TV4: Königin sagt nicht die Wahrheit
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Karsten
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TV4: Königin sagt nicht die Wahrheit
Der private schwedische Fernsehsender TV4 hat Königin Silvia vorgeworfen, sie leugne Fakten aus der NS-Vergangenheit ihres Vaters. In einem Dokumentarprogramm des Senders hieβ es, die Königin habe wahrheitswidrig die politische Betätigung ihres Vaters, Walther Sommerlath, während der NS-Zeit bestritten und Sachverhalte beschönigt.
In diesem Zusammenhang wurde erwähnt, dass Sommerlath 1939 eine enteignete jüdische Fabrik übernommen hatte, in der Rüstungsgüter hergestellt wurden. Der schwedische Hof hat eine Stellungnahme zu der Darstellung des Fernsehsenders abgelehnt.
(Quelle: Radio Schweden)
In diesem Zusammenhang wurde erwähnt, dass Sommerlath 1939 eine enteignete jüdische Fabrik übernommen hatte, in der Rüstungsgüter hergestellt wurden. Der schwedische Hof hat eine Stellungnahme zu der Darstellung des Fernsehsenders abgelehnt.
(Quelle: Radio Schweden)
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Karsten
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Eigene Untersuchung entkräftet Nazi-Vorwürfe
Der Vater von Königin Silvia, Walther Sommerlath, hat sich nicht an der Enteignung von Juden während der Nazizeit in Deutschland bereichert. Dies ergibt eine Untersuchung der Monarchin, wie die Tageszeitung Göteborgs-Posten am Dienstag berichtet. Vielmehr habe ihr Vater die Ausreise von Efim Wechsler aus Deutschland ermöglicht, so Silvia gegenüber dem Blatt.
"Unauffälliger Nazi"
Der Fernsehsender TV4 hatte den Vater von Königin Silvia mit einer Dokumentation ins braune Zwielicht gerückt. Walther Sommerlath war in Brasilien aktiver Nazi und habe sich durch die Enteignung von Efim Wechsler an jüdischem Eigentum bereichert, so der Fernsehsender.
Um diese Aussagen zu entkräften, rief Königin Silvia eine eigene Untersuchung ins Leben. Unter Mithilfe unter anderem des Archivars Erik Norberg und brasilianischer Behörden wurde versucht, den Vorgang zu rekonstruieren, wie Silvia Göteborgs-Posten in einem Interview erklärt. Demnach war Walther Sommerlath, der 1920 von Deutschland nach Brasilien ausgewandert war, seit 1934 Mitglied der NSDAP – also nach der Machtergreifung Hitlers in Deutschland. Laut Angaben der brasilianischen Sicherheitsbehörden ist er jedoch nicht aktenkundig geworden, was soviel bedeutet, dass er eher unauffällig war.
Zurück nach Nazi-Deutschland
1937 wollte Sommerlath zurück nach Deutschland und sich dort eine Existenz aufbauen. Laut einer mündlichen Erzählung soll Efim Wechsler auf Sommerlath aufmerksam geworden sein. Der jüdische Geschäftsmann wollte Deutschland verlassen und tauschte seine Fabrik gegen Anteile von Kaffeeplantagen im Besitz der Familie Sommerlath ein.
Der 1939 vollzogene Tausch ermöglichte es Wechsler ins sichere Brasilien zu emigrieren, weil er dort jetzt Grundbesitz hatte. Im Gegenzug konnte sich Sommerlath mit seiner Familie wieder in Deutschland etablieren, wo Silvia im Jahr 1943 geboren wurde.
Über die genaueren Umstände, wie Sommerlath und Wechsler zueinander fanden gibt es keine schriftlichen Belege. Königin Silvia hofft jedoch, dass mit der eigenen Untersuchung die Vorwürfe gegen ihren Vater entkräftet sind.
(Quelle: Radio Schweden)
"Unauffälliger Nazi"
Der Fernsehsender TV4 hatte den Vater von Königin Silvia mit einer Dokumentation ins braune Zwielicht gerückt. Walther Sommerlath war in Brasilien aktiver Nazi und habe sich durch die Enteignung von Efim Wechsler an jüdischem Eigentum bereichert, so der Fernsehsender.
Um diese Aussagen zu entkräften, rief Königin Silvia eine eigene Untersuchung ins Leben. Unter Mithilfe unter anderem des Archivars Erik Norberg und brasilianischer Behörden wurde versucht, den Vorgang zu rekonstruieren, wie Silvia Göteborgs-Posten in einem Interview erklärt. Demnach war Walther Sommerlath, der 1920 von Deutschland nach Brasilien ausgewandert war, seit 1934 Mitglied der NSDAP – also nach der Machtergreifung Hitlers in Deutschland. Laut Angaben der brasilianischen Sicherheitsbehörden ist er jedoch nicht aktenkundig geworden, was soviel bedeutet, dass er eher unauffällig war.
Zurück nach Nazi-Deutschland
1937 wollte Sommerlath zurück nach Deutschland und sich dort eine Existenz aufbauen. Laut einer mündlichen Erzählung soll Efim Wechsler auf Sommerlath aufmerksam geworden sein. Der jüdische Geschäftsmann wollte Deutschland verlassen und tauschte seine Fabrik gegen Anteile von Kaffeeplantagen im Besitz der Familie Sommerlath ein.
Der 1939 vollzogene Tausch ermöglichte es Wechsler ins sichere Brasilien zu emigrieren, weil er dort jetzt Grundbesitz hatte. Im Gegenzug konnte sich Sommerlath mit seiner Familie wieder in Deutschland etablieren, wo Silvia im Jahr 1943 geboren wurde.
Über die genaueren Umstände, wie Sommerlath und Wechsler zueinander fanden gibt es keine schriftlichen Belege. Königin Silvia hofft jedoch, dass mit der eigenen Untersuchung die Vorwürfe gegen ihren Vater entkräftet sind.
(Quelle: Radio Schweden)
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goteborgcity
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Re: TV4: Königin sagt nicht die Wahrheit
Die Untersuchung Silvias beweist nichts, ausser dass Efim Wechsler und Walther Sommerlath einen Firmentausch machten und Wechsler dadurch vermutlich gerettet wurde.
Aus keinem Papier geht hervor, ob der Tausch auf einen Druck Sommerlaths beruhte, es gibt keinen Hinweis darüber, warum Walther Sommerlath unbedingt nach Deutschland wollte als Hitler bereits an der Macht war, warum er Waffen herstellte, warum er Mitglied der NSDAP wurde und warum er dann, nach dem Krieg, sofort wieder nach Brasilien wollte. Die von Silvia beauftragte Untersuchung lässt daher alle kritischen Fragen offen, was Spekulationen nur noch mehr anschüren wird. Aus den Unterlagen Silvias geht auch nicht hervor, wieso die Güter in Brasilien nach dem Krieg zurück an die Famile fielen.
Es wäre besser gewesen, Silvia hätte ihre Ergebnisse verschwiegen und einfach die bisherigen Fragen offen gelassen statt nun Journalisten auf neue Fragen zu bringen, die das Presseamt des Schlosses ohnehin nicht beantwortet.
Aus keinem Papier geht hervor, ob der Tausch auf einen Druck Sommerlaths beruhte, es gibt keinen Hinweis darüber, warum Walther Sommerlath unbedingt nach Deutschland wollte als Hitler bereits an der Macht war, warum er Waffen herstellte, warum er Mitglied der NSDAP wurde und warum er dann, nach dem Krieg, sofort wieder nach Brasilien wollte. Die von Silvia beauftragte Untersuchung lässt daher alle kritischen Fragen offen, was Spekulationen nur noch mehr anschüren wird. Aus den Unterlagen Silvias geht auch nicht hervor, wieso die Güter in Brasilien nach dem Krieg zurück an die Famile fielen.
Es wäre besser gewesen, Silvia hätte ihre Ergebnisse verschwiegen und einfach die bisherigen Fragen offen gelassen statt nun Journalisten auf neue Fragen zu bringen, die das Presseamt des Schlosses ohnehin nicht beantwortet.
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- Petergillarsverige
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Re: TV4: Königin sagt nicht die Wahrheit
Eines der übelsten Instrumente des Dritten Reiches war die Sippenhaft. Wenn jemand etwas auf dem Kerbholz hatte, mussten andere der Familie mitbüßen.
Diese Methoden sollte man sich nicht zu eigen machen. Sollte jemand von meiner Verwandtschaft im Dritten Reixch Mist gebaut haben, ich bin daran nicht schuld und brauche mich deshalb nicht zu verteidigen. Ich brauche die Umstände nicht ans Licht zu zerren. Ich hab zwei Onkel die SS Leutnant waren.
Es ist unfair Silvia in Sippenhaft zu nehmen. Sie ist für die Handlungen ihres Vaters nicht verantwortlich. Es von Reportern unverschämt derartige Dinge auszugraben und von ihr Sippenhaft zu verlangen. Silvia sollte jede Stellungnahme dazu ablehnen.
Diese Methoden sollte man sich nicht zu eigen machen. Sollte jemand von meiner Verwandtschaft im Dritten Reixch Mist gebaut haben, ich bin daran nicht schuld und brauche mich deshalb nicht zu verteidigen. Ich brauche die Umstände nicht ans Licht zu zerren. Ich hab zwei Onkel die SS Leutnant waren.
Es ist unfair Silvia in Sippenhaft zu nehmen. Sie ist für die Handlungen ihres Vaters nicht verantwortlich. Es von Reportern unverschämt derartige Dinge auszugraben und von ihr Sippenhaft zu verlangen. Silvia sollte jede Stellungnahme dazu ablehnen.
Schweden ist nicht nur ein Land - das ist ein Virus
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schweden01
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Re: TV4: Königin sagt nicht die Wahrheit
Da möchte ich dir beipflichten. Sippenhaft sollte eigentlich schon lange abgeschafft werden. Auch in meiner Familie hat es im "Reich" einige negative Ereignisse und Handlungen gegeben. Deswegen bin ich( 1963 geboren) noch lange nicht Schuld.
Schweden01
Schweden01
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goteborgcity
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Re: TV4: Königin sagt nicht die Wahrheit
@Petergillarsverige @schweden01
Ich weiss jetzt nicht, wo Ihr die Sippenhaft plötzlich hernehmt und die Tatsachen umdrehen wollte.
Es geht doch gar nicht darum, dass Silvia in irgend einer Weise mit ihrem Vater in einen Tompf geworfen wird. Es ging ursprünglich darum, dass Sivlia AUS FREIEM WILLEN Lügen über die Vergangenheit ihres Vaters öffentlich machte. Niemand hat sie gezwungen damals oder auch heute eine Sellung einzunehmen. Das ist ihre freie Entscheidung und zeigt, meiner Meinung nach, von keinen sehr guten Beratern.
Es geht um geschichtlioch korrekte Aussagen zu Walther Sommerlath, nichts anderes. Und wenn die Königin zu Beginn nicht unbedingt aus ihrem Vater einen "Judenfreund" machen wollen hätte und gelogen hätte, so gäbe es heute nicht einen Artikel darüber.
Ich finde Sippenhaftung auch für unangebracht, aber Tatsachen zu verdrehen halte ich nicht für viel besser.
Man muss natürlich Geschichte und Gegenwart auseinanderhalten. Geschichte bedeutet aber auch Negatives ebensowenig zu verschweigen wie Positives, denn die Handlungen Hitlers einfach zu verleugnen, nur weil man selbst nicht am Zweiten Weltkrieg teilnahm, ist ja wohl keine sehr gute Lösung und speigelt sich in den extrem rechten Bewegungen, die heute überall zunehmen. Und wenn man seine Vorgänger wegen den Leistungen in SS bewundert, so hat man vermutlich sehr wenig aus der Geschichte gelernt. Wenn man selbst ein Thema aufnimmt, so darf man sich nicht wundern, wenn andere es aufgreifen.
Die Handlung eines Menschen zeigt sich an seinem täglichen Leben, aber auch an den Referenzen, die man als Beispiel nimmt. Wenn alle Menschen verstanden hätten was Demokratie bedeutet und was hinter einer Diktatur steht, so hätten wir heute eine andere Welt. Und wenn Silvia aus ihrem Vater unbedingt einen Freund der Juden machen will, wozu man sie nicht zwang, so muss sie wissen, dass sie auch von sich selbst ein Stück preisgibt und mit ihrer Verfälschung neue Kritik herausfordert.
Und in diesem Rahmen ist es sicher auch nicht sehr hilfreich, dass sie sich, gemeinsam mit dem König, von Diktatoren einladen liess und diese Menschen öffentlich lobte.
Ich weiss jetzt nicht, wo Ihr die Sippenhaft plötzlich hernehmt und die Tatsachen umdrehen wollte.
Es geht doch gar nicht darum, dass Silvia in irgend einer Weise mit ihrem Vater in einen Tompf geworfen wird. Es ging ursprünglich darum, dass Sivlia AUS FREIEM WILLEN Lügen über die Vergangenheit ihres Vaters öffentlich machte. Niemand hat sie gezwungen damals oder auch heute eine Sellung einzunehmen. Das ist ihre freie Entscheidung und zeigt, meiner Meinung nach, von keinen sehr guten Beratern.
Es geht um geschichtlioch korrekte Aussagen zu Walther Sommerlath, nichts anderes. Und wenn die Königin zu Beginn nicht unbedingt aus ihrem Vater einen "Judenfreund" machen wollen hätte und gelogen hätte, so gäbe es heute nicht einen Artikel darüber.
Ich finde Sippenhaftung auch für unangebracht, aber Tatsachen zu verdrehen halte ich nicht für viel besser.
Man muss natürlich Geschichte und Gegenwart auseinanderhalten. Geschichte bedeutet aber auch Negatives ebensowenig zu verschweigen wie Positives, denn die Handlungen Hitlers einfach zu verleugnen, nur weil man selbst nicht am Zweiten Weltkrieg teilnahm, ist ja wohl keine sehr gute Lösung und speigelt sich in den extrem rechten Bewegungen, die heute überall zunehmen. Und wenn man seine Vorgänger wegen den Leistungen in SS bewundert, so hat man vermutlich sehr wenig aus der Geschichte gelernt. Wenn man selbst ein Thema aufnimmt, so darf man sich nicht wundern, wenn andere es aufgreifen.
Die Handlung eines Menschen zeigt sich an seinem täglichen Leben, aber auch an den Referenzen, die man als Beispiel nimmt. Wenn alle Menschen verstanden hätten was Demokratie bedeutet und was hinter einer Diktatur steht, so hätten wir heute eine andere Welt. Und wenn Silvia aus ihrem Vater unbedingt einen Freund der Juden machen will, wozu man sie nicht zwang, so muss sie wissen, dass sie auch von sich selbst ein Stück preisgibt und mit ihrer Verfälschung neue Kritik herausfordert.
Und in diesem Rahmen ist es sicher auch nicht sehr hilfreich, dass sie sich, gemeinsam mit dem König, von Diktatoren einladen liess und diese Menschen öffentlich lobte.
Der Teilnehmer goteborgcity wurde vom Moderator des Forums ausgeschlossen und wird daher keine weiteren Beiträge mehr erstellen und
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