Im Schwedenforum tauschen sich viele Schwedenfans über Urlaub in Schweden, Arbeiten in Schweden, Anreise nach Schweden, Nachrichten aus Schweden und vielen weiteren Themen aus
Würdet ihr nochmal Auswandern nach Schweden und was würdet ihr anders machen?
Warum ich frage? Da mal kurz zu mir:
Warum ich nach Schweden will, hat nichts damit zu tun das ich von Deutschland frustriert bin oder glaube woanders ist alles besser.
Meine oftmals guten Erfahrungen mit London und Österreich haben mir damals gezeigt das es überall Bürokratie gibt und man nach chaotischen Erlebnissen in London auch ganz froh ist, wenn bestimmte Dinge mal in geordneten Bahnen wie in D ablaufen.
Daher weiss ich auch das keiner irgendwo auf einen wartet, es sei denn meine Name wäre Josef Ackermann, aber das wird evtl. wohl nichts mehr...
Ich bin gerade 40, habe einen gut bezahlten Job in Deutschland, als jemand der in die Unternehmen geht, negatives und positives identifizert und dann selbst mit dem Team dran arbeitet, das der Bereich wieder oder noch erfolgreicher wird. Also kein klassicher Rollkoffer-Berater, sondern hands-on mit allen Verantwortungen
Rein theoretisch muss ich also nicht raus, aber mein Bauch und Herz sagt mir, ich muss nochmal was "verrücktes" machen und weg.
Als (Groß-)Stadtmensch, läuft es wenn auch mehr oder minder auf die 3 großen Städte raus.
Das ich Schwedisch zuvor lernen sollte ist gar kein Thema. Auch will ich das gut planen und nichts überstürzen, denn wie geschrieben, es ruft ja keiner nach einem.
Deshalb würde ich mich freuen von euren guten und schlechten Erfahrungen zu lesen.
vielleicht nochmal auswandern aber sicher nicht nach Schweden. Der Mentalitätsunterschied ist mir einfach zu gross.
Ausserdem denke ich man sollte auswandern wenn man noch "jung" ist, ansonsten ist man von Deutschland zu sehr geprägt und das kann, muss nicht, in die Hose gehen. Ich selber habe festgestellt, dass Deutsche die aus der ex DDR kommen hier wesentlich besser zurechtkommen als ich, die ich im "kapitalistischen" Westen aufgewachsen bin.
Das ist das was mir spontan einfällt. Sicher gibt es noch den einen oder anderen Erfahrungsbericht. Aber ich denke mal wenn Du Dich durch dieses Forum wuehlst, wirst Du viele Erfahrungsberichte finden. Viele positive und einige negative.
da scheint ja leider einiges nicht gepasst zu haben.
Mentalitätsunterschiede, meinst Du damit evtl. die Arbeitseinstellung oder das es wie im Kolleektiv zugeht?
Danke auf jeden Fall für deine ehrliche Meinung und viel Erfolg ob in Schweden oder wieder woanders!
nein, die Schweden haben eine ganz andere Mentalität, nicht nur die Arbeitseinstellung, im ganzen, der Umgang mit Kindern, das Alltagsleben, auch der Umgang mit Zeit, der Umgang mit der Natur etc. das ist schon ein großer Unterschied zu hier in D, darüber muß man sich im Klaren sein und das muß man einfach auch erlebt haben um zu wissen ob man damit klar kommt oder nicht
Ich komme aus Hamburg, dort ging alles immer sehr sehr schnell. Am Anfang in Schweden fand ich das auch ganz schön aber nun.....geht es mir auf den Geist, wenn die beim Einkaufen im Supermarkt "schlendern", man einen ganzen Tag im "Gekås" in Ullared verbringen kann, dort bin ich in 1 Stunde wieder draussen, oder beim anfahren an der eben auf gruen gesprungenen Ampel alles so langsam geht. Da wuerden nach meinem Verständnis mindestens 2-3 Autos mehr ueber die Kreuzung kommen..so kleine Beispiele aus dem Alltag, damit muss man umgehen können. Gruss Speedy
also , wenn du ruhe und etwas mehr gelassenheit suchst, dann bist du hier genau richtig. nicht auffallen, weder negativ noch positiv dann kommst du gut an.
wir waren auch schon beide ueber mitte 40 hinaus und haben den schritt vor 3 jahren gewagt, und bis jetzt nicht bereut.
wichtig ist die sprache zu können und der wille dazu zu gehören.
Viele Gruesse
Ulwe
Du kannst Deinem Leben nicht mehr Tage geben, aber Deinem Tag mehr Leben
Nicht auffallen weder positiv noch negativ?
Das klingt ja extrem nach totalen Konsens oder weniger nett ausgedrückt, nach Einheitsbrei und kaum Wettbewerb untereinander.
Mal ein Bsp. aus meinem Arbeitsalltag: Ich binde auch immer mögl. viele in Entscheidungen ein um das Ziel zu erreichen, aber irgendwann muss man nach der x-ten (kreativen) Einbahnstr. auch mal sagen wo es lang geht. Damit steht man schon automatisch für den einen positiv, für den anderen weniger gut da.
Ich sehe die Situation einmal von der anderen Seite, da ich sehr viel mit deutschen Unternehmen arbeite, aber eben von schwedischer Warte. Ich finde dies verdammt stressig, denn alles soll "sofort" geschehen, am besten man lässt dann alles liegen, was vielleicht wichtiger ist. Wenn man teilweise am Telefon nicht unmittelbar eine Entscheidung trifft, sondern zurückrufen will, so wird sofort ein Konkurrenzunternehmen kontaktiert usw. Dieses Verhalten ist in Schweden nicht denkbar, weil man nicht erst an sich denkt, sondern auch an den anderen. Ich empfinde deutsche Geschäftsleute als extrem egoistisch, so nach dem Motto "mit dem Kopf durch die Wand". Deutsche finden dies vermutlich normal, nicht aber Schweden.
Auch in Schweden wird nicht im "Kollektiv" gearbeitet und der Chef hat die Entscheidungsgewalt. Der Unterschied ist jedoch, dass der Chef auch auf gleichem Niveau mit seinen Angestellten spricht, sich ihre Vorschläge anhört, mit ihnen darüber diskutiert und nicht als Alleswisser etwas druchdrückt, wenn der "kleinste" Angestellte eine bessere Idee hat. Hier in Schweden spricht man miteinander, ohne gleich einen Befehlston anzunehmen, ohne zur Autorität zu greifen.
Wenn Ulwe schreibt "Nicht auffallen weder positiv noch negativ?" so stimmt das bis zu einer bestimmten Grenze, aber es hat nichts mit "totalem Konsens" oder "Einheitsbrei" zu tun. Dies bedeutet vielmehr, dass man kein Besserwissertum herausstellt, dass man miteinander redet und sich in die schwedische Gesellschaft integriert. Ein bayerisches Stammtischgespräch ist so das letzte, was man hier findet. Man hält sich hier an Bestimmungen und Gesetze, bezahlt seine Rechnungen und Steuern rechtzeitig, usw. man schwimmt eben nicht gegen den Strom. Ich denke, das ist auch das, was Ulwe ausdrücken wollte.
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Hi, Du schreibst man diskutiert mit den Angestellten, das habe ich nun schon mehrfach von meinem schwedischen Mann, seineszeichens seit 1996 selbständig, soll man nicht tun. Hier in Schweden diskutiert man nicht oder zumindest auf eine andere Art als in Deutschland.
Miteinander Sprechen bezieht sich vielleicht aufs Berufsleben aber im Alltag?!?! Nö, da habe ich vollkommen andere Erfahrungen gemacht, vor allem in letzter Zeit.
Ja, in Deutschland soll alles schnell gehen, hier in Schweden geht, vor allem im sommer, fast gar nichts. Ein Konsultbuero hat alle Filialien 3 Wochen geschlossen, das finde ich doch etwas merkwuerdig.
Speedy hat geschrieben:Hi, Du schreibst man diskutiert mit den Angestellten, das habe ich nun schon mehrfach von meinem schwedischen Mann, seineszeichens seit 1996 selbständig, soll man nicht tun. Hier in Schweden diskutiert man nicht oder zumindest auf eine andere Art als in Deutschland.
Hm, das erlebe ich anders.
smashjack hat geschrieben:
Nicht auffallen weder positiv noch negativ?
Das klingt ja extrem nach totalen Konsens oder weniger nett ausgedrückt, nach Einheitsbrei und kaum Wettbewerb untereinander.
Die Frage ist, wer gegen wen in Wettbewerb treten soll.
Natürlich muss man gegen Konkurrenten im Wettbewerb stehen, sonst ist die Firma irgendwann pleite. In Deutschland habe ich aber den Eindruck, man soll jeden und alles als Konkurrent wahrnehmen, auch den Teamkollegen, der am Nebentisch sitzt. Man soll vor dem Chef immer als der bessere dastehen (so zumindest die Firmenpolitik). In Schweden kommt das meiner Erfahrung nach nicht gut an - man soll im Team gut zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Das ist meiner Meinung nach auch die erfolgreichere Politik für die Firma.
wenn mein chef z.b. eine neue idee hat werden alle angestellten gefragt ob sie dem zustimmen. hat jemand eine bessere idee wird auch diese angenommen. wir treffen uns in diesem herbst einige male um neue ideen fuer das nächste jahr auf die beine zu stellen. da spielt es keine rolle ob man 2 monate oder 20 jahre in diesem betrieb beschäftigt ist.
vielleicht ist es nicht ueberall so. aber wir geniessen diese chance zu arbeiten. den deutschen stress haben wir gerne hinter uns gelassen.
Viele Gruesse
Ulwe
Du kannst Deinem Leben nicht mehr Tage geben, aber Deinem Tag mehr Leben
Hej,
Ich weiss nicht, wo Du in Schweden wohnst, aber ich habe bereits öfters von Alltags-Kontaktproblemen oder Gesprächsproblemen gehört, obwohl ich dies persönlich nicht bestätigen kann, denn ich habe ein reiches Gesellschaftsleben bei dem man über tausend Dinge spricht, beruflich und privat. Allerdings habe ich, ausser beruflich und über Internet, keinerlei deutschen Kontakte und sehr viel (schwedische) Verwandtschaft in ganz Schweden verteilt. Ich kann daher die Situation von Einwanderern nicht wirklich nachvollziehen. Ich habe nur sehr kurze Zeit in Deutschland gearbeitet, aber viel in Italien, Spanien, Frankreich und England, so dass ich vielleicht vieles anders sehe und ich die deutsche Mentalität nicht wirklich kenne.
Ich rede mit meinen Angestellten über ziemlich viel und oft entstehen Projekte nach diesen Gesprächen. Ich weiss, welche Probleme sie haben, sie kennen meine. Ich weiss wo sie Urlaub machen und weiss in welche Schulen ihre Kinder gehen usw usw. Das vereinfacht in vielen Punkten die Situation, da ich dadurch auch weiss, zu welchen Jahreszeiten der eine oder andere ausfällt, wann Urlaube geplant werden und welche Erwartungen der Einzelne hat, vom Leben und der Arbeit. Ich finde diese Situation ideal, auch wenn sie vielleicht nicht bei jedem Unternehmen voll angewendet werden kann. Aber bei allen, die in meiner Verwandtschaft nach diesem Prinzip arbeiten, haben nur positive Erlebnisse. Einer hat ein Bauunternehmen, ein andere eine IT-Consulting-Firma, ein weiterer ein Werbebüro usw.
Auch wenn ich das System ideal finde, so ist das natürlich auch mit Sicherheit eine Mentalitätsfrage an der man unter Umständen scheitern kann. Das Leben in Schweden hat einfach einen anderen Rhytmus, mit dem man zurecht kommt oder nicht. Wobei es hier in Schweden noch sehr gut läuft. Wenn man die schwedische Arbeitsweise mit der spanischen vergleicht, so schätzt man Schweden, denn in Spanien begann selbst ich manchmal zu verzweifeln.
Dass ein Konsultbüro im Sommer einfach drei Wochen zu hat, halte ich für normal und damit kalkuliert ein Schwede auch. Was ich nicht bis Mittsommer geklärt habe, kläre ich erst wieder ab Mitte August, weil ich weiss, dass ich in dieser Zeit kaum jemanden erreichen kann und wenn, dann hat er auch nicht viel Lust viel zu tun. Ich werde in dieser Zeit keinen Handwerker suchen, keine Termine ausmachen und nur die Arbeit leisten, die ich selbst vollbringen kann, denn sonst habe ich Probleme. Aber das ist doch schon weitaus einfacher als früher, denn früher gab es in Schweden nicht dieses lockere Urlaubsgesetz wie heute. Da lag im Sommer weitaus mehr still als heute.
Dass man hier in Schweden "anders" diskutiert als in Deutschland stimmt vermutlich zu 100 Prozent, und das sehe ich auch als Problem für viele Einwanderer, egal aus welchem Land, denn hier in Schweden lernt man Kommunikation bereits in der Schule, eben die schwedische Art der Kommunikation und Diskussion. Im Laufe der Jahre kommen dann die Konferenzen und Schulungen hinzu, die alle bestimme Werte, sagen wir einmal "aufdrücken", etwas, das Einwanderern einfach fehlt und dann zu Problemen und Missverständnissen führen kann. Ich nenne jetzt einmal nur ein Beispiel: Seit rund zehn Jahren geht in jede Ausbildung zu Menschenführung ein Teil ein, der erklärt, wie man seinen Angestellten vermittelt stolz auf seine Arbeit und seinen Beruf zu sein, damit er/sie eine Verantwortung für das Unternehmen spürt. Durch diese Methode ist selbst der Angestellte auf der untersten Stufe noch bereit sich für das Unternehmen einzusetzen ... und das klappt sehr gut.
Natürlich kann ein Einwanderer auch an diesen Kursen teilnehmen, aber meist sieht er darin keinen Sinn, hat keine Zeit, hat kein Geld oder beherrscht einfach die Sprache nicht gut genug um an diesen Kursen teilzunehmen. Ich halte selbst Vorträge bei Managementkursen für Kleinunternehmer und hatte in den letzten drei Jahren gerade einmal zwei Einwanderer als Teilnehmer ... nicht einen aus Deutschland. Aber gerade diese Kenntnisse über Schweden würden so manchem Einwanderer einiges über schwedische Arbeits-Mentalität erklären und ihnen beim Aufbau eines Unternehmens helfen.
Grüsse aus Göteborg
Herbert
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ja ich lebe in Schweden es werden bald 10 Jahre. Ich habe hier keinen Kontakt zu irgendwelchen deutschen. Mein Mann (Schwede) hat seine Verwandtschaft hier aber mit der hat er keinen grossen Kontakt ausser zu einem Bruder.
Bei dem Konsultbuero handelt es sich darum das ein AB gegruendet werden soll, die Papiere waren Rechtzeitig vor der Schliessung dort aber man war einfach zu faul um sie an das Bolagsverket weiterzuleiten. Das hat der Chef den wir aus dem Urlaub geholt haben selber zugegeben und muss nun sehen wie er die Kastanien aus dem Feuer holt, denn morgen haben wir Termin bei der Bank.
Ich weiss wohl das Schweden in eine Starre fällt sobald der Sommer da ist. Aber ich finde das ist fuer einen modernen Industriestaat nicht sehr förderlich, aber das ist meine "typisch deutsche" Ansicht.
Die von Dir erwähnten Kurse habe ich nicht besucht aber mein Mann hat das im Jahre 1996 getan als er anfing. Ich denke mal fuer meinen Teil hat es gereicht ihm zuzuhören und von ihm zu lernen. Ich finde jedenfalls ich mache meine Sache recht gut.
Diese Kurse sind fuer Einwanderer sehr gut, die keinen schwedischen Partner haben, ich habe einen und wie oben beschrieben denke ich das ist so in Ordnung.
ich empfinde Varberg eigentlich als ganz offen, zumal ich immer wieder einmal dort zu tun habe, aber wie einfach oder schwierig es dort ist private Kreise zu finden, das kann ich natürlich nicht sagen, denn meine Hauptkontakte sind dort nur Presse, kulturelle Vereinigungen, Fremdenverkehrsamt und Co., ausser einer Bekannten hier, die dort die Hochschule besucht.
Ob die Sommerstarre hier positiv ist oder nicht, ist eine gute Frage. Sie kann ganz schön störend sein, aber so lange die schwedische Gesamtwirtschaft nach oben zeigt, wird sich kaum etwas ändern. Ich erlebe es eigentlich so, dass viele Klein- und Kleinstunternehmer zwangsweise auch im Sommer arbeiten und man auf alle mittleren und grösseren Unternehmer nicht rechnen darf, egal was geschieht. Ich kann damit leben, aber denke, dass es für Eiwanderer, die etwas anderes gewohnt sind, ganz schön störend ist. Ich denke dabei nicht nur an Euren Fall, der wirklich etwas stark ist, sondern auch an alle, die gerade im Sommer ihre Ferienhäuser besuchen und einen Handwerker brauchen ... den sie nicht finden können, völlig unmöglich. Meine Nachbarin (Schwedin) hatte kurz nach Mittsommer einen Wasserrohrbruch, und der Handwerker kommt Anfang September ... Sie hat jetzt das Wasser abgestellt.
Was die genannten Kurse angeht ... und die gesamte schwedische Ausbildung, so meinte ich nicht, dass Du einen Kurs besuchen musst, denn bei einem schwedischen Partner ist das wirklich nicht nötig. Ich wollte dabei eigentlich nur darauf hinaus, dass viele Einwanderer einfach mit den Werten des Heimatlandes ankommen und sie dann auf Schweden übertragen, was einfach nicht funktionieren kann. Ich gebe einen Teil der Schuld auch Presse und Fernsehen, die in anderen Ländern (auch Deutschland) ein falsches, idyllisches Schwedenbild zeigen, das so nicht zu finden ist. Wer nach Schweden kommt, braucht nicht nur eine neue Sprache, sondern auch eine neue Denkweise und das ist nicht immer ganz einfach. Ein schwedischer Partner ist schon ein grosser Vorteil, in jeder Hinsicht.
Familienbande sind in Schweden auch nicht unbedingt sehr eng, wie Du selbst schreibst. Sehr oft muss man sie selbst aufrecht halten und sie in Gang halten. Je mehr man selbst beiträgt, umso mehr bekommt man zurück. Wir haben z.B. einfach bestimmte Feste eingeführt, ebenso mit Freunden, und das klappt sehr gut. Und Besuche sind meistens sogar zu kurz. Als ich, das heisst meine Frau war natürlich dabei, jetzt in Nordschweden zu tun hatten, konnen wir gerade einmal vier unserer Verwandten und Bekannten besuchen, da es jedes Mal zu einem kleinen Fest führte mit fantastischem Essen und langen Gesprächen.
Viele Grüsse aus Göteborg
Herbert
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Das Schwedenbild welches in Deutschland vorherrscht, führt mit Sicherheit dazu das einige denken, dort ist alles Büllerbü und das Leben ist unbeschwert, der Schwede ist immer nett...etc.
Wer allerdings so naiv ist und nur mit diesen Bildern nach Schweden geht, wird es wohl nicht leicht haben.
Nun gut, es gibt auch genug Fernsehsendungen in denen ab und an Schweden vorkommt, aber das einzig negative ist dann der Zuwachs der rechtspopulistischen Partei.
Deshalb ja auch meine Frage: was empfindet ihr als gut und was nicht und würdet ihr wieder nach Schweden auswandern.
Bisher auf jeden Fall vielen Dank für die Beiträge und Diskussionen.
Freue mich auf noch mehr Beiträge
wenn ich Vorteile und Nachteile (sehr persönlich) aufzählen soll, so findest Du hier meine schnell verfasste Liste. Ich fürchte jedoch, dass Einwanderer nicht unbedingt die gleichen Punkte wählen. Es wäre daher interessant, wenn der eine oder andere Einwanderer seine Kommentare und Erfahrungen nennen könnte.
Die positive Seite:
Die angenehme Arbeitsatmosphäre
Kindergärten und Ausbildung
Die hellen Sommernächte
Meer, Berge, Wälder und Seen
Das Aufrechthalten der Traditionen
Das Essen
Die Feste in den Stugor und an den beiden Meeren (ohne viel Alkohol! aber mit viel Gemütlichkeit)
Die Schären entlang der schwedischen Küste
Weihnachten
Die negative Seite:
Die sich verschlechternde medizinische Versorgung
Die geringe Unterstützung für Jungunternehmer
Die Arbeitsgesetze (der letzt Angestellte fliegt zuerst, unabhängig von Qualifikation)
Die steigenden Kosten für die Monarchie
Der Abbau der sozialen Gerechtigkeit
Die geringe Mühe in der Integrationspolitik
Die langen Winternächte stören mich wenig, daher findest Du sie nicht in der Liste.
Grüsse aus Göteborg
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Speedy hat geschrieben:...ja der Umgang mit der Zeit.
Ich komme aus Hamburg, dort ging alles immer sehr sehr schnell. Am Anfang in Schweden fand ich das auch ganz schön aber nun.....geht es mir auf den Geist, wenn die beim Einkaufen im Supermarkt "schlendern", man einen ganzen Tag im "Gekås" in Ullared verbringen kann, dort bin ich in 1 Stunde wieder draussen, oder beim anfahren an der eben auf gruen gesprungenen Ampel alles so langsam geht. Da wuerden nach meinem Verständnis mindestens 2-3 Autos mehr ueber die Kreuzung kommen..so kleine Beispiele aus dem Alltag, damit muss man umgehen können. Gruss Speedy
Hehe, darum nennst du dich wohl auch "Speedy"
Habe gerade heute wieder die Ruhe und Übersicht im Stadtverkehr erlebt - als Beifahrer. Und das war auch gut so, denn es sprang uns doch tatsächlich ein Kind vors Auto Zum Glück alles gut gegangen....
Aber ich finde, man kann vor allem die langsame Fahrweise nicht verallgemeinern. Hier gibts auch hektische, gestreßte oder zügige Autofahrer (ich wohne in Göteborg).
Nicht auffallen weder positiv noch negativ?
Das klingt ja extrem nach totalen Konsens oder weniger nett ausgedrückt, nach Einheitsbrei und kaum Wettbewerb untereinander.
Ja, wer es gewohnt ist, das Ruder in die Hand zu nehmen, sich ein Stück weit zu profilieren, der eckt hier möglicherweise an. Wahrscheinlich erst recht als "der neue Besen aus Deutschland"? In der jüngeren Generation schleift sich das "jäntelagen" allerdings mehr und mehr ab, es wird als nicht mehr zeitgemäß gesehen - das habe ich in Jobcoachings und unter Selbstständigen oft gehört.
Und zu Pascals Aussage, mit 40 nochmal "etwas Verrücktes" machen zu wollen: Ich kann dich da voll und ganz verstehen - es ist eine gute Zeit, dem Leben nochmal eine neue Richtung zu geben. Jedoch werden andere dir sagen, dass dieser Wunsch bloß die "40års-kris" ist (musste ich mir auch anhören).
Sei dir bewusst, dass man im neuen Land wirklich ganz von vorne anfängt. Alles, was man an Erfahrung / Bildung / Status / Selbstbewusstsein in D angehäuft hat, ist hier nicht genau gleichwertig. Ich fühlte mich hier regelrecht "zurechtgestutzt" - mit knapp 40! - Das muss man am Anfang erstmal schlucken... Es ist aber auch ein guter Weg, sich für Neues zu öffnen und sich nicht immer selbst so wichtig zu nehmen. Die Auswanderung hat meinen Horizont gefühlt um Lichtjahre erweitert !
Du hast also diesen Schritt nicht bereut? Was machst oder hast Du denn beruflich gemacht um Fuß zu fassen?
In einigen anderen Posts in den Foren habe ich gelesen, das viel Schwierigkeiten hatten und haben mit Schweden in engeren! Kontakt zu kommen, der über das oberflächliche Geplänkel hinaus geht.
Wie ist da die Erfahrung?
Als Rheinländer kenne ich es das man zumindest in Köln schnell in Kontakt mit jemanden kommt. Mit den Norddeutschen oder einem Brandenburger ist das schon wieder eine ganz andere Sache, da kann das im Gegensatz zum Rheinland "Lichtjahre" dauern. Das trifft auch nicht auf 99,9% zu, aber jede Region hat ja auch in D seine Eigenheiten.
Auswandern würde ich auf jeden Fall immer wieder.
Aber fangen wir mal am Anfang an. Seit 1985 habe ich allzeit meinen Urlaub in Scandinavien verbracht.
Ich war von Anfang an in Schweden verliebt. 1994 erhielt ich die Möglichkeit, eine alte Kapelle in
Smaland zu kaufen. Die ersten Jahre waren für mich nicht gerade leicht. Meinten doch die Schweden,
nun kommt der Deutsche mit der dicken Brieftasche. Das war aber nicht so.
Das Verhältnis änderte sich aber zu meinen Nachbarn in dem Moment, das die große Tochter in Freiburg
studierte und dort einen Deutschen aus Ostdeutschland kennen gelernt hatte und 1998 Hochzeit hier in
Schweden gefeiert wurde. Ich war dazu auch eingeladen und erlebte eine wunderbare Hochzeit auf
schwedisch ohne Alkohol. War für mich etwas gewöhnungsbedürftig war, weil man so etwas ja von Deutschland nicht kennt.
Da ich in Ostdeutschland aufgewachsen bin und 1984 nach Hamburg übergesiedelt bin, habe ich durch
das Leben in Ostdeutschland auch eine ein wenig andere Einstellung zu vielen Dingen. So war es für mich
selbstverständlich, meinen Nachbarn beim Umbau seines Hauses 6 Wochen lang unendgeldlich zu helfen.
Viele kleine Dinge trugen dazu bei, das ich Heute bei meinen Nachbarn zur Familie gehöre. Ich muß dazu sagen,
ich Lebe hier in Schweden allein. Es hat sich so eine wunderbare Freundschaft entwickelt, was ich am
Anfang nie gedacht hätte. Und wenn ich schreibe, das ich zur Familie gehöre, so ist es selbstverständlich
geworden, das ich Weihnachten immer bei meinen Nachbarn eingeladen bin. Für mich muß ich sagen, ich
habe eine neue Heimat hier in Schweden gefunden und fühle mich richtig wohl. 2008 bin ich dann ganz
nach Schweden gezogen. Eher ging es nicht.
Das war der Zeitpunkt, wo ich auch von meinen anderen Nachbarn voll akzeptiert wurde.
Der jüngste Sohn studierte in Lund und zu seinen Abschlußfest 2006 mußte ich 7 Kuchen backen. Gleiches
war auch zu seiner Hochzeit 2008. Wieder 7 Kuchen backen. Und ich war zu allen Dingen eingeladen.
Ich habe es gut getroffen und vermisse Deutschland nicht. Nur einige Dinge fehlen mir. So ist es das
deutsche Brot und die deutsche Wurst. Aber man kann ja mal schnell nach Burg zum Einkaufen fahren.
Und mit dem Schwiegersohn der mittleren Tochter, fahren wir ab und zu nach Burg. Denn auch die Schweden, oder meine Nachbarn, lieben zum Teil deutsche Produkte.
So bin ich also in meinen neuen Zuhause nach vielen Jahren an gekommen.
LG barschfilet
smashjack hat geschrieben:Hallo Herowina,
Du hast also diesen Schritt nicht bereut? Was machst oder hast Du denn beruflich gemacht um Fuß zu fassen?
In einigen anderen Posts in den Foren habe ich gelesen, das viel Schwierigkeiten hatten und haben mit Schweden in engeren! Kontakt zu kommen, der über das oberflächliche Geplänkel hinaus geht.
Wie ist da die Erfahrung?
Als Rheinländer kenne ich es das man zumindest in Köln schnell in Kontakt mit jemanden kommt. Mit den Norddeutschen oder einem Brandenburger ist das schon wieder eine ganz andere Sache, da kann das im Gegensatz zum Rheinland "Lichtjahre" dauern. Das trifft auch nicht auf 99,9% zu, aber jede Region hat ja auch in D seine Eigenheiten.
Vielen Dank
Pascal
Ja, da muss man seine Mentalität und die der Schweden kennen. Ich bin selbst Norddeutsche und Großstädterin, ich brauche meinem Nachbarn nicht auf dem Schoß zu sitzen, um mich akzeptiert zu fühlen. Darum bin ich sogar ganz froh, wie die sozialen Kontakte hier in Schweden gehandhabt werden, sprich: eher distanziert.
Wiederum hatte ich hier sofort "Familienanschluss". Ich bin wegen meines Freundes hierher ausgewandert, hatte also "meinen sicheren Hafen", von wo aus ich dann selber Kontakte gesucht habe (im Verein, in Schulungen).
Somit kann ich nicht wirklich beurteilen, wie es ist, völlig allein (oder als Paar von D aus) hierher zu kommen. Man ist vermutlich viel isolierter, wenn man nicht zumindest schon einen kleinen "sozialen Anker" hier in Schweden hat.
febacb hat geschrieben:Wenn du von Burg sprichst, meinst du den Spreewald?
Ich meine natürlich Burg auf Fehmarn. Hier habe ich auch die Möglichkeit, in diversen Supermärkten
auch Sonntags einzukaufen. Und für mich ist es dann auch immer wie ein kleiner Urlaub.
LG barschfilet
Das hier ist eine gute Frage, die wir klar mit nein beantworten.
Alles was Ihr so geschrieben habt, sehen wir mehr oder weniger auch so.
Finanziell haben wir uns nicht verschlechtert und nicht verbessert.
Arbeitsmässig haben wir uns verschlechtert, weil wir ein gutes Arbeitsklima in D gegen ein ausgesprochen Schlechtes in S getauscht haben( hätte auch umgedreht sein können).
Die traumhafte Natur mit ihrer speziellen Ausstrahlung lieben wir nach wie vor.
Was uns zu schaffen macht ist die Einsamkeit und die Mentalität der Menschen in dieser Region. Hier herrscht in unseren Augen eine ausgeprägte Kontaktarmut und damit auch das Fehlen echter Herzlichkeit. Das ist jedoch alles individuell zu sehen.
Auf jeden Fall sollten potentielle Auswanderer sich bewusst sein, dass die schwedische Mentalität aus Urlaubersicht nicht die ganze Wahrheit ist.
Hej
eigentlich kann ich auf die Frage weder ja noch nein antworten
denn meine Eltern bestimmten wohin wir ziehen und das mitte der siebziger Jahren.
Obwohl, wenn ich wuenschen könnte, dann dass mein Vater in den 60iger Jahren nicht nein zu einer Auswanderung gesagt hätte,
meiner Mutter wegen, es wäre fuer sie besser gewesen, sie hätte leichter schwedisch gelernt und sie wäre vielleicht auch
aus dem Hausfrauendasein heraus gekommen, einen job gehabt .... wer weiss, vielleicht auch nicht .......
Ich lebe jetzt schon seit 36 jahren i Sverige och detta är hemma, in DE werde ich als ausländerin bei den behörden bezeichnet,
meine Kinder und Enkelkinder leben hier. Habe einen job und uns geht es gut, auch gesundheitlich.
Hatte sehr viele Jahre kaum kontakt mit deutschen, ausser meiner Familie und das war gewollt so,
habe in den ersten jahren in Schweden deutsche touristen getroffen,
die sich beim midsommarfest so daneben benommen haben,
dass ich mich schämte zu erzählen, ich bin in deutschland geboren und aufgewachsen.
obwohl, wären meine Eltern nicht nach Schweden gezogen
wuerde ich Schweden kaum kennen, so wie ich es heute kenne und liebe .....
Ich war gerade in Hamburg
Elbtunnel Baustelle wie immer- muss nach Harburg.
Besuche meine kranke Mutter.
Von Harburg ist die Auffahrt zur 1 nach Luebeck gesperrt.
Verfolge Umleitung.
Unzureichend Ausgeschildert versuche ueber Wilhelmsburg in die Innenstadt zu kommen.
Diverse agressive Baustellen versuchen mich zu verwirren.
Kenne Hamburg lasse mich nicht einschuechtern.
Gewinne den Krieg nach 1.5 Stunden.
Gegenseite Stau bis Ahrensburg etwa 40 km.
Höre Ndr 4 Info. Stockender verkehr
Vor dem Elbtunnel A7 Richtung Norden 13 km Richtung Quickborn
17 Km Richtung Sueden.
Es wird empfohlen fuer Reisende Richtung cuxhaven die Elbfähre Glueckstadt zu nehmen allerdings beträgt die Wartezeit 1.5 Stunden.
Ich beisse mich durch bin aus dem gröbsten Raus.
In Burg auf Fehmarn kaufe ich noch n paar pullen teuren Sprit fuer billiges
Schlafe im Auto auf der Fähre fuehle mich tot.
Schaffe Dänemark 1Std45 Min.
In Schweden stelle ich fest das die 17 km Strasse die zu meinem Wohnort fueren neu sind
Wunderbar zu fahren.Die ham ja nur 3 tage gebraucht?????? fuer 17 km
Die letzten drei tage De waren die Hölle fuer mich.
Das Fahren ueberfordert mich mittlerweile, und ich stelle fest das ich anfange schwedisch zu werden.
Es gibt in Se einiges was wirklich nicht gut ist aber zurueck. Never.
Aber das wichtigste was fuer Se spricht ist das es hier deutlich wenige Sozialbetrug Seitens des Staates gibt.
In De wird mittlerweile ei grosser Anteil der Jobs durch die Arge subventioniert.
Es gibt hunderttausende die Harz 4 bekommen obwohl sie ackern wie die Ochsen.
Auch wenn hier in Se vieles nicht in Ordnung ist, die Kaufkraft stimmt und wenn man auf dem Lande oder der peripherie wohnt (zu zweit)
so kann man wirklich jeden Monat was ansparen.
Man muss sich hier durchbeissen in Schweden und die sozialen Kontakte sind echt ein problem.
Aber!!!!
Ich komme mittlerweile mit den problemen meiner Deutschen Freunde auch nicht mehr klar.
Da wird auch nur gejammert allerdings auf einer anderen kulturellen Ebene.
Schweden funktioniert. Und dies ist angesichts der Tagespresse nicht unwichtig.
Du kannst hier ohne Staatliche Subventionen deine Familie versorgen, ein Haus kaufen, ein Auto kaufen, in den Urlaub fahren,
und Geld zuruecklegen.
In De haben die Gewerkschaften fuer Sachsen Anhalt ein Tarivvertrag fuer Friseure rausgehandelt der bei 39 Std einen Lohn von etwa 850€ ausmacht.
Tolle Wurst der Steuerzahler subventioniert den vollzeit Friseur in Dunkeldeutschland mit seiner Steuerkohle, denn der kriegt ja noch h4
Wenn du hier in Se sagst du kannst den Lohn nicht zahlen da Du sonst nich Konkurrenzfähig bist, dann macht dir Kronofogden den Laden dicht.
Konkurs
Und deshalb funktioniert das System hier besser.
Es wird in De im Prinzip versucht, es allem und jedem Recht zu machen
Warum es hier beser ist
Weil du hier angemessen bezahlt wirst.
Weil hier Kaufkraft ist.
Weil hier der Steuerzahler nicht das Gehalt vom Friseur in Sachsen bezahlt. oder den Wachmann in Berlin etc.
Ihr wisst ich bin ein echter Schwedenkritiker aber ich bin auch realistisch und glaube das viele die ausgewandert sind sich der veränderungen in De in den letzten 10 Jahren bewusst werden muessen.
Wuerde ich heute zurueckgehen so wäre dies mein...........................Waterloo
Schweden ist teilweise echt ------ aber die Alternative De ist ja wohl -------
Gruss
Die grössten Kritiker der Elche waren selber welche!
das gefühl habe ich allerdings auch, das die Leute die vor einigen Jahren ausgewandert sind und jetzt meinen, schweden wäre schlecht, gar nicht wissen, wie es inzwischen hier in D so abgeht, das kann man mit vor 10 Jahren ja gar nicht mehr vergleichen
Natuerlich wird der Steuerzahler mittlerweile sowohl den Ost- wie den Westwachmann subventionieren.
Und Dunkeldeutschland bezieht sich auf die im Osten oft zu niedrigen Gehälter nicht auf die Menschen dort.
Danke fuer die PN
Das die Deutschen Gewerkschaften Zahnlose Tiger sind haben Sie mehrfach bewiesen, dies gilt fuer Ost wie Westdeutschland.
Die grössten Kritiker der Elche waren selber welche!
Hej Freunde, ich muss euch recht geben. Wie ihr wisst habe ich es noch mal in D versucht, habe wohl die veränderungen unterschätzt die in den letzten Jahren in D vorsich gingen. Ich bin auch enttäuscht, ich fuehle mich Staatenlos, weiss nicht wie ich es anders ausdruecken soll. Das Land ist meine Heimat und ich weiss wenn och wie ein Mensch behandelt werden will kann ich nie mehr zurueck. Staatlich subventionierter Sklavenhandel ist nicht mein Traum von der Zukunft. Mit den Problemen die ich hier habe kann ich umgehen auch wenn es manchmal schwer ist. In D kann ich es nicht
das was Ihr in Euren letzten postings beschreibt, erlebe ich hier jeden Tag. Arbeite in Hamburg, laufend Zugverspätungen, falsche Ansagen oder keine Ansagen. Gedränge auf dem Bahnhof, in der S-Bahn, einfach überall. Und die Staus auf den Autobahnen, grässlich, genau wie es halvar-von-flake beschreibt. Wir vermieten Ferienwohnungen an der Ostsee, jedes Wochenende kommen unsere Gäste gestresst und genervt mit Verspätungen von 2-3 Stunden an der Ostsee an, wenn sie dann erfolgreich den Kampf gegen die Staus und Baustellen auf der Autobahn überwunden haben. Einige Gäste rufen wenigstens zwischendurch an, so dass wir wissen, woran wir sind, aber viele Leute sind schon so abgestumpft, dass es denen egal ist, ob wir wissen, wann sie eintreffen. Da ich andere Zeiten erlebt habe, nervt es mich, dass es hier immer hektischer wird, auch, dass die Leute so niedrig bezahlt werden und die Arbeit subventioniert werden muß. Irgendwie habe ich schon lange das Gefühl, das vieles aus dem Ruder läuft.
Ich habe es schon einige Male bereut, nicht bereits in den 70er Jahren nach Schweden ausgewandert zu sein. Aber da man ja nicht über die Vergangenheit und falsche Entscheidungen jammern soll, schaue ich voraus und freue mich darauf, wenn wir in wenigen Jahren öfter in Schweden sein dürfen. Für dieses Ziel bin ich bereit, noch 2 - 3 Jahre den Stress und die Ungerechtigkeiten, die oft hier vorherrschen, zu ertragen.
Grüße Aelve
So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.
Ich habe oft Heimweh nach Hamburg.
Aber ehrlich gesagt ist das Verkehrsaufkommen in De eine echte Katastrophe geworden.
S Bahn geht nicht da ich in Hamburg meine Einkäufe erledige.
Die letzten male die ich in De verbracht habe waren so Katastrophal dass ich froh war wieder in Se zu sein.
Ich ertappe mich auch immer wieder das ich mit 100 ueber die Autobahn fahre obgleich ich frueher sehr schnelle Autos jenseits der
250er Grenze gefahren habe.
100 auch wenn die Autobahn leer ist.
Die denkweise Verändert sich nach diversen Jahren.
Ob dies positiv ist frage ich mich selber.
Die grössten Kritiker der Elche waren selber welche!
Soviele Hamburger hier!?
Ja, es ist komisch.. mittlerweile ist es so, dass ich mich nach Hamburg "als Tourist" sehne - aber nicht nach dem "Alltags-Hamburg", wie ich es damals auch erlebt habe.
Statt Stuga auf dem Land in Schweden würde ich inzwischen - wenn ich es könnte - eine kleine Stadtwohnung in Hamburg halten. Um dort einen Anlaufpunkt zu haben für Besuche in der alten Heimat. (Und eben nicht bei Freunden auf dem Sofa schlafen zu müssen)
Ich weiß, das sind Luxus-Träume, aber die sind ja erlaubt
Auch ich habe in Hamburg gelebt und auch gearbeitet.
Doch ich hatte die Möglichkeit, mich von der Großstadt zu lösen. Auch weil ich Allzeit ein Mensch bin und war,
der das Land liebt und sich in der Stadt nicht wohl fühlt. Was soll ich in Hamburg machen? Allzeit aus dem
Fenster schauen und die Leute zählen?
Keiner kann es so richtig verstehen? Was hatte ich ich an Hamburg? Es ist ein teures Pflaster und ich habe nichts mit Kultur, Museen, Geld für Dinge ausgeben, die ich nicht brauche. In unserer heutigen Gesellschaft
regiert nur noch das Geld? Du bist bei allen ein guter Kunde, wenn Du Schulden machst, auf die Werbung
aufspringst, Dinge kaufst, die Du nicht brauchst und von den Banken über den Nuggel gezogen wirst?
Was ist das noch für ein Leben in Deutschland?
LG barschfilet
erst einmal ist Hamburg z.B. meine Heimatstadt und fuer mich die schönste Stadt der Welt. Das Du Dich dort nicht wohlgefuehlt hast tut mir leid. Ich fuer meinen Teil liebe diese Stadt, gerade weil sie nicht eine typische stereotypische Grosstadt ist, sondern so voller Leben, Kultur und nicht wie z.B. Frankfurt ein einziger Betonklotz.
Zweitens, das Leben in Deutschland gefiehl Dir nicht. Kann ich zwar nicht verstehen aber gut. Wenn ich es richtig verstehe bist Du als Rentner hergekommen musstest Dich also nie mit der Arbeitssuche etc. abmuehen. Unter diesen Umständen wäre fuer mich Schweden auch weiterhin ein Traum.
Drittens ich kann es kaum abwarten im nächsten Jahr nach Verkauf meiner Firma nach Deutschland zurueckzugehen. Endlich wieder frei atmen zu können, mich nicht mehr verbiegen zu muessen, weil man vieles hier nicht sagen darf, allenfalls denken. Und vor allem endlich wieder meine Sprache sprechen zu können. Ich weiss in Deutschland ist auch nicht alles Gold was glänzt, aber es ist und bleibt meine Heimat und mein zu Hause. So habe ich hier nie gefuehlt.
Ich hoffe ich bin Dir nicht allzu nahe getreten und wuensche Dir und allen die sich in Schweden wohlfuehlen alles Gute
Eine schwierige Frage. Wir sind nun schon seit 1994 in Schweden, allerdings haben wir unsere Nationalität beibehalten. Erlebnisse hatten wir hier positive und negative. Das hält sich in etwa die Waage. Wir sind auch nicht als junge Menschen einem Traum gefolgt, der sich dann in der Realität ganz anders darstellte, sondern hatten damals, mit über dreißig einen durchaus klaren Blick, der Schweden als eines der Länder sah, welche die entsprechenden Möglichkeiten für die Ausübung unserer Firmenaktivitäten bot, nämlich jede Menge Natur. Mein Favorit wäre Kanada gewesen, dessen Nordwesten ich durch Reisen kannte, aber Schweden war eben einfach nicht so weit weg und so wurde es dann eben Schweden.
Einen Teil der Erlebnisse hier möchte ich nicht missen, den Rest schenke ich euch. Man kann hier gut leben, aber das kann man in Deutschland und einigen anderen Ländern auch. Manchmal denke ich, dass man ja auch nicht jünger wird und einem die Zeit „wegläuft“, dass man woanders eventuell etwas verpasst. Natürlich habe ich dort, wo ich lebe, schon „jeden Stein hunderte Male umgedreht“ und könnte mir eine andere Gegend vorstellen. Aber es könnte auch ein anderes Land sein oder ein anderes Gebiet in Deutschland, das mich landschaftlich anspricht. Ich kann diese Frage wirklich nur mit einem „Vielleicht, es kommt ganz auf die Umstände an.“ beantworten.
Grüsse aus Härjedalen
Peter
"Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen,
ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin."
unbekannter Apachenkrieger
smashjack hat geschrieben:Würdet ihr nochmal Auswandern nach Schweden und was würdet ihr anders machen?
Hej Pascal,
ganz klar JA! Ich würde jederzeit wieder nach Schweden auswandern. Ich würde auch alles wieder genauso machen wie dieses mal. Ich könnte mich aber riesig darüber ärgern das ich das nicht schon 10 Jahre früher gemacht habe. Das würde ich das nächste mal auf jeden Fall anders machen.
Es ist leider so das man erst merkt um wieviel schöner das Leben sein kann, wenn man in dem anderen Land lebt.
Viele Grüße aus Småland
Harald
Viele Grüße aus Ostsmåland
Harald http://www.h-y-kehne.eu
Man muss dem Leben nur gelassen folgen und ihm ein Höchstmaß an Freude entnehmen.
Ich kann Haro ganz klar zustimmen. Auch ich habe erst nach vielen Jahren die Auswanderung vollzogen.
Jedoch muß ich sagen, man braucht Zeit und es ist nicht so leicht, eine Entscheidung zu treffen.
Auch bei meinen Betrieb mußte ich herbe Entscheidungen hin nehmen. Allzeit habe ich immer noch im Hinterkopf gehabt, es ist mein Betrieb? Nur, als mein Betrieb mich wegen Krankheit entlassen hatte und
ich in ein großes Loch gefallen bin, ich auch eine Abfindung nicht haben wollte, muß ich Heute dafür bezahlen.
Alle Dinge, wie Freifahrt in Hamburg, Jahresendprämie, wie auch sonst alle Vergünstigungen wurden für Rentner gestrichen. Selbst ein Obelus für den Sterbefall? Was habe ich also noch von meinen Betrieb?
Ich darf jeden Monat von meiner Betriebsrente noch einen Obelus für das Sozialwerk bezahlen. Bloß was habe ich von diesen Sozialwerk? Ich kann nach Tirol, für weniger Geld Urlaub machen? Für mich kommt aber so etwas nicht in Frage. Ich lebe in der Natur, habe meinen Angelsee vor der Tür und möchte nicht mehr in der Welt herum reisen. Eine Kündigung des Sozialwerkes ist nicht möglich? Also bezahle ich für etwas, was ich nicht will?
Mit meinen Beitrag will ich eigentlich sagen, Du wirst Allzeit abgezockt?
LG barschfilet
smashjack hat geschrieben:Würdet ihr nochmal Auswandern nach Schweden und was würdet ihr anders machen?
Ich könnte mich aber riesig darüber ärgern das ich das nicht schon 10 Jahre früher gemacht habe. Das würde ich das nächste mal auf jeden Fall anders machen.
Harald
Da stimme ich absolut 100% zu...10 Jahre früher...da war ich noch knackiger und die Häuser noch billiger
Und verzichten mußt hier auf (fast) garnix... D ist um die Ecke und es gibt die Welt des internationalen Onlineschopping... nur das Oktoberfest fehlt mir momentan ein gaaanz klein bisschen...
Um Erfolgreich zu sein, muß man mehr tun als nötig;- und das ständig.
wer braucht schon ein oktoberfest?
wir waren anfang september fuer 2 wochen in d. es war schön viele freunde und natuerlich unsere familie (kinder und enkelkind) zu treffen. wir haben die zeit sehr genossen, aber zum schluss war ich ganz kribbelig. ich brauche die ruhe in schweden, den see vor und den wald hinterm haus.
ich wuerde jederzeit wieder auswandern, nur dann 20jahre eher und MIT den kindern.
Viele Gruesse
Ulwe
Du kannst Deinem Leben nicht mehr Tage geben, aber Deinem Tag mehr Leben
wir haben in d. in unserem heimatort auch ein oktoberfest. natuerlich nicht so gross wie in muenchen, aber trotzdem mit einem beachtlichen bierzelt und weinzelt. ich habe es schon immer verabscheut dahin zu gehen. so viele menschen auf einem haufen, der gestank nach bier, der zigarettenqualm, die lautstärke war auch enorm.
ich hab mich hier so an die ruhe gewöhnt, dass ich sogar gern feiern im privaten kreis ausfallen lasse wuerde.
Viele Gruesse
Ulwe
Du kannst Deinem Leben nicht mehr Tage geben, aber Deinem Tag mehr Leben
Was interessieren mich solche Feste, wie das Oktoberfest?
Alle diese Feste sind nach meiner Meinung etwas für Leute, die nichts weiter zu tun haben und sich belustigen wollen und dabei viel Geld ausgeben möchten? Ich habe dazu keine Zeit und will auch nicht mehr
solche Feste besuchen?
Für mich ist mein Haus wichtig, mein Leben hier in der Natur, meine Beziehungen zu meinen Nachbarn und wie kann ich am besten mit meiner wenigen Knete Überleben und das beste daraus machen?
Es gibt eben viele Unterschiede, wie man sein Leben gestaltet und was man will?
LG barschfilet
mich könnten keine 10 Pferde zum Oktoberfest ziehen, deshalb würde mir sowas auch nicht fehlen.
In Schweden gibt es viele nette Feste, viele schöne Bräuche und so viele nette Ausflugsmöglichkeiten, dass mir weder das Alstervergnügen in Hamburg (wo ich Tag für Tag arbeite) noch München (wo ich bisher nur durchgefahren bin) fehlen würde. Wir waren im August in der Toskana, da werden auch schöne Feste gefeiert, wir haben z.B. ein Mittelalterfest in Volterra erleben dürfen. Das sind Feste und Veranstaltungen nach unserem Geschmack, ähnliches haben wir beim Gunnebo Slott in Mölndal bei Göteborg bereits erlebt, das war sehr schön. Wenn ich solchen Trubel wie beim Oktoberfest benötige, dann würde ich von Schweden aus einmal dort hinfliegen und das würde für die nächsten Jahre reichen. Ich meine damit, in jedem Land, in jeder Gemeinde gibt es nette Anlässe, etwas zu feiern und nett zusammenzukommen. In der heutigen Zeit ist es ja kein Problem, irgend wohin zu fahren oder zu fliegen, wenn man Lust auf mehr Abwechslung hat.
Grüße Euch Aelve
So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.
Ich kann von Euch alle Zeilen verstehen. Gerade, da ich ja jetzt in Schweden in der Natur lebe.
Aber ich will mal meine Gedanken hier darlegen, wie ich vor kurzen Hamburg erlebt habe.
Ich bin mit dem Bus von Jönköping nach Hamburg gefahren, um ein Auto dort abzuholen. Ankunft
in Hamburg 5.30 Uhr. Wir waren aber schon 4.30 Uhr in Hamburg. Auf dem ZOB angekommen, dachte ich, ich könnte so wie den ZOB kenne, irgendwo einen Kaffee trinken. Aber man hat den ZOB umgebaut und kein Laden
öffnet mehr vor 6.00 Uhr. Nun hatte ich also fast 2 Stunden, wo ich warten mußte, bis mich mein Sohn abholen konnte. Was ich in den 2 Stunden erlebt habe, widerspiegelt die deutsche Gesellschaft. Überall lagen
Menschen, vollgepisst und bekotzt. Auch mußte ich aufpassen, das ich nicht selbst angepisst werde.
Sitzgelegenheiten findet man kaum noch, so das man 2 Stunden die Zeit im laufen oder stehen verbringen muß.
Auch gibt es keine Toiletten, wo soll man dann seine Notturft verrichten? Ich bin von dieser Stadt sehr enttäuscht, wie sie sich in den letzten 10 Jahren verändert hat. Und gerade, wenn ich dann als Tourist nach
Hamburg komme, solche Zustände sehe, dann wars es eigentlich. Einmal und nie wieder?
Aber solche Zustände hat man uns ja schon in vielen Zukunftfilmen vorausgesagt. Wir wollten aber das nicht glauben? Hamburg, eine der reichsten Städte in Europa, setzt auf ihre Reichen. Und Alle schauen weg.
Was ist das für eine Gesellschaftsordnung?
LG barschfilet
Framsidan hat geschrieben:Ulwe das Oktoberfest muss man erlebt haben. Aber natürlich auf die richtige Art und Weise, nicht nur um sich zu betrinken.
Aber kommt nichts schlimmeres als dass man das vermisst, ja da hat man wenig Sorgen.
Wenn ich mit meinen Boot auf den See bin, die Ruhe genieße und vielleicht einen Fisch fange, so ist es ein ganz anderes Gefühl, als wenn ich auf den Oktoberfest eine Maß stemme? Auch will ich nicht die horrenden
Preise für das Erfolgserlebnis ausgeben. Dafür kann ich schon wieder einige Kronen für mein Haus ausgeben.
Ich will ein wenig Profozieren. Wer in seiner Freizeit nichts anderes zu tun hat, der muß eben auf das Oktoberfest gehen? Für mich sind all diese Feste, nicht mehr Lebenswert? ich bin also nicht mehr der Bürger,
der sein Geld für solch einen Unsinn ausgibt. Kann vielleicht kaum jemand verstehen, aber sonst hätte ich nicht mein Haus in Schweden und würde hier in Ruhe, ohne Stress. Beton und wenig Autos leben. Das ist eben der Unterschied?
LG barschfilet
bin gerade aus meinem Deutschlandurlaub wieder da und lese den Beitrag mit dem Oktoberfest. Das ist wirklich ein wenig zu gross geraten und vor allem viel zu teuer eine Mass kostet in diesem Jahr 9 Euro, aber wers hat, jedem das seine.
Wir waren im Rheinland und haben dort ein Weinfest und das Weinwandern mitgemacht. Mit Fahrt durch die Weinfelder inkl. Fleischwurst mit Brötchen und soviel Wein wie man will. Es war einfach wieder einmal ein Erlebnis und das, liebe Leute, gibt es in Schweden nicht.
Es gäbe noch viel zu berichten aber dann heisst es ich lasse kein gutes Haar an Schweden, also lassen wir das.....
....muss noch ein Jahr durchhalten und dann......
Gruss Speedy
Sorry Framsidan das konnte ich mir nicht verkneifen, hihi
Naja, es kommt doch immer auf die Perspektive und das bisher so Erlebte an. Stell dir mal vor, du bist in einem "by" in Lappland (oder Meck-Pomm, ist eigentlich egal...) geboren und nie richtig "rausgekommen". Dann ist Oktoberfest oder Hamburg City natürlich schon ein tolles Erlebnis. Wenn man Stadtkind ist, sucht man hingegen irgendwann die Ruhe - ist doch ganz logisch... Wenn man noch jung ist, will man Party machen, wenn man etwas älter wird, liebt man Wein- und Wanderreisen...
Ob das nun jeweils ein Grund zum Auswandern ist, weiß ich nicht. Man kann doch immer noch Urlaub machen - ob man nun in D oder S seinen Wohnsitz hat.
Mit Deinen Argumenten hast Du irgend wie recht.
Bloß denke mal, ich bin im tiefsten Dunkeldeutschland aufgewachsen. In der Sächsischen Schweiz.
Ich habe immer nur auf dem Dorf gewohnt. 1984 bin ich aus der DDR ausgewandert, oder man kann auch sagen, rausgeschmissen worden. Nun bin ich nach Hamburg gekommen. Viele Leute, Stress , Hektik und viel Beton. Das war ich nicht gewohnt und konnte mich auch nie daran gewöhnen. Nach vielen Urlauben, habe ich Schweden kennen gelernt. dazu habe ich noch ein Angebot für ein Haus ion Schweden erhalten, was damals 1994 ein Schnäpchen war. An einen See 200 Meter entfernt, mit super Nachbarn.
Viel zeit ist vergangen, bis ich 2008 den letzten Schritt vollzogen habe, Deutschland zu verlassen.
Heute habe ich alles, was ich brauche, um auch in Schweden zu überleben und bereue meinen Schritt nicht.
Alles aber konnte ich vollziehen, da ich Rentner bin und nichts würde mich mehr nach Deutschland ziehen.
Hier in Schweden möchte ich meinen Lebensabend verbringen und freue mich, das ich jeden Tag auch gute Beziehungen zu meinen Nachbarn habe. Ich brauche also nicht am Fenster in Hamburg zu sitzen, die Leute zählen, sondern habe eine Aufgabe, die mich ausfüllt und die mich Glücklich macht.
das mal meine Gedanken.
LG barschfilet
Du sprichst mir aus dem Herzen, genauso empfinde ich es auch. Ein Urlaub an der Mosel ist natürlich was ganz tolles, hat man in Schweden ja nicht. Das ist bei jedem Urlaub so, dass man im anderen Land Erlebnisse hat und Dinge sieht, die neu sind, die interessant sind, weil man sie sonst nicht hat. Wir waren im August in der Toskana, war alles wunderschön, heißes Wetter, sehr viel Trubel, aber auch Ruhe, wenn man sie suchte in den abgelegenen Stellen. Aber ob man dort immer leben will, fragten wir uns auch, denn um Florenz herum war sehr viel los, der Verkehr fast unerträglich. Aber im Urlaub sieht man dann nur das schöne Wetter und die schönen Ausflugsziele, wenn man aber zuhause ist, dann kehrt der Alltagstrott ein und den hat man überall. Ich bin der Meinung, dass man auch in Schweden schöne Ausflugsziele hat, gerade Varberg, Falkenberg, Göteborg und die vielen schönen kleinen Städte an der Westküste sind doch so abwechslungsreich, dass man sich dort wohlfühlen kann. Liebe Speedy, sucht Euch doch schöne Ziele in Eurer Nähe aus, es gibt genug zu entdecken. Man muß auch im Alltag öfter mal aus dem Trott herausbrechen und mal in die Oper oder Konzert fahren, um sich auf etwas freuen zu können. Ich würde in Schweden nichts vermissen, da mir durch die tägliche Hektik hier in D eben nur die Ruhe fehlt und die hat man in Schweden. Genau wie Ihr es auch beschreibt; anders wäre es, wenn ich jeden Tag Remmi Demmi haben müßte.
Grüße Aelve
So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.
Hallo Aelve, Du sprichst mir aus den Herzen. Jedoch muß ich sagen, ich bin kein Kulturbanause. Früher war es etwas anders. Heute lebe ich nur noch für mein Haus und Grundstück und erfreue mich jeden Tag, das ich wieder etwas vollbracht habe. Gerade habe ich mein Bad neu Renoviert, wurde ja auch wieder einmal nach 14 Jahren Zeit. Nun erwarte ich am Montag meinen Sohn Steve für eine Woche. Das wird für mich wieder eine wunderbare Woche. Das sind meine Erfolgserlebnisse. Auch die schönen Erlebnisse mit meinen Nachbarn. Grillen, Zusammensein und helfen, wo wir uns gegenseitig können. Gerade habe ich aus Deutschland ein Auto importiert. Eine große Hilfe war der Sohn meiner Nachbarn. Auch, wo ich jetzt meinen alten Escort verkaufen will. Er hat mir geholfen, ihn ins Blocket zu setzen. Wenn man nicht solche Beziehungen hat, so ist man aufgeschmissen. Gerade für mich ist es schwer, da ich ein Praktiker bin, Häuser bauen kann, aber mit der Teoretk habert. Aber bis jetzt habe ich alle Probleme gelößt. Selbst im Krankenhaus bin ich klargekommen?
Es ist aber immer wieder etwas anderes, wenn man in Schweden wohnt, als wenn man nur einige Wochen nach Schweden zu Besuch oder zum Urlaub kommt. Viele Dinge ändern sich? Du bist nicht mehr einer mit deutschen Kennzeichen, sondern du bist dann einer unter vielen. Jedoch nun bin ich endlich ein deutschschwede, kann mich mit dem Land und den Leuten Intendivizieren und bin darüber Glücklich.
LG barschfilet