Die königliche Hochzeit ein Flopp?
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goteborgcity
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Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Nach Hochrechnungen der schwedischen Fernsehanstalt SVT haben knapp über 2,9 Millionen Schweden die Hochzeit der schwedischen Kronprinzessin vor dem Fernseher verfolgt, was natürlich voraussetzt, dass auch immer der ganze Haushalt auf das Fernsehbild schaute und nicht nur eine Person des Haushalts, während der Rest der Familie Fußball sah oder Rasen mähte.
Aber selbst die optimistische Zahl von SVT lässt Zweifel an der tatsächlichen PR-Wirkung der Hochzeit aufkommen, denn sowohl das Melodifestivalen (Eurovision Song Contest) als auch Kalle Anka (Donald Duck) schlagen diese Zahlen in bedeutender Höhe, obwohl sie weit weniger „einmalig“ sind als die Hochzeit einer Prinzessin mit einem Bürgerlichen.
Die groß angelegte Hochzeit stärkt auch die Diskussion um die Monarchie in Schweden, denn für viele ist es unverständlich, dass ihre Steuergelder dafür verwendet werden auserwählten gekrönten Häuptern der ganzen Welt die musikalische Veranstaltung, das Essen und vieles mehr zu bezahlen, nur weil das schwedische Königshaus ein Prunkhochzeit auf Kosten des Volkes gestalten will.
Göteborg Aktuell
Aber selbst die optimistische Zahl von SVT lässt Zweifel an der tatsächlichen PR-Wirkung der Hochzeit aufkommen, denn sowohl das Melodifestivalen (Eurovision Song Contest) als auch Kalle Anka (Donald Duck) schlagen diese Zahlen in bedeutender Höhe, obwohl sie weit weniger „einmalig“ sind als die Hochzeit einer Prinzessin mit einem Bürgerlichen.
Die groß angelegte Hochzeit stärkt auch die Diskussion um die Monarchie in Schweden, denn für viele ist es unverständlich, dass ihre Steuergelder dafür verwendet werden auserwählten gekrönten Häuptern der ganzen Welt die musikalische Veranstaltung, das Essen und vieles mehr zu bezahlen, nur weil das schwedische Königshaus ein Prunkhochzeit auf Kosten des Volkes gestalten will.
Göteborg Aktuell
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Ja ja, der gemeine Bürger denkt eben nur von Zwölf bis Mittag. Diese Hochzeit mit ihrer TV-Vermarktung war mit Abstand die beste Marketingmaßnahme für das Land Schweden in der Welt. Ich wette, dass diese Kosten, die im internationalen Maßstab vergleichsweise lächerlich gering sind, sich locker wieder einspielen werden. Alles mal über den Daumen behauptet.
An Stelle der schwedischen Regierung würde ich möglichst rasch entsprechende Zahlen, evtl. seriöse Schätzungen, an die Medien geben.
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Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Nach den ersten Hochrechnungen hat sich die Hochzeit weder als PR-Wert für Schweden wirklich bezahlt gemacht noch kommen durch das Königshaus irgendwelche Steuererleichterungen auf das Volk zu, ganz im Gegenteil. Mit der Hochzeit steigen lediglich die Kosten für den normalen Bürger in Schweden. Dass bereist die Hälte der Schweden die Nase voll von der Monarchie hat ist eigentlich ein Zeichen dafür, wohin die Tendenz geht. Das Fest war einen Tag und ist jetzt vorüber, mit nicht einmal der Hälfte der Gäste, die das Stockholmer Fremdenverkehrsamt einkalkuliert hatte und mit 30% weniger Fernsehzuschauern als das SVT rechnete.
Dass es noch zu einem Konflikt mit Reuters und einigen anderen Presseagenturen kam und das Königshaus Hochzeitsschokolade vermarktete, die mit Kinderarbeit entstand, hilft dem Königshaus bestimmt nicht weiter, nachdem es angeblich gegen die Ausbeutung von Kindern ist. Ich weiss nicht, ob Viktoria es noch schafft Königin zu werden, aber die Zeichen stehen nicht sehr gut, so lange jeder arbeitende Schwede jedes Jahr zwischen 5% und 10% seiner Steuern an das Königshaus abliefern muss, während die Arbeitslosigkeit steigt und die Gewalt in den Stadt zunimmt, weil überall nur Geld gespart werden muss, ausser natürlich vom Königshaus.
Dass es noch zu einem Konflikt mit Reuters und einigen anderen Presseagenturen kam und das Königshaus Hochzeitsschokolade vermarktete, die mit Kinderarbeit entstand, hilft dem Königshaus bestimmt nicht weiter, nachdem es angeblich gegen die Ausbeutung von Kindern ist. Ich weiss nicht, ob Viktoria es noch schafft Königin zu werden, aber die Zeichen stehen nicht sehr gut, so lange jeder arbeitende Schwede jedes Jahr zwischen 5% und 10% seiner Steuern an das Königshaus abliefern muss, während die Arbeitslosigkeit steigt und die Gewalt in den Stadt zunimmt, weil überall nur Geld gespart werden muss, ausser natürlich vom Königshaus.
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Framsidan
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Göteborgscity wie wäre es wenn du etwas mehr objektiv wärst? Kein Steuerzahler zahlt hier 10 % seiner Steuern an das Köndigshaus.
Ich persönlich bezahle lieber die kleine Summe an das Königshaus als an Politiker die eine Fehlentscheidung nach der anderen Machen und oft grosse Summen kosten. Oder sogar das Flugzeug der Regierung für Privatreisen ( z.B. Fussballspiel in Spanien und dann später in den Urlaub auf Mallorca ) und viele andere Spässchen die sie sich im Laufe der Jahre geleistet haben. Wir haben nich tnur die privaten Feste von Göran P gezahlt sondern zahlen heute noch an ihn.
Man könnte da so viel aufzählen aber das willst du vielleicht gar nicht hören.
Ich persönlich bezahle lieber die kleine Summe an das Königshaus als an Politiker die eine Fehlentscheidung nach der anderen Machen und oft grosse Summen kosten. Oder sogar das Flugzeug der Regierung für Privatreisen ( z.B. Fussballspiel in Spanien und dann später in den Urlaub auf Mallorca ) und viele andere Spässchen die sie sich im Laufe der Jahre geleistet haben. Wir haben nich tnur die privaten Feste von Göran P gezahlt sondern zahlen heute noch an ihn.
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Ich bin auch nicht dafür unsinnige Reisen an Politiker zu bezahlen oder dass Politiker wie Bildt und Konsorten ihre Machenschaften ausüben können. Leider kamen diese Leute aber durch eine demokratische Wahl an die Macht, was beim Königshaus nicht der Fall ist. Wenn der König mit 1,2 Promille am Steuer erwischt wird kann man nicht einmal was machen, da er von seiner Position her über jedem Politiker des Landes steht. Aber das ist eine andere Frage.
Was meine angegebene Steuerabgaben betrifft, so reicht es, die offizielle Statistik des zentralen statistischen Amtes in Schwedens und die diesjährigen zusätzlichen Zahlungen an das Königshaus betrachten um die Bestätigung zu finden. Ein Superfest mit den adeligsten der Adeligen hilft dabei sicher nicht diese Tatsache zu verschleiern. Allein der Schmuck während des Festes entsprach dem Bruttosozialprodukt Schwedens eines Jahres.
Das Fest war grandios, zugegeben, aber das Ganze war nichts anderes als "panem et circenses", also Brot und Spiele, damit derjenige, der nie an das grosse Geld kommt hin und wieder etwas träumen darf. Aber, ehrlich gesagt, wieviele Prinzessinen gibt es mit einem glücklichen Ende oder wieviele Prinzessinen gibt es überhaupt und wieviele Ehen landen bei der Scheidung?
Auch wenn ich gegen jede Monarchie bin, wie auch gegen jede Diktatur, so versuche ich diese Hochzeit dennoch in ihrem politischen Rahmen zu sehen und nicht als das grossartige Fest, das nun einmal der schwedische Steuerzahler finanziert hat, um hinter Absperrungen jubeln zu dürfen. Welche Leistung bringt das Königshaus, was leistet es international, welcher Vertrag kam über das Königshaus zu Stande? Warum beteiligt sich das Königshaus (mit dem Geld der Steuerzahler) an Aktionen, die Kinder vor Krankheiten und Übergriffen schützen sollen, wenn dann bei der Hochzeit dafür kassiert wird, dass in der dritten Welt Kinder ausgebeutet werden? Eine Firma wird deswegen sofort boykottiert, aber beim Königshaus jubelt man. Das sind Dinge, die ich nicht verstehen und akzeptieren kann. Ist Viktoria ein Gott oder ein Mensch, das ist hier die Frage. Warum werden hier andere Massstäbe angelegt, weil die Monarchie eine so gute Sache ist?
Ich weiss, dass ich mit meiner Aussage nicht gerade ein Märchen unterstütze, aber, wenn ich fortführe. Wieviele Fernsehzuschauer in Schweden sassen davor, obwohl sie bei der ersten chance gegen die Monarchie abstimmen würden? Nach Hochrechnungen über die Hälfte! Ich denke, dass in Deutschland mehr "Monarchisten" vor dem Apparat sassen als hier in Schweden.
Was meine angegebene Steuerabgaben betrifft, so reicht es, die offizielle Statistik des zentralen statistischen Amtes in Schwedens und die diesjährigen zusätzlichen Zahlungen an das Königshaus betrachten um die Bestätigung zu finden. Ein Superfest mit den adeligsten der Adeligen hilft dabei sicher nicht diese Tatsache zu verschleiern. Allein der Schmuck während des Festes entsprach dem Bruttosozialprodukt Schwedens eines Jahres.
Das Fest war grandios, zugegeben, aber das Ganze war nichts anderes als "panem et circenses", also Brot und Spiele, damit derjenige, der nie an das grosse Geld kommt hin und wieder etwas träumen darf. Aber, ehrlich gesagt, wieviele Prinzessinen gibt es mit einem glücklichen Ende oder wieviele Prinzessinen gibt es überhaupt und wieviele Ehen landen bei der Scheidung?
Auch wenn ich gegen jede Monarchie bin, wie auch gegen jede Diktatur, so versuche ich diese Hochzeit dennoch in ihrem politischen Rahmen zu sehen und nicht als das grossartige Fest, das nun einmal der schwedische Steuerzahler finanziert hat, um hinter Absperrungen jubeln zu dürfen. Welche Leistung bringt das Königshaus, was leistet es international, welcher Vertrag kam über das Königshaus zu Stande? Warum beteiligt sich das Königshaus (mit dem Geld der Steuerzahler) an Aktionen, die Kinder vor Krankheiten und Übergriffen schützen sollen, wenn dann bei der Hochzeit dafür kassiert wird, dass in der dritten Welt Kinder ausgebeutet werden? Eine Firma wird deswegen sofort boykottiert, aber beim Königshaus jubelt man. Das sind Dinge, die ich nicht verstehen und akzeptieren kann. Ist Viktoria ein Gott oder ein Mensch, das ist hier die Frage. Warum werden hier andere Massstäbe angelegt, weil die Monarchie eine so gute Sache ist?
Ich weiss, dass ich mit meiner Aussage nicht gerade ein Märchen unterstütze, aber, wenn ich fortführe. Wieviele Fernsehzuschauer in Schweden sassen davor, obwohl sie bei der ersten chance gegen die Monarchie abstimmen würden? Nach Hochrechnungen über die Hälfte! Ich denke, dass in Deutschland mehr "Monarchisten" vor dem Apparat sassen als hier in Schweden.
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Und was ist das jetzt für ein Schnellschuss? Woher kam der? Und was heißt "wirklich bezahlt gemacht"? Ich glaube sogar, dass das Event insgesamt mehr Nutzen für Schweden stiftet, als man überhaupt in Geld bemessen kann. Aber das kann man nicht mit "ersten Hochrechnungen" erfassen. Diese dienen vermutlich eher dazu, eine bestimmte Sichtweise zu stützen. Aber an diesem Punkt würde ja eine sinnvolle Diskussion, die in die Tiefe geht, erst beginnen.Nach den ersten Hochrechnungen hat sich die Hochzeit weder als PR-Wert für Schweden wirklich bezahlt gemacht
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Das Land, das am meisten Journalisten nach Schweden schickte und wo am meisten über die Hochzeit berichtet wurde, ist Deutschland, also das Land, das ohnehin bereits sehr gute Beziehungen zu Schweden hat und am touristischen Geschäft Schwedens am meisten beteiligt ist. Für Deutschland brauchte man keine PR-Wirkung, da die deutsche Yellow Press ohnehin pausenlos für Königshäuser, vor allem das in Schweden, wirbt. Und dennoch kamen bereits weitaus weniger Deutsche zum Fest nach Schweden als geplant und erhofft. Auch die bisherigen Hotelbuchungen bis Dezember gehen nur sehr geringfügig in die Höhe, also im Rahmen der letzten fünf Jahre. Allerdings geben die Besucher immer weniger aus.torsten1 hat geschrieben:Und was ist das jetzt für ein Schnellschuss? Woher kam der? Und was heißt "wirklich bezahlt gemacht"?
Andere Länder haben zwar berichtet oder selbst, wie CNN, die Hochzeit übertragen, aber die Wirkung ist gleich Null. Es gibt keinen Ansturm von Buchungen aus Amerika, Brasilien oder Kanada und es gibt keine Folge. Für Amerika und die meisten anderen Länder ist mit dem Ende der Hochzeit auch das Ende der Berichtserstattung erreicht.
Asien war fast vollständig von der Berichtserstattung ausgeschlossen, ausgerechnet die Ländern, deren Touristen man gerne in Schweden sehen würde. Da schoss natürlich SVT und das Königshaus ein Eigentor, trotz SIEBEN höfischen Berichtserstattern!
Woher kommt also die PR-Wirkung? Das Fremdenverkehrsamt in Stockholm bezahlt zwei Angestellte nur für die PR des Königshauses und das nicht nur seit die Hochzeit bekannt war, in der Regierung sitzen drei hohe Staatsbeamte, die für die (politische) PR-Wirkung des Königshauses zuständig sind usw. überall wird PR in den Mund genommen, aber mit dem Ergebnis, dass immer weniger Schweden hinter dem Königshaus stehen und, ausser deutschen Touristen, sich auch kaum jemand für die königlichen Paläste interessiert. Viktorias Hochzeit wird hier nur sehr wenig ändern und alle vorherigen Berechnungen und Hoffnungen wurden nachträglich nun schöngeredet, weil der Wunsch höher eingestuft wurde als die Realität.
Natürlich kann man nun sagen, dass dieses Ereignis eine nicht kalkulierbare PR-Wirkung hat, aber das heisst doch nichts anderes, als dass man nirgens auch nur den geringsten Beweis dafür findet, sondern in der Metaphysik suchen muss. Natürlich wurde jetzt auch kurzfristig der Umsatz einiger Firmen in Schweden angekurbelt mit Gadgets, aber davon haben nicht einmal die Angestellten der Firmen etwas, da sie ohnehin bezahlt werden. Um jedoch die Gadgets oder auch Süssigkeiten oder Geschirr mit Bild verkaufen zu dürfen, mussten die Unternehmer eine Genehmigung des Königshauses besitzen und eine Lizenzgebühr in beträchtlicher Höhe bezahlen, was sich nicht ein einziges kleines Unternehmen des Landes leisten konnte. Aber das ist leider überall so, nicht nur in Schweden.
Und was bedeutet auch die Wohlfahrt des Königshauses? Das Geld kommt von den Steuern, also von den einzelnen Schweden, die dafür arbeiten, nicht vom Königshaus, das sich damit schmückt. Ich würde es vorziehen, wenn man das dann auch an den Kinderheimen und Krankenhäusern anbringen würde. Aber das ist natürlich alles PR-Wirkung des Königshauses. Zu wessen Kosten?
Wie gesagt, ich bin aus Prinzip gegen die Monarchie, weil sie undemokratisch und in unserer Zeit überholt ist, aber im Gegensatz zu vielen sage ich auch, dass die Abschaffung, die in Schweden mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit ist, dem einzelnen Schweden nicht einen Cent Steuern erspart oder ihm einen Cent höheres Einkommen bringt, denn dazu müsste man nicht das Königshaus abschaffen, sondern jeden korrupten Politiker, der vergisst, dass er das Volk nur vertreten soll, nicht aber sich daran bereichern oder eine Entscheidung gegen die Mehrheit der Meinungen fällen sollte. Vermutlich müsste man selbst die Lobbyarbeit der Industrie dafür unterbinden, aber das ist ein ganz anderes Thema.
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Welcher "Experte" kann bitte schön jetzt schon sagen, ob sich der PR-Aufwand gelohnt hat??? Der wird sich auch nicht nach diesem Sommer messen lassen, sondern frühestens was Städtereisen ab kommendem Herbst angeht oder eben was Schwedenreisen von Ausländern im nächsten Sommer betrifft. Vorher wird niemand "messen", "hochrechnen" oder "schätzen" können, sondern lediglich spekulieren. Und da Spekulationen Unsinn sind und nur von Leuten gemacht werden, die sonst nichts zu tun haben, bleiben wir mal auf dem Teppich und warten ab.
Und, was die Überschrift angeht: Warum muss eigentlich vor oder nach jeder Veranstaltung alles schlecht geredet werden, was nicht fehlerfrei oder in jedermann interesse gelaufen ist? Ein Flopp wäre die Hochzeit nur, wenn sie nicht stattgefunden hätte oder die beiden schon wieder auseinander wären. Die Hochzeit ist der größte Tag im Leben von Daniel Westling und Kronprinzessin Victoria, und als solchen sollten wir den Tag auch erstmal sehen.
Was das schwedische Könighaus angeht, habe ich mal irgendwo gelesen oder gehört, dass das Könighaus dem schwedischen Steuerzahler lediglich 0,50 € oder 0,80 € pro Jahr kostet, die genaue Summe weiß ich nicht mehr, aber es war verdammt wenig und weniger als 1 €. Trotzdem verliert das schwedische Könighaus an Unterstützung, während 1996 noch 70% hinter dem Könighaus standen, waren es 2009 nur noch 49% und aktuell noch 46%. Auch wenn es nur Umfragen sind, die Tendenz ist deutlich. Und es liegt an Victoria und Daniel, diesen Trend in den nächsten Jahren umzukehren.
Auf Åland ist Victoria sehr beliebt, was sicherlich ihrem Besuch vor 2 Jahren zu verdanken ist, auf dem sie, anstatt zwei Bänder zur Eröffnung des åländischen Heimatmuseums durchzuschneiden, die Bänder in schwedischen und åländischen Farben zu einem Freundschaftsknoten zusammengeknotet hat.
Und bei einem bin ich mir sicher: Das schwedische Könighaus (und nicht nur das) kann mit seinen Geldern besser wirtschaften als die Politiker, die das Geld der Bürger mit beiden Händen zum Fenster rausschmeißen und das auch noch als richtig verteidigen.
Deutschland hat am meisten Journalisten nach Schweden geschickt. Schön und gut, und was ist daran schlimm? Welches ist denn das größte Land mit den meisten Zeitungen in Europa?
Und, was die Überschrift angeht: Warum muss eigentlich vor oder nach jeder Veranstaltung alles schlecht geredet werden, was nicht fehlerfrei oder in jedermann interesse gelaufen ist? Ein Flopp wäre die Hochzeit nur, wenn sie nicht stattgefunden hätte oder die beiden schon wieder auseinander wären. Die Hochzeit ist der größte Tag im Leben von Daniel Westling und Kronprinzessin Victoria, und als solchen sollten wir den Tag auch erstmal sehen.
Was das schwedische Könighaus angeht, habe ich mal irgendwo gelesen oder gehört, dass das Könighaus dem schwedischen Steuerzahler lediglich 0,50 € oder 0,80 € pro Jahr kostet, die genaue Summe weiß ich nicht mehr, aber es war verdammt wenig und weniger als 1 €. Trotzdem verliert das schwedische Könighaus an Unterstützung, während 1996 noch 70% hinter dem Könighaus standen, waren es 2009 nur noch 49% und aktuell noch 46%. Auch wenn es nur Umfragen sind, die Tendenz ist deutlich. Und es liegt an Victoria und Daniel, diesen Trend in den nächsten Jahren umzukehren.
Auf Åland ist Victoria sehr beliebt, was sicherlich ihrem Besuch vor 2 Jahren zu verdanken ist, auf dem sie, anstatt zwei Bänder zur Eröffnung des åländischen Heimatmuseums durchzuschneiden, die Bänder in schwedischen und åländischen Farben zu einem Freundschaftsknoten zusammengeknotet hat.
Und bei einem bin ich mir sicher: Das schwedische Könighaus (und nicht nur das) kann mit seinen Geldern besser wirtschaften als die Politiker, die das Geld der Bürger mit beiden Händen zum Fenster rausschmeißen und das auch noch als richtig verteidigen.
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Es gibt gewisse Erfahrenswerte, die natürlich nicht zu 100% stimmen. Und Du darfst dabei nicht vergessen wie lange die PR schon läuft ohne dass sie eine Wirkung zeigte. Eine Aktion oder ein Ereignis, das nicht innerhalb von vier Wochen irgendeine Wirkung zeigte gilt im Tourismus als verfehlt und die Hochzeit wird seit Wochen vermarktet. Hier sind sich im übrigen alle Analysten hier einig.Alandica hat geschrieben:Welcher "Experte" kann bitte schön jetzt schon sagen, ob sich der PR-Aufwand gelohnt hat???
Ich habe eine journalistische Ausbildung und benutzte daher die gleiche Sprache, die die Hochzeit in aller Munde brachte. Der Beitrag wird doch gelesen, oder? Und er wird auch diskutiert, was ich sehr gut finde. Und das Wort Flopp lässt sich diskutieren, nachdem selbst Donald Duck nach zig Jahren im schwedischen Weihnachtsprogramm die Hochzeit immer noch übertrumpft, oder auch das Melodifestivalen.Alandica hat geschrieben:Und, was die Überschrift angeht: Warum muss eigentlich vor oder nach jeder Veranstaltung alles schlecht geredet werden, was nicht fehlerfrei oder in jedermann interesse gelaufen ist? Ein Flopp
Nur die Hochzeit hat den schwedischen Steuerzahler rund 2,5 Millionen Euros gekosten, bei den knapp 3 Millionen Arbeitstätigen in Schweden macht allein das bereits 1 Euro pro Steuerzahler, aber von dieser Summe hat Viktoria noch nicht ihr Schloss, keinen Angestellten, keinen Polizisten vor ihrer Residenz und nichts zu essen.Alandica hat geschrieben:Was das schwedische Könighaus angeht, habe ich mal irgendwo gelesen oder gehört, dass das Könighaus dem schwedischen Steuerzahler lediglich 0,50 € oder 0,80 € pro Jahr kostet,
Viktoria ist im großen und ganzen beliebt, nicht nur auf Åland. Ohne sie stünde das Königshaus in der Gunst des Volkes vermutlich weitaus schlechter da. Aber du solltest dabei auch nicht vergessen, dass auch Viktoria ihre Berater hat, damit sie in der Gunst steigt, auch hier arbeitet man mit PR-Wirkung.Alandica hat geschrieben:Auf Åland ist Victoria sehr beliebt, was sicherlich ihrem Besuch vor 2 Jahren zu verdanken ist, auf dem sie, anstatt zwei Bänder zur Eröffnung des åländischen Heimatmuseums durchzuschneiden, die Bänder in schwedischen und åländischen Farben zu einem Freundschaftsknoten zusammengeknotet hat.
Ich bin ich keiner Weise für die Korruption in der Politik oder das Ausufern, das heute schon überall üblich zu sein scheint, sondern ich bin für Demokratie und glaube nicht an blaues besseres Blut. Wenn Viktoria eine gute Politik macht und beliebt ist, so kann sie ja gewählt werden, oder?Alandica hat geschrieben:Und bei einem bin ich mir sicher: Das schwedische Könighaus (und nicht nur das) kann mit seinen Geldern besser wirtschaften als die Politiker, die das Geld der Bürger mit beiden Händen zum Fenster rausschmeißen und das auch noch als richtig verteidigen.
Ich würde auch gerne so einige Politiker weit schneller absetzen als das Königshaus, aber da muss ich leider sagen, dass das Volk diese Leute mehrheitlich gewählt hat und sich fragen sollte, warum nur, warum?
Alandica hat geschrieben:Deutschland hat am meisten Journalisten nach Schweden geschickt. Schön und gut, und was ist daran schlimm?
Das war nur eine Feststellung ohne Wertung, die aber vor allem darauf beruht, dass es in Deutschland eine Vielzahl an Zeitschriften gibt, die von der Berichtserstattung über Königshäuser leben. Mir ist das zwar für ein Land, das keine Monarchie hat, etwas suspekt, aber solange es Leser gibt, bleibt das auch so. Ich habe vor selbst eine Menge mit Artikeln über das schwedische Königshaus verdient und werde daher nichts dagegen sagen. Für einen Sylvia-Artikel, der mich einen Anruf kostete, bekam ich teilweise doppelt soviel bezahlt als für eine Reportage, die mich drei Tage kostete und wo ich auch noch das Fotomaterial liefern musste.
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Framsidan
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Alandica es sind 14 SEK die uns Steuerzahlern das Königshaus kostet. Göteborgscity bezahlst du nich tmehr an Stuern dass die futtigen 14 Kronen 5-10% deiner Steuern ausmachen?????
Die ganzen Juwelen gehören dem Staat, also uns Steuerzahlern. Ausser dem persönlichem schmuck (darunter sind einige Diadems die Königinen von ihren Angehörigen geschenkt bekamen) Wie es damit in anderen Ländern steht, weiss ich nicht.
Warum glaubst dass viele Unternehmer bei den Reisen vom Königspaar oder Viktoria in andere länder dabei sind? Ja weill ihnen dadurch viele Türen geöffnet werden. Und ohne Unternehmer kann kein Land leben.
Was kosten nicht die Übertragungen von der fussball VM? Oder die ganzen Sendungen von OS? Oder der jährliche Schlagercirkus wo wir unter fernen liefen dabei sind? Rechne das mal alles zusammen.
Kein Mensch hier sieht Viktoria als Gott. Dass sie sehr menschlich ist haben wir besonders seit ihrer Verlobung gesehen.
Apropo Bild und Konsorten......... Dass die dir auch nicht passen kann man ja gut rauslesen. Aber ich kann nur sagen, mir sind die lieber als Göran P, Mona S die vorher dran waren an der Macht und wirklich den Staat bezahlen liesen und noch tun.
Ich weiss nicht, wie lange du schon in schweden wohnst. Aber auf jeden Fall gab es da auch die Monarchie. Wie kann ich in so ein Land ziehen wo ich so einen Hass auf das Staatsoberhaupt habe???????
Im übrigen bin ich mir sicher dass die Monarchie weiter besteht. Du wirst sehen dass die Anhänger wieder mehr werden.
Wenn du immer die Zahl von 46 % nennst, warum sagst du nichts von dem grossen Prozentsatz der unsicher ist? Der Rest sind nämlich nicht nur Gegner der Monarchie.
Ürigens hat der König selber die Hälfte der Kosten bezahlt. 50% wir die Steuerzahler und 50% das Königshaus. Die Einladung von riksdagen geht sicher ganz auf unsere Kosten.
Die ganzen Juwelen gehören dem Staat, also uns Steuerzahlern. Ausser dem persönlichem schmuck (darunter sind einige Diadems die Königinen von ihren Angehörigen geschenkt bekamen) Wie es damit in anderen Ländern steht, weiss ich nicht.
Warum glaubst dass viele Unternehmer bei den Reisen vom Königspaar oder Viktoria in andere länder dabei sind? Ja weill ihnen dadurch viele Türen geöffnet werden. Und ohne Unternehmer kann kein Land leben.
Was kosten nicht die Übertragungen von der fussball VM? Oder die ganzen Sendungen von OS? Oder der jährliche Schlagercirkus wo wir unter fernen liefen dabei sind? Rechne das mal alles zusammen.
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Apropo Bild und Konsorten......... Dass die dir auch nicht passen kann man ja gut rauslesen. Aber ich kann nur sagen, mir sind die lieber als Göran P, Mona S die vorher dran waren an der Macht und wirklich den Staat bezahlen liesen und noch tun.
Ich weiss nicht, wie lange du schon in schweden wohnst. Aber auf jeden Fall gab es da auch die Monarchie. Wie kann ich in so ein Land ziehen wo ich so einen Hass auf das Staatsoberhaupt habe???????
Im übrigen bin ich mir sicher dass die Monarchie weiter besteht. Du wirst sehen dass die Anhänger wieder mehr werden.
Wenn du immer die Zahl von 46 % nennst, warum sagst du nichts von dem grossen Prozentsatz der unsicher ist? Der Rest sind nämlich nicht nur Gegner der Monarchie.
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Ich würde die unbereinigtenZahlen nicht aus der Presse abschreiben, aber das ist eine andre Frage. Jedenfalls wird mit 14 Kronen nicht einmal Viktoria bezahlt ...Framsidan hat geschrieben:Alandica es sind 14 SEK die uns Steuerzahlern das Königshaus kostet. Göteborgscity bezahlst du nich tmehr an Stuern ...
Stimmt vollkommen, auch das Geschirr, die Möbel … nur dass man da als Bürger nicht einmal in den Park darf, aber selbst zerschlagenes Geschirr ersetzen muss …Framsidan hat geschrieben:Die ganzen Juwelen gehören dem Staat, also uns Steuerzahlern. ...
Und der Chef von Volvo, wie so manch andere bedeutende Persönlichkeiten, woebi der König umgekehrt auch bei Reisen teilnimmt, die der Steuerzahler direkt bezahlt ...Framsidan hat geschrieben:Warum glaubst dass viele Unternehmer bei den Reisen vom Königspaar oder Viktoria in andere länder dabei sind? ...
Ich bin kein Fussballfan und von mir aus können sie auch den Schlagerzirkus streichen, aber Tatsache ist, dass diese Ereignisse eine so hohe Zuschauerzahl bringen, und Werbeeinnahmen, dass sich das einfach für Sendeanstalten lohnt. Ich konnte diese Werbebanderolen, die sowas finanzieren bei Viktorias Hochzeit nicht finden.Framsidan hat geschrieben:Was kosten nicht die Übertragungen von der fussball VM? Oder die ganzen Sendungen von OS? ...
An welcher Stelle präzis, die nicht vom Hofprotokoll bestimmt war?Framsidan hat geschrieben:Kein Mensch hier sieht Viktoria als Gott. Dass sie sehr menschlich ist haben wir besonders seit ihrer Verlobung gesehen.
Ich habe von Bildt und Konsorten gesprochen, die in zahlreiche krumme Dinge verwickelt sind. Im übrigen glaube ich nicht, dass Mona Sahlin eine Chance gegen Reinfeldt hat und ich ihr auch meine Stimme nicht geben werde … aber das ist ein ganz anderes Thema ...Framsidan hat geschrieben:Apropo Bild und Konsorten......... Dass die dir auch nicht passen kann man ja gut rauslesen. Aber ich kann nur sagen, mir sind die lieber als Göran P, Mona S
Mich würde interessieren wo Du den Hass findest? Ich bin als Demokrat gegen die Monarchie im allgemeinen und denke, dies auch offen zu sagen. Das Königshaus hat mit meiner Entscheidung in Schweden zu leben absolut nichts zu tun. Ich akzeptiere Tatsachen, aber nehme mir die Freiheit eine eigene Meinung zu haben.Framsidan hat geschrieben:...Wie kann ich in so ein Land ziehen wo ich so einen Hass auf das Staatsoberhaupt habe???????
ok, wir können hier weitergehen, denn du hast sicher auch gelsen wieviele der Befürworter des Königshauses über 60 sind und wohl irgendwann sterben und wieviele unter 30 waren, also bald die Mehrheit sind. Unter den unter 30-jährigen sind es nämlich, wenn ich mich recht erinnere (müsste sonst nachsehen), über 80% die Monarchie ablehnen. Wie sieht da wohl die Zukunft aus?Framsidan hat geschrieben:Wenn du immer die Zahl von 46 % nennst, warum sagst du nichts von dem grossen Prozentsatz der unsicher ist? Der Rest sind nämlich nicht nur Gegner der Monarchie.
25 Millionen Kronen wurden vom Steuerzahler für die Hochzeit bezahlt beahlt und da der König in Schweden keinerlei öffentliche Buchhaltung hat und nicht haben muss, so kan niemand sagen woher er seinen Anteil nahm.Framsidan hat geschrieben:Ürigens hat der König selber die Hälfte der Kosten bezahlt. 50% wir die Steuerzahler und 50% das Königshaus. Die Einladung von riksdagen geht sicher ganz auf unsere Kosten.
Natürlich war ich mit meinem Beitrag etwas provokativ, aber es wundert mich doch, dass niemand darauf eingeht, warum eine Firma, die Kinderarbeit unterstützt, boykottiert wird, das Königshaus jedoch nicht die kleinste Schramme abbekommt... Gibt es tatsächlich soviele überzeugte Royalisten, dass Kinderarbeit hier plötzlich unbedeutend wird?
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Framsidan, bei der Umfrage sieht man wieder die Sensationsmache und Meinungsmache der Medien. Ich weiß nicht, wer die Umfrage in Auftrag gegeben hat, aber komischerweise kurz vor der Hochzeit kommen die Ergebnisse in die Presse, dass 46% gegen die Monarchie sind. Das heißt natürlich nicht, wie du schon anmerkst, dass die übrigen 54% dagegen sind, sondern nur, dass diese 54% nicht voll und ganz hinter dem Könighaus stehen. Leider gibt es zumindest da, wo ich die Zahlen gerade spontan "hergeholt" habe, keine Gegenseite. Das würde mich persönlich auch sehr interessieren. Ich glaube, wenn man Fragen würde, ob die Monarchie in Schweden abgeschafft werden sollte, würden bei weitem keine 50% Ja-Stimmen erreicht.
Wie Politiker und alles andere haben auch Könighäuser gute und schlechte Zeiten. Das Haus Oranje-Nassau ist gerade sehr beliebt beim Volk, das Haus Windsor hat einige Jahre mit Negativschlagzeilen hinter sich und auch die schwedische Königsfamilie wird sich in der Gunst des Volkes eines Tages wieder verbessern.
Göteborgcity, Marketingmaßnahmen brauchen zum Teil sehr lange, bis sie sich deutlich bemerkbar machen. Gerade solche touristischen Sachen ... denn Urlaube sind meist länger im Voraus gebucht und es rennt nicht jeder, nur weil er die Hochzeit sieht, direkt zum Pc und bucht seinen nächsten Städtetrip. Aber bei der nächsten Gelegenheit (wann auch immer die kommt) wird er Stockholm in Erwägung ziehen und vielleicht statt nach Amsterdam zu fahren mal nach Stockholm fliegen.
Wie Politiker und alles andere haben auch Könighäuser gute und schlechte Zeiten. Das Haus Oranje-Nassau ist gerade sehr beliebt beim Volk, das Haus Windsor hat einige Jahre mit Negativschlagzeilen hinter sich und auch die schwedische Königsfamilie wird sich in der Gunst des Volkes eines Tages wieder verbessern.
Göteborgcity, Marketingmaßnahmen brauchen zum Teil sehr lange, bis sie sich deutlich bemerkbar machen. Gerade solche touristischen Sachen ... denn Urlaube sind meist länger im Voraus gebucht und es rennt nicht jeder, nur weil er die Hochzeit sieht, direkt zum Pc und bucht seinen nächsten Städtetrip. Aber bei der nächsten Gelegenheit (wann auch immer die kommt) wird er Stockholm in Erwägung ziehen und vielleicht statt nach Amsterdam zu fahren mal nach Stockholm fliegen.
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Natürlich kann man im Tourismus nie etwas genaues voraussagen, denn ich plane im Moment auch die Saison 2011, teilweise 2012 und habe dieses Jahr fast abgeschlossen, d.h. ausser der Weihnachtssaison. Aber ich weiss auch, dass langfristig auf eine PR-Aktion zu hoffen sehr riskant ist, denn ein Streik, eine Aschewolke, der Kurs und tausende von anderen Ereignissen wirken darauf ein. Wenn ich jetzt noch Anfragen zur Buchmesse im September habe, so muss ich ablehen, da ich, trotz Beziehungen, an kaum noch ein Hotelzimmer komme und bereits für 2011 Probleme bekomme, da in diesem Jahr deutsche Literatur das Thema sein wird. Aber es gibt immer Richtwerte, es gibt Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Und in diesem Rahmen kann ich Dir garantieren, dass die Fachwelt im Moment sehr wenig auf diese PR-Wirkung hofft.Alandica hat geschrieben:Göteborgcity, Marketingmaßnahmen brauchen zum Teil sehr lange, bis sie sich deutlich bemerkbar machen. Gerade solche touristischen Sachen ... denn Urlaube sind meist länger im Voraus gebucht und es rennt nicht jeder, nur weil er die Hochzeit sieht, direkt zum Pc und bucht seinen nächsten Städtetrip. Aber bei der nächsten Gelegenheit (wann auch immer die kommt) wird er Stockholm in Erwägung ziehen und vielleicht statt nach Amsterdam zu fahren mal nach Stockholm fliegen.
Man hoffte, dass Ende Mai alle Busse und Züge nach Stockholm ausgebucht seien und man hoffte, dass jedes Hotelzimmer vermietet sei. Ich dachte das übrigens auch, bis die ersten Zahlen Anfang Mai intern durchkamen. Da war die Sache gelaufen, auch wenn man diesen Eindruck nicht nach Aussen weitergab, denn sonst hätte man riskiert, dass die Situation sich noch verschlimmert.
Ich weiss nicht, welchen Beruf du ausübst und das ist im Grunde auch nicht wichtig. Ich arbeite seit 30 Jahren als Journalist, nachdem ich, unter anderem, in drei Ländern Wirtschaftswissenschaften und Informatik studierte. Seit 12 Jahren bin ich zusätzlich als Berater, Ausbilder und Reisevermittler aktiv, ebenfalls in mehreren Ländern. Ich denke, dass ich dabei gelernt habe Tourismus, PR und Meinungsmache einzuschätzen. Nicht zuletzt, weil ich ja eigentlich selbst nichts anderes mache, wenn ich ehrlich bin. Wenn ich nicht manipuliere, so verdiene ich nichts. Ich versuche das, meiner Meinung nach, im positiven Sinne und biete das Beste, was ich kann, eher zuviel als zuwenig, aber ich manipuliere dennoch.
Und ich bewege mich nur zwischen den Stühlen, denn ich brauche zu jedem Politiker hier in Schweden eine gute Beziehung, egal welcher Schattierung er/sie ist und muss manchmal schweigen, damit mir eine Quelle nicht versiegt, aber glücklicherweise kann ich in Schweden meine eigene Meinung haben, sagen und vertreten ohne angegriffen zu werden. Nur schreiben kann ich eben nicht alles.
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Mona-Linnea
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Man kann die Mitglieder der Königsfamilie mögen oder nicht, die Monarchie befürworten oder nicht, dass sie ´n Relikt ist, überflüssig und somit etwas absurd, steht doch aber wohl außer Frage.
M-Lin
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schweden01
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
In Schweden gibt es das Königshaus, andere Länder haben ihre Präsidenten (-tinnen). Die kosten den Steuerzahler nicht weniger. Schau dir das Theater in D nur an. Was glaubst du denn wohl, was die Neuwahl des Bundespräsidenten den D Steuerzahler wohl kostet?
Die Reisen sind nicht minder günstiger. Wegen des Bundespräsidenten kommen bestimmt nicht mehr Touristen nach D.
Hast du schon einmal überlegt, warum soviele Deutsche nach Schweden reisen? Silvia Sommerlath, die Königin, ist eine Deutsche gewesen. Für die Deutschen ist sie das noch immer. Viele Deutsche sind erst durch die Hochzeit mit Carl-Gustav nach Schweden gekommen.
Der schwedische Tourismus profitiert also schon seit über 34 Jahren von Glanz und Gloria der "tre kronor".
Ich brauche für Deutschland auch kein Königshaus, doch ein Schweden ohne kann ich mir nicht vorstellen.
Das schwedische Königshaus ist das günstigste, welches es in Europa und sonstwo gibt.
Gruß Maria
Die Reisen sind nicht minder günstiger. Wegen des Bundespräsidenten kommen bestimmt nicht mehr Touristen nach D.
Hast du schon einmal überlegt, warum soviele Deutsche nach Schweden reisen? Silvia Sommerlath, die Königin, ist eine Deutsche gewesen. Für die Deutschen ist sie das noch immer. Viele Deutsche sind erst durch die Hochzeit mit Carl-Gustav nach Schweden gekommen.
Der schwedische Tourismus profitiert also schon seit über 34 Jahren von Glanz und Gloria der "tre kronor".
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Genau aus diesen Erfahrungen in anderen Ländern gibt es hier in Schweden auch den Gedanken ohne Präsidenten auszukommen, was mal etwas anderes wäre und wirklich Geld sparen würde.schweden01 hat geschrieben:In Schweden gibt es das Königshaus, andere Länder haben ihre Präsidenten (-tinnen). Die kosten den Steuerzahler nicht weniger. Schau dir das Theater in D nur an. Was glaubst du denn wohl, was die Neuwahl des Bundespräsidenten den D Steuerzahler wohl kostet? ...
Was die deutschen Touristen angeht, die wegen einer gebürtigen Deutschen nach Schweden kommen, die nun Königin ist, muss ich sagen, dass ich diese Schicht bisher noch nicht gefunden habe, obwohl ich täglich mit der touristischen Entwicklung in Westschweden zu tun habe, wo letztes Jahr über 500.000 Nächte von Deutschen gebucht wurden, die hier knapp 60 Millionen Euros gelassen haben - und all das ganz ohne königliche Hochzeit. Diejenigen, die ich bisher traf kamen wegen dem Land, der Küste, einer Messe, einer Tagung und tausend Grunden mehr, aber die interessierte es sehr wenig, ob hier überhaupt eine Monarchie sei. Aber Daniel Westling wurde nun ja auch Herzog von diesem Teil Schwedens ... mal sehen, ob sich das auf den Tourismus auswirkt ...
Ich versteh dabei dann allerdings nicht, warum hierher noch mehr Norweger als Deutsche kommen, denn im Königshaus ist niemand mit einem/einer Norweger/in verheiratet und Norwegen hatte einst grosse Teile Schwedens besetzt. Schade, dass ich die deutsche Yellow Presse nicht kenne, sonst würde ich vermutlich einige Argumente besser verstehen und auch, warum niemand auf die Punkte eingeht, die mich wirklich interessieren würden, wie man das z.B. in Deutschland sieht, dass das schwedische Königshaus Kinderarbeit in Entwicklungsländern unterstützt.
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- Aelve
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hallo,
man darf ja auch nicht vergessen, dass auch in Norwegen und Dänemark Königshäuser sind, die ebenfalls sehr beliebt beim Volk sind.
Auch ich muß sagen, dass ich lieber einige SEK für die Königsfamilie ausgeben würde als für Politiker und deren unklare Kanäle, wo unsere Steuergelder verschwinden. Ich bin auch der Meinung, dass die meisten Schweden ihr Königshaus befürworten, es hat auf jeden Fall einen sehr repräsentativen Wert. Vergessen darf man auch nicht, dass gerade Schlösser, Herrschaftshäuser und deren Parkanlagen Touristen anziehen.
Wenn ich in andere Länder verreise, dann schaue ich mir nicht die modernen Glaskästen an sondern alte, schöne und gut gepflegte Gebäude, Schlösser und Gutshäuser. Hochhäuser dagegen ziehen mich nicht an und das geht den meisten Touristen so. Glanz und Schönheit sowie Prunk sind nun einmal Anziehungspunkte, denen man sich im Urlaub widmet.
Gerade Italien und dort auch die Toskana mit seinen unschätzbaren Kulturgütern wird wegen seiner alten und schönen Gebäude bereist und nicht wegen neuer moderner Gebäude. Ich denke, dass man nicht nur die wenigen Nachteile einer Monarchie aufzählen sollte und ein Flop war die Hochzeit von Victoria und Daniel keineswegs.
Man kann über den Adel denken, wie man will, Tatsache ist, dass viel Kultur, viele schöne Schlösser durch den Adel entstanden sind und wir uns auch in Deutschland noch den Prunk von früher ansehen, der ohne Adel bzw. Schlossherren nicht gebaut worden wäre.
Grüße Aelve
man darf ja auch nicht vergessen, dass auch in Norwegen und Dänemark Königshäuser sind, die ebenfalls sehr beliebt beim Volk sind.
Auch ich muß sagen, dass ich lieber einige SEK für die Königsfamilie ausgeben würde als für Politiker und deren unklare Kanäle, wo unsere Steuergelder verschwinden. Ich bin auch der Meinung, dass die meisten Schweden ihr Königshaus befürworten, es hat auf jeden Fall einen sehr repräsentativen Wert. Vergessen darf man auch nicht, dass gerade Schlösser, Herrschaftshäuser und deren Parkanlagen Touristen anziehen.
Wenn ich in andere Länder verreise, dann schaue ich mir nicht die modernen Glaskästen an sondern alte, schöne und gut gepflegte Gebäude, Schlösser und Gutshäuser. Hochhäuser dagegen ziehen mich nicht an und das geht den meisten Touristen so. Glanz und Schönheit sowie Prunk sind nun einmal Anziehungspunkte, denen man sich im Urlaub widmet.
Gerade Italien und dort auch die Toskana mit seinen unschätzbaren Kulturgütern wird wegen seiner alten und schönen Gebäude bereist und nicht wegen neuer moderner Gebäude. Ich denke, dass man nicht nur die wenigen Nachteile einer Monarchie aufzählen sollte und ein Flop war die Hochzeit von Victoria und Daniel keineswegs.
Man kann über den Adel denken, wie man will, Tatsache ist, dass viel Kultur, viele schöne Schlösser durch den Adel entstanden sind und wir uns auch in Deutschland noch den Prunk von früher ansehen, der ohne Adel bzw. Schlossherren nicht gebaut worden wäre.
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schweden01
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hej goteborgcity!!!
Dann nenne doch bitte einmal das Kind beim Namen.
Welcher Produzent von Hochzeitsartikeln arbeitet mit Hilfe von Kinderarbeit?
Du wirfst das hier immer nur Ansatzweise ein. Wenn du das nur so machst, wird keiner darauf reagieren. Da kannst du nur so gegen das Königshaus wettern.
Göteborg, die Stadt in der du lebst, ist eine Messestadt und hat viel wirtschaftlichen Hintergrund. Das Land besteht nicht nur aus Göteborg und den daraus resultierenden Ausländern .
Es gibt viele weitere Landesteile, die für den Tourismus viel interessanter sind.
Du pochst so auf deiner Erfahrung in der Tourismusbranche. Vielleicht ist sie doch nicht so groß und gut wie du denkst. Du sprichst nur von dir selber, aber nie von anderen "Experten".
Der Normaltourist ist vielleicht 2-3 Tage in Göteborg und hält sich die meiste Zeit woanders auf oder er reist über das Wochenende mit der Fähre an.
Vielleicht traut sich auch keiner, dir gegenüber seine Meinung zu vertreten, wenn er merkt wie negativ du dem Königshaus entgegen stehst.
Ein bischen Selbstreflexion wäre vielleicht angebracht.
Das mit der Kinderarbeit darfst du gerne mal näher erläutern.
Gruß Maria
Dann nenne doch bitte einmal das Kind beim Namen.
Welcher Produzent von Hochzeitsartikeln arbeitet mit Hilfe von Kinderarbeit?
Du wirfst das hier immer nur Ansatzweise ein. Wenn du das nur so machst, wird keiner darauf reagieren. Da kannst du nur so gegen das Königshaus wettern.
Göteborg, die Stadt in der du lebst, ist eine Messestadt und hat viel wirtschaftlichen Hintergrund. Das Land besteht nicht nur aus Göteborg und den daraus resultierenden Ausländern .
Es gibt viele weitere Landesteile, die für den Tourismus viel interessanter sind.
Du pochst so auf deiner Erfahrung in der Tourismusbranche. Vielleicht ist sie doch nicht so groß und gut wie du denkst. Du sprichst nur von dir selber, aber nie von anderen "Experten".
Der Normaltourist ist vielleicht 2-3 Tage in Göteborg und hält sich die meiste Zeit woanders auf oder er reist über das Wochenende mit der Fähre an.
Vielleicht traut sich auch keiner, dir gegenüber seine Meinung zu vertreten, wenn er merkt wie negativ du dem Königshaus entgegen stehst.
Ein bischen Selbstreflexion wäre vielleicht angebracht.
Das mit der Kinderarbeit darfst du gerne mal näher erläutern.
Gruß Maria
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Ich denke, Du wohnst in Schweden, kannst Schwedisch und liest schwedische Zeitungen. Daher verstehe ich nicht, dass du die Marke nicht bemerkt hast, denn es gab fast 1000 Kurznachrichten darüber, dass es sich um Cloetta handelt, die das mit der Kinderabeit auch nicht verstecken, sondern offen bekannt gaben. Sie wurden dennoch vom königlichen Hof akzeptiert.schweden01 hat geschrieben: Das mit der Kinderarbeit darfst du gerne mal näher erläutern.
Was Deine touristischen Erklärungen angeht, so würden mich mal genaue Quellen interessieren, denn, wie Du Dir denken kannst, so arbeite ich logischerweise nicht allein, sondern mit sämtlichen staatlichen Touristvereinigungen zusammen, auch denen in Stockholm.
Ich bin, trotz ursprünglicher Provokation in meinem Beitrag, erstaunt, wieviele Deutsche Viktoria und die Hochzeit so persönlich nehmen, obwohl sie noch nie mit der PR des Schlosses zu tun hatten.
Da die anderen Antworten wenig mit meinem ursprünglichen Thema zu tun haben, werde ich Dir darauf in einer PM antworten.
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Naja.. Könige existieren immer- als Archetypen auf jeden Fall und machen die Welt ein wenig bunter : -) Und es ist schön, dass es alte Schlösser gibt, und wenn keiner mehr drin wohnt kann man sie sogar von innen bewundern.
Doch das Prinzip der Erbfolge widerspricht natürlich dem demokratischen Grundgedanken und ein König ohne politische Entscheidungsgewalt hat n ziemlich sinnlosen Beruf : -)
Doch das Prinzip der Erbfolge widerspricht natürlich dem demokratischen Grundgedanken und ein König ohne politische Entscheidungsgewalt hat n ziemlich sinnlosen Beruf : -)
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hallo,
natürlich haben die Touristen und die Schlösser nichts mehr mit dem Threadtitel zu tun, aber das haben andere Ausführungen in den vorherigen postings auch nicht, trotzdem kommt ganz klar zum Ausdruck, dass es nicht mehr nur die Hochzeit ist, die hier Gegner der Monarchie wettern läßt.
Auch bewohnte Schlösser kann man besichtigen, das nur mal so nebenbei. Ich finde, dass es sehr engstirnig gedacht ist, wenn man zwar die Errungenschaften die durch Adelsfamilien geschaffen wurden, für seine Zwecke nutzen will, aber insgesamt der Monarchie ablehnend entgegen steht. Endweder oder, das ist meine Devise. Ich kann nicht Dinge verteufeln, aber trotzdem Nutzen daraus für mich persönlich ziehen.
Es mag heute nicht mehr zeitgemäß sein mit einer Monarchie, aber ob in einer Demokratie alles demokratisch abläuft, wage ich zu bezweifeln.
Eher habe ich in D das Gefühl, dass sich bestimmte Kreise durch die anderen Bürger bereichern wollen. Das Gefühl habe ich von der schwedischen Königsfamilie eher nicht.
Um genau zu wissen, ob die Hochzeit ein "Verlustgeschäft" für Schweden war, müssen erstmal richtige Fakten her. Ich denke eher, dass es für Schweden einen großen Imagegewinn brachte, was man während der Hochzeitsfeierlichkeiten so alles an Positivem über Schweden und auch über Stockholm erfahren konnte.
Grüße Aelve
natürlich haben die Touristen und die Schlösser nichts mehr mit dem Threadtitel zu tun, aber das haben andere Ausführungen in den vorherigen postings auch nicht, trotzdem kommt ganz klar zum Ausdruck, dass es nicht mehr nur die Hochzeit ist, die hier Gegner der Monarchie wettern läßt.
Auch bewohnte Schlösser kann man besichtigen, das nur mal so nebenbei. Ich finde, dass es sehr engstirnig gedacht ist, wenn man zwar die Errungenschaften die durch Adelsfamilien geschaffen wurden, für seine Zwecke nutzen will, aber insgesamt der Monarchie ablehnend entgegen steht. Endweder oder, das ist meine Devise. Ich kann nicht Dinge verteufeln, aber trotzdem Nutzen daraus für mich persönlich ziehen.
Es mag heute nicht mehr zeitgemäß sein mit einer Monarchie, aber ob in einer Demokratie alles demokratisch abläuft, wage ich zu bezweifeln.
Eher habe ich in D das Gefühl, dass sich bestimmte Kreise durch die anderen Bürger bereichern wollen. Das Gefühl habe ich von der schwedischen Königsfamilie eher nicht.
Um genau zu wissen, ob die Hochzeit ein "Verlustgeschäft" für Schweden war, müssen erstmal richtige Fakten her. Ich denke eher, dass es für Schweden einen großen Imagegewinn brachte, was man während der Hochzeitsfeierlichkeiten so alles an Positivem über Schweden und auch über Stockholm erfahren konnte.
Grüße Aelve
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schweden01
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Ich denke, jedeer darf seine Meinung hier frei äußern.
Was ich nur so dabei denke, ist, das hier die "Tourismusexperten" alles so genau wissen.
goteborgcity------ wie kommst du darauf, das ich in Schweden lebe und alle "Schnulliblätter" und Zeitungen lese???
Genauso wie diese Fehlannahme, denken die "Tourismusexperten" immer, dass sie alles besser wissen? Ich habe hier ein Haus in Schweden. Spreche schwedisch und lese--- tatsächlich--- die Örtliche Tageszeitung und die neueste bilaga vom Aftobladet
!
Ich bin eine von denen, durch die sich all die "Tourismusexperten" bezahlen lassen. Die, die dann das Elend der "Fachleute" ausbaden müssen, weil diese so schlau sind und alles voraussagen können.
Keine Statistik ist besser als ihr Verursacher! Statistiken sind ebenso wie Gutachten meistens sehr einseitig dargestellt.
Ist das die vielgepriesene Demokratrie??
Als sogenannter Experte solltest du hier im Forum etwas vorsichtiger agieren, da du durch deine Äußerungen teilweise die Nutzer (Touristen und Schwedenfreunde und -kenner) brüskierst.
Wir haben hier sehr viel Kontakt zu den Einwohner, da unser Haus mitten im Dorf liegt und wir uns seit vielen Jahren auch in den Vereinen engagieren. Die Leute, mit denen ich bisher über das Königshaus gesprochen habe, und das waren nicht wenige, sind diesem gegenüber nicht so emotional negativ eingestellt wie du es darstellst.
Viele sagen es ist ihnen egal, andere wollen es behalten und wiederum eine andere Gruppe ist völlig begeistert.
Wenn Cloetta wissentlich Kinderarbeit unterstützt, dann ist das nicht o.k.. Daraus aber gleich die Hochzeit zu einem Flopp zu stilisieren ist doch ein wenig hoch gegriffen.
Maria
Was ich nur so dabei denke, ist, das hier die "Tourismusexperten" alles so genau wissen.
goteborgcity------ wie kommst du darauf, das ich in Schweden lebe und alle "Schnulliblätter" und Zeitungen lese???
Genauso wie diese Fehlannahme, denken die "Tourismusexperten" immer, dass sie alles besser wissen? Ich habe hier ein Haus in Schweden. Spreche schwedisch und lese--- tatsächlich--- die Örtliche Tageszeitung und die neueste bilaga vom Aftobladet
Ich bin eine von denen, durch die sich all die "Tourismusexperten" bezahlen lassen. Die, die dann das Elend der "Fachleute" ausbaden müssen, weil diese so schlau sind und alles voraussagen können.
Keine Statistik ist besser als ihr Verursacher! Statistiken sind ebenso wie Gutachten meistens sehr einseitig dargestellt.
Ist das die vielgepriesene Demokratrie??
Als sogenannter Experte solltest du hier im Forum etwas vorsichtiger agieren, da du durch deine Äußerungen teilweise die Nutzer (Touristen und Schwedenfreunde und -kenner) brüskierst.
Wir haben hier sehr viel Kontakt zu den Einwohner, da unser Haus mitten im Dorf liegt und wir uns seit vielen Jahren auch in den Vereinen engagieren. Die Leute, mit denen ich bisher über das Königshaus gesprochen habe, und das waren nicht wenige, sind diesem gegenüber nicht so emotional negativ eingestellt wie du es darstellst.
Viele sagen es ist ihnen egal, andere wollen es behalten und wiederum eine andere Gruppe ist völlig begeistert.
Wenn Cloetta wissentlich Kinderarbeit unterstützt, dann ist das nicht o.k.. Daraus aber gleich die Hochzeit zu einem Flopp zu stilisieren ist doch ein wenig hoch gegriffen.
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hallo Maria,
da wir in der Diskussion mittlerweile meilenweit von meinem ursprünglichen Thema weg sind nur zwei sehr kurze Anmerkungen:
- Dass es sich um Cloetta handelte konnte man in DN, SvD und anderen Zeitungen lesen. Ausserdem wurde diese Information von sämtlichen Nachrichtenstationen, also auch PR1 und PR4 übertragen. Ich hoffe, dass diese Medien nicht mit Schnulliblättern verglichen werden.
da wir in der Diskussion mittlerweile meilenweit von meinem ursprünglichen Thema weg sind nur zwei sehr kurze Anmerkungen:
- Tourismusplanung entsteht durch permanente Umfragen in Fremdenverkehrsämtern, Hotels und touristischen Attraktionen. Die Antworten der repräsentativ befragten deutschen Besucher bieten einen Rückschluss darauf, warum jemand nach Schweden kommt, was er erwartet und entsprechend wird die Entwicklung geplant.schweden01 hat geschrieben:Was ich nur so dabei denke, ist, das hier die "Tourismusexperten" alles so genau wissen.
goteborgcity------ wie kommst du darauf, das ich in Schweden lebe und alle "Schnulliblätter" und Zeitungen lese???
- Dass es sich um Cloetta handelte konnte man in DN, SvD und anderen Zeitungen lesen. Ausserdem wurde diese Information von sämtlichen Nachrichtenstationen, also auch PR1 und PR4 übertragen. Ich hoffe, dass diese Medien nicht mit Schnulliblättern verglichen werden.
Natürlich wird eine Statistik interpretiert und dadurch auch manipuliert, aber wenn im Jahr 2009 von 1000 Befragten Deutschen alle behaupten, dass sie nicht wegen dem Königshaus nach Schweden kamen, sondern wegen der Natur, Kanufahren, eine Messe und anderes, dann ist es sehr schwer, daraus zu interpretieren, dass das Königshaus der Lockvogel war. Ich denke, dass Statistik hier doch auch eine gewisse Aussage hat.schweden01 hat geschrieben:Keine Statistik ist besser als ihr Verursacher! Statistiken sind ebenso wie Gutachten meistens sehr einseitig dargestellt.
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Ich habe nun mal unter folgendem Link eine Umfrage über Eure Meinung zur Königsfamilie gestartet:
http://sweforum.schwedenstube.de/umfrag ... 14733.html
http://sweforum.schwedenstube.de/umfrag ... 14733.html
Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
wenn im Jahr 2009 von 1000 Befragten Deutschen alle behaupten, dass sie nicht wegen dem Königshaus nach Schweden kamen, sondern wegen der Natur, Kanufahren, eine Messe und anderes
Nein, hat sie nicht. Nicht in der dargestellten Form. Da möchte ich doch erstmal verschiedene Details wissen:Ich denke, dass Statistik hier doch auch eine gewisse Aussage hat.
- Wie ist denn die Stichprobe ausgewählt worden? War die wirklich repräsentativ?
Wie war denn die Befragung genau aufgebaut, wie lauteten die Fragen?
Die Darstellungen des Königshauses wirken vor allem ganz stark unbewusst. Um das zu bewerten, dazu bedarf es schon mehr als die üblichen schlichten Untersuchungsmethoden. Ich weiß das, weil ich mal etwas ähnliches als Diplomarbeit entwickelt und durchgeführt habe. Aber wenn ich schon lese, dass das Motiv Königshaus dem Motiv Messe gegenüber gestellt wird, sorry, dann komme ich mir doch arg verhohnepipelt vor. Eine solche Gegenüberstellung ist einfach eine Frechheit! Oder hat Irgendjemand angenommen, ein Geschäftsmann, der auf einer Messe in Schweden zu tun hat, unternähme die Reise in Wahrheit wegen Viktoria und Daniel?
göteborgcity, entweder das stand da wirklich so, dann kannst du die sog. Befragung in die Tonne treten. Oder es stand da nicht so, dann hast du das entweder schlampig wiedergegeben oder du kannst solche "statistischen" Aussagen nicht wirklich beurteilen. Oder aber du interpretierst die Ergebnisse hier nur, und zwar falsch. Das alles sollte dir nach einem Wirtschaftsstudium nicht passieren. Denn ich denke, ihr hattet als Hauptfach auch schon im Grundstudium Statistik und vielleicht schon ein wenig Marktforschung, oder? Fazit: Man verrennt sich leicht, wenn man sozusagen mit Gewalt einen bestimmten behaupteten Zusammenhang plausibel machen möchte. Erzählen kann man viel, aber hier ist ja nicht die B...zeitung.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hallo Torsten,
Ich wollte mit meinem Beitrag weder Marketingmethoden besprechen, noch auf Statistik oder touristische PR eingehen. Daher nur eine kurze Antwort.
Du hast völlig Recht, dass ein unbewusster Faktor eine Rolle spielen kann, vor allem was deutsche Besucher in Schweden betrifft. Und es ist völlig richtig, dass die Fragenstellung, das Auswahlkriterium usw. eine Rolle spielen kann und sicher auch spielt.
Die unterschiedlichen Fragenkataloge wurden vom staatlichen Touristenamt, ein anderer vom Verband der Hotells erstellt und andere wiederum von einzelnen Fremdenverkehrsämtern in Stockholm, Göteborg und Malmö. Inwieweit die neutral sind, keine Ahnung, aber sie sind Grundlage jeder Reiseplanung, und das Ergebnis wird von keinem Organismus in Schweden in Frage gestellt. Ob die Planung jetzt am Wunsch der Besucher vorbeigeht oder nicht, ist ebenfalls nicht die Frage, solange die Anzahl und die Steigerungsrate der Besucher stimmt, was die letzten Jahre über immer der Fall war.
Nachdem diese statistischen "Messwerte" bis in die 60er Jahre zurückreichen und die deutschen Besucher immer zur Hauptgruppe der Besucher Schwedens zählten, Jahr für Jahr, kann man sich natürlich die Frage stellen, welche Rolle nun die schwedische Monarchie dabei spielt, aber für das Resultat bisher hatte es keinen Einfluss. Falls nächstes Jahr der deutsche Tourismus um 10% zunimmt, dann kann man sagen, dass es die Hochzeit war, denn dann liegt die Quote weit über der "normalen" Wachstumsrate, aber das wird sich in den Statistiken zeigen, die voraussichtlich im März 2012 veröffentlicht werden. Bis dahin ist alles Spekulation, wobei ich persönlich der Meinung bin, dass das Königshaus allein weniger neue Besucher anzieht als die Einrichtung und PR für einen Naturpark oder die PR für einen Schärenaufenthalt, da jeder Besucher Schwedens auch Schweden erleben will und selbst wenn er nur Lachse an Land ziehen will, den Kungsleden oder den Bohusleden entdecken will oder einmal zur Mitternachtssonne aufbricht.
Ich wollte mit meinem Beitrag weder Marketingmethoden besprechen, noch auf Statistik oder touristische PR eingehen. Daher nur eine kurze Antwort.
Du hast völlig Recht, dass ein unbewusster Faktor eine Rolle spielen kann, vor allem was deutsche Besucher in Schweden betrifft. Und es ist völlig richtig, dass die Fragenstellung, das Auswahlkriterium usw. eine Rolle spielen kann und sicher auch spielt.
Die unterschiedlichen Fragenkataloge wurden vom staatlichen Touristenamt, ein anderer vom Verband der Hotells erstellt und andere wiederum von einzelnen Fremdenverkehrsämtern in Stockholm, Göteborg und Malmö. Inwieweit die neutral sind, keine Ahnung, aber sie sind Grundlage jeder Reiseplanung, und das Ergebnis wird von keinem Organismus in Schweden in Frage gestellt. Ob die Planung jetzt am Wunsch der Besucher vorbeigeht oder nicht, ist ebenfalls nicht die Frage, solange die Anzahl und die Steigerungsrate der Besucher stimmt, was die letzten Jahre über immer der Fall war.
Nachdem diese statistischen "Messwerte" bis in die 60er Jahre zurückreichen und die deutschen Besucher immer zur Hauptgruppe der Besucher Schwedens zählten, Jahr für Jahr, kann man sich natürlich die Frage stellen, welche Rolle nun die schwedische Monarchie dabei spielt, aber für das Resultat bisher hatte es keinen Einfluss. Falls nächstes Jahr der deutsche Tourismus um 10% zunimmt, dann kann man sagen, dass es die Hochzeit war, denn dann liegt die Quote weit über der "normalen" Wachstumsrate, aber das wird sich in den Statistiken zeigen, die voraussichtlich im März 2012 veröffentlicht werden. Bis dahin ist alles Spekulation, wobei ich persönlich der Meinung bin, dass das Königshaus allein weniger neue Besucher anzieht als die Einrichtung und PR für einen Naturpark oder die PR für einen Schärenaufenthalt, da jeder Besucher Schwedens auch Schweden erleben will und selbst wenn er nur Lachse an Land ziehen will, den Kungsleden oder den Bohusleden entdecken will oder einmal zur Mitternachtssonne aufbricht.
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
So ähnlich hatte ich es mir gedacht. Da sind nämlich vermutlich keine Fachleute in Sachen "Empirische Sozialforschung" und "Statistik" am Werk, sondern da werden einfach methodisch unkontrolliert alltagstheoretische Fragenkataloge erstellt. Das kann man machen, um ungefähre Tendenzen festzustellen bzw. um Anhaltspunkte für die Gewinnung konkreter und überprüfbarer Hypothesen zu gewinnen. Da diese Ämter nicht alle eigenes Fachpersonal für diese Aufgabe haben können, müssten sie ein professionelles Marktforschungsinstitut beauftragen. Aber das kostet richtig Geld. Und so bleiben die Sachaussagen und Interpretationen halt sehr im Ungefähren bzw. können auch schon mal grob unsinnig ausfallen wie bei der Gegenüberstellung der Motive "Königshaus" (ein fast immer privates Motiv) und "Messe" (immer ein berufliches Motiv).Die unterschiedlichen Fragenkataloge wurden vom staatlichen Touristenamt, ein anderer vom Verband der Hotells erstellt und andere wiederum von einzelnen Fremdenverkehrsämtern in Stockholm, Göteborg und Malmö.
Ich will mal ein Beispiel für unterschiedliche Fragetechniken geben:
Der Fragebogen der Institution A enthält z.B. folgende Fragen:
1. Schweden ist ein Land mit vielen Facetten. Was hat sie stärker in ihrer Entscheidung beeinflusst, nach Schweden zu reisen (bitte eine Antwort ankreuzen!):
a) Die königliche Familie ( )
b) Andere Gründe ( )
2. Wenn b) zutrifft, welche Gründe gab es, nach Schweden zu kommen (bis zu 3 Antworten sind möglich):
a) Die Natur
b) Die Einsamkeit und Weite des Landes
c) Sportliche Vorhaben wie Kanu fahren, Wandern, Segeln, Angeln oder Radfahren
d) Die Kultur
e) Kinderfreundlichkeit des Landes
f) ...
g) ...
Der Fragebogen der Institution B fragt z.B. folgendermaßen:
1. Wie stark haben sie die folgenden Faktoren überzeugt, nach Schweden zu fahren? Kreuzen sie bitte an:
a) Die Königsfamilie
gar nicht ( )
eher wenig ( )
weiß nicht ( )
eher mehr ( )
entscheidend ( )
b) Die schwedische Natur (wie oben)
c) Die Einsamkeit und die Weite des Landes (wie oben)
d) ...
Beim Fragebogen A wird eine Vorentscheidung zwischen Königshaus und allen anderen möglichen Reisemotiven verlangt. Auf eine solche Idee kann man als methodischer Laie kommen, wenn man das Motiv "Könighaus" nachfragen möchte und dieses deshalb verabsolutierend in eine Entweder-Oder-Frage übersetzt. Hier spielt einem die eigene Subjektivität einen Streich und man erhält leicht genau die Antwort, die man schon erwartet hat oder sogar gewünscht hat!
Beim Fragebogen B wird zugestanden, dass alle Motive eine gewisse Rolle mitgespielt haben könnten. Der Proband soll einschätzen, wie stark ungefähr die einzelnen Motive gewirkt haben. Hier kann man noch Kontrollfragen mit einbauen, indem man bestimmte Motivbereiche mit unterschiedlichen Formulierungen erfragt, die aber nicht sofort und offensichtlich identisch mit anderen erscheinen sollen. Je mehr systematische Fragen solcher Art vorhanden sind, um so mehr heben sich die auftretenden subjektiven Unsicherheiten beim Beantworten gegenseitig auf, so dass am Ende Daten zur Verfügung stehen, die man mathematisch bearbeiten und schließlich sogar Wahrscheinlichkeiten angeben kann. Ja, das Ganze könnte man jetzt recht spannend weiter verfolgen. Dann würde so Mancher besser verstehen, was sich bei solchen Befragungsaktionen abspielt oder warum man beim Lesen angeblicher Ergebnisse stets äußerst kritisch bleiben sollte. Am Schluss möchte ich nur noch anmerken, dass auch Fachleute oft nicht sauber arbeiten, entweder aus Bequemlichkeit oder Schlamperei (Computergläubigkeit und Nichtbeachtung von Voraussetzungen wie dem gegebenen Skalenniveau - Man darf nicht immer im Dezimalsystem rechnen, sondern oft geht es nur um Reihenfolgen (Ordinalskalen), und oft ist auch das arithmetische Mittel nicht aussagekräftig, dafür vielleicht der Modalwert (der häufigste Wert)) oder sogar, weil die Auftraggeber bestimmte Ergebnisse erwarten und vermarkten wollen bzw. weil ein Wissenschaftler "passende" Ergebnisse für seine Doktorarbeit benötigt. Ja ja, die Welt ist schlecht.
Zuletzt geändert von torsten1 am 22. Juni 2010 22:33, insgesamt 3-mal geändert.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Stimme zu 100% zu, aber so lange die Einnahmen stimmen und jedes Jahr mehr deutsche Touristen ins Land kommen interessiert das auch niemanden.torsten1 hat geschrieben:... können auch schon mal grob unsinnig ausfallen wie bei der Gegenüberstellung der Motive "Königshaus" (ein fast immer privates Motiv) und "Messe" (immer ein berufliches Motiv).
Allerdings ist die Situation hier noch etwas komplizierter ... hat nur nichts mit dem Thema zu tun.
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Also, dass sich unter den Schwedenfans hier solch ausgemachte Freunde und Verteidiger der Monarchie finden...
Ich kann nur meine persönliche Meinung dazu abgeben:
Schweden bereist habe ich ausschließlich aus Motiven, die nichts mit dem Königshaus zu tun hatten (und trotzdem rein privater Natur waren).
Nach Schweden auswandern möchte ich u.a. gerne, weil Schweden im Vergleich zu den meisten Ländern äußerst demokratisch ist. Was nicht bedeutet, dass die Abschaffung der Monarchie Schweden nicht noch demokratischer machen könnte.
Und dann zu argumentieren, in D sähe es auch nicht besser aus, man schaue sich nur den Popanz des Bundespräsidenten an, ist auch nicht produktiv. Wenn man schon das verfassungsmäßige Staatsoberhaupt abschafft, d.h. eh an die Verfassung muss, dann bleiben ja Gestaltungsmöglichkeiten, in welchem Rahmen man Ersatz schafft und wie notwendig das überhaupt ist.
Und gegen die Monarchie zu sein, heißt nicht automatisch für korrupte Politiker zu sein. Wenn ich keine Äpfel mag, mag ich ja deswegen auch nicht automatisch Birnen.
Und auch wenn es weitaus größere Probleme geben mag (man schaue nur auf die aktuelle politische Lage z.B. in Kirgisistan,...), dann bedeutet das ebenfalls nicht, dass Kritik an gewissen Problemen zu unterlassen ist, nur weil es noch schlimmer geht. Sonst hätte man ja ganz generell nur noch die Möglichkeit, das aktuell allerschlimmste Problem überhaupt zu kritisieren und zu diskutieren. Allein der Aufwand, erstmal rauszufinden, welches das denn nun sein sollte, würde in Hauen und Stechen ausarten.
Achja, das Argument, die Monarchie müsse bleiben, weil die Schlösser touristische Magneten seien, fand ich am wenigsten einleuchtend. Auschwitz oder andere KZs schauen sich pro Tag bestimmt mehr Leute an als die schwedischen Königsschlösser, da würde doch auch keiner auf die Idee kommen, wenn man die schon touristisch "vermarkte", dann müsse die historische Funktion erhalten bleiben. Oder bei mittelalterlichen Folterkellern. Oder bei Scheiterhaufen. Oder Guillotinen. Oder...
Na, soviel von mir dazu
Ich kann nur meine persönliche Meinung dazu abgeben:
Schweden bereist habe ich ausschließlich aus Motiven, die nichts mit dem Königshaus zu tun hatten (und trotzdem rein privater Natur waren).
Nach Schweden auswandern möchte ich u.a. gerne, weil Schweden im Vergleich zu den meisten Ländern äußerst demokratisch ist. Was nicht bedeutet, dass die Abschaffung der Monarchie Schweden nicht noch demokratischer machen könnte.
Und dann zu argumentieren, in D sähe es auch nicht besser aus, man schaue sich nur den Popanz des Bundespräsidenten an, ist auch nicht produktiv. Wenn man schon das verfassungsmäßige Staatsoberhaupt abschafft, d.h. eh an die Verfassung muss, dann bleiben ja Gestaltungsmöglichkeiten, in welchem Rahmen man Ersatz schafft und wie notwendig das überhaupt ist.
Und gegen die Monarchie zu sein, heißt nicht automatisch für korrupte Politiker zu sein. Wenn ich keine Äpfel mag, mag ich ja deswegen auch nicht automatisch Birnen.
Und auch wenn es weitaus größere Probleme geben mag (man schaue nur auf die aktuelle politische Lage z.B. in Kirgisistan,...), dann bedeutet das ebenfalls nicht, dass Kritik an gewissen Problemen zu unterlassen ist, nur weil es noch schlimmer geht. Sonst hätte man ja ganz generell nur noch die Möglichkeit, das aktuell allerschlimmste Problem überhaupt zu kritisieren und zu diskutieren. Allein der Aufwand, erstmal rauszufinden, welches das denn nun sein sollte, würde in Hauen und Stechen ausarten.
Achja, das Argument, die Monarchie müsse bleiben, weil die Schlösser touristische Magneten seien, fand ich am wenigsten einleuchtend. Auschwitz oder andere KZs schauen sich pro Tag bestimmt mehr Leute an als die schwedischen Königsschlösser, da würde doch auch keiner auf die Idee kommen, wenn man die schon touristisch "vermarkte", dann müsse die historische Funktion erhalten bleiben. Oder bei mittelalterlichen Folterkellern. Oder bei Scheiterhaufen. Oder Guillotinen. Oder...
Na, soviel von mir dazu
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hallo,
wieder einmal kann man sehen, wie sich jeder aus einem Beitrag das rausliest, was er gerade möchte. Das Beispiel mit den schönen Schlössern, Gebäuden, Herrschaftshäusern habe ich nicht gebracht, um mich für eine Beibehaltung der Monarchie stark zu machen. Sondern aus dem einfachen Grund, zu bedenken, dass der Adel Werte geschaffen hat, die heute Touristenanziehungspunkte sind. König Ludwig II, dem man Verschwendungssucht nachgesagt hat, was sicherlich wahr war, hat destotrotz Schlösser bauen lassen, die heute Anziehungspunkte sind.
Dass es auch Leute gibt, die lieber nach Ausschwitz fahren oder auf den Kehlstein bei Berchtesgaden, ist damit ja nicht ausgeschlossen und bleibt jedem selbst überlassen. Es hat früher Monarchen gegeben, die ein Land vorwärts brachten und es hat Staatsmänner gegeben, die ein Land runtergewirtschaftet haben oder sogar in Kriege geführt hat. Und wenn ich an Napoleon denke, na ja!!!
Das schwedische Königshaus übt eine Vorbildfunktion aus, die Hochzeit hat sehr vielen sogar den meisten Leuten gefallen, es war alles schön anzusehen und lief harmonisch ab. Eine Art heile Welt, an der man sich mitfreuen durfte. Und die Ausgaben sind im Grunde auch nicht weggeworfen, denn es waren Aufträge für viele Firmen, die auch einen Sinn brachten. Wenn man also etwas als Flop bezeichnet, dann müssen auch Faktoren wie z.B. Imagegewinn, Aufträge für Firmen und damit Arbeit für viele Arbeitnehmer mit aufgezählt werden. Es haben viele Leute an den Hochzeitsfeierlichkeiten verdient, es haben sich viele Schaulustige daran erfreut. Ich kann nicht verstehen, wie man an jeder Sache ein Haar finden kann, evtl. nur deshalb, weil man selber nicht das Glück hatte, eingeladen zu sein.
Und ein Königshaus nur danach zu bewerten, ob ein Tourist nur wegen der Monarchie in ein Land fährt, ist doch sehr zweifelhaft.
Hätte man mich gefragt, hätte ich mit Sicherheit die Frage verneint, denn selbstverständlich gibt es andere Dinge wie schöne Natur, wie Ruhe, wie Freundlichkeit der Bürger, schöne Ausflugziele, viele Sehenswürdigkeiten, die einen in ein Land ziehen. Dass es gerade in Schweden ein solch sympathisches Köngishaus gibt, krönt die ganze Angelegenheit nur noch, ist also noch das I-Tüpfelchen auf dem i.
Es grüßt Aelve
wieder einmal kann man sehen, wie sich jeder aus einem Beitrag das rausliest, was er gerade möchte. Das Beispiel mit den schönen Schlössern, Gebäuden, Herrschaftshäusern habe ich nicht gebracht, um mich für eine Beibehaltung der Monarchie stark zu machen. Sondern aus dem einfachen Grund, zu bedenken, dass der Adel Werte geschaffen hat, die heute Touristenanziehungspunkte sind. König Ludwig II, dem man Verschwendungssucht nachgesagt hat, was sicherlich wahr war, hat destotrotz Schlösser bauen lassen, die heute Anziehungspunkte sind.
Dass es auch Leute gibt, die lieber nach Ausschwitz fahren oder auf den Kehlstein bei Berchtesgaden, ist damit ja nicht ausgeschlossen und bleibt jedem selbst überlassen. Es hat früher Monarchen gegeben, die ein Land vorwärts brachten und es hat Staatsmänner gegeben, die ein Land runtergewirtschaftet haben oder sogar in Kriege geführt hat. Und wenn ich an Napoleon denke, na ja!!!
Das schwedische Königshaus übt eine Vorbildfunktion aus, die Hochzeit hat sehr vielen sogar den meisten Leuten gefallen, es war alles schön anzusehen und lief harmonisch ab. Eine Art heile Welt, an der man sich mitfreuen durfte. Und die Ausgaben sind im Grunde auch nicht weggeworfen, denn es waren Aufträge für viele Firmen, die auch einen Sinn brachten. Wenn man also etwas als Flop bezeichnet, dann müssen auch Faktoren wie z.B. Imagegewinn, Aufträge für Firmen und damit Arbeit für viele Arbeitnehmer mit aufgezählt werden. Es haben viele Leute an den Hochzeitsfeierlichkeiten verdient, es haben sich viele Schaulustige daran erfreut. Ich kann nicht verstehen, wie man an jeder Sache ein Haar finden kann, evtl. nur deshalb, weil man selber nicht das Glück hatte, eingeladen zu sein.
Und ein Königshaus nur danach zu bewerten, ob ein Tourist nur wegen der Monarchie in ein Land fährt, ist doch sehr zweifelhaft.
Hätte man mich gefragt, hätte ich mit Sicherheit die Frage verneint, denn selbstverständlich gibt es andere Dinge wie schöne Natur, wie Ruhe, wie Freundlichkeit der Bürger, schöne Ausflugziele, viele Sehenswürdigkeiten, die einen in ein Land ziehen. Dass es gerade in Schweden ein solch sympathisches Köngishaus gibt, krönt die ganze Angelegenheit nur noch, ist also noch das I-Tüpfelchen auf dem i.
Es grüßt Aelve
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hallo Aelve,Aelve hat geschrieben:Das schwedische Königshaus übt eine Vorbildfunktion aus, ... Eine Art heile Welt, an der man sich mitfreuen durfte.
ich weiss nicht, wie gut Du die schwedische Geschichte kennst, denn der heutige König ist zu jung und zu "kurz" an der Macht um in einen der grossen Konflikte der Welt verstrickt zu sein. Sein Vorgänger, also der Grossvater, war ein Verteidiger des Hitler-Regimes und hat jede Friedensbewegung Schwedens zu bekämpfen versucht, teilweise mit Erfolg.
So ideal ist die Geschichte des schwedischen Königshauses daher auch wieder nicht und Carl XVI Gustaf hat auch schon bedeutende Diktatoren bei sich beherbergt und sie besucht, war in Afrika auf Jagd von von ausrottungsbedrohten Tieren und so weiter.
Die Hochzeit konnte jetzt positiv vermarktet werden und soll von solchen Dingen unter anderem ablenken, damit das Königshaus nicht noch weiter in der Gunst des Volkes sinkt. Man muss da aber schon beide Seiten sehen, unahängig was man von einer Monarchie oder Viktorias Hochzeit hält.
Grüsse aus Göteborg
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Mona-Linnea
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hej Aelve, du glaubst aber nicht ernsthaft, es könnte jemandes Motiv für die Kritik an der Monarchie sein, nicht zur Hochzeit eingeladen worden zu sein?
M-Lin
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hallo,Mona-Linnea hat geschrieben:Hej Aelve, du glaubst aber nicht ernsthaft, es könnte jemandes Motiv für die Kritik an der Monarchie sein, nicht zur Hochzeit eingeladen worden zu sein?
selbstverständlich nicht, aber etwas "neidisch sein" kommen einige Beiträge bei mir doch an. Man muß nicht unbedingt ein Befürworter von Monarchien sein, um sich trotzdem am Glück anderer freuen zu können. Und ich muß nicht extra Geschichte zu studieren, um das schwedische Königshaus sympathisch zu finden. Außerdem gehe ich ohnehin nicht danach, was die Vorfahren von einer Person gemacht haben, sondern für mich persönlich zählt nur der Mensch selber. Für mich gibt es keine Sippenhaftung. Und vom schwedischen Königshaus habe ich bisher in der Regel nur positive Sachen gehört, das ist für mich ausschlaggebend. Andere Königshäuser glänzen oft durch Skandale, das kann man von Königin Silvia und König Carl Gustav sowie deren Kindern nun wirklich nicht behaupten.
Mir geht es einfach nur gegen den Strich, dass eine solche gelungene Hochzeit nun im Nachherein als Flop dargestellt wird, anders verhält es sich, wenn jemand aus seiner Überzeugung heraus sich nicht mit teuren Feierlichkeiten von Staatsmännern oder Staatsoberhaupten anfreunden kann, das kann man ja noch gut nachvollziehen. Ich jedenfalls sehe es auch betriebswirtschaftlich und sehe daher nicht nur Nachteile wegen der Ausgaben sondern auch die daraus resultierenden Vorteile für ein Land, die da sind, Imagegewinn, Anziehungspunkte durch die Berichterstattung für Touristen, Auftragserteilungen an Firmen und daraus resultierend Steuereinnahmen. Das Geld, welches die Königsfamilie sowie das Volk für die Feierlichkeiten ausgegeben haben, kommt in vielerlei Hinsicht wieder in den Staatssäckel zurück.
Auch die positiven Seiten müssen beleuchtet werden und nicht nur ein ganz kleiner Teil vom Ganzen.
Grüße Aelve
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goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Hej Aelve,
ich habe nicht geschrieben, dass die Hochzeit schlecht arrangiert war, sondern dass es touristisch und ökonomisch ein Flopp war, wenn man die Erwartungen, die daran gestellt wurden, betrachtet und bedenkt, dass ein über 35 Jahre bestehender Kalle Anka, also Donald Duck, die Zuschauerzahl schlägt.
Und der aktuelle König hat eine ganze Menge negativer Kritiken und Affären am Hals.
Grüss goteborgcity
ich habe nicht geschrieben, dass die Hochzeit schlecht arrangiert war, sondern dass es touristisch und ökonomisch ein Flopp war, wenn man die Erwartungen, die daran gestellt wurden, betrachtet und bedenkt, dass ein über 35 Jahre bestehender Kalle Anka, also Donald Duck, die Zuschauerzahl schlägt.
Und der aktuelle König hat eine ganze Menge negativer Kritiken und Affären am Hals.
Grüss goteborgcity
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Re: Die königliche Hochzeit ein Flopp?
Lieber Goteborgcity,
für den einen war es Flopp, für den anderen war es top.
So ähnlich wie die Werbung:
für den einen ist es Duplo, für den anderen die größte Praline der Welt.
Die Übertragung der Hochzeitszeremonie lief im Fernsehen ja über mehrere Stunden.
Dass es nur wenige Leute gibt, die den ganzen Samstagnachmittag vor der Glotze sitzen können,
finde ich normal. Auch wir haben nur einen eher kleinen Teil der Übertragungen gesehen, weil
es zeitmäßig für uns nicht anders machbar war. Ich finde, dass man eine stundenlange Fernsehübertragung nicht
mit anderen Sendungen, die vielleicht nur eine kurze Zeit läuft, vergleichen kann. Auf jeden Fall habe ich angenehm überrascht registriert, dass sich doch sehr viele Zuschauer in Stockholm selber die Zeremonie angeschaut haben, viel mehr als Kritiker es vorausgesagt haben. Nirgends sonst habe ich gehört oder gelesen, dass die Trauung des schwedischen Paares Victoria und Daniel ein Flopp war, das scheint eher Deine ganz persönliche Meinung zu sein.
Jedermann mag ja auch kein Duplo und auch keine längste Praline der Welt.
Was Victoria und Silvia für mich so sympathisch macht, ist die Tatsache, wie offen sie auch mit Problemen umgehen und
diese auch zugeben, wie z.B. die Eßstörung von Victoria. Man erkennt daran, dass das Königshaus offen und ehrlich ist.
Hier mal ein positiver Artikel, die, wie so viele andere Berichte auch, die Beliebtheit der schwedischen Königsfamilie
zeigen in Schweden wie in der ganzen Welt.
http://www.mdr.de/brisant/koenigshaeuse ... 18481.html
Grüße Dich Aelve
für den einen war es Flopp, für den anderen war es top.
So ähnlich wie die Werbung:
für den einen ist es Duplo, für den anderen die größte Praline der Welt.
Die Übertragung der Hochzeitszeremonie lief im Fernsehen ja über mehrere Stunden.
Dass es nur wenige Leute gibt, die den ganzen Samstagnachmittag vor der Glotze sitzen können,
finde ich normal. Auch wir haben nur einen eher kleinen Teil der Übertragungen gesehen, weil
es zeitmäßig für uns nicht anders machbar war. Ich finde, dass man eine stundenlange Fernsehübertragung nicht
mit anderen Sendungen, die vielleicht nur eine kurze Zeit läuft, vergleichen kann. Auf jeden Fall habe ich angenehm überrascht registriert, dass sich doch sehr viele Zuschauer in Stockholm selber die Zeremonie angeschaut haben, viel mehr als Kritiker es vorausgesagt haben. Nirgends sonst habe ich gehört oder gelesen, dass die Trauung des schwedischen Paares Victoria und Daniel ein Flopp war, das scheint eher Deine ganz persönliche Meinung zu sein.
Jedermann mag ja auch kein Duplo und auch keine längste Praline der Welt.
Was Victoria und Silvia für mich so sympathisch macht, ist die Tatsache, wie offen sie auch mit Problemen umgehen und
diese auch zugeben, wie z.B. die Eßstörung von Victoria. Man erkennt daran, dass das Königshaus offen und ehrlich ist.
Hier mal ein positiver Artikel, die, wie so viele andere Berichte auch, die Beliebtheit der schwedischen Königsfamilie
zeigen in Schweden wie in der ganzen Welt.
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