Asylpolitik: Familienzusammenführung wird vereinfacht

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Karsten
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Asylpolitik: Familienzusammenführung wird vereinfacht

Beitrag von Karsten »

Schweden will die Regeln für die Familienzusammenführung vereinfachen. Ab Juli kommenden Jahres können Einwanderer ihre Angehörigen nach Schweden nachholen, auch wenn sich die Verwandtschaft nicht mit Dokumenten nachweisen lässt. Dies ist der wichtigste Punkt in der Übereinkunft zur Asyl- und Einwanderungspolitik, die die bürgerliche Koalition mit den Grünen geschlossen hat. Erwartet wird nun insbesondere ein wachsender Zuzug von Menschen aus Somalia.

„Eine erfreuliche Nachricht. Zersplitterte Familien können hier in Schweden wieder vereint werden“, sagt Abdulqadir Sheriif, beim Somalischen Landesverband verantwortlich für Flüchtlingsfragen. Der Zuzug aus Somalia war stark zurückgegangen, seit die schwedische Einwanderungsbehörde im Frühjahr 2010 beschlossen hatte, den Aufenthalt nur noch gegen Vorlage eines gültigen Passes zu bewilligen – die somalischen Pässe waren in Schweden nicht anerkannt. Nun sollen andere Mittel zur Identifizierung angewandt werden, darunter DNA-Tests.

Sieg für Ideale des Humanismus

Im Frühjahr hatten die vier bürgerlichen Koalitionsparteien und die Grünen mit ihrem blockübergreifenden Rahmenabkommen zur Einwanderungs- und Asylpolitik für Aufsehen gesorgt. Seither hatte man um die Details gerungen. Die veränderte Praxis zur Familienzusammenführung ist nun das erste handfeste Ergebnis. Umgerechnet rund 90 Millionen Euro werden für die Finanzierung dieser Reform im kommenden Haushalt veranschlagt. „Ich freue mich sehr, dass wir diese Frage gemeinsam mit der Umweltpartei lösen können“, betont Migrationsminister Tobias Billström. Die Reichstagsabgeordnete Maria Ferm, Unterhändlerin der Grünen, sieht die Übereinkunft als einen „großen Sieg für all jene in Schweden, die für die Ideale des Humanismus einstehen.“ Die Partner streben außerdem an, dass Kindern von illegalen Einwanderern künftig das Recht auf Schulbesuch zustehen soll. Details werden derzeit noch im Bildungsministerium ausgearbeitet.

„Der Asylprozess muss ein klares Ende haben“

Darüber hinaus sind weitere Fragen offen, so die künftige medizinische Versorgung für illegale Einwanderer. So genannte „Papierlose“ haben in Schweden bisher lediglich das Recht auf akute Versorgung – das wollen die Grünen ändern. Hier wären also Zugeständnisse der Regierungsparteien gefragt. Migrationsminister Billström hob als besonders erfreulich hervor, dass die Grünen ihrerseits der Regierung in einer wichtigen Frage entgegengekommen sind: Sie tragen die Politik der Koalition mit, wonach jemand, dessen Asylantrag abgelehnt wird, das Land verlassen muss. „Der Asylprozess muss ein klares Ende haben“, so Billström. „Unser Land nimmt viele Asylanträge entgegen, und das soll auch so bleiben. Aber wir müssen auch mit denen zurechtkommen, deren Antrag abgelehnt wird.“

(Quelle: Radio Schweden)
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ankabi
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Re: Asylpolitik: Familienzusammenführung wird vereinfacht

Beitrag von ankabi »

Schön für jeden Asylbewerber, sehe ja täglich im SFI-Kurs, wie die Leute darunter leiden allein in einem fremden Land zu sein...
jedoch auch ( ohne von irgendjemandem als auslängerfeindlich abgestempelt zu werden) fraglich für uns.
Als deutsche Auswanderer wurde uns zum 4. Mal die Personnummer versagt, jetzt mit der Begründung, daß eine Arbeit über eine Zeitarbeitsfirma nicht ausreichend sei, eine Nummer gäbe es erst, wenn man einen Festanstellungsvertrag für mindestens ein halbes Jahr vorlegen kann.
Haben unser Haus in Deutschland verkauft , verfügen also auch über Mittel uns vorerst allein zu versorgen, aber auch das reicht nicht... Haben eine Wohnung hier, die Kinder sind in Gymnasium und Kindergarten integriert, wir leben gern hier und haben nette Kontakte... doch die Sache mit der Nummer ärgert uns dann doch etwas,
Sorry, wenn es nicht recht hierher paßt, aber ich mußte mir grad mal Luft machen.
Liebe Grüße
Anne
Vielleicht für den einen oder anderen nachvollziehbar, daß wir das nicht verstehen.
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