CarlJohann hat geschrieben: 6. April 2022 19:07
wie ist das denn jetzt gestrichen?
Das typische schwedenrot ist faluröd/Schlammfarbe
Das funktioniert aber nur wenn das Holz roh oder bereits mit schlammfarbe gestrichen ist.
Die Farbe ist billig und einfach zu verarbeiten, 10l = 600 Kronen, gibts bestimmt bei Gekas.
Ansonsten würde ich Leinölfarbe nehmen
Das stimmt, die basis ist ausschlaggebend.
Die typische Schlammfarbe funktioniert am besten so. Sie ist matter und zieht gut ins Holz ein. So ist eine bestimmte Tiefenwirkung.
Ein weiterer Vorteil ist das sie einfach übergestrichen werden kann und keine Grundierung sein muß.
Nachteil ist das sie auf der Wetterseite schneller ausbleicht und auch vom Regen abgespült wird. Daher sagte man uns eine haltbarkeit von ca 6 bis 8 jahren bis wieder übergestrichen werden sollte. Natürlich ist das aber auch immer nach Beobachtung und nie pauschal zu sehen.
Diese Aufgabe hat etwas Zeit und kann nach und nach gemacht werden.
Also auch gut bei unbeständigem Wetter über längeren Zeitraum. Benötigt weniger Arbeiter.
Während eine Lackfarbe eine Holzvorbereitung braucht. Diese ist auch auf Schlammfarbe überstreichbar und brauch etwas Einwirkzeit. Wir hatten sogar zwei mal grundiert. Ist diese Eingezogen wird die Lackfarbe aufgetragen.
Diese ist glänzender allerdings aufgetragen und zieht nicht so ins Holz ein.
Vorteil ist das diese Versiegelt und nicht so schnell ausspült und somit eine längere Haltbarkeit hat. 15 bis 20 Jahre. Allerdings hat diese manchmal Rissbildung und kann mit etwas anschleifen übergestrichen werden.
Nachteil ist das nach dieser Zeit ein neuer Grundanstrich nötig sein kann. Das bedeutet, alte Farbe abkratzen, kratzen, schleifen oder sonstwie runter kriegen. Bei der Gelegenheit wieder grundieren und wieder von vorn das ganze abarbeiten.
Man ist Wetterabhängiger und brauch evtl ein Gerüst da man evtl. die gesammte Wandfläche abschleifen muß. Zwischen Grundierung (inkl. einzugszeit) und Farbanstrich sollte die Wand nicht nass werden. Also abplanen oder mit mehreren Arbeiter:innen parallel abarbeiten. je nach Flächengröße. Allerdings sollten Gerüstarbeiten oder hohe Leiterarbeiten eh nie alleine durchgeführt werden.