Fehlstart im Prozess um Stockholmer Attentat
- Grizzly2
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Selbstmordattentat in Stockholm
Zwei Explosionen haben die Innenstadt Stockholms erschüttert: Zunächst detonierte ein Auto nahe einer Einkaufstraße, wenig später war ein zweiter Knall zu hören - ein Mensch kam ums Leben. Vorher hatten die Sicherheitsbehörden offenbar eine Anschlagsdrohung erhalten.
Stockholm - In der schwedischen Hauptstadt haben sich dramatische Szenen abgespielt - die offenbar einen terroristischen Hintergrund haben könnten. Innerhalb weniger Minuten gab es am Samstag in der Stockholmer Innenstadt zwei Explosionen. Ein Mensch kam dabei ums Leben, zwei Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Es war nicht klar, bei welcher Detonation sie verwundet wurden.
Nach offiziell unbestätigten Medienberichten fanden Polizeitechniker mehrere Sprengladungen bei dem Toten. Die Onliner der Zeitung "Aftonbladet" berichteten, der Mann habe einen Rucksack mit Sprengstoff getragen. Die Polizei wollte zu diesen Meldungen jedoch nicht Stellung nehmen.
Ein Auto detonierte Polizeiangaben zufolge nahe der belebten Einkaufsstraße Drottninggatan mitten in der Stadt. Wenig später war in der Nähe eine weitere Explosion zu hören gewesen. Noch sei über die Ursache nichts bekannt, sagte Polizeisprecherin Petra Sjolander. Ebenfalls unklar blieb zunächst, ob zwischen beiden Explosionen ein direkter Zusammenhang besteht.
Zuvor hatte die schwedische Nachrichtenagentur TT nach eigenen Angaben eine E-Mail erhalten, in der die Explosionen angekündigt wurden. In angehängten Audiodateien in schwedischer und arabischer Sprache wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters eine Verbindung zu den Mohammed-Karikaturen des Künstlers Lars Vilks und zu der schwedischen Präsenz in Afghanistan hergestellt. Dort ist das Land mit rund 500 Soldaten vertreten.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,734160,00.html
Stockholm - In der schwedischen Hauptstadt haben sich dramatische Szenen abgespielt - die offenbar einen terroristischen Hintergrund haben könnten. Innerhalb weniger Minuten gab es am Samstag in der Stockholmer Innenstadt zwei Explosionen. Ein Mensch kam dabei ums Leben, zwei Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Es war nicht klar, bei welcher Detonation sie verwundet wurden.
Nach offiziell unbestätigten Medienberichten fanden Polizeitechniker mehrere Sprengladungen bei dem Toten. Die Onliner der Zeitung "Aftonbladet" berichteten, der Mann habe einen Rucksack mit Sprengstoff getragen. Die Polizei wollte zu diesen Meldungen jedoch nicht Stellung nehmen.
Ein Auto detonierte Polizeiangaben zufolge nahe der belebten Einkaufsstraße Drottninggatan mitten in der Stadt. Wenig später war in der Nähe eine weitere Explosion zu hören gewesen. Noch sei über die Ursache nichts bekannt, sagte Polizeisprecherin Petra Sjolander. Ebenfalls unklar blieb zunächst, ob zwischen beiden Explosionen ein direkter Zusammenhang besteht.
Zuvor hatte die schwedische Nachrichtenagentur TT nach eigenen Angaben eine E-Mail erhalten, in der die Explosionen angekündigt wurden. In angehängten Audiodateien in schwedischer und arabischer Sprache wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters eine Verbindung zu den Mohammed-Karikaturen des Künstlers Lars Vilks und zu der schwedischen Präsenz in Afghanistan hergestellt. Dort ist das Land mit rund 500 Soldaten vertreten.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,734160,00.html
- Michael Andresen
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Explosionen...
Gestern sind in Stockholm sowohl ein Auto (Olof Palmes gata) als auch ein wohl am Körper eines jungen Mannes (Irakers?) angebrachter Sprengsatz explodiert (Bryggargatan) ; dem ist eine Warnung an die Säpo und an die TT vorausgegangen.
In dem Auto waren scheinbar auch noch mehrere Gasbehälter und der Mann hatte wohl einen Rucksack mit mehreren weiteren Sprengladungen und einem Sack Nägel bei sich; es sieht so aus als ob man Schaden anrichten wollte.
Der Bericht der DN:
http://www.dn.se/nyheter/sverige/forst- ... -1.1225806
//M
In dem Auto waren scheinbar auch noch mehrere Gasbehälter und der Mann hatte wohl einen Rucksack mit mehreren weiteren Sprengladungen und einem Sack Nägel bei sich; es sieht so aus als ob man Schaden anrichten wollte.
Der Bericht der DN:
http://www.dn.se/nyheter/sverige/forst- ... -1.1225806
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- Grizzly2
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Re: Explosionen...
Danke für die Zusammenlegung der Threads, lieber Karsten (?).
Zuletzt geändert von Grizzly2 am 12. Dezember 2010 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Explosionen...
Michael Andresen hat geschrieben:Gestern sind in Stockholm sowohl ein Auto (Olof Palmes gata) als auch ein wohl am Körper eines jungen Mannes (Irakers?) angebrachter Sprengsatz explodiert (Bryggargatan) ; dem ist eine Warnung an die Säpo und an die TT vorausgegangen.
In dem Auto waren scheinbar auch noch mehrere Gasbehälter und der Mann hatte wohl einen Rucksack mit mehreren weiteren Sprengladungen und einem Sack Nägel bei sich; es sieht so aus als ob man Schaden anrichten wollte.
Der Bericht der DN:
http://www.dn.se/nyheter/sverige/forst- ... -1.1225806
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Sorry Michael men ingenstans står det att han är irakier, om det är en teorie från din sida kann du ju tänka så privat men att skriva det i all öffentlighet ..... det är inte bra.
Mvh Irene
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jmsprivat
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Re: Selbstmordattentat in Stockholm
Wenn es net so traurig wäre ...
leider gibt es immer mehr junge Menschen die meinen den Aufrufen der geistig
verwirrten Taliban und deren Anhängern folgen zu müßen , Grund hierfür ist oft
verletzter Stolz , unzureichende Bildung , Ausgrenzung , und nicht zu letzt der
maslos übertriebene Egoismus der Person selbst.
Der Islam in seiner Reinform ist eine weltoffene Religion , die nur von ein paar verrückten " Selbst-Islam -Auslegern " mißbraucht wird ..genauso wie der Ex-
präsident Busch die Bibel für den Einsatz von US-Soldaten im Irak und in
Afganistan mißbraucht hat...die Gründe für 9/11 sind doch bei den Amerikanern
selbst zu suchen .....das Stichwort dafür Gier und Selbstsucht !
Grüßle
leider gibt es immer mehr junge Menschen die meinen den Aufrufen der geistig
verwirrten Taliban und deren Anhängern folgen zu müßen , Grund hierfür ist oft
verletzter Stolz , unzureichende Bildung , Ausgrenzung , und nicht zu letzt der
maslos übertriebene Egoismus der Person selbst.
Der Islam in seiner Reinform ist eine weltoffene Religion , die nur von ein paar verrückten " Selbst-Islam -Auslegern " mißbraucht wird ..genauso wie der Ex-
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Afganistan mißbraucht hat...die Gründe für 9/11 sind doch bei den Amerikanern
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Grüßle
Joerg-Michael
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Re: Explosionen...
Die Irakertheorie kommt von SPIEGEL ONLINE:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 66,00.htmlNach Informationen von SPIEGEL ONLINE handelt es sich bei dem Selbstmordattentäter um einen jungen Iraker, der sehr aktiv in verschiedenen sozialen Netzwerken im Internet gewesen war, und sich dort gegen die Kriege im Irak und in Afghanistan positioniert hatte. Schwedische Behörden gehen davon aus, dass der Mann auch Absender der Warnung war, die zehn Minuten vor den Explosionen an die schwedische Nachrichtenagentur TT und die Sicherheitspolizei gegangen waren.
- Grizzly2
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Re: Selbstmordattentat in Stockholm
Religion, Fanatismus und Krieg sind ein jahrhundertealtes Thema und nicht auf den Islam beschränkt, wzB. die Kreuzzüge, was in den Ländern des Nahen Ostens immer noch ein Trauma ist.
Aktuell kann man von großem Glück sagen, dass es nicht mehr Opfer gegeben hat:
Aktuell kann man von großem Glück sagen, dass es nicht mehr Opfer gegeben hat:
Offenbar hätten die Anschläge verheerender ausfallen können. Schwedens führender Terrorexperte Magnus Ranstorp, Forschungsdirektor des Swedish Defense College, sagte SPIEGEL ONLINE, dass der Mann nach bisherigen Informationen weitere Sprengsätze und einen große Menge Nägel in seinem Rucksack bei sich getragen hatte. Diese zusätzlichen Sprengsätze sind aber offenbar nicht explodiert.
"Es hätte ein Massaker sein können", sagte Ranstorp.
Bislang gibt es keine Hinweise darauf, ob der Mann alleine agierte oder Teil eines Netzwerks war. Ranstorp vermutet allerdings, dass die Explosionen zu komplex für einen isolierten Einzeltäter waren.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 66,00.html
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Framsidan
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Re: Explosionen...
Weder Säpo noch die Polizei in Stockholm sagt näheres. Wie will da der Spiegel das wissen.
Habe heute 2 mal eine Presskonferens von säpo im TV gesehen hier. Der Besitzer des gesprengtens autos sdoll im Facebook registriert gewesen sein. Aber bis jetzt sagt Säpo keinen Ton darüber wer der Tote ist.
Aber die Zeitungen vermuten ja das eine und das andere....
hab nun grad wieder die Nachrichten gesehen und da sagten sie wieder dass der Tote nicht indentifiziert sei. Im Moment haben sie auch eine Wohnungsdurchsuchung beim Besitzer des gesprengtens Autos gemacht. Aber der Besitzer ist nicht antreffbar. Ob es ein und dieselbe Person ist, muss wohl erst festgestellt werden.
Aber das alles ist ja jetzt in den Händen von Säpo
Habe heute 2 mal eine Presskonferens von säpo im TV gesehen hier. Der Besitzer des gesprengtens autos sdoll im Facebook registriert gewesen sein. Aber bis jetzt sagt Säpo keinen Ton darüber wer der Tote ist.
Aber die Zeitungen vermuten ja das eine und das andere....
hab nun grad wieder die Nachrichten gesehen und da sagten sie wieder dass der Tote nicht indentifiziert sei. Im Moment haben sie auch eine Wohnungsdurchsuchung beim Besitzer des gesprengtens Autos gemacht. Aber der Besitzer ist nicht antreffbar. Ob es ein und dieselbe Person ist, muss wohl erst festgestellt werden.
Aber das alles ist ja jetzt in den Händen von Säpo
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Re: Explosionen...
Die Säpo hält sich ja sehr bedeckt. Von den deutschen Zeitungen scheint nicht nur der SPIEGEL mehr zu wissen - hier die TAZ:
( ... ) Zehn Minuten vor der ersten Explosion erreicht den Verfassungsschutz Säpo und die Nachrichtenagentur TT eine Mail mit zwei gesprochenen Textfiles im Anhang. In schwedischer und arabischer Sprache wendet sich der Absender an "Schweden und das schwedische Volk". Unter Bezug auf den Einsatz schwedischer Soldaten in Afghanistan und das Schweigen des offiziellen Schwedens zur Verunglimpfung des Propheten Mohammed durch einen vom Künstler Lars Vilks gezeichneten "Mohammed-Hund" heißt es: "Nun sollen eure Kinder, Töchter und Schwestern so sterben, wie unsere Brüder, Schwestern und Kinder sterben."
"Unsere Aktionen werden für sich selbst sprechen", erklärt der Mann weiter: "Solange ihr nicht mit eurem Krieg gegen den Islam und die Erniedrigung des Propheten und eure dumme Unterstützung des Schweins Vilks aufhört." Er appelliert an "alle Mudschaheddin in Europa und Schweden": "Es ist Zeit zuzuschlagen. Wartet nicht länger. Kommt mit dem, was ihr habt. Und wenn es nur ein Messer ist. Ich weiß, dass ihr mehr als Messer habt. Fürchtet nichts, fürchtet kein Gefängnis, fürchtet nicht den Tod."
Unterschrieben ist die Mail mit dem Namen des Selbstmordattentäters. Nach unbestätigten Pressemeldungen eines in Schweden geborenen 29-Jährigen mit jordanischem oder irakischem Familienhintergrund, wohnhaft in der südschwedischen Kleinstadt Tranås. Er bittet seine Familie, seine Frau und sein Kind um Vergebung und teilt mit, er habe sie wegen des Grundes einer vor einigen Monaten vorgenommenen Reise in den nahen Osten belogen: "Ich bin da nicht hingefahren, um zu arbeiten oder Geld zu verdienen, sondern für den Dschihad." Sein mutmaßliches Facebook-Profil zeigt das Bild heiliger Krieger. ( ... )
http://www.taz.de/1/politik/europa/arti ... eltat-aus/
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Framsidan
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Re: Explosionen...
Diese mail war auch hier bekannt und man konnte sich das "ljufil" sehr schnell in den Zeitungen anhören.
Aber alles andere sind Spekulationen und Vermutungen von den Zeitungen und beim Leser dann Wahrheiten.
Sowas ist gefährlich......
Hörte die Nachrichten im Radio heute früh um 6 Uhr und dann um 7 Uhr im TV sowie hinterher die Justizministerin.
Aber alles andere sind Spekulationen und Vermutungen von den Zeitungen und beim Leser dann Wahrheiten.
Sowas ist gefährlich......
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- Iris Christine
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Re: Explosionen...
Habe heute in den de Nachrichten gehört, das sie aus London stammen sollen.
Die tat verurteile ich aufs schärfste, für solche Taten ist nie genügend Präsenz anwesend, gibt ja auch zuviele Angriffsflächen.
LG
Iris Christine
Die tat verurteile ich aufs schärfste, für solche Taten ist nie genügend Präsenz anwesend, gibt ja auch zuviele Angriffsflächen.
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utan den som behöver mycket.
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Karsten
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Re: Selbstmordanschlag im Weihnachtsgeschäft
Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt fordererte als Reaktion auf den mutmaßlichen Selbstmordanschlag am Sonntagnachmittag zu Besonnenheit auf und warnte vor übereilten Schlussfolgerungen. Vor der Presse sagte Reinfeldt: „Es ist sehr wichtig, dem schwedischen Volk klarzumachen, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt manches wissen, vieles aber auch noch nicht wissen. Und es ist wichtig, dass wir nicht auf Fragen antworten, ohne dass Fakten unsere Antworten belegen. Denn mit übereilten Antworten kann man Unsicherheit in der Bevölkerung und damit unerwünschte Konsequenzen hervorrufen.“
Reinfeldt betonte jedoch, dass die Tatsache allein, dass sich ein Mann mit Sprengstoff am Körper durch Stockholm bewegt, nicht akzeptabel sei. „Das ist nicht die Art von Gesellschaft, die wir haben wollen.“ Es sei jedoch wichtig, die freie Beweglichkeit der Bevölkerung nicht einzuschränken, bevor man Fakten habe, auf die man eine solche Entscheidung gründen könne, so der Ministerpräsident. „In einer Demokratie braucht das Rechtswesen etwas Zeit, um zu belegen, was geschehen ist. Es ist wichtig, dem Rechtswesen die Zeit für seine Arbeit jetzt zu geben.“
(Quelle: Radio Schweden)
Reinfeldt betonte jedoch, dass die Tatsache allein, dass sich ein Mann mit Sprengstoff am Körper durch Stockholm bewegt, nicht akzeptabel sei. „Das ist nicht die Art von Gesellschaft, die wir haben wollen.“ Es sei jedoch wichtig, die freie Beweglichkeit der Bevölkerung nicht einzuschränken, bevor man Fakten habe, auf die man eine solche Entscheidung gründen könne, so der Ministerpräsident. „In einer Demokratie braucht das Rechtswesen etwas Zeit, um zu belegen, was geschehen ist. Es ist wichtig, dem Rechtswesen die Zeit für seine Arbeit jetzt zu geben.“
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Karsten
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Selbstmord-Attentäter identifiziert
Die schwedischen Sicherheitsbehörden haben den am Sonnabend in Stockholm durch seinen eigenen Sprengsatz getöteten Selbstmordattentäter identifiziert. Danach handelt es sich um einen 28jährigen Schweden arabischer Herkunft, der im südschwedischen Tranås gemeldet war. Die Ermittlungen zu dem fehlgeschlagenen Terroranschlag werden unterdessen mit Hochdruck fortgesetzt. Dabei werden auch mögliche Verbindungen des Täters ins Ausland untersucht.
In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass die britische Polizei in Luton bei London eigene Untersuchungen eingeleitet hat. Der Stockholmer Attentäter hatte nach Angaben der schwedischen Behörden zeitweise in Luton gewohnt und dort studiert. Luton ist als Sammelpunkt der Terroristen bekanntgeworden, die im Juli 2005 eine Serie von Anschlägen in London verübt hatten.
Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt mahnte am Sonntag zu Besonnenheit bei den Reaktionen auf den Stockholmer Anschlag. Vor Journalisten sagte Reinfeldt, es dürften keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Es sei jetzt Sache der Sicherheitsbehörden, die Tat und ihre Hintergründe mit der nötigen Zeit und Sorgfalt aufzuklären. Die freie Beweglichkeit der schwedischen Bevölkerung dürfe nicht eingeschränkt werden, bevor man Fakten habe, die eine solche Entscheidung rechtfertigen könnten.
Die Stockholmer Polizei hat seit dem Anschlag ihre Präsenz im Stadtzentrum verstärkt. Gleichzeitig wiesen die Behörden darauf hin, dass es keinen vollkommenen Schutz vor Terroranschlägen gibt.
(Quelle: Radio Schweden)
In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass die britische Polizei in Luton bei London eigene Untersuchungen eingeleitet hat. Der Stockholmer Attentäter hatte nach Angaben der schwedischen Behörden zeitweise in Luton gewohnt und dort studiert. Luton ist als Sammelpunkt der Terroristen bekanntgeworden, die im Juli 2005 eine Serie von Anschlägen in London verübt hatten.
Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt mahnte am Sonntag zu Besonnenheit bei den Reaktionen auf den Stockholmer Anschlag. Vor Journalisten sagte Reinfeldt, es dürften keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Es sei jetzt Sache der Sicherheitsbehörden, die Tat und ihre Hintergründe mit der nötigen Zeit und Sorgfalt aufzuklären. Die freie Beweglichkeit der schwedischen Bevölkerung dürfe nicht eingeschränkt werden, bevor man Fakten habe, die eine solche Entscheidung rechtfertigen könnten.
Die Stockholmer Polizei hat seit dem Anschlag ihre Präsenz im Stadtzentrum verstärkt. Gleichzeitig wiesen die Behörden darauf hin, dass es keinen vollkommenen Schutz vor Terroranschlägen gibt.
(Quelle: Radio Schweden)
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Gab es Warnungen vor dem Anschlag?
Die schwedischen Streitkräfte haben Berichte zurückgewiesen, wonach sie über einen möglichen Anschlag in Stockholm unterrichtet gewesen seien. Der Pressechef der Streitkräfte, Erik Lagersten, erklärte, dass die Geheimdienste keine Kenntnisse von Plänen oder Hinweisen auf einen bevorstehenden Anschlag in Stockholm gehabt haben. Zuvor hatten Medien berichtet, dass es eine Warnung gegeben habe, sich von der Einkaufstraße Drottninggatan fernzuhalten. Die Sicherheitspolizei Säpo hat unterdessen angekündigt, diesem vermeintlichen Hinweis nachzugehen.
(Quelle: Radio Schweden)
(Quelle: Radio Schweden)
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Karsten
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Sicherheitsvorkehrungen verschärft
Aus Anlass des Sprengstoffanschlags haben Polizei und Sicherheitskräfte die Sicherheitsvorkehrungen in der Stockholmer Innenstadt verstärkt.
Zwar gebe es weder Drohungen noch konkrete Hinweise auf weitere geplante Anschläge, dennoch habe die Polizei unter anderem die Anzahl der zu Fuß patroullierenden Beamten deutlich erhöht, sagte eine Sprecherin der Polizei.
In einem zentral gelegenen Kaufhaus wurde eine Autogrammstunde mit der kürzlich zur Hofsängerin erkorenen, international bekannten Mezzosopranistin Malena Ernman aus Sicherheitsgründen abgesagt. Eine Reihe Läden in der Innenstadt hielten am Sonntag geschlossen.
(Quelle: Radio Schweden)
Zwar gebe es weder Drohungen noch konkrete Hinweise auf weitere geplante Anschläge, dennoch habe die Polizei unter anderem die Anzahl der zu Fuß patroullierenden Beamten deutlich erhöht, sagte eine Sprecherin der Polizei.
In einem zentral gelegenen Kaufhaus wurde eine Autogrammstunde mit der kürzlich zur Hofsängerin erkorenen, international bekannten Mezzosopranistin Malena Ernman aus Sicherheitsgründen abgesagt. Eine Reihe Läden in der Innenstadt hielten am Sonntag geschlossen.
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Muslimische Organisationen nehmen Abstand
Vertreter muslimischer Organisationen haben den Sprengstoffanschlag in der Stockholmer Innenstadt verurteilt. „Eine verrückte und wahnsinnige Tat“, sagte der Vorsitzende der Stockholmer Moschee, Mahmoud Khalfi, der zugleich auch Sprecher für religiöse Fragen des Zentralrats der Muslime in Schweden ist.
Khalfi verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Tat nicht zu einer allgemeinen Gleichsetzung von Islam mit Terrorismus und Gewalt führt. „Dieses Risiko besteht stets. Es kann auch sein, dass solche Taten rassistische und extremistische Gedanken schüren. Solche Ereignisse begünstigen leider das Heranwachsen von Rassismus“, so Mahmoud Khalfi zur Nachrichtenagentur tt.
Hassan Moussa, Sprecher des „Schwedischen Komitees zur Information über den Profeten Mohammed und die Heiligtümer des Islam“ verurteilt in einer e-Mail an tt die Sprengung. Schwedens Sicherheit und Stabilität sei eine religiöse und soziale Verpflichtung schreibt Moussa und nimmt Abstand von „allen Formen von Übergriffen, Gewalt, Drohungen und Angstmache gegen unschuldige Menschen, ungeachtet Motiv oder Vorwand.“
(Quelle: Radio Schweden)
Khalfi verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Tat nicht zu einer allgemeinen Gleichsetzung von Islam mit Terrorismus und Gewalt führt. „Dieses Risiko besteht stets. Es kann auch sein, dass solche Taten rassistische und extremistische Gedanken schüren. Solche Ereignisse begünstigen leider das Heranwachsen von Rassismus“, so Mahmoud Khalfi zur Nachrichtenagentur tt.
Hassan Moussa, Sprecher des „Schwedischen Komitees zur Information über den Profeten Mohammed und die Heiligtümer des Islam“ verurteilt in einer e-Mail an tt die Sprengung. Schwedens Sicherheit und Stabilität sei eine religiöse und soziale Verpflichtung schreibt Moussa und nimmt Abstand von „allen Formen von Übergriffen, Gewalt, Drohungen und Angstmache gegen unschuldige Menschen, ungeachtet Motiv oder Vorwand.“
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Re: Selbstmordanschlag im Weihnachtsgeschäft
Am Vormittag kamen "gewisse" Zeitungen schon mit Fotos vom vermutlichem Attentäter obwohl Säpo um 12.00 Mittags bei der pressekonferenz sagten dass sie sich zu 98 % sicher seien, fast sagte er dazu.
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jmsprivat
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Re: Selbstmordanschlag im Weihnachtsgeschäft
sorry aber das ist lächerlich
seit dem 9.11. wissen doch alle daß Großstädte ein " Angriffziel " sind !
jeder der das bestreitet ist eine Lachnummer ! Im Terrorismus gilt die
Regel : je mehr verletzte und schwerverletzte Opfer - dessto größer ist
die Schockwelle die das dementsprechende Land trifft!
Diese These ist aus den Miltärhandbüchern der Nato abegeleitet, den da ist
klipp undklar dargestellt daß jeder Verwundete Soldat mehr Kräfte und finanzielle
Mittel im Gegenerstaat bindet als ein Toter .....und wer diesesGrundsatz nicht kennt der hat schlicht und einfach in der Militärausbildung gepennt!
Grüßle
seit dem 9.11. wissen doch alle daß Großstädte ein " Angriffziel " sind !
jeder der das bestreitet ist eine Lachnummer ! Im Terrorismus gilt die
Regel : je mehr verletzte und schwerverletzte Opfer - dessto größer ist
die Schockwelle die das dementsprechende Land trifft!
Diese These ist aus den Miltärhandbüchern der Nato abegeleitet, den da ist
klipp undklar dargestellt daß jeder Verwundete Soldat mehr Kräfte und finanzielle
Mittel im Gegenerstaat bindet als ein Toter .....und wer diesesGrundsatz nicht kennt der hat schlicht und einfach in der Militärausbildung gepennt!
Grüßle
Joerg-Michael
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Hätte der Anschlag vermieden werden können?
Der Selbstmordattentäter von Stockholm war schwedischer Staatsbürger, wohnte aber auch längere Zeit in Großbritannien, wo er mit extremistischen Thesen von sich reden machte. Beide Länder sind Mitglieder der Europäischen Union. Wie aber sieht es mit der EU-internen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus aus?
Die Experten sind sich einig: Der Anschlag am Vorabend des dritten Advent in der gut besuchten Einkaufsmeile der Stockholmer City hätte verheerende Folgen haben können. Offenbar hatte der Täter vor, inmitten einer Menschenmenge, etwa im nahegelegenen Hauptbahnhof oder in einem Kaufhaus, möglichst viele Opfer mit in den Tod zu reißen. Nur wegen seines dilettantischen Hantierens mit den Sprengsätzen funktionierte die tödliche Technik nicht wie geplant, und der Täter selbst blieb das einzige Opfer.
Nicht funktioniert hat allerdings in diesem Fall auch die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden Schwedens und Großbritanniens, und in Stockholm steht die Frage im Raum, ob der terroristische Anschlag bei besserer Kooperation hätte verhindert werden können.
Doch offenbar sind die britischen Sicherheitsbehörden, allen voran der Inlands-Geheimdienst MI5, erst nach dem Stockholmer Anschlag auf den Täter aufmerksam geworden. Eine vorbeugende Zusammenarbeit war deshalb gar nicht möglich, sondern die Kooperation beider Seiten gibt es erst jetzt bei den Bemühungen um die Aufklärung der Hintergründe des Anschlages. Die Bedeutung dieser gemeinsamen Anstrengungen unterstrichen auch die Regierungschefs beider Länder, Fredrik Reinfeldt und David Cameron, in einem Telefonat nach dem Selbstmord-Attentat.
Doch bleibt offen, warum MI5 nicht auf den jungen Extremisten und seinen verhängnisvollen Weg aufmerksam wurde, denn der 1981 im Irak geborene und in Schweden aufgewachsene Taimour Abdulwahab al-Abdaly nahm 2001 an der englischen Universität Bedfordshire ein Studium auf. Die Hochschule liegt in der Stadt Luton, die nach den Londoner Terroranschlägen vom Sommer 2005 als Sammelpunkt islamistischer Terroristen bekannt geworden ist.
In diesem Milieu machte al-Abdaly mit extremistischen Parolen auf sich aufmerksam, was so weit führte, dass ihn der örtliche Imam aus der Moschee wies. Den Beamten von MI5 entging dieser ungewöhnliche Schritt, obwohl sie ihre Ermittlungen auf die muslimische Gemeinde in Luton konzentrierten und dabei mehrere Personen als mutmaßliche Extremisten namentlich erfassten.
Der Name Al-Abdaly steht nicht auf dieser Liste - für Beobachter des Metiers ein klares Versagen.
(Quelle: Radio Schweden)
Die Experten sind sich einig: Der Anschlag am Vorabend des dritten Advent in der gut besuchten Einkaufsmeile der Stockholmer City hätte verheerende Folgen haben können. Offenbar hatte der Täter vor, inmitten einer Menschenmenge, etwa im nahegelegenen Hauptbahnhof oder in einem Kaufhaus, möglichst viele Opfer mit in den Tod zu reißen. Nur wegen seines dilettantischen Hantierens mit den Sprengsätzen funktionierte die tödliche Technik nicht wie geplant, und der Täter selbst blieb das einzige Opfer.
Nicht funktioniert hat allerdings in diesem Fall auch die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden Schwedens und Großbritanniens, und in Stockholm steht die Frage im Raum, ob der terroristische Anschlag bei besserer Kooperation hätte verhindert werden können.
Doch offenbar sind die britischen Sicherheitsbehörden, allen voran der Inlands-Geheimdienst MI5, erst nach dem Stockholmer Anschlag auf den Täter aufmerksam geworden. Eine vorbeugende Zusammenarbeit war deshalb gar nicht möglich, sondern die Kooperation beider Seiten gibt es erst jetzt bei den Bemühungen um die Aufklärung der Hintergründe des Anschlages. Die Bedeutung dieser gemeinsamen Anstrengungen unterstrichen auch die Regierungschefs beider Länder, Fredrik Reinfeldt und David Cameron, in einem Telefonat nach dem Selbstmord-Attentat.
Doch bleibt offen, warum MI5 nicht auf den jungen Extremisten und seinen verhängnisvollen Weg aufmerksam wurde, denn der 1981 im Irak geborene und in Schweden aufgewachsene Taimour Abdulwahab al-Abdaly nahm 2001 an der englischen Universität Bedfordshire ein Studium auf. Die Hochschule liegt in der Stadt Luton, die nach den Londoner Terroranschlägen vom Sommer 2005 als Sammelpunkt islamistischer Terroristen bekannt geworden ist.
In diesem Milieu machte al-Abdaly mit extremistischen Parolen auf sich aufmerksam, was so weit führte, dass ihn der örtliche Imam aus der Moschee wies. Den Beamten von MI5 entging dieser ungewöhnliche Schritt, obwohl sie ihre Ermittlungen auf die muslimische Gemeinde in Luton konzentrierten und dabei mehrere Personen als mutmaßliche Extremisten namentlich erfassten.
Der Name Al-Abdaly steht nicht auf dieser Liste - für Beobachter des Metiers ein klares Versagen.
(Quelle: Radio Schweden)
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Experten: Schweden ist auf Terror schlecht vorbereitet
Schweden hat vor dem extremistischen Islamismus allzu lange die Augen verschlossen und es verabsäumt, so wie beispielsweise die Nachbarländer Norwegen und Dänemark nationale Strategien gegen den Extremismus zu entwickeln. Das schreibt die Tageszeitung Dagens Nyheter unter Verweis auf mehrere Experten. Tore Björgo, Professor für Polizeiwesen an der Polizeihochschule in Oslo, sagte der Zeitung, das schwedische Hinterherhinken sei der "bedeckten Haltung" des Landes geschuldet. Man habe den religiösen Extremismus und die Radikalisierung nicht als Problem herausstellen wollen. Stattdessen habe man sich auf die Vorbeugung von Links- und Rechtsextremismus konzentriert. Demokratie-Ministerin Birgitta Ohlsson hatte erst im November angemerkt, in Schweden fehle eine "zielgerichtete Arbeit gegen gewaltbereiten islamistischen Extremismus".
(Quelle: Radio Schweden)
(Quelle: Radio Schweden)
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Wachsende Kritik an twitterndem Außenminister
Die Kritik an Außenminister Carl Bildts raschem Vorpreschen nach dem Terroranschlag vom Samstag wächst. Der für seine regen Aktivitäten in den elektronischen Medien bekannte Minister hatte Stunden vor den ersten offiziellen Mitteilungen durch Polizei und Presse über einen "extrem beunruhigenden Versuch eines Terroranschlags" getwittert. Oberst Po Bellnäs, Mitglied der am Sonntag einberufenen Katastrophenkommission, stellte sich skeptisch zu der Frage, ob "Außenminister überhaupt twittern sollten". In einer solchen Situation müsse die Regierung informieren , "und nicht ein Minister privat".
Håkan Juholt, sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter, kritisierte, Bildt "spricht für die Regierung, aber findet, er ist unabhängig von der Regierung und steht über allem". Bildts Twittern schaffe Unsicherheit und Spekulationen, so Juholt. Carl Bildt sprach seinerseits von einer "Pseudo-Debatte". Der schwedische Außenminister ist seit langem für seine eigenwilligen, unabhängig von der Regierung getätigten Mitteilungen bekannt, so in seinem Blog, der sich in Schweden seit Jahren hoher Popularität erfreut.
(Quelle: Radio Schweden)
Håkan Juholt, sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter, kritisierte, Bildt "spricht für die Regierung, aber findet, er ist unabhängig von der Regierung und steht über allem". Bildts Twittern schaffe Unsicherheit und Spekulationen, so Juholt. Carl Bildt sprach seinerseits von einer "Pseudo-Debatte". Der schwedische Außenminister ist seit langem für seine eigenwilligen, unabhängig von der Regierung getätigten Mitteilungen bekannt, so in seinem Blog, der sich in Schweden seit Jahren hoher Popularität erfreut.
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Karsten
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Lars Vilks weist Mitverantwortung zurück
Beim Selbstmordanschlag von Stockholm wurde auch der umstrittene Künstler Lars Vilks als ein Motiv genannt. Vilks hatte den Propheten Mohammed als Hund gezeichnet und war bereits persönlich Ziel von Anschlägen mit islamistischem Hintergrund. Am Montag nach dem Anschlag weihte Vilks eine Kunstausstellung im südschwedischen Lund ein – unter verschärfter Bewachung der Polizei.
Lars Vilks weiß zu provozieren. So zeichnete er den Propheten Mohammed als Hund in einem Kreisverkehr. In der Bekennermitteilung vom aktuellen Anschlag wird Vilks deshalb auch ausdrücklich als einer der Gründe für die Aktion genannt.
„Ich konnte nicht einfach dasitzen und alle Ungerechtigkeiten gegen den Islam und den Propheten Mohammed geschehen lassen, als das Schwein Vilks dies getan hat“, ließ der Attentäter die Polizei und die Medien wissen.
Vilks ist sich bewusst, dass er zum Hassobjekt islamischer Extremisten geworden ist: „Ich bin auf ewig dazu verurteilt, für viele Muslime das Symbol des Bösen zu sein“, so Vilks bei der Eröffnung einer Ausstellung in Lund, nur zwei Tage nach dem Anschlag von Stockholm.
Unter Bewachung
Die Polizei hat ihn deshalb auch unter besondere Bewachung gestellt. Bereits zuvor war Vilks persönlich Ziel von Attacken geworden. Eine Vorlesung in Uppsala musste er wegen erzürnter Zuhörer abbrechen. Und zwei Männer versuchten sein Haus anzuzünden. Dazu Vilks: „Die zwei Typen, die versucht haben mich und mein Haus anzuzünden, waren ja richtige Amateure. Genauso wie der Selbstmordattentäter jetzt in Stockholm. Die Tat war ja schlecht ausgeführt. Aber das spielt keine Rolle. Irgendwann gelingt ihnen vielleicht alles.“
Vilks sieht bei sich selbst keine Verantwortung für die Anschläge – auch nicht für die Ereignisse von Stockholm. Er möchte die Meinungsfreiheit verteidigen, betont er. Und nutzt dies in seinen künstlerischen Aktionen. So hat er auch unmittelbar auf die aktuelle Tat reagiert und zusammen mit Künstlerkollegen, ein Bild vom Bombenanschlag in Stockholm gemalt, das jetzt in Lund ausgestellt wird.
Angriffe in Facebook
Vilks berichtet, dass er jetzt in der Öffentlichkeit, etwa in Facebook, von neutralen Beobachtern wegen seiner Provokationen angegriffen wird. Er hat sich jedoch damit abgefunden, eine Reizfigur zu sein: „Manche meinen, ich könnte jetzt öffentlich um Entschuldigung bitten. Aber das kümmert doch keinen.“
Terroristen sollten nicht darüber bestimmen, wie Meinungsfreiheit und Demokratie zu funktionieren habe, fordert Vilks. Der Künstler wird also weiter provozieren und dabei die Gewissheit haben, die Augen der Öffentlichkeit auf sich gerichtet zu haben.
(Quelle: Radio Schweden)
Lars Vilks weiß zu provozieren. So zeichnete er den Propheten Mohammed als Hund in einem Kreisverkehr. In der Bekennermitteilung vom aktuellen Anschlag wird Vilks deshalb auch ausdrücklich als einer der Gründe für die Aktion genannt.
„Ich konnte nicht einfach dasitzen und alle Ungerechtigkeiten gegen den Islam und den Propheten Mohammed geschehen lassen, als das Schwein Vilks dies getan hat“, ließ der Attentäter die Polizei und die Medien wissen.
Vilks ist sich bewusst, dass er zum Hassobjekt islamischer Extremisten geworden ist: „Ich bin auf ewig dazu verurteilt, für viele Muslime das Symbol des Bösen zu sein“, so Vilks bei der Eröffnung einer Ausstellung in Lund, nur zwei Tage nach dem Anschlag von Stockholm.
Unter Bewachung
Die Polizei hat ihn deshalb auch unter besondere Bewachung gestellt. Bereits zuvor war Vilks persönlich Ziel von Attacken geworden. Eine Vorlesung in Uppsala musste er wegen erzürnter Zuhörer abbrechen. Und zwei Männer versuchten sein Haus anzuzünden. Dazu Vilks: „Die zwei Typen, die versucht haben mich und mein Haus anzuzünden, waren ja richtige Amateure. Genauso wie der Selbstmordattentäter jetzt in Stockholm. Die Tat war ja schlecht ausgeführt. Aber das spielt keine Rolle. Irgendwann gelingt ihnen vielleicht alles.“
Vilks sieht bei sich selbst keine Verantwortung für die Anschläge – auch nicht für die Ereignisse von Stockholm. Er möchte die Meinungsfreiheit verteidigen, betont er. Und nutzt dies in seinen künstlerischen Aktionen. So hat er auch unmittelbar auf die aktuelle Tat reagiert und zusammen mit Künstlerkollegen, ein Bild vom Bombenanschlag in Stockholm gemalt, das jetzt in Lund ausgestellt wird.
Angriffe in Facebook
Vilks berichtet, dass er jetzt in der Öffentlichkeit, etwa in Facebook, von neutralen Beobachtern wegen seiner Provokationen angegriffen wird. Er hat sich jedoch damit abgefunden, eine Reizfigur zu sein: „Manche meinen, ich könnte jetzt öffentlich um Entschuldigung bitten. Aber das kümmert doch keinen.“
Terroristen sollten nicht darüber bestimmen, wie Meinungsfreiheit und Demokratie zu funktionieren habe, fordert Vilks. Der Künstler wird also weiter provozieren und dabei die Gewissheit haben, die Augen der Öffentlichkeit auf sich gerichtet zu haben.
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Sozialdemokraten nun für Abhörgesetz
Angesichts des Selbstmordattentats vom vergangenen Samstag in Stockholm haben Schwedens oppositionelle Sozialdemokraten ihre Position zum Abhörgesetz FRA geändert. Die Partei halte nicht mehr an der Forderung fest, das umstrittene Gesetz abzuschaffen, sagte der Sozialdemokrat Morgan Johansson, Vorsitzender des parlamentarischen Justizausschusses, der Tageszeitung Svenska Dagbladet. Nunmehr teilt man demnach die Position der bürgerlichen Regierung. Die Geheimpolizei Säpo soll demnach das Recht auf entsprechende Abhörmöglichkeiten erhalten, um Terroristen leichter auf die Spur kommen zu können.
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Schwedendemokraten verlangen Extremismus-Debatte
Die Schwedendemokraten wollen eine Reichstagsdebatte über gewaltbereiten islamistischen Extremismus. Ihren Antrag begründeten sie damit, dass Schweden erstmals einem Terrorattentat von islamistischer Seite ausgesetzt worden sei. Sie wiesen zudem auf einen für Mittwoch angekündigten Bericht der schwedischen Geheimpolizei Säpo über gewaltbereiten Islamismus hin. Angeblich habe die Säpo 200 Islamisten in Schweden im Visier, von denen etwa 70 bis 80 Prozent als gewaltbereit einzustufen seien, berichtete die Zeitung Aftonbladet. Den Antrag auf eine aktuelle Reichstagsdebatte muss der Parlamentssprecher in Absprache mit den Parteivorsitzenden bewilligen. Dies soll am Mittwoch geschehen.
(Quelle: Radio Schweden)
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Stockholmer U-Bahn: Erhöhte Alarmbereitschaft
Seit Montag ist in der Stockholmer U-Bahn zusätzliches Sicherheitspersonal unterwegs. Die Stockholmer Verkehrsgesellschaft Lokaltrafik reagierte hiermit auf den Terroranschlag am Samstag. Reisende sollten sich in der U-Bahn und im gesamten öffentlichen Nahverkehr sicher fühlen, so ein Sprecher von Lokaltrafik. Mindestens bis Ende der Woche sollen die zusätzlichen Mitarbeiter im Dienst sein. Außerdem ist das gesamte Personal zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.
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Anschlag in Stockholm Teil einer Anschlagsserie?
Die irakische Regierung warnt vor Anschlägen in Europa und den USA zur Weihnachtszeit. Demnach planen Terroristen mit Verbindung zu al-Qaida eine Anschlagsserie, deren Auftakt das Attentat in Stockholm gewesen sein soll. Dies sagte der irakische Innenminister Dschawad al-Bolani der Nachrichtenagentur AP. Laut Al-Bolani und dem irakische Außenminister Hoschjar Sebari hat der Irak Interpol sowie die zuständigen Behörden in Europa und den USA informiert. Sebari sprach gegenüber AP von einer „ernstzunehmenden Bedrohung“. Welche europäischen Länder die Terroristen im Visier haben sollen, ist nicht bekannt. Die Informationen stammen angeblich aus einem Verhör mit festgenommenen irakischen Aufständischen, die laut al-Bolani in direktem Kontakt mit al-Qaida stehen. Erst nach dem Attentat in Stockholm habe man erfahren, dass dieser Teil einer längeren Anschlagsserie sein solle, so der irakische Innenminister. Die Angaben sind bisher von keiner anderen Quelle bekräftigt worden. Die schwedische Geheimpolizei Säpo hat sich bisher noch nicht hierzu geäußert und verweist auf eine Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag.
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Drohmail blieb ungeöffnet
Die schwedische Geheimpolizei Säpo hat die Drohmail des Attentäters Taimour Abdulwahab al-Abdaly erst fünf Stunden nach Erhalt geöffnet. Dies bestätigte ein Sprecher der Säpo am Mittwochabend. In der Nachricht, die al-Abdaly kurz vor der Tat an die Säpo und die Nachrichtenagentur TT geschickt hatte, rechtfertigte er seine Tat in einer Tonaufnahme. Da sich in der Nachricht keine konkreten Orts- und Zeitangaben fanden, hätte die Säpo den Attentäter zwar nicht stoppen können.
Unter anderen Umständen könnten solche Informationen jedoch entscheidend sein, wie Terrorismusexperte Magnus Ranstorp der Nachrichtenagentur TT sagte. Auch von politischer Seite hagelt es nun Kritik an der Arbeitsweise der Säpo. Peter Eriksson, Vorsitzender der Umweltpartei, sagte, es sei völlig unvernünftig, dass eine solche Zeitspanne verstrichen sei, bis die Nachricht gelesen worden sei.
(Quelle: Radio Schweden)
Unter anderen Umständen könnten solche Informationen jedoch entscheidend sein, wie Terrorismusexperte Magnus Ranstorp der Nachrichtenagentur TT sagte. Auch von politischer Seite hagelt es nun Kritik an der Arbeitsweise der Säpo. Peter Eriksson, Vorsitzender der Umweltpartei, sagte, es sei völlig unvernünftig, dass eine solche Zeitspanne verstrichen sei, bis die Nachricht gelesen worden sei.
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"Schweden fehlt eine nationale Strategie"
Schweden hat vor dem extremistischen Islamismus lange die Augen verschlossen. Um dem Problem zu begegnen, ist nun dringend eine geschlossene nationale Strategie vonnöten. Dies betont Magnus Ranstorp, Terrorismus-Experte an der schwedischen Hochschule für Verteidigung. Im Gespräch mit SR International erklärte Ranstorp, eine nationale Strategie zur Vorbeugung extremistischer Entwicklungen müsse vor allem auf lokalem und kommunalem Niveau umgesetzt werden. Dort fehlten aber häufig Geld und die nötigen Kenntnisse. Zumeist fokussiere man stattdessen auf Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, so mit dem an Rechtsextremisten gerichteten Ausstiegs-Programm „Exit“.
Für islamistischen Extremismus haben wir nichts Entsprechendes, möglicherweise gibt es in diesen Bewegungen ja auch nicht viele Ausstiegswillige. Aber wahrscheinlich müssen wir darüber nachdenken, was im Rahmen einer nationalen Strategie am besten funktioniert, welche Werkzeuge wir anwenden können, wie beispielsweise in Dänemark und Norwegen.“
Die zwei nordischen Nachbarländer sind schon mehrfach als Vorbilder für Schweden genannt worden. In beiden Ländern existieren nationale Handlungspläne, betont Magnus Ranstorp. Vorbeugende Maßnahmen in Dänemark und Norwegen richten sich vor allem an die Adresse von Jugendlichen. „Es gibt verschiedene Arten von Plattformen, in deren Rahmen man zum Beispiel mit Repräsentanten staatlicher Organe außenpolitische Fragen diskutieren kann. Man investiert mehr Geld in die Forschung rund um das Problem, und es gibt eine Reihe ganz zielgerichteter Einsätze. Bei der Arbeit mit Jugendlichen geht es um Führungsfragen sowie um Kenntnisse in Sachen Demokratie und darum, Gegenpole zum Extremismus zu entwickeln.“
Berührungsängste
Schweden habe sich lange auf die Bekämpfung von Links- und Rechtsextremismus konzentriert und den Islamismus dabei außer Acht gelassen, so Ranstorp. In Kommentaren nach dem Terrorattentat war verschiedentlich kritisiert worden, Schweden wage sich ganz einfach an das Thema nicht heran.
„Es handelt sich um ein extrem sensibles Thema“, bestätigt Ranstorp. „Im Kielwasser dieser Tat geht es nun um sozialen Zusammenhalt und darum, Polarisierungen zu vermeiden, und natürlich spielen Berührungsängste eine Rolle. Aber sobald das Thema islamistischer Extremismus aufkommt, wird es schwer, ein realistisches, nuanciertes Gefahrenbild zu diskutieren, ohne dass Anschuldigungen über Rassismus und Islamophobie fallen. Ich denke, dass wir zu oft und zu schnell in diese Falle tappen, sodass wir diese Fragen nicht auf eine gesunde und realistische Art diskutieren können. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Debatte am besten führen können. Wir dürfen das Gefahrenbild und die gesamte Problematik nicht übertreiben. Aber wir müssen auch sehen, dass es Gewalttaten gibt, die fälschlicherweise und unakzeptablerweise im Namen der Religion legitimiert werden.“
(Quelle: Radio Schweden)
Für islamistischen Extremismus haben wir nichts Entsprechendes, möglicherweise gibt es in diesen Bewegungen ja auch nicht viele Ausstiegswillige. Aber wahrscheinlich müssen wir darüber nachdenken, was im Rahmen einer nationalen Strategie am besten funktioniert, welche Werkzeuge wir anwenden können, wie beispielsweise in Dänemark und Norwegen.“
Die zwei nordischen Nachbarländer sind schon mehrfach als Vorbilder für Schweden genannt worden. In beiden Ländern existieren nationale Handlungspläne, betont Magnus Ranstorp. Vorbeugende Maßnahmen in Dänemark und Norwegen richten sich vor allem an die Adresse von Jugendlichen. „Es gibt verschiedene Arten von Plattformen, in deren Rahmen man zum Beispiel mit Repräsentanten staatlicher Organe außenpolitische Fragen diskutieren kann. Man investiert mehr Geld in die Forschung rund um das Problem, und es gibt eine Reihe ganz zielgerichteter Einsätze. Bei der Arbeit mit Jugendlichen geht es um Führungsfragen sowie um Kenntnisse in Sachen Demokratie und darum, Gegenpole zum Extremismus zu entwickeln.“
Berührungsängste
Schweden habe sich lange auf die Bekämpfung von Links- und Rechtsextremismus konzentriert und den Islamismus dabei außer Acht gelassen, so Ranstorp. In Kommentaren nach dem Terrorattentat war verschiedentlich kritisiert worden, Schweden wage sich ganz einfach an das Thema nicht heran.
„Es handelt sich um ein extrem sensibles Thema“, bestätigt Ranstorp. „Im Kielwasser dieser Tat geht es nun um sozialen Zusammenhalt und darum, Polarisierungen zu vermeiden, und natürlich spielen Berührungsängste eine Rolle. Aber sobald das Thema islamistischer Extremismus aufkommt, wird es schwer, ein realistisches, nuanciertes Gefahrenbild zu diskutieren, ohne dass Anschuldigungen über Rassismus und Islamophobie fallen. Ich denke, dass wir zu oft und zu schnell in diese Falle tappen, sodass wir diese Fragen nicht auf eine gesunde und realistische Art diskutieren können. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Debatte am besten führen können. Wir dürfen das Gefahrenbild und die gesamte Problematik nicht übertreiben. Aber wir müssen auch sehen, dass es Gewalttaten gibt, die fälschlicherweise und unakzeptablerweise im Namen der Religion legitimiert werden.“
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SÄPO: "200 gewaltbereite Islamisten in Schweden"
Vier Tage nach dem Stockholmer Selbstmordanschlag hat die schwedische Sicherheitspolizei der Regierung ihren lange angekündigten Bericht über Gewalt befürwortenden islamistischen Extremismus in Schweden vorgelegt. Dabei betonten die leitenden Beamten der Behörde, das gescheiterte Attentat ändere nichts an den im Bericht enthaltenen Einschätzungen.
Säpo: "Einschätzung unverändert"
In Schweden gibt es zurzeit etwa 200 gewaltbereite islamistische Extremisten. Das ist der Kernpunkt des vor längerer Zeit von der Regierung angeforderten Berichts der Sicherheitspolizei Säpo zur terroristischen Bedrohung des Landes.
Die Chefanalytikerin der Säpo-Anti-Terror-Einheit, Malena Rembe, betonte bei der Vorlage der Dokumentation, man habe sich auf Erkenntnisse und Material des Jahres 2009 gestützt, doch änderten die jüngsten Ereignisse nichts an den gezogenen Schlussfolgerungen:
"Im Bericht haben wir gesagt, dass sich die konkrete Bedrohung vor allem gegen Menschen in anderen Ländern richtet. Nach dem Attentatsversuch vom Sonnabend sehen wir, dass es auch eine ernste Bedrohung gegen Menschen in Schweden gibt, doch ist es wichtig zu betonen, dass wir weiterhin davon ausgehen, dass es keine Bedrohung der grundlegenden Strukturen der schwedischen Gesellschaft, des demokratischen Systems oder der zentralen Führung des Staates gibt."
Aus dem Bericht geht hervor, dass die meisten der gewaltbereiten Extremisten zwar miteinander in Verbindung stehen, ohne jedoch ein organisiertes Netzwerk zu bilden. Malena Rembe beschrieb die zu der erfassten Gruppe gezählten Verdächtigen so:
"Personen mit schwedischer Personennummer, die in Schweden amtlich gemeldet sind. Die meisten sind Männer, aber es sind auch einige Frauen dabei. Diese Personen sind vor allem in Stockholm, Göteborg und Malmö ansässig. Sie alle waren oder sind an Aktivitäten beteiligt, die als Gewalt bejahend islamistisch bezeichnet werden können."
Diese Aktivitäten richten sich nach den gewonnenen Erkenntnissen vor allem gegen die Stationierung fremder Truppen in islamischen Ländern. In jüngster Zeit haben dem Bericht zufolge auch gewaltsame Handlungen aus Protest gegen Vorgänge zugenommen, die als Beleidigung des Islam empfunden werden. In diesem Zusammenhang werden die dänischen Mohammed-Karikaturen ebenso genannt wie die von Lars Vilks veröffentlichte Zeichnung von Mohammed in Gestalt eines Hundes.
Dazu die Anti-Terror-Spezialistin:
"Die sicherheitsbedrohende Tätigkeit, die von diesen Personen betrieben wird, geschieht vor allem zur Unterstützung oder auch eigener Ausübung von Terrorverbrechen in anderen Ländern und, wie wir gesehen haben, in Schweden."
Um der geschilderten Bedrohung künftig begegnen zu können, werden in dem Bericht Maßnahmen zur Vertrauensbildung vorgeschlagen. Dazu heißt es, schon in den Schulen müsse zur besseren Aufklärung und zur Bildung eines Dialoges über das Zusammenleben in der schwedischen Gesellschaftsordnung beigetragen werden.
Ergänzend sagte Säpo-Chef Anders Danielsson:
"Wir haben auch Kontakte mit Vertretern der schwedischen Muslime. In der öffentlichen Debatte werden Muslime oft wegen des Gewalt befürwortenden Islamismus zur Rede gestellt, und deshalb wollen wir auch von ihnen wissen, was man ihrer Meinung nach gegen diese Entwicklung tun kann."
Demokratieministerin Birgitta Ohlsson bezeichnete die im Bericht enthaltenen Aussagen und Schlussfolgerungen als wichtig für das weitere Vorgehen. Sie nannte zwei Schwerpunkte der künftigen politischen Aufgaben:
"Dieser Bericht ist ja vor allem auf die vorbeugende Arbeit zur Verhinderung von Terror ausgerichtet, und da ist es wichtig, von anderen zu lernen. Zum Beispiel haben die Niederlande einen effektiven Dialog mit Vertretern des Islam aufgebaut. Bei den präventiven Bemühungen geht es auch darum, diejenigen gesellschaftlich aufzufangen, die sich von den radikalen Gruppen abwenden.
Bei rechtsextremen Gruppen ist uns das ganz gut gelungen, aber für Menschen, die dem radikalisierten Islamismus den Rücken kehren, haben wir noch nichts Entsprechendes. Da müssen wir neue Wege finden."
(Quelle: Radio Schweden)
Säpo: "Einschätzung unverändert"
In Schweden gibt es zurzeit etwa 200 gewaltbereite islamistische Extremisten. Das ist der Kernpunkt des vor längerer Zeit von der Regierung angeforderten Berichts der Sicherheitspolizei Säpo zur terroristischen Bedrohung des Landes.
Die Chefanalytikerin der Säpo-Anti-Terror-Einheit, Malena Rembe, betonte bei der Vorlage der Dokumentation, man habe sich auf Erkenntnisse und Material des Jahres 2009 gestützt, doch änderten die jüngsten Ereignisse nichts an den gezogenen Schlussfolgerungen:
"Im Bericht haben wir gesagt, dass sich die konkrete Bedrohung vor allem gegen Menschen in anderen Ländern richtet. Nach dem Attentatsversuch vom Sonnabend sehen wir, dass es auch eine ernste Bedrohung gegen Menschen in Schweden gibt, doch ist es wichtig zu betonen, dass wir weiterhin davon ausgehen, dass es keine Bedrohung der grundlegenden Strukturen der schwedischen Gesellschaft, des demokratischen Systems oder der zentralen Führung des Staates gibt."
Aus dem Bericht geht hervor, dass die meisten der gewaltbereiten Extremisten zwar miteinander in Verbindung stehen, ohne jedoch ein organisiertes Netzwerk zu bilden. Malena Rembe beschrieb die zu der erfassten Gruppe gezählten Verdächtigen so:
"Personen mit schwedischer Personennummer, die in Schweden amtlich gemeldet sind. Die meisten sind Männer, aber es sind auch einige Frauen dabei. Diese Personen sind vor allem in Stockholm, Göteborg und Malmö ansässig. Sie alle waren oder sind an Aktivitäten beteiligt, die als Gewalt bejahend islamistisch bezeichnet werden können."
Diese Aktivitäten richten sich nach den gewonnenen Erkenntnissen vor allem gegen die Stationierung fremder Truppen in islamischen Ländern. In jüngster Zeit haben dem Bericht zufolge auch gewaltsame Handlungen aus Protest gegen Vorgänge zugenommen, die als Beleidigung des Islam empfunden werden. In diesem Zusammenhang werden die dänischen Mohammed-Karikaturen ebenso genannt wie die von Lars Vilks veröffentlichte Zeichnung von Mohammed in Gestalt eines Hundes.
Dazu die Anti-Terror-Spezialistin:
"Die sicherheitsbedrohende Tätigkeit, die von diesen Personen betrieben wird, geschieht vor allem zur Unterstützung oder auch eigener Ausübung von Terrorverbrechen in anderen Ländern und, wie wir gesehen haben, in Schweden."
Um der geschilderten Bedrohung künftig begegnen zu können, werden in dem Bericht Maßnahmen zur Vertrauensbildung vorgeschlagen. Dazu heißt es, schon in den Schulen müsse zur besseren Aufklärung und zur Bildung eines Dialoges über das Zusammenleben in der schwedischen Gesellschaftsordnung beigetragen werden.
Ergänzend sagte Säpo-Chef Anders Danielsson:
"Wir haben auch Kontakte mit Vertretern der schwedischen Muslime. In der öffentlichen Debatte werden Muslime oft wegen des Gewalt befürwortenden Islamismus zur Rede gestellt, und deshalb wollen wir auch von ihnen wissen, was man ihrer Meinung nach gegen diese Entwicklung tun kann."
Demokratieministerin Birgitta Ohlsson bezeichnete die im Bericht enthaltenen Aussagen und Schlussfolgerungen als wichtig für das weitere Vorgehen. Sie nannte zwei Schwerpunkte der künftigen politischen Aufgaben:
"Dieser Bericht ist ja vor allem auf die vorbeugende Arbeit zur Verhinderung von Terror ausgerichtet, und da ist es wichtig, von anderen zu lernen. Zum Beispiel haben die Niederlande einen effektiven Dialog mit Vertretern des Islam aufgebaut. Bei den präventiven Bemühungen geht es auch darum, diejenigen gesellschaftlich aufzufangen, die sich von den radikalen Gruppen abwenden.
Bei rechtsextremen Gruppen ist uns das ganz gut gelungen, aber für Menschen, die dem radikalisierten Islamismus den Rücken kehren, haben wir noch nichts Entsprechendes. Da müssen wir neue Wege finden."
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Fatwa gegen Bombenanschlag
Der schwedische Imam Hassan Moussa hat den Bombenanschlag von Stockholm verurteilt. Er hat gegenüber dem Schwedischen Rundfunk eine Fatwa gegen die Tat ausgesprochen. Das Geschehene sei verboten und verbrecherisch. Auch lasse der Islam die Verherrlichung und Rechtfertigung des Terroranschlages nicht zu, so Moussa in seiner Fatwa. Moussa gilt als einer einflussreichsten Imame in Schweden. Er ist Vorsitzender des Imamrates in Schweden, stellvertretender Vorsitzender des schwedischen Fatwa-Rates und Mitglied des internationalen muslimischen Fatwa-Gremiums.
(Quelle: Radio Schweden)
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Reinfeldt: "Sie können mitten unter uns sein"
In seiner Weihnachtsansprache hat der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt dazu aufgerufen, trotz Terrordrohungen an den Grundsätzen der demokratischen Gesellschaft festzuhalten. Reinfeldt betonte:
„Offenheit, Freiheit und Vielfalt, das sind die Eigenschaften, die Schweden prägen. Doch die Perspektive der vergangenen Woche hat gezeigt, was passiert, wenn ein Selbstmordattentäter diese Grundsätze angreift. Ihm ging es nicht um eine Präsenz in Afghanistan oder etwas Ähnliches. Er hasste unsere Offenheit, Freiheit und Vielfalt und wollte sie kaputt machen.“
Reinfeldt mahnte zu Wachsamkeit angesichts möglicher weiterer Anschläge durch gleichgesinnte Extremisten:
„Auch wenn es nicht allzu viele sind, und auch wenn ihre Zahl nicht zunimmt, müssen wir begreifen, dass jemand, der plötzlich extrem handelt, auch hier geboren sein kann und trotzdem ein ganz anders Schweden sieht – mitten unter uns.“
Eine klare Absage erteilte der Regierungschef Forderungen aus islamistischen Kreisen nach Einführung von Sharia-Gesetzen:
„In Schweden gelten schwedische Gesetze und Demokratie. Sie stehen über irgendwelchen religiösen Schriften. Man kann also in Schweden nicht auf einen religiösen Text verweisen und verlangen, dass er schwedischen Gesetzen übergeordnet werden muss. So sieht Schweden nicht aus. Wir wollen unsere Demokratie bewahren und von den Gesetzen geleitet werden, die wir gemeinsam beschlossen haben.“
(Quelle: Radio Schweden)
„Offenheit, Freiheit und Vielfalt, das sind die Eigenschaften, die Schweden prägen. Doch die Perspektive der vergangenen Woche hat gezeigt, was passiert, wenn ein Selbstmordattentäter diese Grundsätze angreift. Ihm ging es nicht um eine Präsenz in Afghanistan oder etwas Ähnliches. Er hasste unsere Offenheit, Freiheit und Vielfalt und wollte sie kaputt machen.“
Reinfeldt mahnte zu Wachsamkeit angesichts möglicher weiterer Anschläge durch gleichgesinnte Extremisten:
„Auch wenn es nicht allzu viele sind, und auch wenn ihre Zahl nicht zunimmt, müssen wir begreifen, dass jemand, der plötzlich extrem handelt, auch hier geboren sein kann und trotzdem ein ganz anders Schweden sieht – mitten unter uns.“
Eine klare Absage erteilte der Regierungschef Forderungen aus islamistischen Kreisen nach Einführung von Sharia-Gesetzen:
„In Schweden gelten schwedische Gesetze und Demokratie. Sie stehen über irgendwelchen religiösen Schriften. Man kann also in Schweden nicht auf einen religiösen Text verweisen und verlangen, dass er schwedischen Gesetzen übergeordnet werden muss. So sieht Schweden nicht aus. Wir wollen unsere Demokratie bewahren und von den Gesetzen geleitet werden, die wir gemeinsam beschlossen haben.“
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Ermittlungen zum Anschlag dauern an
Die schwedischen Sicherheitsbehörden arbeiten weiter an der Aufklärung der Hintergründe des Selbstmordanschlages vom elften Dezember in Stockholm. Die Sicherheitspolizei Säpo hat Medienberichte über vermutliche Mittäter des von seinem eigenen Sprengsatz getöteten Terroristen nicht bestätigt. Eine Säpo-Sprecherin sagte, man habe keine konkreten Hinweise auf mögliche Helfer, doch würden die Ermittlungen auch in dieser Richtung fortgesetzt.
Die nach dem Anschlag verstärkte Streifentätigkeit der Polizei soll bis auf weiteres aufrecht erhalten werden.
Sprecher der muslimischen Gemeinden in Schweden haben sich nachdrücklich von dem Anschlag distanziert. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die im Fatwa-Rat vertretenen Imame die Tat als verwerflich. Sie betonten, Töten und Terror seien nicht mit der islamischen Glaubenslehre vereinbar.
(Quelle: Radio Schweden)
Die nach dem Anschlag verstärkte Streifentätigkeit der Polizei soll bis auf weiteres aufrecht erhalten werden.
Sprecher der muslimischen Gemeinden in Schweden haben sich nachdrücklich von dem Anschlag distanziert. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die im Fatwa-Rat vertretenen Imame die Tat als verwerflich. Sie betonten, Töten und Terror seien nicht mit der islamischen Glaubenslehre vereinbar.
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Weiter hohe Polizei-Bereitschaft in der Innenstadt
Zwölf Tage nach dem gescheiterten Terroranschlag in der Stockholmer Innenstadt ist die Polizei weiter verstärkt im Einsatz. Einem Sprecher der Landeskriminalpolizei Stockholm zufolge werde dies auf unbestimmte Zeit so bleiben. So lange die Ermittlungen weiter liefen sei es für die Bevölkerung wichtig, viele Polizisten als Ansprechpartner in der Nähe zu wissen, die Informationen entgegen nehmen können. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, haben die Ermittlungen der Sicherheitspolizei Säpo noch keine weiteren Erkenntnisse gebracht, die für die Öffentlichkeit von Interesse wären.
(Quelle: Radio Schweden)
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Witwe publizierte Drohungen auf youtube
Nach dem Selbstmordattentat in Stockholm im Dezember bleibt die Frage nach möglichen Mittätern bei der Vorbereitung der geplanten Terrorattacke ungeklärt. Mittlerweile wurde bekannt, dass es sich bei der Person, die nach der Tat belastendes Tonmaterial auf dem Youtube-Account des Attentäters veröffentlicht hatte, um dessen Witwe handelt. Dies hat die Frau selbst in einem Interview eingeräumt.
Das Interview war von einem britischen Journalisten geführt und im schwedischen Fernsehkanal TV4 gesendet worden. Sie selbst, so die Witwe, habe das Material, in dem Taimur Abdulwahab Drohungen gegen Schweden und das schwedische Volk ausstößt und seine Tat ankündigt, über den Account ihres Mannes bei Youtube eingestellt. Gleich lautende Botschaften waren vor der Tat bei der schwedischen Nachrichtenagentur TT und bei der Geheimpolizei Säpo eingegangen.
"Nichts gewusst"
„Ich war so naiv zu glauben, dass die Menschen die Wahrheit erfahren wollen – deshalb habe ich das Material veröffentlicht“, so die Frau. Das Rätselraten um die Frage, wer die Botschaft bei Youtube eingestellt hatte, hatte in den vergangenen Wochen den Spekulationen um mögliche Mitwisser und -täter neue Nahrung gegeben. In dem Interview gibt die Witwe jedoch an, von den Plänen nichts gewusst zu haben. Sie verurteile die Tat ebenso wie jeglichen Terrorismus, beteuert sie: „Hätte ich Bescheid gewusst, hätte ich ihn daran gehindert.“
Unterdessen laufen die Ermittlungen weiter. Ob Abdulhawab allein oder mit Unterstützung handelte, vermag die Säpo laut jüngsten Kommentaren bislang nicht zu sagen. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, sieht die Geheimpolizei zum jetzigen Zeitpunkt auch keinen Zusammenhang zwischen dem Selbstmordattentat in Stockholm und den Festnahmen mutmaßlicher islamistischer Terroristen in Dänemark in der vergangenen Woche. Der Stockholmer Selbstmordattentäter hatte in seinen Abschiedsworten den schwedischen Künstler Lars Vilks für dessen Verunglimpfung des Propheten Mohammed geschmäht; die Verdächtigen in Dänemark sollen ein Blutbad in der Kopenhagener Redaktion der Tageszeitung Jyllands-Posten geplant haben, die einst die umstrittenen Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte.
Mehr als 1000 Tipps
Bezüglich des Stockholmer Selbstmordattentats arbeite man vorbehaltlos mit sämtlichen Hinweisen, heißt es von Seiten der Säpo. Mehr als 1000 Tipps aus der Öffentlichkeit sind bei der Polizei bisher eingegangen. Im Staatlichen Kriminaltechnischen Institut werden darüber hinaus mehrere hundert Gegenstände untersucht, zumeist aus der näheren Umgebung des Tatorts. Mit dem Ergebnis der Untersuchungen ist allerdings erst Mitte Februar zu rechnen.
Auch in Dänemark dauern die Ermittlungen im Fall der am 29. Dezember Festgenommenen an. Nähere Angaben zum Ermittlungsstand will die dänische Polizei jedoch nicht machen. Vier der fünf Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft, drei in Dänemark und einer in Schweden. Ein dänisches Gericht soll in Kürze über eine Haftverlängerung entscheiden.
(Quelle: Radio Schweden)
Das Interview war von einem britischen Journalisten geführt und im schwedischen Fernsehkanal TV4 gesendet worden. Sie selbst, so die Witwe, habe das Material, in dem Taimur Abdulwahab Drohungen gegen Schweden und das schwedische Volk ausstößt und seine Tat ankündigt, über den Account ihres Mannes bei Youtube eingestellt. Gleich lautende Botschaften waren vor der Tat bei der schwedischen Nachrichtenagentur TT und bei der Geheimpolizei Säpo eingegangen.
"Nichts gewusst"
„Ich war so naiv zu glauben, dass die Menschen die Wahrheit erfahren wollen – deshalb habe ich das Material veröffentlicht“, so die Frau. Das Rätselraten um die Frage, wer die Botschaft bei Youtube eingestellt hatte, hatte in den vergangenen Wochen den Spekulationen um mögliche Mitwisser und -täter neue Nahrung gegeben. In dem Interview gibt die Witwe jedoch an, von den Plänen nichts gewusst zu haben. Sie verurteile die Tat ebenso wie jeglichen Terrorismus, beteuert sie: „Hätte ich Bescheid gewusst, hätte ich ihn daran gehindert.“
Unterdessen laufen die Ermittlungen weiter. Ob Abdulhawab allein oder mit Unterstützung handelte, vermag die Säpo laut jüngsten Kommentaren bislang nicht zu sagen. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, sieht die Geheimpolizei zum jetzigen Zeitpunkt auch keinen Zusammenhang zwischen dem Selbstmordattentat in Stockholm und den Festnahmen mutmaßlicher islamistischer Terroristen in Dänemark in der vergangenen Woche. Der Stockholmer Selbstmordattentäter hatte in seinen Abschiedsworten den schwedischen Künstler Lars Vilks für dessen Verunglimpfung des Propheten Mohammed geschmäht; die Verdächtigen in Dänemark sollen ein Blutbad in der Kopenhagener Redaktion der Tageszeitung Jyllands-Posten geplant haben, die einst die umstrittenen Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte.
Mehr als 1000 Tipps
Bezüglich des Stockholmer Selbstmordattentats arbeite man vorbehaltlos mit sämtlichen Hinweisen, heißt es von Seiten der Säpo. Mehr als 1000 Tipps aus der Öffentlichkeit sind bei der Polizei bisher eingegangen. Im Staatlichen Kriminaltechnischen Institut werden darüber hinaus mehrere hundert Gegenstände untersucht, zumeist aus der näheren Umgebung des Tatorts. Mit dem Ergebnis der Untersuchungen ist allerdings erst Mitte Februar zu rechnen.
Auch in Dänemark dauern die Ermittlungen im Fall der am 29. Dezember Festgenommenen an. Nähere Angaben zum Ermittlungsstand will die dänische Polizei jedoch nicht machen. Vier der fünf Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft, drei in Dänemark und einer in Schweden. Ein dänisches Gericht soll in Kürze über eine Haftverlängerung entscheiden.
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Ermittlungsverfahren wegen vorheriger Warnungen eingestellt
Das zivile Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt anlässlich von Gerüchten, innerhalb der schwedischen Streitkräfte sei der Terrorangriff im Dezember in der Stockholmer Innenstadt bekannt gewesen, wird eingestellt. Oberstaatsanwalt Björn Ericson teilte mit, der Verdacht, ein Angestellter der Streitkräfte habe von Plänen des Selbstmordattentäters Taimur Abdulwahab al-Abdaly gewusst und Bekannte gewarnt, sich am 11. Dezember auf die Drottninggatan zu begeben, habe sich nicht erhärtet. Es lägen nach wie vor lediglich Medienberichte vor, so Ericson. Die Sicherheitspolizei ermittelt jedoch weiter in dem Fall.
(Quelle: Radio Schweden)
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Weiter keine Hinweise auf Helfer
Knapp zwei Monate nach dem Selbstmordanschlag von Stockholm ermittelt die Sicherheitspolizei Säpo mit unverminderter Intensität nach den Hintergründen. Laut Angaben der Säpo gibt es nach wie vor keine Hinweise darauf, dass der Attentäter einen Helfer gehabt habe.
Es werde aber weiter dazu ermittelt, ebenso ob Angestellte der Sicherheitsbehörden im Vorfeld von dem Anschlag gewusst haben, so eine Erklärung der Säpo im Internet. Bisher sind rund 700 Personen verhört und Hunderte Beweisstücke untersucht worden. Definitive Ermittlungsergebnisse seien demnach unter anderem auch von noch laufenden technischen Untersuchungen abhängig, heißt es weiter. Es gibt laut Säpo auch keine Veranlassung die Stufe der Sicherheitslage zu erhöhen.
(Quelle: Radio Schweden)
Es werde aber weiter dazu ermittelt, ebenso ob Angestellte der Sicherheitsbehörden im Vorfeld von dem Anschlag gewusst haben, so eine Erklärung der Säpo im Internet. Bisher sind rund 700 Personen verhört und Hunderte Beweisstücke untersucht worden. Definitive Ermittlungsergebnisse seien demnach unter anderem auch von noch laufenden technischen Untersuchungen abhängig, heißt es weiter. Es gibt laut Säpo auch keine Veranlassung die Stufe der Sicherheitslage zu erhöhen.
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Finanzierte Festgenommener in Glasgow die Terrortat?
Der Mann, der kürzlich in Glasgow wegen Terrorverdachts festgenommen worden war, wird offenbar verdächtigt, an dem Selbstmordattentat in Stockholm im vergangenen Jahr als Finanzier beteiligt gewesen zu sein. Dies berichtet die Tageszeitung Glasgow Herald. Taimur Abdulwahab al-Abdaly, der sich am 11. Dezember in der Stockholmer City mit einer Sprengladung selbst getötet hatte, hatte sich zuvor über lange Zeiträume hinweg in Großbritannien aufgehalten.
(Quelle: Radio Schweden)
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Mutmaßlicher Terrorkomplize vor dem Haftrichter
Der vor einer Woche in Glasgow festgenommene mutmaßliche Helfer des Selbstmordattentäters von Stockholm ist am Montag dem Haftrichter vorgeführt worden. Die schottischen Ermittler beschuldigen den 30jährigen Araber des Verstoßes gegen die Anti-Terror-Gesetze.
Ein Sprecher der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo sagte in Stockholm, die Ermittlungen zu einer möglichen Tatbeteiligung des Mannes an dem gescheiterten Stockholmer Selbstmordanschlag vom 11. Dezember seien ausschließlich Sache der britischen Behörden. Auf schwedischer Seite gebe es dazu keine neuen Erkenntnisse.
(Quelle: Radio Schweden)
Ein Sprecher der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo sagte in Stockholm, die Ermittlungen zu einer möglichen Tatbeteiligung des Mannes an dem gescheiterten Stockholmer Selbstmordanschlag vom 11. Dezember seien ausschließlich Sache der britischen Behörden. Auf schwedischer Seite gebe es dazu keine neuen Erkenntnisse.
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Terrorattentat offenbar länger geplant
Das Terrorattentat vom Dezember vergangenen Jahres in Stockholm war offenbar seit Längerem geplant. Der Mann, der kürzlich in Schottland wegen des Verdachts festgenommen worden war, das Attentat finanziert zu haben, soll laut jüngsten Ermittlungsergebnissen bereits im Jahr 2003 in vier verschiedenen Banken Konten für die Finanzierung von Terror eröffnet haben.
Das berichtet die Tageszeitung Svenska Dagbladet unter Verweis auf Angaben des zuständigen Gerichts in Glasgow. Der Mann soll bereits im Sommer 2009 begonnen haben, Gelder an den Selbstmordattentäter von Stockholm, Taimour Abdulwahab, zu überweisen. Die Zahlungen wurden offenbar bis zum Tatzeitpunkt am 11. Dezember 2010 fortgesetzt. Abdulwahab hatte seine Sprengladung mitten im Vorweihnachtsgeschäft auf einer belebten Einkaufsstraße in der Stockholmer City gezündet. Man geht davon aus, dass er ursprünglich viele Menschen hatte töten wollen. letztlich kam bei dem Anschlag aber nur der Attentäter selbst ums Leben.
(Quelle: Radio Schweden)
Das berichtet die Tageszeitung Svenska Dagbladet unter Verweis auf Angaben des zuständigen Gerichts in Glasgow. Der Mann soll bereits im Sommer 2009 begonnen haben, Gelder an den Selbstmordattentäter von Stockholm, Taimour Abdulwahab, zu überweisen. Die Zahlungen wurden offenbar bis zum Tatzeitpunkt am 11. Dezember 2010 fortgesetzt. Abdulwahab hatte seine Sprengladung mitten im Vorweihnachtsgeschäft auf einer belebten Einkaufsstraße in der Stockholmer City gezündet. Man geht davon aus, dass er ursprünglich viele Menschen hatte töten wollen. letztlich kam bei dem Anschlag aber nur der Attentäter selbst ums Leben.
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Stockholmer Selbstmordattentäter war kein Amateur
Der Selbstmordattentäter, der sich im Dezember vergangenen Jahres in der Stockholmer City zu Tode sprengte, ging offenbar weitaus kenntnisreicher vor als bisher angenommen. Das hat der Terrorismus-Experte Magnus Ranstorp erklärt. Der Tageszeitung Svenska Dagbladet sagte Ranstorp, das Studium bisher unveröffentlichten Materials über das Ereignis lasse den Schluss zu, dass es sich bei Taimour Abdulwahab um einen "extrem geschickten Sprengstoffexperten" gehandelt habe oder dass er sich auf Helfer habe stützen können.
Ohnehin deute die Kompliziertheit der Aktion auf die Beteiligung mehrerer Personen hin. Auch wenn bei der Tat mitten in Vorweihnachtsverkaufs-Zeiten keine weiteren Personen zu Schaden gekommen waren, habe es sich beim Täter im Gegensatz zu früheren Angaben kaum um einen Amateur gehandelt, so Ranstorp.
(Quelle: Radio Schweden)
Ohnehin deute die Kompliziertheit der Aktion auf die Beteiligung mehrerer Personen hin. Auch wenn bei der Tat mitten in Vorweihnachtsverkaufs-Zeiten keine weiteren Personen zu Schaden gekommen waren, habe es sich beim Täter im Gegensatz zu früheren Angaben kaum um einen Amateur gehandelt, so Ranstorp.
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Half Ehefrau dem Stockholmer Selbstmord-Attentäter?
Der Selbstmordattentäter Taimour Abdulwahab, der sich im Dezember vergangenen Jahres in der Stockholmer Innenstadt zu Tode gesprengt hatte, hat möglicherweise Hilfe von seiner Ehefrau bekommen. Wie die britische Polizei Scotland Yard gegenüber der schwedischen Nachrichtenagentur TT bestätigte, ist die Witwe in Luton bei London im Zusammenhang mit dem Stockholmer Attentat festgenommen worden. Sie sei verhört und gegen Kaution freigelassen worden. Die Familie des ursprünglich aus Nahost stammenden schwedischen Staatsbürgers Abdulwahab war 2001 von Schweden nach England übergesiedelt.
(Quelle: Radio Schweden)
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Selbstmordbomber machte mehrere Fehlversuche
Der schwedische Selbstmordbomber Taimour Abdulwahab, der auf einer belebten Stockholmer Geschäftsstraße im Dezember letzten Jahres lediglich sich selbst tötete, hatte auf dem Weg zum Tatort zuvor bereits mehrfach versucht, die Sprengladungen zu zünden. Dies geht aus einer in Schottland präsentierten Anklageschrift gegen einen mutmaßlichen Mittäter hervor.
Laut der am Dienstag vor dem Amtsgericht in Glasgow präsentierten Anklage Nasserdine Menni war der Stockholmer Attentäter am 11. Dezember 2010 zunächst mit dem Vorhaben gescheitert, Sprengstoff in einem Pkw zur Explosion zu bringen. Daraufhin habe er sich „zu Fuß in eine Fußgängerzone begeben und dort mehrfach versucht, die selbstgefertigten Sprengladungen zu zünden, die er bei sich trug". Sein Ziel sei es also offenkundig gewesen, mehrere Menschen umzubringen.
Staatsanwältin Agnetha Hilding Qvarnström, die die Ermittlungen auf schwedischer Seite leitet, wollte am Mittwoch die Informationen aus Schottland nicht kommentieren. Ebensowenig wollte sie Angaben darüber machen, wann die für den Herbst anvisierten vorläufigen Ermittlungsergebnisse veröffentlicht werden.
Die Geheimpolizei Säpo hält unterdessen entgegen der schottischen Anklage, die ausdrücklich von einer Verschwörung spricht, an ihrer Theorie des Einzeltäters fest. Zur Stunde deute nichts darauf hin, dass der Selbstmordbomber zur Ausführung der Tat Mithelfer gehabt habe, sagte eine Säpo-Sprecherin. Gleichwohl schließe man eine solche Möglichkeit nicht aund und arbeite daher weiter vorbehaltlos.
(Quelle: Radio Schweden)
Laut der am Dienstag vor dem Amtsgericht in Glasgow präsentierten Anklage Nasserdine Menni war der Stockholmer Attentäter am 11. Dezember 2010 zunächst mit dem Vorhaben gescheitert, Sprengstoff in einem Pkw zur Explosion zu bringen. Daraufhin habe er sich „zu Fuß in eine Fußgängerzone begeben und dort mehrfach versucht, die selbstgefertigten Sprengladungen zu zünden, die er bei sich trug". Sein Ziel sei es also offenkundig gewesen, mehrere Menschen umzubringen.
Staatsanwältin Agnetha Hilding Qvarnström, die die Ermittlungen auf schwedischer Seite leitet, wollte am Mittwoch die Informationen aus Schottland nicht kommentieren. Ebensowenig wollte sie Angaben darüber machen, wann die für den Herbst anvisierten vorläufigen Ermittlungsergebnisse veröffentlicht werden.
Die Geheimpolizei Säpo hält unterdessen entgegen der schottischen Anklage, die ausdrücklich von einer Verschwörung spricht, an ihrer Theorie des Einzeltäters fest. Zur Stunde deute nichts darauf hin, dass der Selbstmordbomber zur Ausführung der Tat Mithelfer gehabt habe, sagte eine Säpo-Sprecherin. Gleichwohl schließe man eine solche Möglichkeit nicht aund und arbeite daher weiter vorbehaltlos.
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Unbekannter Fotograf war vermutlich eingeweiht
Ein bislang unbekannter Mann hat die Leiche des Selbstmordattentäters von Stockholm, Taimour Abdulwahab, weniger als 30 Sekunden nach dem missglückten Attentat im Dezember 2010 fotografiert. Das hätten zwei unabhängige Zeugen bestätigt, berichtet die Tageszeitung Svenska Dagbladet. Nachdem der Mann den Toten fotografiert hatte, sei der direkt verschwunden, so einer der Zeugen gegenüber der Zeitung. Entweder habe er Glück gehabt, zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen zu sein, oder er habe bereits auf die Explosion gewartet.
Terrorexperten, die von Svenska Dagbladet zitiert werden, bestätigen den Verdacht. Es sei häufig so, dass Anschläge zu Propagandazwecken dokumentiert würden, zudem seien die entstandenen Fotos nie veröffentlicht worden. Vize-Chefanklägerin Agnetha Hilding Qvarnström, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur TT, sie wolle sich nicht vor der Pressekonferenz am Mittwoch in der Angelegenheit äußern.
(Quelle: Radio Schweden)
Terrorexperten, die von Svenska Dagbladet zitiert werden, bestätigen den Verdacht. Es sei häufig so, dass Anschläge zu Propagandazwecken dokumentiert würden, zudem seien die entstandenen Fotos nie veröffentlicht worden. Vize-Chefanklägerin Agnetha Hilding Qvarnström, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur TT, sie wolle sich nicht vor der Pressekonferenz am Mittwoch in der Angelegenheit äußern.
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Polizei nicht an Video interessiert - Film gelöscht
Nach dem Selbstmordattentat in der Stockholmer Innenstadt im vergangenen Dezember hat ein Ladenbesitzer in der Nähe des Tatortes der Polizei vergeblich Videoaufzeichnungen von der Umgebung angeboten. Das schreibt die Zeitung Svenska Dagbladet. Demnach zeigte die Polizei lediglich Interesse an den Aufnahmen der Stunden unmittelbar vor und nach der missglückten Tat. Da die Videobänder automatisch nach einem Monat überspielt werden, wurden mögliche Hinweise zu Vorgehen oder Komplizen des Attentäters Taimour Abdulwahab gelöscht.
Die Zeitung verweist auf Quellen, wonach es wahrscheinlich ist, dass der Terrorist den Tatort schon zu einem früheren Zeitpunkt besucht hat. Die Sicherheitspolizei Säpo wollte die Erkenntnisse nicht kommentieren und verwies auf die für Mittwoch angekündigte Pressekonferenz.
(Quelle: Radio Schweden)
Die Zeitung verweist auf Quellen, wonach es wahrscheinlich ist, dass der Terrorist den Tatort schon zu einem früheren Zeitpunkt besucht hat. Die Sicherheitspolizei Säpo wollte die Erkenntnisse nicht kommentieren und verwies auf die für Mittwoch angekündigte Pressekonferenz.
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SÄPO informiert nüchtern über Terror-Ermittlungen
Die schwedische Sicherheitspolizei Säpo hat am Mittwochvormittag zum Stand der Dinge bei den Ermittlungen zum Selbstmordattentäter eine Pressekonferenz abgehalten. Der Termin war heiß erwartet worden, brachte jedoch inhaltlich keine Neuigkeiten auf den Tisch. Zu den Anfang der Woche vorgebrachten neuen Hinweisen auf einen eventuellen Komplizen, der am Tatort Fotos gemacht hatte, wollte sich die Säpo nicht äußern und enttäuschte damit die geladenen Journalisten.
Statt tiefere Einblicke in die Ermittlungen zu gewähren, wurde noch einmal lange Bekanntes aufgezählt. So ist der Attentäter von Stockholm, Taimur Abdulwahab, vermutlich ein Einzeltäter gewesen, das Material für seine Sprengladung hatte er größtenteils im Stockholmer Vorort Tranås gekauft, mehrfach soll er am 10. Dezember vergangenen Jahres versucht haben, die Detonation mitten in der gefüllten Fußgängerzone auszulösen.
Weil die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, lieferte Säpo-Chef Anders Danielsson eher einen Rechenschaftsbericht: „Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind wir ungefähr 1.200 Hinweisen nachgegangen, wir haben 800 Verhöre geführt, es gab Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmen. Wir haben technische Ermittlungen am Tatort, im Auto, in Tranås und an vielen anderen Plätzen durchgeführt.“
Einzeltäter – ja oder nein?
Schwedens erster Selbstmordattentäter, der durch glückliche Zufälle nur sich selbst tötete, blickt auf eine mehrjährige Studienzeit im britischen Luton zurück, das sich als Geburtsstätte radikaler Islamisten einen Namen gemacht hat. Der schottischen Polizei zufolge soll Abdulwahab durchaus Komplizen und sogar ein ganzes Netzwerk hinter sich gehabt haben. Auf diesem Wege soll der Stockholmer finanziell unterstützt worden sein. Im Gegensatz dazu hält die Säpo daran fest, dass der 28-Jährige Einzeltäter gewesen sei.
„Unser Ermittlungsmaterial deutet auf nichts anderes hin. Wir arbeiten noch an der Frage, ob Abdulwahab finanziell, logistisch oder ideologisch unterstützt wurde. Es ist jedoch nicht sicher, dass wir jemals eine Antwort darauf erhalten, darüber muss man sich im Klaren sein, aber wir arbeiten dran.“
Schwedens führender Terrorexperte, Magnus Norell vom Außenpolitischen Institut, sagte im Anschluss an die Pressekonferenz gegenüber Sveriges Radio International, dass sich die Gefahr eines neuerlichen Terrorattentats in Schweden nicht vergrößert habe. Als Teil Europas und der Welt müsse man zwar davon ausgehen, dass es islamistische Strömungen auch hierzulande gebe, das Bedrohungsbild sei jedoch unverändert.
Unauffällig und unauffindbar
Dass sich Terrorattacken verhindern ließen, hält Norell für utopisch. „Das ist in der Praxis unmöglich, denn der Täter war in keinem Register zu finden. Wie es scheint, agierte er zumindest zum betreffenden Zeitpunkt allein, auch wenn er Kontakt in gewisse Milieus hatte. Eine Person, die sich nicht mitteilt und das Ganze heimlich vorbereitet und die Bombenzutaten unauffällig in gewöhnlichen Geschäften kauft, ist im Prinzip unauffindbar – es sei denn, man stolpert in anderem Zusammenhang über sie.“
(Quelle: Radio Schweden)
Statt tiefere Einblicke in die Ermittlungen zu gewähren, wurde noch einmal lange Bekanntes aufgezählt. So ist der Attentäter von Stockholm, Taimur Abdulwahab, vermutlich ein Einzeltäter gewesen, das Material für seine Sprengladung hatte er größtenteils im Stockholmer Vorort Tranås gekauft, mehrfach soll er am 10. Dezember vergangenen Jahres versucht haben, die Detonation mitten in der gefüllten Fußgängerzone auszulösen.
Weil die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, lieferte Säpo-Chef Anders Danielsson eher einen Rechenschaftsbericht: „Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind wir ungefähr 1.200 Hinweisen nachgegangen, wir haben 800 Verhöre geführt, es gab Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmen. Wir haben technische Ermittlungen am Tatort, im Auto, in Tranås und an vielen anderen Plätzen durchgeführt.“
Einzeltäter – ja oder nein?
Schwedens erster Selbstmordattentäter, der durch glückliche Zufälle nur sich selbst tötete, blickt auf eine mehrjährige Studienzeit im britischen Luton zurück, das sich als Geburtsstätte radikaler Islamisten einen Namen gemacht hat. Der schottischen Polizei zufolge soll Abdulwahab durchaus Komplizen und sogar ein ganzes Netzwerk hinter sich gehabt haben. Auf diesem Wege soll der Stockholmer finanziell unterstützt worden sein. Im Gegensatz dazu hält die Säpo daran fest, dass der 28-Jährige Einzeltäter gewesen sei.
„Unser Ermittlungsmaterial deutet auf nichts anderes hin. Wir arbeiten noch an der Frage, ob Abdulwahab finanziell, logistisch oder ideologisch unterstützt wurde. Es ist jedoch nicht sicher, dass wir jemals eine Antwort darauf erhalten, darüber muss man sich im Klaren sein, aber wir arbeiten dran.“
Schwedens führender Terrorexperte, Magnus Norell vom Außenpolitischen Institut, sagte im Anschluss an die Pressekonferenz gegenüber Sveriges Radio International, dass sich die Gefahr eines neuerlichen Terrorattentats in Schweden nicht vergrößert habe. Als Teil Europas und der Welt müsse man zwar davon ausgehen, dass es islamistische Strömungen auch hierzulande gebe, das Bedrohungsbild sei jedoch unverändert.
Unauffällig und unauffindbar
Dass sich Terrorattacken verhindern ließen, hält Norell für utopisch. „Das ist in der Praxis unmöglich, denn der Täter war in keinem Register zu finden. Wie es scheint, agierte er zumindest zum betreffenden Zeitpunkt allein, auch wenn er Kontakt in gewisse Milieus hatte. Eine Person, die sich nicht mitteilt und das Ganze heimlich vorbereitet und die Bombenzutaten unauffällig in gewöhnlichen Geschäften kauft, ist im Prinzip unauffindbar – es sei denn, man stolpert in anderem Zusammenhang über sie.“
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U-Haft für mutmaßlichen Mittäter verlängert
Für den Mann, der in Schottland verdächtigt wird, dem schwedischen Selbstmordbomber Taimour Abdulwahab geholfen zu haben, ist die Untersuchungshaft verlängert worden. Diesen Beschluss des zuständigen Gerichts in Glasgow gaben die schottischen Behörden am Montag bekannt. Dem Mann wird vorgeworfen, Abdulwahab finanziert zu haben. Er soll zudem eine der letzten Personen gewesen sein, die der Täter angerufen hatte, bevor er am 11. Dezember 2011 im zentralen Stockholm die Sprengladung zündete. Schwedens Geheimpolizei schlieβt weiterhin nicht aus, dass Abdulwahab ohne Mithilfe gehandelt hat.
(Quelle: Radio Schweden)
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Fehlstart im Prozess um Stockholmer Attentat
Der Prozess im schottischen Glasgow gegen den mutmaßlichen Unterstützer des Selbstmordattentäters von Stockholm musste verschoben werden. Wie der Schwedische Rundfunk am Montag meldet, sind Beweise nicht rechtzeitig vor Gericht eingetroffen, so dass der Prozessbeginn von Montag auf Mittwoch verlegt wurde.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten dabei Terrorverbrechen vor, und dass er Taimour Abdulwahab finanziell bei seinem Anschlag in der schwedischen Hauptstadt unterstützt hat. Dabei soll er umgerechnet rund 6.600 Euro auf Konten überwiesen haben, auf die Abdulwahab Zugriff hatte. Der Angeklagte bestreitet sämtliche Vorwürfe. Der Prozess ist auf 12 Wochen angesetzt. Dabei werden unter anderem 250 Zeugenaussagen gehört. Abdulwahab hatte sich am 11. Dezember 2010 in der Stockholmer Innenstadt in die Luft gesprengt. Sein Ziel war es, möglichst viele Passanten mit sich in den Tod zu reißen. Durch einen Fehler detonierte die Sprengladung jedoch zu früh, so dass lediglich der Attentäter selbst ums Leben kam. Die schwedische Staatsanwaltschaft geht trotz der Hilfe aus Schottland davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt hat.
(Quelle: Radio Schweden)
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten dabei Terrorverbrechen vor, und dass er Taimour Abdulwahab finanziell bei seinem Anschlag in der schwedischen Hauptstadt unterstützt hat. Dabei soll er umgerechnet rund 6.600 Euro auf Konten überwiesen haben, auf die Abdulwahab Zugriff hatte. Der Angeklagte bestreitet sämtliche Vorwürfe. Der Prozess ist auf 12 Wochen angesetzt. Dabei werden unter anderem 250 Zeugenaussagen gehört. Abdulwahab hatte sich am 11. Dezember 2010 in der Stockholmer Innenstadt in die Luft gesprengt. Sein Ziel war es, möglichst viele Passanten mit sich in den Tod zu reißen. Durch einen Fehler detonierte die Sprengladung jedoch zu früh, so dass lediglich der Attentäter selbst ums Leben kam. Die schwedische Staatsanwaltschaft geht trotz der Hilfe aus Schottland davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt hat.
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Terrorprozess in Glasgow hat begonnen
Im schottischen Glasgow hat am Mittwoch im zweiten Anlauf der Prozess gegen den mutmaßlichen Helfer des Stockholmer Selbstmordbombers Taimour Abdulwahab begonnen. Der ursprünglich für den Montag geplante Beginn des Prozesses gegen den angeklagten Nasserdine Menni hatte verschoben werden müssen, da ein aus Schweden angefordertes Dokument nicht rechtzeitig eingetroffen war. Mennis Anwalt erklärte, sein Klient sehe sich als nicht schuldig.
Menni, der unter mehreren Decknamen aufgetreten war, wird vorgeworfen, das im Dezember 2010 in der Stockholmer Innenstadt durchgeführte Terrorattentat gemeinsam mit Abdulwahab und anderen Personen bei Begegnungen unter anderem in Schweden, Großbritannien, Syrien und im Irak vorbereitet zu haben. Zudem ist er der Urkundenfälschung angeklagt. So soll er unter falschem Namen umgerechnet mindestens 660 Euro auf Abdulwahabs Konto eingezahlt haben. Als einer der ersten Zeuge in dem unter umfassenden Sicherheitsmaßnahmen stattfindenden Prozess wurde am Mittag ein Stockholmer Polizist vernommen, der kurz nach dem Selbstmordattentat am Tatort eingetroffen war. Beweismaterial kommt auch aus den USA und Frankreich. Menni befindet sich seit vergangenem Frühjahr in Haft. Er riskiert eine lebenslange Haftstrafe. Sein mutmaßlicher Kumpan Abdulwahab hatte laut jüngsten Ermittlungsergebnissen viele Menschen töten wollen, letztlich jedoch nur sich selbst getötet.
(Quelle: Radio Schweden)
Menni, der unter mehreren Decknamen aufgetreten war, wird vorgeworfen, das im Dezember 2010 in der Stockholmer Innenstadt durchgeführte Terrorattentat gemeinsam mit Abdulwahab und anderen Personen bei Begegnungen unter anderem in Schweden, Großbritannien, Syrien und im Irak vorbereitet zu haben. Zudem ist er der Urkundenfälschung angeklagt. So soll er unter falschem Namen umgerechnet mindestens 660 Euro auf Abdulwahabs Konto eingezahlt haben. Als einer der ersten Zeuge in dem unter umfassenden Sicherheitsmaßnahmen stattfindenden Prozess wurde am Mittag ein Stockholmer Polizist vernommen, der kurz nach dem Selbstmordattentat am Tatort eingetroffen war. Beweismaterial kommt auch aus den USA und Frankreich. Menni befindet sich seit vergangenem Frühjahr in Haft. Er riskiert eine lebenslange Haftstrafe. Sein mutmaßlicher Kumpan Abdulwahab hatte laut jüngsten Ermittlungsergebnissen viele Menschen töten wollen, letztlich jedoch nur sich selbst getötet.
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7 Jahre Gefängnis für Helfer des Stockholmer Attentäters
Der Mann, der dem Stockholmer Selbstmordbomber Taimour Abdulwahab bei der Vorbereitung der Tat geholfen hat, ist von einem britischen Gericht zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden...
Weiterlesen:
http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5247212
(Quelle: Radio Schweden)
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(Quelle: Radio Schweden)
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Stockholmer Selbstmordbomber ohne Mithelfer
Die Ermittlungen zum Stockholmer Selbstmordattentat 2010 werden zum Jahresbeginn vermutlich eingestellt werden. Wie Staatsanwältin Agnetha Hilding Qvarnström der Nachrichtenagentur TT sagte, würden voraussichtlich keine weiteren Personen mehr in dem Fall angeklagt werden...
Weiterlesen:
http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5370320
(Quelle: Radio Schwden)
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Abdulwahab narrte schwedische Behörden
Der Selbstmordattentäter von Stockholm, Taimour Abdulwahab, hat sich Studienunterstützung erschlichen. Nach Angaben der Tageszeitung Dagens Nyheter hat Abdulwahab Papiere englischer Universitäten gefälscht, um an umgerechnet rund 50.000 Euro Studiengelder zu kommen...
Weiterlesen:
http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=5447920
(Quelle: Radio Schweden)
Viele weitere Nachrichten aus Schweden:
http://www.schwedenstube.de/category/sc ... achrichten
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(Quelle: Radio Schweden)
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Stockholmer Attentat - Neue Aufschlüsse im Berufungsprozess?
Die schwedische Staatsanwaltschaft erwartet sich neue Aufschlüsse vom Berufungsprozess in Schottland gegen den vermeintlichen Mithelfer des Selbstmordattentäters von Stockholm. Die Staatsanwältin Agnetha Hilding Qvarnström bestätigt gegenüber der Nachrichtenagentur TT, dass sie den Angeklagten Nasserdine Menni in Glasgow verhören konnte. Es laufe auch ein Rechtshilfeersuchen in Großbritannien, um klären zu können, ob weitere Helfer an der Tat beteiligt waren. Die schwedischen Ermittlungen stehen offenbar kurz vor dem Abschluss.
(Quelle: Radio Schweden)
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Viele weitere Nachrichten aus Schweden:
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Dre Jahre nach Attentat - Behörden ermitteln weiter
Auch drei Jahre nach dem Selbstmordattentat von Stockholm haben die schwedischen Behörden den Fall noch nicht zu den Akten gelegt. Die Staatsanwaltschaft wollte gegenüber der Tageszeitung Dagens Nyheter jedoch nicht bestätigen, ob noch gegen weitere Personen ermittelt wird...
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Karsten
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Ermittlungsverfahren gegen Stockholmer Terrorbomber eingeste
Die schwedische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im Verfahren zu möglichen Komplizen des islamistischen Selbstmord-Attentäters von Stockholm, Taimour Abdulwahab, eingestellt. Am 11. Dezember 2010 hatte sich der gebürtige Iraker mitten im Weihnachtsverkauf in die Luft gesprengt. Einzig aufgrund technischer Pannen kam nur der Täter selbst ums Leben und ein Blutbad in der Stockholmer City wurde verhindert...
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Al-Quaida-Verbindungen zum Stockholmer Attentat?
Der Selbstmord-Attentäter von Stockholm, Taimour Abdulwahab, könnte Verbindungen zu einer Zelle der al-Qaida in Italien gehabt haben. Nur einige Stunden vor dem Attentat sei ein Telefongespräch aufzeichnet worden, in dem gefordert wurde, „dringend mit Schweden zu sprechen“. Auch die Phrase „Alles ist bereit“ soll dabei verwendet worden sein. Der Anruf kam von einem Iman, der im Verdacht steht, der al-Qaida-Zelle vorzustehen und mehrere Attentate finanziert und geplant zu haben, unter anderem einen Selbstmordanschlag in Pakistan...
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