Storsien: Auch in Schweden gab es Internierungslager
Verfasst: 26. Januar 2012 23:14
Auch in Schweden hat es während des Krieges Internierungslager für politisch missliebige Personen gegeben. Zu diesem peinlichen Kapitel in der schwedischen Geschichte hat ein kürzlich erschienenes Buch der Autoren Tobias Berglund und Niclas Sennerteg eine hitzige Debatte entfacht. Zündstoff bietet schon der Titel des Buches. Er lautet „Schwedische Konzentrationslager im Schatten des Dritten Reiches“. Die Bezeichnung “Konzentrationslager” mag fragwürdig sein, doch Tatsache ist, dass es damals Arbeitslager für Kommunisten gab, die als Staatsfeinde angesehen wurden. Vor allem Nordschweden galt als kommunistische Hochburg; und um eine Unterwanderung der Bevölkerung mit kommunistischer Hetze zu vermeiden, wurden Arbeitskompanien eingerichtet. Eine befand sich in Storsien, einem kleinen Dorf mitten im Wald zwischen Kalix und Överkalix.
Radio Schweden, mehr hier:
http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=2418095
Grizzly sein Senf:
Ich wusste, dass es eine im nachhinein heftig kritisierte Zusammenarbeit der schwedischen Regierung mit den Hitlerfaschisten gab, was Truppen- und Materialtransporte mit der Eisenbahn über schwedisches Gebiet betraf, oder dass die Behörden unter der sozialdemokratischen (!) Führung des Landes viele Wehrmachtsdeserteure ausgelieferten, in Kenntnis, dass sie dann vor ein Kriegsgericht gestellt und ermordet werden würden.
Das mit den Lagern für "wehrunwürdige" Kommunisten wusste ich bis heute nicht - dank Stieg Larsson hat sich das geändert, in dessen Biographie ("Die Welt der Lisbeth Salander") sein Großvater gewürdigt wird, der, selbst Kommunist, vermutlich in Storsien interniert war.
Mehr über Storsien (Deutsch gibt es fast nichts):
http://www.kuriren.nu/kultur/?articleid=5283023
Radio Schweden, mehr hier:
http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=2418095
Grizzly sein Senf:
Ich wusste, dass es eine im nachhinein heftig kritisierte Zusammenarbeit der schwedischen Regierung mit den Hitlerfaschisten gab, was Truppen- und Materialtransporte mit der Eisenbahn über schwedisches Gebiet betraf, oder dass die Behörden unter der sozialdemokratischen (!) Führung des Landes viele Wehrmachtsdeserteure ausgelieferten, in Kenntnis, dass sie dann vor ein Kriegsgericht gestellt und ermordet werden würden.
Das mit den Lagern für "wehrunwürdige" Kommunisten wusste ich bis heute nicht - dank Stieg Larsson hat sich das geändert, in dessen Biographie ("Die Welt der Lisbeth Salander") sein Großvater gewürdigt wird, der, selbst Kommunist, vermutlich in Storsien interniert war.
Mehr über Storsien (Deutsch gibt es fast nichts):
http://www.kuriren.nu/kultur/?articleid=5283023