Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

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Petergillarsverige
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Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Petergillarsverige »

Hej!
Seit vielen Jahren bin ich Mitglied vom Institut für Natürliche Empfängnisregelung. Wir haben hier in Deutschland viele Ehepaare geschult die die Natürliche Empfängnisregelung (NER) anwenden wollten um eine Alternative zu den üblichen Wegen zu haben. Das Anleitungsbuch wurde in viele Sprachen übersetzt. Schwedisch fehlt noch. Mich würde interessieren, ob es junge Leute gibt die sich dafür interessieren. Im ersten Schritt könnte man das Buch als Skript übersetzen.
Evtl. gibt es aber auch in Schweden Gruppen die die NER verbreiten, von denen ich noch nichts gehört habe. Hat da jemand in dem Forum Interesse oder Ideen?
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goteborgcity
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

aus Wikipedia:
Infektionen, Fieber, Alkoholkonsum, Stress, Jetlag, Schlafmangel, Schichtarbeit und ähnliche Auslöser können ebenfalls zu Schwankungen der Basaltemperatur führen, so dass die alleinige Temperaturmessung den Eisprung nicht besonders zuverlässig bestimmen kann.

Temperaturmethode (Balsaltmethode) und symptothermale Methode (weitaus schwieriger zu verfolgen, wenn man halbwegs sicher gehen will) mit der Sicherheit der Pille zu vergleichen ist fast schon vermessen, aber was kann man schon von Prof. Dr. Josef Rötzer erwarten, der von der Kirche finanziert wurde, damit er seine Theorien verbreiten konnte. In den 40er Jahren war das sicher eine brauchbare Idee, aber wir leben nun im Jahre 2011.

Schade, dass Peter nicht mit angegeben hat, dass man vorher die Site http://www.iner.org/ besuchen soll, damit man einen Einblick in den Verein bekommt, der gerne in Schweden Fuss fassen will.
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michaelch
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von michaelch »

Naja...Eigentlich schade um jeden Kommentar.Zum Glück schreiben wir das Jahr 2011 und jeder kann sich seinen Teil dazu denken. Ich denke sowas hat im Forum nichts zu suchen.
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Lukä
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Lukä »

Da nehme ich doch lieber einen Gummi :doppelwink:
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Petergillarsverige
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Petergillarsverige »

Dr. Rötzer wurde nicht von der Kirche finanziert. Ein großes Projekt aus Japan hat jahrelang die Kosten erwirtschaftet. Ansonsten der Mitgliedsbeitrag vieler Mitglieder.
n der medizinischen Fachwelt wird die Vorgangsweise anerkannt. Der Pearl Index ist vergleichbar mit dem der Pille.
Ich hab aber kein Interesse daran blöde Kommentare von euch zu lesen, sondern in Kontakt zu kommen mit Leuten in Schweden die sich dafür interessieren.
Wir schreiben das Jahr 2011 und mit Hilfe der Kenntniss des weiblichen Zyklus sind wir heute in der Lage mit natürlichen Mitteln zu bestimmen ob eine fruchtbare Zeit vorliegt oder nicht. Wir hätten uns auf nichts anderes verlassen und sind damit alle Jahre gut klar gekommen.
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Lukä
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Lukä »

Dieser Auszug aus einem Interview mit Dr. Rötzer entlarvt den Hintergrund seiner "Forschungen"

Warum soll NER ethischer sein als das Kondom?

Rötzer: Weil sich der Mensch mit dem Kondom der Aufgabe der Selbstdisziplin enthebt. Er nimmt eine Abkürzung, die der Schöpfer nicht vorgesehen hat.

Nachzulesen unter http://www.mscperu.org/deutsch/wirempfe ... gelung.htm
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Peter,

ich kann mir mit bestem Willen nicht vorstellen, dass es im modernen Schweden jemand gibt, den Du überzeugen kannst den Leitfaden zu übersetzen, ausser vielleicht in einer Freikirche mit überholten Ideen. Und da ich annehme, dass Du Deine Kinder mit dem gleichen veralteten Gedankengut erziehst, so tun sie mir wirklich leid, weil sie das freie, ungezwungene Leben nie erleben dürfen, sondern Opfer eines religiösen Sektenwesens werden und ihnen die freie Entwicklung genommen wird. Ich hatte die Baptisten für etwas offener gehalten, aber man kann sich täuschen.

Du solltest vielleicht hin und wieder auch andere Bücher lesen als die, die Deine Glaubensgruppe empfielt ... und stimme Lukä zu, dass der Gummi einfacher und sicherer ist als Methoden, die vor sechzig Jahren interessante Ergebnisse waren, und dennoch nicht als sicher eingestuft wurden. Glaubst Du denn wirklich, dass Gefühle, Partnerschaft, ein gemeinsames Leben usw. mathematisch geplant werden kann und dann zu einem glücklichen Leben führt? Vermutlich ja, weil Du Deinen eigenen Fuss nicht ins wirkliche Leben setzt, sondern in einer religiösen Gruppe gefangen bist ... und das aus freiem Willen, wie Du sicher antwortest. Weisst Du eigentlich, dass es auch ausserhalb dieser Kreise ein Leben gibt, das sich täglich entwickelt und Gefühle nicht abwürgt, sondern entfalten lässt?

Du solltest Dich auch wirklich einmal mit dem Leben von Dr. Rötzer auseinandersetzen, bevor Du ihn so eifrig verteidigst und ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir eine einzige offizielle Quelle nennen könntest aus der Dr. Rötzer Forschungsgelder bekommen hat, die nicht von religösen Gruppen kamen. Du wirst grosse Probleme haben damit, denn er war nichts anderes als ein praktischer Arzt in Wien, der seine Ideen verbreiten wollte. Sein Buch hat ebenfalls nur ein christlicher Verlag herausgegeben, nämlich der Herder Verlag, der ebenfalls Gelder aus christlichen Kreisen bekommt. Es nützt nichts, wenn Du Deine Meinung wie ein Missionar verbreitest, wenn man die Tasachen leicht nachprüfen kann. Ich habe irgendwann gehört, dass "Glauben" mit "nicht Wissen" gleichgestellt wird und man im Mittelalter sagte, dass man glauben soll und nicht nachfragen.

Ich wünsche Dir trotzdem viel Glück bei Deinem Wunsch, auch wenn diese Art von Leitfaden auch in Schweden schon auf dem Markt waren, aber mittlerweile von niemandem mehr gekauft werden ...

Herbert
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Mona-Linnea
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Mona-Linnea »

Gegen alternative Verhütungsmethoden ist nichts einzuwenden. Solange eine Frau/ ein Paar den Freiraum hat, selbst zu entscheiden ist doch alles gut und man muss sich nicht über die aufregen, die es anders machen als man selbst (auch wenn die Hintergründe religiöser Natur sind, huuu :-)
M-Lin
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Mona-Linnea,

ich habe nichts dagegen, wenn sich ein Paar für eine natürliche Empfängnisverhütung entscheidet (es gibt mehrere!), aber ich habe etwas gegen die Darstellung von Peter und der Glorifizierung von Dr. Rötzer und dem Verein.

Hier die Erklärung:

es geht bei diesem Leitfaden nur um die Symptothermale Methode, die Rötzer weder erfunden hat, noch dass er wissenschaftlich daran gearbeitet hat. Er hat fremdes Material benutzt und an Patienten "experimentiert", was in den meisten Ländern verboten ist.

Die Methode wurde von W.T. Smith und J. Billings entwickelt, die Rötzer nur weiter verwendete, was in den 50er Jahren mehrere Ärzte machten und bei Beate Uhse ein Bestseller wurde (also im neutralen Sexversand, um Schwung ins Schlafzimmer zu bringen). Die einzige wissenschaftliche Auswertung der Methode erfolgte ab den 60er Jahren in der Universität Heidelberg. Wenn man sich also für diese Methode interessiert, so ist es ja wohl sinnvoller auf eine der anderen Publikationen zuzugreifen und nicht zu einem christlichen Verein, der daran eine Menge Geld verdient. Jede Beratungsstelle bietet im übrigen die gleiche Hilfe und Anleitung kostenlos an!

Die Sicherheit der Methode ist nur beim Drittel der Tage eines Zyklus gewährleistet, das sexuale Leben muss also sehr eingeschränkt werden. Spontaner Sex ist völlig ausgeschlossen oder benötigt eben andere Methoden. Und wenn ich eine andere Methode zusätzlich anwenden muss, dann ist die erste und umständliche ja wohl überflüssig.

Die von Peter so propagierte Methode wird im übrigen damit beworben, dass jeder sie anwenden kann, auch ohne Zustimmung der Eltern ... Zwischen den Zeilen: Wenn Du erst 13 bist, dann kauf Dir den Leitfaden, damit Du sicheren Sex haben kannst ... Muss ich mehr dazu sagen?

Hinzu kommt, dass ich persönlich der Meinung bin, das sich die Kirche aus der Verhütung heraushalten soll, denn ein Unternehmen, das für die meisten Kriege in der Welt verantworlich ist und Menchengruppen ausgliedert, sollen sich nicht als Helfer anbieten. Vor allem kleinere Religionen haben Millionen von Menschen geknickt und in die Psychiatrie und zum Selbstmord gebracht, weil sie Regeln aufstellen, die man nicht überschreiten darf, weil man sonst zu den Verdammten gehört. Erst wenn die Kirchen und Religionen menschlich werden können sie sich als Helfer anbieten.

Grüsse aus Göteborg

Herbert
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Fräknar
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Fräknar »

Ich lese schon eine ganze Weile stumm mit, auch bei der Diskussion um die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs.

Jetzt möchte ich doch einmal anmerken, dass es auch Christen gibt, meiner Erfahrung nach sogar die Mehrheit, die nicht Peters Ansichten teilen.
Auch wenn ich Peters Ansichten respektiere, solange er diese Entscheidungen für sich fällt.

Ich bin Christin, und zwar keine die nur in der Kartei erscheint, aber das Leben ist bunter und, nicht nur Schwarz/weiß.
Nicht jede Frau hat einen Zykluss wie ein Uhrwerk, Liebe kommt und geht leider auch manchmal.
Außerdem ist die Liebe für mich ein Gottesgeschenk, auch die körperliche und wenn man achtsam mit den eigenen Gefühlen und denen des anderen Menschen umgeht ist sie für mich nicht an die Ehe gekoppelt. Auch die evangelische Kirche, der ich angehöre sieht das heute nicht mehr so.

@Goteborgcity, sie mischt sich übrigens auch nicht in die Verhütung ein!

Ich bekomme da immer die Krätze, wenn ich höre: Die Kirche! Und wir Evangelischen für die Worte des Papstes verantwortlich gemacht werden!
Das ist genaus blöd wie: Die Schweden, die Deutschen, die Bayern, die Rothaarigen!

Im Alten Testament gibt es einen schönen Ausdruck für die körperliche Liebe, (einer der wenigen Ausdrücke, die von meinen Hebräisch Vorlesungen bei mir noch hängen geblieben sind ;-) ) 'Jada', das heißt so viel: sie erkannten sich. Da steht nichts von priesterlichem Segen oder Standesamt.

Ich will nicht damit nicht sagen, dass mir der Segen über einer Ehe nichts bedeutet, im Gegenteil. Aber mein Mann und ich (er ist Pfarrer) haben auch nie daran gedacht zu warten.

Allerdings ist es mir wichtig, wie gesagt, dass man verantwortlich mit seiner Sexualität umgeht, und verantwortlich heißt für mich, dass ich meinen Töchtern dringend ans Herz lege Kondome zu verwenden.
Und selbst wenn eine für sich entscheiden würde, dass sie enthaltsam leben will bis zur Ehe, was ich mit nicht vorstellen könnte, würde ich darauf drängen, dass sie sich impfen lassen ... weiß sie denn, ob er immer enthaltsam war oder treu ist?
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Framsidan
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Framsidan »

Interessante Gespräche habt ihr hier.....

Herbert ich kann nicht verstehen warum du so "hatiskt" bist gegenüber jedem Glauben?
Warum können Atheisten nie andere Einstellungen akzeptieren?

Wenn du von kleineren Religionen redest, meinst du wohl Sekten??? Das ist ein Riesenunterschied.

Ich respektieren und aktzeptiere auch andere Glauben nur mit Fanatikern und Sekten tu ich mich schwer.
Leider muss ich sagen dass viele Atheister Fanatiker sind.

Ich weiss nicht welcher Kirche Peter angehört, spielt auch eigentlich keine Rolle.

Ich bin Ktholik und glaube auch, jedoch nicht an alles was mir die Kirche erzählt. Ich kann auch selber denken und machte das schon immer.

Bereits vor ca 40 Jahren habe ich mich mit unserem damaligem Dorfpfarrer über die Empfängnisverhütung unterhalten. War auch interessant da ich einige seiner Theorien anhand von Beweisen (meine Kinder) wiederlegen konnte.

Es gibt ja Frauen die nicht die Pille nehmen dürfen oder Können. Die müssen sich ja einen anderen Weg suchen. Aber täglich die Temperatur messen, kann zu reinsten Hölle werden für die Frau.
Kenne persönlich einige Frauen die das tun mussten, nicht zur Verhütung sondern wegen Kinderwunsch.
Es ist eine grosse Belastung für eine Beziehung/Ehe und nicht selten geht daran eine Ehe kaputt.

Wie Herbert auch schrieb, es gibt da keine Spontanität mehr. Von Lust schon gar nicht zu reden....... Aber das Wort Lust ist wohl da bei vielen aus dem Wortschatz gestrichen. Besonders bei den Frauen

Wenn ich mir z.B. eine Verbindung/Ehe vorstelle wo ein Partner auswärts tätig ist und nur am Wochenende oder jede 2.-3. Woche heimkommt. Da sagt vielleicht das Thermometer dass es gefährlich sein könnte. Wie lange hält eine Beziehung das aus?

Ich persönlich würde mich auch nicht auf die Methode verlassen.
Glaub auch nicht dass die Methode grossen Anklang in Schweden findet. Sicher gibt es einige

Framsidan
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej,

ich respektiere Gläubige, insoweit sie ihren Glauben auch "erst" nehmen und nicht nur rauspflücken, was ihnen gerade passt. Aber das ist eigentlich nicht das Thema, auch nicht der Glaube an sich ...

Ich möchte aber ein kleines Beispiel nehmen, wo man sieht, wohin Glauben führt, und jetzt meine ich unabhängig von Sekten und offiziellen Glaubensrichtungen, wobei ich mich auch gegen den Begriff Sekte wehre, weil es anerkannte Sekten gibt, die dann als Glaube gelten und seriöse Sekten, die Sekte bleiben .... weil Politiker oder Kirche etwas dagegen haben.

Nun aber zu meinem Beispiel:
Ich habe vor etwa einem halben Jahr einen Artikel über Gebärmuttertransplantation geschrieben, da man im Sahlgrenska weltweit am weitesten ist und nun mit den ersten Transplantationen beginnt. Anschliessend habe ich über Wochen hinweg täglich Mails und Briefe von verzweifelten Männern und Frauen bekommen, die alle einer Religion angehörten, angefangen von Sektenbis zu Katholiken und Muslime. Sie konnten alle nicht akzeptieren kinderlos zu sein, denn Gott hätte gesagt (in der Regel war es wohl ihr geistlicher Führer) dass man Kinder haben muss. Ich habe Briefe bekommen, die von einem gesellschaftlichen Druck sprachen, vom Druck aus der Familie, aber immer war es der Glaube, der sie in die Verzweiflung schickte. Ehen waren am Zerbrechen, Frauen vor dem Selbstmord.

Ich hätte gerne jedem einzelnen geholfen, aber das ist unmöglich und wird immer unmöglich sein, weil man bei einer Transplantation auch einen geeigneten Spender braucht, vor den anderen Schwierigkeiten ganz zu schweigen.

Wenn man diese Briefe liest, so verzeifelt man daran, was Glaube und Priester alles anrichten können und was kirchliche Beratungsstellen für einen Blödsinn raten, denn Beten, wie manchen geraten wurde, hilft da verdammt wenig. Religionen sind sehr komplex und wer nur seine eigene Warte, seinen eigenen Glauben sieht, der hat auch wenig Probleme damit. Wenn man die Folgen kleiner Gruppen sieht, dann sieht der Glaube ganz anders aus, denn dann taucht plötzlich auch die andere Seite auf.

Ich könnte auch andere Beispiele bringen, denn wieviele Homosexuelle haben sich schon umgebracht, weil die Kirche sie nicht akzeptiere, sie aber tief gläubig waren, wieviele Frauen haben ihre unehelichen Kinder schon umgebracht, weil die Religionen "Bastarde" verurteilen und wieviel Tote gab es schon in Irland, weil man das oberste Gesetz der katholischen und protestantischen Kirche nicht beachtet?

Natürlich sind es eigentlich nicht die Religionen, die die Probleme schaffen, sondern es sind all jene, die ihre eigene Religion als die einzig richtige darstellen und Regeln aufstellen wollen wie der einzelne sich zu verhalten hat. Sie vergessen dabei, dass schon der normale Menschenverstand ausreichen sollte die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Es ist sehr leicht Atheismus als intolerant zu bezeichnen, weil man sich dann selbst als tolerant sieht, aber ganz so einfach ist es nicht, so lange Glaube Menschenleben zerstört statt ihnen zu helfen, wenn man Liebe predigt und dennoch heute noch "Hexen" verfolgt, auch wenn es nicht mehr die Hexen des Mittelalters sind, sondern kleine Gruppen, die wirklich Hilfe benötigen und oft die Hand ausstrecken, die niemand will.

Herbert
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Framsidan »

goteborgcity hat geschrieben:Hej,

Natürlich sind es eigentlich nicht die Religionen, die die Probleme schaffen, sondern es sind all jene, die ihre eigene Religion als die einzig richtige darstellen und Regeln aufstellen wollen wie der einzelne sich zu verhalten hat. Sie vergessen dabei, dass schon der normale Menschenverstand ausreichen sollte die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Es ist sehr leicht Atheismus als intolerant zu bezeichnen, weil man sich dann selbst als tolerant sieht, aber ganz so einfach ist es nicht, so lange Glaube Menschenleben zerstört statt ihnen zu helfen, wenn man Liebe predigt und dennoch heute noch "Hexen" verfolgt, auch wenn es nicht mehr die Hexen des Mittelalters sind, sondern kleine Gruppen, die wirklich Hilfe benötigen und oft die Hand ausstrecken, die niemand will.

Herbert
Genau das ist es, es sind nicht die Religionen die alles möglich an Unheil anstellen sondern Fanatiker die alles nur auf die Religion schieben.

Ja viele Atheister sind intolerant. Sobald in irgendeinem Forum der Glaube zur Sprache kommt versuchen sie die Leute als lächerlich und dumm hinzustellen.

Rauspflücken was einem passt??? Meinst du damit mich da ich schrieb dass ich nicht alles glaub was mir die Kirche erzählt? Aber ich habe einen gesunden Menschenverstan und bin und war schon immer ein selbständig denkender Mensch

Auch wenn eine Sekte anerkannt(?) ist, ist und bleibt es eine Sekte. Übrigens von wem anerkannt?
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Framsidan,

nein ich meinte weder Dich, noch jemand anderen bestimmten hier im Forum, zumal ich Dich auch nicht kenne, also weder weiss, wie Du wirklich zu Deinem Glauben stehst, wie Du zur Kirche stehst und nicht einmal sagen kann nach welchen Prinzipien Du lebst und wie Du Minoritäten behandelst. Und solange ich nicht weiss, kann ich auch nicht urteilen. Ich sehe Dich daher erst einmal positiv in dieser Hinsicht.

Ich weiss auch, dass Atheisten ebenso fanatisch sein können wie Gläubige (egal welche Religion). Ich habe erst vorige Woche den Bischof vom Västra Götaland getroffen und mit ihm über Intoleranz diskutiert. Ich komme mit ihm und sehr vielen Priestern der Svenska Kyrkan sehr gut aus und wir haben in vielen Punkten die gleiche Meinung, da es in vielen Punkten ja weniger um Glaube geht, sondern um Menschlichkeit und Verständnis. Ich bin lediglich der Meinung, das man keinen Gott oder Glauben braucht, sondern eine positive Lebenseinstellung und die Bereitschaft sich allen Einflüssen und Meinungen zu öffnen. Wenn man, z.B. Homosexuelle als krank hinstellt, die gegen natürliche Gesetze verstossen, so zeugt das bereits von Intoleranz, denn bevor sich jemand zu seiner Homosexualität bekennt, hat er sich sicherlich bereits tausend mal gefragt, ob er denn normal sei und sehr viele negative Erlebnisse hinter sich. Er braucht daher keine Ablehnung von Priestern oder Gesellschaft, sondern muss als normaler Mensch in die Gesellschaft aufgenommen werden. Und eine Frau, die keine Kinder bekommen kann, braucht auch von der Kirche eine Bestätigung, dass sie normal ist und Kinder bekommen kein Zwang ist. Unsere Gesellschaft ist ein sehr komplexes System in dem Religion nur einen kleinen Teil einnimmt und sehr verschiedene Wege geht, die nicht alle positiv sind. Es gibt sicher Priester, die solche Probleme sehr ernst nehmen und gut angehen, aber es gibt genauso viele, die noch im Mittelalter leben, was den Religionen sicherlich sehr schadet.

Jeder Staat (merkwürdigerweise) entscheidet, ob eine Sekte Religion ist oder Sekte. Das hängt vor allem vom Steuersystem ab, denn eine Sekte muss sich das Geld selbst suchen und eine Religion kann Steuern und Unterstützung bekommen. Es ist daher eine politische Entscheidung, was zu Sekten zählt. Man kann sich daher die Frage stellen, ob Mormonen, Baptisten, Calvinisten, Scientology usw. Religionen oder Sekten sind, denn in einigen Ländern sind sie offiziell anerkannt, in anderen als Sekten teilweise sogar verboten. Wo zieht man hier die Grenze? Ich kann es nicht, sondern muss erst einmal davon ausgehen, dass jede Gruppe die an einen Gott (oder auch mehrere Götter) glaubt eine Art Religion ausmacht. Niemand ist gezwungen, zumindest als Erwachsener, einer gewissen Glaubensgemeinschaft zu folgen, sondern kann wählen. Warum also eine Grenze zwischen Sekte und Glauben ziehen? Welche Kirche und welcher Staat kann sich dies herausnehmen?

Natürlich hakt die freie Wahl der Religion etwas, denn der gesellschaftloiche Druck aus der Umgebung in der man verkehrt, kann enorm sein. Und jemand, der als Kind in eine feste Religion gesteckt wird, statt verschiedene Religionen kennenzulernen, hat es weitaus schwieriger als Erwachsener eine eigene Entscheidung zu treffen als jemand, dem wirklich die Wahl geboten wurde. Wer als Kind von einer bestimmten Version der Bibel geformt wurde, wird eine andere Version nur selten anerkennen, aber das ist wieder ein neues Thema.

Herbert
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Petergillarsverige
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Petergillarsverige »

Langsam frage ich mich wo ich hier gelandet bin. Ich stelle die Frage ob jemand Interesse an NER hat und schon bricht eine Welle von Beschimpfungen und Halbwahrheiten bis heftigen Unterstellungen über mich herein.
Zum Beispiel:
es geht bei diesem Leitfaden nur um die Symptothermale Methode, die Rötzer weder erfunden hat, noch dass er wissenschaftlich daran gearbeitet hat. Er hat fremdes Material benutzt und an Patienten "experimentiert", was in den meisten Ländern verboten ist.

Herbert hat keine Ahnung von dem Thema. Ich habe weit über 20 Jahre mit Dr. Rötzer zusammen gearbeitet. Er ist der Begründer der sympto-thermalen Metode. Er hat wissenschaftlich die Regeln von Holt, Döring, Hillebrand etc. verwendet und zu einem System zusammen gefasst. Wir Mitarbeiter haben in tausenden von Zyklen, natürlich freiwillig, Die Methode unterlegt. Da steckt viel wissenschaftliche Arbeit drin.
Ich finde Herbert deine Attacken sind geschmacklos. Sobald jemand Christ ist, kehrst du deine gesamte atheistisch gefärbte Intolleranz nach draußen.
Falls jemand hier ist der sich für eine echte Alternative zur Verhütung interessiert, kann er oder sie gerne einen Beitrag schreiben. Der Rest möge sich bitte zurück halten.
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Fräknar
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Fräknar »

Goteborgcity, du redest schon wieder von 'Die Kirche'!

Welche meinst du denn, es gibt da nämlich mehrere und sie sind seeeeehr verschieden! Du scherst alle über einen Kamm und das ärgert mich allmählich!
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Beate,

entschuldige, wenn ich "die Kirche" sage, aber ich denke, dass jede Kirche schwarze und weisse Schafe hat. Für mich ist "die Kirche" (sicher nicht ganz korrekt vom Sprachgebrauch), die Einrichtung Kirche, also nicht der einzelne Priester, Pfarrer, Imam usw., sondern das "übergeordnete Organ", das die Leitregeln festlegt.

Dass es sehr grosse Unterschiede gibt, das ist mir völlig klar und das erlebe ich auch hier in der Svenska Kyrkan und den Freikirchen, aber hier ins Deteil zu gehen ist extrem schwierig, denn Du findest sowohl in der katholischen als auch der protestantischen Kirche Priester (also den grössten Gruppen Mitteleuropas), die sich nicht den Richtlinien beugen, sondern eine eigene Meinung haben. Es ist daher auch nicht sinnvoll, wenn ich eine bestimmte Kirche nenne, denn dann müsste ich auch einen Unterschied zwischen jedem Priester nennen.

Ich müsste natürlich, genau genommen auch ein völlig anderes Wort als Kirche nehmen, da es sich dabei um ein Bauwerk handelt, aber die Glaubensgemeinschaften auch Moscheen und Tempel haben. Mir geht es bei diesem Gespräch deswegen auch gar nicht um diese Feinheiten, die letztendlich darauf zielen menschliche Gruppen zu trennen und nicht zusammführen (was ich für weitaus sinnvoller halten würde). Ich will und kann Glaubensrichtungen nicht trennen, denn ich kenne unter Muslime wahre Gläubige, die keine Terroristen sind, ich habe Mormonen getroffen, die nicht für mehrere Frauen sind und ich habe katholische Priester getroffen, die auch Protestanten auf ihren Friedhöfen beerdigten. Ich verstehe deshalb nicht so ganz, warum Du verschiedene "Organisationen Kirche" unterscheiden willst, denn ich denke, dass für einen Gott jeder Religion das Verhalten des Menschen und die Persönlichkeit eine wichtigere Rolle spielen sollten als die Angehörigkeit zu einem bestimmten Glauben. Wenn Du hier im Bohuslän die protestantische Kirche nimmst, so findest Du noch heute einige Prister, die nur von Himmel und Hölle reden und für die das Fernsehen den Teufel darstellt, und doch ist das nicht die Svenska Kyrkan, sondern es handelt sich um Einzelindividuen, die an das, was sie sagen auch glauben. Schon in der Nachbargemeinde findest Du dann einen Priester, der Homosexuelle verheiratet. Grösser kann der Kontrast eigentlich gar nicht sein innerhalb der gleichen "Kirche".

Ich wende daher "die Kirche" global an, weil ich kein Wort dafür habe die Unterschiede zu beschreiben und weil "bestimmte Mitglieder mehrerer bestimmter Religionen oder Sekten" als Ausweg sicher nicht allgemein verständlich ist. Es tut mir leid, wenn Dich dies iregenwie persönlich betrifft, denn das ist nicht mein Gedanke dabei, aber ich habe sonst nur lange Umschreibungen und hoffe, dass hier im Forum alle verstehen und akzeptieren, dass jeder Mensch eine eigene Persönlichkeit hat, egal ob Priester oder nicht.

Herbert
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Peter,

wenn Du nur ganz simpel gefragt hättest, ob jemand ein Buch übersetzen will, bezahlt oder kostenlos, so hätte es keinerlei Diskussion gegeben, aber wenn Du pseudowissenschaftlich Dinge behauptest, die jeder, der Internet besitzt, überprüfen kann, so fordert das natürlich heraus. Das Du früher für Rötzer gearbeitet hast und jetzt Fachmann für Kernenergie ... da stelle ich mir natürlich einige zusätzliche Fragen, aber darauf will ich nicht eingehen.

Es gibt sehr gutes und eindeutiges wissenschaftliches Material zu Deinem propagierten Thema (in mehreren Sprachen), das Du ohne Probleme über Google finden kannst und das Dr. Rötzer vermutlich vergessen hat Dir mitzuteilen. Du solltest daher nur selbst etwas googeln um mehr zum Thema zu finden, das Deinen Aussagen widerspricht.

Nur ein Beispiel: Du schreibst "ebenso sicher wie die Pille" und vergisst dabei zu sagen "an den Tagen, an denen es funktioniert", denn die Pille wirkt während des ganzen Jahrens, Deine Methode gerade einmal 120 bis 150 Tage. Wenn Du daher Deine Aussage als wissenschaftliche Forschung hinstellt, so solltest Du Dir wirklich einige Gedanken darüber machen was Forschung und Wahrheit bedeutet.

Ich will jetzt nicht auf andere Details eingehen, aber Du solltest Deine Aussagen vorher überprüfen, was Du leider oft vergisst. 33 Prozent Sicherheit einer 99 Prozentigen gleichzustellen ist schon sehr vermessen ... und das fiel mir innerhalb von zwei Sekunden in die Augen.

Herbert
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Fräknar »

Hallo Herbert,

Natürlich ist es nicht so ganz einfach das auseinander zu halten, aber genauso wie du dich hier im Forum immer wieder zu Recht ärgerst, wenn jemand von den Schweden redet, so ärgere ich mich zu Recht, wenn du von der Kirche redest.
Hälsningar Beate
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Petergillarsverige »

Verzeihung Herbert, aber was du da schreibst ist Schwachsinn. Im wissenschaftlichen Kontext ist google und das Internet nicht grad das Gelbe vom Ei.
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Beate,

ich kann Dich verstehen, vielleicht kannst Du mir einen Tipp geben, wie ich das besser auf Deutsch ausdrücken kann, damit ich meinen Inhalt behalte, aber eben "die Kirche" vermeiden kann, was ich wirklich gerne würde. Ich habe nur noch keine Lösung gefunden ... und schreibe im übrigen manchmal auch "die Schweden", wenn ich keine bessere Formulierung weiss und damit einfach die Mehrheit ausdrücken will. Es stört mich nur, wenn man "die Schweden" schreibt und im Grunde eine Minorität meint. Aber vielleicht kannst Du mir eine Tipp geben mit "der Kirche".

Herbert
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kapehei
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von kapehei »

Hej Herbert,

wie wäre es mit "die Amtskirche"?
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Denn alle loggen sich freiwillig darin ein."
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Petergillarsverige hat geschrieben:Verzeihung Herbert, aber was du da schreibst ist Schwachsinn. Im wissenschaftlichen Kontext ist google und das Internet nicht grad das Gelbe vom Ei.
Hej Peter,

Du kannst Dich auch in der Database der Universität Heidelberg einloggen. Dort werden Deine Aussagen auch widerlegt. Abgesehen davon, dass es einige Bücher zu diesem Thema in den amerikanischen Universitäten gibt, die auch frei zugänglich sind. Ich kann Dir eine ganze Liste an Veröffentlichungen nennen, die nicht in Wikipedia stehen, sondern in Universitätsbibliotheken zu finden sind, inklusive Doktorarbeiten. Bei Dr. Rötzer wirst Du da auf grosse Probleme stossen mit internationaler Anerkennung, aber Glauben versetzt ja manchmal Berge, leider ...

Mich wundert nur, dass Du Dich selbst schon auf Wikipedia berufen hast, wenn es Deinen eigenen Meinungen entsprach. Du solltest Dich also entscheiden ...

Herbert
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goteborgcity
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

kapehei hat geschrieben:Hej Herbert,

wie wäre es mit "die Amtskirche"?
Hej Karsten,

danke, gar nicht so dumm die Idee. Das trifft auf jeden Fall besser zu! Aber da fehlen natürlich die östlichen Religionen und der Islam. Ist auf jeden Fall besser als "die Kirche".

Herbert
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Fräknar
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Fräknar »

Hallo Herbert,

Ich will ja nicht darauf herumreiten, und kann dich auch verstehen, es ist schwierig das korrekt auszudrücken, aber im Grunde redest du von einer Minderheit innerhalb der verschiedenen Amtskirchen und eben nicht von der Mehrheit der Christen, die schon lange nicht mehr die Sexualmoral früherer Zeiten vertreten. Amtskirche ist auch keine Lösung, meine Amtskirche z.B. vertritt diese überkommene Vorstellung von Partnerschaft und Sexualität schon lange nicht mehr.

Auch in der katholischen Kirche gibt es viele, die das Verbot von Kondomen als unverantwortlich erachten. Wenn ich an die Situation in manchen Afrikanischen Ländern denke, ist es für mich unvereinbar mit der Nächstenliebe, Kondome zu verbieten und damit in Kauf zu nehmen, dass viele Menschen an Aids sterben.

Leider ist es aber so, dass die extremen Ansichten einiger viel lauter und vehementer vorgebracht werden, und natürlich auch in den Zeitung und Fernsehmagazinen spannender dargestellt werden können und dann der Eindruck entsteht, die stille Mehrheit würde ebenso denken.
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Petergillarsverige
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Petergillarsverige »

So, das ist mein letzter Beitrag. Ich hatte gedacht hier jemand zu finden der sich für das Thema interessiert. Stattdessen wird mein Anliegen hier nur durch den Dreck gezogen. Meine positiven Urlaubserlebisse in Schweden möchte ich nicht mit der Art und Weise wie hier miteinander umgegangen wird kaputt machen lassen.
Es mag auch in Schweden Ehepaare geben die sich eine natürlichere Art der Verhütung wünschen und bereit sind einige Tage im Zyklus enthaltsam zu leben. Genauso wie es Leute gibt die z.B. mehr Geld für Fleisch von einheimischen Tieren ausgeben. Menschen die zu Fuß oder mit dem Fahrrad Urlaub machen, um die Umwelt zu schonen. Wer das nicht will kann ja auch einfach schweigen.
Ich blicke gerne auf die Zeit zurück in der ich mit Dr. Rötzer zusammen gearbeitet habe. Er war ein genialer Wisenschaftler, ein Arzt von menschlicher Größe. Er ist bereits gestorben.
Ich bitte Karsten meinen Account hier zu löschen.
Hej då!
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Fräknar
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Fräknar »

Hallo Peter,

Das finde ich schade. Das du hier auch auf Menschen, z.B. mich, mit anderer Meinung triffst, ist doch zu erwarten.
Das heißt aber doch nicht, dass du hier nicht respektiert wirst.

Ich fände es schade, wenn du dich hier verabschieden würdest.
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Fräknar hat geschrieben: ...es ist schwierig das korrekt auszudrücken, aber im Grunde redest du von einer Minderheit innerhalb der verschiedenen Amtskirchen und eben nicht von der Mehrheit der Christen, die schon lange nicht mehr die Sexualmoral früherer Zeiten vertreten. Amtskirche ist auch keine Lösung, meine Amtskirche z.B. vertritt diese überkommene Vorstellung von Partnerschaft und Sexualität schon lange nicht mehr. ...
Hej Beate,

genau das ist mein Problem wenn ich nach einem übergreifenden Wort suche, denn die Situation ist von Ländern, Kulturen und einer ganzen Menge mehr abhängig, wobei ich Dir auch Recht gebe, dass Extremisten jeder Art immer am lautesten sind und dadurch das Aufsehen auf sich ziehen. Ich kann daher eigentlich nur hoffen, dass man trotz meiner falschen Wortwahl versteht was ich meine.

Wobei ich auch hinzufügen muss, dass ich denke, dass manchen Menschen die Religion wirklich hilft und ihnen einen Weg zeigen kann. Man sollte dabei eben nur nicht an einen Extremisten geraten, aber wem sage ich das. Ich denke bei Hilfe z.B. auch an die Selbstmordhilfestellen, wo oft christliche Organisation, bzw. Gläubige, völlig uneingennützig hunderte von Stunden verbringen um mit Unbekannten zu reden und dabei Leben retten. Ich bin zwar der Meinung, dass dies der Staat übernehmen müsste und Arbeitgeber, die die Leute krank machen, aber es sind nun einmal häufig christliche Organisationen.

Herbert
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Mona-Linnea »

..bedauerlich um jedes Stück Vielfalt, das verlorengeht.
..erstrebenswert, als Häuflein Ähnlichgesinnter übrigzubleiben?
M-Lin
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michaelch
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von michaelch »

Der gute Peter ist nicht mal in der Lage seinen Account hier selber zu löschen.
Selbst da muß Er noch nachfragen...Das hätte Er mal gemacht bevor Er zu schreiben begann.
Der Michaelch
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kapehei
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von kapehei »

Tja, weg isser, der Peter; schade ..........................
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vi ses Karsten


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Denn alle loggen sich freiwillig darin ein."
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Lukä »

So braucht halt jeder seinen Auftritt...
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Fräknar
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Fräknar »

Ich finde es schade dass Petergillarsverige nicht mehr da ist.
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Mein Ziel war weder Peter zu verjagen, noch mich als Gegner von natürlichen Verhütungsmethoden zu profilieren. Jeder sollte nur alle Vor- und Nachteile, egal welcher Methode, kennen, bevor er sich entscheidet. Und Statistiken gibt es für alles, denn ein englischer Arzt hat selbst bewiesen, dass alle Temperaturmethoden zu erhöhtem Stress führen und dadurch den Herzinfarkt fördern, ebenso unwissenschaftlich wie Peters Dr. Rötzer. Aber es ist Peters Entscheidung das Forum zu verlassen, und für mich ist das mehr ein Zeichen, dass Baptisten (ich weiß nicht welche der vier Hauptrichtungen), zu denen Peter gehört, in einem ähnlich festen Gefüge sind wie Zeugen Jehovas oder Mormonen, die überwiegend durch Erziehung von festgefahrenen Meinungen von der Wahrheit dessen überzeugt sind, was ihnen Woche für Woche erzählt wird. Man darf nicht vergessen, dass diese religiösen Gruppen kaum ”Mischehen” akzeptieren (auch wenn dies nicht verboten ist) und daher in einem sehr geschlossenen Milieu verkehren und selbst das Lesen der Bibel und ihr Verständnis einheitlich sein muss., gewissermaßen kritiklos.

In gewisser Weise verstehe ich daher auch, dass Peter die Geschehnisse der 50er und 60er Jahre verdrängt, eine Zeit, in der es weltweit Ärzte und Journalisten gab, die alle ”wissenschaftlich” am Thema Aufklärung, Verhütung und mehr arbeiteten. Selbst wenn mehrere natürliche Empfängnismethoden funktionieren und unter gewissen Voraussetzungen eine Wahl sein können, so sind die meisten Veröffentlichungen nicht wissenschaftlich, wie Peter es darstellt, denn Statistiken von eigenen Patienten, Umfragen in einer einzigen Schule oder Stadt hat nichts mit Wissenschaft zu tun, egal zu welchem Ergebnis man kommt. In diesen Jahren gab es auch Gunther Hunold und Oswald Kolle und die Lehrmeinung, dass man mit der Temperaturmethode gezielt Kinder planen kann, was ja eigentlich nur logisch ist, aber Peters nicht akzeptieren wollte. Selbst beim sogenannten „freien Sex“ wurde zum Thermometer gegriffen, wenn man ein Kind plante. Wie bei so vielen Dingen, gibt es auch hier zwei Seiten.

Wenn Peter nachdenken würde, so müsste er wissen, dass jeder Arzt eine bestimmte Gruppe an Patienten bekommt, denn Ärzte werden empfohlen, man fühlt sich wohl oder sucht einen anderen. Wenn nun in einer Stadt wie Wien ein Arzt bekannt ist für seine Ratschläge für natürliche Verhütungsmethoden, so ist es das Selbstverständlichste der Welt, dass er nahezu alle Patienten bekommt, die nach natürlichen Methoden suchen und andere, die die Pille wollen, zum Konkurrenten gehen. Jemand, der eine natürliche Methode sucht will nicht zur Pille überredet werden und wer die Pille sucht will nicht hören, dass es eine natürliche Methode gibt. Einen Privatarzt, der seine eigenen Erkenntnisse vermitteln will, und dann nur einer von über 100 Ärzten jener Zeit ist, die das gleiche machen, als Wissenschaftler zu bezeichnen ist daher sehr vermessen.

Dass Peter sich nicht im Forum wohl fühlte und deshalb ging, kann man begrüßen und bedauern. Ich war selten seiner Meinung, aber vor allem deshalb, weil er jede ernsthafte Diskussion vermieden hat und auf konkrete Fragen oder Aussagen nicht antwortete sondern immer wieder nur allgemeine gleiche Parolen brachte, sich angegriffen fühlte oder beleidigt war und sich selbst als Wissenschaftler betrachtete, egal ob es Empfängnisverhütung oder Kernenergie war. Er hätte Diskussionen besser bereichert, wenn er seine Meinung auch sachlich untermauert hätte, aber vielleicht stand da sein persönlicher Glaube im Weg.
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von knut245 »

Na, ich finde, der Schaden hält sich in Grenzen. Viel mehr als krude Theorien hat Peter nicht beigetragen - im Gegensatz zu Herbert, der das Forum jeden Tag mit interessanten und fundierten Einblicken belebt. Und das ganze in für einen Nichtmuttersprachler bemerkenswertem Deutsch. Deswegen finde ich die Wortklauberei ob nun Kirche oder Amtskirche auch etwas beschämend. Lest mal die eigentlichen Inhalte und beißt euch nicht so an ein paar Worten fest.
Irene
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Irene »

knut245 hat geschrieben:Na, ich finde, der Schaden hält sich in Grenzen. Viel mehr als krude Theorien hat Peter nicht beigetragen - im Gegensatz zu Herbert, der das Forum jeden Tag mit interessanten und fundierten Einblicken belebt. Und das ganze in für einen Nichtmuttersprachler bemerkenswertem Deutsch. Deswegen finde ich die Wortklauberei ob nun Kirche oder Amtskirche auch etwas beschämend. Lest mal die eigentlichen Inhalte und beißt euch nicht so an ein paar Worten fest.

sorry knut245 aber Herbert stammt aus Thannberg Bayern .....
knut245
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von knut245 »

Ach so. Aber ich glaube, er lebt seit Jahrzehnten in Göteborg, das ist der deutschen Sprache sicher auch abträglich. Egal wie - ich wünschte, die meisten Deutschen schrieben so gutes Deutsch wie der Viertel/Halb/Fastschwede Herbert ;)
goteborgcity
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Knut,

meine Mutter und meine Schwester wohnen in Thannberg, ich habe nie dort gewohnt, bin auch nicht in Niederbayern geboren und bin im Jahr etwa eine Woche in Deutschland. Meine Kindheit war ich Bayern, aber die überwiegende Mehrheit meines Lebens habe ich in vier anderen Ländern verbracht. Ich betrachte Deutsch auch nicht als Muttersprache, nicht nur, weil ich es seit 35 Jahren nur noch beruflich benutze, sondern es gibt auch noch andere Gründe, die Irene vielleicht herausfinden will. Schade, dass Irene nur einen Teil nachforscht, aber sie kann gerne weitersuchen, dann findet sie vielleicht auch meine ganze Geschichte.

Und ein kleiner Tipp, Irene. Ich habe in Berlin, Montpellier und Barcelona studiert ... in Frankreich sechs Bücher veröffentlicht (unter einem französischen Pseudo) und unter anderem für Stern als Auslandsreporter gearbeitet und bei DuMont veröffentlicht. Viel Spass bei der Suche nach meiner Identität.

Viele Grüsse aus Göteborg

Herbert
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Framsidan
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Framsidan »

Herbert dass man mit der Zeit viel von seiner Muttersprache vergisst, weiss ich nur zu gut. Mir geht es oft so dass ich nicht die richtigen worte finde.

Aber verleugnen tu ich sie nicht ;)
maggan
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von maggan »

Herbert, die Sprache, die man zuerst lernt, ich meine von Kindesbeinen an, das wäre dann die Muttersprache, oder?
Und wenn Mutter Deutsche ist und Vater Schwede und jeder mit dem Kind in seiner eigenen Sprache spricht, dann hat man beide Sprachen als Muttersprache? Weißt du da mehr drüber?

Gruß - maggan
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hei Framsidan,

es geht nicht um eine Verleugnung, sondern ich weiss, dass ich Deutsch nicht mehr meistere, was ich versuche nun wieder etwas zu verbessern, indem ich Deutsch wieder mehr anwende, nicht zuletzt auch hier im Forum und bei Führungen.

Dass ich Deutsch als Muttersprache "verloren" habe, war auch meine eigene Schuld, wenn man von Schuld sprechen kann, denn ich habe seit ca 35 Jahren maximal zehn deutsche Bücher gelesen (aber jede Woche mindestens ein Buch in einer anderen Sprache) und ungefähr 20 Jahre lang kaum ein Wort Deutsch gesprochen, da mein ganzes berufliches Leben in Französisch, Englisch, Spanisch und Schwedisch ablief. Ich habe deswegen von Literatur, Geschichte usw. anderer Länder zehnmal mehr Ahnung als von Deutschland und weiss nicht einmal wie man in Deutschland Strom oder ein Auto anmeldet.

Ich weiss nicht, ob Du es verstehen kannst, da Du immer deutsche Kontakte behalten hast, aber ich war die ganzen 80er Jahre nicht ein einziges Mal in Deutschland und anschliessend wirklich nur sehr selten. Es war mir weder wichtig, weil meine Wurzeln ohnehin nur zu 50 Prozent in Deutschland sind, zum anderen hatte ich kaum Zeit mir Gedanken darüber zu machen, da mein Leben viel zu hektisch abläuft, da ich, soweit ich zurückdenken kann, immer sieben Tage die Woche und täglich ein Minimum von 12 Stunden arbeitete. Bei einigen Reportagen hiess es sogar 18 Stunden am Tag zu arbeiten, was sich jemand, der in einem Büro sitzt kaum vorstellen kann.

Durch diese Situation und andere Gründe mehr, habe ich heute einen geringeren deutschen Wortschatz als in Französisch, Englisch oder Schwedisch, habe Probleme mit Grammatik und Kommasetzung ... wobei ich auch nicht vor habe je nach Deutschland zu gehen, weder privat noch beruflich, denn ich hatte mit Deutschland in gewisser Weise abgeschlossen als ich 14 war. Für mich ist Deutschland zu einem absoluten fremden Land geworden, das teilweise eine sehr schöne Landschaft hat, wo man auch Urlaub machen kann, aber es ist nicht mein Land und wird es nie werden. Selbst meine Verwandten dort kann ich an einer Hand zählen, wobei ich in der Sowjetunion und in Kanada genausoviele Verwandte habe. Mindestens 90 Prozent aller meiner Verwandten leben in Schweden und keiner von ihnen kann mehr als ein paar Sätze in Deutsch, wenn überhaupt.

Die Situation von den meisten Einwanderern aus Deutschland ist daher mit meiner Situation auch nicht vergleichbar, da sie vermutlich zwei klare Heimaten haben oder es so empfinden, zwei Sprachen usw. Natürlich finde ich es heute bedauerlich, dass ich nicht versuchte mein Deutsch zu erhalten, denn jede Sprache ist eine Bereicherung, aber wenn ich sagen würde, dass ich Deutsch als Muttersprache empfinden würde, dann müsste ich lügen, denn bei jedem Satz, den ich schreibe, überlege ich mir, ob ich das richtige Wort wähle, ob die Grammatik stimmt, ob der Satzbau in Ordnung ist, was ich bei drei anderen Sprachen nicht tue, da ich bei diesen Sprachen den Wortinhalt fühlen kann.

Diese Erklärungen haben jetzt sicher nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun, aber da Irene mit voreiligen Schlüssen die ganze Geschichte aufbrachte, weil sie glaubte, dass sie über Internet mehr über mich erfahren kann, versuche ich meine Stellung zu Deutschland oder der deutschen Sprache zu erklären.

Ich bin allerdings auch der Meinung, dass Herkunft, Sprache, Nationalität usw. eine sehr kleine Rolle spielen, da die Persönlichkeit eines Einzelnen, egal aus welchem Land und welcher Hautfarbe, wichtiger ist als der Rest. Ich fühle mich seit 1967 als Weltbürger und habe in allen Ländern in denen ich beruflich oder privat war, offene und verschlossene Menschen getroffen, denn Vernunft oder Unvernunft machen nicht an einer Grenze oder einer Sprache halt.

Viele Grüsse

Herbert
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Maggan,

vielleicht hat meine Antwort an Framsidan Dir bereits einige Antworten gegeben, und vielleicht sehe ich Muttersprache auch anders als man sie "offiziell" sieht.

Für mich ist Muttersprache die Sprache (können auch zwei sein), in der man denken und träumen kann, eine Sprache, die man verwenden kann ohne sich über jedes Wort Gedanken machen zu müssen. Ich schreibe keinen deutschen Text ohne ein Wörterbuch offen zu haben und korrigiere in fast jedem Text die Grammatik, da ich beim nachträglichen Lesen eines Satzes entdecke, dass die Wortstellung unmöglich ist.

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zum letzten Mal deutsch träumte, denn irgendwann hörte es einfach auf. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal deutsche Musik hörte und ein deutsches Buch, das ich vor über einem Jahr kaufte, habe ich noch nicht einmal geöffnet. Deshalb denke ich, dass ich Deutsch nicht als Muttersprache bezeichnen kann, wobei die zweite Spraceh, die ich als Kind hörte, noch schlechter dabei weg kommt ... denn sie sollte in Deutschland nicht mehr gesprochen werden.

Grüsse aus Göteborg

Herbert
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von maggan »

Tack und Danke für deine Antworten!

Das hier macht mir ein bißchen Angst:
Eine schwedische Alzheimerpatientiten, die als Muttersprache französich hatte, hat in den letzten Lebensjahren kein schwedisch mehr gesprochen, nur noch französich und ganz zum Schluß ihres Lebens ein Kauderwelsch, was niemand mehr verstand.

Bei mir vermischt sich auch schon mal schwedisch/deutsch....und manchmal versteht mich mein Mann auch nicht mehr :)
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Maggan,

diese Probleme sind leider nicht ganz selten. Hier in Göteborg gibt es einige Einwanderer aus Finnland (60er Jahre), die im hohen Alter auch plötzlich nur noch Finnisch zu sprechen begannen, teilweise sogar unverständliches Finnisch.

Ich versuche an so etwas gar nicht erst zu denken, aber wer weiss.

Dass Du manchmal zweisprachig redest, das halte ich nicht für so gefährlich, denn ich habe früher teilweise einen französisch-englischen Mischmasch gesprochen, wenn es um IT ging und dann am Abend vergessen abzuschalten. Heute komt es auch noch vor, dass ich nach einem Telefongespräch in Englisch oder Französisch mit meiner Frau einfach versuche Englisch oder Französisch zu reden. Da sie ausser "merci" kein anderes Wort in Französisch kann, holt sie mich dann schon wieder zurück ...

Viele Grüsse

Herbert
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von Framsidan »

Das wollte ich auch grad schreiben dass viele im alter Probleme mit der Sprache haben wenn sie schwedisch später gelernt haben. Deshalb versuchen sie j auch in Altenheimen Personal mit anderer Muttersprache als schwedisch zu haben

Herbert wo du herkommst ist mir eigentlich egal. Irene hat vielleicht reagiert weil du schon öfter schwedischer wie ein eingeborerener Schwede sein willst.

Auch lässt du immer alle auf dem Glauben dass du geborener Schwede bist und da regieren halt einige wo du ja selber auch nicht gerade immer so zimperlich bist.

Framsidan
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Re: Natürliche Empfängnisregelung in Schweden

Beitrag von goteborgcity »

Hej Framsidan,

ich habe mehrmals in meinen Beiträgen geschrieben, dass ich nicht in Schweden geboren bin und wollte eigentlich nicht immer wieder darauf eingehen, da dies eigentlich - zumindest für mich - keine Rolle spielt. Ich käme allerdings auch nicht auf die Idee über wen auch immer hier im Forum Nachforschungen anstellen zu wollen, da ich nicht beim Stasi bin und wenn Irene mich gefragt hätte, so hätte sie von mir auch eine klare Antwort bekommen, auch innerhalb eines Beitrags. So wie Du konkret fragst, so kann auch Irene es machen, aber das ist vermutlich eine Frage der Erziehung. Ich bin direkt und sage meine Meinung - wie auch im Falle von Peter - und versuche nicht hinten herum, auch noch falsche Informationen zu verbreiten. Und in diesem Fall meine ich Irene, die, aus welchen Gründen auch immer, auf eine für mich seltsame Weise reagiert und selbst PNs, die sie vor Wochen bekam nicht beantwortete. Nicht dass sie sich dazu gezwungen fühlen soll, denn das ist ihr Problem, aber sie soll offen und ehrlich reagieren und nicht als heimlicher Spion links und rechts suchen, damit sie ihre kleinen Weisheiten auf ihre Weise unterbringen kann. Entschuldige, wenn ich dies jetzt auf diese Weise sage, denn ich wollte auf Irene nicht weiter eingehen, aber Du zwingst mich leider dazu.

Ich bin in manchem vielleicht manchmal schwedischer als ein Schwede, aber ich bin auch französischer als ein Franzose oder spanischer als ein Spanier, da ich von jedem Einwanderer, aus egal welchem und egal in welches Land, erwarte, dass man das selbst gewählte Land respektiert und nicht neue Regeln aus seiner Heimat einführen soll. Wer eine Heimat verlässt, sollte das neue Land als seine Heimat betrachten.

Nur ein Beispiel: Die schwedische Flagge ... ich werde noch darüber schreiben ... Bis 1982 war es verboten die Flagge an anderen Tagen hochzuziehen als an den offiziellen Tagen und ausländische Flaggen an den Flaggenstangen waren ebenfalls verboten. Heute wird die schwedische Flagge von den Sverigedemokraterna als Symbol gefordert, mit entsprechenden Konsequenzen. Warum denken die vielen Einwanderer nicht daran, dass sie mit einem modernen Verhalten und ausländischenFlaggen viele ältere Personen "verletzen" und den extrem rechten Gruppen in die Hände spielen? Schweden sind höflich und werden nichts sagen, aber viele denken sich eben ihren Teil. Seit guten zehn Jahren tauschen immer mehr ausländische Flaggen an den Fahnenstangen auf ... Warum? Um seine Herkunft zu demonstrieren oder um sich zu integrieren? Reicht es nicht eine kleine Fahne seines Landes im Fenster, an der Stuga oder einer ähnlichen Stelle anzubringen? Muss sie auf den Flaggenmast?

Vielleicht nennst Du das schwedischer als die Schweden, wobei Du bis zu einem gewissen Teil auch Recht hast, aber ich beschäftige mich mit schwedischer Kultur, schwedischer Literatur und schwedischer Geschichte seit 1967, davon vier Jahre lang auf universitärem Niveau. Gerade deswegen glaube ich manches erklären zu können, was Schweden nicht erklären, aber denken. Einwanderer können einem Land sehr viel geben, aber sie sollten auch nicht die schwedische Kultur zerstören wollen, auch nicht unabsichtlich. Es gibt schon genügend schwedische, teils touristische Unternehmen, die nichts anderes im Sinne haben.

Ich möchte eigentlich auf dieses von Irene geleitete Thema nicht weiter eingehen, aber wer noch Fragen dazu hat, kann mich auch privat erreichen: herbert.karlin@goteborg-aktuell.se
Ich führe nämlich kein anonymes, geheimes Leben hier im Forum wie so manch andere. Kein Missverständis, Framsidan, ich akzeptiere Anonymität, aber ich denke, dass dieses kleine "Verstecken" nicht unbedingt positiv ist, weil man sich dabei eine falsche Persönlichkeit aufbauen kann. Man weiss nicht woher jemand kommt, ob Mann oder Frau, einfach nichts, eben eine virtuelle Persönlichkeit und das erschwert die Kommunikation und fördert Missverständnisse.

Viele Grüsse

Herbert
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