Auswandern? Wie geht das?

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Lille Emil
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Auswandern? Wie geht das?

Beitrag von Lille Emil »

Hallo zusammen.

Bis jetzt war ich nur ein stiller Leser und bevor ich euch einfach so ein paar Fragen zum Thema Auswandern stelle, möchte ich mich kurz vorstellen.

Ich bin 26 Jahre jung, noch unverheiratet, kinderlos, von Beruf her Papiermacher und arbeite jetzt als Drucklaborant in unserer ortsansässigen Papierfabrik.
Nebenberuflich habe ich ein Studium am Laufen und werde diese (hoffentlich) in gut 4 Jahren erfolgreich beenden.
Wie ihr schon mitbekommen habt, ist in letzter Zeit ein unheimlicher Hype übers Auswandern entstanden. Nahezu jeder Sender hat seine eigene Sendung dazu und wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt ist dies immer wieder Gesprächsthema unter uns Arbeitskollegen.
Unter denen habe ich einen Kollegen, der in mir ein Schwedenfreund gefunden hat.
Er überlegt seit nahezu 10 Jahre übers Auswandern nach, ist bis jetzt aber wegen seiner Familie (Frau + Kind) in Deutschland geblieben.
Seiner Meinung nach hat die Situation in Deutschland sich über die Jahre hinweg nicht großartig verbessert und da er nun meine Freundin kennen gelernt hat (sie ist Schwedin!!), hat sich sein Wunsch verstärkt und er versucht uns (seine Frau und mich) von der Richtigkeit / Notwendigkeit des Auswanderns zu „überzeugen“.
Er macht sich große Sorgen um seinen Nachwuchs. „Die Zukunft hier bei uns sehe nicht gerade rosig aus. Bildung und soziale Absicherung seien in Schweden viel hochwertiger als bei uns.“
Ob sie besser sind, weiß ich allerdings nicht…
Jedoch befasse ich mich nun auch mit dieser Problematik.
Die Zeichen stehen gut und in nicht allzu ferner Zukunft werde ich ebenfalls eine Familie gründen wollen. Und wie ich schon oben geschrieben habe, ist meine Freundin Schwedin und sie ist (natürlich) vom schwedischen System überzeugt.
Seit fast 2 Jahre lebt und arbeitet sie hier in Deutschland und spricht fehlerfrei Deutsch!
Somit hat sie sich hier wunderbar integriert und fühlt sich beruflich absolut pudelwohl. Jedoch die ständigen Diskussionen und der sehr langsame Tatendrang deutscher Politiker lässt sie zweifeln, ob man hier eine Familie großziehen möchte. Vor allem dann, wenn man die Möglichkeit hat auszuwandern bzw. in ihren Fall, wieder nach Hause zu gehen.
Jedenfalls, wenn unsere Kinder im Einschulalter sind, soll diese Entscheidung getroffen sein.
Solange wollen wir abwarten (man weiß ja nie, wie die berufliche Laufbahn verläuft) und wir wollen die Kinder zweisprachig aufwachsen lassen.

Wie ihr seht, ist das Thema sehr präsent in meinem Leben.
Daher habe ich für mich einen 5 Jahresplan erstellt.
- Heiraten und Familie gründen
- Trotz „Privatunterricht“ mit dem Kollegen an einem Sprachkurs teilnehmen
- Studium erfolgreich beenden
- Evtl. an einem Arbeiteraustauschprogramm (vom unseren skandinavischen Konzern angeboten) teilnehmen, um einen Eindruck der schwedischen Arbeitswelt zu bekommen
Ich denke, damit habe ich mich erstmal genug vorgestellt.

Wie bereits schon erwähnt, habe ich einige Fragen an euch und bin somit an eurer Meinung interessiert!
Daher möchte ich gerne meine Fragen an zwei Gruppen stellen:
Die Allgemeinheit bzw. die kurz davor stehen auszuwandern und an die Auswanderer.

Allgemeinheit:
Wie kann man sich „richtig“ auf eine Auswanderung vorbereiten?
Auf was müssen wir (der Kollege mit seiner Familie und ich) achten?
Wo bekommen wir ausreichende Informationen über Schweden, Arbeitswelt, Gesetzeslage, etc.?
Wo bekommen wir alle Unterlagen?
Gibt es irgendwo einen direkten Vergleich zwischen Schweden und Deutschland (z. B. Steuern, gesetzliche Bestimmungen, Versicherungsschutz, Bildungssystem, unabhängige Zukunftsprognosen?) oder muss man sich alles irgendwo zusammen suchen?
Was sollte dann in einem Vergleich nicht fehlen? TIPPS!!
Gibt es eine Internetseite, die ihr empfehlen könnt? (Außer diese natürlich :-D)

Erfahrungsberichte der Mutigen / Auswanderer:
Was hat euch zu euren Schritt bewegt?
Ist es wirklich besser in Schweden? (Wobei ich eher die Lebensqualität allgemein und die Kinderbetreuung meine)
Wo sind die Unterschiede?
Wie ist das Leben in Schweden als „Arbeiterfamilie“?
Wie steht man sich finanziell?
Habt ihr das Gefühl, dass eure Vorstellungen sich bewahrheitet haben?
Habe ich was Wichtiges in meiner Überlegung vergessen und habt ihr gute Ratschläge für mich?

Ich weiß, dass sich einige Fragen ständig hier im Forum wiederholen. Somit auch meine…
Jedoch bin ich an aktuellen Aussagen interessiert.
Ich hoffe, ihr habt dafür Verständnis.
Vielen Dank für eure Hilfe!

Vi ses svenskvänner
:fahne:
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Merle
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Beitrag von Merle »

Hej,

ich kann Epos nur voll zustimmen! Der Begriff Auswandern ist einfach falsch gewählt.

Zu deiner Aussage, dass sich in D seit gut 10 Jahren nichts zum Guten verbessert hat, so bin ich mir nicht so sicher, ob das nicht auch auf S zutrifft. Auch hier gibt es Diskussionen über die Rentensicherheit oder die Qualität der Schulen. Zwar ist die Betreuung zeitlich gut ausgebaut - aber auch nicht immer qualitativ hochwertig - z.B. freier Zugang zu Internetspielen ohne Aufsicht(für 6 - 11jährige)!

Was für die Kinder besser sein wird, weiß man eh erst im Nachhinein. In deinem Fall, scheint mir es zumindest recht natürlich ein paar Jahre in Schweden zu leben, wenn deine Freundin Schwedin ist.

Ansonsten gibt es hier viele Dinge, die mir gefallen - ebenso wie es viele Dinge gibt die ich in D gut fand. Umgekehrt aber genauso. Nicht alles ist Gold, was glänzt. Aber man entscheidet sich ja nicht für den Rest seines Lebens, wir leben in einem freien Europa!!

Also, viel Spaß noch bei der langfristigen Planung!

Merle

:-flagge2
Wolfgang B.
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Beitrag von Wolfgang B. »

Hej,Lille Emil
Ich habe noch nie von jemanden gehört ,der seinen Umzug in ein anderes
Land so precise plant und vorbereitet.
Wenn du als qualifizierte Fachkraft in der Papierindustrie tätig bist hast
du hier in Schweden gute Berufsaussichten.
Sprachkentnisse sind natürlich das A+O.
Darüber ob das Leben in Schweden besser ist will ich mich nicht mehr
weiter äußern.Meine Geschwister und viele Freunde und Bekannte die
D. auch verlassen haben ,haben auch von Problemen in ihrer neuen
Heimat berichtet,aber aber bis jetzt ist noch keiner zurück gekommen.

Viel Erfolg
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Kattegato
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Beitrag von Kattegato »

Ich als Auswanderer bin zufrieden.

Finanziell geht es nicht schlechter als in D (und seit Euro schon gar nicht), und der Arbeitsmarkt ist wesentlich entspannter.

Was die Kinderbetreuung betrifft:
Über die Schulen kann man ja streiten. Aber da Eure Kinder ja erstmal in die dagis kommen, kann ich Euch beruhigen:
Die sind definitiv besser: Die Plätze sind da (mit etwas Wartezeit manchmal, aber nicht zu vergleichen mit dem run in D) und wesentlich höhere Personaldichte. Der Umgang mit den Kindern ist auch ruhiger, entspannter und freundlicher.
Allerdings kenne ich nur Kitas im ländlichen Raum mit stabilem Personalbestand. In den Städten soll das wohl auch anders sein. Je mehr Problemfamilien und Personalwechsel zusammenkommen, desto mehr sinkt natürlich auch die Qualität.

Schulen scheinen mir sehr abhängig zu sein vom sozialen Status des Einzugsgebietes und der Finanzkraft der Kommune. Also gut hingucken, wo man hinzieht.
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo Emil,

toll, dass Du so gut planst und Dich super vorbereitest auf einen evtl. Umzug nach Schweden.
Habt Ihr Euch denn schon für eine bestimmte Gegend in Schweden interessiert, evtl. dort wo Deine Freundin herstammt? Oder wollt Ihr erstmal schauen, wo sich die besten Arbeitschancen bieten?
Warst Du mit Deiner Freundin bereits des öfteren in Schweden und wenn ja, in welcher Gegend?
Ich würde immer einem Umzug nach Schweden positiv gegenüberstehen, deshalb ist meine Meinung sehr subjektiv (kann ja nicht anders sein) und da Du doch die besten Voraussetzungen mitbringst, wenn Du mit einer Schwedin liiert bist, würde ich an Deiner Stelle mich doch sehr bemühen, das Auswanderungsziel lieber früher als später ins Auge zu fassen.
Wir kennen zwei deutsche Familien in Schweden. Das eine Pärchen wohnt ca. 80 km südlich Göteborg. Der Mann (Mitte 20) hat fast ohne Schwedischkenntnisse Arbeit als Elektriker gefunden in einer supertollen Firma. Er bekommt Arbeitskleidung bestehend aus Jacke, Hose, Schuhe usw., davon würde man in D nur schwärmen, darüber hinaus einen Firmenwagen. Er hat sich Schwedischkenntnisse nach und nach angeeignet und ist meines Wissens nach äußerst zufrieden. Die Frau hat ein Jahr lang Schwedischkurse belegt und hat nun eine Anstellung bei H & M gefunden, die suchten jemanden, der die deutsche Korrespondez erledigen kann. Sie hat durch ihren Sprachkurs in Schweden gute Schwedischkenntnisse erlangt. Die Tochter ist ca. 3 Jahre alt und geht dort in den Kindergarten, kommt bestens zurecht; es gab ein paar kleine, gesundheitliche Probleme, die evtl. auf den Streß des Sprachumlernens zurückzuführen ist; was aber nur eine Vermutung ist. Die Tocher kann bis nachmittags im Kindergarten bleiben, der Vater holt sie nach Feierabend ab.
Obwohl beide jetzt arbeiten und wenig Freizeit haben, sind sie doch nach eigenen Aussagen sehr zufrieden mit ihrer Standortwahl und ich denke nicht, dass sie sich nach D zurücksehnen. Sie haben schon sehr viele Kontakte zu Schweden gefunden und sind dort mit offenen Armen aufgenommen worden.
Ich hoffe, Dir einen kleinen Einblick in eine erfolgte Integration gegeben zu haben. Falls Du noch Fragen hast, stelle sie ruhig, hier wirst Du viele Antworten bekommen.
Grüße Aelve :-flagge2
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Lille Emil
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Re: Auswandern? Wie geht das?

Beitrag von Lille Emil »

Hej, hej…

Danke an euch allen für euere schnelle Beiträge.
Gern würde ich auf einige Sätze eingehen:

@epos
epos hat geschrieben: Allerdings solltest Du zumindest recht gute Sprachkenntnisse haben- das erleichtert vieles.
Das sehe ich genauso, daher auch mein geplanter Sprachkurs! :D
epos hat geschrieben: Möglicherweise kannst Du ja auch bei Eurer schwedischen Mutter- quasi Betriebsintern unterkommen. Sprich doch mal mit der Personalabteilung
Versuchen werde ich es bestimmt (siehe 5 Jahresplan, letzter Punkt)
Jedoch mit der Personalabteilung werde ich erstmal nicht sprechen können.
Erfahrungsgemäß reagieren sie nicht allzu freundlich, wenn sie mitbekommen, dass einer überlegt, die Firma zu verlassen.

@Merle
Merle hat geschrieben: Nicht alles ist Gold, was glänzt. Aber man entscheidet sich ja nicht für den Rest seines Lebens, wir leben in einem freien Europa!!
Was meinst du damit, wenn du schreibst: „Es ist nicht alles Gold was glänzt?" Vom Sinn her verstehe ich es natürlich, jedoch bin ich daran genauer interessiert.
Ich stimme dir mit dem freien Europa zu, jedoch sehe ich die Sache ein wenig enger. Wenn ich auswandere, sollte es schon für immer sein.Denn ich möchte meine zukünftigen Kinder Sicherheit und eine gewohnte Umgebung geben. Auch mir selbst möchte ich es ersparen, zwischen "zwei Heimaten" zu springen…

@Wolfgang B.
Wolfgang B. hat geschrieben: Ich habe noch nie von jemanden gehört ,der seinen Umzug in ein anderes
Land so precise plant und vorbereitet.
Danke fürs Kompliment!! :D
Wolfgang B. hat geschrieben: Darüber ob das Leben in Schweden besser ist will ich mich nicht mehr
weiter äußern.Meine Geschwister und viele Freunde und Bekannte die
D. auch verlassen haben ,haben auch von Problemen in ihrer neuen
Heimat berichtet,aber aber bis jetzt ist noch keiner zurück gekommen.
Würde es dir was ausmachen, mir doch über einige Probleme zu berichten?
Denn aus Problemen anderer, könnte man lernen...

@Kattegato
Danke für den Tipp.
Wir wollen auch aufs Land! Ist einfach schöner!!

Danke nochmal!

Vi ses :-flagge2
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hej Aelve,

keine Sorge, dich hatte ich nicht vergessen. Ich wollte nur gezielt auf deinen Beitrag eingehen.
Erstmal Danke für die guten Infos.
Sie werden auch für meinen Arbeitskollegen sehr interessant sein
Aelve hat geschrieben:Hallo Emil,

toll, dass Du so gut planst und Dich super vorbereitest auf einen evtl. Umzug nach Schweden.
Danke fürs Kompliment! :oops:
Habt Ihr Euch denn schon für eine bestimmte Gegend in Schweden interessiert, evtl. dort wo Deine Freundin herstammt? Oder wollt Ihr erstmal schauen, wo sich die besten Arbeitschancen bieten?
So richtig entschieden haben wir uns noch nicht. Sie selbst kommt aus Göteborg und wir planen in Richtung Süd- und Mittelschweden. Am liebsten direkt an einem See... :D
Aber wir werden sicherlich in erster Linie auf die Arbeitschansen und Kinderbetreuung achten. Mal sehen...
Warst Du mit Deiner Freundin bereits des öfteren in Schweden und wenn ja, in welcher Gegend?
Wir waren schon mehrmals da. Meistens per Flugzeug und da haben wir uns im Raum Göteborg aufgehalten für max. 1 Woche. Letzten Sommerurlaub (2 Wochen) waren wir mit dem Wagen unterwegs. Wir waren ausser Göteborg noch auf Tjörn und sind von da aus nach Västerås gefahren. (Da wohnt ihre Farmor)
Jetzt planen wir ebenfalls im Sommer für drei Wochen eine Campingtour durch Süd-und Mittelschweden (Schwerpunkt: Småland und Dalarna). Wir wollen von unserer möglichen neuen Heimat viele Eindrücke sammeln und zeitgleich ein paar Schwesterwerke besuchen.... :)
Für gute Reiseziele bin ich ebenfalls offen... :flagge3:

Hejdå
:fahne:
Wolfgang B.
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Beitrag von Wolfgang B. »

Hej,Emil
Die Probleme die deutsche Auswanderer in Neuseeland/Australien/Kanada
USA /Spanien oder Südafrika haben,z.B. das die Mütter bei einem unehe-
lichen Kind nicht automatisch alle Rechte haben,oder das Berufsabschlüsse
umständlichst anerkannt werden müssen sind für dich doch eigentlich
nicht relevant.
Natürlich kann auch eine Auswanderung Nach S. zu den kuriosesten
Problemen führen (ich denke nur an hemi77),da gibt es aber kaum etwas
was nicht lösbar wäre.
Du mußt dich einfach noch ein wenig durch dieses Forum durch lesen.
Jede Biographie bringt ja ihre eigenen Schwierigkeiten mit sich.
Du dürftest aber eigentlich die Wenigsten haben.

trevlig helg
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

tigerelch2004 hat geschrieben: Hejsan,
ich weiß ja nicht, wann Ihr Euren Sommerurlaub geplant habt - aber denke bitte daran, dass in Schweden im ganzen Juli und teilweise auch noch in den ersten Wochen des August, Sommerferien sind.
Das Land befindet sich dann in einer Art "Ausnahmezustand" - was die Arbeit in den Firmen betrifft. Ich arbeite selbst in der Papierbranche und in unserem Werk sind für dieses Jahr die Werksferien für die KW 26 / 30 + 31 angekündigt.
Danke für den Tipp!
Daran hatten wir nicht gedacht! Ich werde mich da mal bei unseren Schwesterwerke informieren.... :-flagg
P.S. Du arbeitest nicht "zufällig" bei Stora Enso Kabel :pfeif:
:pfeif: Ich sag einfach mal Ja dazu.... Aber nur, wenn du mich nicht verpfeifst... :lol:
Und darf man fragen, wo du arbeitest?

Trevlig helg
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Wolfgang B. hat geschrieben:Hej,Emil
Natürlich kann auch eine Auswanderung Nach S. zu den kuriosesten
Problemen führen (ich denke nur an hemi77),da gibt es aber kaum etwas
was nicht lösbar wäre.
Du mußt dich einfach noch ein wenig durch dieses Forum durch lesen.
Jede Biographie bringt ja ihre eigenen Schwierigkeiten mit sich.
Du dürftest aber eigentlich die Wenigsten haben.

trevlig helg
Hej Wolfgang,
Danke nochmals für deinen Hinweis. Du hast damit recht und ich werde natürlich weiterhin das Forum durchforsten. Gleich als nächstes werde ich mal suchen, ob ich was von hemi77 finde....
Auch dir ein schönes Wochenende.
Hejdå
:fahne:
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Heimi77
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Beitrag von Heimi77 »

:bowler:

Ich Probleme? Bild
Naja, wirkliche Probleme hab ich nicht. Ausser vielleicht rechtzeitig ne Wohnung/Haus zu finden.

Alles andere sind einfach Sachen die ich bisher aus Unwissenheit nicht wusste wie man sie regelt.
Aber dafür gibts ja das Forum hier :thumbsup:
Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen lediglich zur Belustigung der Forenteilnehmer.
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

tigerelch2004 hat geschrieben:Klar darfst Du fragen - ich arbeite bei VIDA Paper AB/Lessebo, bzw. in deren deutscher Niederlassung. Unter diesem Namen sind wir jedoch ganz neu auf dem Papiermarkt - der frühere Name Klippan AB(seit dem 30.06.06 in Konkurs) könnte Dir schon eher ein Begriff sein, obwohl ich das auch nicht glaube - wir sind eben kein Global Player wie Stora Enso.....
Da haste recht und eigentlich müsste ich mich schämen. Denn leider kenne ich keine von den beiden Namen, obwohl Klippan in der Vergangenheit unser Schwesterwerk in Mölndal gekauft hatte. Jedoch kennt meine Freundin die Firma Klippan AB, zumindestens die ehemalige Papierfabrik in Mölndal, die im Dezember 2005 geschlossen wurde. Da hatte sie zuvor erste Erfahrungen in ihrem Beruf sammeln dürfen....
Die Papierindustrie ist halt ziemlich schnelllebig. :tears:

:god:
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

God kväll allihop :-winker

Freut mich, dass einige von euch schon auf meinem Artikel geantwortet haben.
Dennoch wollte ich nochmals einige meiner Fragen an euch stellen, um den Einen oder Anderen doch noch dazu bewegen, mir zu schreiben.
Vor allem an den bereits Ausgewanderten habe ich noch ein paar Fragen:

1. Wie ist das Leben in Schweden als „Arbeiterfamilie“?
2. Wie steht man sich finanziell?
3. Gibt es irgendwo einen anschaulichen Vergleich zwischen Schweden und Deutschland (z. B. Steuern, gesetzliche Bestimmungen, Versicherungsschutz, Bildungssystem, unabhängige Zukunftsprognosen?) oder muss man sich alles irgendwo zusammen suchen?
• Gibt es Internetseiten, die ihr empfehlen könnt?
4. Was sollte dann in einem Vergleich (Frage 3) nicht fehlen? TIPPS!!

Besten Dank!

Mvh
Lille Emil
:night:
Wolfgang B.
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Beitrag von Wolfgang B. »

Hej,
in meinen Augen geht es dir gerade als Arbeiter in S. besser als in D.,
weil die Einkommensschere bei weitem nicht so auseinander geht wie
in D.
Selbst Frisösen und Nachtwächter haben ein Einkommen mit dem man
würdig existieren kann,zumal die Lebenserhaltungskosten nach meinen
Erfahrungen deutlich niedriger liegen wie in D. besonders was Energie
Mobilität und Nahrungsmittel betrifft,also Dinge an denen man nicht vorbei
kommt.
Neben bei sei noch erwähnt das die Bevölkerung hier bei weitem nicht
solch einem Druck und Streß ausgesetzt wird wie in D.
Das spürst du am Arbeitsplatz und im täglichen Umgang.Die viel gerühmte
gefühlte Lebensqualität.
Aber auch in Schweden ist viel in Bewegung gekommen.
Die neue konservative Regierung ist kräftig dabei Geld von unten
nach oben zu verteilen.
Auch ist S.dabei die gleichen Fehler wie D. zu machen.
Es werden immer mehr Flüchtlinge aus problematischen Ländern u.Kulturen,
Irak/Iran/Osteuropa aufgenommen. Wie man hört , allein dieses Jahr
sollen 40000 Iraker (im Verhältniß auf D. hochgerechnet wären das
400000!) kommen. Da in der Regel keiner wieder geht kommen auf
die Schweden mittelfristig enorme finanzielle Belastungen zu,von den
gesellschaftlichen Problemen auf die ich hier nicht eingehen möchte
ganz zu schweigen.
Zukunftsprognosen sind nur schwer,eigentlich gar nicht möglich.
Man kann nur hoffen,das die Regierenden die Lebensqualität der eigenen
Bevölkerung nicht völlig aus den Augen verliert.
Die Einkommenssteuern sind übrigens ganz schön hoch,(hängt auch
von der Kommune ab wo man wohnt)gleich wohl ist der schwedische
Staat schuldenfrei,hat sogar deutlich mehr Geld eingenommen wie
ausgegeben und ist damit ausgesprochen handlungsfähig.Nach dem inter-
nationalen Ranking der Lebensqualität liegt S. auf Platz 3.D mittler Weile
auf Platz 28.Näachstes Jahr sollen aber wieder einige Länder vorbei ziehen.
So hast du auch mal ein paar nachprüfbare Fakten.

Selbstverständlich sind das hier alles meine persöhnlichen Erfahrungen
und Einschätzungen die nicht gänzlich unumstritten sind.
Lebensrisiken gibt es überall.

trevlig kväll
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ichi
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Beitrag von ichi »

meckpommbi hat geschrieben:hej lille emil

kann dir leider keine ganz passenden antworten geben
da wir nicht als arbeiterfamilie hierhergegangen sind sondern versuchen uns auf eigene beine zu stellen ausserdem wohnen wir noch zu kurz hier.
was mir an deinem schreiben ein bisschen bauchweh bereitet sind solche sachen wie 5 jahresplan und sicherheit :
den 5 jahresplan kenne ich gut bin damit in der ex ddr grossgeworden :)
eine grobe planung ist sicher nicht verkehrt aber ich habe bei deinem posting so ein bisschen den eindruck das du das etwas enger siehst.
was machst du wenn etwas ganz unvorhersehbares passiert positiv oder negativ steht dann der plan ueber allem ?
genauso problematisch ist das mit der sicherheit die du anstrebst
klar wäre es schoen wenn man alles vorher absichern koennte aber das leben heutzutage ist einfach zu komplex und unsicher geworden und auf der anderen seite ist es doch auch wieder spannend was alles passieren kann.
nimm mich zum beispiel ohne wende wuerde ich jetzt warscheinlich immer noch bei ruegen radio funkerin sein ich hätte fuer den rest meiner tage keine sorge um arbeit aber auf der anderen seite auch keine chance bekommen meine eigenen vorstellungen von leben in die tat umzusetzen.
jetzt kann ich zwar mit paucken und trompeten untergehen aber ich habe auch die chance es zu schaffen.
gruss meck
wie du mir aus der seele sprichst, obwohl ich ein "westkind" bin, in jeder zeile die du schreibst. :-winker
Was halb ist, wird ganz werden. (lao-tse, tao te king)

Ralf
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hej Lille Emil,

was die Vorteile Leben in Schweden betreffen, kann ich das Meiste nur vom Hörensagen erzählen, da wir ja nur ab und an in unsere Ferienhäuser fahren - dazu meistens um etwas an den Häusern zu verbessern.
Ich würde als ganz großes Plus die bessere Bildungspolitik von Schweden gegenüber Deutschland sehen. Insgesamt ist die Kinderfreundlichkeit in Schweden sehr viel größer als in D, das fängt bei Kinderkrippen an und hört bei Restaurantbesuchen mit Kindern auf. Für Kinder wird einfach in Schweden mehr getan, ob es freie Eintritte für Kids sind oder freie Schulsachen.
Unsere deutschen Bekannten, die schon 2001 nach Schweden zogen, haben zwei Kinder, die fühlen sich in ihren Schulen pudelwohl, darüber hinaus bekommen sie dort Mittagessen. Für unsere Bekannten war ein gravierender Faktor des Auswanderns die Angst vor schlechter Schuldbildung ihrer Kinder in Deutschland.
Überlegt werden müßte meines Erachtens, ob Ihr Euch ein Haus dort kaufen könnt, denn Häuser und Grundstück sind in Schweden - zumindest außerhalb der Großstädte - bedeutend günstiger als in D. Wenn man also ungern zur Miete wohnt, dann wäre das in meinen Augen auch ein Argument, nach Schweden zu ziehen, um sich den Traum eines eigenen Häuschens mit großem Grundstück leisten zu können. Unsere Bekannten haben dort was Eigenes erworben.
Es ist alles gemächlicher und ruhiger in Schweden, uns wurde gesagt, dass man auf der Arbeit nicht der Hektik ausgesetzt ist, die hier in D oft vorherrscht. Alleine das Autofahren ist in Schweden eine reine Erholung gegenüber D. Ich habe gar keine Lust mehr, hier in D weite Strecken zu einem Urlaubsort in Kauf zu nehmen, da mich der Verkehr sehr anstrengt, obwohl ich meistens nur Beifahrerin bin.
Ich persönlich sehe fast nur Vorteile fürs Auswandern, da mich hier in D vieles ärgert. Dagegen sehe ich den paar Nachteilen in Schweden gelassen entgegen, die wohl wären:
langer Winter, wenig Abwechslung in den ländlichen Gebieten, oft weite Fahrten erforderlich zur Arbeit oder Einkaufen je nach Wohngebiet.
Für mich würde schon die überwältigende Natur sowie die bessere Luft ein Garant für ein besseres Leben in Schweden sein. Mir ist es in D schon fast zu eng.
Dieses sind meine persönlichen Meinungen gestützt durch Erfahrungsberichte meiner Bekannten.
Grüße Aelve :flagge3:
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hallo zusammen!

Ich finde es super wie gut dieses Forum hier funktioniert.
Für eure Antworten möchte ich mich bedanken!
nisse hat geschrieben: Wenn ich deine Postings lese, gebe ich meinen Vorschreibern recht, toll wie du dich vorbereitest, besser zu viel als zu wenig. ABER: Das eigentliche Auswandern läßt sich letztendlich nicht in Tabellenform gegenüber stellen, auswerten und dann danach entscheiden. Ein große Teil kann nur bei dir im Bauch entschieden werden, es ist und bleibt immer auch eine Gefühlsentscheidung.
Danke fürs Kompliment. Jedoch scheint es mir, dass du mich da ein wenig missverstanden hast.
Mir geht es nicht darum "das Auswandern" ansich tabellarisch darzustellen, sondern mir einen besseren Überblick von unterschiedliche Staaten und deren System zu machen.
Als ich einige andere Themen hier im Forum durchgelesen habe, ist mir Eins aufgefallen. Sehr viele Argumente sind gefühlte und subjektive Empfindungen. Jedoch vermisse ich Fakten. Zahlen die einige Argumente belegen können (nicht müssen)! Bsp. Bildung, Haushaltswarenkorb...
Es würde das Bild von Schweden vervollständigen. Es ein wenig sachlicher machen, so zu sagen...
Emil
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Beitrag von Lille Emil »

@ Wolfgang
Danke für deine lange Antwort!
Sie war absolut informativ und sehr interessant.
Solche Antworten finde ich Klasse, denn sie zeigen, wie die Basis (das Volk) denkt. Auch wenn es sich hier natürlich nur um eine persönliche Meinung handelt... Denn du Wolfgang stehst mit deiner Meinung bestimmt nicht alleine dar! Und viele kleine Splitter ergeben ein Ganzes... :-)
Vor allem die Argumente über die neue Regierung und deren Vorhaben, waren voller neuer Informationen. Denn obwohl meine Freundin regelmässig SVT.se Nachrichten guckt, ist ihr diese Problematik neu. Und das zeigt mir, das neben meiner Suche nach Fakten auch die Meinung Einzelner wichtig ist.
Ich brauche nur das Stichwort "EURO" in den Raum werfen und ich bin mir sicher, dass viele Deutsche verstehen werden, was ich damit meine.
Seit Einführung des Euros merkten wir alle, das Alles teurer wurde. Doch die Politik wie manche Medien wollten den sogenannten Teuro nicht wahrnehmen. Erst als letztes Jahr eine Studie mit dem selben Ergebnis veröffentlicht wurde, wurde das Empfinden der Bevölkerung anerkannt.
Also,.... An alle Leser:
Bitte noch mehr solcher Antworten!!
Sie schaffen ein aufgeklärteres Gesamtbild.
Lille Emil
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Aelve
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Beitrag von Aelve »

Hallo Lille Emil,

sollst du haben, hier habe ich Dir ein paar prägnante Zahlen gegenübergestellt:

Lebenserwartungsalter in Schweden Männer 78,29
Frauen 82,87
in Deutschland Männer 75,81 Frauen 81,96
%
Anteil Gewässser Gesamtfläche S 8,67
dto. D 2,18

Geburtsrate je 1000 Einw. S 10,27
dto. D 8,33

Bevölkerungsdichte je km² S 20
dto. D 230

Analphabethismus in % S 0,10
dto. D 0,70

Arbeitslosigkeit in % S 6,10
dto. D 9,69

Dieses sind nur ein paar Beispiele aus
www.welt-in-zahlen.de

Pisa Studie sind wir in D aus meiner persönlichen Erinnerung auf
Rang 17 oder 18
Schweden auf Rang 3

Mir sagen schon diese paar gegenübergestellten Zahlen alles!
Gruß Aelve

:pfeif:
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Beitrag von Lille Emil »

Hej Meckpommbi.
meckpommbi hat geschrieben: was mir an deinem schreiben ein bisschen bauchweh bereitet sind solche sachen wie 5 jahresplan und sicherheit :
den 5 jahresplan kenne ich gut bin damit in der ex ddr grossgeworden :)
eine grobe planung ist sicher nicht verkehrt aber ich habe bei deinem posting so ein bisschen den eindruck das du das etwas enger siehst.
was machst du wenn etwas ganz unvorhersehbares passiert positiv oder negativ steht dann der plan ueber allem ?
Ich hoffe, deine Bauchschmerzen sind weg... :-)
Ich glaube, ich bin da ein wenig missverstanden worden.
Der Plan soll mein eigentliches Jetzt veranschaulichen und die nächste Schritte mir selbst klar machen.
Bsp: Ohne gute Ausbildung und Weiterbildung ==> keinen sicheren Job.
Keine Sprachkenntnisse ==> Kein Job und keine Intergration!
Daher plane ich möglicht genau und nehme die Sache sehr ernst. (Ich glaube, dass ist typisch deutsch....)
Sicherlich weiß ich heute noch nicht was Morgen auf mich zukommt. Jedoch glaube ich daran, dass ich mich in 5 Jahren ärgern würde, wenn eine super Gelegenheit in Schweden auf mich wartet und ich erfülle die Vorraussetzungen nicht.
Daher kann man sagen: Der Plan steht nicht über Alles. Er ist jedoch mein Fundament, worauf ich eine mögliche Zukunft bauen möchte (könnte).
Aber trotzdem Danke für deine Bedenken.
Sie sind richtig und ich werde sie in meinem weiteren Planungsverlauf mit einbeziehen.
...kann dir leider keine ganz passenden antworten geben
da wir nicht als arbeiterfamilie hierhergegangen sind sondern versuchen uns auf eigene beine zu stellen ausserdem wohnen wir noch zu kurz hier.
......
Jetzt kann ich zwar mit paucken und trompeten untergehen aber ich habe auch die chance es zu schaffen.
Danke für deine Antwort. Sie hilft mir weiter. Und ich wünsche euch für alles Gute!

Lille Emil :fahne:
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Beitrag von Lille Emil »

Aelve hat geschrieben:Hallo Lille Emil,

sollst du haben, hier habe ich Dir ein paar prägnante Zahlen gegenübergestellt:
....
....
Mir sagen schon diese paar gegenübergestellten Zahlen alles!
Gruß Aelve

:pfeif:
Und ich sage DANKE für deine schnelle Antwort!!! :doppelwink:
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Beitrag von Lille Emil »

Aelve hat geschrieben: Dieses sind meine persönlichen Meinungen gestützt durch Erfahrungsberichte meiner Bekannten.
Grüße Aelve :flagge3:
Nochmals besten Dank für deine Antwort.
Jeder Satz bestätigt die Aussagen meiner Freundin und von meinem Arbeitskollegen, sowie meinen eigenen Eindruck, den ich in meinen Urlauben gewinnen konnte.

:fahne: scheint ein Leben wert zu sein!! :D

Oder??

Gruß,
Lille Emil
Wolfgang B.
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Beitrag von Wolfgang B. »

hej,Emil!
In der heutigen Zeit wo Regierungen ihre Statistiken und Tabellen
nach Gutdünken hinbiegen sind Erfahrungswerte,wenn auch subjektiv,
vielleicht hilfreicher.
Wenn sich jemand über D. mit Hilfe von Statistiken informieren würde,
dann würde er glauben,es gebe nur unter 4Mil. Arbeitslose,dabei sind
es in Wirklichkeit eher 8 Mil.,wenn man 1€ jobber,minijobber,Arbeitslose
die über 50 sind oder Leute mitrechnet,die sich erst gar nicht arbeitslos
melden.
Auch würde er lesen , das jeder Deutsche 80000€ auf der Bank hat,
das es so etwas wie Inflation überhaupt nicht gibt,usw. usw..
Ich selbst bin noch drauf reingefallen,obwohl mir schon viele Schweden
gesagt hatten das sich seit der Euroeinführung das Einkaufen in D.
nicht mehr lohnt.
Ich habe nämlich aus D. jede Menge Ersatzteile für unsere Autos,und
Verschleißzubehör für die Pferde mitgenommen,weil ich noch die zu
DM-Zeiten hohen Preise in S. im Kopf hatte.
Jetzt mußte ich feststellen das in S. alles deutlich preiswerter ist.
Wenn du einmal einen Blick in den d.Warenkorb wirfst,wirst du Dinge
wie Mähdrescher und Angelhaken finden,Dinge die wohl kaum einer
braucht.Auch telefonieren wir gerne genannt.Anfang der 90iger hatte
in Australien schon jedes Kind ein Handy,da wa das in D. noch völlig
überteuert.Jetzt paßt man sich langsam an.(Übrigens in den USA ist
das telefonieren in den Städten umsonst)Das wirkt in der Statistik
natürlich als Inflationsbremse.(telefonieren ist wieder billiger geworden)
Würde man in den Warenkorb nur die wirklich wichtigen Dinge packen
Energie,Mobilität,Dienstleistungen,Maschinen-und KFZ-Teile,sowie
Nahrungsmittel (1 Brötchen 25 Pf. jetzt 25 cent) sähe das mit der Inflation
ganz anders aus.
Wenn Politiker in D. mit dem Teuro konfrontiert werden tun sie das immer
mit unrealstischem Bauchgefühl ab und kommen mit ihren Statistiken.

so long
Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten.
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Wolfgang B.
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Beitrag von Wolfgang B. »

Emil,da hast du mich wohl beim Schreiben überholt.

trevlig kväll
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Wolfgang B. hat geschrieben:Emil,da hast du mich wohl beim Schreiben überholt.

trevlig kväll
Macht nichts...
Denn deine Argumente stimmen!!...Nicht das ich so ähnlich denken würde... ;-)

hejdå
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

God kvell hallihop!

Habe beim durchstöbern im Netz eine Seite gefunden.
Sieht zwar stark nach Schleichwerbung aus, aber egal...
www.schweden.de

Hier einmal ein Zitat:
Schwedentraum - Die Mentalität hat geschrieben: 12. Dezember 2006

Der Arbeitsalltag in Schweden drueckt sich meiner Meinung nach am meisten durch die Ruhe aus. Hektik wird so weit es geht vermieden. Allerdings haben wir bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass das Organisieren nicht unbedingt die Stärke der Menschen hier ist, ebenso die Fähigkeit, selbstständig zu handeln.
Als Team sind die Schweden unschlagbar, aber sobald etwas außerplanmäßig läuft, wird’s schwierig. Keiner will die Verantwortung alleine übernehmen. Für uns bedeutet das: Einfach ein wenig gelassener werden. Irgendwann wird das anstehende Problem schon gelöst werden. Es ist vielleicht alles ein wenig chaotischer, aber ein Herzinfarkt wird hier wohl keiner erleiden. Ebenso gelassen geht es in der schwedischen Bürokratie zu. Wir mussten lernen, uns mit dem schwedischen Tempo zu arrangieren.
Wir versuchen immer höflich auf die Menschen zuzugehen. Sich mit Kritik zurückzuhalten, war nur von Vorteil für uns. Denn gerade am Anfang kamen uns viele Sachen sehr langatmig und unnötig kompliziert vor. Aber mit der heutigen Erfahrung würden wir die schwedische Arbeitsweise nicht mehr mit der deutschen tauschen wollen. Man sollte sich hüten, den »ständig besser wissenden Deutschen« raushängen zu lassen.
Wir betrachten uns ein Stück weit als »Botschafter« für Deutschland und bemühen uns, unser Geburtsland gut zu vertreten. Schweden ist nicht besser oder schlechter, sondern in vielen Bereichen einfach anders.
(Quelle: Schwedentraum. Erfahrungsbericht einer Auswanderung)
MfG
Emil
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

:oops:
Wenn das so ist....
Dann kann ich einen bereits bekannten Link auch nochmals veröffentlichen:

http://www.pegasus-translations.com/ge/ ... ameset.htm

Er wurde zwar hier schonmal im schwedenforum veröffentlicht, aber ich finde die Story SUPER!
Wäre zu schade, wenn dieser in Vergessenheit geriet!

MfG
Emil :wink:
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