Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
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Karsten
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Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Schulen in freier Trägerschaft stellen offenbar allzu oft Gewinninteressen über das Wohl der Schüler. Darauf lassen die Ergebnisse von Inspektionen durch die Schulaufsicht schließen. Nun will die Regierung diese Entwicklung stoppen. Eine parlamentarische Untersuchungskommission soll Möglichkeiten aufzeigen, unseriösen Betreibern Gewinne auf Kosten der Schüler zu verwehren.
„Wenn es sich so verhält, dass man die Qualität auf eine Art herunterschraubt, die den Schülern schadet, um stattdessen Gewinne einzustreichen – dann ist dies wirklich provozierend. Dann müssen Regeln und Gesetze straffer werden“, so Schulminister Jan Björklund im Schwedischen Rundfunk. Die Entwicklung, die das Schulsystem in den vergangenen Jahren genommen hat, bedarf offenkundig so mancher Korrektur. Einfach dürfte das nicht werden; spielt im gesamten System doch bisher vielfach just der finanzielle und eben nicht der Bildungseffekt die wichtigste Rolle.
Der Schüler als umworbener Kunde
Schwedens Schüler sind begehrte Kunden auf einem heiß umkämpften Markt. Um ihre Gunst und somit um das „Schülergeld“, den Geldbetrag, der jedem Schüler zusteht und der jeweils der Schule seiner Wahl zufließt, werben alle Schulen: die kommunalen wie die so genannten Freischulen. Letztere werden zwar von öffentlichen Geldern finanziert und ihr Besuch ist kostenlos; sie stehen aber unter freier Trägerschaft und werden mit Gewinninteresse betrieben. Ein vielfach lukratives Geschäft, wie die Entwicklung auf dem Schulmarkt zeigt – so sind in den vergangenen Jahren mehrere große Schul-Ketten entstanden, die statt Fastfood oder Kleidern eben Bildung anbieten. Und ebenso wie für eine Fastfood-Kette gilt es, sparsam zu wirtschaften. Zum Beispiel, indem man statt teurer, ausgebildeter Lehrer billiges Personal einstellt, das weder über die entsprechende fachliche noch über die pädagogische Kompetenz verfügt (was freilich die kommunalen Schulen im Prinzip genauso halten).
„Die Schulaufsicht muss Stopp sagen können“
In der jüngsten Kontrolle durch die Schulinspektion im vergangenen Jahr kamen von 116 untersuchten Freischulen gerade mal fünf ohne kritische Anmerkungen davon. Zwar stehen auch in dieser Hinsicht die kommunalen Schulen nicht besser da. Doch die parlamentarische Untersuchung soll sich nun zunächst ausschließlich mit den Freischulen und mit Möglichkeiten befassen, ihnen im Fall schwerer Unterlassungen auf die eine oder andere Weise den Geldhahn abzudrehen. „Als ein Beispiel könnte gelten, dass eine Freischule einerseits stark die Gelder für solche Schüler beschneidet, die auf besondere Unterstützung angewiesen Metta Fjelkner sind, und andererseits Gewinne abschöpft“, so Schulminister Björklund. „Dann ist es angezeigt, dass die Schulaufsicht Möglichkeiten hat, Stopp zu sagen.“ Dabei wolle er sich nicht auf das Wort „Gewinn-Stopp“ festlegen lassen, so der Minister weiter. Sanktionen könne es beispielsweise auch in Form von Bußgeldern geben. Metta Fjelkner, Vorsitzende der Lehrergewerkschaft Lärarnas Riksförbund, begrüßt die geplante Untersuchung: „Wenn eine Freischule Schüler entlässt, die den Ausbildungszielen nicht gerecht werden, dann soll sie keine Gewinne austeilen können. Es ist nicht akzeptabel, dass eine Schule einerseits hohe Gewinne ausschüttet und andererseits die Lehrergehälter auf dem gleichen niedrigen Niveau hält wie das übrige Schul-Schweden“, so die Gewerkschafterin.
(Quelle: Radio Schweden)
„Wenn es sich so verhält, dass man die Qualität auf eine Art herunterschraubt, die den Schülern schadet, um stattdessen Gewinne einzustreichen – dann ist dies wirklich provozierend. Dann müssen Regeln und Gesetze straffer werden“, so Schulminister Jan Björklund im Schwedischen Rundfunk. Die Entwicklung, die das Schulsystem in den vergangenen Jahren genommen hat, bedarf offenkundig so mancher Korrektur. Einfach dürfte das nicht werden; spielt im gesamten System doch bisher vielfach just der finanzielle und eben nicht der Bildungseffekt die wichtigste Rolle.
Der Schüler als umworbener Kunde
Schwedens Schüler sind begehrte Kunden auf einem heiß umkämpften Markt. Um ihre Gunst und somit um das „Schülergeld“, den Geldbetrag, der jedem Schüler zusteht und der jeweils der Schule seiner Wahl zufließt, werben alle Schulen: die kommunalen wie die so genannten Freischulen. Letztere werden zwar von öffentlichen Geldern finanziert und ihr Besuch ist kostenlos; sie stehen aber unter freier Trägerschaft und werden mit Gewinninteresse betrieben. Ein vielfach lukratives Geschäft, wie die Entwicklung auf dem Schulmarkt zeigt – so sind in den vergangenen Jahren mehrere große Schul-Ketten entstanden, die statt Fastfood oder Kleidern eben Bildung anbieten. Und ebenso wie für eine Fastfood-Kette gilt es, sparsam zu wirtschaften. Zum Beispiel, indem man statt teurer, ausgebildeter Lehrer billiges Personal einstellt, das weder über die entsprechende fachliche noch über die pädagogische Kompetenz verfügt (was freilich die kommunalen Schulen im Prinzip genauso halten).
„Die Schulaufsicht muss Stopp sagen können“
In der jüngsten Kontrolle durch die Schulinspektion im vergangenen Jahr kamen von 116 untersuchten Freischulen gerade mal fünf ohne kritische Anmerkungen davon. Zwar stehen auch in dieser Hinsicht die kommunalen Schulen nicht besser da. Doch die parlamentarische Untersuchung soll sich nun zunächst ausschließlich mit den Freischulen und mit Möglichkeiten befassen, ihnen im Fall schwerer Unterlassungen auf die eine oder andere Weise den Geldhahn abzudrehen. „Als ein Beispiel könnte gelten, dass eine Freischule einerseits stark die Gelder für solche Schüler beschneidet, die auf besondere Unterstützung angewiesen Metta Fjelkner sind, und andererseits Gewinne abschöpft“, so Schulminister Björklund. „Dann ist es angezeigt, dass die Schulaufsicht Möglichkeiten hat, Stopp zu sagen.“ Dabei wolle er sich nicht auf das Wort „Gewinn-Stopp“ festlegen lassen, so der Minister weiter. Sanktionen könne es beispielsweise auch in Form von Bußgeldern geben. Metta Fjelkner, Vorsitzende der Lehrergewerkschaft Lärarnas Riksförbund, begrüßt die geplante Untersuchung: „Wenn eine Freischule Schüler entlässt, die den Ausbildungszielen nicht gerecht werden, dann soll sie keine Gewinne austeilen können. Es ist nicht akzeptabel, dass eine Schule einerseits hohe Gewinne ausschüttet und andererseits die Lehrergehälter auf dem gleichen niedrigen Niveau hält wie das übrige Schul-Schweden“, so die Gewerkschafterin.
(Quelle: Radio Schweden)
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knut245
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Wie angenehm zu lesen, dass in Schweden das Thema Unternehmensgewinne Bestandteil einer Qualitätsdiskussion ist. Das ist hier in D ja leider so was von tabu. Eine sachliche Diskussion dazu ist hier kaum möglich, ohne dass gleich Neid und Sozialismus und ähnlicher Unfug unterstellt wird.
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goteborgcity
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Ich weiss nicht, wer in Deutschland Träger der Freischulen ist. Hier in Schweden gehören die meisten Freischulen Risikokapitalunternehmern, die ihren Sitz meist nicht einmal in Schweden haben und hier auch keine Steuern bezahlen. Aber sie nehmen natürlich alle Zuschüsse, die den Freischulen vom Gesetz zustehen, in Anspruch.
Religiöse Freischulen gibt es hier zwar auch, aber sie sind absolut in der Minderheit und stehen auch weniger in der Kritik als all die Freischulen, die nur zur Gewinnmaximierung gegründet wurden.
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- kapehei
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Dazu dieser Verweis: http://de.wikipedia.org/wiki/Schule_in_ ... 4gerschaftgoteborgcity hat geschrieben:Ich weiss nicht, wer in Deutschland Träger der Freischulen ist.
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goteborgcity
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
@Karsten
In Wikipedia finde ich leider nicht wieviele der Freischulen Deutschlands von Vereinen, von Kirchen oder von rein wirtschaftlichen Unternehmen geführt werden. Aber gerade das ist ja eine entscheidende Frage, denn ein Verein verfolgt in der Regel ein ideelles Ziel, was bei der Mehrheit der Freischulen in Schweden eben nicht der Fall ist, denn da ist der kommerzielle Gewinn das Ziel.
Wobei die Anzahl der deutschen Freischulen im Verhältnis zu Schweden (prozentual) ja echt gering ist, denn hier gibt es gegenwärtig rund 750 freie Grundschulen und 500 freie Gymnasien bei insgesamt 4826 Grundschulen und 1145 Gymnasien (inkl. Sondergymnasien).
In Wikipedia finde ich leider nicht wieviele der Freischulen Deutschlands von Vereinen, von Kirchen oder von rein wirtschaftlichen Unternehmen geführt werden. Aber gerade das ist ja eine entscheidende Frage, denn ein Verein verfolgt in der Regel ein ideelles Ziel, was bei der Mehrheit der Freischulen in Schweden eben nicht der Fall ist, denn da ist der kommerzielle Gewinn das Ziel.
Wobei die Anzahl der deutschen Freischulen im Verhältnis zu Schweden (prozentual) ja echt gering ist, denn hier gibt es gegenwärtig rund 750 freie Grundschulen und 500 freie Gymnasien bei insgesamt 4826 Grundschulen und 1145 Gymnasien (inkl. Sondergymnasien).
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- kapehei
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
@goteborgcity
Da werde ich mal weitersuchen.
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knut245
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Zahlen zur Verteilung der Trägerschaft wüsste ich auch nicht. Ich denke allerdings, dass in D mit reinen Schulen nicht sehr viel Geld zu verdienen ist. Bei einer Schulgründung in freier Trägerschaft, die ich als Finanzvorstand mitbegleitet habe, haben wir Kostenersatz für die Lehrer erhalten und ab dem dritten Jahr auch für Materialien und Einrichtung gegen Nachweis. Es wurde seitens der Genehmigungsbehörde aber auch darauf geachtet, dass die Lehrkräfte mit ausreichend Stunden nach BAT eingestellt wurden, so dass eine Ersparnis über die Personalkosten gar nicht möglich war. Eine Gewinnerzielung in größeren Ausmaß dürfte nur für Internatsbetriebe möglich sein, bei denen der Überschuss dann im Bereich der Unterbringung und Verpflegung erzielt werden kann.
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goteborgcity
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Ich fürchte, der Vergleich wird relativ schwierig, da man in Schweden Internatschulen, Privatschulen und Freischulen unterscheidet. Freischulen werden vor allem aus Steuergeldern finanziert, stellen aber einen eigenen Finanzierungsplan auf der bereits gewinnbringend sein darf. Anschliessend kann die Schule alles einsparen, was die Schulleitung als überflüssig empfindet. Und genau da beginnt das Problem, denn einige sehr unseriöse Freischulen stellen nicht einmal das sonst übliche Lehrmaterial zur Verfügung, verzichten auf Schulstunden und einige Nebenfächer ... usw.
Bisher wurden die Freischulen kaum kontrolliert und die Gewinne fliessen (wegen einer Gesetzeslücke) in steuerfreie Länder.
Da die Freischulen überwiegend von Steuergeldern finanziert werden, hat der Staat nun auch beschlossen einen Riegel gegen den Missbrauch dieser Gelder vorzuschieben, was eigentlich längst hätte geschehen müssen.
Bisher wurden die Freischulen kaum kontrolliert und die Gewinne fliessen (wegen einer Gesetzeslücke) in steuerfreie Länder.
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- Petergillarsverige
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Es gibt in Deutschland freie christliche Schulen, die von Christen gegründet und unterhalten werden. Man legt allerdings Geld drauf. Das ist uns aber die bessere Schule wert.
Schweden ist nicht nur ein Land - das ist ein Virus
- Micha1991
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Ich sag mal so: solange man dann auch wirklich bessere Lernmöglichkeiten und sowas dafür hat, ist ja alles im grünen Bereich.
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goteborgcity
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Die Frage ist nicht, ob eine Schule von einer religiösen, freidenkenden oder kommerziellen Gruppe geführt wird, sondern ob man in der Schule auch neutralen und guten Unterricht bekommt und nicht einseitig manipuliert wird, vor allem, wenn die Schule vom Steuerzahler finanziert oder mitfinanziert wird. Rein private Schulen, die sich ausschliesslich selbst finanzieren, sind eine andere Frage, so lange die Eltern nicht (moralisch) gezwungen werden ihre Kinder in eine bestimmte Schule zu schicken, sondern frei wählen können. Jeder Zwang und jede Manipulation ist gefährlich, denn dann wird in der Regel auch kein neutraler Unterricht geboten, insbesondere was Biologie, Chemie, Religion und Sozialkunde betrifft.
Das Unterrichtsziel muss für alle Schüler das gleiche Niveau bieten und allen die gleiche Voraussetzung für die Zukunft sichern.
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knut245
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Wo ich das gerade nochmal lese: gibts in Schweden denn keinen allgemeinverbindlichen Lehrplan? Dann wäre es ja gar nicht möglich, auf Fächer zu verzichten.goteborgcity hat geschrieben:denn einige sehr unseriöse Freischulen stellen nicht einmal das sonst übliche Lehrmaterial zur Verfügung, verzichten auf Schulstunden und einige Nebenfächer ... usw.
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goteborgcity
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Re: Regierung will unseriöse Freischulen in Schweden stoppen
Bei Hauptfächern (und nur bei diesen) gibt es eine allgemeine Richtlinie, aber das betrifft nur die Kenntnisprüfung, nicht das Lehrmaterial oder die Unterrichtsmethode, so dass es Freischulen gibt, die nicht zu den für ein Studium notwendigen Punkten führen, also ein Studium unmöglich machen, obwohl das eigentlich nicht vorkommen dürfte.
Zum Herbst tritt jetzt eine grössere Reform in Kraft, die einiges ändern wird, aber auch in Zukunft wird sich das schwedische Schulsystem in sehr vielen Punkten vom deutschen unterscheiden, da man hier auch sehr auf Gruppenarbeit setzt und weniger auf individuelles arbeiten. In vielen Schulen sollen Schüler ihre Fähigkeiten selbst ausbauen und entwickeln und Lehrer greifen nur stützend ein. Aber das ist wirklich sehr unterschiedlich und hängt von der Schule und dem Lehrer ab.
Die Ausbildung hier kann zudem von Schule zu Schule sehr stark abweichen, auch was die Fächerwahl (Nebenfächer) betrifft. Bei Gymnasien kann hier auch Tanz, Modedesign oder Kosmetik ein Lehrfach sein.
Zum Herbst tritt jetzt eine grössere Reform in Kraft, die einiges ändern wird, aber auch in Zukunft wird sich das schwedische Schulsystem in sehr vielen Punkten vom deutschen unterscheiden, da man hier auch sehr auf Gruppenarbeit setzt und weniger auf individuelles arbeiten. In vielen Schulen sollen Schüler ihre Fähigkeiten selbst ausbauen und entwickeln und Lehrer greifen nur stützend ein. Aber das ist wirklich sehr unterschiedlich und hängt von der Schule und dem Lehrer ab.
Die Ausbildung hier kann zudem von Schule zu Schule sehr stark abweichen, auch was die Fächerwahl (Nebenfächer) betrifft. Bei Gymnasien kann hier auch Tanz, Modedesign oder Kosmetik ein Lehrfach sein.
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