Klareres Wasser durch Zander-Experiment

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Karsten
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Klareres Wasser durch Zander-Experiment

Beitrag von Karsten »

Fast 300.000 junge Zander werden südlich von Stockholm in der Ostsee ausgesetzt. Mit diesem Experiment will die Universität Stockholm in Zusammenarbeit mit der Björn Carlsson Ostseestiftung eine Verbesserung der Wasserqualität in der Bucht Himmerfjärden erzielen, die vom Umkippen bedroht ist. Die Studie soll dazu beitragen, das Wasser der gesamten Ostsee klarer zu machen.

Im Himmerfjärd liegt eines der modernsten Klärwerke Schwedens. Dennoch muss die Wasserqualität dort dringend verbessert werden, sagt Sture Hansson, Professor für Systemökologie an der Universität Stockholm. Er leitet das wissenschaftliche Experiment: „Der Himmerfjärd ist trüber als ein unberührtes Gewässer. Indem wir die Zahl der Raubfische dort vergrößern, wollen wir das Wasser klarer machen”, erläutert Hansson den Versuch.

Einfluss auf die Nahrungskette

Der Raubfisch Zander lebt meist in Bodennähe und bevorzugt trübes Wasser. Er ernährt sich von kleinen Fischen, zum Beispiel Heringen. Wenn diese kleinen Fischarten weniger zahlreich vertreten sind, nimmt das tierische Plankton zu, das seinerseits von pflanzlichem Plankton lebt. Das Wasser wird also klarer. Bevor die Jungzander im September ausgesetzt werden, nehmen die Wissenschaftler nun zahlreiche Proben, bestimmen unter anderem den Salzgehalt, die Planktonwerte und die Sichtweite in der Bucht. Der Himmerfjärd wird seit 30 Jahren immer wieder wissenschaftlich untersucht, es gibt also reichlich Vergleichsdaten über den Wasserzustand.

Die Laufzeit der Studie beträgt drei Jahre. Die Forscher erhoffen sich Ergebnisse, die auf die gesamte Ostsee ausgeweitet werden können. Dort wird der Raubfisch Dorsch durch Fischen immer stärker dezimiert, während Hering und Sprotte sich vermehren.

Gültigkeit für die ganze Ostsee

Sture Hansson ist hoffnungsvoll: „Wenn das so funktioniert, können die Ergebnisse die Arbeit der Fischereibehörden stark beeinflussen. Indem wir Dorsche aussetzen, könnten wir die Zahl der Sprotten senken, sodass das tierische Plankton mehr würde und das Ostseewasser klarer“, plant der Professor die Konsequenzen des Versuchs.

Quelle: Radio Schweden
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