbesitz derart dominant ist, wird die Finanzierung über den Kredit zum Regelfall.
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