Papierkrieg beim Auswandern?

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Lille Emil
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Papierkrieg beim Auswandern?

Beitrag von Lille Emil »

Hallo Ausgewanderte.

Da meine Ehefrau "abgeworben" wurde, steht eigentlich nichts mehr im Wege.
Bei mir sieht es so lala aus. Das eigentliche Angebot, was man mir machte, wurde (zum meinem Nachteil) kurzfristig geändert. :x
Da ich "Teilzeit-Student" und ALG1-Bezieher bin, kann ich dennoch nach Schweden mitkommen. Entweder sie finden zu ihrem Angebot zurück oder ich werde als ALG1-Bezieher drei Monate im Auslandverbringen (E303) und sollte ich dann immer noch nichts gefunden haben, werde ich meinen restlichen ALG1-Anspruch nach Schweden "verlegen" (E301). Nach bestandenden TISUS-Prüfung werde ich mein Studium in Schweden fortsetzen.
So oder so, wir gehen ab Januar nach Schweden.
Wir werden auswandern! :-flagge2

Jetzt fragen wir uns, wie das mit dem Papierkrieg weiter geht.
Folgendes sollte gekündigt werden:
- Wohnung kündigen
- Hausratversicherung
- Privathaftpflicht
- Zusatzkrankenversicherungen kündigen
- Telefon/Internet kündigen
- Kfz-Versicherungen (bei Ummeldung automatisch)
- Bankkonten kündigen (nach erfolgreicher "Übersiedlung")
- Kontakt mit der Rentenversicherung aufnehmen

Evtl. noch mal zum Zahnarzt, um das Gebiss auf "Schäden" zu prüfen und es gegebenenfalls günstig instandsetzen zu lassen.
Habe ich da was vergessen?
Muss ich bei den Kündigungen mit Komplikationen rechnen?

Papierkrieg in Schweden:
Da meine Frau Schwedin ist, erleichtert das die Einreise zu 50% :pfeif:
Je nachdem was ich in Schweden mache, Arbeit oder Studium.
Beim Arbeitsamt vorstellig werden, um mein ALG1 zu erhalten.
SFI-Kurs(e) anmelden und hoffentlich erhalten.

Was muss ich noch machen?

Danke für eure Hilfe!
MfG
Emil
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Rübezahl
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Beitrag von Rübezahl »

Hej Emil,

na das sieht doch grundsätzlich schon gut durchdacht aus.

Was mir da erstmal einfällt: wollt ihr sofort wirklich alles aufgeben, oder soll evtl. noch eine Adresse quasi als Proformawohnsitz bleiben? Hab ich allein schon wegen diverser weiter laufender Rechnungen etc. gemacht. So habe ich z.B. Fahrzeuge erstmal weiter in D zugelassen.....kostet ja sonst nur nen Haufen Kohle(Ab-Ummelden); es interessiert ja auch keinen, wo Du mit welchem Kennzeichen rumjuckelst. Überleg auch, ob es nicht evtl. günstiger ist, in D zu verkaufen und hier ein schon zugelassenes Auto zu kaufen.

Rentenversicherung ist ganz wichtig, alle Unklarheiten in D zu klären, danach kannste einfach abhauen und die Rente wird dann hier demnächst ausgezahlt.

Stress hat bei mir....wie gewohnt ....nur GEZ und Krankenkasse gemacht. Die GEZler wollten doch wissen, was ich denn mit den Geräten gemacht hätte....so doof können auch nur die fragen; die Krankenkasse hat es erst nach ca 4mal schriftlich und mündlich Erklären über gut 1/2Jahr kapiert, daß ich wirklich nicht mehr in D lebe.

Aus ganz praktischen Erwägungen würd ich ein Konto in Dbehalten, sofern die keinen Streß machen und es nix nennenswertes kostet: so konnte ich z.B. über ebay in D manches nur kaufen, wenn ich eine Lieferadresse in D angeben (Kumpel) und von nem Dt. Konto bezahlen konnte.

So, das war nur ein kurzer Hinweis zu meinen Erfahrungen, Gedanken.

Gruß Axel
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hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

Generell würde ich sagen: mit jedem Zelt, das man in Schweden aufbaut, kann man eines in Schweden abbrechen. Ich habe es so gemacht, dass ich eine Postumleitung zu meinen Eltern hatte. Wenn man etwas vergessen hat, kann man diese Sachen nach und nach erledigen - meist geht das problemlos von Schweedn aus.

Die Bankkonten würde ich nicht kündigen. Es ist vollkommen legal, innerhalb der EU weitere Konten zu haben. Vielleicht ist es ja sogar mal interessant, Geld in Deutschland anzulegen. Man muss sich bei seiner Bank einfach als Steuerausländer erklären und kann auch die schwedische Adresse dann angeben.
Ein weiterer praktischer Grund ist, dass eine normale schwedische Maestro-Karte in Deutschland bei der Kartenzahlung oft nicht funktioniert.

Die Haftpflichtversicherung war bei mir recht kulant. Die nahmen die Kündigung sofort an und zahlten den Rest des Jahresbeitrages sogar wieder zurück.

Bei anderen Kündigungen ist es manchmal von Vorteil, zu verhandeln. Wenn man dem entsprechenden Telefon-/Internetanbieter klar machen kann, dass er für den Rest des Vertragszeitraums nur noch die Grundgebühr einnehmen wird, ist es ihm vielleicht schmackhaft zu machen, dass man die gesamte restliche Grundgebühr zu beispielswiese 50% sofort bezahlt und dafür die Kündigung gleich gültig wird - auf diese Art muss der nämlich die Dienstleistung gar nicht erbringen und erhält auch noch was dafür - allerdings konnte ich mit derartigen Deals keine eigenen Erfahrungen sammeln.

Die GEZ fragt standardmäßig nach dem Verbleib der Geräte. Allerdings haben sie keinen rechtlichen Anspruch, das zu erfahren - es geht praktisch nur darum, festzustellen, ob die Geräte vielleicht an jemanden gegangen sind, der nicht angemeldet ist. Laut Gesetzeslage ist es so, dass man der GEZ nur mitteilt, dass man ein Empfangsgerät hat oder eben nicht. Am besten ist wohl, man legt einen Brief bei, in dem man ausdrücklich erklärt, dass man auswandert und man keinerlei Empfangsgeräte auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland betreibt. Ich würde die Frage nach dem Verbleib der Geräte ohnehin nicht beantworten. Selbst wenn die Geräte an jemanden anderen gegangen sind, so ist es alleine in dessen Verantwortung, die Anmeldung vorzunehmen.
In Schweden gibt es übrigens auch eine Anmeldepflicht, die aber nur Fernseher umfasst.

Die Geschichte mit dem Auto kann man ggf. auch noch etwas aufschieben. Das würde ich bei den bürokratischen Dingen hintenan stellen.
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hallo zusammen.
Danke für eure Antworten.

Überlegt hatten wir schon, dass wir ein deutsches Konto hier "stehen" lassen, da wir auch des öfteren meine dt. Familie besuchen werden.
Dann ist es halt einfacher alles zu bezahlen. Und das mit der ebucht ist auch nicht schlecht.
Da meine Großeltern noch in meiner Stadt leben, werde ich mich erstmal dort ummelden und eine Postumleitung veranlassen.

Hmm, beim Telefonanbieter bin ich nun neugierig. Da ich vor kurzem umgezogen bin, musste ich natürlich einen neuen Vertrag unterzeichnen. Bei meiner Anfrage nach einem Umzug ins Ausland sagte man mir, dass ich auch ohne Probleme frühzeitiger rauskomme, wenn der Anbieter keine Möglichkeit hat mir seine Leistungen anzubieten.
Warten wir es mal ab.
Und bei der GEZ, sowie Krankenkasse werde ich nun aufpassen.

Fahrzeuge verkaufen werden wir wohl nicht. Zumindestens beim Neuen. Den Volvo V70 haben wir uns Mai diesen Jahres zugelegt und sind bis jetzt sehr zufrieden. (Ist ein großer Familienwagen und ein Erdgasfahrzeug)
Evtl. den Zweitwagen, sowie den Roller werden wir wohl hier in D verkaufen. Und was ich mit meinem Anhänger mache, weiß ich noch nicht. Jedenfalls wird dieser unseren Haushalt mit nach S bringen.

Aber wenn man sich den Gebrauchtwagenmarkt in S anschaut, scheint der doch teurer zu sein als in D, oder täuscht das?

Gruß
Emil :-flagg
hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

Zum Autothema: Neuwagen sind leicht billiger hier, Gebrauchtwagen aber nicht. Anscheinend hat Schweden die älteste Fahrzeugflotte Europas, und so ist es nicht verwunderlich, dass da nicht so viel verkauft wird. Ich habe auch schon mehrfach gehört, dass Leute nach Deutschland fahren, dort einen Gebrauchtwagen kaufen und ihn dann hierher importieren. Die Fahrzeuge aus D mitzunehmen ist also sicher nicht verkehrt. Solltet ihr in eine der größeren Städte ziehen, habt ihr aber keinen Bedarf an mehreren Fahrzeugen, weil der Nahverkehr gut ausgebaut ist.

In Sachen Erdgas würde ich mich vorher übrigens informieren. In Schweden ist E85 der Ökosprit schlechthin, und alle anderen alternativen Treibstoffe führen ein ziemliches Mauerblümchendasein.
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Lille Emil
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Wohl war

Beitrag von Lille Emil »

Hallo Hansbaer.

Ok. Ich nehme mal an, dass wir uns nicht auf die Schnelle neue Autos zulegen werden. ;-) Da werden die gebrauchten halt mitgenommen. Sind ja auch gut gepflegt. :lol:

Mit Erdgas haben wir uns schon erkundigt. In der Kommune wird Anfang des Jahres 2009 eine Erdgastanke stehen, laut Plan. Und wenn man die schwedische Mentalität kennt, weißt, dass es mal ein wenig länger dauern kann. Aber du hast vollkommend recht. Diese Alternative zum Sprit fristet wirklich nur ein Schattendasein.

Frage:
Gibt es in schweden auch die Aussnahmeregelung, dass Anhänger bei bestimmten Bestimmungen 100 km/h fahren dürfen? Oder dürfen PKWs mit Anhänger "nur" 80 fahren?

Gruß
Emil
hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

Hallo,

Geschwindigkeiten darf jedes Land komplett selbst bestimmen. In Schweden gilt, soweit ich es sehen konnte, allgemein 80 km/h für Anhänger, wovon es auch keine Ausnahmen gibt. Allgemein werdet ihr euch an restriktive Geschwindigkeiten gewöhnen müssen. 70 km/h ist der Standard außerorts, und auch auf der Autobahn geht es viel gemächlicher zu als in Deutschland.
norris
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Beitrag von norris »

Hallo Emil!

Als ich dieses Jahr ausgewandert bin, hatte ich ein paar Probleme mit meinem Handyvertrag. Bin da nicht so schnell raus gekommen. Die haben sich wirklich an die jährliche Kündigungsfrist gehalten. Das Schlechte daran war natürlich, daß ich hier in Schweden die ganzen Vergünstigungen etc. nicht nutzen konnte.

Was die Post angeht, kannst Du sie dir auch nach Schweden nachsenden lassen. Das ging bei uns ohne Probleme.

Unsere Autos haben wir noch nicht umgemeldet. Werden es jedoch noch diesem Jahr machen.
med vänliga hälsningar

norris
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hallo Norris.
Das mit dem Handy-Vertrag habe ich schon gecheckt. Mein Vertrag läuft März nächsten Jahres aus... Damit wäre auch dieses Problem gelöst. Jetzt suche ich noch eine günstige Autoversicherung. Welche Zusatzversicherungen für den Haushalt & Privatperson benötige ich noch?
Gruß
Emil
hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

Es gibt Pakete mit allen wichtigen Versicherungen für den Hausgebrauch, also Hausrat-, Haftplicht- Rechtschutz- und Reiseversicherung. Folksam bietet so etwas an, siehe z.B. http://www.folksam.se/forsakringar/boende/hyresratt.
Ich habe es mir da noch etwas einfacher gemacht: wenn man der Gewerkschaft beitritt, ist so ein Versicherungspaket gleich in der Mitgliedschaft enthalten.
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hallo Hansbaer.
Das man als Gewerkschaftsmitglied gut versichert ist, hatte ich schon mal gehört. Aber das eigentlich alles dabei ist... Genial.
Bezieht sich der Rechtschutz nur aufs Arbeitsrecht? Oder auch auf Privat- sowie Verkehrsrecht?
Gruß
Emil
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Lille Emil hat geschrieben: Bezieht sich der Rechtschutz nur aufs Arbeitsrecht? Oder auch auf Privat- sowie Verkehrsrecht?
Hallo Forum.

Mein Papierkrieg neigt sich langsam dem Ende zu.
Da ein Großteil der Versicherungen auch im Ausland ihren Schutz behalten, muss ich sie noch bis zum Vertragsende beibehalten. Den anderen Teil habe ich schon gekündigt. Der Telefonanbieter akzeptiert meine vorzeitige Kündigung, wenn ich eine Meldebescheinigung aus Schweden vorlege.

Jetzt habe ich noch einige Fragen offen:
Die obenaufgeführte Frage müsste noch geklärt werden.
Zudem interessiert es mich, wie teuer mich die Anmeldung meines Fahrzeugs in Schweden kommt.
Was muss ich denn bei meinem Roller (50 ccm) beachten?
Sind die eigentlich versicherungsfrei?
Gruß Emil
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Beitrag von hansbaer »

Ich hatte mal bei mir nachgesehen, kam aber zu keinem Ergebnis. Daher muss ich diese Frage unbeantwortet lassen.

Was den Roller angeht: Wenn ich das richtig sehe, fällt dein Roller unter "Moped klass I", d.h. er fährt schneller als 25 km/h und hat nicht mehr als 50 ccm.
Die sind laut Wikipedia steuerbefreit und müssen nicht zum TÜB. Sie müssen aber angemeldet und versichert werden (http://www.vv.se/templates/page3____4563.aspx)
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Danke für die Antwort.
Jetzt muss ich mal schauen, was mich der Roller in der Versicherung kostet.
Weiß da einer was?

Was kostet mich dann die Registration meines KFZs?
Nach bilprovningen.se finde ich nur die jährliche "TÜV-Untersuchung" und deren Kosten von 300 SEK + 80 SEK Flüssiggasprüfung.
Aber eine komplette Untersuchung zwecks Einführung finde ich nicht.
Eine dt. Erfindung des TÜVs und in S nicht nötig??

Gruß
Emil
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Beitrag von hansbaer »

Bei der Ummeldung nach Schweden muss man zu Beginn einmal eine Kontrolluntersuchung machen lassen. Sofern das Auto aber in Deutschland schon angemeldet war und im Serienzustand ist, geht es da nur um eine Funktionsprüfung, mehr nicht. Es ist ja innerhalb der EU - d.h. die schwedischen Behörden müssen ja nicht feststellen, ob der jeweilige Autotyp überhaupt für den schwedischen Straßenverkehr geeignet ist.
maus2903
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Beitrag von maus2903 »

Hier sollte man ganz vorsichtig sein, mit Erklärungen, wie das funktioniert mit der Anmeldung von deutschen Autos, wir waren 4 Familien, die ausgewandert sind und bei allen 4 Familie war es ein bisschen anders und hat auch unterschiedlich gekostet.

Ungefähr ist es so, du musst mit dem Auto zur Identifizierung beim Bilprovning, wenn du Glück hast machen sie gleich die sogenannte Technische Überprüfung gleich mit, wenn nicht, bekommst du extra Termin dafür, kostet auch gleich noch extra Geld. Ach ja und vor der technischen Untersuchung musst du das Auto wiegen lassen. Und dann musste noch die Schrottgebühr bezahlen, also insgesamt ca. ... rund...rechne mit 5.000 kr. Wenn es weniger wird biste glücklich.

Versicherung für einen EU-Roller ca. 3000 kr, für das ganze Jahr, geht nicht wie in Deutschland nur für den Sommer anmelden.

Das ist das, was ich weiss aber bitte nicht drauf verlassen, dass es bei dir genauso läuft.

hälsningar Petra
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Beitrag von hansbaer »

Also das mit der Schrottgebühr ist mir ja völlig neu. Gibt es dazu was beim Vägverket?

In dem Fall hier ist das erschwerende, dass das Auto aus einem Nicht-EU-Land eingeführt wird. Innerhalb der EU spart man sich ja den Zoll und vor allem auch eine Überprüfung, ob das Auto überhaupt für den schwedischen Verkehr zugelassen werden kann.
maus2903
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Beitrag von maus2903 »

maus2903
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Beitrag von maus2903 »

Ok, die gibt es nicht mehr, habe ich gerade gelesen. Wusste nicht, das die abgeschafft wurde :pfeif:
hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

puh, Glück gehabt - ich hatte fast schon Schweißausbrüche, denn mit solchen Kosten hatte ich nicht gerechnet :-)

Danke :-)
maus2903
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Beitrag von maus2903 »

Jo und wir pech gehabt, haben diese Gebühr für zwei Autos bezahlt, wovon jetzt eins in Berlin steht mit nem hochgegangenen Motor. :(
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

maus2903 hat geschrieben: Versicherung für einen EU-Roller ca. 3000 kr, für das ganze Jahr, geht nicht wie in Deutschland nur für den Sommer anmelden.
Hallo.
Habe ich das jetzt richtig verstanden?
3000 SEK für einen Roller der 49ccm hat und nicht schneller als 50 km/h ist. Hier in D kostet ein Versicherungskennzeichen ca. 50 Euro.
Gruß
Emil
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irni
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Beitrag von irni »

Lille Emil hat geschrieben: Habe ich das jetzt richtig verstanden?
3000 SEK für einen Roller der 49ccm hat und nicht schneller als 50 km/h ist. Hier in D kostet ein Versicherungskennzeichen ca. 50 Euro.
Gruß
Emil
Ja ganz richtig und da ist das nicht mal eine Villkasko, die ginge bei unserem auf ca 5000SEK.
/irni
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Salute.
Da bin ich abr baff!
Mit so einem hohen Preis hätte ich nicht gerechnet. :?
Aber was soll man da machen?
Mich wundert aber, dass Mofas billiger sind. Dabei tunen die schwedische Jugendliche reichlich die lahmen Dinger...
Gruß
Emil
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hejsan.

Habe heute von der Versicherung erklärt bekommen, warum die EU-Mopeds so teuer in S sind. Da man keinen Führerschein zum fahren der Mopeds benötigt, sind sie halt teurer in der Versicherung.
Tipp:
125er Roller kostet in S "nur" 1400 SEK (bei meinem Baujahr 80)

Gruß
Emil
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Beitrag von maus2903 »

Wie man brauch keinen Führerschein dafür, ist doch quark! Klar wenn ich einen Autoführerschein habe, kann ich automatisch auch diese EU-Mopeds fahren aber wenn ich 15 Jahre alt bin und so ein Teil fahren will, muss ich einen Führerschein machen, weiss es ziemlich genau, da ich ihn gerade in diesem Jahr für meine Tochter bezahlt habe!!!

Und die Polizei ist ziemlich hinterher und schauen sich die Mopeds gerne genauer an, selbst in unserem kleinen Kaff haben die sich mal einen ganzen Tag Zeit genommen und alle vor der Schule abgepasst und so einige Mopeds aus dem Verkehr gezogen.

hälsningar Petra
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Beitrag von hansbaer »

Mopeds werden in Schweden in zwei Klassen aufgeteilt.
Klass I sind Roller und Mopeds bis 50 cm3 und 45 km/h - also das, was die ganzen Jugendlichen in Deutschland haben, sobald sie 16 werden. Dafür braucht man einen Führerschein.

Klass II sind Roller und Mofas, die maximal 25 km/h fahren können. Diese kann man ohne Führerschein und Schild fahren.
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hallo hansbaer.
Mit der Einteilung berichtete er mir dies auch. Allerdings erklärte er mir, dass das fahren der Klass 1 ohne Führerschein wäre. Denn hierfür benötigt man eine Art Fahrerlaubnis, so wie bei uns die Mofas für 15 Jährige...
Und für Klass 2 gar keinen Schein...

Hat er mir da etwa Mist erzählt??? Oder sich doch nur vertan...?
Werde heute nochmals anrufen, nur zu Klärung.

Emil
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Beitrag von hansbaer »

Soweit ich das sehe, hat er da Mist erzählt.

Für Moped Klass I braucht man (aus deutscher Sicht) einen Führerschein der Klasse M. In Schweden gibt es dafür anscheinend einen extra Förarbevis, denn die Klasse M ist eine rein deutsche Einrichtung.

Vermutlich war gemeint, dass man in der Regel keinen Extraführerschein dafür machen muss, denn Führerscheine der Klasse A,B,C und D (also einfach so gut wie alles) enthalten ja automatisch den Moped-Führerschein, und damit hat den ja so gut wie jeder.

Bei einem größeren Moped wären da schon zumindest ein Führerschein Klasse A1 oder A nötig, und den hat dann nicht mehr jeder.
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hej.

Ich glaube, da haben wir aneinander vorbei geschrieben.
Er sprach aus der schwedischen Sicht.
Daher benötigt man keinen Führerschein sondern nur den "Förarbevis".
(So wie du es jetzt auch schon geschrieben hast)
Ähnlich wie bei uns die Mofas und deren Fahrbescheinigung.

Daher werden die EU-Mopeds so teuer versichert. Denn jeder kann so ein Ding fahren...
Allerdings benötiget man ab 125 ccm halt die Führerscheinklasse A1 oder bei größeren Maschinen Klasse A.
Daher sein Tipp:
Da ich auch für Mc´s einen Führerschein habe, wäre es günstiger für mich, dass EU-Moped (50er) in D zu verkaufen und mir ein 125er Roller in S zu kaufen. Dann bezahle ich bei einer Vollkasko nur knapp 1/4 der Versicherungskosten...

Gruß
Emil
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Beitrag von hansbaer »

"Förarbevis" ist das formelle schwedische Wort für Führerschein. Es ist lediglich so, dass die verschiedenen EU-Ländern die Ausgabe von Führerscheinen bei den kleinen Mopeds unterschiedlich handhaben. In Deutschland gibt es die Klasse M, in Schweden eben irgendeinen Wisch, den man sich besorgen muss.

Deswegen darf man sich also nicht ohne weiteres auf ein moped klass I schwingen.
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Hallo zusammen.
Nach "kurzer" Abstinenz vom Schwedenforum, möchte ich kurz einen Zwischenbericht ablegen.
Habe eine Wohnung bezogen, Strom, Telefon und Fernseher angemeldet und ich habe heute meine Personnummer erhalten.
Wie mache ich dass den jetzt genau mit meine zwei PKWs hier in S.
Der Volvo steht schon hier in S und den BMW fahre ich noch in D spazieren. Muss ich beide gleichzeitig hier in S anmelden oder kann ich jetzt den Volvo ummelden und den BMW erst ab März ummelden?
Gruß
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Beitrag von hansbaer »

Wenn du beide als Flyttsak (Umzugsgut) anmeldest, ist es egal. Solltest du aber "eget bruk" (Eigengebrauch) als Umzugsgrund angeben wollen, dann ist zu beachten, dass nur eine Überführung pro 12 Monate erlaubt ist. Ansonsten dürfte die Anzahl der Fahrzeuge eigentlich keine Rolle spielen. Der schwedische Staat will nur sicher sein, dass die Autos nicht geklaut wurden und dir rechtmäßig gehören.
Emil als Gast

Beitrag von Emil als Gast »

hansbaer hat geschrieben:Wenn du beide als Flyttsak (Umzugsgut) anmeldest, ist es egal. Solltest du aber "eget bruk" (Eigengebrauch) als Umzugsgrund angeben wollen, dann ist zu beachten, dass nur eine Überführung pro 12 Monate erlaubt ist. Ansonsten dürfte die Anzahl der Fahrzeuge eigentlich keine Rolle spielen. Der schwedische Staat will nur sicher sein, dass die Autos nicht geklaut wurden und dir rechtmäßig gehören.
Hallo.
Wo melde ich das denn an?
Vägverket?
Emil
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Beitrag von hansbaer »

Seit 1.1. hat das die neue Behörde Transportstyrelsen übernommen. Das Verfahren ist aber das gleiche wie zuvor.
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

hansbaer hat geschrieben:Wenn du beide als Flyttsak (Umzugsgut) anmeldest, ist es egal. Solltest du aber "eget bruk" (Eigengebrauch) als Umzugsgrund angeben wollen, dann ist zu beachten, dass nur eine Überführung pro 12 Monate erlaubt ist. Ansonsten dürfte die Anzahl der Fahrzeuge eigentlich keine Rolle spielen. Der schwedische Staat will nur sicher sein, dass die Autos nicht geklaut wurden und dir rechtmäßig gehören.
Hallo Hansbaer.
Also ich gehe zum "Transportstyrelsen". Da melde ich meine Fahrzeuge als "Flyttsak" an. Da spielt es keine Rolle, ob es 2 oder 3 Fahrzeuge sind. Oder?
Meine nämlich mal irgendwo in der Vergangenheit gelesen zu haben, dass man nur 2 Fahrzeuge pro Haushalt anmelden darf.
Weitere Fragen:
Als "Flyttsak" werden die Fahrzeuge steuerfrei eingeführt?
Und wenn ich allen 12 Monaten ein Fahrzeug einführen will, also als "eget bruk", zahlt man dann Steuern?

Hintergrund der Fragen:
Ich habe eigentlich nur 2 Fahrzeuge im Gebrauch.
Den Volvo und den Fiesta meiner Frau.
Nach juristischen Kampf, habe ich nun meinen "reparierten" BMW Cabrio wieder erhalten. Aber jetzt im Winter ein Cabrio zu verkaufen ist ein schwieriges Thema. Dieser soll im Sommer in Schweden verkauft werden. Der Fiesta sollte am besten gestern schon hier in D verkauft sein...
Allerdings durch die Verschrottungsprämie wird es nun interessant, sich einen neuen Kleinwagen (á la Matiz) günstig anzuschaffen. Dann würden wir drei Fahrzeuge mitnehmen wollen, die wohl alle in S registriert werden müssen.
- Volvo zum Eigengebrauch
- Matiz als Zweitwagen oder gewinnbringend verkaufen (Steuerfrage)
- BMW im Sommer verkaufen (als Drittwagen wäre es langsam zu prollig) ;)
Pro Fahrzeug waren es ca. 400 € Gebühr fällig, oder?

Hoffentlich habe ich den Sachverhalt nicht zu kompliziert verfasst.
Gruß
Emil
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Beitrag von hansbaer »

Lille Emil hat geschrieben: Also ich gehe zum "Transportstyrelsen". Da melde ich meine Fahrzeuge als "Flyttsak" an. Da spielt es keine Rolle, ob es 2 oder 3 Fahrzeuge sind. Oder?
Meine nämlich mal irgendwo in der Vergangenheit gelesen zu haben, dass man nur 2 Fahrzeuge pro Haushalt anmelden darf.
Ich habe mir gerade nochmal das Formular angesehen. Es steht nichts von einer Begrenzung da, was aber nicht heißen muss, dass die bei so vielen Autos nicht misstrauisch werden. Ein Nachteil ist freilich, dass Flyttsak mehr Gebühren kostet als "Eget Bruk". Ich habe mein Auto kürzlich umgemeldet, und das lief am Ende über "Annat Ändamål", obwohl ich selbst "Eget Bruk" gewählt hatte. Allerdings handelt es sich bei deinem Fall ja um einen Privatimport zum Eigengebrauch. "Annat Ändamål" würde da eigentlich nicht passen.

Lille Emil hat geschrieben: Weitere Fragen:
Als "Flyttsak" werden die Fahrzeuge steuerfrei eingeführt?
Das hat mit dem Importtyp nichts zu tun. Steuern muss man nur zahlen, wenn das Fahrzeug neu ist.
Lille Emil hat geschrieben: Und wenn ich allen 12 Monaten ein Fahrzeug einführen will, also als "eget bruk", zahlt man dann Steuern?
Siehe oben - Steuern fallen nur an, wenn neu.
Ich meine, wenn du es auf die etwas schmutzigere Tour machen willst, fährst du einfach weiter mit deutschen Kennzeichen und meldest jedes Jahr ein weiteres Fahrzeug um.

Lille Emil hat geschrieben: Hintergrund der Fragen:
Ich habe eigentlich nur 2 Fahrzeuge im Gebrauch.
Den Volvo und den Fiesta meiner Frau.
Nach juristischen Kampf, habe ich nun meinen "reparierten" BMW Cabrio wieder erhalten. Aber jetzt im Winter ein Cabrio zu verkaufen ist ein schwieriges Thema. Dieser soll im Sommer in Schweden verkauft werden. Der Fiesta sollte am besten gestern schon hier in D verkauft sein...
Allerdings durch die Verschrottungsprämie wird es nun interessant, sich einen neuen Kleinwagen (á la Matiz) günstig anzuschaffen. Dann würden wir drei Fahrzeuge mitnehmen wollen, die wohl alle in S registriert werden müssen.
- Volvo zum Eigengebrauch
- Matiz als Zweitwagen oder gewinnbringend verkaufen (Steuerfrage)
- BMW im Sommer verkaufen (als Drittwagen wäre es langsam zu prollig) ;)
Pro Fahrzeug waren es ca. 400 € Gebühr fällig, oder?
Wenn das eine Auto auch laut Fahrzeugschein deiner Frau gehört, sollte es eigentlich kein Problem sein, beide gleichzeitig umzumelden - du meldest das eine Auto um, sie das andere.

Das mit dem Neuwagen würde ich wegen Steuern sehr gut überlegen. Schweden hat eine Mehrwertsteuer von 25% - da rentiert sich das mit der Abwrackprämie vielleicht nicht mehr. Auch hier gibt es die schmutzige Lösung: Auto so lange in Deutschland angemeldet lassen, bis es die Anforderungen für einen Neuwagen (ich glaube weniger als 6000 km oder weniger als 6 Monate alt) nicht mehr erfüllt.

Den Königsweg kann ich dir da leider nicht zeigen.

In Kürze werde ich hoffentlich auch mehr dazu wissen, wie es mit der Abmeldung in Deutschland aussieht. Meine Ummeldung war nämlich erfolgreich, aber jetzt muss die Abmeldung in Deutschland noch erfolgen, und ich bin mal gespannt, wie das laufen wird.
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