Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

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AlexaBLN
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Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von AlexaBLN »

Hej :-flagge2

Boah ist das gerade ein ungutes Gefühl, aber ich versuche seit Monaten alles um endlich nach schweden auszuwandern. Ist nicht gerade leicht.

Mein Freund lebt in Schweden un verlässt sich eher auf Hilfe von anderen als selber für sich was zu machen. Daher bin ich da eher auf mich allein gestellt. :)

Ich bewerbe mich seit Monaten überall wegen eines Jobs, einige würden mir sogar Arbeit geben , aber entweder nur Stundenweise ( weil in dem Job bestimmte Lizenzen benötigt werden, welche ich nicht habe) oder fragen sich warum ich denn ausgerechnet bei Ihnen Arbeiten will oder wollen eher das ich sofort / schnellstmöglich anfange und da ist der Harken... Wo bleibe ich dann?!?! Andere schrieben wenn ich dann endlich in Schweden bin, kann ich gerne persönlich vorbeikommen. Aber Ohne Wohnraum?... Ja der Wohnungsmarkt ist zur Zeit schlimm. Ich habe zwar keine Personennummer aber man kann sich auch ohne registrieren und für Wohnungssuche anmelden. Da die Wohnungsvermieter nur vermitteln an registrierte Mitglieder. Und dann gibt es ein Punktesystem, je höher die Punkte desto näher die Wahrscheinlichkeit eine Wohnung zu bekommen. Dann gibs diese freien Seiten, Aber entweder nur tauschen von Wohnungen oder nur für kurzen Zeitraum von 1-3 Monate über den Sommer. Das bringt mir dann leider nicht viel.

Ich versuche jetzt wirklich alles. Ich suche verzweifelt für mich und meine 10 jährige Tochter eine Bleibe. Und eigentlich so schnell wie möglich, das sie für das neue Schuljahr in Schweden angemeldet werden kann.

Ja ich weiss was auf mich zukommt und ich weiß das Leben in Schweden ist etwas anders, besonders bei den Lebensmitteln... hehehe . Also jedenfalls das was ich kennengelernt habe. Ich habe schon gesagt zu meiner Familie, " mindestens einmal im Monat will ich ein Paket " :D :D

Ich suche in Norrköping und Umland ( Linköping / Söderköping) ... Ich weiß mir langsam keinen Rat mehr. Die Wohnungsvermieter haben schon gesagt, durch die Flüchtlingskrise ist der Wohnraum mangelhaft und sehr lange Wartezeiten.

Ich bin schon so verzweifelt das ich sogar um Stockholm suche, aber das ist noch schwieriger. Wegen Arbeit mache ich mir irgendwie keine Sorgen, nach den Absagen und teilhaften Zusagen. Aber wegen Wohnraum bin ich sehr verzweifelt, da die Zeit immer enger wird. Sprachlich bin ich in schwedisch zwar nicht die beste, aber ich bin bis jetzt gut zurecht gekommen. Manche dachten sogar ich verstehe alles ;) Das witzige ist was ich lernte, ist nicht immer gleich der schwedischen Sprache. Und viele haben mir geraten , einen Kurs direkt lieber in Schweden zu machen.

Vorbereitet bin ich für einen Umzug, habe alle nötigen Informationen und auch gegebenenfalls Unterlagen. Aber ich verzweifle wegen Wohnung. Und das Risiko mit meiner Tochter auf der Strasse zu sitzen, ist mir dann doch zu hoch.

Vielleicht kennt jemand , jemanden der auch privat Vermieten würde. denn wie gesagt fast alle Internetseiten bin ich registriert und jeden Tag unterwegs. Aber von Deutschland aus etwas zu finden, ist anscheinend nicht leicht.

Ach und bitte keine Kritik das ich ein Risiko eingehe mit einem Kind auszuwandern ohne feste Aussichten. Aber ich habe es mir genau überlegt und ohne das Okej meiner Tochter mache ich eh nichts. :D

Ich weiß genau was alles auf mich zukommen wird und noch zukommen kann. Aber ich bin eine Kämpfernatur und würde nicht gern aufgeben, bevor ich es nicht versucht habe.

Und vielleicht hat jemand noch einige Ratschläge für mich. Denn ich lerne immer gern was neues dazu und mache Informationen sind auch veraltet, habe ich schon mitbekommen. :D

Tack så mycket för läsning

Alexa :flagge3:
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knutmadsen
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von knutmadsen »

Hej Alexa,
ich bin eigentlich immer nur im Winter in Schweden, zum Schlittschuhlaufen. Ich bin Mitglied im GLSK (Göteborg Lanfartskridsko Klub) seit 2012, bin seit 2010 im Winter in Schweden unterwegs. Daher kenne ich einige Schweden, die zumindest dieselben Interessen haben, wie ich. Aus der Erfahrung kann ich sagen, daß es sehr schwierig, ist eine Beziehung zu Schweden aufzubauen. Entgegen der allgemeinen Auffassung einer gefühlten Alltoleranz sind sie sehr eigenbrötlerisch. Sie sind dabei unendlich freundlich und zuvorkommend Fremden gegenüber, aber dabei nicht besonders aufrichtig. Soll heißen: wenn es an's eingemachte geht, stehst Du alleine da! Nur wenn Du alleine für Dich sorgen kannst, hast Du die Chance innerhalb von Jahren akzeptiert zu werden, wobei Du im Belastungsfall doch wieder die Ausländerin bist. Ausgegrenzt eben.

In Dienem Fall, mit einer 10-jährigen Tochter und einem Freund, der sich im wesentlichen um sich selbst kümmert, kann ich Dir nur den Rat geben: schick deinen Freund ins Nirwana, er wird Dir eher Probleme als Lösungen bereiten. Bleib fern vom Ausland, alles was in Deinem Heimatland Dir behördenmäßig oder zwischenmenschliches Probleme bereitet, wird im Ausland nur noch schlimmer. Man versteht meist weder die Denke noch die Gesetze und Verordnungen. Schwedische Ämter sind wirklich kompliziert. In Schweden ist keinesfalls alles besser, aber vieles anders! Verinnerliche einfach die Folgen eines banalen Vorgangs: Falschparken in deri Großstadt. Schon kennst Du einen wesentlichen Unterschied zwischen Deutschland und Schweden.

Sicher wird sich Deine Tochter schnell in Schweden zurechtfinden und Schwedisch sehr viel schneller lernen als Du. Aber sie wird bei der Umsiedlung Ihre Freunde unter Tränen zurücklassen, um dann bei Eurem möglichen Scheitern die neugewonnenen Freunde in Schweden wieder zurückzulassen, eben irgendwie zweimal alleingelassen, nicht gut. Ist der Schmerz Deiner Tochter das Wert?

Es ist Deine Entscheidung!

Auch als sogenannter hochqualifizierter (Dipl.-Ing. Maschinenbau mit Spezialausbildung) habe ich keine Willkommenskultur erfahren. Es bieb immer die die gewisse Distanz. Als kontaktfreudiger Mensch kann ich damit aber nicht umgehen. Wenn ich mich zu 100% einbringe möchte ich wenigstens 50% zurückbekommen. Bisher habe ich es aber nicht ansatzweise erhalten, obwohl ich mich immer wieder bemühte.

Am meisten stört mich an Schweden, daß sie so dermaßen saumäßig mit ihrer Umwelt umgehen. Auf dem platten Land besteht die Müllbeseitigung in einem Loch, daß irgendwann mit einem Radlader zugeschoben wird. Autos und Maschinen verrotten irgendwo in der Landschaft. Ökolandwirtschaft (ich bin auch ausgebildeter Landwirt) oder Ökolebensmittel findet man nur im Ausnahmefall. Fischfarmen statt Naturfang. Atomstrom statt nachhaltigen Strom. Stattdessen Nachtspeicheröfen und in jedem Haushalt brennen mindesten drei Lampen ( nur als Willkommenskultur, weil es könnte sich ja einer nächtens in der Wildnis verirren ), dafür läuft aber mindestens ein (wie bei uns auch ohne Entsorgungskonzept) Atomkraftwerk.

Vielleicht ist Berlin nicht der Bringer als Lebensraum. Aus meiner Erfahrung (ich war jahrelang in Südeuropa und Asien beruflich aktiv kann ich nur sagen: im eigenen Kulturkreis ist das Leben einfacher, insbesondere in Deutschland.

Viele Grüße

Jens
Herowina
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von Herowina »

Jens.. wenn du schon deine eigenen Erfahrungen verallgemeinerst, dann entgegne ich, dass "man" nicht ständig von sich selber ausgehen sollte, um anderen Rat zu geben. Es sind ja nicht alle wie du, d.h. andere Leute erwarten von Schweden vielleicht nicht dasselbe wie du, und im konkreten Fall geht Alexa vielleicht auch ganz anders die Sache heran.

Ich kann nachvollziehen, was du im Umgang mit Schweden (im Winter, beim Schlittschuhlaufen) wahrnimmst, - aber es gibt vielleicht auch Leute, die das alles nicht unbedingt negativ auffassen. Dass ein Schwede mich "in Ruhe" lässt anstatt sich anzubiedern, finde ich vielleicht sehr angenehm. Dass man alleine klarkommen muss und keine Willkommensgeschenke erwarten kann, das finde ich mitunter sehr befreiend. Man wächst ja auch mit der Herausforderung, und Auswandern ist auf jeden Fall eine Herausforderung.

Wenn man nicht damit umgehen kann, auch mal "außen vor" zu bleiben, als Ausländer nicht sofort den selben leichten "Stand" zu haben - tja, dann sollte man es natürlich sein lassen. Ich habe auch Momente, wo ich bedaure, nicht dieselben Connections und dieselben Schulabschlüsse wie meinen schwedischen Nachbarn zu haben. Aber davon geht für mich die Welt nicht unter.. Das Leben ist ja noch soviel mehr!

Ansonsten finde ich: Gerade Schweden ist ein Land, in dem man als Ausländer (besonders als Europäer) ganz leicht in der Menge aufgehen kann. Keiner der mir bekannten Zugezogenen hat bisher über klare "Ausgrenzung" geklagt.


Und zum Schluss: Das mit den Bio-Lebensmitteln und dem mangelnden Umweltbewusstsein kann ich als Göteborgerin auch nicht nachvollziehen. Vielleicht ist da auf dem Lande etwas im Argen, aber hier ist die Öko-Bewegung doch ziemlich groß. Und die Falschparker werden nicht zuletzt deswegen gemobbt, weil man hier zunehmend autofeindlich eingestellt ist.

Gruß, Hero
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von Framsidan »

Knur madsen du kannst das Land beurteilen weil du mal beim Schlittschuhlaufen hier bist?
Da kann ich nur nach all den Jahren hier sagen dass nichts davon stimmt.

Wir versauen auch nicht die Landschaft und Bio gibt es viel. Schon vor ca 20 Jahren war ich mal 3 Biobauernhöfe zu besichtigen. Da meine Tochter in D auch ihren Hof auf Bio umgestellt hatte, wollte sie gerne auch welche in Schweden besuchen. Und das taten wir auch.

Ich habe irgendwie das Gefühl dass du selber mal versuchtest auszuwandern, es aber in die Binsen ging und du deswegen so sauer bist.......

Klar ist eine Auswanderung nicht einfach aber ich hatte mir damals auch nicht erwartet dass mir alles in den Schoss fällt.

Framsidan
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von Lukä »

Wenn ich Schwede wäre, hättest du mich mit diesem Beitrag zutiefst verletzt. Sehr einseitig dargestellt, aus der Sicht eines Touristen.
Also ich wohne auf dem platten Land, ziemlich weit ab einer groesseren Stadt, und ich habe hier noch nie gesehen, dass irgendjemand seinen Muell in einem Erdloch entsorgt oder gar abfackelt. Was ich aber regelmässig sehe, sind Menschen, die jeden Tag återvinning "invasieren" und sehr bewusst und pedantisch ihre Abfälle entsorgen.
Mich stören die Atomkraftwerke auch, aber das ist kein alleiniges schwedisches Problem. Ich sehe aber, dass auerneuerbare Energien inzwischen rund 52 Prozent des Energieverbrauchs Schwedens ausmachen – der Spitzenplatz aller EU-Länder! Hier hat man die Energiewende längst vollzogen, in Deutschland debattiert man immer noch darueber. Achso, da du ja ein hochqualifizierter Ing. bist, und kein Medizinier, kannst du natuerlich auch nicht ahnen, warum in Schweden die Häuser meist hell erleuchtet sind...
Ach ja, ich mag meine Nachbarn und meine schwedischen Freunde. Auf sie ist immer Verlass, wenn ich sie brauche. Sie sind sofort zur Stelle, wenn mein Auto abgeschleppt werden muss, ein Baum gefällt werden muss oder 1 Meter Schnee die Auffahrt verstopft. Und das sogar noch, bevor wir es selber gemerkt haben.
Wenn du erwartest, dass man dich in Schweden "als sogenannter hochqualifizierter (Dipl.-Ing. Maschinenbau mit Spezialausbildung)" mit einer besonderen Willkommenskultur empfängt, dann habe ich verstanden, warum du so ueber Schweden denkst. Dann solltest du aber eher deine eigene sehr deutsche Einstellung hinterfragen, als die der Schweden.
Und ja, es ist vollkommen ok, wenn du dich in deinem deutschen Kulturkreis wohler fuehlst, aber deswegen so ein pauschales Urteil ueber DIE Schweden abzugeben...

Das ist meine Sicht der Dinge
Hälsningar Luki



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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von HamburgerDeern »

Hej AlexaBLN!

Ich bin selbst auch vor zwei Jahren mit Kind und Kegel nach Schweden. Klar, war nicht alles einfach aber die Horrorszenarien kann ich nicht bestätigen. Mein großer war sechs als wir umgezogen sind und für ihn war es wohl am schwierigsten. Aber nach drei Monaten konnte er schon gut schwedisch, hatte eine Kumpels gefunden und war im Fussballverein ;-)

Die Wohnungssuche fand ich tatsächlich auch echt schwierig, zumal von D aus. Wir haben schließlich über Blocket.se ein Haus privat mieten können von einer Familie, die ein Jahr und Ausland ging. Da solltest du mal gucken. Es gibt häufiger Familien, die ein paar Monate in Elterzeit auf Reisen gehen und so lange vermieten. Dann habt ihr erstmal einen Start und könnt dann vor Ort weiter suchen.

Liebe Grüße


~mobil~
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von vinbergssnäcka »

ursprünglich wollte ich hier gar keinen Kommentar schreiben, freu mich aber, das so viele doch meine Meinung teilen....mich würde ja schon interessieren wo man in Schweden auf dem platten Land wohnt? klar, beim Schlittschuhlaufen sollte es möglichst platt sein...ansonnstenempfinde ich es, ausserhalb von södra Skåne recht hügelig ;-). Im Ernst, im Nachbarlän werden sogar die Essensreste aus dem Müll getrennt gesammelt und zu Biogas verwandelt, womit dan wieder unter anderem die Busse fahren. Wüsste auch nicht, wie man hier was vergraben sollte, bei all den Steinen.
Besonders interessant fand ich die Äusserung, das man den Unterschied schon bei den Strafzetteln fürs Falschparken merkt. Da muss aber einer kräftig Strafzettel sammeln, hier wie dort, um so eine relevante Aussage treffen zu können. Vielleicht kann der Autor das einem weniger versierten Strafzettel-Autofahrer das mal näher erklären....nur damit ich mitreden kann. Weil ich hab in Deutschland nur zwei Strafzettel überhaupt bekommen und die tatsächlich wegen falsch parkens....einmal habe ich mit dem Reifen auf dem Gehweg geparkt, den ich wegen des Schneechaoses nicht gesehen habe, der fleissige Nachbar aber schon. Bei dem anderen konnte ich bei bestem Gewissen nicht verstehen, was ich falsch gemacht habe, als ich auf einem vermeintlichen Parkstreifen geparkt habe. In Schweden hatte ich auch einen auch wieder Schneechaos und da habe ich nicht gesehen, das ich schon auf der Busshaltestelle stand....Markierungen auf der Strasse waren beim besten Willen nicht zu sehen. Allerdings hatte der Aufschreiber auch so seine Probleme, da er wegen der Schneemassen mein Nummernschild nicht richtig gelesen hat......oder so hatte er Mitleid mit mir und steckte mir den Strafzettel als Warnung unter den Wischer.....der VW-Buss Fahrer in Stockholm hatte sicher keine Probleme den Irrtum aufzuklären....
liebe Grüsse

Heike

meine Homepage: www.figeholm.jimdo.com
AlexaBLN
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von AlexaBLN »

HAllo zusammen,

bin jetzt endlich mal dazugekommen nach zuschauen und muss sagen Interessant was so gesagt wird. Also das mit der Umweltbelastung, sorry das was ich bis jetzt alles gesehen habe, kann ich leider nicht so empfinden. Ich finde das was ich von Schweden gesehen habe und kennengelernt habe, doch schon gepflegter und sauberer als hier in der Großstadt; von sauberen Strassen, bis gepflegter Grünanlage. selbst die Bäume werden geschnitten, so wirken die wege nicht so dunkel. Also ich fand nichts von Müllablagerungen. Im gegenteil zu hier.

Die Leute sind nett und zuvorkommend, das reicht mir schon. Klar bin ich kontaktfreudig, aber ich muss nicht gleich dicke Freundschaften haben. Entweder entwickelt sich sowas mit der Zeit oder nicht. Da bin ich aufgeschlossen.

Und zur Bürokratie, die ist mir wohl bekannt, das diese ganz anders Tickt. Aber ganz ehrlich einiges ist einfacher, weil es online erledigt werden kann, anderes ist schwieriger, weil in Schweden einiges anders läuft, so wie man manchmal Jahrelang auf der Warteliste für Wohnraum ist, so können auch Amtswege Monate dauern. Da haben Schweden die Ruhe weg. Aber auch mit Geschick und vielleicht auch mit Glück, bekommt man manchmal auch über Umwege an das was man möchte. Man man sollte nett sein.

Ich würde Schweden nicht schlecht machen, so wie D seine guten und schlechten Seiten. Überall gibs Ecken und Kanten.

Ich sagte schon, ich weiß schon was auf mich zukommen kann und das es nicht leicht werden kann. Aber muss nicht jeder selbst die Erfahrung machen. Das was ich bis jetzt kennengelernt habe ob in Malmö, Stockholm oder wie gesagt Norrköping und Umland.

Man muss sich auf vieles einstellen und eventuell sogar umgewöhnen... auf Jedenfalls die Lebenskosten hehehehe... aber ich bin ein aufgeschlossener Mensch und bin in dieser Hinsicht sogar Flexibel. Und manchmal wird man mit dem wirklich glücklicher, als bei dem was man Jahrelang kannte.

Jeder macht gute und schlechte Erfahrungen, aber ist es nicht genau das was uns zu dem macht der wir heute sind. Einige bereuen es, andere hätten es bereut wenn sie den Weg nicht gegangen sind und widerum andere breuen das sie es nicht getan haben. Man kann seine Informationen teilen, aber nicht alles schlecht machen. Denn was für den einen gut war und ist, kann für den anderen das schlechte gewesen sein. Wir sind nicht alle gleich.

Aber ich danke für echt für die Erfahrungen die Ihr gemacht habt. ... Und keine Sorge wegen meiner Kleinen (Großen), Kinder sind da manchmal ganz anders. Meine ist eigentlich eher ein Einzelgänger... Manchmal spielt sie mit anderen, aber manchmal ist sie auch gern für sich. Und sie hat auch Freunde die nicht in Berlin leben, da Ihr Vater zum Beispiel 450 km weit weg lebt, Ihre große Schwester auch, pflegt sie Ihre Freundschaften auch online. ... Und Freunde muss man nicht tag täglich sehen, Freunde sind für einen da egal wo man ist. Und das hat meine Tochter schon gelernt.

Aber bis heute zur Information, hatte ich noch kein Glück. Aber ich werde nicht aufgeben. Wenn man was im Leben erreichen will, sollte man seine Ziele im Auge behalten. ;-)
Speedy
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von Speedy »

wie bitte? was willst Du eigentlich???? Gruss Speedy
HamburgerDeern
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von HamburgerDeern »

Ich finde es super, dass du dich weder abschrecken noch unterkriegen lässt. Kannst mir für Austausch auch gerne eine PN schreiben. LG


~mobil~
AlexaBLN
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von AlexaBLN »

Speedy hat geschrieben:wie bitte? was willst Du eigentlich???? Gruss Speedy
Ich Weiß noch nicht was du sagen willst. Aber danke für deine Anteilnahme
mamu
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von mamu »

Abfallentsorgung: Also unsere schwed. Nachbarin macht das ganz einfach, alles in eine Blechtonne rein u. anzünden. Qualm - na und..
Hab noch keine Mülltonne bei ihr gesehen. Hat den ganzen Tag Zeit, weil scheinbar arbeitslos u. daheim, aber sonntags wird der Rasen gemäht.
Paketlieferung: Es liegt ein Zettel im Briefkasten, Paket abzuholen bis... Dann kann ich 25 km dahin fahren u. 25 km zurück. Letztens wegen einer Sonnenbrille (Gratisgeschenk). Lieferung muß unterschrieben werden; kommen aber nicht an´s Haus....
Baumfällung: dieses Jahr wurde enorm abgeholzt. Rundherum sieht es auch wie nach dem Krieg. Wird wohl 5 Jahre dauern, bis wieder grünes Bild.
Reparaturarbeiten: 3 x schwed. Fachkräfte angesprochen wegen Reparaturen im Haus - kamen einfach nicht.
SFI-Kurs: Nach 3 Monaten Teilnahme frustriert aufgehört. Auch 50 km gefahren täglich. Lehrerin hat sich intensivst mit holl. Teilnehmern abgegeben, die schon gute Vorkenntnisse in schwedisch hatten.
Restaurant/Cafe: haben hier in meinem Umfeld Kantinencharakter...wirklich nix nettes. Personal schwarz gekleidet, sehen aus wie aus dem Beerdigungsinstitut. Man könnte mit weiß kombinieren etc.
Herrgard als Restaurant: 1. Besuch, möchten gerne eine Tasse Kaffee trinken. Nein, nicht möglich, weil geschlossene Gesellschaft.
Herrlicher See, dabei wunderbares Restaurant: keine Außenbestuhlung, kein Kaffee/Kuchen. Warum nutzt man die tolle Lage nicht, um Gäste zu bekommen?
"Tote" Autos stehen wochenlang am Straßenrand, bis endgültig alle Scheiben demoliert sind.
Entschuldigung - paßt viell. auch garnicht so gut hierhin. Aber mußte auch mal meinem Herzen Luft machen. In D. gibt´s auch
genug zu mäkeln. Bin aber hier in S. und diese Dinge fallen mir hier auf.
Zahnarzt: brauchten Röntgenfoto vom Gebiss. Nein, wir bedienen nur im Notfall. Ansonsten nur feste Stammkundschaft.
Einmal Privatpraxis und 1 x Vardcentral.
Falschparken: Konnte das Schild nicht lesen, weil keine Schwedischkenntnisse. 400 skr f. Falschparken.
Bettler: vor jedem Geschäft!
Bank: Nur Automat, 50 skr. f. Überweisung.
Wirklich, es gibt auch viel Schönes in Schweden, sonst wären wir nicht mehr hier; wollte aber doch auch mal auf die negativen Dinge hier eingehen, die uns so aufgefallen sind.
Grüßchen - mamu
Speedy
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von Speedy »

kann alles nachvollziehen aus eigener Erfahrung

Speedy
Framsidan
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von Framsidan »

mamu hat geschrieben:Abfallentsorgung: Also unsere schwed. Nachbarin macht das ganz einfach, alles in eine Blechtonne rein u. anzünden. Qualm - na und..

Habe ich zwar hier noch nie gesehen aber da genügt ein Anruf bei Miljo och hälsovårdsmyndighete.
Hab noch keine Mülltonne bei ihr gesehen. Hat den ganzen Tag Zeit, weil scheinbar arbeitslos u. daheim, aber sonntags wird der Rasen gemäht.

Paketlieferung: Es liegt ein Zettel im Briefkasten, Paket abzuholen bis... Dann kann ich 25 km dahin fahren u. 25 km zurück. Letztens wegen einer Sonnenbrille (Gratisgeschenk). Lieferung muß unterschrieben werden; kommen aber nicht an´s Haus....

Wohnst du fernab von allem? Verlangst du dass dann jemand zu dir rausfährt? Tun sie auf jeden Fall nicht in D. Eventuel legen sie es irgendwo vor ein Haus. Schaue ab und zu deutsches Fernsehen und sehen da auch die Klage.

Baumfällung: dieses Jahr wurde enorm abgeholzt. Rundherum sieht es auch wie nach dem Krieg. Wird wohl 5 Jahre dauern, bis wieder grünes Bild.

Vergleiche mal wie grün Schweden ist und wie grün D ist? Ich gla<ube im Vergleich schneiden wir hier gut ab.
Reparaturarbeiten: 3 x schwed. Fachkräfte angesprochen wegen Reparaturen im Haus - kamen einfach nicht.

Wenn man nur die biligsten Handwerker haben will dann kann das passieren. Aber das Problem mit Handwerlern gibt es auch in D. Ich habe ja 3 Kinder dort mit grossen Häusern usw sowie alle meine Verwandtschaft.

SFI-Kurs: Nach 3 Monaten Teilnahme frustriert aufgehört. Auch 50 km gefahren täglich. Lehrerin hat sich intensivst mit holl. Teilnehmern abgegeben, die schon gute Vorkenntnisse in schwedisch hatten.
Restaurant/Cafe: haben hier in meinem Umfeld Kantinencharakter...wirklich nix nettes. Personal schwarz gekleidet, sehen aus wie aus dem Beerdigungsinstitut. Man könnte mit weiß kombinieren etc.
Willst du den Leuten vorschreiben wie dich gekleidet sind? Alles ist Geschmacksache

Herrgard als Restaurant: 1. Besuch, möchten gerne eine Tasse Kaffee trinken. Nein, nicht möglich, weil geschlossene Gesellschaft.

Auch in D kannst du nicht in eine geschlossene Gesellschaft einbrechen und dann weiss Gott was erwarten. Wenn ich ein Restaurant buche oder ein anderes Lokal für mich dann will ich dort auch nicht andere haben. Z.B. als wir vorifes Jahr den 100. Geburtstag von Schwiemu feierten, wollten auch andere rein.

Herrlicher See, dabei wunderbares Restaurant: keine Außenbestuhlung, kein Kaffee/Kuchen. Warum nutzt man die tolle Lage nicht, um Gäste zu bekommen?

Du kannst ihnen ja helfen und erzählen was du willst....

Zahnarzt: brauchten Röntgenfoto vom Gebiss. Nein, wir bedienen nur im Notfall. Ansonsten nur feste Stammkundschaft.

Man muss sich halt seinen Zahna<rzt suchen oder verlangst du dass die Stammkunden uaf ihre Zeiten verzichten deinetwegen. Ich habe leider Gottes viel Kontakt mit Zahnarzt aber ich hab mir einen gesucht.
Einmal Privatpraxis und 1 x Vardcentral.
Falschparken: Konnte das Schild nicht lesen, weil keine Schwedischkenntnisse. 400 skr f. Falschparken.

A>lso mamu das ist ja schon fast gut. Die Verkerrschsilder für Parkverbot usw sind auch die gleichen in D. Mein Holder kann nicht viel Deutsch aber wir kriegten noch nie "Böter"

Findest du dass Schwedeb für alle die nicht schwedisc h können und nicht die Schilder verstehen in deren Sprachen ein Zusatzschild aufstellen soll?

Bettler: vor jedem Geschäft!. In D fahren sie sogar rauf aufs Land un gehen von tür zu Tür
Bank: Nur Automat, 50 skr. f. Überweisung.

Wirklich, es gibt auch viel Schönes in Schweden, sonst wären wir nicht mehr hier; wollte aber doch auch mal auf die negativen Dinge hier eingehen, die uns so aufgefallen sind.

Dir fallen wohl Dine auf die dir nicht gefallen? Parken uberall, dawss du alles kriegst wie du willst usw.
Warum wandert man aus wenn man sich nie an ein anderes Landanpassen kann?
In jedem Land ist es anders und man muss ich anpassen, kann man das nicht dann soll man zuhauee beiben.



G


rüßchen - mamu
calle
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von calle »

Hej :)
ich möchte mich als Schwede einmal für die vielen supernetten Komentare bedanken.
Aber auch für Schweden gilt:" I've never promised you a rose garden", fruehling
aber wie würde ich mit dem Volkslied gegen anhalten:
"Alle Rosen liess ich gerne gegen Nordlands Steine". :holz:

ZU Mamu --- Hintergrundwissen ist bei (Vor-)urteilen oft hilfreich und klärt manches. :rabbit:
vinbergssnäcka
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von vinbergssnäcka »

Eigentlich sprengt das ja gerade den Threat und trotzdem würde ich auch gerne was zu mamu schreiben, weil ich denke, viele Probleme liessen sich eventuell lösen und entstehen einfach aufgrund von (kulturellen) Missverständnissen...

mamu hat geschrieben:Abfallentsorgung: Also unsere schwed. Nachbarin macht das ganz einfach, alles in eine Blechtonne rein u. anzünden. Qualm - na und..
Hab noch keine Mülltonne bei ihr gesehen. Hat den ganzen Tag Zeit, weil scheinbar arbeitslos u. daheim, aber sonntags wird der Rasen gemäht.
sowas geht meiner Meinung garnicht und das ist auch irgendwie nicht typisch. Was sagen denn die anderen Nachbarn? Du kannst Dich auf jedenfall bei deiner Gemeinde beschweren. Bei vielen Gemeinden ist Mülltonnenzwang, vielleicht weiss die Gemeinde das garnicht? Und den Qualm musst Du keinesfalls hinnehmen, das würden schwedische Nachbarn vielleicht auch nicht. Anders ist es mit Sonntags rasen mähen.....sowas wie Ruhezeiten, wie wir sie aus Deutschland kennen, das gibts hier glaube ich nicht. Daran musst Du Dich vermutlich gewöhnen, wenn du Nachbarn hast.
mamu hat geschrieben: Paketlieferung: Es liegt ein Zettel im Briefkasten, Paket abzuholen bis... Dann kann ich 25 km dahin fahren u. 25 km zurück. Letztens wegen einer Sonnenbrille (Gratisgeschenk). Lieferung muß unterschrieben werden; kommen aber nicht an´s Haus....
Es gibt einen Lantbrevbärare, und du hast eventuell das Recht darauf, das Dein Paket ausgefahren wird. Ruf mal an, wenn Du das nächste mal einen Zettel im Briefkasten hast und frage danach. Hab ich schon gemacht, ich muss auch 3 mil fahren für ein Paket.
mamu hat geschrieben: Reparaturarbeiten: 3 x schwed. Fachkräfte angesprochen wegen Reparaturen im Haus - kamen einfach nicht.
Schwer zu sagen, waren es die falschen Leute oder warst Du einfach nicht deutlich genug? Ist mir auch schon passiert, ehrlich....aber mit der Zeit wirst Du die richtigen Leute finden....hör Dich um, bei Nachbarn und Bekannten.
mamu hat geschrieben: SFI-Kurs: Nach 3 Monaten Teilnahme frustriert aufgehört. Auch 50 km gefahren täglich. Lehrerin hat sich intensivst mit holl. Teilnehmern abgegeben, die schon gute Vorkenntnisse in schwedisch hatten.
Das ist sicher nicht in Ordnung, aber auch hier: deutlich sein, das du nicht mitkommst. Es gibt sicher mehr als eine Klasse SFI. Vermutlich war es nur gut gemeint, dich in so eine Klasse zu stecken, weil bei den vielen Flüchtlingen eben viele dabei sind, die weder lesen noch schreiben können und man viel langsamer voran gehen muss. Mache einen Neustart! Die Sprache ist das A und O. Für alles, dein ganzes Leben in Schweden. Mit der Sprache passieren auch nicht mehr so viele Missverständnisse, du bekommst mehr mit von allem und wirst auch verstehen, das Schweden einfach etwas anders ticken. Dann ist auch nicht mehr alles "anders".
mamu hat geschrieben: Restaurant/Cafe: haben hier in meinem Umfeld Kantinencharakter...wirklich nix nettes. Personal schwarz gekleidet, sehen aus wie aus dem Beerdigungsinstitut. Man könnte mit weiß kombinieren etc.
Herrgard als Restaurant: 1. Besuch, möchten gerne eine Tasse Kaffee trinken. Nein, nicht möglich, weil geschlossene Gesellschaft.
Herrlicher See, dabei wunderbares Restaurant: keine Außenbestuhlung, kein Kaffee/Kuchen. Warum nutzt man die tolle Lage nicht, um Gäste zu bekommen?
Auch schon wieder viele Missverständnisse: Die Restaurantkultur ist einfach nicht so, wie wir das von Deutschland gewohnt sind. Das man in Restaurants geht, das ist erst in den letzten Jahren aktueller geworden. In den 80ern war das so teuer, eine normale Familie mit Kindern hätte sich das nie leisten können. Anders mit den Kantinen mit "dagens". Hier kann/konnte man zu wirklich erschwinglichen Preisen eine Mahlzeit inkl Getränk usw bekommen.....vielleicht ist deshalb sooft der "Kantinencharakter" erhalten und signalisiert....hier ist nicht teuer.....schwarze Kleidung soll eventuell gehobenen Stil signalisieren...so würde ich das auffassen....und das mit der Ausenbestuhlung, ja das ist in Schweden nicht so einfach. Darf das Restaurant Alkohol ausschenken? dann müsste der Aussenbereich eingezäunt und auch "bewacht" sein, denn kein Gast darf mit dem Alkohol (Bier, Wein) das Lokal verlassen.
mamu hat geschrieben: Zahnarzt: brauchten Röntgenfoto vom Gebiss. Nein, wir bedienen nur im Notfall. Ansonsten nur feste Stammkundschaft.
Einmal Privatpraxis und 1 x Vardcentral.
Das Problem hatte ich im Anfang auch, such Dir einen guten Zahnarzt und geh regelmässig zur Kontrolle, dann bekommst du dort auch problemlos einen Notfalltermin. Ich geh privat und bin super zufrieden.
mamu hat geschrieben: Falschparken: Konnte das Schild nicht lesen, weil keine Schwedischkenntnisse. 400 skr f. Falschparken.
das ist glaube ich kein schwedisches Problem....das würde dir auch in jedem anderen Land passieren...400kr find ich noch garnicht schlimm, glaub 800kr gibts bei uns....
mamu hat geschrieben: Bank: Nur Automat, 50 skr. f. Überweisung.
Ja, das ist das schlechteste was Du machen kannst, für eine Überweisung auf die Bank gehen. Ich nehme an Du hast ein Konto? Geh auf Deine Bank und lass Dich beraten, welche kostenfreien oder günstigen möglichkeiten der Bezahlung es gibt. zB Internetbanking.....aber gibt auch anderes....

So, ich hoffe wirlich, ich konnte Dir ein paar Anstösse geben, einfach um ein paar Probleme auszumärzen....wenn sowas ist, schreib doch, ich denke hier sind viele, die Dir mit Rat und Tat helfen können....und viel Erfolg
liebe Grüsse

Heike

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Schattenengel
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von Schattenengel »

Hallo, mein Gott würde mich das was von einigen geschrieben wurde abschrecken, wenn ich mittlerweile nicht selber hier wohnen würde. Und jetzt erzähle ich mal bischen von unserenErfahrungen für Alexa BLN...
Wir haben für unseren Traum Schweden 5 Jahre gebraucht bis er dann enlich Realität wurde! Mein Mann hat auch von D aus versucht sich bei verschiedenen Strellen zu bewerben bzw hat dann wenn wir im Urlaub da waren bei en Firmen die "Klinken" geputzt.
Auf die Bewerbungen hin hat er zum Teil noch nicht mal eine Absage bekommen. Dann kam aber er Tag X wo UPS 5 neue Leute gesucht hat und das war sein Glück... Mein Mann schickte eine Bewerbung hin, kurze Zeit später riefen sie an,er fuhr hoch zum "Einstellungsgespräch", hat noch einen Tag freiwillig Probe gearbeitet was die super gut fanden.
Was ich damit sagen möchte, ja es ist nicht einfach von D eine Arbeit zu finden in Schweden aber iwann kommt auch für dich der Tag wo es klappt! Bezüglich des wohnens hat mein Mann die erste Zeit in einem "Vandrahem" gewohnt, würde ja für dich wegfallen, da dein Freund ja in S wohnt. Mit dem Bürokram wie ID-kort... hast du auch den Vorteil von einem Freund, da er z.b. bei der Bank bestätigen kann, dass du du bist.
Als kleinen Tipp, lass dir in D noch einen Reisepass machen! Mein Mann konnte mit seinem Perso bei der Bank kein Konto eröffnen, weiß jetzt nicht mehr ob er da seine ID kort noch nicht hatte.
Und ich finde, dass es mit dem ganzen Papierkram nicht wesentlich länger dauert,man muß halt zwichendurch mal nachhacken.
Wir wartenjetzt z.b. auf das Kindergeld schon fast seit einem Jahr! Aber dabei muß ich sagen, dass daß auch zum Teil nochmit an D gelegen hat.
In Punkto Umwelt kann ich nicht viel kritisieren, hier in Nässjö werden nach em Winter auch ie Grünstreifen "gefegt", so das alles wieder schön aussieht nach dem Winter. Und das man hier und da Leute hat, die ihren Müll einfach so wegwerfen, findet man hier genauso wie auch in D. Aber ich finde, hier bemüht man sich mehr, dass alles gepflegt aussieht als in D.
In punkto Sprachkurs muß ich sagen, dass es für mich seitdem ich dahin gehe (Von Februar) schnell ging mit der Sprache! Wenn man sich bemüht unter anderem auch! Jetzt habe ich bisher aber auch sehr gute Lehrer gehabt ie viel erklärt haben.
Wenn man so frustriert aufhört wie mamu, was sie auch nicht hätte tun müssen ist es kein Wunder wenn man nichts versteht, wenn man die Sprache nicht weiter verfolgt!
Ich verstehe auch noch nicht bei weitem alles aber immerhin so, dass ich auch mal aufs Amt gehen kann und mein Anliegen darlegen kann und im Alltag gut klar komme. Also, SFI Kurs ist wirklich hilfreich auch wenn man etwas warten mußbis man anfangen kann, weil wegen lange Warteliste. Ich mußte von September an warten.
Man kann sich an die schwedischen Lebensmittel gewöhnen aber es ist doch immer wieder mal schön, ein "echtes" deutsches Brot zu essen.
Wir empfinden es hier immer noch als sehr schön und jeder Tag hier ist für uns wie Urlaub! Mein Mann arbeitet sich hier nicht so kaputt wie in D und bekommt auch noch mehr Geld dafür!
Das mit den höheren LM kosten ist ja auch so, dafür sind die Wohnkosten für ein Haus wesentlich günstiger, wie es bei einer Wohnung ist kann ich nicht sagen, da wir uns hier ein Haus gekauft haben. Was wir in D nie verwirklichen hätten können!!!
Ich muß noch mal aufs Arbeiten zurück kommen, schaust du denn auf die Seite vom Arbetsförmelingen? Die Leihfirmen wie z.b Lernia haben hier einen besseren Ruf als in D! Vielleicht solltest du dich darüber auch mal kundig machen.
Und sorry für deinen Freund, ich finde es traurig, dass er dir/euch nicht hilft nach S zu kommen.
Framsidan
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von Framsidan »

Ich würde ja Alexa vorschlagen dass sie einen 2 oder 3 wöchigen Urlaub hier einplant und vorher viele Bewerbungen losschickt wo sie auch schreibt dass sie sich in der Zeit persönlich vorstellen kann. Nebenbei auch sonst noch Klinken putzt....

Die Arbeitnehmer hier wollen die Bewerber sehen und kennen lernen, ein Brief mit CV sagt nicht viel. Jeder Arbeitnehmer muss in den Betrieb passen.

Framsidan
AlexaBLN
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von AlexaBLN »

WOW...

Jetzt bin ich echt überwältigt. Danke erstmal auch an @Mamu und an @Schattenengel und @Framsidan. Abschrecken tut mich wirklich nichts... Und jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht. Das mit den Banken, wie hier jemand negativ auch äusserte, sage ich nur. Ich habe nach meinem ersten Besuchen eine neue Bank gefunden, die Kostenlose eine Kreditkarte anbietet und generell kostenlos ist. Auch Zahlungen im Ausland, keine Abhebe-gebühren oder die Wechselkursgebühren fallen alle weg. Also wegen Zahlungen bin ich erstmal gut gewappnet.

Wohnung muss ich selber finden, da mein Freund wie gesagt bei Freunden selber wohnt. Aber der Gedanke mit längerem Urlaub, habe ich für die Sommerferien auserkoren. Bewerbungen sind vorbereitet. Und habe jetzt auch von anderer Stelle den Hinweis bekommen, nimm erstmal Ferienhaus. Einige sind dankbar wenn das Haus auch über die Wintermonate vermietet ist. Denn viele wollen nur über den Sommer nach Schweden, weil die kalten Tage doch abschrecken. Die Person die mir den Tip gab, ist auch aus Deutschland nach Schweden gegangen und lebt seit 2 Jahren in einem Ferienhaus. Zahlt weniger als mein Budget für Wohnung / Haus geplant waren. Lebt mit schwedischen Partner zusammen und geht relativ gut. Es gab zwar Anlaufschwierigkeiten ( Selbständigkeit die schief ging, dann ein Jahr arbeitslos), aber jetzt hat sich vieles sogar zum positiven entwickelt.

Ich bekam auch einige Tips die mir zum beispiel nirgendwo bekannt gegeben würden. Wie Wohngeld und das wenn ich in 24 Monaten, davon 12 Monate im Ausland gearbeitet habe und einen tag in Schweden, ich vollen Anspruch auf Grundausstattung von 300 - 450 Tagen habe. Das mit dem Schwedischkursen in schweden habe ich schon von vielen gehört. Ich lerne hier nur übers Internet und aus Lehrbüchern in meiner Freizeit. Lesen fällt mir leichter als verstehen oder schreiben. Und sprechen geht so. Aber wie ich erfahren habe, raten mir viele, mache einen Kurs in schweden. Würde sogar von den Kommunen bezahlt werden. Und Irgendwie höre ich von vielen deutschen, das sie innerhalb eines halben Jahres ein sehr gute schwedisch hinlegen. Und ich bin daher auch voll motiviert. Und ich sage mir immer was ich anpacke, das schaffe ich auch, egal wie schwer es werden kann. :D

Und das mit der Arbeitsmoral das finde ich auch sehr schön in Schweden. Denn du sollst nicht arbeiten um zu leben ( wie in deutschland) du sollst leben um arbeiten zu können. Es gibt einen festgeregelten Stundensatz den du arbeiten darfst. Und schweden ist sehr Familienorientiert. Das käme hier in deutschland kaum wirklich in Frage. Jeder Arbeitgeber ist so auf provit bedacht, das seine Angestellten bei der ganzen Arbeit schon an Burnout leiden und Familien zu kurz kommen. Und das alles dann manchmal sogar für einen Hungerlohn. Ich habe mal einen Monat mein Kind nicht gesehen, mein Arbeitgeberin wollte das ich Spätschichten nur mache, war gegen 24 uhr heim und morgens kümmerte sich mein Ex-Mann ums kind das ich dann die nächste schicht 10 Uhr wieder antreten konnte. Sonntags war dann meist die Hausarbeit, welche mein man nicht schaffte dran. Ich bat um Schichttausch/ Wechselschicht wöchentlich und was bekam ich. Die kündigung!Ich habe nicht die Arbeit verweigert, ich bat nur das ich wöchentlich wechseln könnte, damit mein Kind auch was von mir hat. Sie wurde so schlecht in der Schule, weil sie mich kaum noch sah. Da denkt Schweden wieder anders, allein lebende arbeiten etwas mehr, aber auch nicht zuviel. Und mit Kindern darfst du nur einen bestimmten Stundensatz arbeiten, das die Kinder nicht zu kurz kommen.

Das mit den Behörden habe ich auch schon erfahren. Die sind da fast ähnlich wie in Deutschland, ganz genüsslich. Aber man kann auch über andere Wege weiter kommen. Wo du in Deutschland nicht so wirklich weiter kommst.

Im ganzen bleib ich bei meinem Vorhaben und gebe mich nicht geschlagen.

Hej vielleicht kennt jemand der ein Ferienhaus in Ostergötland hat und es gerne vermieten würde, für etwas länger, aber zu angemessen Preis und natürlich sollte es wintertauglich sein.
Yvonne
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von Yvonne »

Gebe dir nur zu bedenken das hier iN Schweden von Woche 26-32 haupts'chlich Vertretungen arbeiten und die nichts bestimmen können wegen Arbeitsplatz. Viele Firme machen auch 4 Wochen komplett zu. Oftmals von Woche 28 oder 29 und dann 4 Wochen. Ich wuerde wenn es nach dem 15. August versuchen. Vorher hat es wenig Sinn.
AlexaBLN
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Re: Auswandern ... Wohnen und Arbeiten in Schweden

Beitrag von AlexaBLN »

Yvonne hat geschrieben:Gebe dir nur zu bedenken das hier iN Schweden von Woche 26-32 haupts'chlich Vertretungen arbeiten und die nichts bestimmen können wegen Arbeitsplatz. Viele Firme machen auch 4 Wochen komplett zu. Oftmals von Woche 28 oder 29 und dann 4 Wochen. Ich wuerde wenn es nach dem 15. August versuchen. Vorher hat es wenig Sinn.

Danke Dir gut zu wissen. Das hilft schon ungemein weiter.

LG
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