Erzbahn
Verfasst: 29. Dezember 2009 18:29
Mit der Fahrt mit der Inlandsbana haben mein Mann und ich uns einen lange gehegten Wunsch erfüllt. Diese Reise musste aber aufgrund eines Artikels im Nordis-Magazin im letzten Winter durch die Erzbahn fortgesetzt werden.
So stehen wir, nachdem wir am Vorabend mit der Inlandsbana in Gällivare angekommen waren, am 23.07.09 wieder auf dem Bahnhof mit dem denkmalgeschützen Bahnhofsgebäude aus Holz und warten auf die Ankunft der malmbana nach Narvik.
Pünktlich um 8.38 Uhr verlassen wir Gällivare in einem IC. Unsere reservierten Plätze befinden sich auf der rechten Seite, was sich noch als Aussichts-Glück herausstellen soll.
Zunächst geht es durch weite, eher ebene Landschaft, die Berge sind in der Ferne zu sehen. Wir passieren immer wieder kleine und größere Seen und Flüsse inmitten einer sumpfigen Landschaft, und dann den Kalixälv, insgesamt unseren siebten großen Strom seit Mora. Dazwischen gibt es sieben kleine Bahnhöfe, bis wir Kiruna erreichen.
Hier hat unser Zug voraussichtlich 1 Stunde außerplanmäßigen Aufenthalt wegen Bauarbeiten. Sollen wir uns auf die Zeitangabe verlassen und uns Kiruna ansehen? Wir entscheiden: Nein – was wenn er doch eher fährt?! Also sehen wir uns nur den Bahnhof mit dem Denkmal für die Erzbahnerbauer und die Kunsthandwerkerläden auf dem Bahnhofsgelände an und sind immer in Rufweite der Lautsprecherdurchsagen.
Es geht wie vorausgesagt, also mit 1 Stunde Verspätung, weiter. Jetzt ergibt sich das Problem der Rückreise. Unser Zug soll nun erst um15.03 Uhr in Narvik ankommen, der letzte Zug zurück nach Gällivare fährt jedoch schon um 14.35 Uhr. Der Schaffner beruhigt uns: „Genießt die Landschaft, der Rückzug wartet auf Euch.“
Also genießen wir – und wie!
Die Berge sind näher gerückt, aber die Vegetation sagt uns, dass es entlang der Bahnstrecke noch immer sumpfig ist. Der Zug hält immer wieder an Bahnhöfen, die scheinbar allein in der weiten Landschaft stehen. Dann erreichen wir den Torneträsk und hinter ihm bauen sich die Berge immer höher auf.
Obwohl wir uns vom Panorama rechter Hand kaum losreißen können, müssen wir auch immer wieder nach links sehen, um Lapporten nicht zu verpassen. Dann kommt der Blick auf die berühmte Felsformation, und sogar lange genug, um ihn wirklich aufzunehmen und auf sich wirken zu lassen.
Weiter geht es über Abisko und Björkliden entlang des Torneträsk, der nach jeder Kurve sein Aussehen ändert - höhere Berge, mehr Inseln, andere Farben an den Berghängen – nach Riksgränsen.
Wir fahren direkt in die Berge und damit durch viele, viele Tunnels und Galerien. Dazwischen bieten sich atemberaubende Aussichten. Nach dem Bjørnfjell und Kattarat und einer langen, an den Felsen geklebten Galerie, öffnet sich vor uns das Ende, bzw. der Anfang des Rombakenfjordes und es geht unter unserem Fenster einfach nur noch „nach unten“. Alle Reisenden befinden sich nun auf der rechten Seite am Fenster - hoffentlich bekommt der Zug kein Übergewicht!
Aus dem Flüßchen unter uns wird ein schmaler Fjord, der sich nach jeder Tunneldurchfahrt verbreitert hat, bis er in den Ofotfjord mündet und wir die ersten Häuser Narviks erreichen.
Im Bahnhof von Narvik wartet (wie versprochen) der IC zurück nach Gällivare und wir können sofort umsteigen. Noch ein paar letzte Blicke auf den Fjord, dann fängt es an zu regnen und wir lassen die Landschaft im Rückwärtsgang ruhig an uns vorbeiziehen bis wir um kurz nach 19.00 Uhr wieder in Gällivare sind.
Es waren so viele Eindrücke, es fällt schwer alles zu verarbeiten.
Es fällt auch schwer, die richtigen Worte und Beschreibungen zu finden, seht es Euch lieber selber an!
Über unsere Reise mit der Inlandsbanan gibt einen eigenen Bericht.
Wer gern ein paar praktische Tipps hätte, findet meine unter “Schweden entdecken“, oder fragt mich direkt.
Da ich hier nur 3 Fotos einstellen kann, findeet Ihr weitere in der Foto-Ecke.
Uta
So stehen wir, nachdem wir am Vorabend mit der Inlandsbana in Gällivare angekommen waren, am 23.07.09 wieder auf dem Bahnhof mit dem denkmalgeschützen Bahnhofsgebäude aus Holz und warten auf die Ankunft der malmbana nach Narvik.
Pünktlich um 8.38 Uhr verlassen wir Gällivare in einem IC. Unsere reservierten Plätze befinden sich auf der rechten Seite, was sich noch als Aussichts-Glück herausstellen soll.
Zunächst geht es durch weite, eher ebene Landschaft, die Berge sind in der Ferne zu sehen. Wir passieren immer wieder kleine und größere Seen und Flüsse inmitten einer sumpfigen Landschaft, und dann den Kalixälv, insgesamt unseren siebten großen Strom seit Mora. Dazwischen gibt es sieben kleine Bahnhöfe, bis wir Kiruna erreichen.
Hier hat unser Zug voraussichtlich 1 Stunde außerplanmäßigen Aufenthalt wegen Bauarbeiten. Sollen wir uns auf die Zeitangabe verlassen und uns Kiruna ansehen? Wir entscheiden: Nein – was wenn er doch eher fährt?! Also sehen wir uns nur den Bahnhof mit dem Denkmal für die Erzbahnerbauer und die Kunsthandwerkerläden auf dem Bahnhofsgelände an und sind immer in Rufweite der Lautsprecherdurchsagen.
Es geht wie vorausgesagt, also mit 1 Stunde Verspätung, weiter. Jetzt ergibt sich das Problem der Rückreise. Unser Zug soll nun erst um15.03 Uhr in Narvik ankommen, der letzte Zug zurück nach Gällivare fährt jedoch schon um 14.35 Uhr. Der Schaffner beruhigt uns: „Genießt die Landschaft, der Rückzug wartet auf Euch.“
Also genießen wir – und wie!
Die Berge sind näher gerückt, aber die Vegetation sagt uns, dass es entlang der Bahnstrecke noch immer sumpfig ist. Der Zug hält immer wieder an Bahnhöfen, die scheinbar allein in der weiten Landschaft stehen. Dann erreichen wir den Torneträsk und hinter ihm bauen sich die Berge immer höher auf.
Obwohl wir uns vom Panorama rechter Hand kaum losreißen können, müssen wir auch immer wieder nach links sehen, um Lapporten nicht zu verpassen. Dann kommt der Blick auf die berühmte Felsformation, und sogar lange genug, um ihn wirklich aufzunehmen und auf sich wirken zu lassen.
Weiter geht es über Abisko und Björkliden entlang des Torneträsk, der nach jeder Kurve sein Aussehen ändert - höhere Berge, mehr Inseln, andere Farben an den Berghängen – nach Riksgränsen.
Wir fahren direkt in die Berge und damit durch viele, viele Tunnels und Galerien. Dazwischen bieten sich atemberaubende Aussichten. Nach dem Bjørnfjell und Kattarat und einer langen, an den Felsen geklebten Galerie, öffnet sich vor uns das Ende, bzw. der Anfang des Rombakenfjordes und es geht unter unserem Fenster einfach nur noch „nach unten“. Alle Reisenden befinden sich nun auf der rechten Seite am Fenster - hoffentlich bekommt der Zug kein Übergewicht!
Aus dem Flüßchen unter uns wird ein schmaler Fjord, der sich nach jeder Tunneldurchfahrt verbreitert hat, bis er in den Ofotfjord mündet und wir die ersten Häuser Narviks erreichen.
Im Bahnhof von Narvik wartet (wie versprochen) der IC zurück nach Gällivare und wir können sofort umsteigen. Noch ein paar letzte Blicke auf den Fjord, dann fängt es an zu regnen und wir lassen die Landschaft im Rückwärtsgang ruhig an uns vorbeiziehen bis wir um kurz nach 19.00 Uhr wieder in Gällivare sind.
Es waren so viele Eindrücke, es fällt schwer alles zu verarbeiten.
Es fällt auch schwer, die richtigen Worte und Beschreibungen zu finden, seht es Euch lieber selber an!
Über unsere Reise mit der Inlandsbanan gibt einen eigenen Bericht.
Wer gern ein paar praktische Tipps hätte, findet meine unter “Schweden entdecken“, oder fragt mich direkt.
Da ich hier nur 3 Fotos einstellen kann, findeet Ihr weitere in der Foto-Ecke.
Uta